Autor Thema: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen  (Gelesen 3050 mal)

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #60 am: 23. Januar 2021, 15:26:39 »
Wir lernen: was eggplant  ist (Aubergine); Tamales, Carne asada und Chimichangas; und dass O'Doul's kein irisches sondern ein alkoholfreies Bier ist.

 :thumb: Reisen bildet.

Taos hat uns nicht so begeistert, aber das lag bestimmt daran, dass wir erst nachmittags eintrafen und das Wetter nicht so berauschend war. Das Pueblo hatte schon zu, aber wahrscheinlich wären wir ohnehin nicht rein.
Liebe Grüße

Ilona

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Rainer

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #61 am: 24. Januar 2021, 13:28:37 »
Das Pueblo hatte schon zu, aber wahrscheinlich wären wir ohnehin nicht rein.

Echt?! Wieso fahrt Ihr denn nach Taos, wenn Ihr ohnehin nicht die Pueblos sehen wollt?? Die sind ziemlich fotogen, damals war es auch noch so, dass man pro Fotoapparat einen Obulus abdrücken musste (ich weiß nicht mehr genau, wieviel das war, vielleicht 5$ oder 10$ pro Apparat?!), der eigentliche Eintritt war (glaube ich) frei oder zumindest sehr billig. Das ist inzwischen aber anders, jetzt zahlt man richtig Eintritt, dafür werden die Kameras aber nicht mehr kontrolliert.

Downtown Taos finde ich hier auf den Fotos aber recht schick, sieht fast auch so aus wie Downtown Santa Fe mit den vielen Adobe Bauten, die mag ich ausgesprochen gerne. Auch die Oldtown Albuquerque sieht so aus (die ist aber insgesamt relativ klein).

Im USA Reiseforum hat vor vielen Jahren auch mal ein Zahnarzt (also durchaus jemand mit Einkommen) geschrieben, dass er nicht ins Monument Valley eingefahren ist, sondern es nur von außen angeschaut hätte - es wäre ihm den Eintritt (damals 8 USD) nicht wert gewesen. Wenn ich so etwas lese, falle ich fast vom Stuhl, ich meine, da haut man für so einen Urlaub die Tausender nur so heraus, man fliegt 10.000km weit weg und wenn man endlich am Ziel der Wünsche angekommen ist, dann ist es einem der piefige Eintritt nicht wert?? Und gerade das Monument Valley, ein absolutes Highlight schlechthin im Südwesten.

Ilona

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #62 am: 24. Januar 2021, 14:32:26 »
Das Pueblo hatte schon zu, aber wahrscheinlich wären wir ohnehin nicht rein.

Echt?! Wieso fahrt Ihr denn nach Taos, wenn Ihr ohnehin nicht die Pueblos sehen wollt?? Die sind ziemlich fotogen, damals war es auch noch so, dass man pro Fotoapparat einen Obulus abdrücken musste (ich weiß nicht mehr genau, wieviel das war, vielleicht 5$ oder 10$ pro Apparat?!), der eigentliche Eintritt war (glaube ich) frei oder zumindest sehr billig. Das ist inzwischen aber anders, jetzt zahlt man richtig Eintritt, dafür werden die Kameras aber nicht mehr kontrolliert.

Taos war nur als Übernachtungsort eingeplant. Es war dieser, bereits erwähnte Ostersonntag 2014 an dem einige Sehenswürdigkeiten (besonders die Tent Rocks :bang: ) geschlossen waren.  Wir waren an dem Tag schon ziemlich enttäuscht, da wir uns so lange auf die Tent Rocks gefreut hatten.

Um den Eintritt geht es mir da nicht. Irgendwie reizen mich die restaurierten Pueblos einfach nicht :weissnicht:.
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Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #63 am: 24. Januar 2021, 20:55:10 »
Logbuch 14.06 I  Shopping in Taos

Da Pretty Woman uns ihre Adresse hier nicht verraten wollte, fällt ein Besuch flach.  ;)  So schauen wir uns vormittags nochmal im historischen Bezirk von Taos um. Auch außerhalb der Plaza gibt es etliche Adobe-Bauten. Manche wirken authentisch, andere weniger.









Auffällig sind die vielen Läden und Restaurants. Man mag es bei der Wärme nicht glauben, doch Taos ist gewissermaßen auch ein Wintersportort. Der Ort selbst liegt 2124 m hoch und in 30 Autominuten ist man im Skigebiet Taos Ski Valley.

Ein weiteres hübsches Geschäfteviertel -mal nicht Adobe- sind die



Long John Dunn war ein berüchtigter Einwohner von Taos; der typische Western Ganove. Wie in der Biografie steht:
Zitat
John was one of the best gunfighters, gamblers, bronc riders, ropers, stagecoach drivers, trail-herd drivers, saloonkeepers, outlaws, and ironically, hardheaded businessman.
Einiges in und um Taos ist nach ihm benannt.





Vielleicht noch anzumerken: in Taos wurden auch einige Szenen aus dem Film Easy Rider gedreht.

Nach alle der Bummelei wird es dann aber mal Zeit für etwas Abenteuer.  ;)

Fortsetzung folgt ....
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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #64 am: 25. Januar 2021, 01:36:12 »
Logbuch 14.06 II Rio Grande Expedition

Zum wilden Westen gehört natürlich auch ein Fluss besonders, der Rio Grande. Bisher haben wir ihn nur im Vorbeifahren aus dem Autofenster erspäht, jetzt wird er näher erkundet.



Es ist der drittlängste Fluss der USA; 3000 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung in Mexiko. Den heutigen Namen bekam er von den spanischen Eroberern, doch auch die Ureinwohner haben ihn in ihren verschiedenen Sprachen genauso "großer Fluss" genannt. Nur für die Mexikaner war und ist er der wilde Fluss - Rio Bravo.



Nun Western stilecht müssten wir ihn per Floß oder Kanu erkunden. Für die beiden Senioren wäre letzteres kein Problem, sie sind erfahrene Paddler. Wegen des Juniors wird es dann doch eine geführte Rafttour und auch nicht durch die wilde Schlucht, sondern ruhiger im Orilla Verde Valley.



Nach dem üblichen Papierkram und Anpassen der Schwimmwesten werden wir zur Einlassstelle gefahren. Dort gibt es weitere Anweisungen und jeder bekommt ein Paddel.



Wir benutzen diese auch alibimäßig, doch die eigentliche Arbeit übernehmen die Strömung und unser Guide Ron (?).  :floet:



Zur Dokumentation haben wir uns eine Einweg-Wasserkamera besorgt. Nicht die tollste Bildqualität, doch immerhin haben wir überhaupt welche. Beim Scannen der Papierabzüge ist die Reihenfolge etwas durcheinander geraten, daher keine Gewähr für die Sortierung hier.
Colin bekommt die Position des Ausgucks (und Wellenbrechers  ;) ) im Bug.



Wir treiben erstmal  ganz harmlos dahin. Teilweise ragen neben den Ufern Berghänge in die Höhe, an denen manchmal Bighorn Sheep zu sehen sein sollen oder wenigstens Wildziegen. Wir haben da kein Glück, nicht mal mit Vogelsichtungen. Dann wieder ist das Flusstal breiter. In einem flacheren Abschnitt zeigt uns Ron Wasserschlangen; damit sich das Baden hier für mich erledigt  :P






eine Insel






Kopf einziehen!

Doch der Rio Grande kann uns auch ein wenig Spaß liefern  8)  Von kabbeligen Wellen bis hin zu kleineren Stromschnellen.









Die Expedition besteht noch aus einem zweiten Raft. Die Pärchen darin müssen sich etwas mehr Mühe mit dem Paddeln geben.



Sie sind es auch, die an einer etwas ruhigeren Stelle tatsächlich baden gehen. An ihnen können wir sehen wie stark die Strömung des Rio Grande ist. Wir verzichten da lieber auf die Erfrischung.



Schließlich erreichen wir unsere Ausstiegsstelle. Colin findet das etwas schade, nicht nur er wäre gern noch weiter gefahren.


Wie schon vorbei?

Guide Ron hat sich sichtlich über seine (und unsere) Begeisterung gefreut. In vier, fünf Jahren, meinte er, würde er Colin mitnehmen zu den richtigen Stromschnellen in der River Gorge.  ^-^

Es gibt dann noch ein Rafter-Picknick: Sandwiches, Eistee, Obst und Chips. Wie lang die Tour insgesamt gedauert hat, haben wir leider nicht aufgezeichnet. Jedenfalls reichte die Zeit zum Abendessen noch massig für ein Bad im Pool bzw. ein verspätetes Nachmittagsnickerchen der Senioren.

Wir wollten zu einemder schönen Gartenrestaurants, doch waren draußen bei dem Wetter natürlich alle Plätze belegt. Aber drinnen schmeckten Nachos, Green Chili Cheeseburger und Margaritas (bzw. Eistee) ebenso.


Liebe Grüße
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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #65 am: 25. Januar 2021, 09:59:07 »
Was für eine tolle Rafting-Tour :beifall:. Bei den moderaten Stromschnellen wäre ich auch eingestiegen :toothy9:.

Guide Ron hat sich sichtlich über seine (und unsere) Begeisterung gefreut. In vier, fünf Jahren, meinte er, würde er Colin mitnehmen zu den richtigen Stromschnellen in der River Gorge.  ^-^

Und, wart ihr fünf Jahre später nochmals dort?
Liebe Grüße

Ilona

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Silvia

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #66 am: 25. Januar 2021, 14:05:16 »
Eure Tour überschneidet sich in manchen Dingen mit meiner und bringen tolle Erinnerungen zurück ... ich war auch raften ... allerdings für 2 Tage auf dem Little Colorado  :herz:

Christina

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #67 am: 25. Januar 2021, 19:30:47 »
Da hat Collin in Taos dann doch endlich noch "richtige" Indianer zu sehen bekommen.

Die Adobe Städte machen auf jeden Fall einen netten Eindruck, mal ein ganz anderer Baustil als sonst so in den USA.

LG Christina

Rainer

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #68 am: 25. Januar 2021, 19:40:35 »
Irgendwie reizen mich die restaurierten Pueblos einfach nicht :weissnicht:.

Auf welche Information berufst Du Dich da und wie definierst DU "restaurierte Pueblos"?

Wir waren jetzt schon mehrfach dort und sind insbesondere beim letzten Besuch mit "Bewohnern" der Pueblos ins Gespräch gekommen. Das war sehr menschlich und nett und ging sogar so weit, dass Sylvia ein Pueblo betreten durfte.

Ich kann Dir versichern, da möchtest Du NICHT wohnen und was da "restauriert" sein soll, würde mich sehr interessieren. Fakt ist, dass es dort nach wie vor weder fließend Wasser noch Strom gibt (ein für zivilisierte Menschen absolut unvorstellbarer Zustand) und dass so gut wie alle "Bewohner" (deswegen auch die Gänsefüßchen) nur tagsüber noch dort "wohnen" - zugebenermaßen eine Art "Schau wohnen". Eben genau weil da gar nichts "restauriert" ist. Sonst hätte man sich wenigstens Elektrizität und Wasser gegönnt, das sind definitiv unsere Minimalanforderungen an "wohnen". Da ist dann immer noch keine Heizung inkludiert.

Ich denke, Du hast eine falsche Vorstellung über die Pueblos, sie sind vergleichsweise gut erhalten und deswegen verstehe ich das eigenartige Desinteresse nicht, es sind doch u.a. genau diese Dinge, weswegen wir in den USA Urlaub machen. Ob das nun Tents oder Kivas oder Pueblos sind - sie alle sind Behausungen vergangener Zeiten, mit dem durchaus validen Unterschied, dass diese Pueblos zumindest nicht "mausetot" sind und vor allem (was ja für uns Touris offensichtlich wichtig ist) sehr fotogen sind.

Wenn Du nochmal in der Gegend bist, solltest Du Deine Vorurteile ablegen und die Pueblos besuchen, sie werden Dir gefallen. Da bin ich mir sehr sicher, insbesondere wenn ich die Fotos Deiner bisherigen Reisen sehe.

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #69 am: 25. Januar 2021, 23:15:10 »
Nun, vier Jahre später rafteten wir zumindest auf dem Wind River und dem Green River. Acht Jahre später waren wir wieder am Rio Grande, doch im März war es für Rafting zu kalt.  8)

ich war auch raften ... allerdings für 2 Tage auf dem Little Colorado  :herz:

Wusste gar nicht, dass das geht. Von wo nach wo raftet man denn da, Cameron Trading Post?

 
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #70 am: 25. Januar 2021, 23:59:39 »
Logbuch 15.06  Durch’s Land der Apachen

Mit Taos haben wir auch den Wendepunkt der Route erreicht. Von nun an geht's westwärts und zwar auf der Route 64 (nicht ganz so berühmt wie die große Schwester 66). Wir stoppen kurz an der so genannten "High Bridge", die über die Rio Grande Gorge führt.



Sie ist die zehnthöchste Brücke der USA, rund 200 m über dem Flussbett. Wir spazieren einmal in die Mitte, um einen Blick in die Schlucht zu werfen. Für mich nicht ganz angenehm, denn, besonders wenn Trucks darüber fahren, wippt sie doch merklich  :P







Hier entlang führen die spannenderen Raftingtouren. Von oben sehen die Stromschnellen gar nicht so wild aus. Doch wir können ein Boot beobachten, das ganz schön zu kämpfen hat. Nur mit Fernglas richtig zu sehen.





Und weiter geht die Fahrt! Nicht besonders spannend außer, dass es durchs Land der Jicarilla Apachen geht. Ich war immer der Meinung, die wären Winnetous Stamm, aber nein, das waren die Mescaleros.




so beschäftigt sich Junior

Wir entern



und prompt wird es gebirgiger



Am Nachmittag erreichen wir das Etappenziel Durango und beziehen Quartier in der Durango Lodge. Die Oma fühlt sich nicht ganz fit, daher ruhen sich die Senioren etwas aus. Wir erkunden die Stadt.





Am Bahnhof erwischen wir grad so eben die Einfahrt von Thomas, der kleinen Lokomotive.



Wäre natürlich cool gewesen, mit der eine Ausfahrt zu unternehmen, passte leider zeitlich nicht.





Die Dachterrasse lockt uns zu einem Drink, es gibt auch Live-Country Musik. Da uns das lokale Bier gut geschmeckt hat, gehen wir zum Abendessen in den Carver's Brew Pub.
Auf dem Verdauungsspaziergang können wir noch das 1887 erbaute Strater Hotel bewundern. Das soll ja so eine altmodische Saloonbar beherbergen, mit Junior können wir da jedoch nicht hinein.



Ab in die Heia, morgen müssen wir früh raus.
 :bett:

Heutige Etappe:

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Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #71 am: 26. Januar 2021, 10:27:04 »
Zitat
Das soll ja so eine altmodische Saloonbar beherbergen, mit Junior können wir da jedoch nicht hinein.

Och, dem hätte ich den Legoeimer in die Hand gedrückt :cool2:. Colin hätte in einer Ecke sitzend vom Barbetrieb doch gar nichts mitbekommen :zwinker:.

Was war/ist Colin nur für ein braver Junge  :thumb:.
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Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #72 am: 26. Januar 2021, 13:39:57 »
ich war auch raften ... allerdings für 2 Tage auf dem Little Colorado  :herz:
Wusste gar nicht, dass das geht. Von wo nach wo raftet man denn da, Cameron Trading Post?
Keine Ahnung, warum ich immer Little Colorado im Sinn hatte   .... dank deiner Nachfrage hab ich nochmal nachgeschaut, es war der "große" Colorado, genauer gesagt den Westwater Canyon, nördlich von Moab, Höhe Cisco

Christina

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #73 am: 26. Januar 2021, 18:09:00 »
Dass man auch im Auto mit Legos bauen kann - darauf wäre ich nicht gekommen, aber toll, dass Collin sich so gut hat beschäftigen können.

Interessanter Wechsel von New Mexico in die Berge Colorados.
LG Christina

Susan

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Re: Mission Possible: Drei Generationen im wilden Westen
« Antwort #74 am: 28. Januar 2021, 02:03:52 »
Logbuch 16.06   Per Dampfross zur alten Silberstadt

In Colins Lieblingszeichentrickserie Winnetoons kommt Charly (Old Shatterhand)  als Vermessungsingenieur für die Eisenbahn in den wilden Westen. Logisch, dass wir da auch mal mit so einem alten Dampfzug fahren müssen. Und die Gegend hier erinnert stark an die der Serie.



Die Schmalspurbahn Durango – Silverton wurde 1882 fertig gestellt. Die gut 45 Meilen lange Strecke führt entlang des Animas Rivers von 1988 m auf 2837 m Höhe .  In den Zeiten des Silberabbaus hat sie hauptsächlich Fracht transportiert, nun sind es in der Regel Touristen. Im Sommer fahren bis zu 3 Züge täglich. Unsere Abfahrt ist die letzte heute, fahrplanmäßig um 9:45 Uhr.





Die Lokomotiven sind immer noch die alten Kohle befeuerten Dampfloks aus den Jahren 1923-25. Auch die verschiedenen Waggongs sind original restauriert.



Einsteigen bitte!





Mit Rücksicht auf die Senioren haben wir den geschlossenen Wagen gewählt. Zuerst geht's recht langweilig durch Stadt und Vororte, mehr neben den Highway lang als dem Fluss. Die ersten netten Aussichten bieten sich auf kleine Seen.







Den Animas River sehen wir am besten von Brücken aus und die Kurven liefern uns Ansichten vom Zug auf der Strecke. Vorteil, dass unser Waggon recht weit hinten ist.







Teilweise verent sich das Flussbett zu Schluchten.



Nachteil des hinteren Waggons: wir verpassen den Moment, in dem der Zug so malerisch auf der Brücke Dampf ablässt.





Zweimal halten wir unterwegs; einmal steigen Hiker aus und ein, einmal tanken wir Wasser.




mit Volldampf gehts weiter
nicht sehr umweltfreundlich  ::) Die Bergspitzen kommen in Sicht




wahres Wildwasser
durchs Gebüsch erspähen wir Rafter - Respekt, das hier wäre uns zu wild





Nach dreieinhalb Stunden Fahrt erreichen wir unseren Zielort



Fortsetzung folgt...

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Susan