Autor Thema: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?  (Gelesen 199 mal)

serendipity

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Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« am: 01. Dezember 2019, 20:19:21 »
In einem Anfall geistiger Umnachtung habe ich mich/haben wir uns für eine Woche Ostfriesland und eine Woche Nordfriesland in den kommenden Sommerferien entschieden - natürlich auch unserem Familienzuwachs geschuldet.

Wir haben zwei tolle Unterkünfte (Ferienhäuser) gebucht (Dornumersiel und Dagebüll), das macht mir auch keine Angst - aber kann ich die zwei Wochen für mich/uns sinnvoll füllen?

Ich weiß ja, der Esel nennt sich zuerst - in diesem Fall aber bewusst: Peter ist wesentlich leichter zu befriedigen: gute Unterkunft, leckeres Essen, hoffentlich einigermaßen gutes Wetter und so ein paar Ausflüge ...

Ich hätte gerne: gute Unterkunft, leckeres Essen, Wetter nicht so wichtig, aber genügend Fotostoff - aber vielleicht muss ich den Fotostoff nur sehen lernen?

Keine Ahnung, ich habe plötzlich Angst vor zwei Wochen Nordseeurlaub   :o

Tolle Tipps für Ost- und Nordfriesland nehme ich hier gerne entgegen  :) Haut eure Geheimspots raus, ich kann sie gerade gebrauchen  8)

Birgit

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #1 am: 01. Dezember 2019, 21:38:06 »
Mach einen Ausflug auf eine ostfriesische Insel. Ab Bensersiel kannst du nach Langeoog. Da gibt es auch eine ordentliche Rinne, sodass die Fahrten einem regelmäßigen Fährplan unterliegen, der nicht tideabhängig ist. Die Inseln sind ohnehin viel erholsamer und toller als das Festland. Ich würde wohl die ganze Woche lieber auf eine Insel fahren, am liebsten nach Juist. Aber bei schlechtem Wetter hast du am Festland natürlich mehr Ausweichmöglichkeiten.

Du kannst die Meyer Werft in Papenburg besichtigen fahren.

Leer ist nett.

Greetsiel wird immer als Perle beschrieben. Ich kann mich aber nicht mehr so recht erinnern...

Henry Nannen in der Kunsthalle in Emden (bei Regen).

Ausflug zum Shopping über die Grenze nach Groningen.

Jever Brauerei in Jever.

Räucheraal im Spieker in Bad Zwischenahn oder essen im Ahrenshof und anschließend in die Spielbank oder alternativ Ostfriesentee genießen. Da gibt es auch ein Museumsdorf und ne Mühle zu besichtigen.

Wilhelmshaven solltest du besser meiden, das ist deprimierend. Allerdings könntet ihr von da aus einen Tagesausflug nach Helgoland machen. Ist sehr erholsam im Liegestuhl auf dem Schiff bei der Überfahrt.

Schloss Gödens und die Evenburg sind bekannte Wasserschlösser in der Region

Seid ihr zufällig Ende Juli da? 30.7. bis 2.8 ist in Dangast Watt en Schlick Festival.

In Vareler Hafen Fisch essen (aber nicht bei "Aal und Krabbe", das ist leider inzwischen so richtig schlecht geworden) und im Werksverkauf von Friesland Porzellan eine neue Teekanne zum Schnäppchenpreis ergattern oder durch Varel bummeln.

Und nicht vergessen, jeden (wirklich jeden!) der euch auf dem Deich begegnet mit einem kurzen herzhaften "moin" zu begrüßen. Kein Wort mehr, das macht dich zum Schnacksack!

Wenn ich es nicht vergesse, frage ich mal meine Mom. Ich kenne mich nicht mehr soooo gut dort aus.


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Birgit

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #2 am: 02. Dezember 2019, 16:54:41 »
Meine Mom meint, Dornum sei niedlich und malerisch. Es gebe dort eine Synagoge und jemanden, der da sehr gute Führungen mache.


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Christina

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #3 am: 02. Dezember 2019, 18:14:29 »
Ich verweise mal auf meine Berichte von Ostfriesland (Festland) und Norderney. Zwei Wochen sind problemlos zu füllen, auch in fotografischer Hinsicht, die Weite dort, mit den Wolken, den Sandformationen im Watt und all die niedlichen Orte,....

Wie Birgit schon schreibt, auf jeden Fall auf mindestens auf  eine Insel fahren, bei zwei Wochen auch mehr. Ich kann Spiekeroog sehr empfehlen, gerade, wenn man nur für einen Tagesausflug dort ist, ist die Größe perfekt und man hat neben dem tollen Strand mit Dünen, die alle Inseln haben, ein herrliches Dörfchen mit alten Häusern und fast keinen Bausünden (allerdings ist die Fähre tidenabhängig, bei einer Woche gibt es aber sicher einen bzw. mehrere Tage, wo es mit den Zeiten passt).

Neuharlingersiel ist ein toller Ort (also hautpsächlich der Hafen dort) und Greetsiel ist für mich der malerischste Ort in Ostfriesland überhaupt, man kann dort auch wunderbar spazieren gehen, durch den Ort, am Hafen vorbei und auf dem Deich zum "Otto" Leuchtturm.

Sehr schön auch die Rund-Warfendörfer.

Sehr gut gefallen hat mir auch Dangast, ist so ein bisschen ein Künstlerdorf mit verschiedenen Skulpturen am Watt entlang.

Als größere Orte sind auch Wilhelmshaven und Emden interessant, wenn auch kein unbedingtes Muss.

Dagebüll und insgesamt Nordfriesland kenne ich nicht, dort ist aber die Fähre für Amrum und Föhr, also auch hier wieder die Möglichkeit für Inselausflüge.


LG Christina

Susan

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #4 am: 02. Dezember 2019, 18:44:35 »
Leider kann ich dir wenig helfen, meine Nordsee-Erlebnisse sind gefühlt steinalt  8) Nachdem ich früher beinah jeden Sommer nach Ostfriesland musste, hatte ich die Nase voll. Mittlerweile könnte ich mich zumindest mit einer Stippvisite wieder anfreunden.

Was nicht fehlen darf  - eine Wattwanderung  ;) Meine mich zu erinnern, dass es bei Dornumersiel nicht allzu schlammig war.  ;)

Von den Orten gefiel mir als Teenie Neuharlingersiel am besten. Da war allerdings schon damals viel Rummel. Greetsiel müsste der Ort mit den Windmühlen gewesen sein  :gruebel:

Seehund-Aufzuchtstation in Norddeich

und was Birgit schon erwähnt hat.

Bin schon gespannt auf deine Eindrücke


Liebe Grüße
Susan


Rainer

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #5 am: 02. Dezember 2019, 19:25:24 »
Keine Ahnung, ich habe plötzlich Angst vor zwei Wochen Nordseeurlaub   :o

Echt?! Ich kenne die Gegend leider (noch) nicht, aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass man da nicht schöne Motive findet. Da ist Nordsee, da ist viel Tradition, da sind bestimmt viele tolle Häuser, sowieso viel Gegend - also ich würde mir da überhaupt keine Sorgen machen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich auch eher so der Typ "Peter" bin, wenn das Essen schmeckt und das Wetter stimmt (und das Bierchen schmeckt - aber da habe ich ja nun gar keine Sorge), dann ist schon sehr viel geschafft!

Wird schon werden, im Zweifel sind nachher die zwei Wochen schneller herum als es Dir lieb ist...

Birgit

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #6 am: 03. Dezember 2019, 10:25:48 »
Ha ha Susan, ja:

Der Horror für ne pubertierende Dreizehnjährige: Bei grauem Himmel und viel Wind am grauen Watt entlanglaufen zu müssen am Sonntag, wenn man doch so schön das Buch hätte zu Ende lesen können! Wir wurden meistens in Dangast gelüftet. Und im Kurhaus Kakao und Rhabarberkuchen (der Klassiker dort) gab es auch kaum jemals, weil es dann ja Kaffee zu Hause gab...

Besonders doof war aber, dass ich mich an die Küste kaum bei gutem Wetter erinnere. Das liegt einfach daran, dass meine Eltern bei schönem Wetter lieber zu Hause im Liegestuhl ihre Sonntage verbrachten und besonders mein Vater aber bei schlechtem Wetter dann einen Koller bekam und der Meinung war, wir müssten nun alle mal an die frische Luft.

Dangast finde ich heute immer noch nicht so prickelnd, aber wenn man den mickerigen Strand gesehen hat und dann über den Deich jenseits des Hafens sozusagen Richtung Wilhelmshaven geht, dann kann man auch schön laufen. Ach ja, und neben dem Kurhaus sind Fahrten im Jadebusen mit der Etta von Dangast, einem alten Kutter, Kult.

Entweder nach Dangast, Schillig (leider auch ziemlich viel Beton, erst außerhalb "richtiger" Strand) oder Burhave (sind halt so ziemlich die nächsten Orte von Rastede aus) fahre ich dann doch immer mal, wenn ich mal wieder "bei Mama" bin.

Inzwischen liebe ich das Licht, den weiten Blick bis zum Deich, den norddeutschen Akzent und glitzerndes Watt. Damals wollte ich nach dem Abi nur raus aus der Ödnis und "was erleben".



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Birgit

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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #7 am: 03. Dezember 2019, 14:24:05 »
Ich bin kein Hundemensch und weiß nicht, ob euer Tier rennen kann. Aber Norddeutschland ist fürs Radfahren prädestiniert. Nehmt also Fahrräder mit, wenn möglich.

Und bei den vielen Radwegen und asphaltierten Landwirtschaftswegen durch's Moor ist auch Inlineskaten immer toll. Ich kann das ja leider nicht mehr machen und vermisse es sehr zwischen grünen Wiesen und Kühen daherzugleiten.


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Re: Ich und die Nordsee - ob wir Freunde werden?
« Antwort #8 am: 03. Dezember 2019, 21:15:48 »
Ich wusste, ich kann mich auf euch verlassen!  :)

Vielen lieben Dank, Birgit, für die vielen hilfreichen Tipps. Räder würden wir wohl eher leihen, sonst muss ich noch eine Anhängerkupplung für den Radträger einbauen lassen - aber vielleicht mache ich das sogar, denn der Mosel-Radweg interessiert uns auch sehr. Muffin wird dann eher im Hundekorb mitfahren, Frenchies haben es nicht so mit Ausdauersport  ;D
Das mit den Skates lassen wir dann lieber, Peter ist noch nie damit gefahren und ich bestimmt auch seit 10 Jahren nicht mehr.

Liebe Christina, auch dir vielen Dank für den Hinweis auf deinen Reisebericht, der bei mir wirklich total untergegangen ist - den werde ich mir in Ruhe zu Gemüte führen, ich habe schon einmal drüber geschaut und viel interessantes gefunden.

Interessant, dass viele von euch Jugenderinnerungen mit der Nordsee verbinden - dann wird es für uns ja langsam Zeit  :frech:

Meine Angst habt ihr mir erst einmal genommen und falls ich wieder Panik bekomme, weiß ich ja, an wen ich mich wenden kann - Therapiesitzung bei Dr. Eumerika.

In den Weihnachtsferien gehe ich mal in genauere Planung und stelle sie euch vor, vielleicht gibt es ja dann noch den einen oder anderen Hinweis.