Autor Thema: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne  (Gelesen 2625 mal)

Heike Heimo

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Da das Reisen der Touristenmassen im ersten Corona-Sommer blockiert war, dachten wir uns, dass das eine gute Chance für Hotspot Ziele wäre.

Als Anfang Mai der erste Lockdown bei uns zu Ende ging. Wollten wir als erstes, das ansonsten von Chinesen geflutete Hallstadt mit einem Tagesausflug besuchen. Leider waren wir etwas blauäugig und hatten den Herdentrieb unterschätzt. Diese Chance wollten sich natürlich auch viele andere Österreicher nicht entgehen lassen. Wir fuhren zuerst zur gegenüberliegenden Seite nach Obertraun um den Ausblick zu genießen.





Das hätten wir nicht tun sollen. Wir hätten gleich nach Hallstadt fahren sollen. Um 10 Uhr fanden wir schon keinen Parkplatz mehr. So fuhren wir nach Altaussee und machten einen Spaziergang auf dem Rundweg um den Altausseer See. Wenig los und auch sehr schön hier.

Die Imposante 600m hohe Trisselwand thront über dem See.



Bei einem Gasthaus am Beginn des Weges gab es zuerst ein Saibling, wie es sich hier gehört und danach ein süßes Häppchen bei der Seewiese am Ende des Sees beim Talschluss.





Ein schöner erster Ausflug nach den Wochen zuhause.
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Silvia

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #1 am: 24. Januar 2022, 08:42:15 »
Drei sehr unterschiedliche Gegenden, freue mich darauf

Christina

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #2 am: 24. Januar 2022, 18:14:10 »
Das ist natürlich ärgerlich, keine Asiaten in Hallstadt und dann doch voll, aber immerhin ein toller Blick aus der Ferne und eine schöne Seeumrundung.

Auf die weiteren Reiseziele freue ich mich, wobei ich Venedig und Bretagne auch ohne Corona nicht überfüllt erlebt habe.
LG Christina

Heike Heimo

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #3 am: 24. Januar 2022, 20:12:03 »
03.07 – 05.07.2020 Venedig

Italien ging im Juni aus dem Lockdown. Die nächste Chance.

Vor der Abfahrt noch schnell das Hotel gebucht. Nach 4 Stunden sind wir mit dem Auto bei den großen Parkplätzen bei Mestre. Schon hier war zu sehen, dass wenig los ist. Mit dem Bus fuhren wir zum Busbahnhof nach der langen Brücke. Von hier schlenderten wir durch die engen Gassen zu unserem Hotel.





Oft waren wir allein in den Gassen unterwegs.



Vor der Rialtobrücke genehmigten wir uns unser erstes Nationalgetränk der Italiener, einen Aperol Spritz um 3€.



Auf der Brücke waren wenig Leute.





Unser Hotel lag neben den Markusplatz, unweit der Oper. 75€ für zwei Personen mit Frühstück pro Nacht. Sie hatten eine richtige Freude mit uns. Wir waren die ersten Gäste, da heute das Hotel aufgesperrt wurde.





Am Markusplatz herrschte ebenfalls Leere.



Beim Dom mussten wir 5 Minuten warten, weil bei allen Besuchen das Fieber gemessen wurde.





Aussicht vom Dom auf den Markusplatz.





Wir spazierten durch die Straßen und genossen ein sehr gutes Abendessen.


 
Seufzerbrücke






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Christina

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #4 am: 25. Januar 2022, 18:22:54 »
Wie schön, mal wieder ein paar Venedig Bilder. Ich war Ende Januar 2019 dort und was ich so auf deinen Fotos sehe, waren ähnlich viele bzw. wenig Leute unterwegs. Aber bei euch durften wohl die Gondeln noch nicht fahren? Man sieht gar keine im Wasser unterwegs.
LG Christina

Silv

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #5 am: 26. Januar 2022, 20:19:41 »
Mit Venedig kann ich mich ja nicht so wirklich anfreunden, dafür umso mehr mit Hallstadt  :)
Liebe Grüße
Silvia

Heike Heimo

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #6 am: 27. Januar 2022, 19:06:55 »
Am nächsten Tag besuchten wir den Dogenpalast. Er ist neben dem Dom.



5 Minuten anstehen und fiebermessen. Der Eintritt ist ermäßigt, da es wegen der Hygienevorschriften keine Audioguides gibt.





Im Palast sind wenig Leute und so konnten wir uns alles in Ruhe ansehen.





Besonders beindruckend ist der Gefängnistrakt. Was muss das für eine Pein gewesen sein.



Beim Campanile mussten wir unverschämte 10 Minuten warten, bis wir mit dem Lift hinauffahren konnten. Es durften nur 4 Leute pro Fahrt mit.







Den Rest des Tages verbrachten wir zwischen Herumschlendern in den verlassenen Gassen und mit dem einen oder anderen Aperol Spritz.









Die Abendstimmung am Markusplatz war sehr entspannend.





Am letzten Tag spazierten wir am Vormittag wieder zurück zum Busbahnhof und genossen die Ruhe in der Stadt.



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Christina

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #7 am: 28. Januar 2022, 18:20:31 »
Im Dogenpalast war ich auch - sehr beeindruckend fand ich auch die riesigen Wandbilder dort mit den vielen Details, das muss endlos gedauert haben, bis so ein Bild fertig war.

Sehr schöne Aussicht vom Campanile, der war leider zu meiner Zeit wegen Renovierung geschlossen, aber zum Glück gibt es ja noch ein paar mehr Aussichtsmöglichkeiten, sonst hätte ich mich sehr geärgert.
LG Christina

Heike Heimo

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #8 am: 31. Januar 2022, 19:52:22 »
26.07.2020 Wien – Paris – Carnac

Die Bretagne ist eine weitere Destination, die im Sommer durch Bustouristen überlaufen ist. Dass ist die Chance, das mit Megalithbauwerken übersähet Gebiet zu besuchen. Das erste Hotel wurde vorab gebucht. Die restlichen während der Reise. Ansonsten wäre das während der Sommerzeit unmöglich. Den Flug habe ich eine Woche vorher zu normalen Preisen bei Austrian gebucht.

Wir flogen von Wien nach Paris CdG. Am Flughafen in Wien war nichts los. Nur ein Terminal war geöffnet.



Pünktlich hoben wir im vollbesetzten Flieger ab. Es flogen uns gleich 2 Kapitäne. Sie brauchten Flugstunden. Der Flug selbst war ereignislos. Als „Verköstigung“ gab es nur stilles Wasser.

In Paris war ebenfalls nur ein Terminal offen. Trotz des geringen Flugverkehrs wurden wir zu einer Außenposition geglotzt. Das dürfte die Franzosen etwas überrascht haben. Wir mussten rund 15 Minuten warten, bis eine Gangway herangebracht wurde. Im Vorfeld standen 2 Buse. Alle Passagiere wurden aber in einen Bus gequetscht. Corona lässt grüßen. Wahrscheinlich wollten sie sich die Desinfektion des anderen Buses ersparen.

Bei der Einreise wurden die Pässe kontrolliert als gebe es kein Schengen. Dichtes anstellen vor der Passkontrolle. Danach irrten wir im sehr langen Terminal umher. Die Schalter der Autovermieter im Terminal waren alle geschlossen. Nach einigen Suchen und Zwischenkontrollen ob wir uns hier bewegen dürfen, kamen wir zu einem Ausgang auf die Freifläche. Hier war die Fahrzeugausgabe. Die Übergabe erfolgte rasch und unkompliziert.

Glück hatten wir, dass der Stau auf der Auffahrtsrampe zur Autobahn gerade so weit zurückreichte, dass wir noch ausweichen konnten. Das Navi kannte sich natürlich nicht aus und schickte uns wieder zurück. Nun hatte die Polizei schon alles abgesperrt und leitete uns ab.

Wir umfuhren Paris nun südlich, was sich etwa zog, da auch am Sonntagvormittag viel Verkehr in Paris ist. Gleich nach Paris ein Krach. Ein Stein hat auf der Beifahrerseite einen ordentlichen Crack in die Windschutzscheibe geschlagen.

Bei Chartres verließen wir die Autobahn, um die Kathedrale zu besuchen. Sie ist ein ganz besonderes Kirchenbauwerk, um das sich viele Geschichten ranken. Dan Brown hätte hier seine Freude. Symbolik, Symbolik und nochmals Symbolik.



Sie ist die einzige Kirche, die in Süd-West Richtung ausgerichtet ist und nicht nach Osten. Sie seht über einem keltischen Brunnen, der exakt nach den 4 Himmelsrichtungen ausgerichtet ist. Die Geometrie der Kirche ist nach speziellen Zahlenverhältnissen errichtet. Die Bedeutung ist nicht ganz geklärt. Besonders sind die Glasverzierungen in den Rosetten und Fenstern.





In der Kirche befindet sich eine besondere Reliquie, die Sancta Camisia. Sie soll der Umhang der Maria sein, den die getragen hat, als ihr der Erzengel Gabriel die Geburt Jesu verkündet hat. Der Stoff soll nach Datierung zumindest aus dieser Zeit stammen. Die Tonika ist bereits seit dem Jahr 876 hier.

Ein weiterer Anziehungspunkt für Pilger ist die Schwarze Madonna.



Imposant ist das noch ursprünglich erhaltene Labyrinth. Es hat einen Durchmesser von 12,5 m. 



Normalerweise besuchen weit mehr als 1 Million Menschen jährlich die Kirche. Wir waren nur mit wenigen Besuchern unterwegs. Der Ort selbst fast leer.



Weiter geht es Richtung Bretagne. Es sind immerhin mehr als 400 km von Paris bis nach Carnac. Bei Rennes machten wir einen Abstecher zum La Roche-aux-Fées (Fels der Feen). Ein rund 3.500 Jahre alter Dolmen. Die Decksteine sind bis zu 45t schwer.









Gegen Abend erreichten wir unsere erste Unterkunft chambres d'hôtes ar gwenniled für die ersten 3 Nächte. Sie liegt etwas außerhalb von Auray. Eine sehr schöne Unterkunft mit einem sehr netten Vermieter. In der Bretagne sind die Menschen überhaupt sehr sehr freundlich. Da habe ich in Frankreich schon anders erlebt.

Zum Essen fuhren wir in den Ort Auray und zwar an die Ostseite des Flusses der durch den Ort fließt. Falls er fließen kann. An der Westseite der Bretagne gibt es die höchsten Tidenhübe Europas. Der Fluss fließt daher 2x pro Tag in die andere Richtung.

Ein tolles Schauspiel, wenn dabei köstliche Galette und Crêpes gespeist werden können. Dazu bretonisches Bier.







Wir sparzierten noch im schönen Ort. Es war einiges los, da auch die Franzosen die Chance nutzen ihr Land ohne ausländische Touristenmassen zu erkunden.





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Susan

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #9 am: 31. Januar 2022, 21:53:37 »
Wow, war das in Venedig leer  :happy: Das hätte mir auch gut gefallen, da konntet ihr die Stadt ja richtig genießen und auch noch bei schönem Wetter!

In Hallstatt waren wir vor knapp einem Vierteljahrhundert mal - ich habe aber kaum Erinnerung an den Ort nur an die Rioeseneishöhle in der Gegend  :gruebel: Auch nicht ob da schon viele Asiaten da waren. Habe aber gelesen, dass es bei den Chinesen so beliebt ist, dass sie es irgendwo nachgebaut haben   ::)

Das bretonische Bier hat ja sagenhafte Namen  ;) obwohl die Sage ja eher zur anderen Seite des Kanals gehört. Jedenfalls fängt der Urlaub auch schon viel versprechend an (von CDG mal abgesehen).
Liebe Grüße
Susan


Horst

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #10 am: 31. Januar 2022, 22:19:52 »
Wow, war das in Venedig leer  :happy:
Ja, fast ein Lost Place  ;D
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Christina

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #11 am: 01. Februar 2022, 18:46:56 »
Ach, die Bretagne, was für schöne Erinnnerungen.

Wobei ich kurz irritiert war wegen des Flugs und dann noch nur bis Paris, bis mir eingefallen ist, dass ihr es aus Österreich ja doch "etwas" :) weiter habt als wir von Rheinland Pfalz, da lohnt sich ein Flug tatsächlich.

In Chartres war ich auch schon, ebenfalls auf dem Weg bzw. Rückweg von der Bretagne, das ist aber schon so lange her, dass ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern kann. Damals waren wir auch in Carnac, bei meinem zweiten Besuch in der Bretagne 2014 haben wir den südlichen Teil weggelassen.
LG Christina

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #12 am: 05. Februar 2022, 06:21:55 »
27.07.2020    Carnac

Der Tag begann mit einem sehr guten Frühstück. Frische Omeletten und allerlei andere Köstlichkeiten. Der Hausherr ist sehr gesprächig und gibt uns einige Tipps. Er erzählt uns, dass wir seine ersten nicht französischen Gäste in diesem Jahr sind. In den anderen Jahren war er im Sommer fast nur von ausländischen Touristen belegt.

Carnac ist ein Mekka der Megalithbauten. Vieles ist noch unerforscht, bzw. die Bedeutung unklar. Unser erstes Ziel ist der Dolmen du Kernourz. Ein gut erhaltenes, vermutlich Hügelgrab. Es soll vor rund 5.500 Jahren gebaut worden sein. Ein Gang führt in das Innere. Die letzten Steine im Gang haben Gravuren.





Als nächstes fuhren wir auf die andere Seite des Flusses Auray, zur Anlage Tumulus du Mané Er Hroeck. Die Funktion des Bauwerkes ist unbekannt. Eine Grabstätte dürfte es nicht gewesen sein, da keine Anzeichen gefunden wurden.





Vorn an der Spitze Halbinsel ist der Pointe de Kerpenhir. Das Wetter begann sich nun wie vorhergesagt zu verschlechtern. Erste Wolken zogen auf.



Hier befindet sich auch die Anlage Les Pierres-Plates, direkt am Sandstrand. Zurzeit als diese Bauten errichtet wurden, war der Meeresspiegel wesentlich tiefer. Der Golf von Morbihan war trockenes Land. Der Menhir neben der Anlage ist ein aufgestellter Stein, der ursprünglich vor der Anlage lag. Also kein echter Menhir.





Auf dem weiteren Weg nach Carnac zu den Steinreihen besuchten wir noch ein paar Anlagen. Es hatte mittlerweile leicht zu regnen begonnen.





Menhire gibt es auch einige, wie den zerbrochenen Menhir Couché du Bronso.



Die große Anlage Locmariaquer megaliths mit Tumulus und Menhiren war uns nicht vergönnt. Wegen Corona durften nur wenige Menschen in die Anlage. Wir kamen zu spät. Wir konnten nur von außen einige Bilder machen.



Auch einzeln stehende Menhire gibt es zu sehen.



Kurz vor Carnac ist der Dolmen von Kermarquer. Ein Dolmen mit Seitenkammern und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Grabanlage.





Der größte Touristenmagnet sind die Steinreihen von Carnac. Auf einer Länge, mit Unterbrechungen durch Zerstörung, von rund 4 km stehen mehr als 3.000 Menhire in mehreren Reihen aufgestellt. Untersuchungen zeigen, dass die Anlage noch viel umfangreicher war und ins heutige Meer gereicht hat. Vermutlich wurde die Anlage vor 7.000 Jahren errichtet.

Zuerst fuhren wir zum östlichen Ende der Anlage. Sie liegt versteckt im Wald und ist wenig besucht.







Gleich danach beginnen die Steinreihen mit den großen Steinen. Etwas mystisch im leichten Nieselregen.









Mehrere Aussichtspunkte geben einen guten Überblick. Zu den Steinen kommt man nur über eine Führung. Das ist auch gut so. Mit den vielen Menschen würde das nicht gut gehen.





Neben den Steinen gibt es Spazierwege.







Mitten im Zug der Reihen befindet sich ein Steinkreis. Bedeutung? Unbekannt.



Als letzten Besichtigungspunkt an diesem Tag besuchten wir die Kirche St. Michel. Sie steht auf einem großen Tumulus. Er dürfte der größte Grabhügel Europas sein. Er ist 120m lang, 60m breit und 10m hoch. Der Eingang am Fuß des Hügels, ist ein Zugangsstollen für die Ausgrabungen. Ursprünglich war die Grabkammer allseits geschlossen.



Den Abend verbrachten wir wieder am Fluss in Auray. Wieder mit köstlichen Essen und Trinken. Cider ist hier Nationalgetränk.



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Horst

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #13 am: 05. Februar 2022, 08:03:11 »
Der größte Touristenmagnet sind die Steinreihen von Carnac. Auf einer Länge, mit Unterbrechungen durch Zerstörung, von rund 4 km stehen mehr als 3.000 Menhire in mehreren Reihen aufgestellt. Untersuchungen zeigen, dass die Anlage noch viel umfangreicher war und ins heutige Meer gereicht hat. Vermutlich wurde die Anlage vor 7.000 Jahren errichtet.
7000 Jahre ... das ist ja deutlich älter als Stonehenge (da geht man von vor 4000 Jahren aus).
Ich habe selbst schon Steinkreise und Dolmen in Schottland bzw. Irland gesehen die eben eher aus der Zeit wie Stonehenge sind.
Wisst Ihr ob es da eine Völkerwanderung von Süd nach Nord gab die das erklärt, denn ein Zusammenhang scheint mir gegeben (gebe zu dass ich da geschichtlich nicht ganz auf der Höhe bin  :-[ ).
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Christina

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Re: Corona Tourismus Sommer 2020: Hallstadt, Venedig, Bretagne
« Antwort #14 am: 07. Februar 2022, 19:48:04 »
Das war mir gar nicht bewusst, dass es in/bei Carnac soviele unterschiedliche Megalithbauten gibt, wir waren "nur" bei den Steinreihen und ich meine, dass man damals auch noch dazwischen frei herumlaufen durfte, bin mir aber nicht sicher. Das Wetter ist tatsächlich ganz passend für die Fotos mit den Steinen, sehr stimmungsvoll.

Abendessen mit Cidre - so lecker ;D
LG Christina