Autor Thema: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022  (Gelesen 3708 mal)

Christina

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #30 am: 07. Dezember 2022, 18:06:09 »
So interessant ich ja eure individuellen Unterkünfte finde, aber hier hätte ich nicht übernachten können, die freilaufenden Hunde und dann vor allem die Spinnen, das ist ja grässlich, da hätte ich mir für die Nacht eine andere Unterkunft suchen müssen. :schreck:



LG Christina

Silv

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #31 am: 08. Dezember 2022, 13:28:57 »

Beim Esszimmer sagt sie, dass die Terrasse momentan nicht benutzbar ist. Sie sei von Spinnen besetzt. Sie sind völlig harmlos. Tatsächlich war der Terrassenvorbau über und über mit Spinnen bewohnt. Sie hatten den ganzen Bereich eingesponnen. Es herrschte immer eine Unruhe, da sich immer welche bewegten. Anna meinte, nach ihrem Urlaub wird das Haus neu gestrichen, da zahlt sich die Entfernung nicht mehr aus.




Oh mein Gott  :schreck:  Da denke ich doch gleich an den Film "Arachnophobia". Auch wenn sie harmlos gewesen sind - ich hätte da kein Auge zugemacht. Ich bekomme ja schon Gänsehaut nur von den Fotos. Ich wäre mit Christina in eine andere Unterkunft  ;D
Liebe Grüße
Silvia

Heike Heimo

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #32 am: 09. Dezember 2022, 19:30:22 »
In dieser Gegend hätte es keine Alternative, außer im Auto zu übernachten, gegeben. Die nächste Möglichkeit wäre Stunden entfernt gewesen und dunklen ist in Südafrika niemand unterwegs.

In diesen Ländern sind diese Tierchen eben zuhause. Auch wenn sie nicht immer offensichtlich sind. Bisher hatten wir immer Glück.
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Heike Heimo

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #33 am: 09. Dezember 2022, 19:41:48 »
05.04.2022   De Hoop Nature Reserve – Plettenberg Bay

Als wir in der Früh wach wurden und die Fensterläden öffnen wollten, machte ich instinktiv einen Rundblick im Zimmer. Und da saß eine große Spinne an der Wand über einer Verbindungstür. Eine andere Art von Spinne, als sie draußen in den Netzen hingen.



Ich sagte zu Heike: „Ruhig bleiben, ganz ruhig bleiben“ Sie wusste natürlich sofort, was los war und hatte den Störenfried gleich entdeckt. Wie bekomme ich Heike nun aus dem Zimmer?

Zuerst hielt ich im leeren Gästezimmer gegenüber Nachschau, ob alles (spinnen-)frei ist. Da war nichts. Heike lief in das andre Zimmer. Ich holte das Gebäck und das Gewand. Zuerst kontrollierte ich noch alles, ob sich nichts in der Hose, Schuhen etc, versteckt hat.

Anna bekam die Unruhe mit und war bald da. Ich sagte ihr, dass im Zimmer eine große Spinne ist. Sie machte eine abwertende Handbewegung, nahm eine Papierserviette und wollte die Spinnen fangen. Das wollte ich sehen, wie das macht. Blöd, dass die Spinne inzwischen verschwunden war. Sie meinte: „Macht auch nichts, ich bin eh 14 Tage weg“.

Beim Frühstück erzählte sie uns, dass sie mit ihren Freundinnen am Abend nach Europa reißt. Sie hätte eine Frage, ob ein Schloss beim Koffer reicht oder ob sie in noch in Plastik einwickeln soll. In Europa wird ja so viel gestohlen. Wir lachten und sagten. Bei uns wird uns gesagt, dass es in Südafrika so gefährlich ist. Sie lacht auf, wieder eine abwertende Handbewegung und meinte: „Ah, in Südafrika ist es doch nicht gefährlich“.

Beim Verlassen des Hauses musste eine weitere Spinne, wie draußen in den Netzen, an der Decke überwunden werden. Danach ging es los Richtung Osten.



In Mossel Bay machten wir einen Stopp. Heike bekam ein Eis als Belohnung für die überstandene Aufregung.



In Mossel Bay gibt es auch eine kleine Höhle mit der Geschichte über dem Ort.



Im Bereich der Höhle tummelten sich viele Klippschliefer. Sie erhofften sich von den Touristen gefüttert zu werden und kommen ganz nah heran.



Von Angesicht zu Angesicht haben sie immer so einen leicht zornigen Gesichtsausdruck.





Bis nach Knysna fuhren wir durch. Zuerst besuchten wir einem Aussichtpunkt oberhalb des großen Mündungsbeckens des Knysna Rivers.



Wir fuhren weiter nach Brenton on Sea. Eine Siedlung von mehr oder weniger teuren Wochenendhäusern hoch über der Brenton Beach.





Es gab wieder Sitzbänke mit toller Aussicht. Während der Walzeit muss hier einiges zu sehen sein.




Wir spazierten den Höhenweg entlang der Küste. Der Weg führt an schön Häusern in Toplage, meist mit Großen Fenstern, entlang.









Die Aussicht auf die Bucht war auch nicht schlecht.







Wir umrundenden die Bucht von Knysna zu einem anderen Aussichtpunkt bei der Verbindung zum Meer. Die Einfahrt in das Mündungsbecken ist für Schiffe sehr herausfordernd und braucht eine spezielle Schulung.





Auf der gegenüberliegenden Seite entdeckten wir einen Wanderweg direkt an der Küste zu zwei Steinbögen. Er wäre sicherlich sehr schön gewesen. Es muss aber die ganze Bucht neuerlich umrundet werden. Das war uns zu aufwändig.



Am Nachmittag erreichten wir die Plettenberg Bay mit dem gleichnamigen Ort. Unsere heutige Unterkunft war das Milkwood Manor direkt am Stand. Nach dem Bezug des Zimmers spazierten wir am Strand und kamen zum unweit gelegenen Restaurant The Lookout Deck. Mit super Sicht über den Strand genossen wir den Abend bei Speis und Trank.




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Susan

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #34 am: 11. Dezember 2022, 13:57:50 »
Auch hier wieder auf dem Laufenden  8)
Muss mich leider wiederholen  ;)  Eine ganz tolle Landschaft, besonders die Küste gefällt mir sehr.

Spinnen schrecken mich normalerweise nicht, das Vieh in eurem Zimmer ist aber schon grenzwertig  :P
Liebe Grüße
Susan


Heike Heimo

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #35 am: 11. Dezember 2022, 18:18:38 »
06.04.2022   Plettenberg Bay - Tsitsikamma-Nationalpark

Vor dem Frühstück machte ich noch einen Strandspaziergang beim Sonnenaufgang.



Zum Frühstück gab es Bananenbrot. Hat mir sehr gut geschmeckt. Danach sind wir den kurzen Weg ans Ende der Bucht zum Robberg Nature Reserve gefahren. Wir wollten die Halbinsel auf dem 9,2 km langen Trail 3 umwandern. Das Wetter hat gepasst.



Gleich nach dem Beginn ist die Plettenberg Bay schön zu sehen.



Das Robberg Nature Reserve ist eine Halbinsel. Wie der Name schon sagt, leben hier viele Robben.



An recht steilen Hängen geht es entlang der Nordküste oberhalb des Meeres dahin.







Das felsige Terrain verschwindet und die Insel wird flacher.



Nach einiger Zeit erreichten wir den ersten Aussichtspunkt zu den Robben. Bevor wir sie sahen, rochen wir sie. Obwohl sie recht weit entfernt waren, war der Gestank deutlich wahrnehmbar.







Nach gut einer halben Stunde erreichten wir die Abzweigung zum Sandstrand. Die meisten Leute gehen nur bis hierher um zum Strand zu gelangen. Wir wollten aber die große Runde gehen.





Es ging weiter der Steilküste entlang unter uns immer wieder Robbenkolonien. Hier waren wesentlich mehr zu sehen.







Top Aussichtfelsen









An der Spitze der Halbinsel legten wir eine Jausenpause ein und genossen die Ruhe. Die Fesen hatten hier eine rötliche Färbung.





Über steiniges Terrain geht es entlang der Südseite zurück. Vogelschwärme begleiteten uns.





Der Weg auf der Südseite ist abwechslungsreicher. Oft durch Leitern und Stege gesichert. Auch kleine Kletterstellen sind dabei. Ständig geht es auf und ab. Alles ist sehr schön angelegt und erhalten









Die Landschaft ist wieder vom Feinsten. Viele Stopps zum Innehalten und Beobachten mussten eingelegt werden.









Die Koboldfratze



Wir erreichten den Sandstrand, der von einigen Leuten besucht war.



Die vorgelagerten Felsen sahen wie eine lange Schlange aus.





Auf dem Rückweg zum Parkplatz gab es wieder wunderschöne Aussichtspunkte.






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Christina

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #36 am: 12. Dezember 2022, 18:43:49 »
Die Küste ist wirklich traumhaft, toll, dass man dort auch gut wandern kann.



LG Christina

Heike Heimo

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #37 am: 14. Dezember 2022, 20:00:46 »
06.04.2022   Plettenberg Bay - Tsitsikamma-Nationalpark

Nach gut 5 Stunden kamen wir zum Parkplatz zurück und fuhren weiter zur nahen Keurbooms Beach. Wir wollten zum Arch Rock. Ein Wegweiser zeigte uns, dass wir hinauf in den Wald sollten und oben der Küste folgen. Wir folgten dem Wegweiser.





Vom Weg aus sahen wir schon unser Ziel. Die drei Felsen am Strand.



Bald erreichten wir den Matjies River. Er musste überquert werden. Wir sahen, dass der Zugang auch über den Strand möglich gewesen wäre.





Gleich nach dem Fluss erreichten wir die Felsen.





In einem der Felsen ist der Arch Rock. Er steht halb im Wasser und die Wellen spülten durch die Öffnung. Es soll sich hier um einen Kraftplatz der Ureinwohner handeln, der die Kraft der Weiblichkeit und der Geburt symbolisiert.



Licht und Wasser ergeben ein tolles Spiel.







Heike in der Öffnung als Größenvergleich.



Zurück gingen wir über den Strand. Das Wetter hat sich verschlechtert. Wind ist aufgekommen und erste Regentropfen fallen, als wir den Parkplatz erreichen.

Nächstes Ziel war das Tenikwa Wildlife Rehabilitation & Awareness Centre. Hier werden verletzte Tiere aufgenommen und wenn möglich wieder gesund gepflegt. Manche bleiben auch in der Station, wenn die Verletzung zu schwer ist. Zur Finanzierung halten sie auch Raubtiere, die mit einer Führung besichtigt werden können. Wir buchten eine Führung.
Die Führer sind Menschen aus dem nahen Ort, so haben sie eine Beschäftigung. Bei der Führung waren nur wir beide. Zuerst wurden wir zu verletzten Tieren geführt.

Zwei Marabu



Diese Eule hatte nur mehr ein Bein.



Ein Reiher, der vor der Freilassung steht.



Danach besuchten wir die Raubtiere. Zu den kleinen Katzen konnten wir ins Gehege.



Wildkatze



Serval





Die großen Katzen waren natürlich mit Zäunen und Gehwegen gesichert.

Gepard. Auch er hatte eine Verletzung auf der rechten Gesichtsseite.





Leopard



Star des Parks ist ein weißer Löwe und seine Gefährtin.





Das Wetter wurde immer bedrohlicher. Starke Regenschauer waren nicht mehr fern. Als wir bei den Karakal ankamen begann es zu regnen. Zuerst noch mäßig, dann richtig zu schütten.



So machten wir uns rasch auf den Weg zurück zur Office. Jetzt konnte auch unser Führer schnell gehen, fast laufen. Vorher war er sehr langsam durch die Gehege gegangen.

Im Gebäude warteten wir den Regen ab. Als wir losfahren wollten, fragte uns unser Führer, ob er und sein Kollege bis zum Wohnort, der auf der Strecke lag, mitfahren können. Wir nahmen sie mit. Bis zur Ausstiegstelle entstand ein angenehmes Gespräch mit den beiden.

Im Regen fuhren wir auf der N2 zu unserer Unterkunft für die nächsten beiden Tagen, der Villa Agape. Sie liegt unweit der Zufahrt zum Tsitsikamma-Nationalpark, neben einem holzverarbeitenden Betrieb.

Von der Besitzerin wurden wir sehr freundlich begrüßt und sie kochte uns gleich ein Abendessen. So ergab sich ein neuerliches Candle Light Dinner.



Ganz optimal ist diese Unterkunft nicht, da der Lärm des Betriebes auch leicht im Zimmer zu hören ist.
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Christina

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #38 am: 15. Dezember 2022, 18:20:31 »
Der Arch Rock sieht super aus, wenn man die drei Felsen von oben sieht, würde man gar nicht vermuten, dass dort ein Arch zu finden ist.

Hoffentlich wird das Wetter wieder besser.

Weil ich die Kerzen auf eurem Abendessen Foto sehe, habt ihr von den Stromunterbrechungen etwas mitbekommen, man liest/hört ja immer wieder davon, auch dass man als Tourist von den Unterkünften die Infos bekommt, wann der Strom für wie lange weg sein wird?



LG Christina

Heike Heimo

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #39 am: 17. Dezember 2022, 12:33:43 »

Weil ich die Kerzen auf eurem Abendessen Foto sehe, habt ihr von den Stromunterbrechungen etwas mitbekommen, man liest/hört ja immer wieder davon, auch dass man als Tourist von den Unterkünften die Infos bekommt, wann der Strom für wie lange weg sein wird?

Nur in der Nähe von Kapstadt hatten gab es zur Wartung der Kraftwerke usw. geplante Stromabschaltungen zwischen 20 und 23 Uhr, sowie 2 und 5 Uhr. In der Unterkunft war der Hinweis nicht zu übersehen. Taschenlampen waren im Zimmer bereitgestellt.
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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #40 am: 17. Dezember 2022, 12:42:47 »
07.04.2022   Tsitsikamma-Nationalpark

In der Früh waren schwarze Flocken auf dem Auto zusehen. Sie stammten vom Betreib. Sie dürften Schweröl ohne Filterung zur Holztrocknung verbrennen.

Im Tsitsikamma-Nationalpark angekommen starteten wir gleich den Wanderweg zum Tsitsikamma Wasserfall. Er ist Teil des Weitwanderweges dem Otter Trail. Nach dem Regen der Nacht verschwanden nun die Wolken und die Sonne kam hervor. Geblieben sind hohe Wellen, die spektakulär an die Küste brandeten.







Der Weg führt entlang der spektakulären Küste. Es waren wenige Leute unterwegs.







Nach einiger Zeit erreichten wir die Guano Cave.



Es wurde immer felsiger und farbenfroher.









An manchen Stellen mussten Felsklippen umwandert werden.





Wie lange wir bis zum Tsitsikamma Wasserfal gebraucht haben, kann ich nicht mehr sagen. Es dürften so an die 2 Stunden gewesen sein.





Zurück ging es wieder auf dem gleichen Weg. Durch den höheren Sonnenstand ergaben sich neue Eindrücke.

















Wieder ein sehr schöner Wanderweg der Küste entlang. Zurück am Parkplatz besichtigten wir Unterkünfte. Direkt am Meer wäre es hier sehr schön gewesen. Leider habe ich das bei der Planung übersehen.



Das Essen nahmen wir im Cattle Baron diese Parks ein. Das Zelt ist etwas schmucklos und stört in der schönen Landschaft. Dafür ist die Aussicht ein Wahnsinn.





Nach dem guten Essen besuchten wir die Hauptattraktion des Parks, die Suspension Bridges über die Mündungsbucht des Stormsrivers. Hier war deutlich mehr los.







Die Sonne stand nicht mehr optimal. Die Bucht war teilweise schon im Schatten.







Heike wollte die Bucht genießen. Ich ging noch hinauf zum Stormsriver Viewpoint. Bei Regen dürfte der Weg va nach unten nicht ohne sein.









Zurück zum Parkplatz gingen wir einen anderen Weg mit Aussichtspunkten auf die Brücke.



Nach dieser Kurzwanderung machten wir es uns nochmals zu einer Nachspeise im Cattle Baron gemütlich.





Auf der Rückfahrt gab es zur Belohnung noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.
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Silv

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #41 am: 17. Dezember 2022, 12:57:54 »
Wieder ein sehr schöner Tag. Ich denke oft: Selbst wenn der Rückweg der gleiche ist, sieht es doch meist anders aus.

Der Nachtisch sieht bei uns auch manchmal so aus: Eis und Bier oder Kuchen und Bier  ^-^
Liebe Grüße
Silvia

Silvia

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #42 am: 17. Dezember 2022, 18:00:16 »
So, ich bin auch endlich wieder auf dem Laufenden....

Die Wanderung im Robberg Nature Reserve hatte ich aus Zeitgründen leider nicht ganz machen können, danke das ich jetzt wenigstens am PC die komplette Runde sehe  ;D 

Schon der Weg zum Tsitsikamma Wasserfall ist ja traumhaft  :herz:

Und was euren 8-beinigen Besuch am Morgen im Zimmer betrifft: Ich weiß schon, warum ich auf Zelten stehe!!

Christina

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #43 am: 19. Dezember 2022, 19:40:48 »
Die Wellen sind ja heftig- sieht toll aus. Und der Blick aus dem Restaurant ist auch super, da kann man im gleichen Restaurant auch zweimal Pause machen. Die Wanderungen sind sowieso wieder traumhaft.

Silvia, kann sich so eine Spinne nicht auch mal in ein Zelt verirren?



LG Christina

Heike Heimo

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Re: Von Kapstadt bis Port Elizabeth – April 2022
« Antwort #44 am: 20. Dezember 2022, 21:16:22 »
08.04.2022   Tsitsikamma-Nationalpark - Amakhala Game Reserve

In der Nacht hat es zu regnen begonnen und es war recht kühl. Zum Abschied kam noch der neugierige Haushahn, der glaubt ein Hund zu sein, da er mit dem Haushund aufgewachsen ist. Zumindest behauptet das die Besitzerin.



Kurz nach dem Ort Stormsriver besuchten wir den Big Tree. Es regnete nur leicht, daher machten wir uns auf den Weg. Ein Rundweg führt zu dem Baum, einem Yellowwood. Er ist 36m hoch und rund 800 Jahre alt.



Der Weg ist nur kurz. Er führt an kleineren und einem umgestürzten Riesenbaum vorbei. So waren wir bald wieder beim Parkplatz.

Richtung Port Elizabeth besserte sich das Wetter. Als wir beim South Gate des Addo Elephant Nationalpark Parks ankamen schaute sogar die Sonne hervor. Die Einfahrt zum Gate war wie bei Jurassic Park mit einem elektrischen Zaun gesicherten Schiebetor versehen.

Wir durchstreiften den Park nach Tiersichtungen. Das hohe Gebüsch und das dichte Laub behinderten die Sicht. Es war daher am Beginn nicht viel zu sehen. Von einem Aussichtspunkt konnte wenigstens Landschaft überblickt werden.



Nach einiger Zeit lichteten sich die Büsche und erste Tiere waren zu sehen. Die erste Sichtung war die allgegenwärtige Kuhantilope.



Die Gegend ging immer mehr in eine Graslandschaft über. Die Sicht war so natürlich viel besser.









Wir parkten an der Straße und plötzlich tauchte neben uns ein Schakal auf. Er streifte durch das Gras und schnüffelte nach Beute. Den Wagen ließen wir neben mitrollen.





Diese Wiese war sehr ergiebig. Es gab ein Kommen und Gehen.







Etwas weiter Richtung Norden begannen 2 Kuhantilopenböcke zu kämpfen.











Wir machten uns über eine Schleife auf den Rückweg aus den Park. Einige Tiersichtungen begleiteten uns.



Kudu











Kurze vor dem Parkausgang war auf einem Seitenweg eine Hyäne zu sehen. Leider nur von hinten.



Nach Mittag verließen wir den Park und fuhren zum Leeuwenbosch Country House. Nur über wenige solcher Farmen kommt man in einer der größten Game Reserve Südafrikas dem Amakhala Game Reserve. Wir wurden sehr freundlich mit Tee empfangen und bezogen unser Zimmer.



Um 15 Uhr startete der Game Drive. Der Fahrer wollte lustig sein und beschleunigte das Fahrzeug sehr stark. Bei einer Bodenwelle hob es mich aus und ich kam unsanft mit dem Steißbein auf einem Stahlträger bei den Sitzen auf. Das war nicht sehr angenehm. Gleichzeitig flog meine Kappe im hohen Bogen ins Gelände. Den anderen schien es zu gefallen. Anscheinend kannte sich die Gruppe und der Fahrer bereits. Leider waren dunkle Wolken aufgezogen und es begann zu regnen. Die Regenumhänge in Tarnfarbe wurden ausgeteilt und weiter geht es.





Elenantilope



Springbock



Im Gebüsch entdeckte der Fahrer eine Gruppe Geparden.



Wir trafen auf eine Herde Giraffen.







Auf einem Hügel machten wir eine Pause zur Stärkung mit Essen und Getränken. Der Regen hatte aufgehört. Über die Pause war ich froh, da das Steißbein noch schmerzte und Bewegung brauchte. Vor dem Hügel tauchte noch eine Oryx Antilope auf.



Wir kamen mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch und erfuhren, dass sie schon länger hier sind.



Als die Pause vorbei war, war noch ein Nashorn zu sehen.



Nach der Jause wurde nach den Löwen gesucht. Nach einiger Zeit wurden sie gefunden. Wir mussten querfeldein fahren, um zu ihnen zu gelangen. Als wir dort waren, war auch klar warum wir sie überhaupt gefunden hatten. Einer trug einen Sender, daher auch das eifrige Funken.









Zurück beim Haus sollten wir um 18 Uhr zur Bar kommen. Hier traf sich die Gruppe und die Besitzerin der Leeuwenbosch Range. Hauptgesprächsstoff war der Game Drive des Vortages, als eine Giraffe gefangen wurde. Warum sie gefangen wurde, weiß ich nicht mehr. Es dürfte ziemlich lustig zugegangen sein. Videos wurden gezeigt, Fotos usw. Bis zum Abendessen wurde Smalltalk geführt. Die Gruppe kam aus England. Meghan, die Frau von Prinz Harry, mochten sie überhaupt nicht.

Das mehrgängige Abendessen im alten Herrenhaus war hervorragend und abermals bei Kerzenschein.



Die Unterkunft war extrem billig mit 56€ pauschal für Übernachtung, Frühstück und Abendessen.
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