Autor Thema: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018  (Gelesen 6302 mal)

Ilona

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Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« am: 15. April 2020, 08:07:48 »
Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018

Das Corona-Virus mutierte sehr schnell zu meinem persönlichen Energievampir. Doch damit ist jetzt Schluss :adieu:.

Zeit ist im Augenblick kein Problem und endlich hatte ich auch die Muße, einen Bericht über unsere Herbsttour 2018 zu verfassen.

Da wir momentan alle nur virtuell verreisen können, zehren wir von vergangenen Zeiten. Deshalb lade ich euch recht herzlich ein, uns dabei zu begleiten. Es geht auch sofort los.
 
Tag 1: Anreise

Mitte September 2018 erreichten wir nach gemütlicher 10stündiger Fahrt das Parkhotel Ladinia in San Vito di Cadore. San Vito di Cadore ist ein Bergdorf im Norden Veneziens und nur 12 km von der ehemaligen Olympiastadt Cortina d’Ampezzo entfernt. Obwohl die Winterspiele dort bereits 1956 ausgetragen wurden, ist der mondäne Ort preislich mit St. Moritz vergleichbar. Die Schickeria trifft sich dort und dementsprechend sind die Preise höher als die umliegenden Berge. Das war ein Grund, weshalb ich auf San Vito auswich und auch weil es dort viel ruhiger ist.

Nachdem wir ein Jahr zuvor Pech mit dem Wetter in den Dolomiten hatten, begleitete uns die Sonne schon bei unserer ersten Wanderung am nächsten Tag.

Tag 2: Averau – Nuvolau - Wanderung

Nach einem wunderbaren Frühstücksbüffet machten wir uns auf den Weg. Nach 45 Minuten Fahrt erreichten wir den Falzarego Pass.



Dort parkten wir links auf dem Parkplatz neben der Hütte.



Sogleich kam ein eifriger Parkplatzwärter angerannt und knöpfte uns 5 € ab.

Der Weg Nr. 441 führt anfangs gemächlich über die Wiesen, wird aber nach der Brücke allmählich steiler.



Schon bald wird es felsig



und der Weg führt durch eine kalkweiße Steilrinne, die aber unter Zuhilfenahme der Hände gut zu erklimmen ist.

   

Ein Blick zurück zum Pass und auf das Felsmassiv gegenüber mit der Lagazuoihütte.



Angrenzend das Tofana Massiv.



Der schöne Höhenweg



führt zur Averau-Hütte weiter.



Hier verlief die Frontlinie im ersten Weltkrieg.



Nach einer kurzen Rast an der Hütte, wollten wir aber noch ein Stück höher hinauf, nämlich bis ganz nach rechts oben.



Wieder muss etwas geklettert werden, doch das ist für jeden Bergwanderer problemlos machbar.



Ein Blick zurück zeigt die Averau Hütte.



Der Weg Nr. 439 führt über den Schutthang zur Nuvolau Hütte auf 2575 m.



Von hier aus hat man einen schönen Blick über die Hochalmen bis zum Marmolada-Massiv.





Beim Abstieg ließen wir die Averau Hütte links liegen und gingen auf einem steinigen Pfad weiter.







Kurz bevor der Weg durch den Lärchenwald führt, sahen wir die Cinque Torri, die wir am nächsten Tag erwanderten.



Der Weg zieht sich und eine Blase an meinem großen Zeh machte den letzten Kilometer zur Qual. So ist es, wenn man von Null auf Hundert eine Hochgebirgswanderung macht.

Auf dem Rückweg kamen wir an der Olympia Schanze vorbei.



Cortina wurde wegen seiner internationalen Bekanntheit und Szenerie als Drehort für eine Reihe bekannter Filmproduktionen ausgewählt.1981 wurden für den James-Bond-Film In tödlicher Mission Szenen im Olympischen Eisstadion Cortina, auf der Sprungschanze, auf der Bobbahn und im Ort selbst gedreht. Auch die Filme "Mit dem Motorrad über den Wolken" (1926) von Lothar Rübelt, "Leichen pflastern seinen Weg" (1968) mit Klaus Kinski und Cliffhanger – Nur die Starken überleben (1993) mit Sylvester Stallone wurden in den Bergen um Cortina d’Ampezzo gedreht, der Film "Der rosarote Panther" (1963) spielt teilweise dort. Quelle: Wikipedia

Wir waren rechtzeitig zur Tea Time (die ist von 16 – 18 Uhr) zurück im Hotel. Da wurden kleine Sandwichs, Gebäck, kalter und warmer gesüßter Tee angeboten. Warum gesüßt, kann ich leider nicht sagen. Man konnte sich natürlich gegen Aufpreis auch ein anderes Getränk dazu bestellen. 



Mit dem kleinen Snack im Magen gingen wir in den Wellness-Bereich und schwammen noch ein paar Runden. Dabei schmerzten wenigstens die Füße nicht  :zwinker:.

Wir hatten Halbpension gebucht und bekamen am Abend ein Menü serviert. Was uns genau aufgetischt wurde, das kann ich leider nicht mehr nachvollziehen, da ich mir keine Notizen gemacht habe. Die Vorspeisen und Salate standen aber als Büffet zur Verfügung. Leider wird in Italien das Abendessen meist nicht vor 19:30 Uhr serviert, was uns viel zu spät ist. Wegen der Tea Time war die Zeit aber gut zu überbrücken.

Übernachtung: Parkhotel Ladinia, San Vito di Cadore

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Ilona

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Silv

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #1 am: 15. April 2020, 08:57:59 »
Da bin ich doch gerne dabei!

Das Wandern auf Geröll gefällt mir nicht ganz so gut, dafür die Ausblicke umso mehr. Ich mag es, wenn man von oben auf sich schlängelnde Wege oder Straßen blicken kann.  :)
Liebe Grüße
Silvia

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #2 am: 15. April 2020, 10:21:03 »
Oh da komm ich auch mit  :adieu:

Und was für ein toller Einstieg  :beifall:

Susan

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #3 am: 15. April 2020, 12:07:00 »
Nach drei Tagen faul in der Sonne rumlungern bin ich (hoffentlich) ausgeruht genug für ein paar Bergwanderungen und gern dabei  :adieu:

Das fing schon mal gut an mit blauem Himmel und allem. Der geröllsteinige Weg ist zwar auch nicht so meins, aber die Aussichten sind toll. Bisher kenne ich die Gegend nur im Winterkleid und auch das ist Jahre, Jahre her. Nur statt des süßen Tees habe ich mir lieber ein lecker Eis gegönnt  ;)
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #4 am: 15. April 2020, 13:13:40 »
Ein herzliches Willkommen den beiden Silvias und Susan :knuddel:. Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Da bin ich doch gerne dabei!
Das Wandern auf Geröll gefällt mir nicht ganz so gut, dafür die Ausblicke umso mehr. Ich mag es, wenn man von oben auf sich schlängelnde Wege oder Straßen blicken kann.  :)

So lange es sich um kein loses Geröll handelt, ist alles gut. Auf den großen Gesteinsbrocken war das Wandern und Klettern kein Problem.

Wir hatten großes Glück mit dem Wetter (zumindest in den Dolomiten  :cool2:) und dadurch auch eine gute Fernsicht.

Oh da komm ich auch mit  :adieu:

Und was für ein toller Einstieg  :beifall:


Dankeschön, Silvia.

Nach drei Tagen faul in der Sonne rumlungern bin ich (hoffentlich) ausgeruht genug für ein paar Bergwanderungen und gern dabei  :adieu:

Das fing schon mal gut an mit blauem Himmel und allem. Der geröllsteinige Weg ist zwar auch nicht so meins, aber die Aussichten sind toll. Bisher kenne ich die Gegend nur im Winterkleid und auch das ist Jahre, Jahre her. Nur statt des süßen Tees habe ich mir lieber ein lecker Eis gegönnt  ;)

Toll, dass ich dich von der Liege schubsen konnte  :toothy9:, Susan.

Wir hatten 2017 ziemlich Pech mit dem Wetter, aber dafür strahlte 2018 die Sonne. Durch Cortina bin ich schon ein paar Mal gefahren, allerdings auch im Sommer. Skifahren in Cortina ist bestimmt toll, aber halt auch ziemlich teuer.   


Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #5 am: 15. April 2020, 17:59:45 »
Beim Wandern bin ich auf jeden Fall dabei :adieu:

Sehr schöne Ausblicke bei der Wanderung und wenn das Geröll nicht lose war, wäre ich da auch gerne gewandert.

Cortina ist also auch im Sommer/Herbst (in welchem Monat wart ihr dort?) recht teuer und nicht nur zum Skifahren?

Das mit dem späten Abendessen ist auch gar nichts für uns, da würden wir uns eventuell eine Ferienwohnung nehmen, wobei so ein Buffet und mal nicht einkaufen müssen, durchaus was hat.

10 - stündige Anfahrt - hätte ich nicht gedacht, dass es so weit ist, in dieser Zeit kommen wir ja bis zum Atlantik in Frankreich :)
LG Christina

Ilona

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #6 am: 16. April 2020, 08:43:30 »
Beim Wandern bin ich auf jeden Fall dabei :adieu:

Das freut mich, Christina  :knuddel:.

Cortina ist also auch im Sommer/Herbst (in welchem Monat wart ihr dort?) recht teuer und nicht nur zum Skifahren?

Jetzt darf ich mich mal selbst zitieren:

Zitat
Mitte September 2018 erreichten wir nach gemütlicher 10stündiger Fahrt das Parkhotel Ladinia in San Vito di Cadore

10 - stündige Anfahrt - hätte ich nicht gedacht, dass es so weit ist, in dieser Zeit kommen wir ja bis zum Atlantik in Frankreich :)

Sofern kein Stau auf der Brenner-Autobahn ist, kann man 2 - 3 Stunden eher dort sein, aber wir besuchten mal wieder das Outlet Center am Brenner. Die Beine wollten vertreten werden  :zwinker:. Bisher sind wir da noch nie mit leeren Händen aus den Shops gekommen :verlegen: und haben schon so einige Schnäppchen gemacht.

Das mit dem späten Abendessen ist auch gar nichts für uns, da würden wir uns eventuell eine Ferienwohnung nehmen, wobei so ein Buffet und mal nicht einkaufen müssen, durchaus was hat.

Also ganz ehrlich, im Urlaub möchte ich nicht auch noch kochen müssen. Wenn es gar nicht anders geht, z. B. beim Campen abseits der Zivilisation, dann natürlich schon, aber sonst nicht.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #7 am: 16. April 2020, 09:42:43 »
Tag 3: Cinque Torri mit Freilichtmuseum

Wir stärkten uns zuerst mit etwas Herzhaftem vom Büffet. Wie soll man bei solchen Versuchungen standhaft bleiben?



Die Italiener sind Süßschnäbel und essen gerne Kuchen zum Frühstück. Da haben wir in den Südtiroler Hotels schon umfangreichere Kuchenbüffets zum Frühstück gesehen. Doch so ein bisschen sündigen im Wanderurlaub ist schon erlaubt, denn schließlich werden die Kalorien zum Teil  :zwinker: wieder abtrainiert.

Wir fuhren die Strecke vom Vortag in Richtung Falzarego Pass und parkten am Sessellift der Bai de Domes Almhütte. Meine Füße dankten mir an dem Tag die Berg- und Talfahrt mit dem Sessellift.



Wir wollten zu den Cinque Torri, den fünf Türmen. So früh am Morgen kuschelte sich das mächtige Tofana-Massiv noch in die Wolken.



Noch waren sie im Schatten, die fünf steilen Türme, die ursprünglich einen ganzen Felsblock bildeten.



Vor den Türmen befindet sich ein kostenloses Freilichtmuseum mit restaurierten Schützengräben, Festungen und Militärposten.





Viele Steine wurden damals zum Schutz vor dem Feind bewegt.













Danach führt der steinige Pfad zwischen den Türmen weiter.











Die schroffen Felsen sind bei Kletterern beliebt.







Wir umrundeten die Felstürme.



Links oben waren wir am Vortag.



Nun am Mittag lagen die Türme nicht mehr im Schatten.



Das war eine wunderschöne Wanderung ohne nennenswerte Steigungen mit geschichtsträchtigem Hintergrund.

Wir fuhren mit dem Sessellift hinunter und anschließend mit dem Auto in Richtung Falzarego Pass. Ein paar Kilometer weiter ist ein weiteres Weltkriegsmuseum, das aber um die Mittagszeit geschlossen hat.





Die Latrinen  :happy: außerhalb waren aber zugänglich.



Hilfe ! Das ist so gar nicht mein Ding, aber wat mutt, dat mutt.



Dafür erwartet man einen Obolus und die Nullen schienen aus den Lira-Zeiten angehängt  :totlach:.



Wenigstens musste man zur Verrichtung der Dinge keine Edelweiß-Stellung einnehmen  :floet:,



die war irgendwo im steilen Gelände unterhalb zu finden.



Auf der Rückfahrt nach San Vito machten wir einen kurzen Abstecher zum Lago Pianozes



und umrundeten diesen.



Zurück im Hotel war zuerst Tea Time und danach gingen wir ins Spa. Schließlich hatten wir Urlaub .

Das Abendessen wurde wieder um 19:30 Uhr serviert und anschließend liefen wir noch eine Runde durch den Ort.

Übernachtung: Parkhotel Ladinia, San Vito di Cadore

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Liebe Grüße

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #8 am: 16. April 2020, 12:23:51 »
 :herz:  Du machst mir grad wieder richtig Lust auf Südtirol .... tolle Wanderung, lecker Essen und Wellness  :happy: 

Ilona

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #9 am: 16. April 2020, 14:22:43 »
:herz:  Du machst mir grad wieder richtig Lust auf Südtirol .... tolle Wanderung, lecker Essen und Wellness  :happy:

Das freut mich  :adieu:.
Liebe Grüße

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #10 am: 16. April 2020, 18:01:01 »
Sehr abwechslungsreicher Tag mit Wanderungen und Geschichte. So in dieser Höhe und bei einer Wanderung habe ich noch kein (Freilicht)Museum erlebt, meine ich.

Die Latrine entspricht dem, was ich bei so einer Bezeichnung erwarten würde ;D - solange es sauber ist, immer noch besser als in die Büsche gehen zu müssen. Die Zahlen sind vielleicht die für die jährliche Reinigung dem Museum entstehenden Kosten und der Nutzer kann selbst entscheiden, was er zahlen möchte.
LG Christina

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #11 am: 16. April 2020, 21:27:11 »
Hi,

sehr freundlich von dir, dass wir mit der Bahn auf den Berg fahren durften  ;D Nach diesem süßen Frühstück hätte ich nämlich keine Kraft zum laufen  ;)

Die Wanderung inmitten der Geschichte hat mir sehr gefallen, kann mir immer gar nicht vorstellen, dass die so mitten im Gebirge Krieg geführt haben. Die Landschaft ist jedenfalls toll und ich bekomme auch grad wieder Lust auf die Dolomiten. Nach all der Lauferei tut ein wenig Wellness im Spa ja ganz gut.

Übrigens ist für uns 19:30 Uhr ein ziemlich frühes Abendessen  ;) Haben wohl ein paar Südländer im Genpool.

Wir waren das letzte Mal 2000 in den Dolomiten zum Skifahren und da nur für einen Tag in Cortina. Kann mich nur noch erinnern, dass es im Februar schon zu warm war für's Skifahren und folglich Schnee fehlte. Und wenn ich denn Skitag hatte, Baby Colin zum Stillen immer auf die Passhöhe gefahren wurde.  ^-^
Liebe Grüße
Susan

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #12 am: 17. April 2020, 10:44:08 »
Die Latrine entspricht dem, was ich bei so einer Bezeichnung erwarten würde ;D - solange es sauber ist, immer noch besser als in die Büsche gehen zu müssen. Die Zahlen sind vielleicht die für die jährliche Reinigung dem Museum entstehenden Kosten und der Nutzer kann selbst entscheiden, was er zahlen möchte.

So habe ich das noch gar nicht gesehen. Mein Italienisch ist so schlecht  :zwinker: :totlach:. Sauber war es leider nicht.

In die Büsche gehen ist dort schlecht, denn es gibt oberhalb der Baumgrenze nur kleinere. Dann schon eher hinter einen Felsbrocken. Aber ich kann dir versichern, dass dort so viel Leute unterwegs sind, dass das schlecht möglich ist.

Hi,
sehr freundlich von dir, dass wir mit der Bahn auf den Berg fahren durften  ;D. Nach diesem süßen Frühstück hätte ich nämlich keine Kraft zum laufen  ;)

 :totlach: Lieber 10 Minuten bequem gefahren, als 2,5 Stunden schlecht gelaufen.



Die Wanderung inmitten der Geschichte hat mir sehr gefallen, kann mir immer gar nicht vorstellen, dass die so mitten im Gebirge Krieg geführt haben. Die Landschaft ist jedenfalls toll und ich bekomme auch grad wieder Lust auf die Dolomiten.

Ja, das war damals auch so ein unnützer (Gebirgs-)Krieg ohne Sieger, der aber Hundertausende Menschenleben kostete.

Übrigens ist für uns 19:30 Uhr ein ziemlich frühes Abendessen  ;) Haben wohl ein paar Südländer im Genpool.

Nach 18:30 Uhr nimmt das Essen den direkten Weg auf den Hüften. Davon abgesehen, liegt es mir dann zu schwer im Magen. 


Wir waren das letzte Mal 2000 in den Dolomiten zum Skifahren und da nur für einen Tag in Cortina. Kann mich nur noch erinnern, dass es im Februar schon zu warm war für's Skifahren und folglich Schnee fehlte. Und wenn ich denn Skitag hatte, Baby Colin zum Stillen immer auf die Passhöhe gefahren wurde.  ^-^

Welch ein Service  :beifall:. Dann ist Colin ein Milleniumskind und hat das Skifahren sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen  :toothy9:.
Liebe Grüße

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #13 am: 19. April 2020, 09:59:54 »
Tag 4: Fahrt nach Bled, Slowenien

Wir hatten nur drei Nächte in San Vito di Cadore gebucht und die nächsten drei in Slowenien. Unser Ziel war an dem Tag Bled. Damit ist gemäß süddeutschem Sprachgebrauch :zwinker: nicht blöd, sondern der Ort am Bleder See gemeint. Wobei der Tag im Grunde ganz schön blöd verlief  ::) .

Auf der Fahrt durch die Friauler Dolomiten kamen wir durch die kleinsten, abgelegensten Dörfer, die engsten Straßen und sämtliche Orte, die mit di Cadore (das ist die Bezeichnung vom sehr langen Tal) enden. Oft wussten wir gar nicht  :gruebel:, ob wir richtig sind. Die Strecke ist dazu noch sehr kurvig und in den kleinen Orten konnte man nicht einmal parken. Meistens führten die schmalen Straßen durch endlose Wälder. Ich habe nicht ein einziges Foto von unterwegs gemacht  :verlegen:.

Nach 2,5 Stunden waren wir in Österreich und auf der A2 in Richtung Villach unterwegs. Kaum hatten wir in Villach einen Parkplatz gefunden, regnete es  :bang:. Der Stadtbummel mit Regenschirm fiel deshalb sehr kurz aus. Wir gingen zum Mittagessen in eine Brauereigaststätte, die uns von Einheimischen empfohlen wurde. Das Restaurant war zwar voll, aber die Massenabfertigung nicht berauschend. So machten wir uns schnell wieder auf den Weg. Für den Karawankentunnel hatten wir eine Durchfahrt online bezahlt. Wir wollten es vom Wetter abhängig machen, ob wir das Ticket für die Hin- oder die Rückfahrt nutzen. Weil es so regnete, fuhren wir gleich durch den Tunnel.

Slowenien war uns nicht wohlgesonnen, denn ein Jahr zuvor, schüttete es genauso aus Kübeln. Deshalb wollten wir einen zweiten Versuch unternehmen und die Gegend um den Bleder See bei schönem Wetter erkunden.

Vor Corona wurde Bled von Asiaten überrannt und demensprechend hoch sind die Zimmerpreise. Davon abgesehen wollte ich keine drei Nächte in einem Hotel Marke sozialistischer Plattenbau verbringen. Ich fand bei Booking.com ein recht neues Appartement oberhalb vom See.

Am Nachmittag fuhren wir auf den Hof und waren angenehm überrascht. Der Neubau machte einen guten Eindruck.



Der deutschsprachige Besitzer, ein ehemaliger Seebootsbauer, hieß uns gleich mit einem Sliwowitz willkommen. Danach führte er uns in unsere Unterkunft.







Ich hatte ein Deluxe Studio gebucht und bekommen haben wir ein kleines Doppelzimmer ohne Balkon mit Blick zum Hinterhof. Als ich den Besitzer darauf ansprach meinte er, dass alle Appartements voll sind und wir dieses Zimmer über Booking.com gebucht hätten. Egal, wir waren von der Fahrt müde, der Regen nervte und eine Alternative gab es nicht. Zumindest war alles neu und sehr sauber. Wir brauchten das Zimmer ohnehin nur zum Schlafen. Nach unserer Rückkehr habe ich mich übrigens bei Booking.com beschwert und bekam daraufhin 25 € erstattet.

Während wir die Koffer im Zimmer verstauten, klarte es auf und wir machten uns auf den Weg zum See. Für den Nachmittag hatten wir nur noch einen Programmpunkt, nämlich eine Original Bleder Cremeschnitte probieren.



Für diese kulinarische Sünde folgten wir der Uferpromenade bis unterhalb der Burg zum Café Zima. Das Selbstbedienungscafé soll die besten Cremeschnitten herstellen. Voll war die Lokalität, aber wir bekamen noch ein Plätzchen und jeder von uns eine Cremeschnitte. Schon vom Angucken springen dich die Kalorien an, aber das Teil ist wirklich lecker  :sabber:. Wenigstens sind wir dafür 4,4 km gelaufen und die Schnitte hat so gestopft, dass wir aufs Abendessen verzichten konnten.

Auf dem Rückweg regnete es wieder und somit verbrachten wir den Abend auf dem Zimmer.

Übernachtung: Apartments Ledrar  Zimmer # 5, Bled

Liebe Grüße

Ilona

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Susan

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Re: Die Dolomiten-Slowenien-Dolomiten Tour 2018
« Antwort #14 am: 19. April 2020, 15:13:41 »
Schade, dass es geregnet hat, doch die Cremeschnitte entschädigt.  :sabber:

Hoffe, morgen wird es besser
Liebe Grüße
Susan