Autor Thema: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen  (Gelesen 3051 mal)

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #105 am: 10. Februar 2021, 01:41:19 »
Logbuch 26.06  Die Welt des Films II

Jetzt sind wir gestärkt für die Stunt Show Waterworld, angelehnt an den Film mit Kevin Costner von 1995. Szenerie ist die Festung der "Bösen" in einem alten Tanker


schaut noch recht friedlich aus
Während sich die Zuschauertribünen füllen, wird schon Stimmung mit La Olas und Sprechchören gemacht. Der ein oder andere unten Vorbeilaufende wird auch etwas naß gespritzt. Bei dem warmen Wetter eine durchaus willkommene Begrüßung.

Dann öffnen sich die Tore und die Darsteller tauchen auf, natürlich per Wassergefährt.


der Ober-Bösewicht


der Held


und einer kommt mitten durch die Wand  ;)
Natürlich gilt es eine holde Maid zu befreien. Da wird sich mit Jetski verfolgt, geschossen, gekämpft, der ein oder andere fällt vom Turm und Explosionen müssen natürlich auch sein.  ;)







Wie aus dem Nichts taucht plätzlich ein Wasserflugzeug auf.



Der Böse ist besiegt, Held flüchtet mit Maid im Boot



ehe alles in die Luft fliegt



Und in 30 Minuten geht das Ganze von vorne los  ::)  Es ist recht beeindrucken wie die auf der relativ kleinen Wasserfläche mit den Booten und Jetski rumkurven können. Ansonsten waren die gezeigten Stunts die gleichen wie damals als hier noch Miami Vice zugange war.  ;)

Nun wollen wir mal nicht nur zuschauen , sondern selbst was erleben. Colin fängt den weißen Hai



Wir gehen mit Shrek und Fiona auf Hochzeitsreise - 4D Fahrsimulation; neben Film auch Effekte mit Licht, Wasser und Bewegung. Eine der wenigen Rides für kleine Kinder. Oma verschnauft auf einer Parkbank, während Opa und Colin Dinosaurier zähmen und wir eine Bootsfahrt durch Jurassic Park machen.





Die Frontline-Pässe hätte man sicher noch besser ausnützen können. Besonders, da es selbst abends teilweise noch lange Wartezeiten gibt.



Aber wir sind nicht so die Karussell- und Achterbahnfans. Unser erster Besuch hier, als uns in Studios noch Spezialeffekte und Filmarbeit gezeigt wurde, hat mir eigentlich besser gefallen.

Der Sonnenuntergang naht. Um den Vergnügungspark herum eine recht hübsche Gegend.




Wasserspiele um den Universal-Globus herum.
Nochmal ein Highlight für den Junior, sich einnebeln und besprühen zu lassen :))


Bye, bye

Quasi nebenan gibt es noch den Universal City Walk, eine Einkaufs- und Restaurantmeile mit vielen bekannten Kettenrestaurationen.



Das Hard Rock Cafe würde uns reizen, doch die Wartezeit ist einfach viel zu lang. Die Frontline-Pässe gelten hier leider nicht.  ^-^



So landen wir schließlich in einer Pizza-Schmiede - da müssen wir nur 20 Minuten auf einen Tisch warten.  ::)

  Gute Nacht!
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #106 am: 10. Februar 2021, 08:52:03 »
Das war vielleicht ein actionreicher Tag :girly:.

In den Universal Studios war ich noch nie, weil ich keine Vergnügungsparks mag :verlegen:. Da vergnüge ich mich lieber inmitten der roten Steine  :toothy9: .
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #107 am: 10. Februar 2021, 18:41:31 »
In den Universal Studios war ich auch (heute geht's mir wie dir Ilona, ich mag keine Vergnügungsparks mehr, aber irgendwie hat das damals dazu gehört), bei dieser Rundfahrt kann ich mich noch an das Auftauchen des Weißen Hais erinnern und an das Erdbeben in der U-Bahn. Und an die Waterworld Show auch, sonst weiß ich eigentlich gar nicht mehr, ob und was ich noch an Rides gefahren bin oder an Shows gesehen habe.

Witzig, Bretzel Pause in den USA.
LG Christina

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #108 am: 10. Februar 2021, 22:14:21 »
Logbuch 27.06  Auf in die Sierra Nevada

Heute geht es wieder in die Natur! Schneller als ewartet lassen wir die achtspurigen Autobahnen und das "Brückengewurschtel" hinter uns. Dann Kurs Nord, Boxenstopp irgendwo bei Bakersfield, unser Ziel für heute ist Three Rivers in den so genannten Foothills der Sierra Nevada.  Wir beziehen Quiartier im BW Three Rivers (heute Western Holiday Lodge, überhaupt ist dort sehr viel umbenannt). Colin will natürlich gleich in den Pool  :)) Also erst etwas Schwimmtraining, danach gehen wir noch zum Fluss hinterm Motel, dem Kaweah River.





Dann fahren wir in den Ort, naja, sofern man das Ort nennen kann. Three Rivers ist eher ein Sammelbegriff für die Häuser im Kaweah
River Tal; Namensgeber waren die drei Arme des Flusses. Angesiedelt haben sich hier von jeher etwas spezielle Typen. Die erste Niederlassung erbaute 1886 eine Gruppe Sozialisten, deren Ideen später - u.a. von Marx - als naiv und überspannt beurteilt wurden. Dann gründeten dort um 1900 herum zwei Familien, die lange im damaligen Rhodesien gelebt hatten, eine Farm.  In den 1960er Jahren kamen die Künstler. Außerdem unterhielt die Hare Krishna Bewegung hier bis Mitte der 1980er ein Internat.

Wir fahren bis hinter die Brücke über den Kaweah und können nochmals zum Fluss spazieren.


Main Fork (?)von der Brücke aus





Für eine Fahrt ins Mineral King Valley ist es wohl etwas zu spät. Stattdessen suchen wir eine Futterkrippe. Das Main Fork Bistro schaut recht nett aus, insbesondere hat es eine Terrasse zum Flussufer hin (wenn ich mich recht erinnere). Das Essen ist hauptsächlich amerikanisches BBQ, außerdem servieren sie einen leckeren kalifornischen Rotwein (leider zu 9,50$ das Glas - und das war noch der preiswerteste; zum Glück war nur der teuer).



(Jetzt 2021 habe ich das Bistro über Tante Google nicht wiedergefunden)

Etappe:


Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #109 am: 11. Februar 2021, 10:17:39 »
Für das Ländliche bin ich doch mehr zu haben  :adieu:.

Colin hat nach dieser Reise bestimmt gleich sein Seepferdchen abgelegt. Der war ja ganz wild aufs tägliche Schwimmtraining  ;D.
Liebe Grüße

Ilona

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Silvia

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #110 am: 11. Februar 2021, 12:46:49 »
Bin auch mehr für einen Spaziergang am Fluss als irgendwelche Achterbahnen zu fahren  :thumb:

Christina

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #111 am: 11. Februar 2021, 18:37:51 »
Schöne Landschaft. Three Rivers sagt mir irgendwie gar nichts, aber auf der Karte sehe ich, es ist in der Nähe von Visalia, dort haben wir übernachtet.
LG Christina

Rainer

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #112 am: 11. Februar 2021, 20:55:55 »
Three Rivers ist im Prinzip die letzte Möglichkeit, eine Übernachtung vor dem Parkeingang zu finden. Wir selbst haben bisher auch nur in Visalia übernachtet, last not least ist dort die Auswahl an Motels und Restaurants natürlich erheblich größer. Auf der anderen Seite gibt es aber keine Möglichkeit, von "unten" in den Sequoia NP zu fahren, ohne durch Three Rivers zu fahren.

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #113 am: 11. Februar 2021, 21:47:18 »
Three Rivers fällt natürlich nicht so auf, weil es keiner richtiger Ort ist oder zumindest damals war.  8)  Wir wollten so nah wie möglich am Park sein (leider gibts darin nur Camps) und da bot sich das an.

Colin hat nach dieser Reise bestimmt gleich sein Seepferdchen abgelegt. Der war ja ganz wild aufs tägliche Schwimmtraining  ;D.


So war der Plan. Tatsächlich haben wir so gut geübt, dass er nach einem Intensiv-Ferienwochenende der hiesigen Schwimmschule sogar das Fahrtenschwimmer-ähnliche Abzeichen geschafft hat.

Okay, statt Achterbahnen gibt es dann gleich ein paar Serpentinen  ;)
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #114 am: 11. Februar 2021, 23:32:49 »
Logbuch 28.06  Wald der Giganten I

Nach einem halbwegs stärkenden Motel-Frühstück geht es dann los in die Sierra Nevada. Nochmaliger Stopp hinter Brücke, denn hier betreten wir den



Das Gebiet des Parks erstreckt sich von 415 m bis zu 4418 m Höhe, diese sind allerdings nicht mit dem Wagen erreichbar.  ;) Das Gebirge entstand durch Verschiebungen der Kontinentalplatten.  Einst war hier das Stammesgebiet der Shoshonen, die lange von den Weißen verschont wurden. Eben bis zum Goldrauch ab 1849. Staunende Beachtung fanden da dann auch die Mammutbäume. Viele wurden gefällt, obwohl ihr Holz zum Haus- oder Möbelbau wenig taugte. Auf Betreiben von John Muir wurden die Wälder dann 1890 zum Nationalpark.

Über den General Highway geht es in einigen Kurven von den Foothills hinauf in die Sierra. Wir biegen ab in die Crescent Meadow Road, dort gibt es einiges zu sehen. So den  Auto Log, der im Winter 1917 umgestürzt ist.



Zwei Jahre später wurde daran eine Straße gebaut, auf der Touristen auf den gewaltigen Stamm fahren konnten.
siehe hier
Red Dodge und andere heutige Fahrzeuge hält das Holz nicht aus; zudem ist der Parkservice nicht mehr für solche Späßchen. Da klettert eben nur Colin hinauf.



Auch der Rest Wurzelwerk ist gewaltig.



Gleich daneben der 1937 gefallenen Baum Tunnel Log, 84 m lang mit einem gut 5,2 x 2,45 m großen Loch durch das auch Red Dodge passt



Ein paar Sequoias stehen aber auch noch  ;)



Etwas weiter die Straße runter ist der Startpunkt des Moro Rock Trail. Eine Treppe mit 400 Stufen aus Steinen und Zement führt hinauf auf die Granitkuppel, die den Kaweah Canyon überragt. Vier von uns machen sich an den Aufstieg, Oma darf ausruhen.

 

Der Felsen ist gewaltig und fällt nach allen Seiten gut 600 m ab. Also gut festhalten...



Kurze Verschnaufspause

 


Aussichten ins Tal und auf den Highway


die etwas entfernte Bergkette

und Moro Rock vom Tal aus

Nächster Halt: Giant Forest Museum. Der Hain hier an der Round Meadow wurde 1855 von Bergarbeitern entdeckt. Der Big Tree Trail - ca. 1 km lang - führt einmal um die Lichtung herum. 

 
Sentinel Tree, 78,5 m hoch, gut 7,6 m dick.

 

Opa als ehemaliger Gärtner und Florist ist ein großer Baumfan und hier wie im 7. Himmel  ;)

Round Meadow ist auch bekannt für seine vielen Wildblumen, wir bekommen aber nur grünes Gras zu sehen



Doch was ist denn das da?



Tele und Fernglas bringen es an den Tag: kleine Bären



Da wir Mama Bär - zwar nicht Sicht, aber bestimmt in der Nähe - nicht verärgern wollen, beenden wir den Loop lieber nicht, sondern gehen zurück.

Fortsetzung folgt...
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #115 am: 12. Februar 2021, 00:24:25 »
Logbuch 28.06  Wald der Giganten II

Wir fahren noch ein Eckchen weiter zum Start des Congress Trail. Wohl so benannt, weil die Sequoias hier nach lauter Politikern benannt wurden.

 




mal ein Blick in die Wipfel

 

Colin werden die vielen Bäume langweilig, gut dass es noch einen kleinen Wasserfall am Weg gibt.






und noch so'n Brummer

Schließlich kommen wir zum Prachtstück des Parks


General Sherman Tree

Mit seiner Höhe von 83,8 m, einem Stammdurchmesser von 11,1 m, einem Umfang von gut 31 m und einem geschätzen Holzvolumen von 1489 Kubikmetern gilt er als der  voluminöseste lebende Baum der Erde. Er soll zwischen 1900 und 2500 Jahre alt sein. 1879 wurde er entdeckt und nach General William T. Sherman benannt. Da er selbst hochkant nicht aufs Bild passte, musste ich ein "Panorama" basteln.



Wir fahren zurück nach Three Rivers. Zum Abendessen kehren wir wieder im Main Fork Bistro ein. Heute gibt es aber ein Pitcher Red Ale und zumindest für Opa und mich lecker gewürzten Catfish.



 
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #116 am: 12. Februar 2021, 10:50:37 »
So war der Plan. Tatsächlich haben wir so gut geübt, dass er nach einem Intensiv-Ferienwochenende der hiesigen Schwimmschule sogar das Fahrtenschwimmer-ähnliche Abzeichen geschafft hat.

 :beifall:

Was hat mir an dem heutigen Reisetag am besten gefallen  :gruebel: ? Natürlich der Moro Rock Trail :adieu:, der schon lange auf der Liste steht.

In der Gegend waren wir auch noch nie und kommen so schnell auch nicht hin :bang:.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #117 am: 12. Februar 2021, 18:24:22 »
Das war ein schöner, abwechslungsreicher Tag im Sequoia - die Mammut Bäume sind immer wieder schön anzusehen. Und dann auch noch ein Bärenerlebnis, ich wäre auf jeden Fall auch vorsichtshalber umgedreht.
LG Christina

Silv

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #118 am: 12. Februar 2021, 21:50:43 »
Zitat von: Susan link=topic=1906.msg48905#msg48905

Nächster Halt: Giant Forest Museum. Der Hain hier an der Round Meadow wurde 1855 von Bergarbeitern entdeckt. Der Big Tree Trail - ca. 1 km lang - führt einmal um die Lichtung herum. 

 


Ich glaube, genau da habe ich 2009 Postkarten gekauft  ^-^

Ich finde diese Bäume toll. Ich kann mir Colin gut vorstellen: "wie viele Bäume müssen wir noch anschauen?"  ;D
Liebe Grüße
Silvia

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #119 am: 12. Februar 2021, 22:29:45 »
Zitat
Ich finde diese Bäume toll. Ich kann mir Colin gut vorstellen: "wie viele Bäume müssen wir noch anschauen?" 

Genau  ;D gefolgt von "Wann gehen wir endlich an den Pool?"  Aber dies war eben Opas Tag.

Zitat
Was hat mir an dem heutigen Reisetag am besten gefallen  :gruebel: ? Natürlich der Moro Rock Trail :adieu:, der schon lange auf der Liste steht.

Da hätte ich drauf wetten können  ;D meine ich doch, Heiko hätte mal gesagt, du wärst kein Baumfreund  ;)  Schnell kommen wir scheinbar nirgendwo hin, aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Für 2011 hatte ich noch andere Wanderungen dort recherchiert, das Ergebnis aber wieder vergessen  ::)

Colin war 2019 mit seiner Freundin nochmal im Sequoia; leider am 4. Juli-Wochenende, da war es dort sehr voll.
Liebe Grüße
Susan