Autor Thema: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens  (Gelesen 6620 mal)

Heike Heimo

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #60 am: 29. Oktober 2020, 19:00:39 »
Ups falscher Bericht :-[
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Silvia

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #61 am: 30. Oktober 2020, 13:07:19 »
Wie du völlig richtig betitelt hast ist es wirklich ein Zauberland

Du machst es einem aber nicht leicht mit deinen Fotos ... ich habe grad totale Sehnsucht nach Island - weiß aber, das mir als Solofahrer viele Ecken verwehrt sind  :'(

Bei meiner ersten Tour in Island haben wir im Zelt direkt an der Eislagune übernachtet ... es war einfach traumhaft schön  :herz:   ... und bei weitem  nicht die kälteste Nacht

Horst

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #62 am: 30. Oktober 2020, 16:20:37 »
Wie du völlig richtig betitelt hast ist es wirklich ein Zauberland

Du machst es einem aber nicht leicht mit deinen Fotos ... ich habe grad totale Sehnsucht nach Island - weiß aber, das mir als Solofahrer viele Ecken verwehrt sind  :'(

Bei meiner ersten Tour in Island haben wir im Zelt direkt an der Eislagune übernachtet ... es war einfach traumhaft schön  :herz:   ... und bei weitem  nicht die kälteste Nacht
Island im Zelt ist doch viel heftiger als mit dem Auto ins Hochland, jedenfalls für mich.  ;)
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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #63 am: 30. Oktober 2020, 16:22:52 »
8.Tag Dienstag 25.8.2020


Von Übermut, Kunst aus Eis und einem gut verborgenen und doch so nahen Naturwunder




Wenn ein Tag in Island damit beginnt, dass man seinen Cappuccino auf der Hotelterrasse in der Sonne einnehmen darf – kann er nur gut werden und so sollte es auch sein, mit einer kleinen Ausnahme.





Aber nicht nur das wirklich gelungene Interior und die passende Architektur des Hotels sind zu loben, auch die tolle Lage des Fosshotels alleine wäre schon ein guter Grund sich hier einzubuchen.






Nomen est omen - zumindest hier ist das "Foss"-Hotel auch tatsächlich neben einem Wasserfall erbaut worden.





Das die Gegend hier zu den schönsten Islands zählt wird deutlich, wenn man sich nur wenige Kilometer vom Hotel entfernt, z.B. nach Westen Richtung Skaftafell Nationalpark mit seinen Gletschern.





An manche davon kann man sich gut annähern, wie beim Falljökull, zu dem eine kurze Piste und ein Spazierweg führt.





Der Weg endet am Gletschersee in den die Gletscherzunge mündet.






Damit nicht genug, gleich nebenan führt eine ebenfalls kurze Piste zum Svinafellsjökull, dessen Gletscherzunge sich greifbar nah an das Ende eines kurzen Weges geschoben hat, ...





... so dass man die teilweise von Vulkanasche geschwärzten Türme und Zinnen aus nächster Nähe begutachten kann.











An einer Stelle wo das Gletscherseewasser in eine kleine Eishöhle dringt werde ich wohl zu übermütig und will das Ganze von zu nah bewundern und … sinke mit beiden Schuhen 20 cm tief in den schwarzen Schlamm ein. Ich versuche noch zu hüpfen (was wenig hilfreich ist) und fluche über meine Dummheit.
Nun ja – die nagelneuen Wanderschuhe wären damit auch eingeweiht.





Unser Grand Vitara hat sich bisher gut geschlagen – nur vom Spritverbrauch ist er ein Desaster. So muss auch heute der tägliche Stop an der Tankstelle eingeplant werden.





Wir fahren zurück nach Westen. Ein Aussichtspunkt mit der Gefahr eines Zungenknotens namens Kviamyrarkambur lockt unser Interesse. Auch hierhin führt ein kurzer Abstecher von der Ringstraße der belohnt wird. Ein herrlicher Gletscher präsentiert sich leuchtend im Sonnenschein.





Das nächste Ziel einer Wanderung ist ausnahmsweise mal kein Gletscher. Kurz vor dem Fjallsarlon zweigt eine kurze Piste etwa einen Kilometer nach Norden in die Berge ab und endet an einem Damm. Hier schnüren wir die Wanderschuhe und folgen einem Pfad der uns durch üppige Mooslandschaft ...






... schnell an einen grünen Canyon führt, den Múlagljúfur Canyon.





Das diese Schlucht, so nah an der Ringstraße noch ein Geheimtipp ist, ist fast nicht zu glauben.





Vor allem, wenn man dem Weg entlang des Canyons, dessen Wände und somit die Wanderung stetig an Höhe gewinnt, weiter folgt.







Die Schlucht wird immer spektakulärer und führt schließlich zu einem Wasserfall – dem Múlafoss.






Mal wieder deutet sich ein Regenbogen an – also weiterhin fast jeden Tag das farblich höchste Naturprädikat.






Damit nicht genug taucht auch noch ein zweiter Wasserfall im Canyon auf – der Hangandifoss. Der Pfad entlang dem Canyon würde noch weiter führen doch wir kehren nach 45 min um – wir haben heute noch ein paar Pfeile im Köcher, die sich mit der hier typischen Eislandschaft beschäftigen.






Dazu zählt zum Beispiel der Fjallsarlon gleich nebenan.






Der Fjallsarlon gilt oft als der kleine Bruder des berühmten Nachbarn Jökukulsarlon und bekommt so auch weniger Besucher ab.





Zur Zeit ist das ja kein Problem – egal wo in Island werden die Besucher dank der erschwerten Einreise immer weniger und in 2-3 Tagen sind wir wahrscheinlich als Ausländer fast alleine.
Im Hintergrund sehen wir den Fjallsjökull, eine Gletscherzunge des Öræfajökull, die in den Fjallsárlón kalbt. Auf dem See schwimmen nicht so viele und nicht so spektakuläre Eisberge wie im Jökulsárlón, trotzdem bleibt es ein beeindruckendes Naturschauspiel, das den kurzen Abstecher von der Ringstraße auf jeden Fall wert ist.






Nach einem Imbiss auf dem Zimmer geht es am Abend noch einmal zum Jökulsarlon.




Blau schimmern die Eisberge in denen das orange Licht der untergehenden Sonne versinkt.






Der Jökulsarlon ist einfach ein magischer Ort.






Man könnte stundenlang nur hier stehen und die Eisberge anhimmeln.













Wir wechseln an den Eisstrand, der nur einen Steinwurf entfernt ist.





Der kürzeste Fluß Islands die Jökulsa liefert die Eisberge ans Meer und die Brandung spült sie an Land.





Der Kontrast aus schwarzem Lavasand und den weiß schimmernden Eisstücken ist so faszinierend, dass man aufpassen muss beim staunen oder Fotografieren nicht von einer Welle erwischt zu werden. 





So endet ein Tag wie man ihn sich auf Island nur wünschen kann.

Morgen muss eine größere Strecke nach Norden an den Myvatn absolviert werden aber auch dabei wird die Kamera keine wirkliche Pause bekommen.



Übernachtung: Fosshotel Glacier Lagoon
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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #64 am: 30. Oktober 2020, 18:04:58 »
Ich weiß schon gar nicht mehr was ich schreiben soll ;D - schon wieder so ein wunderbarer Tag mit tollen Fotos.

Das war sicherlich eine größere Putzaktion, um die Wanderschuhe wieder einigermaßen sauber zu kriegen :). Hoffentlich ist wenigstens kein Schlamm über den Schaft nach innen gelaufen.

Zum Tanken: die meisten Tankstellen in Island sind Automatentankstellen, richtig? Die üblichen Kreditkarten funktionieren mit PIN Eingabe? Oder gibt es da auch so Probleme wie in den USA mit Zip Code, der nicht passt? Ich habe auch schon gelesen, dass man in Tankstellenshops oft Snacks, also Hotdogs o.ä. kaufen kann, tankt man an solchen Tankstellen dann auch mit Karte am Automat oder zahlt man dort dann innen an der Kasse?
LG Christina

Horst

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #65 am: 30. Oktober 2020, 18:19:26 »
Zum Tanken: die meisten Tankstellen in Island sind Automatentankstellen, richtig? Die üblichen Kreditkarten funktionieren mit PIN Eingabe? Oder gibt es da auch so Probleme wie in den USA mit Zip Code, der nicht passt? Ich habe auch schon gelesen, dass man in Tankstellenshops oft Snacks, also Hotdogs o.ä. kaufen kann, tankt man an solchen Tankstellen dann auch mit Karte am Automat oder zahlt man dort dann innen an der Kasse?
PIN. Postleitzahl brauchst Du nicht. Teilweise ist es etwas tricky vollzutanken, da nicht alle Systeme an jeder Tanke das anbieten, sondern eine Summe die man auswählt. Kann man die Summe nicht komplett ausschöpfen soll es eine Rückbuchung geben. Habe es dann eher so gemacht, dass ich eine Summe gewählt habe die hinkommt.
Auch an den Tanken mit Shops zahlt man an der Säule. Drinnen zahlen kommt aufs gleiche raus.
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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #66 am: 30. Oktober 2020, 18:39:04 »
PIN. Postleitzahl brauchst Du nicht. Teilweise ist es etwas tricky vollzutanken, da nicht alle Systeme an jeder Tanke das anbieten, sondern eine Summe die man auswählt. Kann man die Summe nicht komplett ausschöpfen soll es eine Rückbuchung geben. Habe es dann eher so gemacht, dass ich eine Summe gewählt habe die hinkommt.
Auch an den Tanken mit Shops zahlt man an der Säule. Drinnen zahlen kommt aufs gleiche raus.

Danke, aber bei einem Mietauto und auch noch mit fremder Währung eine Summe anzugeben zum Volltanken, das wird nicht einfach. Na ja, den Isländern würde ich hinsichtlich der Rückbuchung schon vertrauen ;D

LG Christina

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #67 am: 01. November 2020, 10:45:49 »
Bei diesen Bildern buche ich gleich den nächsten Flieger :toothy9: (ääh geht ja nicht wir sind alle eingesperrt :-X).

Island ist ein Land für mich, wenn ich aus dem Flieger steige und mir der Schwefelgeruch in die Nase steigt, fühlt es sich an wie heimkommen :).
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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #68 am: 01. November 2020, 11:07:56 »
PIN. Postleitzahl brauchst Du nicht. Teilweise ist es etwas tricky vollzutanken, da nicht alle Systeme an jeder Tanke das anbieten, sondern eine Summe die man auswählt. Kann man die Summe nicht komplett ausschöpfen soll es eine Rückbuchung geben. Habe es dann eher so gemacht, dass ich eine Summe gewählt habe die hinkommt.
Auch an den Tanken mit Shops zahlt man an der Säule. Drinnen zahlen kommt aufs gleiche raus.

Danke, aber bei einem Mietauto und auch noch mit fremder Währung eine Summe anzugeben zum Volltanken, das wird nicht einfach. Na ja, den Isländern würde ich hinsichtlich der Rückbuchung schon vertrauen ;D
Na ja, nach ein paar Versuchen habe ich es ganz gut hinbekommen. Habe einfach ausprobiert was z.B. 5000 Kronen (aktuell etwa 30 €) an Strichen bei der Tankanzeige ausmachen und dann abgeschätzt wieviel da rein muss.



Island ist ein Land für mich, wenn ich aus dem Flieger steige und mir der Schwefelgeruch in die Nase steigt, fühlt es sich an wie heimkommen :).
Das geht mir auch so. Den Schwefelgeruch empfinde ich auch immer als besonders angenehm (obwohl der ja nach faulen Eiern riecht  ;) )
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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #69 am: 01. November 2020, 11:14:53 »
9.Tag Mittwoch 26.8.2020


Der Weg in den Norden im Blindflug






Am Morgen checken wir aus dem Fosshotel aus und fahren nach Osten. Am Jökulsarlon kommen wir allerdings nicht ohne Stop vorbei, ...





... um die Kunstwerken der Natur die heute in der Lagune umhertreiben zu würdigen.





Manche Eisbrocken schimmern blau. Ob wir diesen Gletscher als weiß, oder blau sehen, hängt damit zusammen, dass gewisse Lichtwellen von dem Eis absorbiert, also geschluckt werden.





Alle Farben, die der Mensch sehen kann, werden von dem Material, auf das sie treffen, geschluckt, nur das kurzwellige Blau nicht. Das Gletschereis entsteht nicht aus gefrorenem Wasser, sondern aus zusammengepresstem Schnee. Gletschereis funkelt in der Sonne nicht nur weiß, sondern manchmal hell- bis dunkelblau, weil das Eis vor allem kurzwelliges, blaues Licht reflektiert und die anderen Farben verschluckt.




Das ist besonders dann der Fall, wenn das Eis ohne Luftblässchen entstanden ist.





 






Weiter geht die Fahrt nach Höfn.





Kurz vor einem Tunnel biegen wir zum Viking Café ab. Wer jetzt denkt dass wir nur wieder unseren Kaffeekonsum ankurbeln wollen … na ja auch  ;) aber hauptsächlich geht es hier am Strand von Stokksness tatsächlich um die Gegend.
“Iconic”, “Epic” sind Begriffe die Fotografen hier gerne in den Mund nehmen. Wir sind gespannt. Alleine schon, weil um auf den berühmten Strand von Stokksness zu kommen, ein Eintritt von ungefähr 5 € pro Person fällig wird. Für Islandverhältnisse mehr als ein Novum, weil die Natur generell nirgendwo etwas Eintritt kostet.
Wir lösen also ein Ticket am Automaten und fahren vor eine Schranke.





Das Ticket wird verschluckt, die Schranke hebt sich und wir können die Fahrt über eine kurze Piste auf einer Landzunge Richtung Leuchtturm fortsetzen.
Wir parken den Wagen, steigen aus und sehen … nichts. Die tollen Berge rund um das Vestrahorn sind vom Nebel verborgen. Hm….
Immerhin geht ein leichter Wind – also besteht Hoffnung dass sich da noch etwas tut.





Nicht mal 5 Minuten später kann man die Bergkette erkennen ...




...die sich hinter dem schwarzen Lavastrand erhebt.






Und ja … das hat durchaus was hier. Von der Ringstraße nicht so erkennbar sieht die Bergkette rund um Vestrahorn das sich heute ein Sahnehäubchen gönnt, und dem sich gerade auflösenden Nebel schon cool aus, egal ob man das Meer oder die Grashügel in den Vordergrund nimmt.






Auch die koffinierten Eindrücke im Viking Café sind durchaus positiv zu bewerten – also absolute Empfehlung für das Café und den kurzen Abstecher von der Ringstraße. 






Weiter geht die Fahrt nach Nordosten aber so richtig kommen wir noch nicht voran, denn ein weiterer Stopp findet sich in unseren Unterlagen – 6 km nach dem Tunnel bei Höfn fahren wir auf eine kurze Piste Richtung Berge ab.  Schon aus einiger Entfernung kann man ihn erahnen – den Skútafoss.




Auf dem kurzen Fussweg entlang einer Jeeppiste kommt man zunächst an einem anderen kleinen Wasserfall und erreicht dann den ebenfalls kleinen und eigentlich unscheinbaren Skútafoss.
Was ist dann hier eigentlich interresant?





Tja, wie im Leben auch, kommt es manchmal auf die Perspektive an.





Nun machen wir etwas Strecke an der 1 entlang der Küste nach Norden. Fjorde und Berge prägen das Bild.




Álftafjörður - der erste der Ostfjorde eröffnet mit schwarzen Kies- und Sandstrandbuchten die aneinander gereihten Gletschereinschnitte.




Unzählige Schwäne (isl. álfta), haben ein ausgedehntes Revier in den lagunenartigen versandeten Gewässern des Fjords.

Unser Wetterglück bekommt nun einen kleinen Dämpfer – Nebel überzieht die Küste und wenig ist mehr zu erkennen von den Basaltfelsen im  Meer, den spektakulären Küstenbergen und der Brandung die kraftvoll die Vulkansteine bearbeitet.
Also erfolgt die Fahrt durch diese an sich durchaus reizvolle Landschaft leider im Blindflug. Immerhin halten wir dadurch weniger und kommen schneller voran.







In Djupivogur, dessen Hafen auch ein Opfer des Nebels geworden ist, bietet sich nicht nur der obligatorische Tankstop an.





Auch ein Kaffeestop im Vid Voginn wird nötig um die Nebelgeister zu vertreiben.

Dann geht es auf die letzte Etappe dieses Fahrtages. Den Berufjördur fahren wir nur bis zur Hälfte aus und zweigen dann auf die 939 – eine gut zu fahrende Gravelroad ab die uns doch einige Kilometer an der Küste spart aber ebenso durch den Nebel wenig der schönen landschaftlichen Eindrücke spendiert. Heute sind es 450 Kilometer und knapp 6 Stunden Fahrt.





In Egilstadir, wo die Preise deutlich günstiger sind als am Myvatn, stürmen wir den Supermarkt und die Vinbudin (den "Alkoholtempel" Islands).






Es folgen die letzten Kilometern durch graue Aschelandschaft, dann zeugen die dampfenden Säulen ...





...und das glitzernede Wasser davon, ...




... dass unser Ziel, der Myvatn, der Mücken-See erreicht ist.




Wir fahren in den Ort Reykjahlíð und zu unserem Quartier dem Elda Guesthouse. An der Unterkunft steht die Tür offen (wir sind ja in Island) aber niemand ist da. Der Anruf einer angepinnten Telefonnummer findet keinen Ansprechpartner. Offensichtlich ist die Saison in diesem Jahr so aprupt zu Ende gegangen, dass man kaum noch mit Kundschaft rechnet und der Laden nur noch sporadisch besetzt ist. So hinterlassen wir eine Nachricht über booking.com ...





... und fahren erst mal zum Fuß des Bergs Námafjall zum Heißquellengebiet Hverir.





Fumarolen (=Dampfaustrittsstellen), Solfatare (= nach Schwefel riechende Dampfaustrittstellen) und blubbernde Schlammtöpfe überziehen das Gebiet.











Vor allem die Schlammtöpfe sind spektakulär.




Die Farben der mondartigen Landschaft sind unbeschreiblich. Sand- und ockerfarben aber auch gelb, grün wo der Schwefel dominant ist. Pflanzen haben hier keine Chance.












Die abgesteckten Wege in Hverir sollte man nicht verlassen. Der Untergrund ist teilweise extrem locker und dünn, so dass man abseits der Wege jederzeit damit rechnen muss einzustürzen und darunter ist es 100° heiß ... kein angenehmes Erlebnis ...













Der zweite Versuch unser Zimmer zu übernehmen ist zunächst auch nicht erfolgreich.
Wir finden noch eine andere Telefonnummer, rufen an und erreichen den Vermieter, der zwei junde Teenager engagiert hat die Bude zu hüten, die wohl lieber Netflix geguckt haben.
Ein langer Tag findet sein Ende.



Übernachtung: Elda Guesthouse, Reykjahlíð
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Christina

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #70 am: 02. November 2020, 19:46:27 »
Also für einen Fahrtag waren das doch fantastische Landschaften. Die 5 EUR für den Strand waren gut angelegt und das Heißquellengebiet hat wieder ganz andere Farben als bisher gesehen.

Gut, dass mit der Unterkunft doch noch alles geklappt hat.
LG Christina

Susan

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #71 am: 02. November 2020, 20:27:04 »
Wieder traumhafte Landschaften und auch noch abwechslungsreich. Dazu weitgehendst herrliches Wetter, was will man mehr.  8)

Die meisten Anregungen  sauge ich ja aus Reiseberichten, trotzdem: was für einen Reiseführer würdet ihr für Island empfehlen?
Liebe Grüße
Susan

Horst

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #72 am: 02. November 2020, 22:56:24 »
Hallo Susan,

da würde ich den Rother Wanderführer und den Reiseführer vom Michael Müller Verlag empfehlen.
Vor allem der Rother ist wirklich super - aus dem Buch habe ich schon wirklich viele Touren gemacht und jede war super.
Zudem würde ich noch den Blog meiner Freunde empfehlen - die auch (aktuelle) Tipps und Anregungen zu Island anbieten: https://blog.synnatschke.de/?s=island
Da findest Du auch einen Review zu Island Reiseführern: https://blog.synnatschke.de/europe/iceland/island-buecher-reisefuehrer-und-strassenkarten/

Zudem Fragen gerne natürlich hier im Forum oder auch gerne in mein Mitteilungs-Postfach.  :)
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Susan

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #73 am: 03. November 2020, 00:04:22 »
Hallo Horst,

dankeschön für die schnelle Antwort.
Den Blog von Isa kenn ich doch  ;) Allerdings mehr von den roten Steinen. Leider habe ich schon länger nicht mehr vorbeigeschaut, wird wohl mal wieder Zeit.  :verlegen:
Liebe Grüße
Susan

Silv

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Re: Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
« Antwort #74 am: 03. November 2020, 13:30:35 »




Also diesen Anblick finde ich ja megagenial!
Liebe Grüße
Silvia