Autor Thema: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden  (Gelesen 6981 mal)

Christina

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #15 am: 18. Juli 2022, 18:45:44 »
Das waren zwei sehr schöne erste Tage. Mir wäre die Fährabfahrt auch zu spät gewesen, da wäre ich auf dem Parkplatz schon eingeschlafen, aber von uns aus und da wir kein Womo haben, wäre vermutlich eh Flug und Mietauto am sinnvollsten.

Schön, die Öresundbrücke, die habe ich von Kopenhagen ja auch mehrmals gesehen und  bei meiner Fahrt nach Humlebaek ins Louisiana Museum konnnte ich hinüber nach Schweden schauen, ihr seid parallel gefahren. Helsingborg sieht sehr nett aus und der Kullaberg bietet schöne Wanderungen.

Wie eures auch?  ;D 

 :totlach:

Kullaberg haben wir nicht im Haus.



LG Christina

Rainer

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #16 am: 18. Juli 2022, 19:09:57 »
aber von uns aus und da wir kein Womo haben, wäre vermutlich eh Flug und Mietauto am sinnvollsten.

Von uns aus ist es nicht bedeutend weniger als von Euch aus, um die 1.000km (für uns etwas weniger). Wir haben das bequem an zwei Tagen gefahren, mit Übernachtung auf halbem Weg (Neumünster). Das geht eigentlich ganz gut, dann braucht man nicht den teuren Mietwagen zu bezahlen und den Flug auch nicht. Kostet natürlich mehr Urlaubstage, für uns spielt das keine Rolle mehr.

In jungen Jahren wäre ich das in einem Stück gefahren, wir sind früher sehr häufig von Kaarst (früher unser Wohnort) nach Genua gefahren, das sind sogar über 1.000km. Da sind wir morgens um 9.00 Uhr los und sind dann ca. 19.00 - 21.00 in Genua angekommen, je nach Durchkommen. Da ging dann um 23.00 Uhr die Fähre nach Korsika. Heute wäre mir das viel zu viel. Aber machbar ist das.

Susan

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #17 am: 18. Juli 2022, 19:43:00 »
Hallo Rainer, wir fliegen am Dienstag über Amsterdam mit KLM nach Las Vegas und sollen laut Plan 2:15pm ankommen. Am Donnerstag übernehmen wir dann ein Wohnmobil. Soweit ich mich erinnere, kreuzen sich unsere Touren am 3./4.10. in Moab?

Zitat
aber mich hätte immer noch diese schreckliche Abfahrtszeit gestört, das ist für mich hoffnungslos zu spät
Zitat
Mir wäre die Fährabfahrt auch zu spät gewesen

Wir sind halt Nachteulen  ;) Es gibt noch eine Abendabfahrt je nach Wochentag 22 bis 23 Uhr, dann seid ihr morgens in Malmö. Oder eine über Tag 10-19 Uhr.

Ich bin froh, dass ich am Arbeitsplatz keinen so unbequemen Stuhl und Tisch namens Kullaberg habe 

 ;D Ich auch
Liebe Grüße
Susan


Rainer

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #18 am: 19. Juli 2022, 13:45:16 »
Hallo Rainer, wir fliegen am Dienstag über Amsterdam mit KLM nach Las Vegas und sollen laut Plan 2:15pm ankommen. Am Donnerstag übernehmen wir dann ein Wohnmobil. Soweit ich mich erinnere, kreuzen sich unsere Touren am 3./4.10. in Moab?

Genau, das war das. wir sind vom 03.10. - 07.10.22 im Inca Inn in Moab. Aber in Las Vegas haben wir auch noch eine minimale Schnittmenge, denn wir sind am Dienstag abend (wenn Ihr gerade angekommen seid) auch noch in Las Vegas, wir fahren am Mittwoch morgen erst ab. Aber ich erinnere mich jetzt auch, das ist natürlich schwierig, Las Vegas ist groß und nach dem langen Flug ist man platt (wäre ich jedenfalls). Ich will dann eigentlich nur noch ein paar Spielchen spielen (das muss immer sein), ein paar Bierchen trinken - und dann ins Bett.

Oder eine über Tag 10-19 Uhr.

Das habe ich auch gesehen, im Herbst/Winter (ich habe November geschaut) ist die von 11-20 Uhr. Die ist sogar noch billiger (75€ für Womo + 2 Personen), wahrscheinlich bekommt man da keine Kabine. Ist eigentlich auch nicht schlecht, man muss allerdings früh aufstehen (vor allem für die 10 Uhr Fähre). Kann ich auch nicht... (ich weiß, ich kann gar nichts).

Susan

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #19 am: 19. Juli 2022, 17:33:28 »
Man kann auch für die Tagfahrt eine Kabine bekommen, für die anderen Abfahrten muss man eine nehmen.

Zitat
Aber ich erinnere mich jetzt auch, das ist natürlich schwierig, Las Vegas ist groß und nach dem langen Flug ist man platt (wäre ich jedenfalls).

Wir sind dann wahrscheinlich auch platt, besonders da wir schon früh starten; 6 Uhr Abflug und wer weiß was an Verspätungen auf uns zukommt  ??? Am 3. und 4.10. sind wir auf dem Devils Garden CG im Arches, 5.und 6. weiß ich noch nicht genau.
Liebe Grüße
Susan


Christina

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #20 am: 19. Juli 2022, 18:17:29 »
aber von uns aus und da wir kein Womo haben, wäre vermutlich eh Flug und Mietauto am sinnvollsten.

Von uns aus ist es nicht bedeutend weniger als von Euch aus, um die 1.000km (für uns etwas weniger). Wir haben das bequem an zwei Tagen gefahren, mit Übernachtung auf halbem Weg (Neumünster). Das geht eigentlich ganz gut, dann braucht man nicht den teuren Mietwagen zu bezahlen und den Flug auch nicht. Kostet natürlich mehr Urlaubstage, für uns spielt das keine Rolle mehr.

In jungen Jahren wäre ich das in einem Stück gefahren, wir sind früher sehr häufig von Kaarst (früher unser Wohnort) nach Genua gefahren, das sind sogar über 1.000km. Da sind wir morgens um 9.00 Uhr los und sind dann ca. 19.00 - 21.00 in Genua angekommen, je nach Durchkommen. Da ging dann um 23.00 Uhr die Fähre nach Korsika. Heute wäre mir das viel zu viel. Aber machbar ist das.

Wenn Zeit keine Rolle (mehr) spielt, ist auf jeden Fall das eigene Auto sinnvoll, man kann dann einen kleinen Roadtrip daraus machen und (wie ich bei meinem Rügenurlaub 2020) für Hin- und Rückweg zwei schöne Zwischenstationen aussuchen.



LG Christina

Susan

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #21 am: 19. Juli 2022, 18:47:34 »
15. Juni  Torekov Bjäre Halvön

Heute geht es weiter auf die nächste Halbinsel nach Bjäre. Der Norden wird gebildet durch den Bergrücken Hallandsåsen, den Rest prägen grüne Hügel und Ackerland.
Wir schlagen unser Quartier beim First Camp Torekov auf. Das ist eine relativ große Anlage, auf der in der Hauptsaison auch  Aktivitätsprogramme angeboten werden. Jetzt ist es aber noch ziemlich ruhig hier.

Anlass für diesen Stopp ist eigentlich Hovs Hallar, das (?) beschrieben wird als dramatische Landschaft mit steilen, bis zu 30 m hohen Klippen und weitläufigen Kies- und Geröllstränden. Da gibt es Wanderwege, teils direkt am Meer entlang, teils oberhalb der Klippen.

Da Kersten Rückenweh hat und beinah jede Stufe meinen Knöchel schmerzen lässt, folgen wir jedoch der Empfehlung der Rezeptionsdame und spazieren die Strandpromenade entlang nach Torekov.  8) Der Weg ist ca. 2 km lang, schön eben, nahezu steinlos und führt  hinter einem Dünchen entlang. Außerdem duftet es herrlich, denn er ist gesäumt von Wildrosenhecken. Die habe ich leider nicht auf den Chip gebannt, nur einzelne Blüten. Laut unserem Naturführer heißen die tatsächlich Strand- oder Dünenrosen.



Wir kommen durch einen kleinen, verwunschen wirkendenen Hain.  Auf den Bildern kommt das nicht so ganz rüber.





Torekov liegt an der westlichen Spitze der Bjäre-Halbinsel und ist ein altes Fischerdorf. Vermutlich stammt der Ortsname von einem alten Heiligtum des Gottes Thor Thores skov (Wald  des Thor). Etwa der obige Hain?

Es gibt jedoch noch eine andere Legende dazu.

Es gab einst eine dänische Prinzessin namens Thora, deren Vater ein zweites Mal heiratete. Die Stiefmutter war böse und befahl einem Fischer, Thora und ihre Geschwister im Meer zu ertränken. Die Leiche der Prinzessin wurde bei einem runden Felsen in Torekov angespült und von einem Blinden gefunden. Er schwor das Mädchen in geweihter Erde zu begraben und bekam dadurch sein Augenlicht zurück. Wegen dieses Wunders wurde die Jungfrau Thora zur Schutzheiligen der Gegend. Und der Fundort nach ihr benannt


Wir kommen am Hafen heraus, heuer eher einer für Segler als für Fischer. Ich hatte spekuliert, eventuell eine Seehundsafari mitzumachen. Leider wird die momentan noch nur am Wochenende angeboten.  :(





Es soll hier ein ein kleines Seefahrtsmuseum geben. Ob das Schiff dazu gehört?



Ein häufig zu findendes Bild im www ist dieses



liegt nicht ganz so einsam, wie es manche Bildunterschriften suggerieren.  ;) Von dem Häuschen aus wurden einst die Schiffe in den sicheren Hafen gelotst, denn Torekov war bekannt für seine gefährliche Küste. Um die 300 Schiffe fanden an ihr ihr letztes Grab. In dem Holzhaus Efemia Åland sind etliche Holzplanken mit den Namen der gesunkenen Schiffe sowie andere Teile zu sehen - natürlich restauriert.








 
Wirklich eine Menge an Wracks  :(

Nach dem Hafen wird das Ufer felsiger, wir folgen dem Weg soweit er auf der Straße entlang führt.
 

Hier irgendwo soll Thora angespült worden sein.

Wir sehen einige nette Sommer-/Ferienhäuser. Deren Bewohner scheuen sich nicht, zum Baden zu kraxeln - und zwar im Bademantel ::)





Wir kehren um und spazieren langsam wieder zurück.


nochmal Lotsenhäuschen plus kleinen Bruder
vermutlich eine Hafenleuchte


die Sandbucht



Interessant finden wir, dass es lange Badestege gibt, obwohl man gut vom Ufer aus Baden hätte gehen können. Das sehen wir später noch öfter, auch an den Binnenseen.
Den Rest des Tages relaxen wir.



Heutige Etappe:

Liebe Grüße
Susan


Silvia

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #22 am: 20. Juli 2022, 09:44:45 »
Kullaberg sieht wirklich toll von oben aus und Torekov scheint ein nettes Fischerdörfchen zu sein  ... wenn auch nicht für die über 300 gesunkenen Schiffe ... da fallen mir sofort auch wieder Geschichten und Lieder von falschen Leuchtfeuern ein und Plünderern

Ilona

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #23 am: 20. Juli 2022, 13:57:32 »
Zitat
Interessant finden wir, dass es lange Badestege gibt, obwohl man gut vom Ufer aus Baden hätte gehen können. Das sehen wir später noch öfter, auch an den Binnenseen.

Vielleicht ist es vorne zu schlammig :gruebel: ?

Die Halbinsel ist mir allerdings unheimlich. 300 versunkene Schiffe und eine ertränkte Prinzessin samt Geschwister :verpiss: .
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #24 am: 20. Juli 2022, 18:00:34 »
Das gelbe Holzhäuschen sieht ja sehr idyllisch aus, insgesamt gefällt mir Torekov gut, die Steilküste, die du erwähnst, habt ihr dann nicht mehr gesehen?

Die schmalen schwedischen Fahnen fallen mir auf, dieselbe Form habe ich nämlich auch in Kopenhagen bzw. Umgebung gesehen (natürlich dann die dänische Flagge) - ob das irgendeine Bedeutung hat?



LG Christina

Susan

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #25 am: 22. Juli 2022, 18:07:53 »
An solchen Küsten blühen ja die Geschichten von den "Landpiraten"  8) Kenne das hauptsächlich von Cornwall, Maine und Outer Banks, schwedische Varianten sind mit jetzt so nicht untergekommen.

Schlammig oder steinig war es an den Ufern nicht unbedingt. Manchmal musste man nur ein Weilchen gehen, bis es tief genug war. Das geht auf Stegen sicherlich einfacher.  ^-^ Und die kleinen wie großen Kiddies haben was zum Springen  ;D

Ein Teil der schmalen Fahnen waren eher Windsäcke, aber es gab auch diese Wimpel förmigen viel.  Ich vermute mal, dass es statische Gründe hat, bei dem starken Wind kleinere Flaggen zu hissen.

Nein, die Steilküste haben wir dann ausgelassen, es zog uns zu einer anderen, "schwedischeren" Landschaft. Nachher mehr dazu.
Liebe Grüße
Susan


Susan

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #26 am: 22. Juli 2022, 23:22:12 »
16. Juni  Koön - Blå Runt

Die nächste Etappe führt uns eine ganze Ecke weiter nordwestlich nach Västra Götalands.

Den größten Teil fahren wir Autobahn, mit  Ausnahmen nicht weiter spannend. Streckenweise sind Böschung und Mittelstreifen nett mit pink–lila-weiß blühenden Gewächsen bepflanzt; Könnten vielleicht Lupinen sein. Ein gutes Bild ist mir leider nicht gelungen. Wir düsen kurz durch unsere Küche  ;)




bevor wir nach Göteborg kommen. Lassen wir allerdings links liegen, weil wir momentan wenig Lust auf Stadtbesichtigung haben.
Nachdem unser TomTom seinen Geist aufgegeben hat und eine Handy-App ständig nervte, doch die Premiumversion herunterzuladen, nutzen wir erstmals Here-we-go. Soweit okay, manchmal erschien uns die Routenführung etwas wunderlich.  :gruebel: Es dauerte, bis wir darauf kamen: kürzeste Strecke heißt immer kürzeste Strecke. Selbst wenn es langsam durch Wohngebiete geht, statt auf der Ortsdurchfahrt.  ::) Auch hier durch Göteburg werden wir etwas merkwürdig geführt: erst ab einem Kreuz von der E5 runter auf die E 20 nach Stockholm, dann quasi U-Turn und über andere Kreuze wieder zurück zur E5. Könnte daran liegen, dass ich Mautstraßen ausgeschlossen habe. Jedenfalls umgehen wir so einen Stau.  ^-^

Recht bald passieren wir Kungälv mit der alten Festung Bohus.



Nach ihr hieß bzw. heißt diese Gegend Bohuslän. Hier verlassen wir die Autobahn und fahren westlich Richtung Küste. Die besteht hier aus Schärengärten mit gesamt über 8000 Inseln und Schären.  Die Provinz gehörte lange zu Norwegen bzw. der dänisch-norwegischen Union und wurde erst 1658 schwedisch.  Während einer Pestepedemie im 14. Jhd.  kam die Landwirtschaft beinahe zum Erliegen und erholte sich nur langsam. Zum Glück gab es zwischen 1500 und 1906 einige Perioden, in denen reiche Heringsschwärme nahe ans Ufer kamen. Sie lieferten Arbeit und Nahrung.

Einige Inseln liegen nur kanalbreit auseinander, so erreichen wir über Brücken unser Ziel Koön. Unterwegs können wir schon erste Blicke auf die Schären werfen. Leider nur ein mäßiges Foto (der Gatte ist einfach zu schnell  ;) )



Wir bekommen einen Wohnmobilstellplatz beim Marstrands Familjecamping. Übrigens: auf nahezu allen von uns angefahren Campingplätzen kann man auch Hütten oder Zimmer mieten. Es ist etwas bewölkter als bisher, immer noch windig und zeitweise ziehen leichte Nebelschwaden vorbei. Trotzdem ist es wärmer, wir knacken die 20 Grad Marke.  8)

Nachdem wir uns eingerichtet haben, spazieren wir zum ausgeschilderten Badplats.



Das Wasser testen wir nicht  :floet: Doch hier stoßen wir auf einen der drei Koön Wanderwege, der blauen Runde. Wir folgen der Markierung den Felsen hinauf





Wir kommen an einem Wasserreservoir vorbei, dem Smörsundsdamnen



Es geht weiter bergan bis zu einem Aussichtspunkt samt Lagerfeuerstätte. Die Blicke öffnen sich zu den Smörsundsskären und den nördlichen Inseln.





Hier oben gefällt es auch den Rehen  ^-^





Von oben sehen wir dann gut all diese Felsklötze im Wasser ;) Während der Eiszeiten schliff das Eis die darunterliegenden Granitfelsen rund und flach. Nach dem Abschmelzen und folgenden Landhebungen entstanden diese Schären genannten Felsinseln. Sie kommen überwiegend in Skandinavien und Ostkanada vor und können zwischen wenigen Quadratmetern und einigen Quadratkilomtern groß sein. Häufig findet man sie in Gruppen von hunderten kleinen Inseln, quasi als "Vorhof" zum Festland. Daher wurden diese im Norden als skärgård bezeichnet, in deutsch wurde dann ein Garten daraus.  8)







Von oben sehen wir auch eine Gruppe unterwegs inSeekajaks. Wäre bestimmt interessant, hier herum zu paddeln.



Der Weg belibt noch ein Stück auf Höhe, in der Ferne können wir nun auch weitere bewohnte Inseln sehen.


gezoomt; könnte Dyrön oder Åstol sein



Wir kommen zu einer Kreuzung mit der schwarzen Runde, die weiter in die nordwestliche Ecke von Koön führt. Das wären nochmal 5 km zu den knapp 5 des blauen Weges dazu. Wir haben Kaffeedurst, daher verzichten wir darauf.  Über eine Art Forstweg kommen wir zum Parkplatz des offiziellen Startpunkts der beiden Rundwege. Von da an führt der Weg neben der Straße zum Campingplatz zurück.

Kleine Kaffeepause!
Liebe Grüße
Susan


Susan

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #27 am: 23. Juli 2022, 00:13:32 »
Alle mit Mamorkuchen gestärkt?

Weiter geht's ...

Die Wanderung hat uns gut gefallen, ich könnte erfrischt und gesättigt glatt noch die schwarze in Angriff nehmen. Der Gatte bremst, nicht gleich wieder verausgaben. Außerdem müssen wir noch für's Abendbrot einkaufen. Also düsen wir mit dem Roller nach Arvidsvik, den östlichen, neueren Teil des Ortes Marstrand. Da gibt es einen Coop, neben etlichen Parkplätzen für's autofreie Marstrandsön und Bootsanlegern.



Eine etwa 200 m breite Meerenge trennt die beiden Inseln und Ortsteile, hinüber kommt man nur per Boot. Schwimmen ist allein wegen des Bootsverkehrs nicht zu empfehlen  ;)


Festung auf Marstrandsön
leider im Gegenlicht.
Weitere Blicke auf Marstrand







Kersten geht einkaufen, ich Fährfahrplan checken. Bin schneller, daher kann ich noch Leute gucken. Scheinbar hat Coop einen eigenen Anlegesteg. Jaa, hier kommen die Kunden per Boot zum Einkaufen.  ;D Die Kajakgruppe sehe ich auch wieder.

Arvidsvik schaut ebenfalls nett aus, hat sogar ein schniekes Hotel, das wir uns nicht auf Chip zu bannen getraut haben. Da liefen grad so viele Businessleute rum.



Von der südlichen Inselecke aus sehen wir Klåverön; eine der Inseln, die nicht per Straße zu erreichen sind.



Wir rollern zurück und können noch etwas Sonne genießen, ehe es zu frisch draußen wird. Abendprogramm wie gehabt. Eine Freundin hatte mir die Krimis von Ann Rosman empfohlen, die ua hier spielen. Da bin ich mal gespannt.  :read2:

Übrigens soll Koön Kuhinsel heißen. Wir haben jedoch keine gesehen.

Heutige Etappe:


Liebe Grüße
Susan


Silvia

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #28 am: 23. Juli 2022, 10:04:37 »
Streckenweise sind Böschung und Mittelstreifen nett mit pink–lila-weiß blühenden Gewächsen bepflanzt; Könnten vielleicht Lupinen sein. Ein gutes Bild ist mir leider nicht gelungen.
Waren sehr wahrscheinlich Lupinien, allerdings wurden die sicher nicht gepflanzt, die wachsen dort als Unkraut kilometerlang an den Straßen

Tolle Ecke, der Badeplatz gefällt mir auch sehr  :herz:

Silv

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Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Antwort #29 am: 23. Juli 2022, 14:11:25 »
Streckenweise sind Böschung und Mittelstreifen nett mit pink–lila-weiß blühenden Gewächsen bepflanzt; Könnten vielleicht Lupinen sein. Ein gutes Bild ist mir leider nicht gelungen.
Waren sehr wahrscheinlich Lupinien, allerdings wurden die sicher nicht gepflanzt, die wachsen dort als Unkraut kilometerlang an den Straßen

Tolle Ecke, der Badeplatz gefällt mir auch sehr  :herz:

Das sind Lupinen. Die gibt es da wirklich wie Unkraut. Ich denke, ich könnte ein Bild haben. Schau bei Gelegenheit nach.

An der Westküste von Schweden waren wir noch nicht. Gefällt mir.
Liebe Grüße
Silvia