Autor Thema: eine Oktoberwoche am Gardasee  (Gelesen 681 mal)

Paula

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #15 am: 14. Oktober 2020, 19:01:19 »
Ich komme auch noch mit. Als wir das erste Mal am Gardasee waren (ich glaube, vor vier Jahren in der 2. Septemberhälfte - also Ferien vorbei), war es uns auch zu voll. Deswegen sind wir damals an den Ledrosee "geflüchtet".

Wilkommen an Bord  :) das gute an Corona ist: es gibt weniger Urlauber, wir haben die richtige Zeit erwischt...

Dienstag, 06.10.2020

Da die Wanderschuhe von Josef heute Morgen noch nass waren und wir sowieso einen Besichtigungstag geplant hatten in der Woche sind wir nach Sirmione gefahren. Nicht mit dem Schiff wie zunächst geplant denn das hätte fast 3 Stunden einfach gedauert, 3 Stunden Schifffahrt sind einfach zu langweilig. Wir hatten uns einen Parkplatz außerhalb der Stadt ausgesucht weil wir befürchtet hatten dass es schwierig sein würde dort einen Parkplatz zu finden (was nicht der Fall war wie sich später rausstellte).
Wir sind etwas über eine Stunde gefahren, durch bestimmt hundert Kreisverkehre, da aber nicht sehr viel Verkehr war war das kein Problem und mit hundert Ampeln hätte die Fahrt garantiert länger gedauert. Aber in der Hochsaison stelle ich mir die Strecke als Dauerstau vor...
Das Navi führte uns zum fast leeren Parcheggio Via Salvo D'Acquisto, D'Acquisto, 23, Via Salvo D'Acquisto, 22, 25019 Sirmione. Man kann dort 3 Stunden kostenlos parken und da so wenig los war sind wir mal ganz frech davon ausgegangen dass niemand kontrollieren wird wie lange wir da bleiben  ;)

zu Fuß geht man dann etwa 20 Minuten-vielleicht war es auch eine halbe Stunde bis man die Altstadt von Sirmione erreicht. Die ganze Strecke über reiht sich auf beiden Seiten der Strasse ein Hotel ans andere und ein paar Meter dahinter sieht man Wasser, die Landzunge ist so schmal. Es waren schon Leute unterwegs aber man hat an den Hotels gesehen dass nicht sehr viele Autos parken, es war bestimmt mehr als die Hälfte frei, ein paar Hotels scheinen auch geschlossen zu sein. Aber Fußgänger waren schon einige unterwegs.

Gleich am Eingang zur Altstadt steht die Salierburg aus dem 14. Jahrhundert:



das Tor links im Bild ist der einzige Eingang zur Altstadt, dahinter ist eigentlich Fußgängerzone, aber da es hier auch etliche Hotels gibt fahren dort auch Autos. Wir haben einen großen Mercedes durch die Gassen fahren sehen (kleinere Autos wären natürlich besser aber Leute die einen Fiat Panda fahren haben nicht das nötige Kleingled für die Luxusherbergen hier), da muss ich doch sagen: Respekt! Ich hätte ja Angst um mein Auto...

die Burg wollten wir natürlich besichtigen und haben erst mal keinen Ticketschalter gefunden, aber am Eingang klebten Plakate mit einem Code den man scannen konnte, damit wurde man auf eine Webseite geleitet auf der man kostenlose Tickets für einen bestimmten Timeslot erwerben konnte. Es gab noch Ticktes für jede gewünschte Uhrzeit und wir wählten den nächsten verfügbaren Termin. Bis dahin hatten wir noch 20 Minuten und ich hatte Lust auf ein Eis. 10 Meter weiter war eine Eisdiele, es stand gerade niemand an und ich bestellte 2 Kugeln Eis, dachte ich  8)
das Ergebnis war eine Waffel mit etwa einem Pfund Eis für 7 €  :o
das ist mir vor 30 Jahren mal in Florenz passiert aber seither waren die Eisportionen in Italien immer ganz normal, in Gargnano kostet eine Kugel 1,80 € und ist nur unwesentlich größer als in München...also Achtung in Sirmione beim Eiskauf  ;D wir hatten zu zweit Mühe das Eis in den 20 Minuten aufzuessen!
Dann sind wir mit unseren Onlinetickets in die Burg gelassen worden, aber nur bis zur Kasse wo man doch Eintritt bezahlen mußte (wäre ja auch zu schön gewesen). Man hat uns erklärt dass wir uns eine halbe Stunde in der Burg aufhalten dürfen und es gab eine vorgeschriebene Laufrichtung (erst den Hauptturm hoch) aber wenn man mal drin ist kontrolliert niemand mehr, wir hätten sicher länger bleiben können aber eine halbe Stunde ist völlig ausreichend. Rein durfte man natürlich nur mit Maske.

   

oben konnte man dann eine Runde auf der Burgmauer laufen. Wegen der begrenzten Besucherzahl war das Fotografieren gar kein Problem, Gedränge gab es keins, sehr angenehm  ^-^



Der Blick auf die Altstadt und den Gardasee ist sehr schön von hier oben (früher hat man natürlich nach Feinden Ausschau gehalten) und man sieht dass keine Massen unterwegs sind.





Blick auf das Hafenbecken







besonders gut haben mir die seltsam geformten Zinnen gefallen





noch ein Blick nach unten



dann ging es wieder nach unten in den Innenhof und über eine Zugbrücke in einen benachbarten Innenhof



das wars dann schon fast. Noch ein Blick ins Hafenbecken wo die Enten ihren Schlafplatz haben



Innenräume gibts keine zu besichtigen. Die Burg gehörte später zu Venedig dann zu Frankreich, dann Österreich und ab 1861 zum Königreich Italien. Im Innenhof gabs zahlreiche Schautafeln zur Geschichte, die Burg ist erst kürzlich renoviert worden.

noch ein Blick von draußen am Wasser



für die zweite Hauptsehenswürdigkeit die Grotten des Catull haben wir wieder per Codescan einen Timeslot gebucht und sind durch den Ort ans Ende der Insel spaziert. Dort mußte man dann wieder Eintritt bezahlen. Es sind eigentlich keine Grotten sondern die Reste einer riesigen römischen Villa, von der insbesondere noch Teile der starken Mauern erhalten sind. Die Villa liegt in einem Olivenhain durch den wegen Corona eine Einbahnstrasse für die Besucher angelegt wurde und es gab Aufseher die drauf geachtet haben dass man sich an die Gehrichtung hält. Es war aber überhaupt nicht voll, es war überhaupt kein Problem mehrere Meter Abstand einzuhalten.







schöne Durchblicke

   

von der ehemaligen Terrasse der Villa hat man einen schönen Blick auf den Strand. Der sah ja verlockend aus, da wollten wir auch hin!



das Gelände ist riesig, ich war froh um die vorgeschriebene Laufrichtung, so hat man wenigstens den Ausweg gefunden. Man braucht aber mindestens eine Stunde, ich glaube wir waren noch länger unterwegs





am Nachmittag zogen dann immer mehr Wolken auf



zum Baden war es jetzt zu kühl, aber zum Strand mußten wir unbedingt noch runter. Am Ausgang der Villa startet ein Weg nach unten. Am Strand gab es eine Bar und Liegestühle, aber leider nur Alkoholika, kein Kaffee. Wir haben uns eine Weile auf die Steinplatten gesetzt



leider gibt es keine Seesterne oder ähnliches Getier auf das ich mich an der Oregonküste so gefreut hatte



auf dem Rückweg haben wir noch eine Kirche besichtigt. Ich muss sagen dass die ganzen Kirchen die wir am Gardasee besucht haben nicht besonders beeindruckend waren. Es sind meist Barockkirchen aber bei weitem nicht so schön und gepflegt wie bei uns oder in Österreich.
In der Nähe der Burg gab es ein schönes Café wo die Hälfte der Tische frei war - um 16 Uhr nachmittags, es ist so angenehm wenn man nirgends warten muss und überall Platz ist wo man hin will  ^-^ und der Cappuccino ist einfach viel besser als in München!



anschließend haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Zur Gaudi habe ich am Parkplatz gleich neben der Burg (wo noch Platz frei gewesen wäre) nach denPreisen geschaut: wir  hätten dort 17 € bezahlt - mit anderen Worten: der Kaffe und Kuchen war umsonst  ;D

Zurück am Parkplatz stand das Auto brav da ohne Knöllchen  :)) und die Rückfahrt war problemlos.

Zum Abendessen waren wir im Lokal "3 oche" in einem überdachten Innenhof mit Blick aufs Wasser, das war ein Glücksgriff, das beste Essen seit langem  :herz: aber auch etwas hochpreisiger.
und danach saßen wir wieder auf unserem Balkon  :drunken:
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #16 am: 14. Oktober 2020, 21:46:52 »
Wow, so leer habe ich Sirmione noch nie gesehen  :happy: Da habt ihr echt Glück gehabt bei eurem Besuch. Bei unseren sah es immer so aus



Deine Bilder wecken schöne Erinnerungen: die Burg und das lecker Eis, das es dort gibt. Auf die Grotten des Catulls sind wir auch "reingefallen", haben die Höhlen gesucht und nicht gefunden  ^-^

Vielleicht kriegen wir ja noch eine Chance auf ein Revival, ehe der Reiseboom wieder los geht.
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #17 am: 15. Oktober 2020, 08:12:50 »
Musste erst einmal schauen, so Sirmione ist  :verlegen: und ich wusste auch nicht, dass der Ort auf einer Halbinsel liegt. Vor über 20 Jahren sind wir mal daran vorbeigefahren.

Da erwartet man so eine Art blaue Grotte und dann das :totlach:. Der Steinplattenstrand ist aber toll  :thumb: und gut, dass es dort keine Seesterne gibt  :zwinker:. Einen Frosch hättest du vielleicht antreffen können. 

Der Cappuccino ist in Italien nicht nur besser als in München, sondern bestimmt auch günstiger. Ich vertrage schon länger keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr, doch wenn ich in Italien einen Espresso/Cappuccino trinke, plagt der mich nicht.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #18 am: 15. Oktober 2020, 18:27:20 »
Die Salierburg und die Reste der Villa gefallen mir gut, auch wenn ich wohl auch erstmal erstaunt gewesen wäre, keine Höhlen zu sehen. Der Strand mit den Felsplatten sieht gut aus, besonders von oben. Sonst war die Altstadt von Sirmione aber sicherlich auch sehenswert, mit engen Gassen, hübschen Altstadthäusern?

Aber diese Anmeldungen per Smartphone finde ich furchtbar, ich habe unterwegs überhaupt kein Internet und käme auch überhaupt nicht auf die Idee, irgendetwas von einem Plakat einzuscannen. Konnte man nicht einfach zur Kasse gehen?

Susan, ist dein Foto während der Sommerferien entstanden? Das ist ja ein Albtraum, auch ohne Corona.
LG Christina

Susan

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #19 am: 15. Oktober 2020, 22:55:38 »

Susan, ist dein Foto während der Sommerferien entstanden? Das ist ja ein Albtraum, auch ohne Corona.

Das ist vom Mai 2006; weiß nicht mehr genau, ob da gerade Pfingsten war, glaube es aber nicht. War auch das letzte Mal, dass wir dort waren, denn im Sommer kam Colin zur Schule und dann war nichts mehr mit außerhalb der Ferien fahren.
Liebe Grüße
Susan

Christina

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #20 am: 16. Oktober 2020, 18:38:33 »

Das ist vom Mai 2006; weiß nicht mehr genau, ob da gerade Pfingsten war, glaube es aber nicht. War auch das letzte Mal, dass wir dort waren, denn im Sommer kam Colin zur Schule und dann war nichts mehr mit außerhalb der Ferien fahren.

Puh, das macht es ja noch schlimmer - da wäre es dieses Jahr tatsächlich mehr als ideal für einen Besuch gewesen.
LG Christina

Paula

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #21 am: 16. Oktober 2020, 19:34:34 »
Da erwartet man so eine Art blaue Grotte und dann das :totlach:. Der Steinplattenstrand ist aber toll  :thumb: und gut, dass es dort keine Seesterne gibt  :zwinker:. Einen Frosch hättest du vielleicht antreffen können. 

nee Josef hatte das schon nachgelesen, wir wußten dass das ausgegrabene Ruinen sind. Aber vor der Ausgrabung hat man das für Grotten gehalten weil wohl alles zugeschüttet war, vielleicht dachte man am Anfang das seien Höhlen gewesen oder etwas in der Art.
Frösche gab es leider, leider keine, aber ich glaube die mögen keine Brandung  ;)

Zitat
Der Cappuccino ist in Italien nicht nur besser als in München, sondern bestimmt auch günstiger. Ich vertrage schon länger keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr, doch wenn ich in Italien einen Espresso/Cappuccino trinke, plagt der mich nicht.

also in Sirmione kostet der Kaffee genausoviel wie in München  :) an allen anderen Orten kostete ein Cappuccino unter 2 € und ein Espressso in der Regel genau 1 €

Der Strand mit den Felsplatten sieht gut aus, besonders von oben. Sonst war die Altstadt von Sirmione aber sicherlich auch sehenswert, mit engen Gassen, hübschen Altstadthäusern?

also für den Ort würde ich da nicht hinfahren. Die Häuser waren schon ganz nett aber sie waren entweder in Restaurants, Hotels oder Geschäfte umgebaut und es sind wirklich nur ein paar Strassen, sehr klein. Ein typischer Touristen-Hotspot. Limone fand ich als Ort deutlich schöner. Die Burg fand ich allerdings super, deswegen würde ich wieder nach Sirmione fahren

Zitat
Aber diese Anmeldungen per Smartphone finde ich furchtbar, ich habe unterwegs überhaupt kein Internet und käme auch überhaupt nicht auf die Idee, irgendetwas von einem Plakat einzuscannen. Konnte man nicht einfach zur Kasse gehen?

in die Burg kam man ohne das online-Ticket vorzuzeigen nicht rein. Ich glaube da sind viele Leute dran gescheitert (die Schilder waren englisch, die Webseite wo man sich anmelden mußte mit Mailadresse, Name etc. italienisch...) dafür waren auch alle Timeslots frei
In den Grotten hatte ich den Eindruck man kam auch ohne rein, die Besucher an der Kasse vor uns hatten jedenfalls keins


Das ist vom Mai 2006; weiß nicht mehr genau, ob da gerade Pfingsten war, glaube es aber nicht. War auch das letzte Mal, dass wir dort waren, denn im Sommer kam Colin zur Schule und dann war nichts mehr mit außerhalb der Ferien fahren.

Puh, das macht es ja noch schlimmer - da wäre es dieses Jahr tatsächlich mehr als ideal für einen Besuch gewesen.

wir hatten von allen Bekannten gehört dass es da zugeht wie in Venedig, darum haben wir ja so weit außerhalb geparkt. Ja da haben wir wirklich Glück gehabt. Nächstes Frühjahr geht es wahrscheinlich auch noch, bevor alle geimpft sind  ;)

Mittwoch, 07.10.2020

heute waren wir wieder wandern. Josef hatte beim Alpenverein eine Wanderung rausgesucht, ihr findet sie hier https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/von-muslone-auf-den-monte-rocchetta/13487126/

die Wanderung würde ich jedem empfehlen der in dieser Gegend unterwegs ist. Sie hat nur einen Nachteil: es geht eine Stunde lang extrem steil den Berg hoch, der Weg ist anfangs noch geteert und dann eine Schotterfahrstrasse also eigentlich überhaupt kein Problem, aber ich hatte echt den Eindruck senkrecht nach oben zu gehen. Erst gegen Ende wurde es etwas weniger steil und der Weg runter war länger und hatte nur ein kurzes steileres Stück. Aber wer dafür fit genug ist wird diese Tour genießen.

Wir haben wieder am Balkon in voller Sonne gefrühstückt und uns Zeit gelassen, denn der Start zu der Wanderung lag nur 10 Minuten Autofahrt weg in Muslone. Also quasi der Nachbarort von Gargnano allerdings nicht unten am See sondern im Berg auf gut 400 Meter (Gargnano liegt auf Meereshöhe, ich hätte ja gedacht dass der Gardasee insgesamt höher liegt, das ist aber nicht der Fall). Die Strasse war wider Erwarten gut, es fahren ganz normale Linienbusse da hoch- allerdings nur bis zum Parkplatz am Ortseingang, danach ist Schluß mit lustig.

Muslone liegt so steil am Hang dass ich mich frage ob es ein Motorrad die Strassen hoch schafft. Autoverkehr ist ab einer bestimmten Stelle gar nicht mehr möglich weil die "Strassen" kaum breiter als ein Meter sind. Man hat das Gefühl 100 Jahre zurück zu reisen. Also für den Urlaub finde ich das super und durch den Ort zu bummeln hat uns wirklich Spaß gemacht aber wohnen möchte ich hier nicht. Es gab einen winzigen Tante-Emma Laden der morgens und Nachmittags zwei Stunden geöffnet hat und die Bushaltestelle am Ortseingang und das wars mit Infrastruktur. Wer einen italienischen Ort wie vor 100 Jahren besichtigen möchte ist hier richtig! Die einzige Neuheit sind ein paar Werbeschilder die einem den Urlaub hier schmackhaft machen wollen: ruhig, ursprünglich, authentisch etc. Ein paar ehemalige Bewohner haben ihre Häuser zu Ferienresidenzen umgebaut und vermieten sie. Also eine ganze Woche hier wäre mir schon zu viel, ohne Auto kommt man ja gar nirgends hin nicht mal in eine Pizzeria. Für mich wäre das nix aber wer die totale Ruhe will: hier werden Sie geholfen  ;D

Ich habe im Ort gar keine Fotos gemacht wie ich zuhause festgestellt habe, aber ich glaube auf der Alpenvereinsseite sind ein paar Bilder. Am Ortseingang stand auch ein Schild dass die Gegend als schützenswert ausweist- soweit ich das goggle-translater Kauderwelchdeutsch verstanden habe stand da was von schützenswerter Flaura und Fauna und Europa, der Rest war eher unverständlich  ;D

Es war auch nicht so heiß, gut 20 Grad, angenehm zum wandern. Im Sommer würde ich den Weg nicht empfehlen denn Schatten gab es anfangs wenig. Hier schon mal einen Blick nach unten, man sieht nur den Ortsrand von Muslone



Eine Kapelle haben wir auch angetroffen. Wir haben brav die Blumen mit dem bereit stehenden Wasser gegossen, sie hatten es nötig, hier kommt nicht täglich jemand zum gießen  :)



nach einer Weile wird der Weg dann zum Pfad durch einen Wald und dann wird es super schön. Ein lichter Buchenwald, man geht auf mehreren Zentimetern Blättern und Bucheckern



und das war der einzige Weg der korrekt beschildert war (wir sind auf dem Weg zum Cima Rocchetta)



besonders auffallend waren die Stechpalmen die an den Buchen hochgewachsen sind





es war super angenehm hier zu wandern



die Wurzeln sprengen jeden Fels



und solche seltsam geformte Rinde habe ich an Buchen noch nie gesehen, es waren aber definitiv Buchen



und irgendwann waren wir am Gipfel (auf 914 Meter gelegen). Ein Gipfelkreuz oder gar eine Hütte gab es nicht aber immerhin eine Markierung und schöne Aussicht



der Zipfel dahinten ist Sirmione



fotografieren war im Gegenlicht etwas schwierig



da unten liegt Muslone, da sind wir hergekommen



Blick auf die andere Seite: da werden wir hinwandern nach Piovere



auf dem Gipfel haben wir Pause gemacht und die Sonne genossen. Nach 15 Minuten kam noch ein anderes deutsches Wanderpaar dazu, sonst haben wir unterwegs niemand getroffen, hier hat man wirklich seine Ruhe  ^-^

der Weg zum nächsten Ort ging dann die ganze Zeit als schmaler Pfad durch den Wald nur das letzte Stück zum Ort Piovere runter war etwas steiler. Zunächst haben wir den Friedhof entdeckt:





im Ort habe ich wieder keine Fotos gemacht, er war etwas größer und manche Strassen ein bisschen breiter und mit dem Auto befahrbar aber genauso steil am Hang. Hier hat der Laden ein angeschlossenes Café und dort haben wir uns einen Cappuccino gegönnt- schön in der Sonne sitzend  :)). Im Café waren einige Biker, da hing auch eine Werbung für einen Radverleih. Radfahrer haben wir unterwegs keine gesehen aber die müssen sehr sportlich sein so steil wie das hier ist.
Der Ort sah auch sehr typisch italienisch aus aber nicht ganz so "zurückgeblieben" wie Muslone

Der Rückweg geht dann größtenteils an Olivenhainen entlang und nahezu eben, ein Spaziergang von Muslone nach Piovere und zurück auf diesem Weg könnte man also machen wenn man den steilen Bergweg vermeiden will und unterwegs hat man schöne Ausssichten auf den Gardasee.









Eidechsen sah man jeden Tag zu hunderten



Also das war wirklich eine schöne Wanderung, laut Plan dauert sie dreieinhalb Stunden, wir waren aber sicher 5 Stunden oder länger unterwegs.

Abends waren wir dann wieder in der gleichen Pizzeria wie am ersten Tag.


Viele Grüße Paula

Rainer

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #22 am: 16. Oktober 2020, 20:39:45 »
Hallo Paula (Eva),

ein Hinweis in technischer Sache: Dein Avatar Bildchen ist für Dritte hier im Forum nicht zu sehen. Ich kann erkennen, dass Du es bei usa-reise.net gespeichert hast, ich vermute mal, die blockieren Zugriffe von anderen Servern,  mit der Ausnahme, dass ein eingelogdes Mitglied das Bild dennoch geliefert bekommt. So oder so ähnlich wird es sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde Dir empfehlen, das Bild woanders zu speichern (ggf. auch einfach in unserer Galerie hier) und von dort aus zu verlinken.

Silvia

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #23 am: 17. Oktober 2020, 12:43:56 »
Ich spring auch noch mit auf .... mmmmhhh schöön ... vor allem wenn man nicht selber den Berg mit Schnappatmung hochsteigen muss, sondern deine Bilder genießen kann  ;D

Susan

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #24 am: 17. Oktober 2020, 13:55:41 »
So beim Lesen klingt das sehr interessant und auch die Bilder sind ansprechend. Wenn ihr um die 5 Stunden gebraucht habt, benötigen wir bestimmt den ganzen Tag  :girly: oder wir nehmen die ebenere Spar-Variante :))
Liebe Grüße
Susan

Paula

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #25 am: 17. Oktober 2020, 19:48:12 »
Hallo Paula (Eva),

ein Hinweis in technischer Sache: Dein Avatar Bildchen ist für Dritte hier im Forum nicht zu sehen. Ich kann erkennen, dass Du es bei usa-reise.net gespeichert hast, ich vermute mal, die blockieren Zugriffe von anderen Servern,  mit der Ausnahme, dass ein eingelogdes Mitglied das Bild dennoch geliefert bekommt. So oder so ähnlich wird es sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde Dir empfehlen, das Bild woanders zu speichern (ggf. auch einfach in unserer Galerie hier) und von dort aus zu verlinken.

Hallo Rainer, das ist aber seltsam, denn ich sehe das Bild  :raetsel: wie kann es bei mir angezeigt werden und bei anderen nicht?
Viele Grüße Paula

Rainer

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #26 am: 17. Oktober 2020, 19:59:34 »
s.o. - wahrscheinlich, weil Du auf usa-reise.net eingelogged bist und die Seite "weiß", dass das Dein eigenes Bild ist. Du bist ja registrierter User und Dein Browser speichert Deine Login Daten in Cookies, das ist auch bei Bilderlinks entscheident.

Ist nur ein Hinweis von mir, weil ich das Bild nicht sehe und ich vermute, dass auch die anderen Teilnehmer hier es nicht sehen können.

Silvia

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #27 am: 17. Oktober 2020, 21:09:24 »
ein Hinweis in technischer Sache: Dein Avatar Bildchen ist für Dritte hier im Forum nicht zu sehen.
Hallo Rainer, das ist aber seltsam, denn ich sehe das Bild  :raetsel: wie kann es bei mir angezeigt werden und bei anderen nicht?
Ich kann es sehen

Silv

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #28 am: 17. Oktober 2020, 21:24:57 »
Ich auch...
Liebe Grüße
Silvia

Ilona

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Re: eine Oktoberwoche am Gardasee
« Antwort #29 am: 17. Oktober 2020, 21:32:51 »
Ich sehe das Bild nicht.

 :respekt:, dass ihr die Wanderung gemacht habt. Das wäre mir zu steil gewesen.

Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)