Autor Thema: Bretagne im Sommer 2022  (Gelesen 1503 mal)

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #45 am: 14. September 2022, 12:36:40 »
es geht uns beiden schon besser, ich bin nur immer wieder sehr müde, darum ist es gestern doch nichts mehr mit dem Reisebericht geworden aber jetzt geht es weiter. Die Basketballeuropameisterschaft geht auch noch weiter, gestern gab es das Spiel Deutschland gegen den Tournierfavoriten Griechenland das Deutschland unglaublicherweise gewonnen hat, ein Wahnsinnspiel! Am Freitag um 20:30 ist das Halbfinale Deutschland gegen Spanien, wahrscheinlich wird es von RTL übertragen, auf jeden Fall kann man es im Internet auf Magenta.de anschauen, die deutschen Spiele werden kostenlos übertragen. Würde ich jedem raten  8)
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #46 am: 14. September 2022, 12:36:52 »
7. Tag, Freitag 22. Juli

Heute Morgen war es etwas kühl, so haben wir drinnen gefrühstückt. Diesmal gab es wieder Rührei, Schinken und Käse, leider keinerlei Brot außer Baguette und der far breton schmeckt gar nicht, der restliche Kuchen war zu süß. Immerhin gab es frischen selbstgemachten Obstsalat und anderes Obst plus Joghurt, also ein durchschnittliches Frühstück, nicht ganz der Hotelkategorie entsprechend.

Danach haben wir uns auf eine Wanderung zu den vielen Dolmen und Menhiren in und um Carnac gemacht. Zunächst ging es runter in den Ort an einer Art Wertstoffhof oder Müllkippe vorbei (nicht sehr idyllisch), dann durch Gestrüpp Richtung Wald. Ohne GPS Track würde kein Mensch auf die Idee kommen hier langs zu gehen. Und ohne Garmin hätten wir unser erstes Ziel den Tumulus de Kercado (ca 4500 vor Christus) nicht gefunden



Am Eingang ist ein Lichtschalter, dann geht es gebückt durch einen engen Gang, in dem kleinen Raum am Ende konnte man stehen



leider gab es keinerlei Beschilderung hier



nach einem Stück durch den Wald kamen wir an einem Menhirenfeld an das leider eingezäunt war, es gab eine Tür aber die war verschlossen, ein Schild wieß auf Führungen hin die man aber vorab buchen muss, schade!



der für Frankreich übliche Bummelzug fährt auch hier entlang und hält kurz für die Fotografen.



normalerweise sieht man als Wanderer ja mehr als die vorbei fahrenden Autos, aber in dem Fall hätten wir uns die Wanderung sparen können und mit dem Auto herfahren können, es war doch etwas enttäuschend.

Dann haben wir eine Abzweigung von der Straße genommen über eine schöne Allee wieder in den Wald



und erreichten unser nächstes Ziel: "Géant et Quadrilatère du Manio"

   

diesmal zu Glück nicht eingezäunt, hierher kommt man aber nur zu Fuß oder mit dem Rad, hier gibt es also keine Massenaufläufe. Beschilderung gab es leider wieder keine außer dem Namensschild und der Bitte den Platz sauber zu hinterlassen



auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Strasse, dann querfeldein zum nächsten Menhirfeld, das wieder eingezäunt war, man konnte nur über den Zaun ins Feld schauen. Als wir vor 15 Jahren in Carnac waren konnte man überall zu den Menhiren hingehen. Weil es uns damals so gut in Carnac gefallen hatte sind wir noch mal hergekommen. Wenn wir gewußt hätten was uns hier erwartet hätten wir Carnac wahrscheinlich ausgelassen.



Seht ihr den Turm oben rechts im Bild? Das war das nächste Wegziel, dummerweise lag er auf der anderen Seite des Zauns. Wir hätten also den ganzen Weg zurück gehen müssen und dann die Strasse entlang. Zum Glück gab es da ein stabiles hölzernes Tor im Zaun, da sind wie drüber geklettert (und haben die Blicke der Leute auf dem Turm ignoriert  :-[ )
vom Turm aus hatte man einen schönen Überblick:





auch der weitere Weg geht immer entweder an einem Zaun oder einer Mauer entlang



wir fanden immer wieder Protestschilder von bretonischen Gruppen die gegen die "Disneysierung" der Bretagne protestierten. Diese Einzäunung ist von der französischen Zentralregierung veranlaßt worden und es waren wohl weitere Maßnahmen geplant gegen die sich die Bretonen erfolgreich gewehrt haben, aber glücklich sind sie mit dem aktuellen Zustand nicht.

In der Nähe der Menhirfelder gab es ein Museum, dort sind auch große Parkplätze und Busparkplätze und da waren echt die Massen unterwegs, das hatte ich von damals auch nicht in Erinnerung.
Wir wären jetzt gern irgendwo eingekehrt, aber es war erst 11:30 Uhr und die einzige Creperie unterwegs öffnet erst um 12 (auf die Imbisbuden am Museum hatten wir keine Lust)

wir haben noch ein paar Fotos gemacht, am Rande des Feldes waren Häuser, auf der Mauer am Straßenrand konnte man noch ganz gut sehen. Mitten im Feld stand eine Touristengruppe mit Führer. Wahrscheinlich ist es am besten wenn man solch eine Führung vorab bucht.







wir waren froh dass wir hier schon mal waren und die Gegend ganz anders gesehen haben (mit viel weniger Leuten und ohne Zäune). Wenn das so bleibt wie jetzt muss ich da so schnell aber nicht mehr hin. Der Weg ging dann durch den Wald zurück auf den Hügel über unserem Hotel. Die Wanderung hatte Josef aus dem Internet geladen und die war wahrscheinlich nicht aktuell. Ich denke wer nach Carnac fährt sollte sich vor Ort in der Touriinfo beraten lassen damit er nicht vor Zäunen steht  >:(

Um 1 Uhr waren wir am Hotel zurück, hier mal ein Foto vor unserem Zimmer:



das Zimmer war noch nicht gemacht, wir haben Kaffe gekocht und haben uns dann an den Pool begeben, zunächst war es zum baden zu kalt aber am Nachmittag wurde es dann wärmer. Fürs Abendessen  haben wir uns einen Platz in der einzigen Creperie die bis 22 Uhr auf hat einen Tisch für 21 Uhr reserviert. Die Lichtshow startet ja wieder erst wenn es dunkel wird. Wir hatten also noch viel Zeit bis zum Abend und weil das Wetter auch besser wurde habe wir beschlossen noch eine Strandwanderung zu unternehmen.

Wir haben uns die Wanderung 41 aus dem Rother Wanderführer Bretagne rausgesucht entlang der Cote Sauvage auf der Halbinsel Quiberon. Der Rother Wanderführer schlägt vor mit dem Zug oder Bus dorthin zu fahren, das kann man sicher machen wenn man eine Tagestour unternehmen will, soviel Zeit hatten wir aber nicht mehr. Auf Google Maps haben wir den Parkplatz Fozo rausgesucht an der Küste. Ohne Navi hätten wir den nicht gefunden, es geht über kleine Strassen quer durch einen kleinen Ort und es war viel Verkehr, aber als wir da ankamen war der Parkplatz halb leer und erfreulicherweise wieder kostenlos!

am Parkplatz war ein Denkmal zu Ehren der amerikanischen Soldaten im ersten Weltkrieg:





auf Überreste von den Weltkriegen werden wir auf dem Weg zahlreich treffen, zunächst ging es aber Richtung Strand:



hier war es windiger als in Carnac, dafür aber volle Sonne!



hier waren Unmengen von Möwen unterwegs



wir hatten außerdem Glück dass gerade Ebbe war und die algenbewachsenen Felsen aus dem Wasser auftauchten



immer wieder schöne Felsformationen



man sieht es nicht so gut aber hier sind Leute unterwegs die Muscheln oder Schnecken sammelten (das haben wir in der Bretagne immer wieder gesehen dass Leute bei Ebbe mit einem Éimer am Strand entlang Futter einsammeln)



das müßte La pointe Beg-An-Aud sein:



wirklich eine tolle Küste, also diese Wanderung kann ich euch unbedingt empfehlen!



zwischendrin gab es immer wieder Badebuchten, mit allerdings teils abenteuerlichen Abstiegen (einmal kamen wir an einem Schild vorbei das den Abstieg ausdrücklich verbat, unten tummelten sich mindestens 50 Leute...)



hier mal eine leichter zu erreichende Stelle. Am Rückweg im Hinterland haben wir gesehen dass von der Hauptstrasse aus etliche Stichstrassen zu Parkplätzen zu diesen Buchten führen (allerdings Schotterpisten und die Parkplätze auf Sand)



was leider überall gefehlt hat war jegliche Infrastruktur wie Toiletten, Starndbars etc.
hier der Arche De Port Blanc Roche Percée



danach ging es immer wieder an Bunkern vorbei, leider alle ohne Beschilderung, ich denke die sind alle aus dem zweiten Weltkrieg







hier an der der Pointe Marie Vernell sind wir dann vom Strand weg zur Strasse ins Hinterland gegangen und auf der Strasse zurück zum Parkplatz.



Leider gab es unterwegs keinerlei Restaurant oder Eisdiele wo man hätte einkehren können, es sind uns auch keine Fußgänger begegnet, hier war jeder mit dem Auto unterwegs. Laut Rother Wanderführer wäre der Weg auch noch am Strand weitergegangen bis zum Ort Quiberon und von dort hätte man mit dem Bus zurück fahren sollen.
Am Heimweg war wieder viel Verkehr, es ging nur langsam voran. Auf der Hinfahrt war uns am Beginn der Halbinsel auf der rechten Seite ein Denkmal aufgefallen. Am Rückweg war hier wieder Stau (dort ist eine der wenigen Ampeln) und auf dieser Strassenseite war ein Parkstreifen am Strassenrand wo wir halten konnte. Da gab es dann auch eine Erläuterung zur langen Geschichte des Fort de Penthièvre



ein kleines Denkmal das man von der Strasse aus nicht gesehen hat wieder zu Ehren der amerikanischen Soldaten im ersten und zweiten Weltkrieg:



Dank der Ampel kommt man über die Strasse und kann zum Denkmal gehen







es steht auf militärischem Sperrgebiet, dem Fort de Penthièvre das heute zum französischen Militär gehört. Das Mahnmal erinnert an 49 ermordete Widerstsndskämpfer die man am Kriegsende in einem Tunnel in dem Fort entdeckt hat. Als Besucher darf man zu dem Tunnel gehen, alles andere ist abgesperrt:





Neben der Gedenktafel war noch eine ausführliche Dokumentation und viele Fotos. Das war eindeutig ein Kriegsverbrechen. Sehr bedrückend anzuschauen. Im Moment machen mir solche Kriegserinnerungen besonders zu schaffen weil ich mir immer vorstelle dass es wahrscheinlich genauso auch in der Ukraine abgeht  :(

Auf dem Rückweg haben wir beim Bioladen in Carnac gehalten und ein paar Kleinigkeiten eingekauft. Auch das hat sich in Frankreich stark verändert, man findet praktisch in jedem Ort einen Bioladen.

Beim Abendessen in der Creperie waren wir froh dass wir reserviert hatten. Der Laden war brechend voll und wir mußten ziemlich warten. Die Galettes und Crepes waren super und der Cidre auch





die Crepes kamen erst nach 10 Uhr und so waren wir dann um 22:40 vor der Kirche und 5 Minuten später fing die Show an



diesmal war es ein Film über den Urlaub in Carnac gestern und heute und dauert 20 Minuten mit Text und Musik. Ganz nett aber nicht mit Chartres zu vergleichen.



   

   





wir fanden es jedenfalls klasse dass das wieder kostenlos war. In einem anderen Ort später im Urlaub hätte es eine kostenpflichtige Lichtshow gegeben, ich kann mich nicht mehr erinnern wo das war (St. Malo eventuell). Um 20 nach 11 waren wir wieder zuhause.

die heutige Autoroute: https://goo.gl/maps/ALH93WohTGZ4fAN88
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #47 am: 14. September 2022, 13:33:25 »
Was sind eigentlich Gallettes :verlegen: ? Crepes und Flammkuchen kenne ich, aber nach Gallettes müsste ich guugeln.

Die Kirchenbeleuchtung ist ja wieder sehr schön :beifall: und die Küste gefällt mir auch.
Liebe Grüße

Ilona

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Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #48 am: 14. September 2022, 15:28:48 »
Was sind eigentlich Gallettes :verlegen: ? Crepes und Flammkuchen kenne ich, aber nach Gallettes müsste ich guugeln.

Die Kirchenbeleuchtung ist ja wieder sehr schön :beifall: und die Küste gefällt mir auch.

Galettes sind Crepes aus Buchweizenmehl statt normalem Weizenmehl. Der Teig ist dunkler und die werden normalerweise salzig gefüllt mit Käse, Schinken etc.  In Deutschland kennt man das nicht, in der Bretagne gibt es auch Chips aus Buchweizenmehl. Buchweizen enthält viel Eiweiß und weniger Kohlenhydrate und ist daher gesünder als Weizen. Im Bioladen bekommt man es, im normalen Supermarkt habe ich es bei uns noch nie gesehen.
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #49 am: 14. September 2022, 17:15:22 »
Danke für die Info, Paula. Buchweizentorte esse ich immer gerne in Südtirol und habe mir da auch schon Mehl mitgenommen.

Allerdings war das zu grob gemahlen und der Kuchen knirschte zwischen den Zähnen  :totlach:.
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #50 am: 14. September 2022, 18:41:22 »
So eine Galette und im Anschluss ein Crepe könnte ich jetzt auch essen ;D Bei uns im Edeka gibt es sogar Buchweizenmehl, da machen wir hin und wieder Waffeln (und dann auch z.B. Spiegelei oder Speck dazu).

Sehr schöne Strandwanderung, mir wäre es allerdings viel zu voll. Wenn man dort nicht gerade im Juli oder August unterwegs ist, wären die Strände (und Straßen) weitgehend leer.  Dasselbe gilt auch für Carnac. Heimo hatte ja geschrieben, dass die Hauptfelder heutzutage alle eingezäunt sind, ist wie Stonehenge in England. Es ist zwar einerseits schade, andererseits finde ich es besser, dass man das gesamte Feld ohne Menschen anschauen und fotografieren kann, wenn es offen ist, trampeln doch überall die Touristenmassen durch. Und es gibt ja noch die kleineren und unbekannteren Felder, die dann völlig frei zugänglich sind (ich weiß nicht, ob ihr da noch hinkommt, z.B. auf der Crozon Halbinsel).


LG Christina

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #51 am: 15. September 2022, 09:31:07 »
https://goo.gl/maps/ALH93WohTGZ4fAN88

Sehr schöne Strandwanderung, mir wäre es allerdings viel zu voll. Wenn man dort nicht gerade im Juli oder August unterwegs ist, wären die Strände (und Straßen) weitgehend leer. 
wenn du das als voll empfindest warte mal bis wir in St Malo sind...dass Juli und August nicht mehr die richtige Zeit sind in die Bretagne zu fahren haben wir in diesem Urlaub auch gemerkt. Bisher waren das die Monate wo man einigermaßen mit gutem Wetter rechnen konnte. Mit der Klimaerwärmung ist jetzt aber wahrscheinlich September die beste Wahl, dann sind die ganzen Franzosen wieder weg und immer noch Badewetter wie man uns erzählt hat.

Heimo hatte ja geschrieben, dass die Hauptfelder heutzutage alle eingezäunt sind, ist wie Stonehenge in England. Es ist zwar einerseits schade, andererseits finde ich es besser, dass man das gesamte Feld ohne Menschen anschauen und fotografieren kann, wenn es offen ist, trampeln doch überall die Touristenmassen durch. Und es gibt ja noch die kleineren und unbekannteren Felder, die dann völlig frei zugänglich sind (ich weiß nicht, ob ihr da noch hinkommt, z.B. auf der Crozon Halbinsel).

ja wahrscheinlich hst du recht. Es  ist halt schwierig wenn man etwas in schöner Erinnerung hat und zurück kommt und dann ist da alles anders...wir waren damals auch im Juli dort und ich kann mich zwar an andere Touristen erinnern aber keinesfalls an Massen und an Vandalismus auch nicht. Ich finde man sollte es dann so machen dass man die umzäunten Bereiche gegen Eintritt betreten darf und dass dann wie im Museum ein Aufpasser dort ist (den man von dem Eintrittsgeld bezahlen könnte)
ich bedaure jetzt wirklich nicht längst schon mal in Stonehenge gewesen zu sein. Ich weiß nicht ob ich dahin will wenn ich es eh nur aus der Ferne sehen kann  :(
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #52 am: 15. September 2022, 18:02:08 »

wenn du das als voll empfindest warte mal bis wir in St Malo sind...dass Juli und August nicht mehr die richtige Zeit sind in die Bretagne zu fahren haben wir in diesem Urlaub auch gemerkt. Bisher waren das die Monate wo man einigermaßen mit gutem Wetter rechnen konnte. Mit der Klimaerwärmung ist jetzt aber wahrscheinlich September die beste Wahl, dann sind die ganzen Franzosen wieder weg und immer noch Badewetter wie man uns erzählt hat.

September oder auch Mai, wir waren 2014 im Mai in der Bretagne und konnten uns in der Sonne an den Strand legen, aber das Wasser war zu kalt zum reingehen, wennn man ins Meer will, ist September auf jeden Fall besser, da hat sich das Meer den Sommer über aufgewärmt.


LG Christina

Susan

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #53 am: 15. September 2022, 18:53:13 »
Also bitte, der Strand ist doch nicht voll   ;)  Sommerferien-Strände kennen wir um etliches schlimmer. Sehr schöne Wanderung und auch die Kirchenillumination war ja wieder sehr farbenfroh.
Liebe Grüße
Susan

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #54 am: 16. September 2022, 23:00:55 »
8. Tag, Samstag 23. Juli

heute war herrliches Wetter, wir konnten draußen auf der Hotelterrasse frühstücken, in der Sonne war es fast schon zu warm.

Danach checkten wir aus und fuhren über die Autobahn-ähnlich ausgebaute N165 nach Point-Croix das eine schöne Altstadt haben soll. Wir fanden einen Parkplatz mitten im Ort am Marktplatz, er war wieder kostenlos!
In den Cafés und Restaurants am Marktplatz saßen ein paar Leute zum Mittagessen ansonsten war der Ort fast ausgestorben



wir sind durch die Straßen gebummelt und haben die Kirche besichtigt

   

   



   

über eine steile Strasse ging es runter zum Fluß



das sieht doch richtig idyllisch aus hier!

dann wollten wir uns irgendwo hinsetzen und Kaffee trinken, das war wieder gar nicht so einfach weil in den Restaurants erwartet wird dass man zu Mittag ißt. Wir haben aber schließlich dieses Museumscafé gefunden in einer Seitenstrasse des Marktes.



Der Eintritt ins Museum war kostenlos, es war eine Art Heimatmuseum, in ein paar Räumen wurde gezeigt wie die Menschen hier früher lebten. Die Schlafkoje mit dem Vorhang hat mich sehr an ein Heimatmuseum in Holland erinnert.



außerdem gab es eine Gemäldeaustellung des mir bis dato unbekannten Malers Yann Durest (1913-1977), wenn ich es richtig verstanden habe stammt er von hier



die Bilder haben mir sehr gut gefallen und erinnern mich an einen meiner Lieblingsmaler: Edward Hopper. Wir waren die einzigen Besucher und ich sprach den Museumsbetreiber auf die auffallende Ähnlichkeit an. Es dauerte etwas bis wir uns verständigen konnten, ich nannte Edward Hopper bei seinem englischen Namen, er sprach von  "Édouard Oppée" ich könnte mich immer wieder totlachen wenn die Franzosen englische Namen französisch aussprechen. Jedenfalls habe ich den Mann mit meinem Kunstverstand beeindruckt  ;D



Anschließend fuhren wir auf dem Weg nach Plogoff noch zu einer interessanten Kirche, Chapelle Saint Tugen bei Primelin.

wir hatten Glück: nachdem wir uns auf dem Friedhof umgeschaut hatten wurde sie doch noch geöffnet (vom 1. Juni bis 30. September 14:30 bis 18:30 Uhr)



   



besonders gut haben mir die Holzschnitzereien an den Dachbalken gefallen





die Kirche ist wohl sehr bekannt denn es kamen noch zahlreiche weitere Besucher





bei schönstem Wetter kamen wir schließlich im Hotel Kermoor in Plogoff an



wir bekamen das Zimmer im ersten Stock ganz links mit großer Terrasse (zum Glück hatten wir die Terrasse, denn das Zimmer war kaum größer als das Bett). Das Hotel war schon etwas in die Jahre gekommen, wie ein Spa sah es für uns nicht aus, aber irgendwo muss es auch einen Pool geben
hier der Blick von der Terrasse



Josef wollte nun gern zur Pointe du Raz, er hatte von der Küste dort Fotos gesehen und meinte das sei eine gute Location für Fotos vom Sonnenuntergang. Es gibt dort außerdem einen Küstenweg und laut Google Maps auch etliche Restaurants, vielleicht könnten wir nach der Wanderung dort zu Abend essen und anschließend Fotos machen. Soweit der Plan.

An der Pointe du Raz am Parkplatz angekommen war der schon fast voll obwohl er wirklich riesig war und die Parkgebühr betrug 8 €!



Die Restaurants nebst Andenkenläden verbergen sich unter diesem langen Dach, alles totaler Tourinepp und abschreckend häßlich, das sieht man ja schon aus der Ferne:



und hier waren wirklich die Massen unterwegs. Man kann über den gepflasterten Weg direkt zur Landspitze gehen oder fahren (es fuhr ein Pendelbus), aber wir haben natürlich den Wanderweg genommen.



leider verläuft der meist sehr nah am Abgrund und ich habe mich da gar nicht wohl gefühlt. Ich war froh als wir an der Pointe du Raz angekommen sind. Das einzig schöne unterwegs war das Heidekraut



das Gelände um den Leuchtturm ist weitläufig eingezäunt und militärisches Sperrgebiet



Josef ist dann auf den Felsen rumgeklettert zum Fotografieren (mit hunderten anderen...)



ich bin in gebührendem Abstand sitzen geblieben und hab mir das Menschengewimmel angeschaut. Ich habe normalerweise keine Probleme mit Menschenmassen, wenn es sogar mir zu viel wird kann man jedem anderen nur abraten...



Josef kam nach einer Weile wieder. Für Sonnenuntergangsfotos ist der Ort ungeeignet, im Halbdunkel über das Gelände kraxlen ist einfach indiskutabel.

Wir haben kurzfristig beschlossen zur nächsten Landspitze der Pointe du Van zu fahren. Das Navi kannte es nicht aber auf Google Maps war ein Parpklatz eingezeichnet und mit Google Maps haben wir problemlos hingefunden. Ähnliche Probleme hatten wir noch öfter bei Zielen in der Natur, Google Maps kannte sie alle, das ist auch in Frankreich die beste Routing-Wahl!
Der Parkplatz an der Pointe du Van ist deutlich kleiner und war halb leer. Am Rand des Parkplatz war ein Imbisstand mit ein paar Biertischen, das wars an touristischer Infrastruktur und der Parkplatz war kostenlos.
Auch hier gab es einen Küstenpfad aber der war dankbarerweise nicht so ausgesetzt



die Küstenfelsen sind genauso schön, nur einen Leuchtturm gibt es nicht





nach einer halben Stunde sind wir auf gleichem Weg zurück und noch ein Stück in die andere Richtung gegangen zur Kapelle Saint They, sie war leider geschlossen





der Moosbewuchs ist irgendwie passend  :)

wir waren dann erst um halb 8 am Hotel zurück, ein paar Häuser weiter war eine Creperie, dort haben wir für halb 9 einen Tisch bestellt. Also war noch Zeit zum duschen und umziehen

Einrichtung wie auf einem Schiff



das Essen war lecker: Crepes mit Fisch



und ein Schokocrepe als Nachspeise



mit einer Flasche Cidre haben wir insgesamt 61 € bezahlt. Danach war es auf der Terasse gearde noch hell genug für ein Foto zum Sonnenuntergang



es war warm und wir sind noch länger mit Chips und einer Flasche Wein draußen gesessen.

die heutige Route:

https://goo.gl/maps/t5B8hbhG1BYzoMqm8
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #55 am: 19. September 2022, 18:32:32 »
9. Tag, Sonntag 24. Juli

als wir um 8 Uhr in den Frühstücksraum gehen ist ein Tisch mit unserer Zimmernummer 16 gedeckt. Bei uns steht nur Baguette am Tisch (wir wurden beim check-in gefragt ob wir Croissant oder pain au chocolat möchten, da wir das nicht bejaht haben gab es auch nix) aber wie bekamen wie gewünscht Rühreier. Immerhin gab es auch Käse und Schinken, Joghurt und Apfelsaft (beides bio) und natürlich Marmelade, Butter, Kaffee, also ganz okay und wir frühstücken mit Blick aufs Meer  8)

Beim Auschecken wurden uns 120 € in Rechnung gestellt (laut Josef war das weniger als er bei booking.com gebucht hat, da haben wir uns natürlich nicht beschwert...)

das nächste geplante Ziel war der Ort Locronan, aber unterwegs kamen wir bei einer Ortsdurchfahrt an einer sehr schönen Kirche vorbei wo wir spontan gehalten haben (im Ort Confort)



obwohl es Sonntag war und 10 Uhr war von einem Gottesdienst nix zu sehen, wir konnten die Kirche besichtigen

   

innen war sie relativ schlicht.

Gegen 11 Uhr kamen wir in Locronan an. Am Ortseingang ist ein riesiger Parkplatz, man wird von Parkwächtern empfangen die 4 € pro Wagen kassieren und einen Parkplatz zuweisen. Es war noch viel frei.
Vereinfacht gesagt ist Locronan eine Art Rothenburg in der Bretagne: ein schöner alter Ort, perfekt renoviert, in jedem Haus ein Andenkenladen, Kunstgewerbegeschäft oder Delikatessenverkauf und eine Vielzahl Restaurants. Einheimische quasi keine  :)



die Innenstadt ist Fußgängerzone



in einer Boutique habe ich mir ein T-Shirt gekauft und wir sind mit der Dame im Geschäft ins Gespräch gekommen: Sie wohnt in einem Ort an der Küste, hat dort ein Haus mit großen Südfenstern. Sie meinte wenn es im Winter mal kalt wird zieht sie einen Pulli an, eine Heizung hat das Haus nicht und braucht es auch nicht. Hier wäre ich im nächsten Winter lieber als in München...



ein Kinderkarussell das von einem Fahrrad angetrieben wird  :)





auf einem Schild stand dass die Granithäuser aus dem 17. Jahrhundert stammen



in einem der Andenkenläden kauften wir Kräutersalz für uns und die Nachbarn. So gegen Mittag wurde es langsam voll im Ort



Die Kirche haben wir dann auch besichtigt

   



Die Kirche war innen relativ schlicht genauso wie heute Morgen in Confort

   



Die Kirche gehört zur Spätgotik, wurde im 15. Jahrhundert erbaut (die vorherige romanische Kirche wurde einfach abgerissen)

Nach einer Stunde durch den Ort hat man eigentlich alles gesehen und nun wurde es wirklich voll. Als wir am Parkplatz zurück waren war der schon gut gefüllt. Und die öffentliche Toilette am Parkplatz war die einzige in dem ganzen Frankreichurlaub die nicht sauber war - bei den Massen die hier auflaufen auch kein Wunder. Ich habe von früheren Frankreichurlauben viele schmutzige Toiletten in Erinnerung, das hat sich stark verändert. Überhaupt hatten wir diesen Eindruck öfter im Urlaub, dass Frankreich sich stark verändert hat: praktisch jeder der mit Touristen zu tun hat sprach englisch. Es war überall auffallend sauber, kein Müll am Boden oder am Strand (ich weiß noch vom letzten Bretagne Urlaub dass ich den Strand dreckig fand), leider gibt es auch negative Entwicklungen: die Qualität des Essens nähert sich dem europäischen Durchschnitt, man kann halt nicht alles haben...

auf dem Weg nach Camaret-sur-Mer haben wir dann noch einen Abstecher zum Menez-Hom gemacht, mit 360 Meter der höchste Berg in der Gegend



auch hier wuchs wieder Heidekraut



von oben kann man in alle Richtungen 40 km weit sehen





über diese Brücke sind wir später im Urlaub gefahren



hier oben ist es sehr windig. Laut unseren Aufzeichnungen waren wir beim letzten Bretagne-Urlaub auch hier, daran konnte ich mich aber überhaupt nicht mehr erinnern.

In Camaret angekommen war die Einfahrt zur Strandpromenade wo unser Hotel de France liegt wegen eines Flohmarktes gesperrt. Mit viel Glück fanden wir einen Parkplatz am Supermarkt nicht weit weg. Da haben wir das Auto die nächsten 2 Tage stehen lassen und sind mit dem Gepäck zu Fuß ins Hotel gegangen





das Hotelzimmer habe ich vergessen zu fotografieren, es war schönes Zimmer mit Blick zum Meer, allerdings wieder relativ klein.

Wir sind dann die Strandpromenade entlang gebummelt und haben uns in ein Café gesetzt und einen vorzüglichen Far breton gegessen.

Der Strand sah verlockend aus aber es war relativ kühl, für mich zum baden zu kalt







hier am Ende der Strandpromenade war ein kleiner Parkplatz, das wäre der nächstgelegene Parkplatz zum Hotel und der war natürlich voll. Dort waren auch wieder die gleichen Waschautomaten über die ich mich in Portugal am Supermarktparkplatz so amüsiert habe, sie waren aber alle in Benutzung. Am Supermarkt wo wir das Auto geparkt hatten standen die gleichen Automatenmaschinen, das scheint jetzt Usus zu sein, einen Waschsalon haben wir praktisch nirgends gesehen, die Automaten aber sehr häufig.

von hier aus kann man auf eine kleine Halbinsel gehen wo es einen Schiffsfriedhof und eine Kapelle gibt










damit hat man dann alle Sehenswürdigkeiten von Camaret gesehen  :) genauer gesagt könnte man noch den Tour Vauban neben der Kirche besichtigen, aber für so einen simplen Turm teuer Eintritt zu bezahlen hatten wir keine  Lust. Und scheinbar fand ich ihn so uninteressant dass ich ihn noch nicht mal fotografiert habe  :-[
das peinliche ist dass wir in diesem Ort auch schon mal waren und ich mich wirklich null daran erinnern konnte. Laut den Aufzeichnungen die Josef gemacht hat haben wir damals im Hotel Styvel am Hafen hervorragend gespeist, da haben wir für heute Abend einen Tisch reserviert.

Es war noch genug Zeit und nach einer Woche müssen wir waschen, für mehr als eine Woche packen wir nicht ein. Die Waschmaschinen am Hafen waren im Dauereinsatz aber die Maschinen am Supermarktparkplatz wo unser Auto stand waren frei. In der Nähe war eine Bar mit Außentischen, dort haben wir in der Wartezeit Postkarten geschrieben. Etwas doof wenn man keinen Tisch hat wo man die Sachen zusammenlegen kann wenn man sie aus dem Trockner nimmt.

Das Abendessen im Hotelrestaurant Styvel war wie erwartet gut, ich hatte Moules-frites in der Variante mit Currysoße. Das kannte ich noch nicht, war aber sehr lecker, wir haben das später noch öfter auf der Karte gesehen, als Nachspeise Panna Cotta und dazu ein guter Weißwein



nach einem Abendspaziergang durch den Ort bin ich todmüde ins Bett gefallen

die heutige Route:
https://goo.gl/maps/juDYkb1BzZN2nEZGA
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #56 am: 19. September 2022, 20:07:39 »
Ach wie schön, so viele Bretagne Erinnerungen und die typischen Dörfer und die Küste, da könnte ich direkt auch wieder hin.

An der Pointe du Raz waren wir auch, aber praktisch alleine, allerdings war auch das Wetter an dem Tag recht schlecht. Ich hab gerade nochmal meine Fotos angeschaut und den Bericht dazu gelesen, wir haben EUR 6 fürs Parken bezahlt. Es ist wirklich schön dort, aber nicht schöner als an vielen anderen ähnlichen Landzungen in der Bretagne, ich weiß eigentlich gar nicht genau, warum ausgerechnet die Pointe du Raz so bekannt ist.

In Camaret waren wir auch, einmal mit dem Auto, einmal als Zwischenstation auf einer Wanderung, ich fand es traumhaft schön dort, vor allem die verfallenen Boote, aber auch der Blick von dort auf den Ort, mit den bunten Häusern, die sich im Wasser spiegeln, da sind meine Lieblingsfotos des Urlaubs entstanden (oder einige davon, es gab ja so viel schönes). Allerdings war dort weder Flohmarkt, noch sonst viel los, sondern eine herrlich entspannte Stimmung. Da denke ich öfters gerne daran zurück. Der Turm wurde damals renoviert, den konnte man nicht besichtigen.


LG Christina

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #57 am: 21. September 2022, 18:04:31 »
Christina, mir geht es genauso wenn ich deinen Reisebericht lese, da denke ich auch: nach Brügge könnte ich noch mal hin  :)

10. Tag, Montag 25. Juli

Die Betten im Hotel de France sind bequem, wir haben bis 8 geschlafen. Ich war immer noch todmüde und die Füße taten mir weh.
Draußen war es sehr bewölkt und kühl darum frühstückten wir drinnen (statt auf der Hotelterrasse an der Strandpromenade). Man konnte sich Eier kochen, es gab Käse und Schinken, Joghurt und Quark und einen sehr guten Far Breton dazu diverse Sorten Obst, Crêpes, Pankakes, Kaffee wurde serviert, ein sehr gutes Frühstücksbuffet.

Ich war heute nicht fit genug für eine Wanderung und habe beschlossen vor Ort zu bleiben, Josef brach zur geplanten Wanderung zu den Menhiren von Camaret auf, ich ging an den Strand. Zum baden war es zu kalt, ich habe mich einfach nur faul auf die Decke gelegt.



nach einer Stunde fing es leider an zu nieseln, das war dann kein Strandwetter mehr und ich habe einen Bummel durch die ganzen Andenkenläden und Boutiquen auf der Strandpromenade gemacht. In einem Laden habe ich einen Magneten für meine Sammlung entdeckt: ein Pfifferling! Ich habe jetzt schon so viele dass es schwierig wird noch einen zu finden den ich nicht schon habe. Von den Klamotten hat mir nix gepaßt: Geld gespart  ;D
Im Supermarkt wo unser Auto steht war ich auch noch, ich liebe es ja in fremden Ländern durch Supermärkte zu spazieren (Walmat Superstore in Dallas: ich komme!), Josef hat für shoppen überhaupt keinen Nerv darum habe ich das heute mal ausgenutzt.

ein Blick von der Strandpromenade zur Halbinsel rüber, diesmal ist der Tour Vauban auch mit drauf



die Wohnstrassen hinter der Strandpromenade sind auch sehr nett und zum Glück hat es nicht mehr geregnet





nach einem Schläfchen im Hotelbett bin ich am Nachmittag wieder in das gleiche Café wie gestern gegangen, 20  Minuten später kam Josef dazu, er war von der Wanderung zurück, er hatte unterwegs auch ein paar kurze Schauer. Er hat mit seinem Regencape gekämpft das er allein nicht über den Rucksack ziehen konnte, zum Glück hat es nicht lange geregnet!
Wir haben uns wieder so einen leckeren Far Breton gegönnt  ^-^

Gestern hatten wir auf einem Prospekt eine Konzertankündigung für heute Abend in der Kapelle gesehen, da wollten hin. Da das Konzert um 21 Uhr beginnt hatten wir für 19 Uhr einen Tisch in unserem Hotelrestaurant reserviert und konnten bei trockenem Wetter auf der Hotelterrasse essen. Und Leute gucken  ;D es waren auffallend viele Deutsche unterwegs, jeder zweite der an unserem Tisch vorbei ging sprach deutsch - in anderen Orten in der Bretagne ist uns das nicht so aufgefallen

Wir haben das Tagesmenü bestellt und das kam sehr flott, ein Gruß aus der Küche:



Fischsuppe als Vorspeise, sehr lecker



um 8 Uhr waren wir schon mit dem Hauptgericht fertig (sehr gutes Rindfleisch auf Graupen und Gemüse), es war klar dass sie den Tisch bald noch mal besetzen wollten. Die Nachspeise kam auch sofort und so konnten wir uns schon um halb 9 auf den Weg zur Kapelle machen.

Das war Glück, denn die Kapelle füllte sich schnell, um 9 Uhr war sie komplett voll, ich glaube für die letzten Besucher wurden ein paar Bierbänke an die Wand gestellt. Wir hatten schöne Plätze in der Mitte.
Zwei Schwestern sangen Balladen teils irisch, teils französisch, teils mittelalterlich, mit Begleitung von Harfe, Gitarre und Flöte. Beide hatten sehr schöne Stimmen, das Konzert war gut eine Stunde lang, ein schöner Abschluss für den entspannten Tag (15€ war der Eintritt).




Als wir um halb 11 heimgingen war es noch fast hell:









im Hotel gab es dann noch ein Glas Wein  :drunken:
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #58 am: 21. September 2022, 18:16:26 »
Camaret in der Dämmerung sieht auch sehr schön aus. Und so ein Konzert könnte mir auch gefallen, das ist ein netter Tagesabschluss. Leider finden in den Randzeiten in denen ich/wir unterwegs sind selten irgendwelche Veranstaltungen statt oder es ist mir zu spät am Abend, da ich nach einem Urlaubstag meist früh müde bin. 21 Uhr geht ja noch, wenn man zu Fuß von der Unterkunft hin kann.


LG Christina

Ilona

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #59 am: 22. September 2022, 14:55:46 »
Zitat
Der Strand sah verlockend aus aber es war relativ kühl, für mich zum baden zu kalt

Zu der Zeit hatten wir doch die Hitze. War es dort nicht so heiß oder war das Meer zu kalt?

Zitat
Fischsuppe als Vorspeise, sehr lecker

Aber vom Aussehen her  :verpiss:.

Ganz ehrlich: Die Fischsuppe sieht schon sehr "verdaut" aus :totlach:.

Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)