Autor Thema: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023  (Gelesen 6736 mal)

Paula

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #15 am: 03. Oktober 2023, 09:45:55 »
von den Orkneys wußte ich bisher gar nichts, sehr faszinierend! Stromness liegt so nah am Wasser, gibt es dort keine Überschwemmungen bei Sturmfluten? Für mich sieht das aus als ob es kurz vor dem Versinken steht.
Der Steinkreis ist faszinierend, eigentlich interessanter als Stonehenge da man dort ja mitlerweile vor einem Zaun steht.
Viele Grüße Paula

Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #16 am: 03. Oktober 2023, 11:17:09 »
Es gibt wohl ab und zu mal Sturmfluten die für Beschädigungen sorgen, aber der größte Teil von Stromness selbst liegt an einem Hang. Also könnte hier nur der Bereich unten um den Hafen was abbekommen. Richte schwere Stürme sind auf Mainland aber selten, da die Bucht von Scapa Flow wohl wie ein Schutzwall gegen die offene See fungiert. Die nördlichsten Inseln sind da wohl eher gefährdet.
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #17 am: 04. Oktober 2023, 19:53:56 »
6.Tag, Donnerstag 3.8.2023







Nachts hat es geregnet und auch heute ist das Wetter mal britisch durchwachsen zu erwarten. Also bekommen heute unsere Regenhosen ihren ersten richtigen Einsatz. Von unseren Plänen abhalten lassen wir uns dadurch nicht. Heute steht ein Inselwechsel an. Wir fahren etwa eine halbe Stunde nach Houton, ein kleiner Fährhafen an der Westküste Mainlands und reihen uns mit unserem Kia für die 10 Uhr Fahrt nach Hoy ein (Kostenpunkt 29 € für 2 Personen und das Auto – hin und zurück).




Anbieter sind diesmal Orkney Ferries, die Fährfahrten zwischen den Orkney Inseln anbieten.
Alle 5-10 Minuten wechselt das Wetter von trocken mit einem seltenen Sonnenstrahl über Regen bis hin zum gefürchtetem Drizzle – dem britischen feinen Sprühregen.
In 30 Minuten hat uns die Autofähre nach Lyness auf Hoy gebracht.
Was in unseren Breiten die S-Bahn oder der Bus ist, das ist hier die Fähre. Bewohner erreichen damit ihren Arbeitsplatz oder die Schule.






Nahe dem Fährhafen gibt es richtig nettes Cafe – Emily’s Tea Room – mit viel Liebe zum Detail eingerichtet – da lassen wir mit einer dampfenden Tasse Kaffee und einem netten Gespräch mit der Betreiberin erstmal einen Regenguss durchziehen.





Normalerweise fotografiere ich keine Toiletten – aber die bei „Emily“ ist mir zwei Fotos wert.






Besonders erwähnenswert, dass man sich wohl auch Gedanken darüber gemacht hat, wie ein Toilettenbesucher damit umgehen kann, wenn sein Vorgänger eine Wolke hinterlassen hat die nicht dem Wetter entsprechend aus H2O, sondern aus anderen Gasen besteht.





Dann gehen wir On The Road – zur Inseldurchquerung nach Nordwesten. Hoy ist die einzige der Orkney-Inseln die Berge aufweist, weshalb sie auch als Orkney-Highlands bezeichnet wird.
Aufgrund des Wechsels aus Regen, Drizzle plus Nebel ist von den Bergen allerdings wenig zu sehen.




Neben der Straße halten wir an einem einsamen Grab mit Holzzaun.
Um dieses einsame Grab rankt sich eine makabere Geschichte, die dazu führte, dass es wohl zum meistbesuchten Grab auf den Orkney Inseln wurde.
Betty Corrigal brachte 1770 ein uneheliches Kind zur Welt was damals als Schande galt und erhängte sich. Sie durfte nicht in geweihter Erde begraben werden. Ihre Leiche landete im Niemandsland und wurde vergessen. Bis 1933 Torfstecher ihren Sarg fanden. Ab da war es ein Sport für Seeleute, sie immer wieder auszugraben. Erst 1949 wurde sie kirchlich beerdigt und das Grab mit Zement gesichert.





Im strömenden Regen erreichen wir Rackwick Bay.




Der Regen lässt nach und wir laufen in unseren Regenhosen hinab in die Bay an den Strand.






Das Hochlandrind dürfte auch ohne Regenhosen klar kommen.






Die eigentlich geplante 3,5 Stunden Wanderung zum Old Man of Hoy lassen wir im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. 
Zumindest haben wir ein wenig Glück. Als wir den Strand erreichen hört der Regen auf und auch der Nebel verflüchtigt sich für eine halbe Stunde.







Gutes Timing, so können wir den Strand und die Bucht ...






... mit ihren farbigen kugelförmigen Steinen im feinen Sand bewundern.
















Selbst der Old Man of Hoy lugt um die Ecke. Als wir wieder den Rückweg antreten zieht die Nebelsuppe wieder den Vorhang zu und es drizzelt wieder. Immerhin – eine traumhaft schöne Bucht in herrlicher Landschaft.






Wir fahren zurück, am Fährhafen vorbei in den Südosten der Insel.
Ganz am südöstlichen Ende von Hoy geht es über eine Landbrücke auf die Insel Longhope.






Der Martello Tower hat schon ein paar Tage mehr auf dem Buckel und war als Verteidigungsanlage gegen Napoleon erbaut worden.





Einer von insgesamt 160 dieser Türme (witzigerweise nach korsischem Vorbild erbaut) an der britischen Küste von denen heute sonst kaum mehr einer steht.






Irgendwie haben wir es heute mit Gräbern, so verleitet uns auch der Osmundwall Cementary zu einem Stop.





Hier steht ein Monument für die 8 Seeleute der Seenotrettungsmannschaft die 1969 in einem Sturm beim Rettungsversuch eines Schiffes ihr Leben verloren. Damals ein Ereignis, dass ganz Britannien erschütterte.





Ganz im Osten von Longhope steht noch der Leuchtturm von Cantick Head – unser Umkehrpunkt ist erreicht.
Bevor wir mit der Fähre wieder zurück nach Mainland fahren kehren wir nochmal für einen Kaffee bei Emily ein und schaffen trotzdem noch die letzte Fähre um 16:40 Uhr zurück nach Mainland, ...





... wo wir noch eine Runde durch Stromness drehen.





















Bei diesem zweiten Besuch fällt uns eine Statue mit Tafel am Hafen auf.
Sie ist dem Arktisforscher Dr. John Rae gewidmet, der hier in der Nähe 1813 auf Mainland Orkney geboren wurde.





Er war einige Jahre als Landvermesser und Kartograph für die Hudson Bay Company tätig – bekannt wurde er aber dadurch, dass er ab 1848 die Suche nach der verschollenen Franklin-Expedition begann. Franklin war von der Suche nach der berühmten Nordwestpassage (der Seeweg der über das Nordmeer den Atlantik mit dem Pazifik verbindet) mit seinen beiden Schiffen die er 1845 begann nicht zurückgekehrt.
1851 stieß Rae auf die Überreste eines von Franklins Schiffen und wurde dafür und für seine Messungen mit der Goldmedaille der Royal Geographical Society geehrt. Während seiner Reisen hatte Rae unter anderem bisher unbekannt Teile arktischer Küste kartografiert und damit Vorarbeit für Roald Amundson geleistet der die Nordwestpassage 1903 und 1906 als erster erfolgreich meisterte.

Dann geht es zurück zu unserem Apartment in Quolou, wo die Schafe schon auf uns warten und sich am Abend noch eine Schwadron Hasen dazu gesellen.
 

Übernachtung:  Apartment Quolou, Orkney  117 €

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Rainer

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #18 am: 05. Oktober 2023, 14:57:37 »
Einer von insgesamt 160 dieser Türme (witzigerweise nach korsischem Vorbild erbaut) an der britischen Küste von denen heute sonst kaum mehr einer steht.

Wenn das "nach korsischem Vorbild" erbaut wurde, dann ist es eigentlich nicht korsisch, denn auch auf Korsika heißen die Türme "Genueser Türme", diese Türme wurden von den Genuesen für die Verteidigung gegen nordafrikanische Piraten erbaut (Mitte des 16. Jahrhundert). Wer hat denn die Türme oben auf den Orkneys gebaut - auch die Genuesen? Das wäre aber ein weiter Weg!

Auch die Verteidigung gegen Napoleon finde ich ja irre, das ist ja auch elend weit weg. Hätte ich niemals gewusst, dass die Franzosen so weit im Norden aktiv waren.

Christina

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #19 am: 05. Oktober 2023, 18:09:37 »
Das Wetter hat ja so gerade noch die Kurve gekriegt. Toller Strand mit den gestreiften Felskugeln und auch die Klippe im Hintergrund sieht gut aus.

Sehr nettes Café, so etwas gefällt mir auch immer.
LG Christina

Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #20 am: 05. Oktober 2023, 20:58:10 »
Einer von insgesamt 160 dieser Türme (witzigerweise nach korsischem Vorbild erbaut) an der britischen Küste von denen heute sonst kaum mehr einer steht.

Wenn das "nach korsischem Vorbild" erbaut wurde, dann ist es eigentlich nicht korsisch, denn auch auf Korsika heißen die Türme "Genueser Türme", diese Türme wurden von den Genuesen für die Verteidigung gegen nordafrikanische Piraten erbaut (Mitte des 16. Jahrhundert). Wer hat denn die Türme oben auf den Orkneys gebaut - auch die Genuesen? Das wäre aber ein weiter Weg!

Auch die Verteidigung gegen Napoleon finde ich ja irre, das ist ja auch elend weit weg. Hätte ich niemals gewusst, dass die Franzosen so weit im Norden aktiv waren.
So viel ich weiß, sind die Franzosen auch nicht so weit in den Norden gekommen. Aber die Briten wollten für den Fall des Falles vorgesorgen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Hackness_Martello_Tower_and_Battery

Zur Entstehung der Türme in Britannien:
https://www.ageofsail.de/martello-towers/


Das Wetter hat ja so gerade noch die Kurve gekriegt.
Zum Glück war das einer der sehr wenigen feuchten Tage dieser Reise. :D
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Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #21 am: 06. Oktober 2023, 18:39:35 »
7.Tag, Freitag 4.8.2023







Neben dem Steinkreis von Brodgar gibt es einen weiteren Ort auf Orkney den sich kaum ein Besucher entgehen lässt – das Steinzeitdorf Skara Brae.
Da unsere Unterkunft nur einen Steinwurf davon entfernt ist bietet es sich an, das gleich am Morgen, wenn die Kultstätte öffnet, zu besuchen. Graham unser Vermieter hat uns noch geraten vorzubuchen aber wir denken gleich am Morgen müsste das auch so klappen.
So sind wir in weniger als 5 Minuten zum Parkplatz von Skara Brae gefahren und werden ohne Internetreservierung nur mit viel Gutmütigkeit der Ordnerin nicht abgewiesen. Also hier eine klare Empfehlung in der Saison den Rechner im Vorfeld zu bemühen.




Wir haben also Glück und betreten das Museum und sehen einen Film über die Anlage.





Wenn man das Besucherzentrum verlässt trifft man auf ein rekonstruiertes Steinzeitgebäude ...





... und kann sich wie ein Bewohner vor 5000 Jahren fühlen.















Danach führt ein kurzer Weg an die Küste und an die Ausgrabungsstätte Skara Brae.





Eine Archäologin sagte einmal „man braucht auf den Orkneys nur einen Stein umzudrehen, und schon stößt man mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine neue Stätte“. Manchmal muss man nicht einmal das tun. Im Jahr 1850 fegte ein Sturm in der Bucht von Skaill, an der Westküste der Hauptinsel Mainland, einige Sanddünen weg und legte ein erstaunlich gut erhaltenes steinzeitliches Dorf frei. Man spricht bei Skara Brae deshalb auch vom schottischen Pompeji. Archäologen datieren Skara Brae auf etwa 3100 v. Chr., und sie sind überzeugt, dass das Dorf mehr als 600 Jahre lang bewohnt war.
Skara Brae muss zu seiner Zeit ein gemütliches Plätzchen gewesen sein. Rundliche Steinbehausungen, verbunden durch überdachte Wege, drängten sich zum Schutz gegen die harten Winter eng aneinander. Im Inneren gab es Feuerstellen, die Wohnräume waren mit steinernen Bettstellen und sogar Schränken ausgestattet.




Das bühnenbildhafte der Ansiedlung und der Einblick, den das Dorf in den Alltag des Neolithikums (Jungsteinzeit) gewährt, machte Skara Brae zum spektakulärsten Fund der Orkney-Inseln – bis jetzt.
Dabei gibt es zwei Bauperioden, die Zweite verdeckt Teile der Ersten. Aber natürlich möchte kein Wissenschaftler die jüngere Schicht abtragen, es würde die jetzigen Häuser zerstören …





Heute ist es etwas windiger als an den beiden ersten Tagen aber immerhin trocken.
Das ermutigt uns zu einer kurzen Wanderung. Am Küstenabschnitt nordwestlich von Stromness finden sich einige der beeindruckendsten Klippen Orkneys.





Dort wo der ungestüme Nordatlantik gegen die hohen Klippen von Yesnaby kracht, offenbart die Insel ihre wilde, raue Seite.





Die Kraft der Erosion lässt sich an dieser Küste mit ihren Felsabbrüchen, Brandungspfeilern und diversen Löchern in den Felsen besonders eindrucksvoll erleben.






Schon der Blick vom Yesnaby Car Park wäre die Anfahrt in den Westen der Insel wert.






Wir folgen einem Pfad nach Süden ...





... und erreichen nach einer halben Stunde einen großen Sea Arch.





Gleich nebenan steht der Brandungspfeiler Yesnaby Castle mit seinen Beinchen in der See. Eine ungewöhnliche Laune der Natur.






Heute wollen wir uns die Bereiche von Mainland ansehen die wir bisher noch nicht gesehen haben. Die Fahrt ins Zentrum der Insel zeigt typische Ansichten der größten Orkney Insel. Grüne saftige Wiesen, garniert mit blauen Gewässern.











Hier und dort verstreut liegen Häuser, Höfe mit Schafen und Rindern, kleine Ortschaften, in der Ferne Windkrafträder, das Meer ist niemals weit





Vorbei am Ring of Brodgar halten wir heute an den benachbarten Standing Stones.
Es sind nur drei aber mit einem Alter von bis zu 5000 Jahren flößen die 6 Meter hohen Riesen Respekt ein.





Eine Sage empfiehlt sich hier nicht in einer Neujahrsnacht herumzutreiben, denn die Steine seien versteinerte Riesen die dann zum Leben erweckt werden. Sie zu beobachten brächte Unglück.
Bis Neujahr wollen wir sowieso nicht warten also fahren wir weiter.





Gleich um die Ecke findet sich das Hügelgrab Maeshowe, ca. 5200 Jahre alt und damit älter als die Pyramiden.
Ufologen und Wissenschaftler rätseln über Bedeutung und Entstehung.
Unterirdisch soll es hier eine große Kammer geben aber das Grab kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden und das schenken wir uns, weil uns gerade mehr nach der Erkundung einer Kaffeebohne ist ...






... und die erwarten wir uns in der Hauptstadt Orkneys in Kirkwall.
Kirkwall ist mit seinen 7000 Einwohnern das Mexico-City der Orkneys.
Viele der Steinhäuser stammen noch aus dem 17. Und 18.Jahrhundert. Es gibt einige schöne Straßen, nette Geschäfte und natürlich auch für uns ein Cafe. 




Clan-Kultur im Schottenrock






Whiskey Distillerien wie Highland gibt es im ganzen Land, so auch auf den Orkneys.















Den Mittelpunkt von Kirkwall bildet die 850 Jahre alte nördlichste Kathedrale Großbritanniens – die St. Magnus Cathedral im übrigen im Eigentum des Volkes und nicht der Kirche. Die Kathedrale hat auch eine Gedenktafel für die Opfer des U-Boot-Angriffs auf das Schlachtschiff Royal Oak, die 1939 durch das deutsche U-Boot 47 in der Bucht von Scapa Flow versenkt wurde.
Der Untergang der HMS Royal Oak riss 833 Seeleute hinab in den Tod über hundert davon waren unter 18 Jahre alt.
Für die Deutschen war der Angriff mit dem unbemerkten Eindringen des deutschen U-Bootes in den Naturhafen von Scapa Flow ein Husarenstück. Für die Briten war es ein Schock, der die Inseln bis heute verändern sollte.



aus Wikipedia
Diese Veränderung ermöglicht es uns weiter auf Mainland nach Süden zu fahren ohne eine Fähre zu benutzen.





Nach dem Desaster mit dem Untergang der Royal Oak ordnete Winston Churchill an, die südöstlichen Inseln bei Scapa Flow durch massive Barrieren zu verbinden. Zwischen den damals voneinander getrennten Inseln South Ronaldsay, Burray, Glimps Holm und Lamps Holm sollten Dämme aufgeschüttet werden um die Bucht von Scapa Flow besser kontrollieren zu können. Folglich wurden diese Dämme letztendlich auch zu Landverbindungen auf Mainland – die Churchill Barriers.






Unser nächster Stopp auf der Fahrt nach Südosten ist wieder eine Kirche, wenn auch diesmal eine Kleine dafür aber wesentlich berühmter – die italienische Kapelle auf Lamb Holm. Auch die ist eine letztendlich durch den Untergang der Royal Oak und die Errichtung der Churchill Barriers entstanden. Die Italian Chapel ist sicher eine der kuriosesten Sehenswürdigkeiten Orkneys, da sie so deplatziert wirkt.










Gebaut haben sie italienische Kriegsgefangene im zweiten Weltkrieg die hierher transportiert wurden um die Churchill Barriers zu errichten. Beim Bau der Kirche wurden sie von der Lagerleitung unterstützt.
Vollendet wurde die Kirche von ihrem Gründer und Erbauer dem Kriegsgefangenen Domenico Chiocchetti (links im Bild) tatsächlich erst nach dem Krieg, der als letzter freiwillig länger blieb um seine Kirche fertig zu stellen. Solche Kirchen von Gefangenen gab es einige während des zweiten Weltkrieges. Die anderen verschwanden mit der Auflösung der Camps.




Doch bei der kleinen Kapelle machten die Arbeiter die das Gefangenenlager abreißen sollten ehrfürchtig halt. Der langsame Verfall setzte trotzdem ein. Die Kirche war aus Resten entstanden und nicht für die Ewigkeit gebaut. 1958 gründeten die Bewohner Orkneys (Orkadier) ein Komitee zur Erhaltung der Kirche und man lud Domenico Chiocchetti ein seine Werke in der Kirche selbst zu restaurieren. Am Ende seiner Arbeit verließ er die Orkneys in tiefer Verbundenheit mit den Bewohnern.







Wir fahren weiter über die Churchill Barriers und halten bei einem U-Bootwrack. Und wieder trifft uns eine Geschichte aus den Weltkriegen bei Scapa Flow – und wieder spielen die Deutschen dabei die Hauptrolle nur diesmal im Ersten Weltkrieg.
Scapa Flow – der Selbstmord der deutschen Kriegsmarine.
Ohne einen Schuss abzugeben, versank der Stolz des Kaiserreiches. 52 deutsche Schiffe gingen unter. Ihre Besatzungen hatten ein letztes Mal die Flagge des Kaisers gehisst, bevor sie ihre eigenen Schiffe fluteten und in die Tiefe schickten.
Nach dem Waffenstillstand von 1918 wurden 74 Schiffe der deutschen Hochseeflotte in Scapa Flow interniert. Die Übergabe der deutschen Hochseeflotte an die Alliierten war eine der Bedingungen des Waffenstillstands, der den Ersten Weltkrieg im November 1918 beendete. 70 deutsche Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer unter dem Kommando von Konteradmiral Ludwig von Reuter trafen am 21. November an der schottischen Küste ein, um die Flotte der britischen Admiralität zu unterstellen.
Dort harrten die Schiffe und ihre Besatzung mehrere Monate bis zur Unterzeichnung des Vertrags von Versailles am 21. Juni 1919 aus. Bevor die Schiffe am 23.Juni an die Briten übergeben werden mussten gab Admiral Reuter noch am 21.Juni den Befehl, die Schiffe zu versenken. Die Seeventile wurden geöffnet und erst als sich das Schlachtschiff Friedrich der Große zur Seite neigte und die Crew das Schiff in Richtung der Rettungsboote verließ, reagierten die wachhabenden britischen Soldaten. Neun deutsche Soldaten wurden erschossen, als sie in ihren Rettungsbooten an Land ruderten. Es waren die letzten Toten des Ersten Weltkrieges.
Zurück blieben die rund 70 versenkten Schiffe in der Bucht von Scapa Flow. Inzwischen hat man einige gehoben um sie wegen der Metalle auszubeuten aber einige ragen noch als Mahnmale der Geschichte aus der Meeresbucht bei Scapa Flow.





In St. Margeret’s Hope, dem drittgrößten Ort der Inseln auf South Ronaldsay halten wir uns nur kurz auf, obwohl der Ort recht malerisch an einer Bucht liegt. Es sollen noch einmal für ein Stündchen die Beine geschwungen werden.





Ein Mix aus Küste und Geschichte findet sich bei Hoxa Head.






Der Weg bietet den Blick auf die Südküste und hinüber zur Isle of Hoy und Ruinen der Bunker und Verteidigungsanlagen auf den Orkneys am Hoxa Head aus dem Zweiten Weltkrieg.




Auf dem Rückweg legen wir noch einen Fotostop an der Graemshall Battery aus der Ferne ein ...




... und halten am Inganess Beach wo ein Schiffswrack malerisch vor sich hinrostet.

Dann ist es für heute wirklich gut. Wer hatte gedacht, dass man ausgerechnet im Norden Schottlands so viel über Geschichte und die Weltkriege lernen kann.
Die nächsten Tage werden sich dann eher wieder der tollen Natur und Küste entlang der NC500 widmen.




Übernachtung:  Apartment Quolou, Orkney  117 €

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Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #22 am: 09. Oktober 2023, 17:08:11 »
8.Tag, Samstag 5.8.2023






Heute herrscht völlige Windstille und das Wetter ist trocken.




Also auch an unserem Abreisetag meinen es die Orkneys insgesamt gut mit uns.





Wir fahren am Morgen nach Stromness um die North Link Fähre zurück zum Festland nach Scrabster zu nehmen.





Die Fähre hat alles was man braucht, selbst die Hunde haben ihren eigenen Logenplatz.





Wieder passieren wir die Insel Hoy, diesmal bei besserem Wetter (ohne Nebel) als auf der Hinfahrt.






Gegen Mittag sind wir wieder zurück auf dem Festland, gehen in einem großen LIDL Lebensmittel einkaufen und biegen dann wieder auf die NC500, die North Coast 500 nach Westen.






Den ersten Abstecher von der Route gönnen wir uns am Melvich Beach der nicht nur Dünen, ...





... einen herrlichen Sandstrand und überhaupt eine schöne Umgebung aufweist, sondern auch bei Surfern hoch im Kurs zu stehen scheint.






Eine Stichstraße führt wenige Kilometer von der Hauptroute nach Norden zum Strathy Point wo wir uns auf den Weg ...





... zum Leuchtturm ...





... und zur Küste machen.






Westlich des Leuchtturms folgen wir noch ein Stück der Küste, ...







... entdecken noch einen Arch und kehren dann zum Wagen zurück.






Noch etwas weiter nach Westen werden wir auch für unsere Kaffeepause fündig – das Store Cafe in Bettyhill entpuppt sich als uriger Schuppen mit richtig viel zu Gucken.





Entlang der NC500 nach Westen.





Schafe haben immer Vorfahrt. ;)






Am Torrisdale Beach sehen wir wieder Surfer, ein Boot auf dem Trockenen und einen Friedhof. In Tongue wird noch einmal der Tank gefüllt und dann geht es auf die letzte Etappe nach Durness.






Bis hierhin war die Strecke des heutigen Tages schön aber nicht spektakulär. Das ändert sich jetzt.






Spätestens mit der Umrundung des Loch Eriboll legt sich die NC500 ins Zeug, ihrem Ruf als eine der schönsten Straßen der Welt gerecht zu werden.





Wundervolle Landschaften, ...




... Traumstrände und Buchten soweit das Auge reicht.







Man würde sich wünschen, jeden der tollen Strände wie z.B. den Ceannabeinne Beach genüßlich erleben zu können aber dafür bräuchten wir hier einen Tag mehr, der durchaus lohnend wäre. Wir waren ja 2016 schon mal hier und haben uns diesmal noch mehr Tage für den Westen genommen.










So begnügen wir uns mit einigen Fotostopps aus der Ferne ...





... und erreichen dann am Abend Durness und unseren Atlantic Pod (unserer heißt sinnigerweise Puffin Pod womit ich gut leben kann  ;)), ...





... die zwar nicht so geräumig sind wie andere Unterkünfte dieser Reise uns aber trotzdem sehr gut gefallen und eigentlich alles bieten was man braucht. Zumal man die Koffer im Auto lassen kann, das ja amerikanisch gleich neben der Tür steht. Durness war im Übrigen im Vorfeld der Übernachtungsort, wo es am schwersten war, bezahlbar etwas Vernünftiges zu bekommen.

So geht ein Tag zu Ende der einen vielversprechenden Auftakt zur tollen Westroute der NC500 geboten hat.


Übernachtung:  Atlantik Pods, Durness  130 €

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Christina

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #23 am: 09. Oktober 2023, 18:28:27 »
Die Orkneys sind ja richtig vielfältig, mit Steilklippen, flacherer Küste, Historie aus vielen Jahrhunderten und netten Städtchen. Aber auch auf dem Festland sieht es wieder toll aus.

Der Pod sieht sehr gemütlich aus, zu zweit aber doch recht eng, auch weil das Bett an der Wand steht. Ich nehme an, hinter der Spiegeltür ist das Bad?
LG Christina

Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #24 am: 09. Oktober 2023, 18:36:47 »
Der Pod sieht sehr gemütlich aus, zu zweit aber doch recht eng, auch weil das Bett an der Wand steht. Ich nehme an, hinter der Spiegeltür ist das Bad?
Ja richtig, dahinter ist das Bad. Wir hatten wirklich alle Quellen des www angezapft (und das 8 Monate im voraus!) um in Durness eine adequate/bezahlbare Unterkunft zu bekommen (was dort mit Abstand am schwierigsten war) und waren uns mit dem kleinen Pod unsicher. Im Nachhinein wars aber recht gemütlich und hätte auch noch für eine zweite Nacht getaugt. :)
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Christina

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #25 am: 10. Oktober 2023, 17:59:18 »
Der Pod sieht sehr gemütlich aus, zu zweit aber doch recht eng, auch weil das Bett an der Wand steht. Ich nehme an, hinter der Spiegeltür ist das Bad?
Ja richtig, dahinter ist das Bad. Wir hatten wirklich alle Quellen des www angezapft (und das 8 Monate im voraus!) um in Durness eine adequate/bezahlbare Unterkunft zu bekommen (was dort mit Abstand am schwierigsten war) und waren uns mit dem kleinen Pod unsicher. Im Nachhinein wars aber recht gemütlich und hätte auch noch für eine zweite Nacht getaugt. :)

8 Monate vorher - das ist beunruhigend. Aber Anfang August ist für Schottland sicherlich Hauptsaison.
LG Christina

Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #26 am: 11. Oktober 2023, 20:21:54 »
8 Monate vorher - das ist beunruhigend. Aber Anfang August ist für Schottland sicherlich Hauptsaison.
Ja, Juli und August sind Hauptsaison.
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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #27 am: 11. Oktober 2023, 20:27:23 »
9.Tag, Sonntag 6.8.2023









Der Morgen präsentiert sich sonnig. Einen der schönen Traumstrände von Durness wollen wir uns noch gönnen bevor wir auf die Westroute der NC500 starten. Gleich unterhalb unseres Pods breitet sich der goldene Sandstrand des Sango Beach mit seiner Felskulisse vor uns aus – da können wir nicht widerstehen.

































Von hier fahren wir auf der NC500 nach Süden.











Weitesgehend verläuft die NC500 hier einspurig.





Man muss sich also etwas Timing angewöhnen um zur rechten Zeit in die Passing-Place-Lücke zu fahren wenn Gegenverkehr kommt.





Nach einer halben Stunde ergibt sich bei Rhiconich die Möglichkeit am Loch Inchard entlang nach Kinlochbervie zu fahren, ...






...was man nicht versäumen sollte, da die kurze Straße in auf und ab mit tollen Ausblicken belohnt.













Auch Kinlochbervie selbst spendiert einen herrlichen Blick vom Hafen auf den von Bergen umringten Loch.





Der nächste Stop empfiehlt sich spätestens am Scourie Beach, wo sich eine Halbinsel hinaus in die Scourie Bucht streckt, an der man mal ein paar Meter entlang gehen sollte.





Auch einen alten Friedhof und vor allem das türkisgrüne Wasser gibt es zu bewundern.






In der Folge führt die Strecke durch ein Gebiet mit Mooren und Seen bis Unapool, wo es eigentlich über die B869 nach Westen weiter geht.






Wir legen noch einen kleinen 2 Meilen-Abstecher nach Süden zu einem echten Zungenbrecher ein.  Es geht zum Allt Chranaidh am Loch na Gainmhich.
Dabei führt ein kurzer Weg durch eine sehenswerte Schlucht ...





... bis zum Wasserfall Allt Chranaidh, ...





...der sein Wasser vom oberhalb gelegenen See Loch na Gainmhich bekommt.






Es lohnt sich auch den oberen Parkplatz anzusteuern und den Weg zum See zu gehen und mit etwas Geschick den Slalom durch das matschige Heide-Moor zu absolvieren, ...






... um einen Blick von oben auf den Wasserfall zu bekommen.






Auch der Blick in die Weite der Landschaft lohnt sich von hier.











Dann geht es zurück auf die NC500 die hier der B869 entspricht.

Etwa 20 Meilen geht die Strecke in auf und ab etwas eintönig durch ein Waldstück, das sich durch diverse Kurven auch nur langsam absolvieren lässt. Aber dann!






Dann wird die Strecke immer schöner und das letzte Drittel ist einfach herrlich.






Ein ständiger Wechsel an Seen, Bergen, weißen Sandstränden und Küstenfelsen die uns begeistern.





In Clachtoll gibt es für uns einen Pflichtstop – den Kiosk von Flossies an dem fast schon Karibikstimmung aufkommt.




Den Kiosk fanden wir vor 7 Jahren schon toll und wir sind dankbar hier wieder sein zu dürfen, in der Sonne zu sitzen unseren Kaffee zu schlürfen und den Moment zu genießen.










Gleich nebenan am Clachtoll Beach geht das Landschaftsspektakel weiter. Ein feinsandiger weißer Sandstrand eigerahmt mit einer wilden Felsenkulisse.




Wir laufen um den Strand ...





... zum Split Rock einen Felsen dem man ein Stück in der Mitte geklaut hat.























Dann folgt die letzte Etappe nach Lochinver vorbei am Loch Culag mit Blick auf den Suilven.






Obwohl nur 731m einer der markantesten Berge Schottlands.






Letztendlich erreichen wir unsere Lodge bei Inverkirkaig ...











... am malerischen Loch Kirkaig.













Am Abend (es ist ja im Norden im Sommer lange hell) machen wir noch Lochinver unsicher, dabei stoßen wir auf das Delilah’s ...





... ein Restaurant und Pub in dem heute Live Musik ist und bleiben kleben.

So endet ein Tag im wundervollen Westen der Highlands der wieder absolut Lust auf mehr gemacht hat.



Übernachtung: B&B Kirkaig Lodge, Inverkirkaig  164 €
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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #28 am: 12. Oktober 2023, 12:42:07 »
so nach einer Woche in Zypern bin ich jetzt auch wieder dabei  :)
das Linksfahren habe ich jetzt ja geübt, ist eigentlich kein Problem (okay, es war sehr wenig Verkehr, aber trotzdem) da erscheint mir eine Reise nach Schottland mit dem Auto machbarer als vorher!
Das Steinzeitdorf finde ich total faszinierend, ich lese gerade ein Buch zur menschlichen Frühgeschichte, das paßt gerade! Die Landschaft ist wirklich traumhaft und auf deinen letzten Bildern hat man auch Leute im Wasser gesehen, wie warm war es denn? Wäre es für euch warm genug zum baden gewesen oder braucht man doch einen Neoprenanzug? Wenn ich so herrliche Strände sehe im Sommer würde ich doch gern auch mal ins Wasser gehen...
Viele Grüße Paula

Horst

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Re: Northern Roads: NC500 - auf Schottlands Route 66 im Sommer 2023
« Antwort #29 am: 12. Oktober 2023, 17:54:39 »
Die Landschaft ist wirklich traumhaft und auf deinen letzten Bildern hat man auch Leute im Wasser gesehen, wie warm war es denn?
Das waren keine Leute, das waren Schotten. ;)
14°C dürfte das Meer im Sommer im Schnitt haben.
Knapp an meiner Wohlfühlwassertemperatur vorbei. :frier:
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.