Autor Thema: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"  (Gelesen 9728 mal)

Birgit

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"Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« am: 01. Mai 2019, 08:34:37 »
Hallo zusammen,

nur mal so aus Interesse:

Es gibt Leute, die kehren immer wieder ins gleiche Land bzw. in die gleiche Region oder sogar an den gleichen Ort zurück.

Und es gibt Leute, die wollen möglichst viel Unterschiedliches sehen und haben schon den Boden in der Hälfte aller Länder der Welt betreten.

Ich merke so für mich, dass ich da durchaus unterschiedliche Phasen habe. Eine Weile wollte ich möglichst viel von den USA kennenlernen. Im Moment könnte ich schon die nächsten drei Indienreisen planen. Dann habe ich wieder Phasen, in denen ich mal Liebsten Roadtrips durch 18 Länder in 2 Wochen planen würde...

"Es gibt so viele schöne Ecken auf der Welt, das Leben ist zu kurz um immer nur in eine davon zu reisen" sagen die einen. Die anderen sagen, es gehe nicht um die Quantität, sondern um die Intensität, und ein Herzensland könne nie langweilig werden.

Und ihr? Habt ihr euch über so etwas schon Gedanken gemacht und mögt eure Ansicht hier teilen?


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Horst

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #1 am: 01. Mai 2019, 12:33:46 »
Ganz einfach - ein tolles Land besuche ich so oft wie es da für mich Neues zu entdecken gibt.

Ausnahme Island.
Wenn das nicht so sauteuer geworden wäre, wäre ich da jedes Jahr, denn da entdecke ich auch an den selben Orten immer wieder Neues, wobei dort auch noch viel unentdeckt wäre.
"Die Wirklichkeit übertrifft die Erwartungen unserer Träume bei weitem." Christoph Columbus

Silvia

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #2 am: 01. Mai 2019, 14:00:43 »
Ich kann mich da auch nicht entscheiden, deshalb mische ich ja auch fröhlich   ;D


Neues entdecken ist für mich genauso toll wie schöne Ecken wieder zu besuchen. Es gibt Länder in denen war ich schon öfter und hoffe noch viele Male dorthin zu kommen (Island, Schweden, USA, Kanada)...

Hmmm wobei  :denk: wenn ich jetzt mal so überlege  :gruebel: ... mir fällt jetzt kein Land ein von dem ich sagen könnte, da möchte ich kein zweites mal hin.  :weissnicht:

Birgit

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #3 am: 01. Mai 2019, 14:16:29 »
Ihr sprecht mir aus dem Herzen! Es gibt immer wieder Länder, die mich packen, je nach Lebensphase.

Ich habe viele Länder, die ich gerne noch weiter besuchen würde:

Korea, England, Indien, Spanien, Rumänien... Überall würde ich Orte finden, die mich sicher immer wieder faszinieren würden, wo mich ein heimeliges Gefühl überkommt.

Andere Länder reizen mich, die ich gerne besuchen würde. Für mich hält sich beides die Waage.

Allerdings habe ich schon Länder, bei denen ich denke, die muss ich nicht nochmals besuchen: Malta, Taiwan, Thailand beispielsweise...


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Susan

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #4 am: 01. Mai 2019, 14:43:45 »
Wir haben durchaus unsere Lieblingsregionen, in die wir immer wieder reisen. USA Südwest, Andalusien, Portugal, Kroatien, Sardinien /Korsika, Südfrankreich, Griechenland...
Unser typischer Sommerturnus  ;)
Da gibts für uns immer noch einiges Neues zu entdecken und gleichzeitig ist es schön Altbekanntes wiederzusehen; zu wissen, wo ein toller Strand ist für ein paar Relaxtage zum Beispiel.
Dann gab/ gibt es Schnuppertour Ziele wie Schottland, Südengland, Wales, Norwegen, Bretagne. Wenn es uns gefällt, kommen wir auch wieder.

Und natürlich die Fernweh-Träume mit weiter entfernten Zielen: Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, Namibia, Hawaii, Alaska....

Also ebenfalls der bunte-Mischung-Typ  ;D

Liebe Grüße
Susan


Christina

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #5 am: 01. Mai 2019, 18:32:39 »
Nach fast jedem Urlaub nehmen wir bzw. ich mir vor, in ein oder zwei Jahren nochmal hinzufahren, da es uns so gut gefallen hat und dann eine Mischung aus schon gesehenem und neuem zu machen. Aber wenn es dann an die konkrete Planung geht, entscheide ich mich immer für ein neues Ziel. Da ist bei mir einfach die Neugierde auf das Unbekannte größer und ich habe Angst, dass das bereits besuchte Ziel beim zweiten Mal enttäuscht. Wobei ich mit Ziel nicht ein anderes Land meine, sondern eine andere Region.

Daher habe ich nur wenige Regionen mehrmals besucht: 2 x Auvergne (im Abstand von 11 Jahren ;D), 2 x Jersey (zwei Jahre nacheinander, aber jeweils als Zweiturlaub des Jahres), 2 x Bretagne (im Abstand von 20 Jahren ;D), 2 x kanadische Rockies (zwei Jahre hintereinander) und mehrere Kurztrips ins Elsass.

Edit: habe noch zwei vergessen: 3 x Ostfriesland in 5 Jahren und 2 x Florida in 3 Jahren.

LG Christina

Silke

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #6 am: 01. Mai 2019, 21:17:57 »
Bei uns hält sich das auch die Waage. Es gibt Länder, da muss ich immer wieder hin. Thailand z.B.: wenn wir in Bangkok landen ist das schon fast wie zu hause ankommen. Da fühlen wir uns einfach wohl. Da müssen wir nicht mal viel Neues entdecken, einfach mit dem Auto oder Motorrad durch das Land fahren gefällt uns.
In Indien und den USA waren wir auch schon mehrmals, da werden wir auch wieder hin fahren, weil es uns gefällt und es noch genug neue Ziele oder aufzufrischende Ziele gibt.
Und dann möchte ich immer mal wieder was Neues entdecken. So war es letztes Jahr Namibia, was neu war, was wir aber dieses Jahr vertiefen werden.

Ich hatte auch mal die Idee, möglichst viele Länder zu bereisen. Inzwischen habe ich festgestellt, dass sich Landschaften in verschiedenen Ländern gleichen, dass ich lieber mit dem Auto als mit Öffis ein Land bereise (und das geht nicht überall), so dass einige Länder rausfallen oder auf der Liste weiter nach unten rutschen.

Birgit

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #7 am: 01. Mai 2019, 23:34:07 »
Zitat
Inzwischen habe ich festgestellt, dass sich Landschaften in verschiedenen Ländern gleichen, ...

Ja, ob sich eine Höhle, ein Strand, ein Fluss oder ein Mittelgebirge hier oder da befindet, das ist letztlich nicht so relevant - zumindest, wenn es nicht die ganz herausragenden Landschaften sind. Aber ich finde, es ist schon ein Unterschied im Straßenbild, ob ich in den USA, in Äthiopien oder in Indien durch Wüstenlandschaft fahre.

Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst:Wenn man in England schon mal Steilküste satt hatte, muss man nicht extra wegen der Steilküste auch noch nach Portugal fahren, da müssen dann schon andere Attraktionen dazukommen...


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Silke

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #8 am: 02. Mai 2019, 07:59:52 »


Zitat
Inzwischen habe ich festgestellt, dass sich Landschaften in verschiedenen Ländern gleichen, ...

Ja, ob sich eine Höhle, ein Strand, ein Fluss oder ein Mittelgebirge hier oder da befindet, das ist letztlich nicht so relevant - zumindest, wenn es nicht die ganz herausragenden Landschaften sind. Aber ich finde, es ist schon ein Unterschied im Straßenbild, ob ich in den USA, in Äthiopien oder in Indien durch Wüstenlandschaft fahre.

Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst:Wenn man in England schon mal Steilküste satt hatte, muss man nicht extra wegen der Steilküste auch noch nach Portugal fahren, da müssen dann schon andere Attraktionen dazukommen...

Ja, so in etwa meine ich das.
Klar, USA und Indien unterscheiden sich schon gravierend durch das Drumherum, was ja auch den Urlaub ausmacht.

Aber ob ich mir den Regenwald nun in Malaysia oder Thailand ansehe ist kein großer Unterschied (jedenfalls aus meiner Sicht).
Oder es gibt die Karstfelsen in Halong, aber auch in vielen Ecken Thailands.
Daher entscheide ich dann nach dem, was rundherum am besten passt.
Und da ist für uns ein ganz wichtiges Kriterium, dass wir allein fahren dürfen und können, weil wir ungern mit Fahrer unterwegs sind (auch wenn es noch so liebe Menschen sind).

Silvia

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #9 am: 02. Mai 2019, 09:21:40 »
Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst:Wenn man in England schon mal Steilküste satt hatte, muss man nicht extra wegen der Steilküste auch noch nach Portugal fahren, da müssen dann schon andere Attraktionen dazukommen...

Das ist bei mir nicht so. Ich freue mich wenn ich Ähnlichkeiten entdecke. Mir ging es schon öfter so das ich mir dachte: Oh das sieht aus wie bei uns zu Hause ... oder ... erinnert mich an den Bryce Canyon ... oder z.B. sowas wie die Erdpyramiden in mehreren Ländern ... ich freue mich dann immer wie ein Schnitzel  :toothy9:

Außerdem fahre ich nicht extra für 1 Sache irgendwohin, denn es wäre dann schon doof wenn dann z.B. die Steilküste total im Nebel wäre  ;D

Rainer

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #10 am: 03. Mai 2019, 13:41:21 »
Klar, USA und Indien unterscheiden sich schon gravierend durch das Drumherum, was ja auch den Urlaub ausmacht.

Für mich ist die "Infrastruktur" (also eigentlich keine Eigenschaft der Landschaft) zumindest für die USA mindestens 50% des Grundes, warum ich so gerne dahin fahre: es ist so einfach und so selbstverständlich, irgendwo ein Motel zu buchen und da zu übernachten. In jedem Kaff (und sowieso in den größeren Orten) gibt es "Motel irgendetwas", oft sogar konzentriert bzw. aneinandergereiht an einem "Businessloop" und man bekommt ein Zimmer seiner Wahl. Dazu meistens noch irgendwelche brauchbaren Restaurants in der Nähe, einfacher geht es kaum noch.

Und ich spreche relativ gut Englisch, das macht es mir in den USA auch relativ einfacher als in Ländern, deren Sprache ich überhaupt nicht beherrsche. Es ist leider auch nicht überall selbstverständlich, dass Englisch gesprochen wird. Abschreckend ist und bleibt der lange Flug inkl. Jetlag. Mit zunehmendem Alter nervt mich der Flug immer mehr, auch wenn wir sowieso schon Business fliegen. Aber auch da bleibt ein langer Flug ein langer Flug. Mich nervt alleine schon die lange Zeit, die man am Flughafen vor dem Abflug verbringen muss. Das wird ja immer mehr, was da empfohlen wird, in FRA und in DUS wird mittlerweise 2,5 Stunden(!) vor Abflug empfohlen. Ätzend. Wenn wir in Holland Urlaub machen, bin ich in 2,5 Stunden schon da...

Silke

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #11 am: 03. Mai 2019, 16:27:49 »


Klar, USA und Indien unterscheiden sich schon gravierend durch das Drumherum, was ja auch den Urlaub ausmacht.

Für mich ist die "Infrastruktur" (also eigentlich keine Eigenschaft der Landschaft) zumindest für die USA mindestens 50% des Grundes, warum ich so gerne dahin fahre: es ist so einfach und so selbstverständlich, irgendwo ein Motel zu buchen und da zu übernachten. In jedem Kaff (und sowieso in den größeren Orten) gibt es "Motel irgendetwas", oft sogar konzentriert bzw. aneinandergereiht an einem "Businessloop" und man bekommt ein Zimmer seiner Wahl. Dazu meistens noch irgendwelche brauchbaren Restaurants in der Nähe, einfacher geht es kaum noch.

Und ich spreche relativ gut Englisch, das macht es mir in den USA auch relativ einfacher als in Ländern, deren Sprache ich überhaupt nicht beherrsche. Es ist leider auch nicht überall selbstverständlich, dass Englisch gesprochen wird. Abschreckend ist und bleibt der lange Flug inkl. Jetlag. Mit zunehmendem Alter nervt mich der Flug immer mehr, auch wenn wir sowieso schon Business fliegen. Aber auch da bleibt ein langer Flug ein langer Flug. Mich nervt alleine schon die lange Zeit, die man am Flughafen vor dem Abflug verbringen muss. Das wird ja immer mehr, was da empfohlen wird, in FRA und in DUS wird mittlerweise 2,5 Stunden(!) vor Abflug empfohlen. Ätzend. Wenn wir in Holland Urlaub machen, bin ich in 2,5 Stunden schon da...

Gerade dieses einfache und selbstverständliche der USA find ich mal auch ganz nett, aber für immer ist mir das nicht Exotisch genug.
Wir lieben mehr das Asiatische. Das Essen z.B. find ich in Asien besser als in den USA.
Das stimmt, dass nicht überall gut Englisch gesprochen wird. Aber wozu brauch ich das im Urlaub? Ich bin inzwischen absoluter Vorbucher, d.h. die Hotels sind gebucht, die finden die Reservierung auch nach dem Namen. In den meisten Restaurants gibt es englische Speisekarten oder zumindest Fotos, an den Straßenständen bestellt man das, was da ist, zur Not guckt man, was andere bestellen, und bestellt das. Zur Not darf man auch mal in die Töpfe gucken und sich was aussuchen.
Bei den langen Flügen stimme ich dir zu. Ich freue mich, wenn ich nach Thailand mit Qatar fliegen kann, da die fast in der Mitte einen Zwischenstopp einlegen, das sind dann 2 x 6 h, das geht.

Christina

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #12 am: 03. Mai 2019, 17:42:39 »
Ich reise auch lieber in Länder, deren Sprache ich (einigermaßen) spreche. Nicht (nur), weil es vieles einfacher macht, sondern weil man einfach mehr "mitbekommt" vom Land. Man versteht, was die Leute reden, in der Schlange z.B. im Supermarkt, man versteht alle Hinweis-/Werbeschilder. Man kann im Fernsehen die Nachrichten anschauen und überhaupt das Programm, was ich immer sehr interessant finde.
Das hält mich aber nicht davon ab, auch in andere Länder zu reisen. Immerhin ist die fremde Sprache dann noch eine zusätzliche Herausforderung zur Reise an sich, was für mich auch wichtig ist beim Reisen.
LG Christina

Rainer

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #13 am: 03. Mai 2019, 18:17:46 »

Das stimmt, dass nicht überall gut Englisch gesprochen wird. Aber wozu brauch ich das im Urlaub?

s.o. - um beispielsweise den Taxifahrer in Cadiz zu verstehen, der versuchte, mir die Historie der Stadt zu erläutern (wir hatten eine Stadtrundfahrt mit dem Taxi gebucht). Aber weil er nur Spanisch sprach und ich kein Spanisch kann, lief es auf "Hände und Füße" hinaus und das ist definitiv zu wenig, um wirklich größere Geschichten zu erzählen. Ich habe gute Miene zum bösen Spiel gemacht, aber außer regelmäßig "Columbus" habe ich nicht viel verstanden...

Wie Christina richtig schreibt, es ist einfach ein Unterschied, ob man "mitten drin" ist und alles versteht, oder ob man nur ein paar Brocken für das Restaurant beherrscht (und noch nicht einmal die Hinweise auf der Autobahn lesen kann).

Asien reizt uns eigenartigerweise beide nicht sonderlich, obwohl ich ganz sicher die asiatische Küche (insbesondere die indische Küche) auch sicherlich der amerikanischen Küche bevorzugen würde. Sylvia aber leider nicht, keine Ahnung, warum nicht. Sie macht sich nicht viel daraus (ist ihr meistens zu sehr gewürzt, genau das, was ich so daran liebe).

Nach Holland zu unserem Ferienhaus fahre ich allerdings nach wie vor sehr sehr gerne und auch wenn es nur 250km resp. 2,5 Fahrstunden entfernt ist und auch wenn ich da seit 50 Jahren hinfahre - es ist eine andere Welt als Deutschland und ich liebe die niederländische Mentalität. Ich persönlich könnte mir sogar vorstellen, ganz nach Groede (unser "Ferienort") umzuziehen, aber auch da würde Sylvia nicht mitkommen. Schade, ich täte es sofort. Ich finde das viel ruhiger und gemütlicher als das hektische Deutschland / Mönchengladbach.

Silke

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Re: "Ländersammeln" vs. "Wiederkommen"
« Antwort #14 am: 03. Mai 2019, 20:19:02 »



Das stimmt, dass nicht überall gut Englisch gesprochen wird. Aber wozu brauch ich das im Urlaub?

s.o. - um beispielsweise den Taxifahrer in Cadiz zu verstehen, der versuchte, mir die Historie der Stadt zu erläutern (wir hatten eine Stadtrundfahrt mit dem Taxi gebucht). Aber weil er nur Spanisch sprach und ich kein Spanisch kann, lief es auf "Hände und Füße" hinaus und das ist definitiv zu wenig, um wirklich größere Geschichten zu erzählen. Ich habe gute Miene zum bösen Spiel gemacht, aber außer regelmäßig "Columbus" habe ich nicht viel verstanden...

Wie Christina richtig schreibt, es ist einfach ein Unterschied, ob man "mitten drin" ist und alles versteht, oder ob man nur ein paar Brocken für das Restaurant beherrscht (und noch nicht einmal die Hinweise auf der Autobahn lesen kann).


Naja, so etwas würde ich nicht buchen, aber das ist deiner speziellen Situation geschuldet. Ich laufe durch eine Stadt und lese das nach, was mich interessiert.

Aber dass ich nicht so viel Wert auf englischsprachige Länder lege, liegt sicher auch daran, dass ich auch Englisch nicht so sonderlich gut kann. Ich kann keinen Film in Englisch sehen (davon abgesehen, dass ich im Urlaub eh kein Fernsehen gucken mag), ich kann auch nicht das Gespräch in der Schlange im Supermarkt verstehen.
PS:  die Ausschilderungen an den Autobahnen sind in den meisten Ländern auch englisch.