Autor Thema: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018  (Gelesen 115800 mal)

Silv

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #45 am: 05. September 2018, 12:56:46 »
Was ist denn Blackpudding? Sieht aus wie gebratene Blutwurst...

Das war ein Tag nach meinem Geschmack!
Liebe Grüße
Silvia

Ilona

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #46 am: 05. September 2018, 14:40:10 »
Was ist denn Blackpudding? Sieht aus wie gebratene Blutwurst...

So unrecht hast du damit gar nicht. Man nennt es auch Blutpudding.

Ich könnte das nicht probieren :kotz: , aber ich esse auch keine Blutwurst.
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #47 am: 05. September 2018, 18:03:14 »
Ein wunderbarer Tag, sowohl das abwechslungsreiche Programm als auch wieder das Wetter. Und Anneliese, Kurt und Werner bist du ja gerade noch so entkommen ;D.

Wenn ich mal in der Gegend sein sollte, würde ich deinen Tag genauso übernehmen. Besonders gut gefallen hat mir die Kathedrale in Elgin, aber auch das blumengeschmückte Dörfchen, die Meeresblicke, ach einfach alles.

Das englische (äh schottische) Frühstück wäre für mich aber eher was für Mittag- oder Abendessen, da esse ich auch gerne Blutwurst.

Das Apartment ist schön, Kühlschrank, Mikrowelle und Wasserkocher reichen mir aus, daher genau richtig für mich - wobei die Sache mit der Schlüsselbox zum Glück gut ausging, ohne Handy Empfang hätte das ziemlich nervig werden können. 


LG Christina

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #48 am: 06. September 2018, 19:04:10 »
Ich mag Blutwurst gebraten sehr gerne und der Blackpudding schmeckte mir, aber insgesamt war es mir doch etwas fleischlastig, so dass ich später immer nur Würstchen oder Bacon oder Blackpudding genommen habe.

Mir hat der Tag auch richtig gut gefallen, auch wenn die Speyside nun landschaftlich keine Highlights bietet, sieht ein wenig aus wie in Hessen - ist ja auch schön  ;D

Rainer

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #49 am: 06. September 2018, 19:35:06 »
Ich mag Blutwurst gebraten sehr gerne

"Himmel und Erde" - köstlich! Wer es nicht kennt: gebratene Biutwurst mit Kartoffelpurree und Apfelmus. Superlecker!

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #50 am: 07. September 2018, 17:15:36 »
Ich mag Blutwurst gebraten sehr gerne

"Himmel und Erde" - köstlich! Wer es nicht kennt: gebratene Biutwurst mit Kartoffelpurree und Apfelmus. Superlecker!

Mag ich auch gerne! Bei meiner Mama gab es immer Blut- und Leberwurst gebraten mit Sauerkraut und Wasserspatzen (zu groß geratene Spätzle  ;D) - ich liebe es und mach mir das einmal im Jahr auch für mich.

Susan

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #51 am: 07. September 2018, 20:15:48 »
"Himmel und Erde" kannte ich bisher nur ohne Blutwurst. Die habe ich auch noch nie gebraten gegessen. :gruebel:

Die Bilder von der Ostküste haben mich auch ein wenig an Cornwall erinnert; sehr nett - vor allem mit dem traumhaften Wetter  8) Auch der Tag in Speyside war sehr schön
Liebe Grüße
Susan

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #52 am: 07. September 2018, 20:36:04 »
Samstag, den 7. Juli 2018 - I'm the real Nessie-hunter

Ich habe wundervoll geschlafen in dem großen Bett und als der Wecker um 6.30 Uhr klingelt, bin ich fit und freue mich auf den kommenden Tag. Ich mache mir einen Kaffee und trinke ihn noch im Schlaflook im Garten. Der Himmel ist mal wieder unanständig blau, nur ab und zu eine kleine Wolke - ob Nessie sich bei solch unschottischem Wetter zeigen wird?

Nach einer herrlichen Dusche bereite ich mein Frühstück mit meinem Lieblingsbrot, welches ich mitgebracht habe (Eiweißbrot mit Mandeln- yummie), Quark und Marmelade, dazu gibt noch eine Banane. So gestärkt kann ich mich auf die Jagd begeben.

Ich fahre durch Inverness, vielleicht habe ich ja heute Abend noch Lust und Zeit für dieses Städtchen, zunächst zieht es mich magisch an DEN See, den jeder kennt: Loch Ness.

Wie kann man Nessie am besten finden? Natürlich auf dem Wasser und so biege ich kurz nach Inverness auf den Parkplatz der Jacobite Cruises. Das Ticket für die dreistündige Tour ist schnell gekauft und 15 Minuten später dürfen wir schon aufs Schiff. Da das Wetter herrlich ist, ist das Oberdeck auch relativ schnell gefüllt und die Fahrt beginnt.



Denke ich am Anfang noch, dass die drei Stunden lang werden könnten, kann ich mich mit jedem Meter mehr entspannen und genieße die Sonne, die wunderschönen Ausblicke und die Erzählungen des Kapitäns - nur die Sonnencreme habe ich vergessen, was sich am Abend noch rächen wird :)

Zuerst fahren wir ein ganzes Stück auf dem Kaledonischen Kanal. Loch Ness ist seit 1822 in den Kaledonischen Kanal (Caledonian Canal) integriert. Dieser wurde als Verbindungsweg zwischen der Atlantikküste und der Nordseeküste gebaut, um kürzere Transportzeiten für Industriegüter zu erreichen und die Unwetter auf der See im Norden von Schottland zu umgehen. Für den Bau des Kanals wurde der Wasserstand im See um etwa drei Meter künstlich angehoben, wodurch sich auch Länge und Breite des Sees vergrößerten. (Wikipedia)





Bei Dochgarroch steigen weitere Passagiere zu und wir passieren eine Schleuse. Das finde ich als Landei immer spannend und ist auch Maßarbeit.



Nicht lange danach fahren wir in den Loch Ness ein.

Loch Ness hat die typisch langgezogene Form eines in der Eiszeit durch Gletscher entstandenen Sees. Er ist etwa 37 km lang, aber im Mittel nur 1,5 km breit. Gegen Ende der Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren war Loch Ness vermutlich noch eine Meeresbucht. Als sich das vom Gletschereis befreite Land bei Inverness hob, wurde der Zugang zum Meer abgeschnitten. Die größte Tiefe des Sees beträgt 230 m. Gemessen an der Wasseroberfläche von 56,4 km² ist Loch Ness nach Loch Lomond der zweitgrößte See Schottlands. Er verfügt aber aufgrund seiner Tiefe über das mit Abstand größte Wasservolumen aller schottischen Seen.

Ja, ja, das hört sich ja alles ganz interessant an, macht den See aber nicht zu DEM See Schottlands. Sondern seit Jahrhunderten wird immer wieder von Sichtungen eines Seeungeheuers im Loch Ness berichtet, das Nessie genannt wird.
Nessie wird üblicherweise als Plesiosaurier beschrieben, mit einer Länge von bis zu 20 Metern. Ihre Existenz wäre als so genanntes Kryptid erklärbar, ein dem Menschen unzugängliches und somit unerforschtes Tier, vergleichbar mit Bigfoot und Yeti.

Die meisten Wissenschaftler und Experten erklären die Berichte über Nessies Existenz allerdings als absichtliche wie unabsichtliche Falschmeldungen oder Fehlbestimmungen von gewöhnlichen Tieren. Regional ist der Mythos zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden, da der See heute eines der Hauptziele für den Tourismus in Schottland ist. Während des Sommerlochs tritt das Ungeheuer regelmäßig als Schlagzeile in der Presse auf.

Ja, ich habe es durchgestrichen, denn wer will so etwas lesen, wenn er auf Nessie-Jagd ist? Niemand! Also schauen wir ab jetzt konzentriert aufs Wasser.









Nach ca. 1 1/2 Stunden nähern wir uns Drumnadrochit und dem Urquart Castle.

Urquhart Castle ist ein beliebter Bestandteil von Schottland-Rundreisen, entsprechend gut besucht ist die Ruine. Zur Anlage gehören ein Busparkplatz sowie ein großes Besucherzentrum, das neben einem kleinen Museum auch über einen großen Souvenirverkauf, ein Informationskino sowie über ein Café verfügt. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet. Die Ruine liegt direkt an der A82 und wird auch durch Linienbusse angefahren.Wer an der Geschichte interessiert ist, kann diese hier nachlesen.

Ich freue mich die Ruine vom Wasser aus zu sehen und dem Ansturm zu entgehen. Das Fotografieren ist am Morgen jedoch etwas schwierig wegen dem Gegenlicht.









Kurz danach wendet die Jacobite Queen und wir fahren gemütlich zurück. Unterwegs kommen wir noch in den Genuss des singenden Kapitäns, der ein schottisches Volkslied zum Besten gibt und seiner Nessie-Theorie, dass das vermeintliche Ungeheuer ein riesiger Stör ist, was ich natürlich so gar nicht hören will.







Nach drei Stunden auf dem See ohne Nessie-Sichtung stiege ich tiefenentspannt aber doch enttäuscht ins Auto. Loch Ness ohne Nessie ist ja irgendwie kein richtiger Schottland-Urlaub. Ich werde den See also noch umrunden, vielleicht habe ich ja doch noch Jagdglück.

Die A82 führt zwar am See entlang, aber man bekommt auf der Westseite ziemlich wenig davon zu sehen. Ich mache ein Stopp am Loch Ness Clansman Hotel und besuche den riesigen Shop, kaufe aber nur ein kleines Schafmagnet für unsere Magnetwand in der Küche - und

 




habe gleich ziemlich viele Nessie-Sichtungen:



Okay - gilt nicht! Aber wartet nur ab ...

Es ist ordentlich Verkehr, kaum See zu sehen - irgendwie nicht so befriedigend. Also Augen zu und durch: ich fahre bis Fort Augustus und will dort eigentlich ein wenig laufen. No way! Es ist so voll, staut sich schon vor dem Ort, im Ort und ich ergreife die Flucht mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die ostseitige Seeumfahrung eh viel schöner sein soll :)

Und ja, schon nach wenigen Kilometern eröffnet sich eine andere Welt:





Das ist nicht Loch Ness, sondern Loch Tarff - hier fühle ich mich wohl!







Wenig Verkehr, tolle Ausblicke, teilweise Single Track - ich genieße die Fahrt und mein nächster Stopp sind die Falls of Foyers. Da ich mich heute noch nicht wirklich bewegt habe, kommt der kurze Spaziergang gerade recht, obwohl es wirklich warm ist und die wenigen Höhenmeter einen trotzdem schwitzen lassen.

Geparkt wird neben dem Cafe und Parkplätze gibt es ausreichend - man merkt, dass sich hier deutlich weniger Touristen aufhalten.

Die Falls sind jetzt eher enttäuschend - vielleicht liegt es am wenigen Wasser oder das ich von Norwegen schon ein wenig verwöhnt bin. Trotzdem sind sie natürlich schön anzusehen:



Trotzdem gefällt es mir nicht wirklich - auch wenn nur ca. 15 Menschen vor Ort sind, mir ist es gerade zuviel. Auf dem Weg nach oben, versuche ich dann noch einmal einen Blick auf Loch Ness zu erhaschen.







Langsam sollte ich mich auch auf den weiteren Weg machen, denn ich habe heute noch einiges vor.

Zunächst fahre ich zum Dores Beach, denn ich will doch zumindest ein Foto vom Wohnwagen des Real Nessie Hunters Steve machen :) Diese Entscheidung ist gut, wirft aber letztendlich alle weiteren Planungen über den Haufen.

Am Dores Beach liegt das "The Inn at Dores Beach" und dort findet heute eine Hochzeit statt. Alle Männer in Kilts und die Damen mit lustigen Hüten auf dem Kopf. Nur von der Braut ist nichts zu sehen.

Ich mache ein paar Aufnahmen am Strand und beobachte wie Bräutigam und ein Registrar per Boot auf eine geschmückte Plattform im See gebracht werden.





Mittlerweile füllt sich der Strand mit immer mehr Schaulustigen, selbst Polizeibeamte sind darunter :) - und als Nessie schließlich auftaucht, gibt es lauten Applaus:







Schließlich steigt die Braut aus Nessie heraus auf die Plattform und die Trauung wird auf dem See vollzogen, während die Gäste am Ufer und im Garten des Hotels gespannt zusehen.

Ich bin ja eher gespannt auf Nessie und kann noch ein Foto erhaschen  :herz: :



Was für ein Spektakel! Ein Blick auf die Uhr und mir ist klar, dass ich damit Culloden Battlefield und die Clava Cairns nicht mehr schaffe. Aber das war es mir wert und mit einem breiten Grinsen im Gesicht verlasse ich den Parkplatz am Dores Beach.

Auf dem Weg zurück nach Nairn merke ich dann auch, dass ich ein wenig Hunger habe, die Nessie-Jagd hat mich das Essen vergessen lassen :)

Ich halte am Supermarkt und besorge mir einen Salat, den ich mit fantastischer Aussicht verspeise:







Gegen 22.30 Uhr bin ich dann schließlich im Appartement, hüpfe unter die Dusche, gönne mir noch ein Glas Wein im Garten und falle dann ins Bett - was für ein schöner Tag!

Die Karte des Tages:


Ilona

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #53 am: 08. September 2018, 11:07:33 »
Die Nessie-Hochzeit ist zum Schmunzeln  :totlach:.

Hättest du ein paar Haribos (du kennst die Werbung mit Bully Herbig  :zwinker: ) dabei gehabt, hätte sich the Real Nessie bestimmt gezeigt  :toothy9:.

Die Bootsfahrt hätte ich auch gemacht  :thumb:.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #54 am: 08. September 2018, 19:00:32 »
So jetzt bin ich auch wieder dabei  :)
Als Dinofan finde ich Loch Ness natürlich klasse! Ich wollte schon immer mal einen Plesiosaurier sehen  ;) okay es war dann nur der Doppelgänger aber das ist auch okay  ;D
Im Ausland Hochzeiten anschauen macht mir auch immer großen Spaß, die karierten Kleider der Damen sind irgendwie schräg. Hatte die Braut auch so was an?
Am meisten fasziniert mich aber der blaue Himmel den du uns zeigst, so hätte ich mir Schottland wirklich nicht vorgestellt.
Edinburgh hat mir sehr gut gefallen, aber ich werde dann mal im Rahmen einer Städtereise mit dem Flieger und ohne Auto dorthin reisen, die Parkplatzsuche hätte mir den Tag völlig vermiest.
 
Viele Grüße Paula

Andrea

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #55 am: 08. September 2018, 19:36:03 »
Bin auch wieder dabei  :zwinker:

Das ist ja wohl MEEEGA! bisher.  :herz: Vor allem Urquhart Castle "von Hinten" ist mal eine Ansicht, die man nicht täglich sieht.

Ein Foto vom Nessi-Regal habe ich damals auch gemacht. Der ganze Schuppen dort ist aber irgendwie mehr frustrierend als nett gemacht.
Liebe Grüße, Andrea



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Susan

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #56 am: 08. September 2018, 23:17:52 »
So eine Nessie hatten wir eigentlich als Braut für unser Reise-Nili vorgesehen.  ;D  Die beiden waren sich aber nicht grün  ;)
Die Bootsfahrt hätte uns auch gefallen und die Nessie-Hochzeit  ;)
Liebe Grüße
Susan

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #57 am: 09. September 2018, 10:23:34 »
Schön, dass ihr "Mädels" nun auch wieder dabei seid  :) - ich konnte ja schon bei FB sehen, dass ihr eine tolle Zeit hattet!

Die Hochzeit war insgesamt etwas schräg, aber die Braut trug eine traditionelles Hochzeitskleid. Die Röcke der Mädels flogen vom Wind ganz schön hoch  ;D - dabei hätten mich hochfliegende Röcke der männlichen "Schnittchen" viel mehr interessiert  8) :totlach:

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #58 am: 09. September 2018, 20:23:32 »
Sonntag, den 8. Juli 2018 - Going North - North Coast 500

Heute klingelt der Wecker schon um 6 Uhr und ich genieße wieder meinen ersten Kaffee im Garten. Frühstück fällt heute aus, denn ich will früh los. Nach der Dusche packe ich zusammen und verlasse ein wenig traurig das Limelife Gardenstudio. Hier habe ich mich sehr wohlgefühlt und rund um Inverness hätte man auch noch einiges unternehmen können - aber ein wenig ahne ich auch schon, dass ich wiederkomme.

Inverness ist der Startpunkt der North Coast 500 - über eine Entfernung von 516 Meilen führt die Route entlang der Ost, – Nord- und Westküste, ehe sie quer durch das Landesinnere wieder nach Inverness zurückkehrt. Ich werde dieser auf vielen Meilen folgen und freue mich auf die nächsten Tage.

Zunächst überquere ich nördlich von Inverness den Moray Firth.





Die Wolken sehen heute bedrohlich aus, es bleibt aber trocken.

Schon lange vor Golspie wird die Luft dunstiger, ich sehe Rauch aufsteigen. Rund um Golspie wütet seit Tagen ein riesiger Waldbrand.

Mein erster Halt ist Dunrobin Castle - für mich das schönste Schloss der Welt :)

Genauso und nicht anders stelle ich mir das Dornröschen-Schloss vor, ich kann die Rosen förmlich wachsen sehen. Das Innere des Castles besuche ich nicht, ich kann damit irgendwie nichts anfangen und für mich sieht das alles gleich aus ;) Umso länger besuche ich jedoch den Garten.

Dunrobin Castle st der Stammsitz des Clan Sutherland und damit auch des Earl of Sutherland. Mit 189 Zimmern ist Dunrobin Castle das größte Wohngebäude in den nördlichen Highlands. Architekt war Charles Barry, der auch das englische Parlamentsgebäude in London gestaltete. Barry entwarf auch den Garten des Schlosses, der den Anlagen in Versailles nachempfunden ist.





Um 11.30 Uhr startet die Falkner-Show und bis dahin habe ich Zeit Blümchen zu knipsen - das habe ich lange nicht mehr getan und habe viel Spaß dabei.















Auf dem nächsten Bild sieht man deutlich den Dunst/Rauch der in der Gegend hängt, später wird es durch etwas Wind besser.





Pünktlich um 11.30 Uhr beginnt die Falkner-Show, die ich richtig klasse finde, vor allem wenn die Vögel dicht über unsere Köpfe fliegen.



















Hach - das war toll! Ich muss mich aber leider langsam von Dunrobin Castle verabschieden. Hätte ich hier einen Frosch gefunden - ich hätte ihn defintiv geküsst!





Bevor ich abfahre, gönne ich mir aber noch einen Cappu und ein Sandwich mit Käse, denn ich habe ja noch nichts gegessen.

Dann fahre ich weiter, es ist nicht viel Verkehr und immer wieder erhasche ich schöne Blicke aufs Meer. Ich halte jedoch erst wieder am kleinen Naturhafen von Latheronwheel. Dort bin ich ganz alleine - ist das herrlich! Nachdem ich einige Fotos gemacht habe, setze ich mich auf eine Bank und hänge meinen Gedanken nach. Ich denke an meinen Bruder, meine Mami und Papa und suche einen schönen Stein für die drei, den ich aufs Grab legen möchte.











Nach ca, einer Stunde reiße ich mich von diesem wundervollen Flecken Erde wieder los, denn es stehen noch ein paar Punkte auf meinem Programm und ich will nicht zu spät im B & B ankommen.

Ich biege von der A 82 auf eine Single Track Road ab und fahre einige Meilen zu den Grey Cairns of Camster. Auch hier bin ich wieder ganz alleine und es ist ein wenig gespenstisch, denn mitten im Nichts liegen die jungsteinzeitlichen Hügelgräber, in derem Inneren man Knochenreste gefunden hat.

Holzbohlen führen über die Sumpflandschaft in welcher Heide und Wollgras wächst. Man kann die Hügelgräber auch "bekriechen", aber ich traue mich nicht durch den absolut dunklen Kriechgang  ... Feigling!













Eigentlich will ich gerne die Whaligoe Steps besuchen, aber ich finde die Zufahrt nicht auf Anhieb und es es ist schon ziemlich spät. Ich habe meine Ankunft für 19 -20 Uhr angemeldet, nun ist es schon 18.00 Uhr und ich muss noch einkaufen, denn rund um mein B & B gibt es keine Möglichkeit zum Essen.

Ich verzichte also darauf zu drehen und die Anfahrt zu suchen und nehme lieber noch einmal eine kleine Straße ins Hinterland. Dort stoße ich durch Zufall auf einen kleinen See, der es mir gleich angetan hat. Hier könnte ich nun bleiben, lesen, picknicken - wenn da nicht das B & B warten würde.





In Wick kaufe ich bei Tesco einen Salat und ein kleines Baguette - und ganz viel Schreibmaterialien (schöne Kugelschreiber, vorgedruckte To-Do-Listen, Ringbücher, Sticky-Notes, Sticker für meine Eulen usw.)

Anschließend mache ich mich auf die Suche nach meinem B & B, welches ich relativ schnell auch finde. Ich werde ganz lieb in Empang genommen und habe ein schönes Zimmer mit kleiner Terrasse und wirklichem "Castle View".









Leider zieht es sich immer weiter zu, ab und zu tröpfelt es sogar,  so dass es mit meinem geplanten Picknick und dem Sonnenuntergang  nichts wird. So esse ich meinen Salat auf der Bank mit Aussicht und liege um 21 Uhr schon im Bett.

Karte zum heutigen Tag:


Paula

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #59 am: 10. September 2018, 12:14:49 »

Hach - das war toll! Ich muss mich aber leider langsam von Dunrobin Castle verabschieden. Hätte ich hier einen Frosch gefunden - ich hätte ihn defintiv geküsst!

Volle Zustimmung  ;D
Allerdings interessiert mich nur der Frosch nicht der eventuelle Prinz  ;)

Das Castle gefällt mir auch gut, am besten war aber der Uhu von der Flugshow.
Viele Grüße Paula