Autor Thema: Sprachlos...  (Gelesen 2639 mal)

Birgit

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Sprachlos...
« am: 17. Oktober 2018, 11:02:12 »
Hallo ihr Lieben,

eigentlich gehört dieses Thema eher in die "Grüße", da es nur dazu dient mein aufkommendes Reisefieber zu bewältigen.

Am SA geht es nach Korea, zunächst 2 Tage Busan, dann eine gute Woche mit dem Mietwagen durch den Süden Südkoreas, dann noch 4 Tage Seoul.

Eine Tour in die DMZ, auf die ich mich schon so gefreut hatte, wird es leider nicht geben, wegen "militaty training" seien Touren erst wieder ab 16.11. möglich. Nun gut, so bleibt mehr Zeit auch die Ecken von Seoul zu erkunden, die nicht auf der Top-Liste stehen und dennoch schön sein sollen.

Nach insgesamt 2 Wochen fliege ich dann wieder zurück.

OK, was geht mir durch den Kopf? Ich werde wieder mal als Analphabetin unterwegs sein, wollte eigentlich ein bisschen Hangeul (die Schrift) lernen, habe das dann doch nicht getan. Und Englisch ist nicht sehr weit verbreitet. Selbst in Seoul hatte ich letztes Jahr schon Probleme beim Bestellen im Restaurant etc.

In Taiwan letztes Jahr habe ich nur an den Bildern von Tripadvisor erkannt, dass ich richtig bin, weil der Hotelname nicht in lateinischen Buchstaben dran stand. Ich denke mal, das wird nun auch an dem einen oder anderen Ort so sein.

Habt ihr nette und lustige Geschichten oder Tipps, wie ihr mit ähnlichen Situationen umgegangen seid? Anstrengend ist es ja schon.

Das Problem mich im Straßenverkehr zurechtzufinden, habe ich inzwischen übrigens mit der Sygic-App lösen können, und Google Übersetzer wird mir auch helfen können und müssen.


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Paula

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Re: Sprachlos...
« Antwort #1 am: 17. Oktober 2018, 11:51:05 »
Hallo Birgit,

ich drücke dir ganz fest die Daumen dass das klappt! In Korea bin ich ja auch Analphabet aber mein Freund spricht koreanisch. Beim essen mußt du dir gar keine Sorgen machen, es gibt praktisch immer und überall Fotospeisekarten. Einmal waren wir in einem Lokal wo es das nicht gab, da gab es aber auch nur genau ein Gericht (eine Suppe), im Zweiflesfall guckst du einfach was die anderen essen und zeigst auf einen Teller der dir gefällt. Die verstehen dann schon dass du das gleiche willst.

Bei Hotels würde ich sagen: lade dir am Vortag immer die Offline Karte von Google Maps runter und markiere das Hotel als Ziel und lass dich wenn du in der Nähe bist von Google Maps dahin lotsen (falls deine Naviapp versagt). Das funktioniert auch als Fußgänger gut. Wenn du im Hotel bist: lass dir eine Visitenkarte vom Hotel geben. Und wenn du dich wirklich mal verirrst: such dir ein Taxi und zeige die Karte. Taxi fahren war zumindest 2005 sehr billig in Korea. Wir waren manchmal einfach zu faul zurück zu laufen und haben dann ein Taxi genommen.

Ich bin sehr gespannt was du erlebst, 2020 ist bei uns Korea fest eingeplant!
Viele Grüße Paula


serendipity

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Re: Sprachlos...
« Antwort #2 am: 17. Oktober 2018, 21:10:16 »
Tipps habe ich leider keine für dich, denn ich war erst einmal sprachlos in China, da allerdings in einer Gruppe unterwegs und für abendliche eigene Unternehmungen habe ich mir von der Reiseleitung die Ziele aufschreiben lassen, damit die Taxifahrer wussten, was ich wollte.

Ich wünsche dir aber eine tolle Zeit in Korea, pass auf dich auf und komm gesund zurück!

Birgit

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Re: Sprachlos...
« Antwort #3 am: 18. Oktober 2018, 08:41:11 »
Oh ja, mit Erleichterung habe ich auch festgestellt, dass Taxifahren relativ günstig ist. Zwar sind die Öffis gut ausgebaut, aber Busfahren ist mir zu undurchsichtig, das hatte mich in Kyoto schon gestresst.

Wo ich mit der U-Bahn nicht hinkomme, werde ich dann sicher mal den einen oder anderen Weg mit einem Taxi überbrücken... In Taiwan habe ich es so ähnlich gemacht, wie Gabi vorschlägt, nur muss den Job der Reiseleitung Google Übersetzer übernehmen bzw. ein Screenshot bei Google Maps oder der einer Website.

Google Maps kann man übrigens leider in Korea vergessen. Da findet man zwar alle Orte und auch Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, beispielsweise zwischen Seoul und Busan, aber eine Route mit Fahrtzeiten zu Fuß oder fürs Auto wird einem da nicht ausgeworfen. Probiere es mal aus! Man kann natürlich trotzdem ganz gut damit durch die Stadt laufen, man sieht ja trotzdem, wo man selbst gerade ist und findet das Ziel. Nur den Weg muss man gefälligst selbst herausfinden.


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Andrea

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Re: Sprachlos...
« Antwort #4 am: 18. Oktober 2018, 09:44:18 »
Tja, dann wohl Old School mit einer Papierkarte. Aber wenn man die Straßennamen nicht entziffern kann, dann ist das sicher eine Herausforderung...

Birgit, du bist so erfahren, da bin ich mir sicher, dass du nicht verloren gehst und um Zweifelsfall hilft die deine offene nette Art weiter den Weg zu finden und dabei auch noch tolle eindrückliche Erlebnisse zu haben.

Mit lustigen Stories kann ich eigentlich nicht dienen. Außer vielleicht dieser hier: Ganz früher war mir immer mulmig beim Fahrstuhlfahren und deswegen lief ich sogar manchmal sogar in den 12. Stock zu Fuss zu meiner Freundin hoch. (Ja, das ist wirklich sehr lange her  ;D ). Mit der Schule waren wir damals in der Sowjetunion und dort im Hotel waren natürlich auch Fahrstühle. Und der Junge, in den ich mich ein wenig verguckt hatte, fuhr natürlich mit dem Fahrstuhl, wie jeder normale Mensch auch. Im Gegensatz zu mir konnte er aber kein russisch und fragte mich, was wohl auf dem einen Knopf stünde und drückte ihn.  Die Antwort konnte ich mir sparen, denn dort stand Stopp! und das taten wir auch. Na toll - ausgerechnet mit mir Schisser  >:D Verliebt wie ich war, (ich war 15), ließ ich mir das nicht anmerken. Es dauerte auch nicht lange, da ertönte eine Stimme und ich verstand nur so viel, dass man wissen wollte, was da vorgefallen sei. Zum Glück waren wir nicht die einzigen im Fahrstuhl und die anderen waren offensichtlich Russen und klärten das ab. Der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung. Puh, ein Glück! Ich entschuldigte mich bei den anderen "Fahrgästen" für das dumme Verhalten meines Mitschülers und sie lachten nur und fragten woher wir kämen und wie toll ich doch riussisch sprechen würde und so weiter... Ich war immer noch ziemlich sauer auf den Jungen, aber im Nachhinein hat er mir einen Gefallen getan: In den 12. Stock nehme ich heute ohne mit der Wimper zu zucken den Fahrstuhl  ;)

Birgit, ich wünsche dir eine tolle Reise und immer die richtigen Leute in der Nähe, wenn du doch mal nicht weiter weißt!
Liebe Grüße, Andrea



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Birgit

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Re: Sprachlos...
« Antwort #5 am: 19. Oktober 2018, 10:49:54 »
Oh weh, stoppende Aufzüge!
Ich mit 6 Jahren in meinem ersten Urlaub im Ausland, in einem Hotel an der rumänischen Schwarzmeerküste. Der Aufzug, der mit Aufzugführer fuhr, blieb permanent stecken. Ich bin froh, keine Phobie entwickelt zu haben!

Die Aufregung steigt.

Check:

  • Die gelbe Kiste steht mit allem Notwendigen befüllt im Wohnzimmer, die Inhalte müssen nur noch umgefüllt werden in die coole Vaude-Tasche.
  • Pass, Reiseunterlagen, Bahnticket für morgen und Bordkarte liegen bereit. Akkus sind geladen, notwendige Apps installiert.
  • Die Wohnung ist auf Vordermann, die Blumen sind gegossen, der Kühlschrank von allem Verderblichen befreit, die Nachbarin ist informiert.
  • Das Konstantin-Taxi zum Bahnhof ist geordert.
  • Der Schreibtisch im Büro ist nur noch mit Unwichtigem voll.
  • Meine beste Schulfreundin, die in Frankfurt lebt, ist gebrieft und wird mit mir bei einem Kaffee, einem Snack und vielleicht bei einem Glas Prosecco noch 2 Stunden am Flughafen verquatschen.

Kann also losgehen - ich lasse von mir hören, ob ich "lost in translation" sein werde!


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