Autor Thema: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee  (Gelesen 1042 mal)

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #15 am: 07. Oktober 2020, 19:30:42 »
Lag ich also nicht so falsch mit dem Brötchenpreis. Allerdings war es tatsächlich etwas größer als die bei uns.

Zitat
Sensationell, dass euch eine Kreuzotter übern Weg geschlängelt ist. Wie lang war die denn? Auf den Bildern ist das schlecht zu schätzen.

Ich kann das auch live schlecht schätzen  ::) Kersten meint zwischen 40 und 50 cm.
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #16 am: 07. Oktober 2020, 21:05:31 »
21. September   Bled - einmal um den See

Die Sonne hat wohl den Montags-Blues, jedenfalls lässt sie sich (noch) nicht blicken. Daher ist es auch ziemlich frisch draußen. Ein kleiner Wink, vielleicht in wärmere Gefilde umzuziehen  ;) Wir fahren zwar nur rund 37 km weit zum Bleder See, doch tatsächlich bringt das ein paar Grad. Unterwegs stocken wir in Jesenice unsere Vorräte auf. Der Campingplatz Camp Bled liegt im Zaka Tal am westlichen Ende des See und hat auch einen Rasenstrand. 2012 auf der Rückreise aus Kroatien waren wir schon mal für eine Nacht hier. Seitdem hat sich einiges geändert; zum Guten: die Stellplätze sind größer geworden.

Nachdem wir uns installiert haben, nehmen wir den Rundweg um den See unter die Füße. Der ist 6 km lang und verläuft auf Asphalt oder Sandboden, ein kleiner Teil auch über einen Holzsteg. Wir folgen ihm im Uhrzeigersinn.

Gleich als erstes fällt der - etwas trübe- Blick auf die Insel mit der Marienkirche.



Als nächstes kommen wir zu einer Art Tribüne, von der wir erst nicht wissen, was sie soll. Doch Bled ist nicht nur ein Luftkurort, sondern auch ein bedeutendes Ruderzentrum, an dem schon etliche Weltmeisterschaften durchgeführt wurden. Eine der ersten slowenischen Olympiasieger waren die Bleder Ruderer. Wir könnten hier auch ein Ruderboot mieten (nicht ganz so schnittig wie Regattaboote)



Der Felsen mit der Bleder Burg kommt in Sicht



Die Veslaška Promenade am Nordufer liefert sonst nur ähnliche Ansichten auf die Insel, es ist wenig los auf dem See. Hier und da noch eine Hauszufahrt, die wohl zu alten Villen führt. Kleine Abwechslung dann der Blick auf das Strandbad


heute nicht so der Renner  ;)
und dann haben wir auch schon Bled erreicht



Wir queren einen kleinen Park mit bemoostem Brunnen



Ein Blick aus einem anderen Winkel zur Burg, diesmal mit der Pfarrkirche St. Martin im Bild



Die Hotelgebäude hier am Ufer sind alles andere als hübsch. Die Hälfte des Weges ist geschafft, da haben wir uns doch eine Erfrischung verdient  ;) Einmal wenigstens muss ich die berühmte Bleder Cremeschnitte probieren. Leider hatte ich mir nicht gemerkt, wo es laut Ilona die besten geben sollte; also sind wir bei den Erfindern eingekehrt. So ganz begeistert hat mich das Teil dann nicht, besonders das schwierige Essen: soviel Creme zwischen zwei Teigplatten, das muss ja rausquitschen.  Der Gatte hat ein wenig rebelliert und Apfelstrudel bestellt  ::)


etwas ungewohnt mit Schoko-Sauce

Frisch gestärkt haben wir dann die Seeumrundung beendet. Hier am Südufer gab es die ein oder andere Villa zu sehen.



Die Pletnas, mit denen die Leute zur Insel gerudert werden, waren arbeitslos. Auch wir hatten keine Lust auf eine Bootspartie.




nochmal die Inselkirche mit Treppenaufgang





Zum Ende des Weges hin schickte die Sonne doch ein paar Strahlen hinab und wir kamen noch zu freundlicheren Bildern von Burg und Insel.





Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #17 am: 08. Oktober 2020, 09:04:41 »
Die Seeumrundung ist toll. Es war bei euch zwar bewölkt, doch wenigstens hat es nicht geregnet. Irgendwie hängen in dem Kessel gerne die Wolken drin.

Zuerst dachte ich, warum sieht die Bleder Cremeschnitte so komisch aus :gruebel: ? Das war aber der Apfelstrudel, der wirklich komisch aussah  :totlach:. Eher wie eine Apfelschnitte. Die Cremeschnitte ist etwas schwierig zu essen, da die Blätterteigplatten ziemlich fest sind. Die Creme besteht nur aus Pudding und Sahne. Wir waren im Café Zima unterhalb der Burg.

Da Bled von ganzen Busladungen mit Asiaten überschwemmt wurde, waren die Preise 2018 entsprechend hoch. Ansonsten versprüht es immer noch den Charme einer sozialistischen Kurstadt  :toothy9:.
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #18 am: 08. Oktober 2020, 17:56:24 »
Trotz des etwas trüben Wetters ein sehr netter Spaziergang mit hübschen Ausblicken. Kirche und Burg sehen sehr idyllisch aus.

Beim Kuchen Foto war ich auch etwas irritiert und habe die Creme zwischen dem Teig gesucht - und schließlich gedacht, dass das der Apfelstrudel sein muss ;D
LG Christina

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #19 am: 08. Oktober 2020, 23:13:15 »
Sorry, den Apfelstrudel hätte ich wohl besser beschriften sollen  ::)  Wir haben das Foto auch nur gemacht, um Kerlie ein wenig neidisch zu machen  (böööse Eltern  ;)  )

22. September   Rundweg Vintgar Klamm - Sv. Katarina - Hom

Nur Schleierwolken am Himmel und herrlich warm, so können wir draußen frühstücken. Brötchen gibt es hier übrigens beim mobilen Bäcker (ein Radl-Verkaufsstand). Wir beschließen eine weitere Anregung umzusetzen und düsen mit dem Roller nach Podham. Hier ist der Haupteingang zur Vintgar Klamm, die jetzt nur noch als Einbahnstraße zu begehen ist. Für den Rückweg gibt es verschieden lange und steile Alternativen: 20 Minuten zur nächsten Bushaltestelle, 45 Minuten über die steile Seite der Schlucht und die oben erwähnte Alternative.

Wir können ganz bis ans Ende des Parkplatzes P1 durchfahren und brauchen im Gegensatz zu den Autos keine Gebühren zu zahlen. Wohnmobile müssen etwas entfernt auf P3 parken, (im Sommer) soll es einen Shuttle geben. Wir zahlen unseren Obolus von 9 Euro pP mit Gästekarterabatt für die Erhaltung des Weges. Gleich mal ein Blick auf den Fluss Radovna, der Klamm gebildet hat.





Wir queren die erste Brücke und passieren die Tür zur Klamm


Blick zurück

Von nun an begleitet das Plätschen oder Tosen des Wassers unseren Weg ebenso wie Ausblicke auf Kaskaden, bemooste Felsen, türkis schimmernde Wasserbecken und steile Felswände. Hin und wieder nur ein paar Leute vor uns oder uns überholend.











Bis 1891 war die Schlucht völlig unbekannt; entdeckt wurde sie von einem Bleder Fotografen und dem Bürgermeister des nahen Ortes Gorje. Bereits 1893 wurden dann die ersten Wege und Stege angelegt.





Im Fluss sehen wir hier und da etliche Forellen. Bei der Strömung des Wassers bekomme ich sie aber nicht scharf auf den Chip gebannt.





Ab und an wird eine Kaskade auch zum kleinen Wasserfall.







Die Schlucht wird enger

   

   


mal ein etwas ruhigerer Abschnitt

Zum Schluchtende hin sehen wir dann einen kleinen Damm, mit dem Wasser zu einem kleinen Wasserkraftwerk abgeleitet wird. Der Überschuss an Bruchstellen bildet drei Wasserfälle.



Darüber die 1906 erbaute Steinbogenbrücke der Bohinjer Eisenbahn.



Nach einer guten Stunden gemütlichen Schlenderns haben wir den Ausgang erreicht. Obwohl die Klamm größtenteils im Schatten lag, ist uns recht warm geworden  :girly:

Zeit für eine Trinkpause ....


Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #20 am: 08. Oktober 2020, 23:56:15 »
Und weiter geht's ...

Eines gibt es hier noch anzuschauen: den 13 m hohen Wasserfall Šum.  Um zum Aussichtspunkt zu gelangen, müssen wir noch eine Treppe hinunter und über eine Brücke.



Nachdem wir eine Gruppe Twens davor abgelichtet haben, revanchieren sie sich  8)



Für den Rückweg müssen wir die Treppe wieder hinauf und dann links in den Wald hinein. Dort geht es weiter leicht bergauf 1,2 km durch schattigen Wald. Zum Teil sehen wir noch blühenden Sommerflieder und etliche Pilze.





Außerdem Spuren, die verdächtig nach Bär aussehen :o Die soll es ja in Slowenien geben. Beim Zwischenstopp klärt uns dann eine Tafel darüber auf, dass es wohl eher Wolfsspuren gewesen sein könnten. Vielleicht aber auch nur einfach ein Hund  ;D


Erster Halt: die Kapelle Sv. Katarina
Sie war einst Wallfahrtskirche zum Tag der heiligen Katharina. Bekannt jedoch wurde sie durch die Entdeckung eines Schatzes, den ein französischer General dort beim Rückzug Napoleons aus Russland vergraben haben soll. Goldstücke haben wir keine mehr gefunden nur eine Aussicht




der Ort Zasip

Der Weg bzw. Pfad führt dann weiter am Hang des Hügels Hom entlang.



Wir müssen ein paar Viehzäune überwinden und mächtig aufpassen nicht in Kuhfladen zu treten. Rinder halten den nächsten Aussichtsplatz besetzt.



Es waren aber noch andere tierische Gesellen unterwegs.





Nach gut ein und dreiviertel Stunden erreichen wir den Ausgangspunkt wieder.



Die Speisekarte des Gasthauses liest sich verlockend, was Forellen angeht. Leider habe ich keinen Hunger.

Die Entscheidung, was wir den Rest des Tages unternehmen wollen, wird uns abgenommen. Verdächtig gegrummelt hat es schon ab und an. Grad haben wir Podhom hinter uns gelassen, da geht es los mit dem Gewitter und Schauern, die erst abends wieder aufhören.


Wir hatten uns schon gefreut, Silvia und Andy zu treffen, die ja in ähnlicher Richtung unterwegs waren. Leider mussten wir nun lesen, dass es Andy gar nicht gut ging.  :knuddel:  Schade, schade, dass auch dieses Mini-Forumstreffen nicht geklappt hat. Das müssen wir mal nachholen.

Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #21 am: 09. Oktober 2020, 08:08:50 »
So ein Roller hat einfach seine Vorteile  :thumb:.

Die Klamm ist einfach nur schön und dank Corona war auf den Stegen überhaupt kein Gedränge. Wenn ich da an 2018 denke  ::) .

Eine Forelle hätte bei mir auch ohne Hunger reingepasst  :zwinker:  :sabber:.
Liebe Grüße

Ilona

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Silv

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #22 am: 09. Oktober 2020, 12:57:29 »
Wir hatten uns schon gefreut, Silvia und Andy zu treffen, die ja in ähnlicher Richtung unterwegs waren. Leider mussten wir nun lesen, dass es Andy gar nicht gut ging.  :knuddel:  Schade, schade, dass auch dieses Mini-Forumstreffen nicht geklappt hat. Das müssen wir mal nachholen.

Ja, das war wirklich schade  :(  Wir "fahren" uns sicher irgendwo mal über den Weg  ;)

Die Vintgar-Klamm hatte es mir auch angetan. Eigentlich mag ich ja jede Klamm... ::)
Liebe Grüße
Silvia

Christina

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #23 am: 09. Oktober 2020, 18:24:29 »
Klamm (und Wasserfall) Bilder kann ich mir immer wieder anschauen, wunderbar die Formen der Felsen, der grüne Bewuchs und die immer wieder andere Farbe des Wassers und auf dem Rückweg auch noch schöne Ausblicke auf die Landschaft - eine schöne Runde habt ihr da gedreht.
LG Christina

Silvia

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #24 am: 09. Oktober 2020, 19:14:52 »
Ich spring auch noch mit auf   :adieu:   ... Wasserfälle und Schluchten - einfach nur herrlich

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #25 am: 09. Oktober 2020, 22:10:01 »
Ja, das war wirklich schade  :(  Wir "fahren" uns sicher irgendwo mal über den Weg  ;)

Das will ich doch hoffen  ;D Besonders wenn es nochmal nach Slowenien geht  ;)

Schluchten, Wasserfälle und Wildbäche haben es mir auch besonders angetan (neben Wüsten, Redrocks und Kakteen  ;) ). War schon betrübt, dass wir uns heuer nicht alles anschauen konnten.

Willkommen Silvia  :winkewinke:
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #26 am: 09. Oktober 2020, 23:37:48 »
23. September   Pokljuka & Blejski Grad

Der nächste Morgen zeigt sich dunkel Wolken verhangen, immerhin ist es trocken und wärmer als erwartet. Nach gemütlichem Frühstück und Erledigung einiger Haushaltspflichten starten wir mit dem Roller Richtung Pokljuka. Dort gibt es ja noch eine Schlucht zu begehen. Allerdings sieht es dort am Abzweig so neblig aus, dass wir erstmal weiter fahren. Hier soll es noch ein Biathloncenter geben. Die Fahrt zieht sich länger als erwartet bergauf mit einigen Prozenten Steigung. Und durch einen Wald, der sich besonders bei dem Wetter märchenhaft darbietet. Still und teilweise dunkel mit hohen Tannen, mit Nebelschwaden, die auch tanzende Elfen sein könnten. Hätte mich nicht gewundert plötzlich ein Hexenhäuschen zu sehen oder Rotkäppchen  ;) Tatsächlich begegnen uns aber nur ein paar Holzlaster.
Nach gut 21 km - dem Gatten ist kalt geworden und ich fühle mich auch unbequem steif auf dem Sozius - kommen endlich ein paar Häuser in Sicht. Eines wirkt recht imposant und ist irgendwas militärisches (Fotos verboten), das andere ist ein Hotel. Tatsächlich ist hier auch das Biathlon-Stadium



Wir brauchen schon etwas Fantasie, uns vorzustellen wie es dann im Winter aussieht
Sonst gibt es hier nicht viel zu sehen  ::) Obwohl späteren Recherchen nach hier auch einige Wanderungen möglich sein sollen.

Wir kehren also um, dummerweise ist aus dieser Richtung die Pokljuka-Schlucht nicht ausgeschildert und wir verpassen den Abzweig. Na gut, dann fahren wir halt zur Bleder Burg, auch  Blejski Grad. Diese liegt auf einem 139 m hohen Felsen über dem See; es gibt Fußwege hinauf und zum Glück auch eine Straße  8) Der Parkplatz ist gebührenpflichtig, auch für uns mit dem Roller; wir zahlen aber nur 1 Euro. Dazu kommt noch ein Eintritt von 11,70 Euro pP mit Gästekarte. Ziemlich happig, denn abgesehen von der Aussicht ist die Burg nicht gerade spannend.




Eingang mit Zugbrücke



Sie gilt als älteste Burg Sloweniens; eine erste Erwähnung datiert aus dem Jahr 1011 als der König des Ostfrankenreiches sie dem Bistum Brixen schenkte. Die Bauten erheben sich um zwei Innenhöfe; der untere war für Wirtschafts-, der obere für Wohngebäude. Heute befinden sich in ihnen eine kleines Museum, ein Restaurant und ein Weinkeller mit Shop.




oberer Hof
mit Aussichten


See mit Insel
hinten rechts der Strand vor'm Campingplatz
nochmal als Panorama



Statt einer Originalmöblierung zeigt das Museum hauptsächlich Fundstücke aus Ausgrabungen der Umgebung und Ausstellung zum früheren Leben samt Modellpuppen







Während unseres Museumsbesuches sind die Aussichten etwas sonniger geworden




gegenüber liegender Hügel mit Sommerrodelbahn


Ausblick auf Bled

Im unteren Hof finden wir den alten Brunnen


etwas schief abgebildet
und das Selbstbedienungs-Castle Cafe, wo wir uns einen Cappuccino im Sonnenschein gönnen.

Dann besteigen wir noch den Wehrgang, der uns einen Überblick über die Burganlage bietet.






unterer Hof mit Cafe


romanischer Turm, ältester Teil der Burg
im Turm gibt es eine Videoshow, die leider nicht ganz rund läuft

zumindest diesem ausgestelltem Ausspruch können wir voll zustimmen  8)



Da das Wetter grad so gut ist, wäre ich sehr gern mit dem Boot zur Insel gefahren. Doch der Gatte hat keine Lust und irgendwie haben wir auch gar keine auf dem See gesehen. Also genießen wir die Sonnenstrahlen am Campingstrand. Tatsächlich baden dort auch einige Leute.

Der Abend ist erfüllt mit Planung der nächsten Tage, insbesondere Recherchen zum Wetter. Denn das soll leider beinah überall schlechter  werden.  :(
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #27 am: 10. Oktober 2020, 00:13:12 »
24. September   Auf zur slowenischen Riviera

Meinen Schlechtwetterplan, die Postojna Höhle und die Predjama-Burg, durchkreuzt das RKI, das den Bezirk Primorsko-notranjska zum Risikogebiet erklärt hat  ???  Schade, aber wir haben beide keine Lust ebentuell zu einer Quarantäne verdonnert zu werden. Besonders, weil ich ja nach Rückkehr unbedingt zum Zahnarzt muss. Obwohl das Wetter hier herrlich ist, verschieben wir weitere Ausflüge (beispielsweise zum Bohinj See) und brechen gleich auf Richtung Meer.

Von der Adriaküste zwischen Triest und Istrien hat Slowenien einen etwa 46 km langen Streifen abbekommen. Es heißt, jeder Einwohner hätte damit etwa 20 mm Strand  ;) Obwohl Portorož als Ballermann Sloweniens gilt, wählen wir unser Quartier für die nächsten Tage dort in der Nähe im Camp Lucija. So schlimm wird es in der Nebensaison und zu Corona-Zeiten schon nicht werden. Richtig gedacht!

Wir gönnen uns einen der Meer-Plätze, wenn auch nicht in erster Reihe. Die Sonne scheint auch hier warm vom blauen Himmel, also verbringen wir den Rest des Tages am "Strand", einem Stück Rasen mit Bäumen und Schwimmbad ähnlichen Leitern ins Wasser. Der Gatte nimmt sogar ein Bad im angeblich 24° warmen Mittelmeer.



Blicke über die Bucht nach Portorož






neben Hotelpalästen gibt es auch einge nette Villen am Hang



Leider wurde es schon vor'm Sonnenuntergang wolkig



Die Etappe


endlich die slowenische Vignette ausgenutzt  ;)

Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #28 am: 10. Oktober 2020, 11:17:41 »
Hallo Susan,

hättest du dir doch zuvor nochmals meinen Reisebericht angeschaut  :cool2:. Der Abzweig zur Pokljuka Schlucht ist wirklich leicht zu übersehen und wir sind auch erst einmal weitergefahren :totlach:.

Dabei ist es so einfach, wenn man es weiß. Im Dorf Zgorne Gorje an der Bushaltestelle/Wendeplatte



ist gegenüber dieser kleine Wegweiser. Also rechts von der Vintgar Klamm her kommend und links, wenn man von der Hochebene runter fährt.



So schön Slowenien auch ist, das Wetter war bei uns jedes Mal regnerisch.

Schade, dass ihr die Adelsberger Grotte und die Predjama-Burg nicht besuchen konntet. Die Flucht an die Küste war somit das Beste  :thumb: .

Jedenfalls habt ihr noch immer ein paar Ziele, um wieder nach Slowenien zu reisen.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susan

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Re: Herbsttour 2020 - Slowenien & Chiemsee
« Antwort #29 am: 10. Oktober 2020, 23:07:25 »
25. September   Seča Rundweg

Wir haben schon mitbekommen, dass durch den Campingplatz offenbar ein Wander-/Radweg führt. Da wollen wir doch mal schauen, wo die alle hin sind  ;)
Rechts das Meer mit Steinufer, links Rasenfläche umrunden wir eine Landspitze. Vorbei kommen wir außerdem an einer Art Outdoor-Fitnesstudio mit verschiedenen Geräten; modernere als die vom Trimm-dich-Pfad damals in den Siebzigern bei uns im Deister  ;)

Etwas weiter die Spielwiese der Surfergemeinde



und so etwas wie eine Flussmündung. Wir lesen später, dass dies der St. Bartholomäus Kanal ist.


Društvo Bracera
ein Bootsverein, der alte Holzschiffe restauriert und nachbaut

Ein Wegweiser führt uns dann einen Hügel hinauf, vorbei an Olivenbäumen.



Wir landen im Skulpturenpark Forma Viva. Seit 1961 haben hier Bildhauer aus etlichen Ländern mehr als 130 Steinstatuen geschaffen.







Nicht immer erschließt sich uns Sinn oder Bedeutung der Kunstwerke, jedoch sind der Gatte und ich Kunstbanausen, zumindest was die moderne angeht.  ::) Wir genießen die Aussicht auf die Bucht



und zwei, drei Skulpturen sind auch leichter zu deuten  ;D





Der Fußweg führt weiter zur südlichen Seite des Hügels, wo wir auf die Salinen von Sečovlje hinunter schauen, ehe es wieder bergab geht.


im Hintergrund Kroatien

In den Salzfeldern soll man auch wandern und ein Salzmuseum besichtigen können, doch wir haben weiter keine Hinweisschilder gefunden als wir wieder an der Straße anlangen. Da die heuer recht stark befahren ist - Surfer unterwegs haben wir keine Lust da entlang zu wandern. Wir gehen also zurück Richtung Surferstrand.





Wir finden ein Plätzchen, um für eine Weile die Surfer zu beobachten. Windig genug ist es ja.





Damals in jungen Jahren habe ich auch den Windsurfer-Schein gemacht, hauptsächlich einer Freundin zuliebe, die damit ihrem Schwarm näher kommen wollte.  ^-^ Spaß gemacht hat es schon, bin nur nie über das Surfen auf unserem Heimsee bei moderaten Wind hinausgekommen. Das hier ist schon eine andere Nummer.

Einer der Kite-Surfer ist richtig gut: Wahnsinnssprünge und immer stehende Landung. Da machte es richtig Spaß zuzugucken. Leider nur schwer auf's Foto zu bannen, so rasant war der Knabe.



Außerdem scheint es ein neues Surfgerät zu geben: Verzicht auf Mast oder Schnur.



Für mich habe ich das Butterfly-Surfen getauft, der offizielle Name ist wohl Wingfoiling



Den Rest des Tages haben wir wieder relaxt am "Strand" verbracht, leider war es nicht ganz so sonnig wie gestern. Und wieder kein malerischer Sonnenuntergang.
Liebe Grüße
Susan