Autor Thema: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour  (Gelesen 8853 mal)

Birgit

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #15 am: 17. Februar 2019, 12:28:59 »
Zitat
Da dein Mann Rentner ist dürfte das Visum kein Problem sein und dass du berufstätig bist würde ich völlig verschweigen, du bist eben die Ehefrau die mit ihren Rentner-Ehemann ein Jahr durch die Welt gondelt. In USA ist das doch total üblich, ich kann mir nicht vorstellen dass es da Probleme mit dem Visum gibt.

Susan ist berufstätig und nimmt sich eine Auszeit um mit ihrem Mann zu reisen. Die beiden haben ein Haus und Familie in Deutschland und somit einen Rückkehrgrund, die Finanzierung der Reise ist durch das regelmäßige Einkommen (Rente) und Rücklagen gesichert.

Mareike musste bei der Einreise bei ihrem Plan mit dem Pacific Crest Trail Unterlagen zum Beleg vorlegen. Analog dazu müssten Susan und Kersten sicher für das WoMo die Frachtpapiere für das WoMo vorlegen. Zur Beruhigung der Grenzer ist sicherlich eine schon gebuchte Überfahrt für die Rückkehr gut oder ein Vertrag dazu oder so (wollt ihr eigentlich nicht mit eurem WoMo zusammen dann den Atlantik überqueren auf dem Schiff?).

Es gibt aber ganz sicher auch Foren, in denen es mehr geballte Erfahrung mit solchen Dingen gibt als hier. Eine solche Langzeitreise macht nicht jeder, aber ihr seid ja dennoch nicht die einzigen, die so etwas hinbekommen ;)

Auch die beiden hier haben das eigene Zuhause immer dabei, waren damit aber leider noch nicht in den USA, soweit ich weiß: https://www.swissnomads.ch/


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Horst

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #16 am: 18. Februar 2019, 17:54:20 »
5 1/2 Wochen war das Längste was ich an Reisezeit mal geschafft habe. Das hat sich toll angefühlt.
Ich hätte an sich kein Problem ein Jahr zu reisen. Hätte gerne auch mal beruflich ein Auslandsjahr verbracht.
Aktuell spricht aber meine private Situation gegen eine so lange Reise. Da sieht es eher nach maximal 2-3 Wochen aus.

Sollte sich das mal wieder ändern:

Allerdings nicht so lange in Kanada und den USA. Aber das ist ja eine Frage der persönlichen Vorlieben.
Wäre bei mir auch so. USA & Kanada sind schön und leicht zu bereisen aber ich kenne dort schon so viel - das wäre mir auf Dauer zu langweilig. 3 Monate maximal.
Ich würde bei einem Jahr eher nach Südamerika tendieren. Da war ich noch nicht und in Brasilien, Argentinien, Chile, Peru & Bolivien würde ich wohl schnell ein Jahr rumbringen.
Das würde mich zwar sicherlich verändern aber damit hätte ich kein Problem - alle meiner Reisen haben Prozesse angestossen und an der Denkweise und Haltung gesägt.

 


Ich würde allerdings an deiner Stelle vorsichtig mit einem Visum für die USA sein.

Beachtung ist sicherlich angebracht. Da ja auch Kanada im Programm sein soll könnte man allerdings auch im 90 Tage-Ryhtmus zwischen Kanada und USA hin- und herpendeln.


Zum Versicherungsthema:


Zitat
Die  deutsche  Kfz-Versicherung  ist  in  den  USA  nicht  gültig!  Es  muss  also  in  jedem  Fall  eine  Kfz-Haftpflichtversicherung (third party liability) bei einem amerikanischen Versicherungsunternehmen abgeschlossen  werden.  Die  Mindestdeckungssummen  sind  sehr  niedrig,  es  empfiehlt  sich  daher zusätzlich  eine  Aufstockung  (additional  liability)  abzuschließen.  Auch  Teil-  und  Vollkaskodeckung  (comprehensive insurance) ist möglich, aber sehr teuer.  Achtung:Generell  ist  es  sehr  schwierig  geworden  eine  Kfz-Haftpflichtversicherung  für  das  eigene  Fahrzeug zu bekommen. Deshalb sollten Sie sich hierzu schon vor der Verschiffung kundig machen.

Quelle:
https://www.adac.de/_mmm/pdf/usa%20%26%20kanada%20-%20mitnahme%20von%20fahrzeugen_18369.pdf



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Susan

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #17 am: 18. Februar 2019, 19:30:33 »
 :danke:
schon mal für euer Feedback. Schön, dass wir nicht die einzigen sind mit so einem Traum  8)

Für Fragen zur Verfahrensweise habe ich schon ein paar Experten im WoMo-Forum gefunden. Den ganzen Verschiffungs- und Versicherungspapierkram erledigt meist der Spediteur, die haben ja auch Erfahrung damit. Und das B-Visum zu bekommen war wohl auch bei kaum einen ein Problem. Beim Stöbern nach Reiseberichten staune ich, wohin die Leute so überall mit ihrem WoMo fahren.

Susan, was machst du denn eigentlich beruflich, wenn ich das fragen darf?

Ein Mischmisch an Bürotätigkeiten und manchmal ein wenig Webprogrammierung. Entstanden aus Nebentätigkeiten hier und da, für diesen und jenen, seit 2016 dann offiziell freiberuflich mit der etwas hochtrabenden Bezeichnung e-Assistenz.  ::) Der größte, regelmäßige Auftragsbestand sind Einkommensteuererklärungen. Insgesamt kein großes oder allzu arbeitsintensives Geschäft. Wäre vielleicht ausbaufähig, aber nach Hawaii kam immer wieder was dazwischen  :weissnicht:

Kersten weiß sich schon zu beschäftigen, wenn ich zu tun habe und wenn wir dann noch dem guten Wetter nachfahren...  8)

Unser WoMo hat etwa 12 qm Wohnfläche, wir haben noch nicht getestet, ob und ab wann wir uns da auf den Keks gehen. Tatsächlich kann man seit 2018 mit seinem WoMo aufs Schiff, aber ich hätte keine Lust auf 14 Tage Seereise mit nem Frachter.  :P

Nach momentanen Stand könnten wir kaum länger als 3 Monate am Stück wegfahren, kommt auch drauf an, wohin Colins Ausbildung/Studium ihn verschlägt.  Zeitnah  wäre da ein "Versuchsballon" mit einer 90-Tage Mietmobil Tour eine gute Idee - und dann steigern wir uns  ;D

Zitat
Beachtung ist sicherlich angebracht. Da ja auch Kanada im Programm sein soll könnte man allerdings auch im 90 Tage-Ryhtmus zwischen Kanada und USA hin- und herpendeln.

So geht das leider nicht (mehr) laut den Voraussetzungen für visafreie Reisen:
Zitat
Sie sind im Besitz eines Rückflug- oder eines weiterführenden Tickets (weiterführende Tickets dürfen nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden).


Liebe Grüße
Susan


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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #18 am: 18. Februar 2019, 20:02:34 »
Das ist wirklich eine interessante Frage. So spontan, würde ich sagen, je länger desto besser, gerade mit der Erfahrung im Hinterkopf, dass man sich bei jeder "normalen" Urlaubsplanung wünscht, man hätte ein paar Wochen mehr Zeit.

Wenn ich dann länger darüber nachdenke, bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob bei einem ganzen Jahr nicht irgendwann mal eine Art Langweile oder fehlende Motivation eintreten würde. Gegen zuviel an Besichtigung kann man ja etwas tun, nämlich einfach mal ein paar Tage am gleichen Ort bleiben und nichts tun, aber wenn es gar keine Unterschiede mehr gibt zwischen Pflicht und Freizeit, wenn Wochentage und Wochenende gleich sind, aber gut, das ist wohl eine Frage, die man sich als Rentner auch zu hause stellen wird.

Daher, wenn ich die zeitliche und finanzielle Möglichkeit hätte, würde ich es machen, solange es gesundheitlich noch geht, sonst bereut man, es nicht getan zu haben. Und wie andere schon geschrieben haben, abbrechen könnt ihr immer. Ich würde allerdings auch bei einem Jahr einen groben Plan machen, wann in welche Region und was kann man dort alles machen, anschauen. Sonst wäre es mir zu ziellos und nach einem Jahr hätte ich womöglich doch wieder einiges nicht gesehen, was ich mir unbedingt anschauen wollte. Man könnte vielleicht auch eine Art Ziel verfolgen, z. B. eine bestimmte Anzahl von Mindestnächten in jedem Bundesstaat, oder man ahmt eine Reise nach, wie die "Travels with Charley" von Steinbeck, ……. oder man besucht die Schauplätze aller Lieblings USA- und Kanada Romane oder so...…..


LG Christina

Birgit

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #19 am: 18. Februar 2019, 22:45:54 »
Je nachdem, wie man so drauf ist, bietet eine längere Reise ohne einen festen geplanten Ablauf ja auch tolle Möglichkeiten, die man bei einer klassischen Rundreise von 3 Wochen sonst nicht unbedingt wahrnehmen würde wie beispielsweise

- Eine mehrtägige Wanderung oder Radtour unternehmen.
- Als Volunteer bei Organisation und Durchführung eines Festes oder eine sozialen Projektes oder eine Umweltprojektes helfen.
- In Auswanderer-Vereinen oder Gemeindehäusern oder so etwas über das eigene Leben in Deutschland berichten in Diskussionsrunden oder als Bildervortrag.
- Eine Weile in einem Trailerpark leben und kauzige Eigenbrötler kennenlernen.
- Einen Kurs in einer Sportart, einen Kochkurs oder Malkurs belegen und so auf ganz andere Art die "Locals" kennenlernen.

Für so etwas, was auch immer euch über den Weg läuft, würde ich unbedingt offen sein und so locker planen, dass das möglich ist.

Susan, beruflich hätte ich geschworen, du schreibst mir, du seist Lektorin und müsstest tagelang die Rechtschreibung in Kinderbüchern korrigieren oder so. Aber nun habe ich eine etwas konkretere Vorstellung. Und ja, ich habe beispielsweise auch Schreibbüros, die meine Gutachten schreiben. Wenn ich da um 18 Uhr oder so noch Gutachten zum Schreiben versende und wüsste, der Arbeitstag der Betreffenden beginnt gerade erst, und am nächsten Tag kann ich das fertige Gutachten abrufen, da würde ich die Zeitverschiebung gnadenlos für ausnutzen. Und mit meinen Schreibbüros kann ich so ziemlich alles Notwendige per Mail oder über Messenger besprechen, versenden und empfangen. Könnte ich meinen Job rein online ausführen, wäre ich vielleicht auch schon "digitale Nomadin".


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Susan

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #20 am: 19. Februar 2019, 02:27:02 »
Jetzt musste ich gleich dreimal kräftig in mich hineingrinsen. ;D

Christina, das ist ja wie Gedankenübertragung. Zufällig ist mir grad gestern durch den Kopf geschossen bei einer Langzeittour endlich mal die Route eines meiner alten Lieblingsromane aus dem elterlichen Bücherschrank nachzureisen (Handelstreck von Saint Louis über Santa Fe nach Kalifornien).  Tatsächlich suche ich viele unserer Reisen nach gelesen Romanen aus. Manche sind eben so gut geschrieben, dass ich Lust bekomme die Schauplätze zu besuchen. Und dann macht es mir Spaß vor Ort nochmal in die Geschichte einzutauchen.

Gell, je mehr man drüber nachdenkt, desto mehr fällt einem ein, was man alles so tun könnte  ;D

Zitat
Susan, beruflich hätte ich geschworen, du schreibst mir, du seist Lektorin und müsstest tagelang die Rechtschreibung in Kinderbüchern korrigieren oder so.

Seit der Rechtschreibreform bin ich im Korrigieren derselben nicht mehr so gut   ;)  Über Verwandten- und Bekanntennachwuchs bekomm ich immer mal wieder Aufträge Bachelor-und Masterarbeiten Korrektur zu lesen - allerdings mehr Genuss- denn Einkommensquelle.

So ganz falsch lagst du gar nicht, Birgit. Der Beruf der Lektorin hatte mich damals schon interessiert, allerdings nicht das dazu notwenige Studium der Germanistik. Ich lese gern, aber das Interpretieren müssen, fand ich schon in der Schule nervig.  :P Im Nachhinein so überlegt, hätte ich Übersetzerin werden sollen. Vielleicht probier ich das sogar noch, es sind  noch mindestens 12 Jahre bis zur ersten Rentenzahlung.
Liebe Grüße
Susan


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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #21 am: 19. Februar 2019, 17:53:20 »
Im Nachhinein so überlegt, hätte ich Übersetzerin werden sollen.

Das war auch mal eine Überlegung von mir (damals direkt nach dem Abi), aber beim näheren Informieren kam heraus, dass die große Mehrheit der Übersetzer keine Romane übersetzt, sondern technische Gebrauchsanweisungen für irgendwelche Haushaltsgeräte. Da war die Idee dann gestorben ;D.


LG Christina

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #22 am: 21. Februar 2019, 22:54:09 »
Tja, so ist es leider eben - Traumjob und der wirkliche Berufsalltag  ;)

Nach Recherchen im WoMo-Forum und einer Testbuchungsanfrage für Miete mit für mich erstaunlichem Ergebnis - 84 Tage Miete im Herbst (ohne Meilen zu berücksichtigen)  kosten kaum mehr als 4 Wochen in den Sommerferien!! - spukt mir jetzt eine 90 Tage "Überherbstung" im Kopf herum. Oder eine lange Neuwagenüberführung im Frühjahr?

Schaun wir mal!
Liebe Grüße
Susan


Birgit

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #23 am: 22. Februar 2019, 07:46:57 »
Wenn das mal kein Zeichen ist: Die ideale Gelegenheit das Langzeitreisen in den USA zu "üben"!


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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #24 am: 22. Februar 2019, 10:40:16 »
84 Tage Miete im Herbst (ohne Meilen zu berücksichtigen)

Heisst dass, es sind keine Meilen inkludiert? Die kosten nämlich auch ziemlich viel, ich hatte das auch mal nachgeschaut, typischerweise kostet eine Meile ca. 35 Cent. Bei weiten Strecken (in 90 Tagen sind 10000 Meilen sicher kein Problem, wir fahren in 20 Tagen bis zu 5000 Meilen) läppert sich auch ganz schön was zusammen.

Ich hatte auch mal nach Long Term Stay in Motels geschaut. es gibt in den USA auch Motelketten, die auf Langzeitmieten spezialisiert sind. Es gibt eine, die heißt Studio 6, sieht wie Motel 6 aus und vermietet vorwiegend extra große Zimmer mit Kitchenette. Die kosten pro Tag meistens um die 50$, aber beispielsweise eine ganze Woche kostet nur noch 200$. Wäre für mich die interessantere Option.

Susan

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Re: Mal rumgesponnen - eine maxi lange USA Tour
« Antwort #25 am: 22. Februar 2019, 22:50:46 »
Es kommt immer auf das Angebot an, wie viele Meilen im Preis enthalten sind. Recht verbreitet sind 100 mi pro Tag oder man kauft Meilenpakete a 500 mi, die dann günstiger sind als der einzelne Meilenpreis. Man kann auch ein Paket "Meilen unlimitiert" kaufen, doch der Aufschlag ist heftig und lohnt sich nur, wenn man wirklich viel fährt. Beispielsweise beim Anbieter meiner Testbuchung alles größer 6000 Meilen pro Monat.  ::)

Für den gleichen Wohnmobiltyp - etwas größer als unser eigenes - käme bei 84 Tagen reine Miete von Mitte September bis Anfang Dezember ein Tagespreis von ca 35 Euro heraus, für 28 Tage im Juli 133 Euro. Da sieht man mal den Saisonunterschied!

Die Motelketten mit den Langzeitmieten sind tatsächlich eine interessante Option, besonders für Leute die nicht campen mögen.

Wenn das Vorhaben dann konkreter wird, werde ich alles nochmal genau durchrechnen

Liebe Grüße
Susan