Autor Thema: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht  (Gelesen 4046 mal)

Horst

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #45 am: 13. Februar 2020, 20:32:51 »

Valle Maggia und Valle Verzasca werden wir auch wieder besuchen - zwei wundervolle Täler 
Dazu fasse ich gleich noch mal nach ... ;)
"Die Wirklichkeit übertrifft die Erwartungen unserer Träume bei weitem." Christoph Columbus

Horst

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #46 am: 13. Februar 2020, 20:34:28 »
12.  29.August 2019



Tegna - Valle Verzasca (Lavertezzoo) - Valle Maggia - Tegna




Am Morgen brechen wir auf in ein weiteres schönes Tal nördlich des Lago Maggiore ins 25 km lange Valle Verzasca.
Unser Ziel ist erst mal Lavertezzo wo wir am Ufer der Verzasca parken und die wilde Flusslandschaft ...





... mit seinem kristallklaren und smaragdgrünen Wasser bewundern.












Wir überqueren den Fluß über eine Steinbrücke und folgen einem wunderschönen Uferweg entlang vereinzelter Häuser und üppiger Urwald- und Flußlandschaft.


















Höhepunkt ist eine Stelle im Fluß an einer geschwungenen Steinbrücke.






Hier hat der Fluß eine wahre Wunderlandschaft aus dem Fels gespült und in der Ferne schließt ein Kirchturm das Setting ab.










Ein El Dorado für Fotografen.



















Diese Stelle hat im Internet einen großen Bekanntheitsgrad erreicht - somit konzetriert sich hier ein unerwarteter Besucherstrom und von Minute zu Minute kommt hier sowas wie Volksfeststimmung auf.
Jugendliche hopsen von der Brücke in den Fluß, die Drohnen schwirren über uns und die Busse karren weitere Besucher heran.
Wir sind davon völlig überrumpelt - zum Glück waren wir halbwegs früh dran und ziehen nun den geordneten Rückzug an.

Der Rückzug hat noch einen zweiten Grund. Beim übermütigen Klettern habe ich mit meinem Schienbein die Härte eines Felsens getestet. Fazit - der Felsen hat eine höhere Festigkeit als mein Bein - das beginnt anzuschwellen.
Wir fahren zu einer Apotheke und ich erwerbe zwei Eispacks.
Danach geht es aufs Zimmer und ich kühle mein Mütchen und das Bein. 
Natürlich ärgere ich mich - andererseits bin ich froh, dass mir das nun am vorletzten Tag passiert und nicht zwischendrin.

Trotzdem wollen wir nicht nur am Zimmer rumsitzen.




Wir entscheiden uns noch einmal ins tolle Valle Maggia zu fahren.






Ein Wanderung packe ich nicht aber ein paar Dörfer und Fotostops kann ich humpelnder Weise absolvieren.












Im hinteren Bereich des Tals nehmen wir diesmal den Ostarm des "Y" und besuchen die Chiesa San Giovanni Battista Kirche in Mogno.
Diese Kirche am Ende der Welt ist unglaublich.
Ein von aussen elliptischer Bau mit schrägem Dach, schwarz-weiss gestreift, ...






... innen ein sinnestrübendes Schachmuster mit ebensolchen Formen
Ein Architektur Kunstwerk das erstaunt und fasziniert.





Dass dieses Kunstwerk hier entstand ist letztlich den Naturgewalten des Gebirges geschuldet. Denn Mogno besaß ja schon seit 1626 eine stattliche Kirche, allerdings nur bis zum 25. April 1986.  An diesem Tag verwüstete eine Fließlawine ein gutes Dutzend Häuser. Auch das Gotteshaus blieb nicht verschont. Was dann folgte spaltete die Gemüter. Mario Botta, ein Tessiner Architekt von Weltruhm, der inzwischen bereits ein gutes Dutzend Kirchen gebaut hat, wurde gebeten ein Konzept für die Wiederauferstehung der Kirche zu entwickeln.




Was schließlich entstand nennen die einen ein geniales Meisterwerk, während die anderen von einer unnötigen Zumutung und einer Provokation sprechen. So wundert es nicht, dass sich die Projektierungsphase von 1986 bis 1992 hinzog und von vielerlei Diskussionen und Protesten begleitet war. Seit 1998 ist er nun allerdings schon fertiggestellt, dieser Kraftort in den Tessiner Bergen.
Der elliptische Bau, der von außen eher wie ein perfekter Zylinder wirkt, strahlt mit seinen streng symmetrischen Mustern aus grauem Riveo Granit und weißem Peccia Marmor eine eigenartige Ruhe aus. Nichts lenkt den Besucher im Inneren ab. Und das filigrane Glasdach sorgt für Lichtspiele die schon fast hypnotische Wirkung haben.






Wir fahren noch weiter bis Fusio fast am Ende des Tales ...





... und zum Stausee Lago del Samuco am Talschluß.






Im letzten Licht fahren wir noch an einigen Schluchten vorbei ...






... schließlich nach Tegna zurück.
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Christina

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #47 am: 14. Februar 2020, 18:11:22 »
An der hübschen Steinbogenbrücke waren wir natürlich auch, damals zum Glück noch ohne Menschenmassen.

Beim ersten Foto von der modernen Kirche dachte ich an ein Silo - im Inneren sieht es auf jeden Fall beeindruckend aus. Ich mag meist einzelne moderne Bauten, die in Kontrast zu Altem stehen.

Schade mit deinem Schienbein, andererseits Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist und du sogar noch etwas unternehmen konntest an diesem Tag.
LG Christina

Horst

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #48 am: 14. Februar 2020, 22:12:03 »
An der hübschen Steinbogenbrücke waren wir natürlich auch, damals zum Glück noch ohne Menschenmassen.
Da muss man wirklich zeitig kommen. Ab 10 Uhr steppt da bereits der Bär.
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Horst

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #49 am: 14. Februar 2020, 22:13:46 »
13.  30.August 2019



Tegna - Bellinzona - Versam (Rheinschlucht) - Dornbirn (Österreich)





Wir verlassen Tegna entgültig und fahren ins bezaubernde Bellinzona, die als die italienischste Stadt der Schweiz gilt.





Die "Skyline" der Tessiner Hauptstadt bildet die mächtige Festungsanlage aus drei der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen der Schweiz, ein von der UNESCO anerkanntes Welterbe.





Wir besuchen das Castel Grande.













Danach gehen wir noch auf eine kleine Stadtrunde durch das bezaubernde Bellinzona.

















Von Bellinzona geht es nach Norden durch den 7 km langen San Bernadino Tunnel.
Einen kleinen Abstecher unternehmen wir zur Rheinschlucht bei Ruinaulta.









Vorbei an Chur fahren wir noch bis Dornbirn, Österreich wo wir noch einmal eine Übernachtung einlegen und am nächsten Tag die letzten Kilometer nach Franken zurücklegen.





Fazit:
 

Die Schweiz ist ein tolles Reiseziel!
Die Natur mit den vielen phantastischen Berggipfeln, Tälern, Wasserfällen, Gletscher usw... haben uns begeistert, die Menschen wirken entspannt, alles ist top organisiert - selbst da wo wirklich sehr viel los ist.
Da kann sich Deutschland eine dicke Scheibe abschneiden.
Für uns war das eigentlich eine Schnäppchenreise.  ;)
Eine gewagte Aussage bei einer Schweiztour, ich weiß, aber wenn man rechnet, dass man in ein anderes europäisches Land zwei FLüge a ca. 300-400 € ansetzt, dazu einen Mietwagen für 13 Tage (auch sicher um die 500-700 €) dann ist da schon mal 1200-1500€ an Sparpotiental da. Dazu haben wir uns Getränke und Speisen von zu Hause mitgenommen und jeden Tag (nur einmal Essen gegangen - das wird dann schnell teuer) im Apartment gekocht oder uns zumindest selbst versorgt. Also auch hier wirklich keine nennenswerten Kosten.
Bleiben die Preise für die Bahnen die speziell in der Schweiz schon ins Geld gehen können - trotzdem zu zweit zusammen in dieser Tour 500€ nicht überschritten haben.
Die Übernachtungspreise waren absolut ok - im Schnitt etwas über 100 € (pro Doppel-Zimmer/Apartment meist mit Küche) - das hätten wir anderswo auch nicht viel billiger bekommen.

Was etwas schade war, war das weniger gute Wetter am Vierwaldstätter See - wofür wir dann die tolle Natur bei Grindelwald erleben durften.
Die weise Vorraussicht uns die ersten Tage so zu stationieren dass möglichst viele Richtungen gut erreichbar sind hat sich ausgezahlt.
Das Risiko auf der Riederalp zu übernachten (wo wir bei schlechtem Wetter wenig Möglichkeiten gehabt hätten) hat sich gelohnt - die zwei Tage rund um den Aletschgletscher waren das absolute Highlight.
Das Valle Maggia haben wir spontan gemacht und es würde mich nicht wundern, wenn ich da noch mal hinkomme.  ;)
Die Wanderungen in der Höhe sollte man übrigens nicht unterschätzen (Höhenanpassung beachten) - die Sonneneinstrahlung in der Höhe hat uns in ihrer Intensität doch etwas überrascht.

Uns hat es so gut gefallen - das es diesen Juni wieder in die Schweiz gehen soll (u.a. noch mal an den Vierwaldstättersee mit hoffentlich besserem Wetter - sonst wird halt wieder umgeplant  ;))!



Danke fürs Mitlesen!
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serendipity

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #50 am: 16. Februar 2020, 16:14:04 »
Vielen lieben Dank für den schönen Bericht, Horst!  :danke:

Schön zu lesen, dass auch die Schweiz bezahlbar ist. Ich denke die Alpen sind wirklich eine Reise wert und kommen auch für uns in Frage  :)

Susan

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #51 am: 16. Februar 2020, 22:24:38 »
Och, wie schade, schon wieder vorbei diese tolle Schweiztour. Die letzten Ziele waren auch nochmal sehr interessant, die Fallprobe auf den Fels hätte natürlich nicht sein müssen.

Ich hab definitiv Feuer gefangen und gleich schon mal geschaut. Zumindest bei Grindelwald und Täsch gibt es auch Campingplätze.  8)

Herzlichen Dank also für den schönen Schweiz-Reisebericht. Ich bin sehr gern mitgefahren.
 :danke:
Liebe Grüße
Susan

Christina

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #52 am: 17. Februar 2020, 18:41:56 »
Bellinzona sieht ja sehr nett aus, da kenne ich nur den Anblick der Burgen von der Autobahn aus.

Vielen lieben Dank Horst für den Bericht mit vielen wunderbaren Bergfotos und ich habe mich sehr gefreut, wieder ans Tessin erinnert zu werden.

Der Vergleich zu einer Reise mit Flug und Mietauto ist natürlich zutreffend, allerdings gibt es außer der Schweiz ja noch einige andere Länder, die genauso einfach mit dem eigenen Auto bereist werden können und da ist die Schweiz dann halt deutlich teurer, wobei es vielleicht in den skandinavischen Ländern durchaus vergleichbar ist, das weiß ich nicht genau.
LG Christina

Horst

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #53 am: 17. Februar 2020, 20:52:54 »
Der Vergleich zu einer Reise mit Flug und Mietauto ist natürlich zutreffend, allerdings gibt es außer der Schweiz ja noch einige andere Länder, die genauso einfach mit dem eigenen Auto bereist werden können und da ist die Schweiz dann halt deutlich teurer, wobei es vielleicht in den skandinavischen Ländern durchaus vergleichbar ist, das weiß ich nicht genau.
Da ist sicher was dran, wobei die touristisch bekannten Locations in Südtirol, Österreich usw. haben inzwischen auch ihren Preis.
Besonders teuer sind wahrscheinlich vor allem die Bergbahnen und das Essen gehen in der Schweiz.
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Silvia

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Re: Naturwunder der Schweiz - Sommer 2019 - ein kleiner Fotobericht
« Antwort #54 am: 18. Februar 2020, 08:36:51 »
Auch von mir ein herzliches Dankeschön  :herz:   für den Ausflug in die Schweiz, für mich steht seit letztem Jahr fest, das es bei mir sicher auch ein Wiedersehen wird und bei den tollen Wanderfotos vom Aletschgletscher und bei Zermatt überlege ich mir es mal Richtung Sommerferien zu schieben, evt. 2021?? mal sehen  :cool2: