Autor Thema: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen  (Gelesen 3198 mal)

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #30 am: 16. Januar 2021, 16:02:15 »
Ja, so eine Waltour steht schon länger auf der Wunschliste, hat zeitlich bisher nicht so hingehauen.

Synchron-Stehen  ;D Ein kleiner Abzug in der B-Note für die Stellung vom linken Fuß  :zwinker:

Und dabei haben wir so geübt ;-)

Logbuch 08.06  Horton Plaza, Old Town & Coronado Island

Nach morgendlichem Schwimmtraining Frühstück wie gestern.  Die erste Erkundung, ein Shopping Center, findet Junior nicht besonders spannend. Ist zwar schön bunt, aber sonst laaaangweilig.


Westfield Shopping Center Horton Plaza

 

Auch die Formschnitt-Tiere können ihn wenig begeistern.



Kersten muss sich aber im Levi’s Laden umschauen und Oma braucht Turnschuhe.



Schöner findet Colin dann den Platz mit dem Brunnen. "Leider" gibt es da auch noch gegenüber einen Schuhladen, der heimgesucht wird. Kurz – ganz kurz - Downtownluft schnuppern dann wollen wir zum nächsten Ziel.
 


   


Broadway San Diego

Es ist schwierig Red Dodge im Parkhaus wieder zu finden. D.h. sehen können wir ihn gut genug, nur immer von völlig falschen Parkebenen ( zu weit oben, zu weit unten) und scheinbar führt kein Weg dorthin. :raetsel:
Knight Rider hat uns das KI-System für K.I.T.T. abgeluchst, so dass wir Red Dodge nicht zu uns rufen können. Gemeinsam mit zwei ähnlich verwirrten Familien gelingt es uns letztlich doch, die richtige Parkebene anzusteuern.  ::)

Weiter geht's zum 



einem Park, in dem die Geschichte San Diegos deutlich werden soll. Bei unserem ersten Besuch war kaum mehr zu sehen als eine alte Hazienda und eine Wiese mit Flaggenmast, nun sind mehrere gut erhaltene Gebäude aus den Jahren ab 1821 dazu gekommen. In ihnen Geschäfte und Ausstellungen. Gefällt auch Colin, denn diese sehen ganz nach Winnetoons aus.  ^-^



Der Kaktus hier hat sogar eine Blüte






mit dem Wells Fargo Museum


viele, viele bunte Smarties Bonbons und Süßigkeiten gibt es hier
alle haben den Mund voll  :))
Passend nebenan der alte Zahnarzt (leider kein Bild)


La Casa de Estudillo,
erbaut zwischen 1827 und 1829; ein typisches Beispiel für große Adobe-Stadthäuser in Kalifornien


Innenhof


das alte Hotel


Kirche zur Unbefleckten Empfängnis
Wir hatten dies immer für die katholische Mission gehalten, doch nur die Glocke im Turm stammt aus der originalen Missionskirche . Immerhin steht sie auf dem Platz, an dem 1602 die erste katholische Messe hier stattgefunden haben soll.


Old Town Market
mit viel mexikanischem Kitsch und vielleicht ein wenig Kunst


Captain und LI dokumentieren brav alles
während Oma in den Läden stöbert und wir einem Banjospieler zuhören.





Okay, jetzt sind wir schon einige Tage an der Pazifikküste, doch das Meer haben wir noch gar nicht richtig gesehen. Darum fahren wir über die große Brücke nach Coronado Island und dort zum Coronado Beach. Während Oma und Opa beim aus dem Film "Manche mögen' s heiß" berühmten Hotel einen Drink nehmen, springt der Rest der Crew ins Wasser.





Danach geht’s noch zum Vorort La Jolla. Für längere Ansichten auf die Bucht ist es schon zu spät, doch Abendessen dort geht noch. Nach unserer Reise 1989 wurden wir von Sammlern immer für die Gläser und Gitarre aus dem Hardrock Cafe San Diego beneidet. Nun ist es umfirmiert in



Wir futtern alle Burger und bekommen neue Gläser und Gitarren-Anstecker.

 :bett:
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #31 am: 16. Januar 2021, 16:42:58 »
Sorry for OT, Susan. Aber ich denke, dass du nichts dagegen hast, wenn auch grenzübergreifende Fragen beantwortet werden  :zwinker:.

Ist die Situation selbst in der Baja California so schlimm geworden?

Denke nur an Tijuana im Norden der Baja. Besonders diese Stadt an der Grenze ist als Schmuggelroute hart umkämpft.

Nun gibt es auf der Halbinsel immer mehr Meth-Labore und Abhängige. Es kommt vermehrt zu Überfällen auf Amerikaner, die dort ihren Lebensabend verbringen und auf Camper. Erst kürzlich verschwand eine ältere Dame über Nacht aus ihrem Haus. Sie ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Solche Stories stehen täglich im Baja-Forum :( .

Auch der Süden blieb nicht von den Kartellkriegen verschont. Selbst exklusive Strandorte wie Los Cabos sind nicht mehr sicher und am Strand eines Nobelhotels wurden Menschen erschossen. 2017 war das blutigste Jahr und das Militär hat schon lange kapituliert. Von der Polizei darf man dort ohnehin nichts erwarten, denn viele davon stehen auf einer weiteren Gehaltsliste.

Doch mal abgesehen von den Drogen, brodelt es dort auch in anderen Bereichen immer mal wieder. Wir hatten 2015 gerade noch Glück beim Aufstand der Farmarbeiter.

Dabei sind der Großteil der Bevölkerung ganz liebe, friedfertige Leute. Aber wenn man zwischen die Fronten gerät ...

Doch nun geht es mit Susan's Logbuch weiter  :adieu:.

Ein weiterer ausgefüllter Tag in San Diego  :beifall: und ich hoffe, dass Kersten im Horton Plaza seine Levi's und die Oma ein Paar Sneakers fand.

 :frier: in den kalten Pazifik hätte ich mich nicht gewagt. Eher wäre ich mit Colins Großeltern an die Bar  :toothy9: :drunken:.
Liebe Grüße

Ilona

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Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #32 am: 16. Januar 2021, 17:17:18 »
Der nächste Tag ist schnell erzählt, daher gleich hinterher

Logbuch 09.06  Transfer ostwärts - mit 60 Sachen durch die Wüste

Das Hauptquartier hat uns das Beamen verboten; zu auffällig. LI Kersten meldet Probleme mit dem Warp-Antrieb, daher steht uns heute eine lange Fahrt bevor. Wir sind gespannt, wie der Junior die 446 Meilen Etappe mitmacht. Doch eigentlich ist er schon trainiert durch ähnliche Strecken in Europa. Zwar fehlt der Tisch aus dem WoMo zum Spielen, doch er hat Legos und Autos ebenso dabei wie seine Malmappe. Außerdem hat er ja noch Captain Opa zum Plappern.

Es geht die Interstate 8 entlang: erst Berge, dann Wüste, eine paar Dünen am Horizont. Wir queren das Rinnsal, das nach all den Stauseen vom Colorado River noch übrig ist. Kurz danach Tanken und Picknickstopp. Es weht ein heißer Wind.



Und weiter; die ersten Saguaros neben der Straße und Berge.





Schließlich erreichen wir unser Tagesziel Cottonwood, Arizona. Die Zeit reicht noch für einen Besuch des Pools, ehe wir nebenan zu einem Italiener essen gehen.

Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #33 am: 16. Januar 2021, 17:27:46 »
Es ist wirklich schade, dass man nicht ohne Risiko nach Mexiko reisen kann. Interessieren würde mich da einiges, doch die Berichte sind sehr abschreckend.  :(
Liebe Grüße
Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #34 am: 17. Januar 2021, 21:51:12 »
Logbuch 10.06  Versteinerte Bäume, eine sehr alte Zeitung  &  bunte Felsen

Keine Ahnung mehr, wo und was wir gefrühstückt haben. Kann also nicht bemerkenswert gewesen sein.  ::) Zum nächsten Expeditionsziel haben wir noch eine Strecke zu fahren. Wir folgen der US 89a nach Sedona und über den Oak Creek Canyon zur Interstate 40. Kurzer Abstecher auf dem Upper Red Rock Loop zu einem Aussichtspunkt auf Sedonas Wahrzeichen Cathedral Rock.



Weiter geht’s zum Südeingang des Petrified Forest NPs. Vor etwa 225 Millionen Jahren standen hier viele Bäume. Die meisten verfielen wie gewöhnlich zu Kompost, doch etliche wurden rasch mit Fluss-Sedimenten und Vulkanaschen bedeckt und versteinerten nach und nach. Die Gegend veränderte sich, wurde trockner und Erosion brachte schließlich diese Baumfossilien zu Tage.



Verflixt, wer hat Kaffeeflecken auf die alten Aufzeichnungen gemacht? Ob die Trails so stimmen :denk: Auf jeden Fall sind wir den Giant Logs Trail gelaufen, vermutlich auch den Long Logs und etwas später den im Crystal Forest.
Wir sehen versteinerte Baumscheiben, Stücke der Wurzeln und Stämme bis hin zu beinah noch ganzen Bäumen.






Arizonas "Old Faithful"



Die Baumrinde versteinerte ziemlich schnell, innen das Holz vermoderte zum Teil. Dafür setzten sich dort verschiedene Silikate ab, die dann bunte Quarzkristalle im Baum bildeten.







Nach all den toten Bäumen mal was Lebendes



Der nächste Stopp ist einfach zu identifizieren: Newspaper Rocks. Felsen, auf die frühe Bewohner Bilder, Symbole und Muster ritzten - Petroglyphen.  Zum Angucken braucht man schon sehr scharfe Augen; besser ein Fernglas oder Teleobjektiv.





Ein Parkranger ist vor Ort; er hat zwei Fernrohre aufgebaut, durch die man schauen kann, und gibt Erklärungen. Die braucht Colin für dies Bild nicht:


"Ein Opa mit Hexenschuss"  ^-^



Danach geht es weiter zu den Ausblickspunkten auf die Painted Desert.







Unser Saurierexperte erklärt, welche von den Viechern hier damals herumgelaufen sind. Leider kannten wir da das Junior-Ranger Programm noch nicht. Das hätte Colin bestimmt gefallen.



Noch ein paar besonders rote Hügel:



Wir fahren noch weiter zum nächsten Ziel Chinle, ohne weitere Stopps da uns die Zeit weggelaufen ist. Wir steigen im Best Western ab. Für’s Abendessen scheint die Auswahl nicht besonders groß. Oma entdeckt in der üblichen Motelmappe etwas; sie möchte zur "Pizza-Mütze"  ;)  Das Navi spinnt mal wieder und führt uns eher ins Nirgendwo. Nach Rumkurverei – auch kein Schild zu sehen - beschließen wir in dem Restaurant beim Best Western zu essen.
Was soll ich sagen: ein Teil davon ist das Pizza Hut  :hammer:

Junior fragt, wann er denn nun endlich echte Indianer sehen wird. Wir müssen ihm sagen, dass schon etliche vor Augen hat – quasi alle um uns herum. Die entsprechen aber leider nun so gar nicht Winnetou und seinen Apachen.  ^-^

Auf den Zimmern gönnen wir Großen uns noch einen Schlummertrunk, währen Junior eine Motel-Lobby baut.



Die Etappe:



Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #35 am: 18. Januar 2021, 10:32:40 »
Die letzten zwei Tage habt ihr ganz schöne Meilen gemacht :girly:, versteinerte Bäume und den Opa mit Hexenschuss  :totlach: entdeckt.

Bei der Pizza-Mütze :gruebel: stand ich kurz aufm Schlauch. Gut, dass du es gleich aufgelöst hast  :toothy9:. Beim Pizza-Hut waren in den USA nur einmal in Willcox. Ansonsten bevorzugen wir die mit den fallenden Steinen :zwinker: (Dominos).
Liebe Grüße

Ilona

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Silvia

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #36 am: 18. Januar 2021, 12:13:02 »
Unser Saurierexperte erklärt, welche von den Viechern hier damals herumgelaufen sind. Leider kannten wir da das Junior-Ranger Programm noch nicht. Das hätte Colin bestimmt gefallen.
Die Frage ist, ob es damals das Junior-Programm schon gegeben hat  :gruebel:   

Der Opa mit Hexenschuss ist genial!  :lach:   

Christina

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #37 am: 18. Januar 2021, 19:41:21 »
Ist die Situation selbst in der Baja California so schlimm geworden?

Denke nur an Tijuana im Norden der Baja. Besonders diese Stadt an der Grenze ist als Schmuggelroute hart umkämpft.

Nun gibt es auf der Halbinsel immer mehr Meth-Labore und Abhängige. Es kommt vermehrt zu Überfällen auf Amerikaner, die dort ihren Lebensabend verbringen und auf Camper. Erst kürzlich verschwand eine ältere Dame über Nacht aus ihrem Haus. Sie ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Solche Stories stehen täglich im Baja-Forum :( .

Auch der Süden blieb nicht von den Kartellkriegen verschont. Selbst exklusive Strandorte wie Los Cabos sind nicht mehr sicher und am Strand eines Nobelhotels wurden Menschen erschossen. 2017 war das blutigste Jahr und das Militär hat schon lange kapituliert. Von der Polizei darf man dort ohnehin nichts erwarten, denn viele davon stehen auf einer weiteren Gehaltsliste.

Doch mal abgesehen von den Drogen, brodelt es dort auch in anderen Bereichen immer mal wieder. Wir hatten 2015 gerade noch Glück beim Aufstand der Farmarbeiter.

Dabei sind der Großteil der Bevölkerung ganz liebe, friedfertige Leute. Aber wenn man zwischen die Fronten gerät ...

Danke Ilona für die Infos, das hört sich alles gar nicht gut an, wirklich schade um diese schöne Gegend.

Das war ja eine recht lange Strecke von San Diego nach Cottonwood Susan, gut, dass Collin so Fahrten schon gewohnt war. Mir waren in dem Alter schon zwei Stunden zu viel.

Der Opa mit Hexenschuss ist klasse :totlach:

Da waren aber ganz schön viele Legosteine und -bauteile an Bord ;D
LG Christina

Rainer

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #38 am: 18. Januar 2021, 21:23:46 »
"Pizza Hut" gehört zu den am meisten verbreitetsten "False Friends" (klingt so - ist es aber nicht) in Deutschland. Die fatale Ähnlichkeit zu einem Hut verstärkt das subjektiv falsch übersetzte "Hut" als Hut (statt "Hütte"). Ich weiß gar nicht, ob es den Amerikanern bewusst ist, dass fast alle Deutsche glauben, das wäre eine Mütze?! Ich glaube, eher nicht. Müßte man mal erfragen (was nicht einfach ist, weil Amerikaner selten Deutsch sprechen).

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #39 am: 19. Januar 2021, 10:07:42 »
"Pizza Hut" gehört zu den am meisten verbreitetsten "False Friends" (klingt so - ist es aber nicht) in Deutschland. Die fatale Ähnlichkeit zu einem Hut verstärkt das subjektiv falsch übersetzte "Hut" als Hut (statt "Hütte"). Ich weiß gar nicht, ob es den Amerikanern bewusst ist, dass fast alle Deutsche glauben, das wäre eine Mütze?! Ich glaube, eher nicht. Müßte man mal erfragen (was nicht einfach ist, weil Amerikaner selten Deutsch sprechen).

Hallo Rainer,

also wenn man sich das Logo des Unternehmens anschaut, dann sieht man auch als Amerikaner einen Hut und keine Hütte. Es sei denn, man ist betrunken, die Hütte ein Kunstwerk oder steht ziemlich schief  :cool2: .
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Rainer

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #40 am: 19. Januar 2021, 12:02:17 »
"Sehen" tun wir alle das gleiche, abei assoziieren nicht das gleiche. In Deutschlamd assoziiert man einen Hut, weil ja da auch Hut steht. Und die allermeisten meiner Bekannten sprechen es auch Deutsch aus.

Auf diese Idee kommt ein Amerikaner erst gar nicht, für ihn heisst das Hütte und hat Nullkommnull irgendetwas mit einer Kopfbedeckung zu tun. Und es ist auch ganz klar das stlilisierte rote Dach  der Filialen, was auf dem Logo zu sehen ist.

siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Pizza_Hut

P.S.: Dass das heutige Logo auch an einen Hut erinnert (das erste Logo bis 1999 eigentlich eher weniger), ist möglicherweise oder auch wahrscheinlich Absicht. Gerade weil im deutschsprachigen Raum "Hut" falsch auf deutsch ausgesprochen wird und deswegen auch einen Hut assoziiert. Aber das ändert nichts daran, dass das ein klassischer "False Friend" ist, die Gründer haben mit absoluter Sicherheit nicht an einen Hut gedacht, sondern an eine Hütte.

Ich kann mich an meine ersten Besuche beim Pizza Hut (Mitte der 80er Jahre) erinnern, ich habe das auch auf Deutsch ausgesprochen und fand den Namen total komisch - was soll denn ein Pizza "Hut" sein?? Erst 1996 im ersten USA Urlaub habe ich einen amerikanischen Pizza Hut gesehen und da fiel es mir dann wie Schuppen aus den Haaren....

Christina

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #41 am: 19. Januar 2021, 18:02:24 »
Ich habe Pizza Hut zuerst in den USA (oder Kanada?) kennengelernt, daher bin ich da gar nicht auf die Idee mit dem Hut = Mütze gekommen, zumal man es ja auch anders ausspricht. Ich habe mich jedenfalls gefreut, als die dann ein Restaurant in Augsburg eröffnet haben und wir waren dort häufiger mal essen.

LG Christina

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #42 am: 19. Januar 2021, 18:06:57 »
Hi,
Wir hatten den ersten Pizza Hut 1991 in USA gesehen und daher erst überhaupt nicht an Hüte gedacht bis meine Schwiegermutter mit der "Pizza-Mütze" anfing. Da wurde es dann so ein Familien-Ausdruck. Dass offenbar viele Deutsche falsch übersetzen und das Logo so interpretieren, war mir gar nicht bewusst. Ich hatte das rote Dingens über dem Schriftzug immer als geöffneten Pizzakarton angesehen  ^-^ Jetzt sieht es tatsächlich immer mehr wie ein Hut aus  :))

Leider waren wir Richtung Osten ein wenig in Druck Strecke zu machen, doch es hat ja ganz gut geklappt. Was sicher auch dem Trolley voller Legos und Autos geschuldet war.

Nachher geht's weiter

 
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #43 am: 19. Januar 2021, 22:13:26 »
Logbuch 11.06  Tséyi’ – Canyon de Chelly

Frühstück gibt es beim Motel – nein, keine Pizza.   ;)
Heutiges Exkursionsziel: Canyon de Chelly NM. Millionen Jahre von Landhebungen und Erosion durch Flüsse bildeten die Schluchten des Parks: Canyon de Chelly, Canyon del Muerto und ihre Nebenarme. Am oberen Rand des erst genannten führt der South Rim Drive entlang, den fahren wir gleich bis zum Ende, zum Spider Rock Overlook.





Für die Navajo war nicht Spider-Man der Superheld sondern Spider Woman. ;D  Sie half die Monster zu besiegen, die ihre Welt bedrohten; sie rettete so manchen von Feinden verfolgten jungen Krieger mit ihren magischen Seilen und sie brachte ihnen die Kunst des Webens bei.  Der Legende nach wohnte sie auf der Spitze dieser etwa 240 m hohen Felsnadeln.



Unartigen Navajokindern wurde gesagt, Spider Woman würde sie in ihr Nest holen und dort verschlingen. Die weißen Gipfel der Felsen seien die bleichen Knochen solch bestrafter.


"Bin doch immer artig"   8)

Wir fahren zurück und halten an den verschiedenen Aussichtspunkten.




Face Rock ?


Sliding House Ruins
okay, den Felsrutsch sehen wir, aber keine Ruinen  :gruebel:

Weiter zum White House Ruin Overlook. Hier startet der einzige frei begehbare Wanderweg in die Schluchten. Für alles andere benötigt man einen Führer, so zum Beispiel für Jeep-Touren in die Canyons hinein.


Los geht's...



auf einem schmalen in den Felsen gehauenen Serpentinenpfad die steilen Wände hinunter







 
unterwegs interessante Felsformationen und da oben sind wir gestartet   


Ausblicke ins Tal

Zwischendurch gibt es Fotoverbote, da kommen wir an Navajo-Farmen vorbei. Durch einen Felstunnel durch erreichen wir schließlich den Canyongrund.

 



Seit mehr als 5000 Jahren sind die Canyons bewohnt. Es gibt Wasserquellen und reiche Erde für Feldanbau. Die ersten Siedler hausten in Grubenhäuser, später als immer mehr Familien dazu kamen wurden die behausungen feiner und größer. Teilweise wurden sie zur Sicherheit in Alkoven der Felswände gebaut.



Es waren die so genannten  Ancestral Puebloans, die um 1060 herum White House errichtet haben. In den nächsten 200 Jahren kamen mehr Räume dazu. Archäologen schätzen, dass es zu Hochzeiten rund 80 gewesen sind, dazu vier Kivas.


die Überreste von White House
Früher konnte man sie genauer erkunden, jetzt sind sie eingezäunt.



Um die Mitte der 1300er Jahre verließen die Puebloans den Canyon, die Gründe sind nicht ganz erforscht. Später kehrten deren Nachkömmlinge, die Hopi, zurück; legten Maisfelder an und Haine aus Pfirsichbäumen. Auch sie siedelten irgendwann um auf die im Westen gelegene Hochebenen. Ihnen folgten die Navajo, von denen heute noch etwa 40 Familien hier leben.

Kurze Rast vor'm Wiederaufstieg.



Colin ist begeistert, dass die Felsenwohnungen wenigstens denen in der Zeichentrickserie Winnetoons ähneln. Opa als Westerfan erkennt im Canyon den Schauplatz des alten Films Mackenna's Gold. Wir sehen eine der Jeep-Touren, außerdem könnten wir noch indianischen Schmuck erstehen.


und nun geht's bergauf


Trinkpause auf halber Strecke


endlich geschafft

Nun können wir noch die Aussichten von diesem Overlook genießen


unten White House Ruins


Kreuzung der beiden Hauptcanyons

Wir fahren weiter zum Visitorcenter; Boxenstopp und in dem kleinen Shop stöbern. Kersten nimmt eine CD mit Navajomusik mit (als Hintergrund für unseren Videofilm) und Colin bekommt dies lehrreiche und unterhaltsame Büchlein



Danach geht es den North Rim Drive entlang weiter nach Osten. Leider ziehen dunkle Wolken auf, ein Gewitter scheint zu drohen. Wir halten kurz


am Antelope House Overlook


und Massacre Cave Overlook
Bei einem der vielen Kämpfe zwischen den spanischen Siedlern, anderen Stämmen und den Navajos Ende des 17. Jahrhunderts wurden hier in der Höhle 115 Navajokrieger getötet, daher der Name. Viel sehen wir nicht von der Höhle, denn Regen treibt uns schnell zu Red Dodge zurück.

Die Fahrt geht weiter zur Indian Route 12 und dann nach Süden zur Interstate 40. Da sind wir schneller als erwartet und fahren daher noch weiter bis Grants. Dort beziehen wir Räume im Best Western. Es ist sogar noch Zeit für ein Schwimmtraining im Innenhof-Pool. Nahezu unbemerkt haben wir New Mexico erreicht, daher heute Abend entsprechendes Essen: Sizzling Fajitas.

Die Etappe:

Liebe Grüße
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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #44 am: 20. Januar 2021, 08:28:39 »
Im Canyon de Chelly war ich noch nie. Keine Ahnung, warum wir es in diese Ecke noch nicht geschafft haben  :weissnicht: .

Die Wanderung in den Canyon gefällt mir sehr gut. Ich dachte immer, da darf man nur von oben in den Canyon schauen.

Euer Abstecher zu den Navajos hat mir gefallen :thumb:.
Liebe Grüße

Ilona

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