Autor Thema: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens  (Gelesen 2881 mal)

Silvia

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #15 am: 25. Juni 2022, 11:11:10 »

Boah, was für eine tolle Mischung an diesem Tag. Schloss, tolle alte Baumalleen, tolle Küste und dann noch ein versteinerter Wald  :happy:

Ich muss zugeben, von dem Fossil Forrest hab ich bisher weder was gelesen oder Fotos gesehen.  :-[   Also danke für's vorstellen  :thumb:

Horst

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #16 am: 26. Juni 2022, 15:47:32 »
Ich muss zugeben, von dem Fossil Forrest hab ich bisher weder was gelesen oder Fotos gesehen.  :-[   Also danke für's vorstellen  :thumb:
Gerne - diese entdeckung war denke ich über Google Maps gelungen. Lohnt sich oft auf G-Maps zu scouten was es um ein Ziel das man auf dem Zettel hat, noch so gibt.  :)
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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #17 am: 26. Juni 2022, 15:50:49 »
3.Tag – Mo 11.4.2022


Das Wetter vermittelt auch heute wieder einen freundlichen Eindruck – so muss zum Auftakt diesen Tages nur die Nadelöhrausfahrt aus unserer Apartmentparkbucht absolviert werden um nur eine handvoll Kilometer nördlich in Studland am South Beach Car Park unseren Wagen für die erste Unternehmung des Tages abzustellen.




Anders als in Schottland oder Irland ist das Parken in England in der Regel kostenpflichtig. So finden sich an den Parkplätzen Zahlautomaten und hier bekommt man gerne mal ein Problem mit der Bezahlung. Karte funktioniert leider eher selten, für Online-Zahlung müsste man sich jedesmal registrieren (Bezahl-Apps haben das Problem dass es keine einheitliche gibt mit der alle Parkplätze funktionieren). Was immer klappt ist das bezahlen mit Münzen (Scheine schluckt eigentlich keiner dieser in die Jahre gekommenen Parkautomaten). Schnell sind 4-6 Pfund einzuwerfen wenn man für eine kleine Wanderung etwas Puffer einplanen möchte und die muss man erst mal haben. So bekommt eine umfangreiche Münzsammlung doch wieder ihren Wert. Heute haben wir vorgesorgt und sind mit den nötigen begehrten Pfundmünzen gewappnet. So kann der Walk zu den Old Harry Rocks dem östlichen Ende der Jurassic Coast beginnen. Der bequeme Weg führt entlang der Küste durch ein Wäldchen schnell zu den weißen Kreideklippen.





Der Verlauf der Küste läuft auf eine Spitze zu, an derem Ende zwei Kreidefelsen im Wasser stehen – die Old Harry Rocks. 





Wie Old Harry zu seinem Namen kam, wird heiß diskutiert. Einige sagen, dass es mit dem Teufel verbunden ist, der der Legende nach einst auf dem Gipfel ein Nickerchen gemacht hat. Andere behaupten, er sei nach dem berüchtigten Piraten Harry Paye benannt, der im 14. Jahrhundert den Ärmelkanal terrorisierte. Es wird gesagt, dass Harrys Schiff früher hinter den Felsen lauerte, bereit, sich auf vorbeifahrende Handelsschiffe zu stürzen.





Geht man die Küste noch ein kurzes Stück nach Süden tauchen zwei weitere Felsnadeln aus dem Meer auf.





Bei heftigstem Wind fällt es nicht leicht, die Szenerie auf Speicherchip festzuhalten, das orkanartige Gebläse zwingt uns regelrecht auf die Knie.










Bevor wir die Gegend Richtung Westen verlassen legen wir noch einen Sprung in die Historie Englands ein und halten am Corfe Castle.
Im kleinen Mittelalterstädtchen Corfe stellen wir unseren fahrbaren Untersatz ab und laufen die wenigen hundert Meter zu alten Burgruine die sich um einen Hügel erstreckt.





Romantisch verfallen thronen die Ruinen von Corfe Castle ...





... über dem kleinen südenglischen Ort Corfe.





Nur noch mit viel Phantasie lässt sich hier erahnen, wie die Burg einmal aussah, als sie im 9. Jahrhundert von Alfred dem Großen zum Schutz gegen die einfallenden Dänen errichtet wurde. Die heutigen Ruinen gehen auf die Zeit um 1090 zurück als Wilhelm der Eroberer für die Normannen, England und die Angelsachsen nach der Schlacht bei Hastings unter seine Herrschaft gezwungen hatte. Seit jenen Jahren hat Corfe Castle unglaublich viel gesehen und erlebt und der Zahn der Zeit hat beharrlich an den Mauern der Burg genagt, denen auch manche Spukgeschichte nachgesagt wird.




Meist gilt es als wenig schmeichelhaft wenn man jemand attestiert, dass er auf Sand gebaut hat. Eine Ausnahme dieser Regel erleben wir in Weymouth im Sandworld Sculpture Park. Der nahe gelegene Strand von Weymouth erhielt einst einen Preis als bester Sand für Sandskulpturenbau – so entstand ein Sandburgenstrandfestival das jährlich abgehalten wurde und später daraus dieser kleine Themenpark.





Die Sandskulpturen sind wirklich phantastisch und genauso faszinierend ist es ihren Erschaffern bei der Arbeit zuzusehen.





















Da wir schon mal in Weymouth sind, fahren wir an den Hafen und drehen eine kleine Runde garniert natürlich mit einem Test der örtlichen Gastronomie.















Letzter Stop des Tages wird heute noch einmal die Jurassic Coast bei Seatown ...





... und der Blick bei Sonnenuntergang auf die Felsklippen bei Golden Gap.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass wir auf der Fahrt zu unserer Unterkunft nähe Sidmouth noch schnell die Grafschaft wechseln und nach Devon hinein fahen.
 

Übernachtung: Maunders Hill Cottage, Otterton (nähe Sidmouth), Devon - 
Bewertung: 9/10 groß, nette Vermieterin, Küche, Preis 112 €
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Christina

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #18 am: 27. Juni 2022, 18:38:48 »
Das waren zwei herrliche Tage. Die Dörfer und Burgen erinnern mich an Wales, auch die Parkautomaten, ich glaube, da haben wir außer auf dem Supermarktparkplatz und vor unserem Ferienhaus kein einziges Mal kostenlos geparkt.

Die Küste ist wirklich wunderschön und selbst Durdle Door war an einem Sonntag gar nicht so überlaufen wie ich vermutet hätte.



LG Christina

Horst

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #19 am: 27. Juni 2022, 20:34:39 »
Die Küste ist wirklich wunderschön und selbst Durdle Door war an einem Sonntag gar nicht so überlaufen wie ich vermutet hätte.
Juli & August (und da dann noch Wochende) sollte man sicher tunlichst meiden.
Sonst fanden wir es mit den "Massen" auch ganz ok - obwohl die Engländer an Ostern auch Urlaub/Ferien hatten.
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Silvia

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #20 am: 28. Juni 2022, 10:25:51 »
Das mit den Parkgebühren läppert sich dann ja ganz schön zusammen, vor allem wenn man gerne mal 3,4 Plätze an einem Tag besucht.  :(

Ein wirklich putziges Mittelalterstädtchen, toller Blick von der Ruine runter, da fehlt nur noch mittendrin ne rote Telefonzelle  ;D

Die Sandburgen finde ich toll - da ich sowohl künstlerisch als auch kreativ völlig unbegabt bin staune ich immer wieder bei solchen Kunstwerken  :respekt:

Horst

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #21 am: 28. Juni 2022, 14:51:26 »
Das mit den Parkgebühren läppert sich dann ja ganz schön zusammen, vor allem wenn man gerne mal 3,4 Plätze an einem Tag besucht.  :(

Das stimmt. Wobei es davon abhängig ist wie lange man bleibt. 5 Minuten schnell ein Foto machen, haben wir nichts reingeworfen. Eine Stunde gab es manchmal für 2 Pfund, manchmal war die Mindestgebühr leider höher, manchmal hat es auch mal nichts gekostet (wobei das am seltensten war).
Eigentlich sind wir gut durchgekommen bis kurz vor Schluß in Bath. Super Parkplatz mit idealer Lage im Zentrum, Ticket mit Startuhrzeit für die Besichtigung der Bäder war gebucht und dann nicht genug Münzen für den Automaten (Kartenzahlung war defekt). Ringsum keine Läden die Münzen wechseln konnten und keine Zeit länger rumzusuchen. Dann kam ein Typ mit einer ganzen Schüssel voller Pfundmünzen an den Automaten, bei dem konnten wir wechseln und der hat uns gerettet.
Also die Münzsammlung ist hier wieder was wert ... ;)
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Ilona

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #22 am: 28. Juni 2022, 16:46:37 »
Mit den Parkautomaten machten wir auf Sardinien auch schon so manche Erfahrung :toothy9:. Ich glaube, das war sogar dasselbe Modell  :totlach:.

Davon abgesehen sollte man immer Kleingeld dabei haben, falls man mal auf ein kostenpflichtiges WC muss :cool2:.

Ansonsten gefällt mir das bisher Gezeigte :thumb:.

Liebe Grüße

Ilona

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #23 am: 28. Juni 2022, 19:57:10 »
4.Tag – Di 12.4.2022


Heute morgen ist es bedeckt aber trocken – für England im April also absolut ok.
Nur einen Katzensprung ist es mit dem Mietwagen zur Ladram Bay. Dummerweise ist der Parkplatz der keinen weiteren Anmarsch nötig macht nur für Gäste des benachbarten Holiday Parks geöffnet. Der Schrankenwärter lässt sich da es noch früh am Morgen ist und noch kaum Leute da sind aber überreden, dass wir nur einen kurzen Blick an die Bucht werfen, überhaupt – die Leute die wir hier treffen sind entspannt, freundlich und hilfsbereit, ein angenehmes Völckchen.   





Während wir an den Seven Sisters und der Kreide-Küste weiter im Osten auf schneeweiße Felsklippen blickten, ist die Jurassic Coast von rotbraunen Felsen geprägt. So ist es auch hier an der Ladram Bay.





In der Bucht ragen einige Felstürme aus dem Meer was die Szenerie für Augen und Kamera besonders reizvoll machen.










Besonders nahe kommt man den Felsen und Gezeitenbecken bei Ebbe wie jetzt.





Wir drehen eine kleine Runde am Strand und halten uns daran, dass wir unseren Besuch zeitlich nicht zu sehr ausdehnen.








Dort wo in Südengland Devon in Cornwall übergeht, liegt die mystische Landschaft des Dartmoors, einer von 10 englischen Nationalparks. Das wilde unwirtliche Moorland erstreckt sich über eine Fläche von über 900 Quadratkilometer und ist eines der größten und einsamsten Naturreservate Europas.   




Wir fahren zum Parkplatz an den Haytor Rocks und laufen das kurze Stück zu dem markanten Felsmonolithen mit seinen Granitfelsen.













Als die ersten Siedler in der Jungsteinzeit in die Gegend des heutigen Moorlandes kamen, gab es hier einen großen Wald. Die Siedler rodeten die Bäume und wurden sesshaft. Da der Boden jedoch für den Ackerbau kaum geeignet war, betrieben sie hier hauptsächlich Viehzucht. Ein plötzlicher Klimawandel führte dann dazu, dass die frühen Bauern das Dartmoor schon nach wenigen Jahrtausenden wieder verließen. Bis heute hat sich das Gesicht dieser Landschaft kaum mehr verändert, sodass es nicht viel Phantasie braucht, um sich vorzustellen, wie das Land vor etwa 3.000 Jahren ausgesehen hat.




In Südengland wird man wohl kaum einen geheimnisvolleren und mystischeren Ort finden als das Dartmoor, das nicht selten von tief hängenden Nebeln durchzogen wird. Auch wir erleben für einige Momente wie kurzzeitiger Nebel die Stimmung der Landschaft völlig verändert.
Schon von jeher glaubten nicht Wenige in den Nebelschleiern Gestalten und Gespenster ausmachen zu können und so ist das Dartmoor von vielen Mythen und Legenden umwoben, die auch heute noch bekannt sind. Auch die Landschaft selbst bietet ausreichend Kulisse für Schauergeschichten jeglicher Art.
Die Legende von Richard Capel, der 1677 von einem Rudel dämonischer Hunde zu Tode gehetzt worden sein soll, wurde von Generation zu Generation im Dartmoor weiter erzählt.
Der schottische Arzt und Dichter Sir Arthur Conan Doyle griff sie auf und erzählte die Geschichte eines Geisterhundes, der durch die Untaten eines bösartigen Vorfahren erweckt wurde und nun sein Unwesen in den einsamen Hochebenen des Moorlandes treibt, in seinem Roman „Der Hund von Baskervilles“ und schickte einen gewissen Sherlock Holmes aus um das Rätsel zu lösen.





Von den Haytor Rocks gehen wir hinab zum Haytor Quarry, einem Steinbruch. Übrigens mit Steinen aus diesem Quarry wurde die London Bridge erbaut.







Ein weiteres Beispiel für die für die Region so typischen Granitfelsenansammlungen ist eine Felsengruppe am Hound Tor.




Das Wort „tor“ bedeutet Hügel und ist eines der wenigen keltischen Begriffe  in der englischen Umgangssprache der Neuzeit.





In diesem hochgelegenen, kargen Land gedeiht seit langer Zeit ein sehr zähes und bodenständiges Geschöpf: das Dartmoor-Pony, das wir an einigen Stellen das Parks entdecken können.





Dartmoor-Ponys gehören heute zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen.





Weltweit geht man von einem Bestand von etwa 3000 Tieren aus.














Zeit für einen Break. Wir fahren nach Widecombe-In-The-Moor, ...




... laufen um die alte Kirche, ...





... besichtigen den dazu gehörigen Friedhof hinter der Kirche ...





... und finden ein nettes Cafe für eine Mittagspause, dazu gehören, very british, als Pflicht "Scones" auf den Teller.





Letztendlich sind wir heute auf dem Weg nach Cornwall und somit nach Süwesten.
Einen Stopp wollen wir uns aber im Dartmoor Nationalpark noch gönnen und der bietet echtes Kontrastprogramm zu den beiden Granithügeln zuvor. Von Two Bridges starten wir auf eine kurze Wanderung zum Whistman's Wood.




Der Trail folgt leicht  erhöht dem Tal des West Dart River im Herzen des Dartmoors und lässt auf geschwungene Hügel, Schafe und endlosen Horizont blicken.





Nach gut halbstündigen Fußweg, ist ein Zwergeichenwald – der Whistman's Wood erreicht.






Sobald man in das Gewirr der Bäume eintritt, befindet man sich umgeben von einer geradezu magischen Welt von moosbedeckten Felsbrocken, tiefhängen Flechten und an Finger erinnernde Äste.





Seit Jahrtausenden übt dieser kleine verkrüppelte Wald eine mystische Wirkung aus. Geschichten über Druiden, Geister, Teufel und viele andere übernatürliche Wesen ranken sich um den Whistman’s Wood. Man sagt, kein Einheimischer würde es wagen, nach dem Sonneruntergang an diesen Platz im Moor zu kommen.





Für heute ist es fast noch zu hell und etwas Nebel würde der Stimmung vielleicht noch gerechter werden – aber der Wald ist klasse und es macht großen Spaß hier auf Entdeckung und Motivsuche zu gehen.















Auf der weiteren Fahrt nach Südwesten zu unserem Übernachtungsziel nähe Redruth regnet es sich ein was heute nicht weiter dramatisch ist. In den nächsten Tagen hoffen wir zumindest auf trockenes Wetter denn unser Aufenthalt in Cornwall steht an und auf den freuen wir uns aufgrund der landschaftlich wunderschönen Küste am meisten.


Übernachtung: Apartment Trecarrack Road 45, Camborne (nähe Redruth), Cornwall - 
Bewertung: 10/10 , perfekt – alles was man braucht und riesig groß, Küche, Preis 102 €
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Silvia

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #24 am: 29. Juni 2022, 09:50:44 »

Sobald man in das Gewirr der Bäume eintritt, befindet man sich umgeben von einer geradezu magischen Welt von moosbedeckten Felsbrocken, tiefhängen Flechten und an Finger erinnernde Äste.
Sind da neuzeitliche Druiden noch aktiv?  Auf dem Stein ist ne Spirale zu sehen und da Moos normalerweise nicht im Kreis wächst sieht das menschgemacht aus.

Wie sah es im Dartmoor mit anderen Touristen aus?  Denn richtig einsam sah das auf manchen Bildern nicht aus. .. und ihr wart ja doch relativ früh im Jahr dort.

Horst

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #25 am: 29. Juni 2022, 13:16:25 »
Hallo Silvia,


Sind da neuzeitliche Druiden noch aktiv?  Auf dem Stein ist ne Spirale zu sehen und da Moos normalerweise nicht im Kreis wächst sieht das menschgemacht aus.
Alles sehr mystisch. ;)
Hab noch mal gegoogelt und in den Übersetzer geworfen:
"Wistman’s Wood war auch den Druiden heilig. Dies war der Ort, an dem sie sich zu ihrer geheimen Anbetung versammelten. Ein großer Stein erinnert noch heute an diese Tage. Der Druid Stone oder Buller Stone ist immer noch erhalten. Es soll ein Portal zur paranormalen Welt sein."
Ich habe das Portal nicht ausprobiert, da wir an dem Tag noch über eine Stunde nach Süden fahren mussten. ;)


Wie sah es im Dartmoor mit anderen Touristen aus?  Denn richtig einsam sah das auf manchen Bildern nicht aus. .. und ihr wart ja doch relativ früh im Jahr dort.
Die Briten haben (leider) auch Osterferien (und ich muss praktisch immer während der Ferien) - deshalb waren trotz der frühen Saison schon auch öfter mal Leute unterwegs, hat sich aber gut verteilt (war nur an einem Strand im Norden Cornwalls mal etwas übel - aber das hatte auch seine Gründe).
Wenn Du es im Dartmoor einsam haben willst ist das kein Problem. Einfach von den bekannteren Zielen Abstand nehmen oder sehr früh und später am Tag unterwegs sein - da ist man dann wahrscheinlich fast alleine, selbst am Wochenende (Ausnahme natürlich Juli/August).

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Ilona

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #26 am: 29. Juni 2022, 14:40:51 »
Zitat
very british, als Pflicht "Scones" auf den Teller.

Wie es sich gehört, mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream  :thumb: . Obwohl ich schon einige Male auf der Insel war, habe ich das noch nie probiert  :weissnicht:.

Dartmoor scheint wirklich ein Nebelfänger zu sein, aber nur so wirkt die tolle Landschaft.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #27 am: 30. Juni 2022, 13:52:48 »
5.Tag – Mi 13.4.2022


Die nächsten Tage stehen also im Zeichen der Südwestlichsten Graftschaft Englands – Cornwall.
Obwohl Cornwall zu England gehört, erscheint es in vielerlei Hinsicht fast als ein eigenständiges Land. Die meistenReiseführer sprechen von „Cornwall und Südwestengland“ und behandeln Cornwall als separaten Landesteil.
Cornwall ist deutlich dünner besiedelt als seine Nachbarn, seine Bewohner scheinen in ihrer Region besonders verwurzelt, die Natur ist eine Spur wilder, die Küste noch spektakulärer, die Orte noch pittoresker, die Gärten berühmt, Legenden, Sagen und Geheimnisse findet man an vielen Ecken und Winkeln dieser Grafschaft.






Für diesen Morgen haben wir uns gleich eines der bekannten Ziele ins Auge gefasst, die wohl alle Erstbesucher ins Programm nehmen.
An der rauen südwestlichen Spitze Englands ragt die Gezeiteninsel St Michael's Mount vor der Küste Cornwalls beim kleinen Ort Marazioaus dem Meer.





Oft von Nebelschwaden verhangen, trotzt der St. Michael's Mount seit Tausenden von Jahren tapfer Wind und Wetter.





Ausschließlich bei Ebbe kann man über einen steinernen Pfad zur Insel laufen.
Heute gilt der St. Michael's Mount als eines der Wahrzeichen von Cornwall. Wie auch der berühmte Mont Saint-Michel, sein französisches Pendant in der Normandie, war die Insel mit dem dazugehörigen Schloss und der Abtei lange Zeit ein beliebtes Pilgerziel von Schotten und Iren, die aus dem Norden kommend, in Richtung Jakobsweg unterwegs waren.
Benediktinermönche vom französischen Mont Saint Michel errichteten auf dem Inselberg vor Cornwall im 11. Jahrhundert ein Kloster ganz nach dem Vorbild in ihrer Heimat. Später wurde aus der religiös genutzten Insel ein Stützpunkt für die Befestigung der Südküste und eine Burg entstand. Das Anwesen befindet sich heute im Privatbesitz, kann aber besichtigt werden, worauf wir aber verzichten, da man sich ausschließlich Online Tickets mit Wartezeiten sichern müsste, worauf wir keine Lust haben.




Wir fahren lieber ins hübsche Porthleven ...





... mit seinem sehenswerten Hafen und finden ein nettes Cafe mit einem Tisch in der Sonne.










Nächstes Ziel für den Nachmittag ist die Lizard Halbinsel und die Bucht von Kynance Cove. Ein schönes Erlebnis haben wir am Parkplatz, wo wir mal wieder keine Münzen haben. Wir erkundigen uns beim Parkplatzanweiser nach alternativen Zahlungsmethoden. Der fragt zurück ob wir Ausländer wären – und entscheidet, dass wir als ausländische Touristen kostenlos parken dürfen. :D
Vom Parkplatz führt ein Weg hinab zu den Klippen der Küste. Möwengeschrei begrüsst uns, beim Blick hinab auf die aus dem Meer ragenden Felsen der Bucht.
Kynance Cove ist eine Ikone Cronwalls, gilt als einer der meist photografierten und gemalten Buchten Großbritanniens.





Die Natur hat sich hier auch auch besonders Mühe gegeben, ...




... eine wilde Ansammlung von Felsbrocken im Wasser, ...





... eine Küstenlinie die sich nur für die Bucht kurz absenkt um dann wieder aufzusteigen, ...




... türkis-grünes Wasser von bunten Flechten überzogene Felsen ...




...  und sicher einen der am schönsten gelegenen Biergärten des Planeten ...




... der sogar noch eine Liegewiese aufweist.
Auch wir können da nicht widerstehen und gönnen uns ein Eis in England im April und natürlich den unvermeidlichen Kaffee.





Danach geht es zum südlichsten Punkt Britanniens, dem Lizard Point.





Auch hier gibt es sehenswerte Küste, ...





... Felsmonolithen und Felslöcher im Meer...





... und einen Leuchtturm zu bewundern.






Das Finale des Tages findet heute an der kornischen Westküste am Godrevy Point statt.





Strände und raue Felsenriffs wechseln sich hier ab.




In der Ferne wird der Horizont von einem Leuchtturm dominiert.








Das Abendessen „erjammern“ wir uns im Red River Inn Pub, wo es zunächst keinen Tisch für uns gibt, aber mit etwas Überredungskunst und Beharrlichkeit doch noch ein Tisch für uns gefunden wird.



Übernachtung: Apartment Trecarrack Road 45, Camborne (nähe Redruth), Cornwall - 
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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #28 am: 30. Juni 2022, 14:27:00 »
Die Küste ist klasse  :beifall:, aber den Nebel hättet ihr im Dartmoor lassen können  :zwinker:.
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Re: Süd England – ans wundervolle Ende Britanniens
« Antwort #29 am: 01. Juli 2022, 18:48:55 »
Was für ein toller Küstentag  :beifall: