Autor Thema: Bretagne im Sommer 2022  (Gelesen 4393 mal)

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #90 am: 29. Oktober 2022, 18:23:20 »
16. Tag Sonntag 31. Juli

Ich hatte einigermaßen gut geschlafen bin dann morgens wieder früh mit Hustenreiz aufgewacht der sich mit Kräutertee zum Glück bändigen ließ denn Josef hat noch geschlafen.
Beim Frühstück habe ich heute noch was neues entdeckt: eine Caramelcreme mit gesalzener Butter, eine Art Nutella Ersatz und sehr lecker auf Weißbrot.

Nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und sind Richtung Richtung Cap Frehel gefahren, es war erstaunlich viel Verkehr für Sonntag. Josef hatte eine Wanderung am Cap Frehel geplant, das hat mich zum einen gar nicht gelockt (in der Beschreibung stand was von Steilküste und Schwindelfreiheit) außerdem wollte ich gern mal wieder einen Tag am Strand verbringen und so richtig fit war ich auch nicht. Unterwegs hat es dann dummerweise angefangen zu regnen aber zum Glück bald wieder aufgehört und als wir an dem Strand angekommen waren den ich ausgesucht hatte (Anse du Croc, nicht mehr weit bis zum Cap Frehel) war schönes Wetter. Am Strand gab es öffentliche Toiletten und einen Imbisstand, also alles da was man für einen Tag braucht! Josef hat mich dort abgeliefert und ist zu seiner Wanderung weitergefahren.

Blick vom Parkplatz:



Der Strand war ganz wunderbar, feiner Sand, perfekt sauber, dahinter eine Düne, es waren sogar Lifegards vor Ort und nach einer Zeit kamen auch etliche Familien.







in meinem Halbzelt war es fast zu warm, zwischendurch habe ich mir auch mal einen Kaffee und ein Eis gegönnt.

Nach seiner Wanderung hat Josef dann auch noch eine Stunde mit mir am Strand verbracht.
Anschließend sind wir noch eine Dreiviertelstunde nach Saint-Malo gefahren. Unser Hotel Le Valmarien ist ein ehemaliger Palast und ist auch noch so möbliert mit Gobelins und Gemälden im Treppenhaus, richtig klasse! Und wir bekamen ein sehr schönes großes Zimmer







ein großes Bad mit Wanne und einen großen Kleiderschrank im Flur gab es auch noch, das war eher ein Apartment als ein Zimmer  :)
es hatte außerdem einen schönen Garten und eigenen Parkplatz was in Saint-Malo sehr wichtig ist, Parkplatz in der Innenstadt ist Mangelware, dafür war das Hotel etwas außerhalb gelegen aber auch nahe am Strand. Dorthin sind wir nach einer Dusche spaziert, zunächst zum Hafen am Plage des Bas Sablons und dann noch an den kleineren Strand Plage de Solidor.

am Plage de Salidor



Dort haben wir dann endlich eine Creperie für das Abendessen gefunden, sämtliche anderen Restaurants waren ausgebucht (und es gab natürlich etliche am Hafen).
So gab es dann wieder Galette mit Bratwurst  :) diesmal aber französische Merguez (die liebe ich!)



Sonnenuntergang am Hafen



es sieht jetzt auf den Bildern nicht so aus, aber die Gegend am Hafen fanden wir eher ärmlich und nicht so schön wie erwartet (meine Freundin hatte so von Saint-Malo geschwärmt dass wir drei Übernachtungen gebucht hatten), auch die Umgebung des Hotels war eher einfache Leute Gegend, aber das Hotel war wirklich der Hit und am nächsten Tag werden wir auch sehen dass meine Freundin Recht hat: Die Altstadt und die Strände dort sind herrlich.

die heutige Route:

https://goo.gl/maps/MCj24mPddHxh9G4T8
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #91 am: 31. Oktober 2022, 18:01:40 »
Am Cap Frehel waren wir auch, aber ohne Wanderung, wir sind nur ein bisschen herumstromert. Es ist aber richtig schön dort, da hast du was verpasst finde ich, ich wäre auch wie Josef nach der Wanderung noch gerne an den Strand gegangen, nicht aber den ganzen Tag. Wobei der Strand auf jeden Fall gut aussieht.

Euer Hotel in St. Malo sieht toll aus, wir waren wie deine Freundin auch begeistert von St. Malo (und Umgebung), wir haben dort aber nicht übernachtet, sondern sind am Anfang und Ende des Urlaubs vom jeweiligen Standort zu einem Tagesausflug dorthin. Wobei ich mir einen Spaziergang in der Dämmerung/Dunkelheit auf der Stadtmauer und durch die Gassen auch gut vorstellen könnte.

Galette mit Bratwurst habe ich auch noch nie gesehen, das scheint ein neuer Trend zu sein, würde ich auch mal bestellen. 



LG Christina

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #92 am: 03. November 2022, 17:59:30 »
Am Cap Frehel waren wir auch, aber ohne Wanderung, wir sind nur ein bisschen herumstromert. Es ist aber richtig schön dort, da hast du was verpasst finde ich, ich wäre auch wie Josef nach der Wanderung noch gerne an den Strand gegangen, nicht aber den ganzen Tag. Wobei der Strand auf jeden Fall gut aussieht.
Josef meinte dass die Wanderung nicht so interessant war, es hätte ihm inm Nachhinein auch genügt am Aussichtspunkt zu fotografieren, der Weg war so dass man unterwegs keine gute Sicht hatte

Zitat
Euer Hotel in St. Malo sieht toll aus, wir waren wie deine Freundin auch begeistert von St. Malo (und Umgebung), wir haben dort aber nicht übernachtet, sondern sind am Anfang und Ende des Urlaubs vom jeweiligen Standort zu einem Tagesausflug dorthin. Wobei ich mir einen Spaziergang in der Dämmerung/Dunkelheit auf der Stadtmauer und durch die Gassen auch gut vorstellen könnte.
abends waren wir leider nicht in der Altstadt, unser Hotel war zu weit weg. Das Hotel war wirklich toll aber nächstes Mal wäre ich auch lieber an der Hauptstrandpromenade oder in der Altstadt. Aber immerhin waren wir da zweimal tagsüber

Es tut mir leid dass es hier so langsam weitergeht, aber ich hatte und habe noch viel für Dallas vorzubereiten, mein Flug geht in einer Woche und die Aufregung steigt!
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #93 am: 03. November 2022, 22:31:09 »
Da hast du dir ja einen schönen Strand zu Relaxen ausgesucht  8) und offenbar nicht viel verpasst mit der Wanderung.

Die ersten Bilder von St Malo schauen doch ganz nett aus, bin gespannt auf mehr.
Liebe Grüße
Susan


Ilona

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #94 am: 04. November 2022, 14:17:44 »
Josef meinte dass die Wanderung nicht so interessant war, es hätte ihm inm Nachhinein auch genügt am Aussichtspunkt zu fotografieren, der Weg war so dass man unterwegs keine gute Sicht hatte

Dann hast du mit dem Strandtag alles richtig gemacht  :thumb:.

Auch wenn die Galette mit Bratwurst lecker geschmeckt hat, mir wäre das Essen zu verbrannt und deshalb zu unappetitlich gewesen :weissnicht:.

... und habe noch viel für Dallas vorzubereiten, mein Flug geht in einer Woche und die Aufregung steigt!

Das kann ich mir vorstellen und ging uns vor 4 Wochen nicht anders :floet:.

Ich wünsche dir eine schöne Reise :adieu:.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #95 am: 04. November 2022, 18:04:06 »
Da wünsche ich dir schonmal einen guten Flug und viel Spaß in Dallas und Umgebung, über ein paar Fotos danach vor allem aus der Innenstadt von Dallas würde ich mich dann freuen.




LG Christina

Susan

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #96 am: 04. November 2022, 21:21:11 »
Gute Reise und viel Spaß in Dallas!

Liebe Grüße
Susan


Silvia

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #97 am: 05. November 2022, 13:51:37 »
Viel Spaß in Dallas ... freue mich auf die Fotos von St. Malo wenn du wieder zurück bist  :adieu:

Silv

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #98 am: 05. November 2022, 16:08:11 »
Merguez Bratwurst liebe ich auch - insbesondere, wenn sie so schön kross angebraten ist  :sabber:

Viel Spaß in Dallas!
Liebe Grüße
Silvia

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #99 am: 24. November 2022, 14:04:36 »
so langsam wird mein Jetlag besser und jetzt geht es erst mal in der Bretagne weiter bevor ein Bericht aus Dallas kommt!

17. Tag Montag 1. August

Frühstück gibt es im Hotel erst um halb 9, ich war aber wieder um 7 Uhr wach mit Halsschmerzen gegen die ich mir einen Tee gekocht habe.
Beim Frühstück waren wir die ersten, das Buffet war gedeckt (es gab sogar Käse und Wurst), Brot, Croissants und Kaffee wurde am Tisch serviert, der Kaffee in einer silbernen Kanne, auch das Besteck war aus Silber (was für ein Aufwand, Silber muss man oft putzen wenn es schön bleiben soll), außerdem bekam jeder Gast ein Glas frisch gepressten Orangensaft. Die Salzkaramellcreme, das Apfelkompott, der Far breton und die Marmelade waren hausgemacht, es war alles sehr lecker!



Danach haben wir uns auf den Weg zur Altstadt gemacht, es war zunächst kühl und bewölkt, wurde später aber wärmer. Das Stadtviertel durch das wir gegangen sind sah wenig einladend aus, wie gestern hatten wir den Eindruck dass es eine weniger wohlhabende Gegend ist. Ein paar schöne Gebäude gab es dann aber doch:



am Hafen an einer langen Mauer waren total witzige Graffitis:











und er sammelt den ganzen Müll ein, einfach klasse gemacht  8)



wir nähern uns der Altstadt:



hier sieht man die Mauer um die Altstadt, oben kann man auf ihr die ganze Altstadt umrunden



durch dieses fette Tor gelangt man dann in die Stadt. Leider dürfen da auch Autos fahren, trotz der sehr engen Gassen





die Altstadt ist natürlich sehr touristisch, Restaurants, Geschäfte und Hotels en masse, viele echte Einwohner wird es nicht geben, ähnlich Carcassonne oder Dubrovnik, wobei die letzteren beiden sehr viel schönere Städte sind



wir sind etwas rumgelaufen in der Stadt, so richtig begeistert hat es mich nicht, die Kirche war auch sehr schlicht





anschließend sind wir ein kurzes Stück auf der Stadtmauer gegangen



auf diese beiden Inseln kann man Ebbe trockenen Fußes gehen, jetzt war noch Flut aber das Wasser war am zurückgehen



bei Flut reicht das Wasser bis an die Stadtmauer



zunächst haben wir aber einen langen Spaziergang an der Strandpromenade an der Grande Plage du Sillon gemacht



hier stehen sehr schöne Villen und Hotels. Anfangs ist es noch eine Autostrasse wird dann aber zur reinen Fußgängerpromenade



hier hätte ich gern übernachtet, aber die Hotels waren unbezahlbar. Vielleicht wenn man ganz früh bucht...



wir sind weit gelaufen auf der Promenade und dann über den Strand zurück zur Altstadt



zwischendurch kam auch mal die Sonne raus, das Wetter wurde tendenziell besser





jetzt war schon soweit Ebbe dass wir zum Fort National über den Strand gehen konnten



man muss 5 € Eintritt zahlen wenn man ins Fort will



so richtig lohnt sich das nicht, denn mehr als dieses Gebäude gibt es nicht zu sehen, nur der Blick von oben ist natürlich gut



danach habe ich eine Pause gebraucht und wir sind zurück in die Altstadt, dort gab es im  Café Chateaubriand einen Café Gourmand  ^-^



kann man sich dran gewöhnen...

anschließend ging es am Fuß der Stadtmauer Richtung Ile de Bé, das war ein ganz schönes Gekraxel (man kann auch in der Altstadt durch ein anderes Tor gehen und ist dann gleich nah dran am offiziellen Weg)



und dann taucht wirklich wie auf Google Maps zu sehen dieser gepflasterte Weg aus dem Meer auf über den man zur Insel gehen kann





diese Schilder haben wir mehrfach gesehen:



wir hatten ja schon mal die Erfahrung gemacht wie schnell die Flut kommt wenn man von so einer Insel wieder runter will und haben uns die Gezeitentafel genau angeschaut und wußten um wieviel Uhr Ebbe ist und wann wir wieder zurück gehen müssen.

Auf der Insel gibt es außer dem Grab des Schriftstellers Chateaubriand (den ich für einen Koch gehalten hätte...) nur Natur zu sehen, vor allem Algen und Muscheln.



eigentlich geht man hier ja auf dem Meeresboden spazieren, das hat mich total fasziniert



etliche Franzosen waren mit Eimern unterwegs und haben Muscheln und Schnecken gesammelt. Austern hat man auch gesehen aber die waren fest angewachsen, die bringt man mit einem einfachen Messer nicht vom Boden runter.

Blick zurück zur Altstadt, sehr faszinierend!



dann war die Ebbe soweit fortgeschritten dass auch die Insel Fort de Petit Bé begehbar war, die ersten haben nicht gewartet bis der Weg ganz trocken lag. Es war jetzt 16 Uhr, Ebbe war heute um 17 Uhr



hier gab es keinen richtigen Weg, man mußte über die Felsen hochkraxeln, das war uns irgendwann zu mühsam und wir sind wieder zurückgegangen





hier war vor 2 Stunden noch alles unter Wasser, die Gezeitenunterschiede sind hier in Saint-Malo einfach krass



am Fuß der Stadtmauer liegt dieses Meeresschwimmbecken, bei Flut ragt nur der Sprungturm aus dem Wasser, die Mauer zur Meeresseite hin ist sicher 6 oder 8 Meter hoch (da war ich am nächsten Tag und habe mir das bei voller Ebbe angeschaut).



Ein Café mit Terrasse gibt es hinter dem Becken auch, einen besseren Ort für einen Badetag kann ich mir gar nicht vorstellen. Heute war nur das Wetter nicht so ganz ideal, aber es waren trotzdem viele beim baden



wir sind dann noch auf der dem Meer zugewandten Seite auf der Stadtmauer gelaufen, wie man sieht gibt es bei Ebbe auch noch weitere natürliche Tümpel in denen man baden kann





das Wetter war jetzt richtig gut geworden



und bei strahlend blauem Himmel sahen auch die Altstadtgassen nicht mehr so grau aus.



Ich war jetzt aber so richtig fertig, war ja immer noch etwas erkältet und so sind wir noch mal in ein Café gegangen: Das Café Licorne (gleich neben dem Chateaubriand)- eine Empfehlung meiner Freundin, dort gab es wunderbaren Kräutertee, genau das richtige für meine Erkältung. Von dort zurück ins Hotel haben wir eine halbe Stunde gebraucht. Wir sind heute 15 km gelaufen! Das erste Stück habe ich versucht in Google Maps abzubilden

https://goo.gl/maps/b1ThvzEpdyJPV2su9

Im Hotel habe ich mich dann erst mal in die Badewanne gelegt, das tat so gut!

Gegen 20 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zum Abendessen gemacht. Wir hatten uns ein paar passende Lokale rausgesucht, bekamen aber überall eine Absage (auch wenn manchmal erkennbar noch Tische frei waren). Unterwegs sind wir an dieser römischen Ausgrabung vorbeigekommen:



schließlich sind wir wieder in einer Creperie gelandet. Hier gab es zum Glück auch Salate und Wein so dass wir nicht schon wieder bei Crepes mit Cidre bleiben mußten, man will ja nicht jeden Tag das gleiche essen...

Auf dem Heimweg


 
das war ein ganz herrlicher Tag heute wenn er auch ziemlich anstrengend für mich war. Jedenfalls verstehe ich jetzt warum meine Freundin so von Saint-Malo schwärmt.
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #100 am: 24. November 2022, 14:31:43 »
Zitat
Von dort zurück ins Hotel haben wir eine halbe Stunde gebraucht. Wir sind heute 15 km gelaufen!

 :respekt: und das bei der Erkältung! Reisen tut dir in letzter Zeit nicht mehr so gut, Paula  :floet:.

Die Wanderung zu den Inseln hätte mir auch gefallen. Super, wenn das von den Gezeiten her passte.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #101 am: 24. November 2022, 18:21:41 »
Mir hat St. Malo ja sehr gefallen, wir hatten aber auch von Anfang an Sonnenschein und sind die Stadtmauer so weit wie man konnte gegangen. Bei uns war gleich vormittags Ebbe, das Meeresschwimmbad war auch da und wir sind auf die Ile de Be gegangen und überall waren wir fast alleine. Zum Mittagessen sind wir in eine Creperie direkt auf der Stadtmauer.

Hab mir gerade nochmal meine Fotos angeschaut, ach das sind schöne Erinnerungen.

Euer Frühstücksraum sieht toll aus, so zwischendurch mal so etwas gediegenes könnte mir auch gefallen.



LG Christina

Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #102 am: 26. November 2022, 12:38:31 »
Zitat
Von dort zurück ins Hotel haben wir eine halbe Stunde gebraucht. Wir sind heute 15 km gelaufen!

 :respekt: und das bei der Erkältung! Reisen tut dir in letzter Zeit nicht mehr so gut, Paula  :floet:.

ja das ist echt blöd! In Dallas war ich auch erkältet, aber nicht so stark dass ich ins Bett mußte. Während Corona hatte ich keinerlei Erkältungen, habe mich aber auch stark isoliert und Maske getragen, jetzt hole ich das scheinbar alles nach. Zuviel Kontaktvermeidung scheint mir nicht gut zu tun. Dir Ärzte bestreiten das zwar aber ich habe wirklich den Eindruck dass es für mein Immunsysztem besser ist wenn es öfter mal mit Viren konfontiert wird. Ich kann mir den Effekt andres nicht erklären.

Mir hat St. Malo ja sehr gefallen, wir hatten aber auch von Anfang an Sonnenschein und sind die Stadtmauer so weit wie man konnte gegangen. Bei uns war gleich vormittags Ebbe, das Meeresschwimmbad war auch da und wir sind auf die Ile de Be gegangen und überall waren wir fast alleine. Zum Mittagessen sind wir in eine Creperie direkt auf der Stadtmauer.

da habt ihr wirklich Glück gehabt, aber wir waren natürlich in der Hauptsaison unterwegs, klar dass da viel los ist! Auf der Stadtmauer waren wir am folgenden Tag noch für das fehlende Stück

Zitat
Euer Frühstücksraum sieht toll aus, so zwischendurch mal so etwas gediegenes könnte mir auch gefallen.

ja so alte Hotels gefallen mir immer sehr gut, es hat mich an die spanischen Paradores erinnert. Leider sind solche Hotels oft sehr teuer. Dieses hier war gar nicht besonders teuer, wahrscheinlich wegen der eher ungünstigen Lage.
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #103 am: 28. November 2022, 21:16:48 »
So bei bewölktem Himmel machte St. Malo auf mich einen (zu) dusteren Eindruck, später bei Sonnenschein sah es dann ja netter aus.

Die Inselwanderung würde mir auch gefallen, vor allem weil man dazu nicht durch Wattmatsch laufen muss  8)
tatsächlich witzige Wand Graffittis, schön, dass sie nicht durch Kritzeleien oä verunstaltet sind.
Liebe Grüße
Susan


Paula

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Re: Bretagne im Sommer 2022
« Antwort #104 am: 29. November 2022, 15:23:11 »
Die Inselwanderung würde mir auch gefallen, vor allem weil man dazu nicht durch Wattmatsch laufen muss  8)
ja genau, das hätte ich auch erwartet dass der Meeresboden schlammig ist, statt dessen war es eine Art Felswüste!

18. Tag Dienstag 2. August

Um 8 Uhr wurden wir vom Wecker geweckt, heute habe ich endlich mal gut geschlafen. Während des Frühstücks wurde wie gestern unser Zimmer gemacht, die sind sehr flott hier.

Josef wollte heute gern zum Schiffsfriedhof fahren und fotografieren, ich war damit einverstanden unter der Bedingung dass wir den Nachmittag an dem schönen Meeresschwimmbecken verbringen, so wurde es beschlossen  :)
Josef meinte dass man an dem Hafen wo der Schiffsfriedhof ist schlecht parken kann, allerdings fährt da ein Bus hin und der hält netterweise vor unserem Hotel also sind wir um viertel vor 10 in den Bus Nummer 8 gestiegen haben je 2 € für ein Ticket gelöhnt und sind 20 Minuten durch eher uninteressante Außenbezirke dorthin gefahren (worden). Dort angekommen wäre parken am Strassenrand gar kein Problem gewesen und außer uns war auch niemand dort, es war einfach gar nix los. Außerdem war die Zahl der Schiffswracks viel kleiner als gedacht, Fotos wurden natürlich trotzdem gemacht.



wie man sieht war es ziemlich bewölkt.









die Flut war am steigen und wir mußten schauen dass wir noch trockenen Fußes hier weg kommen.



Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch dieses Schiffsfriedhofs nicht, es sind wirklich nur die paar Schiffe. Daneben ist eine kleine Werft wo ein paar kleinere Schiffe in Reparatur waren.
Für die Rückfahrt mußten wir länger auf den Bus warten, gut dass ich das iPad dabei hatte, da konnten wir uns schon mal mit der Route für den nächsten Tag beschäftigen.

Zurück im Hotel habe ich noch ein paar Fotos gemacht



der Aufenthaltsraum



mit Tür zum Garten



das Treppenhaus







wirklich alles sehr gepflegt! Wir haben dann im Zimmer Kaffee gemacht und ein Restaurant fürs Abendessen ausgesucht und einen Tisch reserviert. Heute soll es mal was anderes als Crepes geben! Danach sind wir wieder Richtung Altstadt gegangen diesmal mehr am Strand entlang, jetzt kennen wir uns ja schon aus  :)
im Hafenbecken schwammen tausende kleine Quallen, so eine Menge habe ich noch nirgends gesehen



weiter vorne hatte ein Schiff der argentinischen Marine angelandet, später standen hier Leute an, man durfte das Schiff besichtigen (hat uns nicht interessiert). Wie man sieht war jetzt Traumbadewetter  :strahl:



bevor wir baden gegangen sind haben wir noch die Runde auf der Stadtmauer fertig gemacht



im Bild nicht mehr sichtbar (weiter links) gibt es ein Gezeitenkraftwerk



und einen Leuchtturm gibt es auch (auf diesen Steg sind wir aber nicht gegangen, mich hat es ins Wasser gezogen )



Wir haben uns ein schönes Plätzchen am Fuß des Strandcafés mit Blick auf den Pool gesucht, heute war natürlich mehr los als gestern, war ja ideales Wetter heute.



das Wasser ging immer mehr zurück und der Pool tauchte mehr und mehr aus dem Wasser auf



so schnell wie es kommt geht es auch zurück



als wir am späten Nachmittag ggegangen sind war die Rückwand bestimmt 6 Meter hoch aus dem Wasser aufgetaucht. Das Becken war außerdem riesig, so geschätzte 30 Meter breit.
Das Wasser war sehr kalt und überraschend salzig als ob es sich dort drin konzentrieren würde.

zwischendurch gab es auch mal eine Erfrischung in dem Strandcafé



ohne das Becken müßte man jetzt weit laufen um schwimmen zu können



in der Nähe des Cafés war eine öffentliche Toilette mit "Toilettenfrau", diesmal ein Mann mit starkem Buckel der ganz schief ging. Die Toiletten waren perfekt gepflegt, das würde man sich in Deutschland auch wünschen. Außer in ganz wenigen Kaufhäusern gibt es diese Arbeit in Deutschland nicht mehr, dabei wäre damit jedem geholfen. Der Mann hier war sichtlich stark behindert und hätte bestimmt nicht viele andere Arbeiten machen können. Und für die Besucher ist es sehr angenehm wenn alles so sauber ist.

Vor dem Heimweg konnte ich Josef mit der Ausrede dass wir für die Enkelin aus dem Urlaub was mitbringen müssen noch zu einem kurzen Stadtbummel in der Altstadt überreden. Es wurde dann ein Pulli für die Kleine und ein sehr schönes Sweatshirt für mich. Damit war ich dann zufrieden und es ging wieder ins Hotel zurück wo wir um 18:30 ankamen, Zeit genug zum Haare waschen vor dem Abenddessen. Das Essen im Restaurant Globetrotter war international: Falaffel als Vorspeise, Thaicurry als Hauptspeise und als Nachspeise gab es etwas lokales: "Baba de St. Malo": eine Art Sandkuchen in Rhum ertränkt mit Sahne, danach war ich angetrunken (hatten wir vorher doch schon eine  Flasche Bordeaux bestellt)

am Heimweg sind wir dann zum x-ten Mal kurz vor der Kirche am Park Corbieres vorbei gegangen, den hatte uns die Rezeptionistin im Hotel unbedingt zur Besichtigung angeraten, also haben wir dort noch einen kurzen Abstecher gemacht





da geht es erst mal steil den Berg hoch (das Bild ist vom Rückweg als es schon dunkel wurde)



dann geht es ein ganz kurzes Stück durch einen Park und dann steht man auf einer Klippe mit sehr schönem Blick.



es gibt ein paar Wege über Treppen nach unten, leider war jetzt Flut und der Strand komplett verschwunden, es waren aber Leute beim baden.





der Strand ist sogar beschildert: Plage des Corbieres



wir haben den Blick genossen, es wurde langsam dunkel







die Strasse die zu unserem Hotel führt endet an diesem Tor zum Strand, da fiel gerade das Licht so schön rein



diesmal haben wir auch geschaut ob die Kirche die auch auf dem Weg zum Hotel liegt offen ist (sie war natürlich geschlossen)



Im Hotel angekommen haben wir uns in den Garten gesetzt um Postkarten zu schreiben, das schiebe ich immer vor mir her, der Urlaub neigt sich aber so langsam seinem Ende zu. Es war dann aber schon halb 11 und wurde nun wirklich dunkel, da war es im Garten nicht mehr hell genug zum schreiben und die Karten wanderten wieder in die Tasche.
Viele Grüße Paula