Autor Thema: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022  (Gelesen 9227 mal)

Silvia

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #60 am: 20. Juni 2022, 20:38:41 »
So eine Hülle für nasse Schirme hab ich noch nie gesehen - und wenn dann eher in London oder so erwartet, aber nicht auf einer Kanaren Insel.
Hab die jetzt grad in New York auch zum ersten Mal gesehen

Ilona

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #61 am: 21. Juni 2022, 10:45:11 »
Garachico habe ich wiedererkannt  :thumb: die Naturschwimmbecken finde ich einfach klasse, wenn ich mich recht erinnere haben wir da ganz viele Krabben gesehen.

Den Krabben war es zu der Zeit auch viel zu kalt. Wir haben jedenfalls keine einzige in den 10 Tagen gesehen.

Das Hotel schaut auch gut aus, für den Pool war es wohl zu kalt? Ich mag das ja wenn man verschwitzt von einer Wanderung zurück kommt und in den Pool springen kann.

Pool :frier: bei den Wolken und höchstens 19°C? Wir hatten an dem Tag nicht geschwitzt :cool2:.

Garachico sieht sehr nett aus, schöner Stadtbummel. Solch individuell eingerichteten Cafés gefallen mir gut, auch wenn es meist nicht meinem eigenen Einrichtungsstil entspricht.

Garachico ist ein nettes Städtchen. Das Café wurde von zwei Damen liebevoll geführt und draußen waren fast alle Plätze belegt.

So eine Hülle für nasse Schirme hab ich noch nie gesehen - und wenn dann eher in London oder so erwartet, aber nicht auf einer Kanaren Insel.

Also in London hatte ich zu allen Jahreszeiten nur einmal einen kurzen Schauer und sonnigeres Wetter als im März auf Teneriffa.

Das Hotelzimmer sieht ja recht modern aus, anders als die Fassade ;D Und den Preis mit Meerblick und Halbpension finde ich sehr akzeptabel. Ich war noch nie in einem Hotel mit abendlichen Shows, da würde ich vermutlich auch mal ein paar Minuten reinschauen.

Die Zimmer werden laufend renoviert. Ich nehme mal an, dass das Hotel auch in der 70er oder 80er Jahren gebaut wurde. Das ist schon ein großer Betonklotz und bereits in dritter Generation in deutscher Hand. Die haben viele deutsche Stammgäste.

Shows waren das nicht, sondern singende Alleinunterhalter an der Orgel. Deshalb hielten das unsere Ohren höchstens 15 Minuten aus. Für das La Paloma sind wir mindestens 10 Jahre zu jung :totlach:.



Liebe Grüße

Ilona

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Ilona

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #62 am: 21. Juni 2022, 13:22:48 »
Tag 8 – Ohne Lost Place geht es nicht :zwinker: und die Vulkanröhre

Endlich lagen wir wieder im Plan :happy2:, denn das Highlight des Tages wurde nicht gecancelt. Doch von vorne:

Nach der Schlacht am Frühstücksbüffet packten wir unsere Sachen ins Auto und fuhren am Eingang des Loro Parks vorbei.



Kurz danach parkten wir in einer Lücke auf der rechten Seite und wanderten dann links am Maritim-Hotel vorbei.



Das Schild schreckte uns nicht ab,



denn das ist der richtige Wanderweg. Gefahr-Abteilungen  ;D bedeutet, dass man zur eigenen Sicherheit nicht zu den Stränden hinabsteigen soll.





Am Wegesrand begegnete uns immer wieder diese Pflanze, die wie ein überdimensionierter Löwenzahn aussieht. Das ist die Stängellose Felsendistel. Davon gibt es 30 Arten und viele sind endemisch.



Ein Blick zurück.



Der Weg führt in Folge durch ein Wohngebiet, in dem an fast jeder Türklingel oder Briefkasten ein deutscher Name steht. Danach geht es weiter der Küste entlang bis zu einem faszinierenden Lost Place, der Industrieruine Casa Hamilton.





1903 unternahm die Firma Hamilton & Co auf dem Gelände der alten Wassermühle Juan de Gordejuela einen für die damalige Zeit kühnen und innovativen Schritt, nämlich den Bau einer Wasserpumpe mit Dampfmaschinenantrieb. Das war die erste Dampfmaschine, die auf Teneriffa betrieben wurde. Das Wasser aus nahegelegenen Süßwasserquellen wurde bis zu einer Höhe von knapp 200 Metern gepumpt, damit die Bananenplantagen im Orotavatal bewässert werden konnten.





Das rentierte sich allerdings nicht. Die Kosten der Anlage belasteten das Unternehmen, so dass die Familie Hamilton 1910 die Anlage verpachtete und sie im Jahr 1919 verkaufte. Die Gemeinde versucht derzeit, die Ruine zum Weltkulturerbe erklären zu lassen, damit sie erhalten bleibt.

Übrigens braucht man diese Küstenwanderung nicht zu machen, um das Casa Hamilton zu sehen. Man kann das Auto oberhalb in Los Realejos in der Calle Romantica abstellen, denn von dort führt ein Trampelpfad bis zur Aussichtsplattform.

Wir gingen den gleichen Weg wieder zurück.



Unser nächstes Ziel stand an : Das Besucherzentrum der Cueva del Viento in einem Vorort von Icod de los Vinos.



Wir hatten eine deutschsprachige Tour reserviert und waren eine Stunde zu früh vor Ort.

Mit diesen Kleinbussen geht es ins Gelände,



aber wir fuhren nochmals ins Dorf hinunter und setzten uns dort zu den Einheimischen in ein Garagenlokal. Erst später sahen wir, dass sich gegenüber vom Besucherzentrum ein kleines Restaurant befindet. Bilder können übrigens nicht wiedergeben, wie steil die Straße dort ist.



Die Tour muss man reservieren, da nur eine kleine Anzahl von Besuchern in die Höhle darf.

Die Cueva del Viento ist eigentlich keine Höhle, sondern die fünftgrößte Lavaröhre der Welt und die größte in Europa.

Im Besucherzentrum durften wir einen Film über die Entstehung der Vulkanröhren anschauen und der Guide erklärte vor der Abfahrt noch einiges. Danach fuhren wir in den zwei Kleinbussen ins Gelände. Von dort aus begann ein ca. 20minütiger Fußmarsch, der an Lavafeldern vorbeiführte.



Wir hatten mit unserem Guide großes Glück. Drago, ein serbischer Auswanderer, spricht fünf Sprachen. Er erklärte unterwegs sehr viel und zeigte einen möglichen Eingang in die Röhre.



Ein tiefes Loch hat man gesichert, denn da fiel vor vielen Jahren eine Hirtin hinunter und so fand man die Röhre.



Vorbei an einer Ruine



und ein Stück auf dem Camino Real, einem alten Handelsweg



erreichten wir den Einstieg.



Wir wurden mit Helm und Stirnlampe ausgerüstet. Feste Wanderschuhe sind Vorschrift, Rucksäcke und eine große Fotoausrüstung nicht erlaubt. Mir reichte die kleine Kamera am Gürtel.



Der Ausbruch des Pico Viejo, das ist der kleinere Vulkan neben dem Teide, formte diese Röhre. Hier schoss damals die flüssige Lava durch. In der Hauptröhre kann man aufrecht stehen.

Eine andere Gruppe kam uns entgegen.



Es gibt zahlreiche Seitenröhren, viele davon sind sehr schmal.



Wir gingen vorsichtig und wie auf Eiern durch die weite Röhre. Der Boden ist total uneben und holprig.





Eine kleine Treppe führt zu einer Seitenröhre



in der ein seismisches Messgerät steht.



Das sind keine Tropfsteine, sondern Lavaspritzer.



In der Hauptröhre war die Fließgeschwindigkeit höher.





An den Wänden gibt es verschiedene Ausformungen der erkalteten Lava. Das ist z. B. der Typ Pahoehoe, eine basaltische Lava mit einer bizarren, girlanden- bis zopfartigen Oberflächenstruktur.



Bis hierhin stürzte die Hirtin damals hinunter.



Das Gitter oberhalb kann man etwas erkennen. Weiter dürfen die Besucher nicht.



Drago bat uns auf dem Rückweg kurz die Lampen auszumachen, damit wir die völlige Dunkelheit erleben können. Ein korpulentes Mitglied eines deutschen Kegelvereins schnaufte auf dem Rückweg schon ziemlich schwer. Als das Licht ausging, bekam er Panik. Wir dachten zuerst an einen Herzinfarkt und das wäre fatal gewesen. Auf dem unebenen, teils scharfkantigen Boden kann man niemand hinlegen. Wir stellten die Lampen wieder an und redeten beruhigend auf ihn ein. Er hatte hyperventiliert. Ganz langsam gingen wir zum Eingang zurück. Draußen legten wir die Helme und Masken ab und gingen gemächlich auf einem anderen Weg zurück zu den Bussen.

Die Tour dauerte zwei Stunden und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Drago’s Leidenschaft für die Vulkanologie färbte auf uns ab.

Zurück im Hotel, parkten wir das Auto in der kostenlosen Tiefgarage. Danach machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Taoro-Park, denn dort befindet sich die Nr. 72 der 111 Orte, die man gesehen haben soll. Wir waren zuerst im falschen Naherholungspark, wurden dann aber 500 m weiter fündig.

Vom Taoro Park hat man einen guten Blick auf das verbaute Puerto de la Cruz.





In den 60er und 70er Jahren wurden viele Hochhäuser gebaut. Damals steckte der Tourismus noch in den Kinderschuhen und man baute ein Hotel neben dem anderen.

Das Fliesenpanorama im Taoro-Park ist 6 m breit und 3 m hoch. Es zeigt die Stadt zu längst vergangenen Zeiten.



Nun wurde es aber Zeit, zum Hotel zurückzugehen. Wir duschten und zogen uns fürs Abendessen um.

Nach dem Abendessen schauten wir noch kurz in der Lobby vorbei. Wir wollten wissen, ob der Alleinunterhalter des Abends andere Klänge zu bieten hat. Er war aber nicht besser, sondern hatte nur ein anderes Repertoire. Da ließen wir den Abend lieber mit einem guten Buch auf dem Zimmer ausklingen.



Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #63 am: 21. Juni 2022, 18:03:32 »
So eine Hülle für nasse Schirme hab ich noch nie gesehen - und wenn dann eher in London oder so erwartet, aber nicht auf einer Kanaren Insel.
Hab die jetzt grad in New York auch zum ersten Mal gesehen

Na, vielleicht ist das der neueste Trend und bald überall zu sehen ;D



LG Christina

Christina

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #64 am: 21. Juni 2022, 18:18:54 »
Ein sehr abwechslungsreicher Tag :thumb:. Lost Places mag ich ja auch und Küstenwanderungen sowieso, daher würde ich euch das sicherlich nachmachen, sollte ich mal in die Gegend kommen. Schade, dass man nicht direkt bis zum alten Gebäude kann. Vielleicht wird ein begehbarer Weg gebaut, wenn es mal Weltkulturerbe ist.

Die Lavaröhrenführung hätte ich wohl ausgelassen, wobei das mit den Erklärungen des Guides sicherlich ganz interessant war, aber wenn ich einen Helm tragen muss, kriege ich immer Kopfschmerzen. Hattet ihr da noch eine Haube unter dem Helm an?



LG Christina

Paula

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #65 am: 21. Juni 2022, 22:45:14 »
Die Lavaröhre ist ja toll! Davon wußten wir nichts bei unserer Reise nach Teneriffa, das hätte ich auch gern gesehen! Und mein Freund liebt alte Industriegebäude, dieser Tag wäre für ihn ideal gewesen. Ich hoffe dass unsere USA Nordwestreise bald mal stattfinden kann, da steht auch eine Lavaröhre auf dem Plan…
Viele Grüße Paula

Silvia

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #66 am: 22. Juni 2022, 09:18:52 »
Super Tag, da war alles dabei was mir auch gefallen würde: Wanderung an der Küste, ein Lost Place und Vulkanhinterlassenschaften  ;D

Ilona

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #67 am: 22. Juni 2022, 09:52:35 »
Ein sehr abwechslungsreicher Tag :thumb:. Lost Places mag ich ja auch und Küstenwanderungen sowieso, daher würde ich euch das sicherlich nachmachen, sollte ich mal in die Gegend kommen. Schade, dass man nicht direkt bis zum alten Gebäude kann. Vielleicht wird ein begehbarer Weg gebaut, wenn es mal Weltkulturerbe ist.

Wie man auf den Bildern sieht, wurde die Fassade vom Casa beschmiert. Die Sprayer machen vor nichts Halt. Wahrscheinlich sieht es drinnen nicht besser aus. Ich hoffe auch, dass das Gebäude irgendwann als Weltkulturerbe zugänglich ist und nicht verfällt.

Die Lavaröhrenführung hätte ich wohl ausgelassen, wobei das mit den Erklärungen des Guides sicherlich ganz interessant war, aber wenn ich einen Helm tragen muss, kriege ich immer Kopfschmerzen. Hattet ihr da noch eine Haube unter dem Helm an?

Wir bekamen noch eine Einweghaube zum desinfizierten Helm. Der Helm macht schon Sinn. Gesteinsbrocken fallen darin bestimmt nicht runter, aber man würde sich stellenweise heftig am Kopf stoßen.

Die Lavaröhre ist ja toll! Davon wußten wir nichts bei unserer Reise nach Teneriffa, das hätte ich auch gern gesehen! Und mein Freund liebt alte Industriegebäude, dieser Tag wäre für ihn ideal gewesen.

Das ist wirklich schade, denn die Lavaröhre war damals schon zugänglich und wäre sogar auf eurem Weg gelegen.

So habt ihr jetzt Ziele für die nächste Teneriffa-Reise :zwinker:.

Super Tag, da war alles dabei was mir auch gefallen würde: Wanderung an der Küste, ein Lost Place und Vulkanhinterlassenschaften  ;D

Ja, der Tag war super. Der Weg zur mystischen Casa, die als Kulisse in einem Horrorfilm dienen könnte und die tolle Führung durch die Röhre.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #68 am: 26. Juni 2022, 13:53:23 »
Tag 9 – Der Loro Parque und noch ein Lost Place

Den Tag konnten wir ganz gemütlich beginnen, denn heute stand der langgehegte Besuch des Loro Parks auf dem Programm. Der öffnet erst um 9.30 Uhr und wir hatten die Tickets online gebucht.

Der Papageienpark wurde mehrmals zum weltschönsten Zoo gekürt. Mein erster und sehr kurzer Besuch war über 20 Jahre her. Heiko war noch nie im Park, aber freute sich auch sehr darauf. Der zoologische Park stand oft in Tierarztserien wie Menschen, Tiere und Doktoren, Hundkatzemaus oder Papageien, Palmen & Co. im Mittelpunkt. Das war auch der sympathischen Art von Dr. Matthias Reinschmidt geschuldet, der viele Jahre Kurator und Direktor vom Loro Parque war.

Es gibt vier Vorführungen, die man nacheinander besuchen kann. Auf dem Weg dorthin sind einige Gehege.

Ein schöner (Silber-)Rücken kann auch entzücken :zwinker:.



Hier posierte sein Kumpel neben der Gedenktafel von Michael Jackson.



Die Gehege bzw. Volieren sind übrigens nicht überfüllt und das auch nicht bei den Papageien, denen der Park seinen Namen verdankt (Loro = Papagei).



Um 10.00 Uhr begann pünktlich die Seelöwenshow.



Jedes Tier hat seinen Trainer und offensichtlich Spaß daran, sich zu präsentieren.







Jede Vorführung dauert 30 Minuten und so saßen wir um 10.45 Uhr in der Papageienshow. Die Aras waren allerdings zu schnell für die Linse, so dass mir nur ein Foto von einem Paar gelang, als sie kurz hinter uns auf der Stange saßen.



Bevor die Delphinshow um 11.15 Uhr begann, durften die Aras über dem Pool fliegen.











Die Trainerinnen lachten



und irgendwie auch die Flipper.



Sie schwammen nur ganz kurz mit ihren Tieren.



11.45 Uhr ging es dann mit der Orca-Show weiter. Die ukrainische Flagge wurde während dem Einlass eingeblendet



und der Song von John Lennon



passend dazu gespielt.

Normalerweise sitzt man gerne in den vorderen Reihen, doch bei einer Orca-Show sollte man die Splash-Zone meiden.







Bevor das Orca Ocean Stadion 2006 eingeweiht wurde, wurden vier Schwertwale aus den Zuchten von SeaWorld San Diego und Florida übersiedelt. Später kam dann Morgan dazu. Im August 2010 wurde das Jungtier vor der niederländischen Küste in schlechter Verfassung gefunden, aufgepäppelt und im November 2011 nach Teneriffa übersiedelt.

Die Finne eines Wales ist wie ein Fingerabdruck.



Die Schwertwale sind nur während der Show in dem Pool. Danach schwimmen sie in das größere Becken zurück.





Kein Trainer hielt sich im Becken auf, da es auch schon im Loro Parque tödliche Unfälle gab. Ich hatte nur den Vergleich zu einer Vorstellung im Miami Seaquarium und da lagen Welten dazwischen. Solchen Vorführungen stehen nicht nur wir sehr skeptisch gegenüber. Wie manche von euch wissen, waren wir 2015 in der Baja California und hatten das Glück, Grauwale hautnah in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Ich weiß deshalb nicht, ob es Sinn macht, ein Tier das in Gefangenschaft groß wurde, auszuwildern. Wahrscheinlich eher nicht. Die haben das Jagen doch gar nicht gelernt und würden verhungern. Im Loro Parque hat jedes Tier seine Bezugsperson. Des Weiteren forscht und kümmert sich die Stiftung um den Artenerhalt von Papageien und Meeressäugern.

Doch nun kommen wir zum nächsten Bereich, dem Planet Penguin. Von dem war ich damals schon begeistert. Hier wurde der antarktische Lebensraum nachgebildet, in dem die für die vier Pinguinarten (Humboldt-, König-, Felsen- und Haubenpinguine) nötigen Licht- und Temperaturverhältnisse gegeben sind. Die Besucher stellen sich auf ein Transportband, das ganz langsam im Halbkreis um das Habitat führt.



Im riesigen Aquarium schneit es aus den Düsen in der Decke.



Wenn man sich bückt, kann man den Pinguinen unter der Wasseroberfläche beim Schwimmen zusehen.



Für Futter ist laufend gesorgt.





Daneben befinden sich die Lundis, denn Papageientaucher dürfen im Papageienpark nicht fehlen.







Weiter ging es in die Freiflugvoliere.



Die knallbunten Loros sind Menschen gewöhnt
 


und ließen sich beim Essen nicht stören.



Danach gingen wir zur Baby-Aufzuchtstation weiter. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Baby-Sittiche von ihren Eltern entweder nicht gefüttert oder aus Überfürsorge fast zu Tode gestopft werden. Im schlimmsten Fall werden sie sogar totgebissen. Da hilft nur noch die Handaufzucht.





Da hatte schon wieder einer Hunger.



Zwei OP-Räume gibt es.





Im Haifischtunnel tummelten sich zu viele Leute und das Fotografieren war unmöglich. Die Seepferdchen hingegen bewegten sich kaum von der Stelle.



Uns war neu, dass Flamingos ihre Beine einknicken können. Wieder was gelernt.





Nach 5,5 Stunden verließen wir den schönen Loro Parque und haben den Besuch keineswegs bereut.

Einen Programmpunkt hatte ich aber noch vorgesehen. Dazu mussten wir nach Santa Ursula fahren. Dort gibt es einen weiteren Lost Place, den sogenannten Bunker, der eigentlich ein Schießstand war.



Der Betonklotz wurde als Verteidigungsanlage im 2. Weltkrieg errichtet. Die Position des Bunkers an der Klippe ist dabei hervorragend gewählt. Es konnte ein großer Teil der Nordküste überblickt werden.



Der Schießstand besteht aus zwei Stockwerken. Über zwei schmale Treppenabgänge rechts und links gelangt man in das Innere.



Eine Treppe führt zu den Schießscharten im oberen Stockwerk.





Auf der Rückfahrt kamen wir am Jardin Social en La Quinta vorbei. Der kleine Naherholungspark neben dem Freibad ist nichts besonderes, aber dort gibt es die La Giganta.

Die Riesin, von mir als Ursel benannt, hat die besten Zeiten leider schon hinter sich



und war bis auf eine Stelle zu stark epiliert :totlach:.



Das war doch wieder ein Tag voller Eindrücke. Da ließen wir den Abend gerne nach der Schlacht ums Büffet in Ruhe ausklingen.



Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #69 am: 27. Juni 2022, 18:49:41 »
Loro Parque war mir irgendwie schon ein Begriff, aber ich hatte immer gedacht, das wäre eher so ein botanischer Garten mit Vögeln. Aber das ist ja ein richtig großer Zoo, sogar mit Orcashow. Ich interessiere mich ja nicht so sehr für Tiere (zumindest nicht, wenn ich sie nicht in freier Wildbahn sehe), daher weiß ich nicht, ob ich hineingehen würde.

Der Schießstand würde allerdings auf jeden Fall auf meinem Programm stehen, toll, dass man ihn nicht nur von weitem sieht, sondern auch hineingehen kann. Und die große Dame sieht auch interessant aus, schade, dass sie so verfällt.



LG Christina

Horst

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #70 am: 27. Juni 2022, 20:27:56 »
Loro Parque war mir irgendwie schon ein Begriff, aber ich hatte immer gedacht, das wäre eher so ein botanischer Garten mit Vögeln.
Danach wollte ich eben fragen. Ich erinnere mich am einen Besuch vor .... :gruebel: ....18 Jahren  :o
Da gab es eine großzügige Gartenanlage mit Kakteen und exotischen Pflanzen. Ist das nicht mehr so oder hat Euch der Teil nicht so interessiert?
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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #71 am: 28. Juni 2022, 17:16:21 »
Der Schießstand würde allerdings auf jeden Fall auf meinem Programm stehen, toll, dass man ihn nicht nur von weitem sieht, sondern auch hineingehen kann. Und die große Dame sieht auch interessant aus, schade, dass sie so verfällt.

Den sieht man nicht einmal, wenn man oberhalb parkt bzw. das Navi mitteilt, dass man das Ziel erreicht hat. Man muss einen Pfad hinuntersteigen und sich etwas durch den Wildwuchs kämpfen.

Vielleicht wird La Giganta mal wieder bepflanzt. Sonst wäre es echt schade drum.

Nun wünsche ich dir noch eine gute Reise und dass du samt Gepäck ankommst.

Loro Parque war mir irgendwie schon ein Begriff, aber ich hatte immer gedacht, das wäre eher so ein botanischer Garten mit Vögeln.
Danach wollte ich eben fragen. Ich erinnere mich am einen Besuch vor .... :gruebel: ....18 Jahren  :o
Da gab es eine großzügige Gartenanlage mit Kakteen und exotischen Pflanzen. Ist das nicht mehr so oder hat Euch der Teil nicht so interessiert?

Die Volieren stehen mitten in den Gärten. Der Kakteengarten ist im unteren Teil der Anlage. Die Sukkulenten sind mittlerweile so groß geworden, dass sie nicht mal hochkant aufs Bild passen und es dort ziemlich dunkel ist. Zudem haben wir selbst sehr viele stachelige, teils winterharte Freilandgesellen :herz: im Garten, da werden mittlerweile die von auswärts vernachlässigt :zwinker:.

Ansonsten gab es alles andere vor über 20 Jahren auch schon.

Liebe Grüße

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #72 am: 28. Juni 2022, 18:21:16 »
Nun wünsche ich dir noch eine gute Reise und dass du samt Gepäck ankommst.

Danke, online eingecheckt hab ich schon. Aber diesmal ist echt der Wurm drin. Ich habe heute nochmal online in meine Konten/Kreditkarte geschaut und eine sehr verdächtige Abbuchung entdeckt, nur EUR 3 bei einem Händler in Vilnius. Ist sicherlich so eine Art Probeabbuchung, ob es durchgeht. Ich gehe davon aus, dass ein Mitarbeiter des Hotels (das ich nicht über booking, sondern direkt gebucht habe) die Kartendaten abgegriffen hat, Helsinki und die Nähe zu Vilnius kann kein Zufall sein. Ich habe dann bei der Kreditkartenhotline angerufen, Problem, wenn ich die Karte heute sperren ließe, könnte ich morgen vermutlich nicht mehr im Hotel einchecken, da die Buchung über diese Karte gelaufen ist und das Hotel genau die Karte beim Einchecken sehen will. Außerdem habe ich nur die eine Kreditkarte. Das ist zum Glück an sich kein Problem, da Finnland den EUR hat und alles genauso gut mit EC Karte bezahlt werden kann. Aber eben das Hotelproblem. Ich habe nun erstmal die verdächtige Buchung gemeldet und muss nun täglich online in die Kreditkartenbuchungen reinschauen, wenn wieder so eine Zahlung kommt, muss ich dann die Karte sperren. Oh man, darauf habe ich während eines Urlaubs eigentllich überhaupt keine Lust.



LG Christina

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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #73 am: 28. Juni 2022, 19:46:40 »
Die Volieren stehen mitten in den Gärten. Der Kakteengarten ist im unteren Teil der Anlage. Die Sukkulenten sind mittlerweile so groß geworden, dass sie nicht mal hochkant aufs Bild passen und es dort ziemlich dunkel ist. Zudem haben wir selbst sehr viele stachelige, teils winterharte Freilandgesellen :herz: im Garten, da werden mittlerweile die von auswärts vernachlässigt :zwinker:.

Ansonsten gab es alles andere vor über 20 Jahren auch schon.

Ok danke. Da ich ein großer Fan von Kakteen bin - gucke ich mir solche Gärten immer gerne an und wenn es mich mal wieder auf Teneriffa veschlagen sollte, würde ich da sicher auch hingehen.
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Re: Teneriffa statt USA im Frühjahr 2022
« Antwort #74 am: 01. Juli 2022, 15:08:30 »
Da ich ein großer Fan von Kakteen bin - gucke ich mir solche Gärten immer gerne an und wenn es mich mal wieder auf Teneriffa veschlagen sollte, würde ich da sicher auch hingehen.

Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Liebe Grüße

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