Autor Thema: Deutschlandrundreise 2023  (Gelesen 7088 mal)

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #45 am: 11. September 2023, 17:00:50 »
nachdem die Basketballweltmeisterschaft glücklich mit dem Titel für Deutschland zu Ende gegangen ist können wir hier wieder weiterfahren  ^-^

9. Tag  Sonntag 2. Juli 23

Gestern Abend sind wir auf der Suche nach einem Restaurant bei der Bäckerei Ziegler vorbeigekommen wo es laut Aushang ab 7 Uhr Frühstück gibt. Dort haben wir heute gefrühstückt. Käsesemmel, ein erstaunlich gutes Birchermüsli und Capuccino, zu zweit haben wir 22 € bezahlt.

Wir hatten eine lange Fahrstrecke vor uns: erst zur Burg Eltz und dann weiter in die Eifel nach Maria Laach. Wegen der Strassensperre sind wir wieder am Kloster Reichenbach vorbeigefahren (Google Maps schlägt jetzt wieder eine andere Route vor), die Strasse war extrem kurvig, schnell fahren geht einfach gar nicht. Wir sind an vielen Bahnhöfen vorbei gefahren, ich glaube wenn ich im Schwarzwald wohnen würde würde ich auch eher Bahn als Auto fahren, ich glaube nicht dass man mit dem Auto schneller ist. Auf der Autobahn war es dann kein Problem, nur das letzte Stück zur Burg Eltz war eine abenteuerliche Strecke durch enge Dörfer und am Schluss einen krassen Steilhang in Kehren zur Mosel runter, ich kann mir nicht vorstellen dass die Touristenbusse diesen Weg zur Burg fahren, da muss es noch eine bessere Strecke geben...

Der Parkplatz an der Burg kostet 4 € und wir mußten warten bis ein Parkplatz frei wurde und der Parkwächter uns reingelassen hat. Ich habe mir die Uhrzeit nicht notiert aber es war zwischen 13 und 14 Uhr. Man geht dann nochmal einen Kilometer durch den Wald (einer Menschenschlange hinterher...) und sieht die Burg erst nach der letzten Wegkehre



Wir zahlten je 14 € Eintritt und suchten erst mal die sanitären Anlagen auf. Am Damen WC die übliche Schlange, ich freue mich auf den Tag wo es nur noch geschlechtsneutrale Toiletten gibt...

Die Burg ist gut erhalten und wird auch gerade renoviert und im Innenhof angelangt war die Hölle los  :(

   

   

um die Innenräume zu besichtigen muss man sich einer Führung anschließen (die im Eintritt inbegriffen ist) aber da hätten wir mindestens eine Stunde warten müssen so lang war die Schlange  >:(
keine so gute Idee von uns ausgerechnet Sonntag Nachmittag zur Burg Eltz zu fahren...wir haben es dann bei der Besichtigung der Kapelle und der Schatzkammer belassen, da kam man ohne Führung rein

   

diese Räume hätte man sehen können:



und so sieht die Burg ohne Gerüst aus:



das ist der aktuelle Stand:



also wenn ihr die Burg mal besichtigen wollt: das lohnt sich definitiv, aber sonntags würde ich es nicht versuchen. Es waren sehr viele Ausländer unter den Besuchern, das ist offensichtlich auch im Ausland ein Top-Reiseziel. Wir waren vor 19 Jharen schon mal da hatten aber keine genaue Erinnerung mehr und Josef hat jetzt eine viel bessere Kamera als damals und wollte fotografieren, tja da müssen wir noch ein drittes Mal wieder kommen.

Auf der Fahrt nach Maria Laach sind die Straßen dann auch wieder sehr eng, ein Bus ist kaum an uns vorbei gekommen, die Eifel ist was die Strassen angeht nicht viel besser als der Schwarzwald. In Maria Laach hatten wir uns den Luxus des einzigen Hotels am See gegönnt, das Seehotel gehört zur Klosteranlage (liegt direkt gegenüber der Kirche) wird aber nicht von den Mönchen betrieben. Im Hotelgarten sahen wir am Abend einen Mönch die Pflanzen harken, er war so etwa 80 bis 90 Jahre alt und dann war uns klar warum der Garten nicht so gepflegt war wie man das von einem Luxushotel erwarten würde...
Unser Zimmer 216 im zweiten Stock war sehr schön, das war das bequemste Bett auf der Reise:





auf der großen Hotelterrasse haben wir uns erst noch mit Kaffee und Kuchen gestärkt (die Tortenauswahl trieb einem Tränen der Verzweiflung in die Augen weil man sich ein Stück aussuchen mußte), man hat da Blick auf besagten Garten (dhinter sieht man schon ein Stück vom See):



Es war dann doch schon 16 Uhr als wir zur Wanderung um den Laacher See aufbrechen konnten, für die ganze Runde war das natürlich zu spät aber ein Teilstück würden wir schaffen. Der Rundweg ist sehr schön beschildert



der Laacher Vulkan ist vor circa 12.000 Jahren explodiert und anschließend bildete sich im Vulkankegel der See, das nächste Foto zeigt die gleiche Stelle des Vulkanrandes wie in der Tafel oben. Als Laie kann man ehrlich gesagt nichts erkennen



auch wenn man nicht an der Geologie interessiert ist: der See ist wunderbar idyllisch. Eigentlich wäre er ideal für eine Radtour, zu Fuß um den See ist das eine Ganztagestour.







zum interessantesten Teil des Sees haben wir es aber noch geschafft: den Stellen an denen Kohlendioxid aus dem See blubbert, man nennt das Mofetten. Die Mofetten sind ein Hinweis darauf dass der Vulkan noch nicht erloschen ist, es gibt noch vulkanische Aktivität in der Eifel!



Es blubbert wie im Yellowstone aber zum Glück stinkt es nicht  :)







danach sind wir dann wieder umgekehrt. Ein Familie sprach uns an: ob wir wüßten in welcher Richtung sie schneller zum Campingplatz zurück kommen. Wir haben auf Google Maps nachgeschaut: die waren noch nicht mal eine Viertelrunde um den See gelaufen vom Campingplatz aus. Manche Leute haben einen Orientierungssinn, dagegen bin ich Weltmeister. Wie kann man so unüberlegt mit kleinen Kindern loslaufen?

Das Kloster vefügt auch über einen Bio-Landwirtschaftsbetrieb mit Feldern, Kühen und Schweinen, von hier kommt das Fleisch das im Hotelrestaurant serviert wird. Die Kälber stehen mit den Mutterkühen auf der Wiese wie es sich gehört, leider ist das in Bayern absolut ungewöhnlich. In der Eifel und im Harz haben wir das oft gesehen.



Zurück im Zimmer machten wir uns einen Kaffee mit der Nespressomaschine und duschten und ruhten kurz aus, dann ging es zum Abendessen wieder auf die Hotelterrasse. Die Preise hier waren wie im Alemannenhof, das Essen zwar sehr gut aber bei weitem nicht auf dem Nivau wie dort. Zweimal Suppe, zwei Hauptspeisen und zwei Glas Wein und man ist bei 114 €, Luxushotels muss man sich leisten wollen. Es gibt noch ein einfacheres Restaurant im Klosterhof, das schließt aber um 18 Uhr. Alles andere wäre nur mit dem Auto zu erreichen.

Danach wollten wir die Kirche fotografieren, sie war aber schon geschlossen, nur den Kreuzgang konnte man besichtigen









auch vor die Kirche sind wir nicht gekommen, alle Tore auch zum Garten waren zu, darum gabs nur noch ein Foto von der Strasse aus



die heutige Route:

https://goo.gl/maps/EhaCwm3E7Auemb4k9

Übernachtung: Seehotel Maria Laach, Maria Laach 3, 56653 Glees (396 € für 2 Nächte plus 14 € je Frühstück)
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #46 am: 11. September 2023, 19:53:07 »
Schade, dass Burg Eltz eingerüstet war, aber so ist das ja leider oft im Urlaub. Wir waren im Mai 2012 dort (rund um Pfingsten, da haben wir mit Ferienwohnung in der Pfalz eine Woche Urlaub gemacht bevor wir dann im Sommer wieder nach Deutschland gezogen sind), das ist schon ein sehr malerisches Gebäude, vor allem auch wegen der Lage. Alleine waren wir damals auch nicht, es hielt sich aber noch im Rahmen des Erträglichen, ich meine mich zu erinnern, dass man damals nur Eintritt bezahlen musste, wenn man die Innenräume besichtigen wollte (oder die Innenräume hätten extra gekostet), das haben wir dann nicht gemacht.

In der Eifel war ich noch nie, ist aber ein Kandidat für ein paar Tage wandern, ist ja nicht weit von uns. Der See sieht idyllisch aus, die Kirche samt Kreuzgang gefällt mir auch.


LG Christina

Horst

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #47 am: 11. September 2023, 20:34:26 »
Burg Eltz habe ich vor 30 Jahren mal besucht ... wie die Zeit vergeht.
Aber ich weiß noch wie uns bei der Führung erzählt wurde dass der Begriff "Pech gehabt" von der Burg Eltz kommen soll, in dem man Angreifern heißes Pech von den Burgzinnen hinab gekippt hat.
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.

Susan

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #48 am: 12. September 2023, 21:19:41 »
Burg Eltz kenne ich nur von den Weinflaschen meines Vaters   8) Bei unseren Moseltouren haben wir die immer ausgelassen, weil es hieß, es wäre so voll dort. Okay, das Gerüst stört, trotzdem kann man sich die richtig als Märchenburg vorstellen.

Interessant auch der Vulkansee mit sseinem Blubbern
Liebe Grüße
Susan

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #49 am: 13. September 2023, 18:16:22 »
ich meine mich zu erinnern, dass man damals nur Eintritt bezahlen musste, wenn man die Innenräume besichtigen wollte (oder die Innenräume hätten extra gekostet), das haben wir dann nicht gemacht.
tja da haben sie leider "optimiert": der Eintritt ist direkt am Eingang der Burg fällig und es gibt nur diesen einen Tarif  :(

Zitat
In der Eifel war ich noch nie, ist aber ein Kandidat für ein paar Tage wandern, ist ja nicht weit von uns.
die Eifel kann ich definitiv empfehlen, das ist eine sehr schöne Landschaft, da würde ich gern noch öfter hinfahren.

Aber ich weiß noch wie uns bei der Führung erzählt wurde dass der Begriff "Pech gehabt" von der Burg Eltz kommen soll, in dem man Angreifern heißes Pech von den Burgzinnen hinab gekippt hat.

das wußte ich nicht, klingt aber ganz logisch wenn man drüber nachdenkt  8)

Interessant auch der Vulkansee mit sseinem Blubbern
der Campingplatz sah auch schön aus, da könntet ihr mit eurem Wohnmobil hinfahren und um den See radlen, das gefällt euch bestimmt
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #50 am: 13. September 2023, 18:24:37 »
10. Tag  Montag 3. Juli 23

Heute Morgen war es stark bewölkt und um draußen auf der Terrasse frühstücken zu können brauchte man ein Fleece. Im Urlaub sind wir so viel als möglich draußen, die meisten anderen Gäste saßen im Restaurant. Das Frühstück war gut aber im Vergleich zum Zimmer würde ich einen Stern weniger vergeben, immerhin gab es wieder ein ungesüßtes Birchermüsli und das selbstgebackene Vollkornbrot war wirklich hervorragend.

Irgendwann vor dem Urlaub hatten wir im Fernsehen einen Bericht über den Kaltwassergeysir in Andernach gesehen. Dass es in Deutschland Geysire gibt war uns völlig neu und natürlich mußten wir dorthin. Der Geysir liegt am Rand des Rheins in einem Naturschtzgebiet, man kommt nur im Rahmen einer Schiffstour dorthin. Die Tickets hatten wir Wochen vorher schon gebucht (18 € pro Person). Das stand heute auf dem Plan, Yellowstone im Kleinen, ich habe mich sehr gefreut  :)

Nach Andernach war es nicht weit zu fahren, die Strassen wieder eng und kurvig, innerorts fast überall Tempo 30 (im Schwarzwald war das auch üblich) aber es waren ja nur ein paar Kilometer. Andernach hat einen schönen historischen Ortskern, auf dem Weg zum Parkplatz sind wir durch den Ort gefahren, das nächste Mal würde ich mir wahrscheinlich eher ein Hotel in Andernach suchen als direkt im Seehotel zu übernachten.

Der Veranstalter hatte uns eine Mail geschickt das wir möglichst eine bis eineinhalb Stunden vor Abfahrt des Schiffes kommen sollten damit wir noch genug Zeit zur Besichtigung des Museums haben. Von einem Museum wußten wir gar nichts, aber wir sind dann so pünktlich gefahren dass wir eine Stunde vorher dort waren. Im Museum wird am Eingang ganz geheimnisvoll getan: "Sie fahren jetzt mit einem Fahrstuhl 4000 Meter in die Tiefe" dann geht man durch ein paar Räume mit Gesteinsproben und Bildern über Tiefenbohrungen usw, alles etwas seltsam und im Fahrstuhl wird dann schön angezeigt wie weit nach unten man schon gefahren ist... das Ganze ist ein ziemlicher Blödsinn der wohl Kindern Spaß machen soll. Aber der Fahrstuhl ist gut gemacht in Wirklichkeit fährt man 2 Etagen nach oben, das spürt man aber nicht.

Oben angekommen waren wir doch etwas enttäuscht als wir diese Infotafel sahen:



Der Geysir ist künstlich  ??? ehrlich gesagt wenn wir das gewußt hätten wären wir vielleicht nicht gekommen...





Es gab schon 1903 eine erste Bohrung und einen Geysir, man war auf der Suche nach Kohlenstoffdioxid für die Herstellung von Mineralwasser. Die Produktion vor Ort war schwierig weil immer wieder Wasserfontänen aus dem Bohrloch schossen. Das sprach sich rum und bald war der Geysir ein Touristenmagnet. 1953 versiegte der Geysir langsam weil der Brunnen beschädigt war. Krieg und mangelhafte Pflege hatten zur Folge dass der Sprudel versiegte. 1999 entschloss man sich das Geysir-Phänomen zu reaktivieren, nach geologischen Voruntersuchungen wurde 2001 auf dem Namedyer Werth - nicht weit vom früheren Geysir-Brunnen entfernt - eine erfolgreiche Bohrung durchgeführt.

Und so funktioniert das Ganze:







Es gab alle möglichen Vorrichtungen mit den man spielen konnte und auch einen kleinen Minigeysir der alle 10 Minuten ausbricht, für Kinder alles tolles Spielzeug das leider viel Krach macht und ich bekam Kopfschmerzen. Von der Ausstellung gelangt man über Treppen runter in die Cafeteria mit Andenkenladen auf der Rückseite des Gebäudes von dort gibt es einen Ausgang zum Schiffsanleger. Ich habe dann noch eine Viertelstunde in der Cafeteria verbracht, dort war es nicht viel leiser, es waren auch Schulklassen im Teenageralter unterwegs...

hier noch ein Modell der Geysiranlage



Mit dem Schiff fuhren wir dann 20 Minuten zur Anlegestelle auf der anderen Rheinseite, man geht vielleicht 200 Meter und steht dann am abgesperrten Geysirbereich



der Geysir bricht ganz regelmäßig aus und die Schiffsfahrt ist natürlich entsprechend getaktet, 5 Minuten nachdem wir angekommen waren brach er pünktlich aus



Video: https://www.youtube.com/shorts/FtSzH-EUFXM

plötzlich änderte er die Richtung und alle wurden nass, daher das Geschrei und der Wackler am Ende des Videos  ;D der Ausbruch dauerte ein paar Minuten und es blieben jetzt alle schön auf Abstand

am Schluss als er kleiner wurde ergaben sich hübsche Muster

   

   

am Schluss sah es aus als ob der Geysir Sahnefetzen spuckt  :) aber sonst war es schon ähnlich wie beim Old Faithfull nur nicht ganz so hoch
aber einmal Andernacher Geysir reicht mir, in den Yellowstone NP will ich schon noch ein zweites Mal!
Der Aufenthalt ist so gewählt dass man noch Zeit hat die Infotafeln zu lesen (auf denen in Kurzform das gleiche steht wie im Museum) dann muss man zum Schiff zurück. Da das gesamte Gelände vom Anleger bis zum Geysir umzäunt ist kann man sowieso sonst nirgends hin.



das Schiff brachte uns wieder zurück, eine längere Schifffahrt auf dem Rhein wäre auch mal schön, um 13 Uhr waren wir am Auto zurück



ich habe mich etwas erkältet gefühlt (vielleicht auch daher morgens die Kopfschmerzen) und wir sind erst mal zum Seehotel zurück gefahren und haben uns auf die Terrasse des Ausflugsrestaurants gesetzt, dort sitzt man auch sehr schön, die Kuchenauswahl ist zwar geringer, der Nusskuchen war aber auch richtig gut



es war jetzt wieder sonniger geworden, nur etwas windig. Nach der Kaffeepause fühlte ich mich wieder fit genug für eine kürzere Wanderung, Josef hatte den "Traumpfad Vulkanpfad" rausgesucht https://www.traumpfade.info/pfad/traumpfad/vulkanpfad/



dieser Plan stand am Wanderparkplatz in Ettringen und daneben etliche Infotafeln zum Thema Vulkanismus, auch unterwegs gab es viele Schautafeln. Ich habe sie alle fotografiert aber noch nicht alle gelesen  ;D Tatsache ist: wir gehen an ehemaligen Vulkanen entlang. Und auf der Route gibt es Steinbrüche und ehemalige Steinbrüche zu sehen und viele bizarre Felsformationen, z.B. diese Basaltwand gleich neben dem Parkplatz



zunächst ging es eine Kuppe hoch wo man gleich mal einen Blick auf ein paar alte Vukankegel und einen Steinbruch hatte







wir stehen hier am Ettringer Bellenberg





danachging es auf der anderen Seite den Hügel runter durch ein Wohngebiet in den Wald. Bis dahin war die Beschilderung gut, aber im Wald war es mit der ausreichenden Beschilderung vorbei. Gut dass wir die Route am Garmin hatten!

   

im Wald trafen wir auf diese Quelle



wir haben das Wasser probiert und wieder ausgespuckt - schmeckt einfach grausam  :kotz:

danach wurde es mit dem Weg schwieriger, er war teils ziemlich zugewachsen und dann auch gesperrt und eine Umleitung eingerichtet die auf dem Garmin nicht sichtbar war, wir sind den Umleitungssschildern gefolgt und kamen so zum "Kottenheimer Winfeld"




hier sah es nun  wirklich interessant aus



über dem Basaltgestein sieht man die eher bräunlichen Lavaschlacken (dazu gab es dann noch etliche Infotafeln)
hier wurden früher unter anderem Mühlsteine und andere Steine gebrochen, heute sind die Felswände ein Kletterparadies, sie sind übersät mit Haken. Es ist uns unterwegs aber kein Mensch begegnet.







nach diesem Abschnitt kam dann eine weitere Umleitung die uns schließlich auf eine Strasse führte und der weitere Weg (der eindeutig beschildert war) war gesperrt und es war definitiv auch nach einiger Suche kein anderer Weg zu finden. So blieb nur noch per Google Maps einen Weg zu suchen: die Strasse auf der wir uns befanden kreuzte ein paar Hundert Meter weiter den ursprünglichen Wanderweg und so sind wir eben die Landstrasse entlang (zum Glück hinter der Leitplanke) einen Trampelpfad (ich glaube wir waren nicht die ersten) zum Wanderweg zurück gegangen und standen bald noch mal auf dem Ettringer Bellenberg. An dem aktiven Steinbruch den wir von da oben gesehen haben wäre der eigentliche Weg vorbei gegangen. Gut das ist jetzt vielleicht kein so großer Verlust aber die miese Beschilderung war einfach ärgerlich...

mir war eh nicht so gut und als wir nach 3 Sunden am Auto zurück waren wollte ich eigentlich nur noch ins Bett. Am Heimweg sind wir an einem Edeka vorbei gefahren und haben ein paar Brötchen, Käse und fertige Salate gekauft (Quinoasalat, Eiersalat, die Auswahl war groß). Zurück am Hotel war der Parkplatz voll, wir bekamen ein kostenloses Upgrade für die Garage.

Statt Abendessen im Restaurant gab es Essen im Bett (für mich) bzw. am Schreibtisch - für Josef. Allein ins Restaurant gehen wollte er nicht, er hat dann abends seine Fotos bearbeitet, ich habe früh geschlafen.

die heutige Route:
https://goo.gl/maps/EWrfzpkowJH1pj9R8

Übernachtung: wie gestern
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #51 am: 14. September 2023, 18:12:39 »
Den Geysir in Andernach finde ich eigentlich schon spannend, er ist ja nicht wirklich künstlich, er würde nur nicht "ohne Hilfe" an die Oberfläche kommen. Was mich aber abhält ist, dass man nicht einfach hin gehen kann, sondern diese organisierte Schiffsfahrt machen muss und dann vor Ort nur den umzäunten Bereich und die Zeit eines Ausbruchs hat. So was mag ich gar nicht. Mal sehen, ob es sich trotzdem mal ergibt.

Die Wanderung dagegen gefällt mir gut, sehr interessant mit den ehemaligen Vulkanen und den Felsformationen.

Hoffentlich hattest du nur einen schlechten Tag und bist nicht wieder krank im Urlaub (in Frankreich letztes Jahr und in Dallas warst du doch auch erkältet, wenn ich mich richtig erinnere?).


LG Christina

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #52 am: 17. September 2023, 16:47:39 »
Nein ich war nicht krank, ich hatte nur einen Anflug einer Erkältung, am nächsten Tag waren wir wieder wandern und ich war voll fit. Wegen Oktoberfest bin ich jetzt nicht dazu gekommen den nächsten Tag fertig zu stellen und die nächsten 2 Tage bin ich abends eingeladen, ich muss also um etwas Geduld bitten  :)
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #53 am: 18. September 2023, 17:53:04 »
Gut, dass du nicht krank wurdest.

Mit dem Weiterschreiben kannst du dir wegen mir Zeit lassen, ich bin ab morgen 10 Tage im Urlaub  :happy2:

Viel Spaß auf dem Oktoberfest!


LG Christina

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #54 am: 18. September 2023, 18:00:28 »
Gut, dass du nicht krank wurdest.

Mit dem Weiterschreiben kannst du dir wegen mir Zeit lassen, ich bin ab morgen 10 Tage im Urlaub  :happy2:

Viel Spaß auf dem Oktoberfest!

dann wünsche ich dir einen tollen Urlaub! Das Wochenende am Oktoberfest war klasse, ich bin so langsam wieder nüchtern  ;D
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #55 am: 20. September 2023, 20:51:09 »
11. Tag  Dienstag 4. Juli 23

heute war es beim Frühstück auf der Terrasse des Seehotels sonnig und es war super Wetter angesagt. Nachdem wir gestern die Kirche nicht mehr besichtigen konnten haben wir das heute nach dem Frühstück versucht. Leider kommt man nur in die Kirche selber, das Klostergelände darf man nur im Rahmen einer Führung betreten, die wäre aber erst um 15 Uhr, da sind wir schon wieder weg.



das Grabmal des Pfalzgrafen Heinrichs II. zu Laach (gestorben 1095), er stiftete im Jahre 1093 dieses Benediktinerkloster, leider gab es keine weiteren Infotafeln, es ist wohl gewünscht dass man an einer Führung teilnimmt?



der Altarraum erinnert eher an eine orthodoxe Kirche



von außen haben wir auch noch ein paar Fotos gemacht





das ist der reinste Hochsicherheitstrakt hier, wir haben uns heimlich durch die Gärtnerei aufs Gelände geschlichen und dort Fotos gemacht:







danach sind wir nach Daun gefahren, am Ortsrand hatten wir ein Zimmer in einer Pension gemietet und nur wenige hundert Meter entfernt liegt das Gemündener Maar wo wir unsere Wanderung um 3 Maare beginnen wollten. Die Wanderung hatte Josef bei komoot gefunden (www.komoot.de/smarttour/9528172)

hier eine schöne Übersichtskarte, wir gehen aber in einer Ellipse um alle drei Maare herum



wie gestern schon gibt es auch hier immer wieder zahlreiche Infotafeln. Die Eifel ist bestimmt das best beschilderte Urlaubsgebiet Deutschlands, leider gilt das aber nicht unbedingt für die Beschilderung der Wanderwege, die war heute zwar zahlreich vorhanden aber teils verwirrend, wir waren wieder auf die Route im Garmin angewiesen.



Der Parkplatz am Gemündener Maar gehört zum Naturschwimmbad im Maar. Das sah absolut verlockend aus und heute waren wirklich Badetemperaturen. Ich glaube hier mache ich mal eine Woche Urlaub



Der Weg führte erst hoch so dass man diesen schönen Blick auf den See und das Schwimmbad hatte und dann runter zum Ufer, dort saß eine Frau und betrachtete die Seerosen. Ich hätte mich am liebsten dazu gesetzt aber die Zeit für ein paar Fotos hatten wir natürlich. Wäre ich allein unterwegs gewesen wäre ich bestimmt gar nicht zum zweiten Maar gegangen, so schön war es hier





Der Weg ging dann einen Hang hoch wo der Skiclub Daun ein Haus hat, ich kann mir ja nicht vorstellen dass man auf dieser Höhe noch Ski fahren kann, aber tatsächlich gibt es da auch einen alten Schlepplift. Die Sonne schien wunderbar auf das reife Gras, der Wind ging etwas, schöne Sonne, man sah alle möglichen Blumen, verblühte Lupinen, Mohnblumen und viele Schmetterlinge, sehr idyllisch!







von den verblühten Lupinen habe ich Samen gesammelt



leider kommt auf den Fotos die schöne Stimmung nicht zur Geltung, es war viel sonniger als es aussieht



wir gelangten zu einem Aussichtsturm, von oben hatte man einen tollen Blick zum zweiten Mar:





der Weg ging dann wieder nach unten durch einen Weidezaun und wir waren umringt zuerst von einer Ziegenherde



und schließlich von ein paar absolut süßen, zutraullichen Eseln die sich streicheln ließen





   



die gefleckten sind besonders süß  :herz: leider hatten wir heute keine Äpfel dabei





dann erreichten wir das dritte Mar, auch hier wieder ein verlockendes Strandbad:





hier sind wir dann von der Route abgewichen und sind in den Ort Schalkenmehren eingebogen auf der Suche nach einem Café, ich wollte einen Eiskaffee und Josef hatte Hunger. Auf einer Bank am Ortsrand saß ein alter Mann, der sah nach einem Einheimischen aus, wir sprachen ihn an und er meinte wenn wir die Strasse weitergehen kommen wir zu einem Eiscafé, wir unterhielten uns ein bisschen und er empfahl uns noch dringend nach Wallenborn zu fahren und den Brubbel anzuschauen das sei viel besser als der Geysir in Andernach.
Im Ort gab es dann tatsächlich mehrere Einkehrmöglichkeiten und wir setzten uns auf die Terrasse des Hotel Restaurants Schneider am Maar



der Tisch unter dem schönen Baum war leider nicht mehr frei (ich habe ihn später fotografiert), aber es fand sich noch ein Tisch für uns. Eiscafé und Flammbrot waren hervorragend, das wäre noch eine Adresse wo man gut mal eine Woche Entspannungsurlaub verbringen könnte. Nach der Pause sind wir durch den hübschen Ort geschlendert





viele der Häuser sind Ferienwohnungen, ein paar weitere Hotels gibt es auch noch, es waren ein paar Wanderer unterwegs, aber insgesamt war es sehr ruhig hier







auf der anderen Seite der Maare in einem etwas weiteren Bogen (nicht so nah am Ufer wie der Hinweg) ging es zum Parkplatz zurück. Auf das Schalkenmehrener Maar hatte man noch schöne Aussichten



ganz interessant: neben dem Maar gibt es ein älteres Maar das bereits versandet ist:



laut Infotafel war das vor ca 20.000 Jahren entstanden und als vor 10.000 oder 12.000 Jahren die jetztigen Maare entstanden ist es bei diesen Vulkanausbrüchen zugeschüttet worden.

ist das nicht eine idyllische Landschaft? Ich war ganz begeistert!



gegen 3 Uhr waren wir am Parkplatz zurück. Neben dem Schwimmbad war ein Restaurant, leider hatte es nur bis 18 Uhr geöffnet, für uns also nix fürs Abendessen. Dort hing auch ein Plakat das auf Veranstaltungen auf der Freilichttribüne im Bad hinwies: klassikeraufdemvulkan.de. Am Freitag hätte es ein Klassikkonzert gegeben und am Samstag eine ABBA Vorstellung. In Zukunft habe ich mir vorgenommen auch ein paar kulturelle Events  bei der Urlaubsplanung zu berücksichtigen, nicht mehr nur Wanderungen

zur Unterkunft waren es nur ein paar Meter zu fahren. Dort angekommen war alles verschlossen, an der Haustür hing eine Telefonnummer die man anrufen konnte: wir sollten den Schlüssel mit unserem Namen aus der Schlüsselbox neben der Tür nehmen, unser Zimmer 9 war im zweiten Stock mit Balkon. Hinter dem Haus war ein großer Parkplatz und eine große Liegewiese.



im Flur vor unserem Zimmer stand ein Kühlschrank mit Getränken aus denen man sich bedienen konnte, unseren Weißwein stellten wir dazu, eine Sitzecke und Bücherregal sowie Gesellschaftsspiele waren auch vorhanden, das sah alles sehr gemütlich aus. Und das moderne Zimmer hat uns auch gefallen:





im Vorraum war ein Kleiderschrank und daneben ein kleines Duschbad. Wir kochten Kaffee und setzten uns mit den letzten Keksen auf den Balkon, es gefiel uns super. Wir hatten ja noch Zeit bis zum Abend und haben nach dem Brubbel in Wallenborn gegoogelt, das ist nur 15 km weg, das wollten wir uns noch anschauen





Wir sind dann erst nach Daun reingefahren zum tanken und ins Edeka die Vorräte aufstocken. Das Auto haben wir am Edeka Parkplatz stehen gelassen und sind durchs Zentrum gelaufen und haben nach Restaurants geschaut, da gibt es einige und parken schien auch kein Problem zu sein. Es gibt sogar ein großes Kino, auch etliche Geschäfte.

15 Minuten später waren wir im Dörfchen Wallenborn, es gibt einen großen Parkplatz im Ortszentrum neben dem Brubbel:



die Quelle sah genauso aus wie in Andernach und im Gegensatz zu dem was uns der Mann erzählt hatte ist auch dieser Geysir nicht natürlichen Ursprungs, die Bohrung stammt von 1930 und ist nur 38 Meter tief. Er bricht alle 10 Minuten aus, wir mußten also nicht lange warten



Die Funktionsweise mit CO2 ist die gleiche wie beim Geysir in Andernach, die maximale Höhe ist aber so:



 :totlach: es dauerte ungefähr 2 Minuten  ;D

hier standen noch etliche Tafeln mit Wanderrouten, diversen Vulkanmuseen usw. In der Eifel kann man einiges unternehmen, ich glaube hier waren wir nicht zum letzten Mal



die örtliche Kirche haben wir noch besichtigt, leider habe ich keine Fotos gemacht, die war aber wirklich sehenswert.

Direkt neben dem Brubbel war ein Restaurant, das sah ganz ansprechend aus, es war zwar erst halb 7, aber hier war es so gemütlich, wir haben erst in aller Ruhe ein Bierchen getrunken und dann ein Steak bestellt, das Wetter wurde zusehends dunkler, es hat aber gehalten. Zurück in unserer Pension saßen wir noch eine Weile am Balkon, dann fing es aber doch zu regnen an.

die heutige Route:
https://maps.app.goo.gl/edY33nhNUr75DX7m6

Unterkunft: Auszeit am Eifelsteig, Mühlenweg 7, 54550 Daun (220 € für 2 Nächte incl. Frühstück)
Viele Grüße Paula

Horst

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #56 am: 21. September 2023, 09:47:05 »
Der Geysir ist dann praktisch der Old Faithful der Eifel.  ;)
Wo kamen denn die Esel her?
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #57 am: 22. September 2023, 09:16:16 »
Der Geysir ist dann praktisch der Old Faithful der Eifel.  ;)
Wo kamen denn die Esel her?

die Esel waren quasi auf der Weide, genau wie die Ziegen. Auf dem Weg runter zum See sind wir durch ein Weidegitter gegangen, der See ist umzäunt. Ich glaube das ist eine Art Naturschutzgebiet, vielleicht sollen die Tiere das Gras abweiden? Die waren aber alle so sauber und gepflegt dass ich annehme dass sie abends im Stall sind und gestriegelt werden - macht man das bei Eseln?  :gruebel:
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #58 am: 22. September 2023, 21:34:13 »
12. Tag  Mittwoch 5. Juli 23

Heute Nacht hat es wohl ziemlich geregnet, es war morgens grau, bewölkt und kühl. Um 8 Uhr waren wir die ersten Gäste beim Frühstück. Der Frühstücksraum ist schön mit alten Möbeln eingerichtet, für jedes Zimmer ist ein bestimmter Tisch gedeckt:





Kaffee wurde an den Tisch gebracht und Eier gab es nach Wunsch (wir ließen uns Rührei machen). Es gab ganz herrliches bestimmt selber gemachtes Holundergelee und ein Zopfbrot und Quark! Der fehlt mir meistens am Frühstücksbuffet. Wir waren sehr zufrieden hier, das war vom Preis- Leistungsverhältnis neben dem Hotel am Titisee die beste Unterkunft.
Zwei Frauen am Nachbartisch erzählten uns dass sie im Untergeschoss eine Ferienwohnung haben mit Terrasse (das Haus steht ja am Hang), hier gibt es also nicht nur Zimmer, also ich kann das Haus definitiv empfehlen. Die beiden waren auch zum wandern hier und wir gaben Ihnen den Tipp zum Brubbel  :)
Wir hatten heute die Wanderung Nr. 19 Dreimühlenwasserfall und Burg Kerpen vom Wanderführer Eifel (Reise Kow-How) geplant. Auf einer der zahlreichen Hinweistafeln war mir das Vulkanbergwerk Arensberg aufgefallen, das praktisch auf der Route zum Wanderparkplatz lag, diesen kleinen Abstecher haben wir also zunächst gemacht. Ohne Google Maps hätten wir den Parkplatz nicht gefunden, im Prinzip war das eine kleine geschotterte Fläche am Waldrand wo wahrscheinlich hauptsächlich Leute parken die mit ihrem Hund spazieren gehen. Aber es gab ein Schild: hier sind wir richtig:



der Weg war übersät mit Weinbergschnecken, solche Mengen habe ich noch nie gesehen, irgendwie faszinierend. Gut dass keine Franzosen unterwegs waren (Josefs Mutter hat mir erzählt wie sie mal Besuch von Franzosen hatten, Josefs Elternhaus hat einen sehr großen Garten am Hang wo zeitweise wohl auch viele Weinbergschnecken sind, die haben die Franzosen dann eingesammelt und Josefs Mutter mußte die kochen, das war ein Kulturschock  ;D an die Story muss ich immer denken wenn ich Weinbergschnecken sehe)

   

nach besagtem Kapellchen





kommt bald das Bergwerk





wenn man durch den Stollen gegangen ist findet man sich im Krater eines ehemaligen Vulkans wieder:



hier war ein Steinbruch, über die Jahrhunderte wurde der Basaltkegel des Vulkans abgebrochen, an den Wänden sieht man noch schön die Basaltsäulen





auh hier standen wieder etliche Infotafeln (wie immer dreisprachig: deutsch, holländisch und englisch), wir befinden uns hier am Punkt 30 der deutschen Vulkanstrasse www.deutsche-vulkanstrasse.com. Wenn ich mal Rentner bin und Zeit habe fahre ich diese ganze Strasse ab, das gefällt mir super hier. Zwischenzeitlich hat es auch mal geregnet aber nur kurz dann konnten wir die Schirme wieder einpacken.
Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht diese Steinkreise zu legen





ein richtiges Kleinod ist das hier, die Eiffel gefiel mir immer besser

dann sind wir weiter gefahren zum Parkplatz am Ortsrand von Kerpen wo die Wanderung begann, um 20 nach 11 gingen wir los und das Wetter wurde langsam besser. Der Weg ging sehr schön an Feldern vorbei und durch den Wald



und einen kleinen Frosch habe ich auch gefangen  :herz:

   

Weinbergschnecken waren hier auch viele unterwegs und eine Blindschleiche haben wir auch gesehen.
Und gerade als wir am Wasserfall Dreimühlen ankamen, kam die Sonne raus  :strahl:



Zitat
Richtige Wasserfälle sind in der Vulkaneifel etwas ganz besonderes. Der größte und bekannteste ist der Wasserfall Dreimühlen.
Erst die Wegebau- und Bahntrassenarbeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben die heutige Form des Wasserfalls entstehen lassen. Drei Bachquellen, die in mitteldevonischem Kalkstein entspringen, wurden oberhalb des Wasserfalls zu einem Ablauf zusammengeführt. Dieser quert den Kalkeifel-Radweg und fällt unmittelbar danach 4-6 m tief in das Ahbachtal hinab.





ich bin ja gar nicht so ein großer Wasserfallfan, aber der hier ist was besonderes mit dem Wasser über dem Moos  ^-^

   

   

hier war dann auch richtig viel los, nicht einfach Fotos ohne Leute zu machen ( es gibt einen Parkplatz in der Nähe, man muss also keine lange Wanderung machen)



Ab hier ging es dann am Ahbach entlang immer am Bachufer auf einem steilen, anspruchsvollen schmalen Waldweg zur Nohner Mühle, die heute nur noch Ausflugslokal ist. Obwohl Mittwochs eigentlich Ruhetag ist hatte sie heute geöffnet, da haben wir Glück gehabt!






bei dem schönen Wetter saßen wir natürlich draußen und ich genoß die beste Stachelbeertorte ever  :happy2:

   

wir haben es uns richtig gut gehen lassen und kurz nach uns kam ein ganzer Schwung Wanderer und der Biergarten war voll.



Der weitere Weg durch Feld und Wald war leider wieder sehr schlecht beschildert, ohne Garmin hätten wir uns niemals zurechtgefunden- und das obwohl der Weg zum Teil auf dem bekannten Eifelsteig verläuft. Wir kamen noch an einem Kalkofen vorbei, die Gegend hier besteht teils aus vulkanischen Steinen aber auch auch viel Kalkstein, einen alten Kalkbrennofen konnte man besichtigen, auch hier wieder mit Infotafeln


 
und letztendlich kamen die Burg in Sicht und wir sahen dass wir den richtigen Weg genommen hatten. Die Burg Kerpen ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden







Um 3 Uhr waren wir am Parkplatz zurück. Ohne den Zwischenhalt von heute morgen suchte das Garmin einen anderen Weg der statt einer halben Stunde 45 Minuten dauerte und sich durch alle möglichen Orte windet, das kann eigentlich nicht der beste Weg sein - kurvig und steil nicht ganz so schlimm wie im Schwarzwald aber doch schwierig zu fahren, vor allem wenn man nach einer Wanderung müde ist. Kurz vor 4 waren wir zurück und haben uns auf unserem Balkon niedergelassen. Wir waren ungefähr 12 km gelaufen immer wieder mal rauf und runter und ich war echt platt, ich werde wohl alt  ::)

zum Abendessen sind wir ins Landhotel Krolja gegangen nur 5 Minuten von unserer Unterkunft weg, dort gab es eine riesen Portion Schnitzel, aber auf die Nachspeise konnte ich nicht verzichten: Waldmeisterparfait, das haben wir uns dann geteilt  ;)



die heutige Route:

https://maps.app.goo.gl/UMT3m4zvECKDJUs4A

Unterkunft: wie gestern
Viele Grüße Paula

Silvia

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Re: Deutschlandrundreise 2023
« Antwort #59 am: 24. September 2023, 15:50:21 »
ein richtiges Kleinod ist das hier, die Eiffel gefiel mir immer besser
Ich war von der Eifel auch überrascht und begeistert, da gibt es wirklich viel zu entdecken.  Den Wasserfall finde ich auch richtig toll  :thumb: