Autor Thema: Ontario-Motown-Tour 2023  (Gelesen 5311 mal)

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #15 am: 09. Dezember 2023, 14:23:30 »
Klasse erster Tag, schöne Fotos

 :danke:
Liebe Grüße

Ilona

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Silv

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #16 am: 09. Dezember 2023, 15:13:24 »
Liebe Ilona,

ich bin natürlich auch dabei!  ^-^
Liebe Grüße
Silvia

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #17 am: 09. Dezember 2023, 15:18:50 »
Liebe Ilona,
ich bin natürlich auch dabei!  ^-^

Das freut mich, Silvia :adieu:.
Liebe Grüße

Ilona

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Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #18 am: 10. Dezember 2023, 09:54:35 »
Tag 3: Niagara-on-the-Lake und Niagara Falls

In dem ruhig gelegenen Bed & Breakfast schliefen wir sehr gut. Ab und zu mussten die Bewohner über uns auf die Toilette und der alte Fußboden knarzte. Sonst war es absolut ruhig.

Frühstück gab es wie vereinbart um 8:15 Uhr im Haupthaus. Das Omelett mit Babyspinat und Bacon war sowas von lecker.



Obwohl wir eigentlich keinen Bacon mögen, waren die knusprigen Speckstreifen als erstes verputzt. Zum Nachtisch konnte man sich noch Früchte und Süßteilchen vom überschaubaren Büffet holen.

Nach dem Frühstück machten wir uns voller Wiedersehensfreude auf den Weg zu unseren Freunden, die herrlich gelegen inmitten der Rebflächen bei Niagara-on-the-Lake wohnen.



Natürlich waren wir besonders auf die Winery gespannt. Als erstes fuhren wir zum Betrieb und staunten über die Vollernter.





Ohne diese Maschinen könnten die riesigen Rebflächen nicht geerntet werden.

Zwischendurch wurde der Reifegrad getestet.



Natürlich auch von mir.



Die Trauben waren sowas von süß und bereit für die Lese.





Kanada ist einer der größten Eisweinproduzenten der Welt und hier sind solche Traubenpressen.



Zum Schluss der Besichtigung wurden wir noch zur Blumenuhr gefahren.



Zum Mittagessen wurden im Garten Patties gegrillt und hauseigener Riesling zu den Burgern serviert. Der Riesling war ein sonnenverwöhntes, edles Tröpflein  :drunken: . Wir wären gerne etwas länger geblieben, doch es stand noch mehr auf dem Programm. Zum Abschied bekamen wir Eiswein mit auf den Weg.

Wir fuhren in den Hauptort der Niagara Halbinsel nach Niagara-on-the-Lake. Der überschaubare Ort mit vielen viktorianischen Häusern zieht viele Touristen an.



Die meisten Besucher tummeln sich vor dem Prince of Wales Hotel.



Das 1864 erbaute dreistöckige 110-Zimmer-Hotel trug mehrere Namen (Long's Hotel, Arcade Hotel, The Niagara House) und wurde 1901 in den heutigen Namen umbenannt. Quelle: Wikipedia

Der Gedenkuhrturm oder Cenotaph wurde als Denkmal für die Stadtbewohner errichtet, die während dem Ersten Weltkrieg im Einsatz fielen.





Auf dem Weg zurück zu unserer Unterkunft kamen wir an der Waterfront an vielen Villen vorbei. Man kann entlang der Straße allerdings nicht anhalten, um diese abzulichten.

Das Auto parkten wir im Hinterhof von Ellis House und machten uns auf den Weg zur WEGO-Bushaltestelle, die 500 m zu Fuß entfernt ist. Die WEGO-Busse pendeln im Bereich der Niagara Fälle hin und her. Ich hatte im Vorfeld online den Niagara Falls Pass  für 79 CAD/Person + Tax (Hauptsaison) gekauft. Da waren zwei Tage WEGO Bus inklusive. Der Busfahrer ließ uns mitfahren, wies jedoch darauf hin, dass wir den Pass in einem der Besucherzentren aktivieren lassen müssen.

Wir stiegen am Queen Victoria Park aus und sahen als erstes die American Falls.



Danach gingen wir in Richtung der kanadischen Horseshoe Falls



bis zum Table Rock Centre. Dort lösten wir unsere Pässe ein. Für die Journey behind the Falls, den Aero Cable Car und den White Water Walk mussten wir jedoch für den nächsten Tag unsere Besuchszeiten festlegen. Das war im ersten Moment gar nicht so einfach. Nachdem wir die Zeiten festgelegt hatten, erhielten wir Plastikkarten inklusive einem Band und hängten uns diese um den Hals.

Im Table Rock Centre befindet sich eine Attraktion, die wir gleich abhaken wollten, nämlich Niagara’s Fury. Allerdings waren alle Attraktionen für den nächsten Tag gebucht, so dass wir nochmals zu einem Schalter zwecks Freischaltung mussten.

Wir bekamen einen Regenponcho zum Überziehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was da an einem Tag allein mit den Regenponchos Müll produziert wird.
Niagara’s Fury war ein interaktives 360°-Kino. Man steht dabei auf einer runden Gitterrostplattform und erlebt sowohl einen Konturenflug über die Niagara Fälle sowie die Jahreszeiten samt Schnee oder dem Raften über die White Waters, d. h. es schwappt auch ein bisschen Wasser über. Ganz nett, aber muss man nicht haben.

Nach der 10minütigen Veranstaltung machten wir uns auf den Weg zur Standseilbahn, die auch im Pass inklusive ist.



Oben angekommen befindet man sich in der Casino-Vergnügungsmeile. Wir machten uns auf den Weg zum Foodcourt im Fallsview Casino Resort.



Hier stärkten wir uns mit je einer Pizzaschnitte und einem Getränk. Der Preis dafür war zwar hoch, aber im Verhältnis zu dem was noch kommen würde akzeptabel. Unser Ziel war das dahintergelegene Fallsview Entertainment Center. Hier befindet sich die OLG Stage.

Ich bin während der Planung auf ein Konzert gestoßen und orderte daraufhin gleich zwei Tickets für je umgerechnet 33 €. Pünktlich um 19 Uhr begann das Konzert von KC & The Sunshine Band . Die Band hatte in den 70er Jahren einige Nr. 1 Hits, die in unserer Teenagerzeit auf AFN Frankfurt, dem Radiosender der amerikanischen Streitkräfte, rauf und runter liefen.

Mittlerweile interpretiert Mr. Casey seine Hits ziemlich rockig und fegt trotz 50 kg Übergewicht (seine Worte) sowie talentfreien Tanzeinlagen (meine Worte) über die Bühne.



Seine musikalische Leidenschaft und sein Humor machte das Konzert zu einem kurzweiligen Erlebnis, frei nach dem Motto: That’s the way I like :zwinker: .

Nach dem Konzert gingen wir zügig den Berg bis zur Haltestelle Queen Victoria Park hinunter und warteten eine Weile auf den Bus, der nicht kam.

Außerhalb der Saison fährt der Bus nämlich nur zwischen 9:45 und 18 Uhr. Nun war es fast 22 Uhr. Es blieb uns nichts anderes übrig, als zum Ellis House zurückzulaufen.

Abends sind die Niagara Fälle bunt beleuchtet



und das Feuerwerk, das täglich bei guter Witterung stattfindet, konnten wir uns auch noch anschauen.

Die 40 Minuten Gehzeit wären normalerweise kein Problem, doch Heiko leidet seit ein paar Monaten unter einer Plantarfasziitis, die jeden Schritt zur Qual macht. Er biss die Zähne zusammen, während wir den Niagara Parkway entlang marschierten. Obwohl wir den letzten Kilometer allein unterwegs waren, fühlten wir uns nie unsicher. Ziemlich geschafft erreichten wir gegen 23 Uhr das B & B.

Übernachtung: Ellis House, Niagara Falls


Liebe Grüße

Ilona

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Silv

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #19 am: 10. Dezember 2023, 10:49:37 »

Natürlich waren wir besonders auf die Winery gespannt. Als erstes fuhren wir zum Betrieb und staunten über die Vollernter.


Eben dachte ich: Wieso über die Vollrentner staunen? Ja, es ist Sonntag und ich bin wohl noch nicht richtig wach... ::)

Mein Besuch an den Niagara-Fällen ist mittlerweile fast 30 Jahre her. Ich fand es mega beeindruckend.
Liebe Grüße
Silvia

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #20 am: 10. Dezember 2023, 10:57:53 »
Mein Besuch an den Niagara-Fällen ist mittlerweile fast 30 Jahre her. Ich fand es mega beeindruckend.

Die Wasserfälle sind beeindruckend, doch drumherum hat sich in der Zeit sehr viel verändert.
Liebe Grüße

Ilona

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alida

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #21 am: 10. Dezember 2023, 13:39:32 »
Wow, top Tag, trauben, Riesling lecker, Wasserfällen klasse, ojé Heiko, gute Besserung :adieu: :adieu: :adieu:

Susan

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #22 am: 10. Dezember 2023, 14:05:28 »
Zu schade, dass ihr keine Monarchfalter zu sehen bekommen habt. Ich hatte in deren Zusammenhang auch eher Kalifornien im Gedächtnis.
Und noch mehr gelernt, dass in Kanada auch viel Wein angebaut wird (musste erstmal googeln, was Eiswein ist  8) ).

Es ist schon über 40 Jahre her, dass ich mit Oma und ihrer Stieftochterfamilie dort war, doch die Niagarafälle finde ich immer noch äußerst beeindruckend.  Drum herum sieht jetzt natürlich vieles anders aus. Da ging es in schweren Regenmänteln zu irgendwelchen nassen Plattformen nicht ins Kino  ;)  Obwohl ... irgendeinen Film haben wir da auch gesehen.

Um die Zeit herum war auch grad KC and the Sunshine Band aktuell  ;D Leider gab es aber damals kein Konzert. Ich staune immer wieder, wer aus der damaligen Zeit immer noch (oder wieder) auftritt.

Haben sich Heikos Beschwerden denn mittlerweile verbessert? 
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #23 am: 10. Dezember 2023, 15:09:48 »
ojé Heiko, gute Besserung :adieu: :adieu: :adieu:

Heiko sagt DANKE.
Liebe Grüße

Ilona

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Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #24 am: 10. Dezember 2023, 15:33:31 »
Hallo Susan,

vor 40 Jahren stand der Weinbau auf der Niagara Halbinsel erst in den Startlöchern.

Und noch mehr gelernt, dass in Kanada auch viel Wein angebaut wird (musste erstmal googeln, was Eiswein ist  8) ).

Eiswein ist ein Süßwein, der auch bei uns in der Gegend gepresst wird. Voraussetzung ist, dass die einwandfreien Trauben bei mindestens -7 °C im gefrorenen Zustand geerntet und verarbeitet werden. Der Ertrag ist dementsprechend niedrig und der Preis hoch. Als Dessertwein ist er ein krönender Abschluss nach einem guten Essen.

Um die Zeit herum war auch grad KC and the Sunshine Band aktuell  ;D Leider gab es aber damals kein Konzert. Ich staune immer wieder, wer aus der damaligen Zeit immer noch (oder wieder) auftritt.

Das geht mir genauso. Die Oldies geben gerade richtig Gas (siehe Udo Lindenberg, Roland Kaiser, die Rolling Stones ...)

Haben sich Heikos Beschwerden denn mittlerweile verbessert?

Nicht wirklich, nur ganz leicht. Die Schmerzen fingen im Sommer aus heiterem Himmel an und die Gesundung kann lt Dr. Guugel ein Jahr dauern. Der Orthopäde hat ihm Einlagen verschrieben.

Dadurch, dass man immer auf den Füßen steht und geht, bekommt die Entzündung keine Ruhe. Momentan sind nur Spaziergänge möglich.
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #25 am: 11. Dezember 2023, 18:44:27 »
Das war ein abwechslungsreicher Tag. Genau die gleichen Erntemaschinen sind hier (Rheinhessen) im Herbst auch unterwegs. Hier ist es zwar nicht ganz so flach wie in Niagara und Umgebung, sondern recht hügelig, aber es ist noch möglich die Maschinen zu nutzen. Wenn es zu steil wird, geht das nicht mehr.

Das Städtchen Niagara on the Lake sieht sehr nett aus, ich war vor 25 Jahren an den Niagara Fällen, aber nicht in Niagara on the Lake. Wir haben die Tour mit der Maid of the Mist gemacht, das gehört immer noch zu meinen schönsten Urlaubserlebnissen. Den Plastikumhang habe ich jahrelang als Souvenir behalten, bis er irgendwann total verklebt war, dann habe ich ihn entsorgt. Aber eigentlich erstaunlich, dass die in den heutigen Zeiten immer noch genutzt werden, aber vielleicht sind sie inzwischen aus irgendwie einigermassen umweltfreundlichem Material.

Schön, dass ihr die Beleuchtung und das Feuerwerk noch mitbekommen habt, weniger schön, dass Heiko solche Schmerzen hat. Was es nicht alles gibt, bisher kannte ich nur den Fersensporn, der nach deinem verlinkten Text ja damit "verwandt" ist. Meine Mutter hat seit ungefähr einem Jahr einen, mit den Einlagen vom Orthopäden ist es zum Glück sehr schnell besser geworden. Das ist bei der Plantarfasziitis ja scheinbar komplizierter. Und wie gemein, dass die eigentlich gesunde Bewegung die (Mit)Ursache ist.


LG Christina

Paula

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #26 am: 12. Dezember 2023, 07:30:49 »
ah gut es geht wieder! Gestern Abend wollte ich antworten und bekam immer nur noch Fehlermeldungen.
Ist ja klasse dass ihr Freunde habt die in der Nähe der Niagarafälle wohnen, vielleicht kann ich die auch mal besuchen  ;D
das tamtam das da gemacht wird mit extra Show und dann auch noch Feuerwerk jeden Abend? Ist ja Wahnsinn. Die Beleuchtung der Fälle gefällt mir aber gut, so sieht man sie auch im Dunkeln.  Schon sehr beeindruckend!
Tut mir sehr leid dass Heiko solche Probleme hat  :( im Urlaub nicht laufen zu können ist echt die Höchststrafe...
Viele Grüße Paula

Rainer

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #27 am: 12. Dezember 2023, 12:25:58 »
ah gut es geht wieder! Gestern Abend wollte ich antworten und bekam immer nur noch Fehlermeldungen.

Da hast Du es wahrscheinlich genau in den 5 Minuten versucht, wo ich die Änderungen für die Umleitung der Fotos eingebaut habe. Ich hätte das Forum auch so lange sperren können, aber dann hättest Du auch nichts antworten können.

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #28 am: 12. Dezember 2023, 15:21:32 »
Das war ein abwechslungsreicher Tag. Genau die gleichen Erntemaschinen sind hier (Rheinhessen) im Herbst auch unterwegs. Hier ist es zwar nicht ganz so flach wie in Niagara und Umgebung, sondern recht hügelig, aber es ist noch möglich die Maschinen zu nutzen. Wenn es zu steil wird, geht das nicht mehr.

Bei uns in der Gegend gibt es überwiegend Steillagen und deshalb erfolgt die Traubenernte mit der Hand.

Wir haben die Tour mit der Maid of the Mist gemacht, das gehört immer noch zu meinen schönsten Urlaubserlebnissen. Den Plastikumhang habe ich jahrelang als Souvenir behalten, bis er irgendwann total verklebt war, dann habe ich ihn entsorgt. Aber eigentlich erstaunlich, dass die in den heutigen Zeiten immer noch genutzt werden, aber vielleicht sind sie inzwischen aus irgendwie einigermassen umweltfreundlichem Material.

Bestimmt kennst du noch die gelben Recyclingsäcke. Sowas bekommt man in verschiedenen Farben zum Überstülpen :toothy9:. Ob und wo die allerdings recycelt werden???

weniger schön, dass Heiko solche Schmerzen hat. Was es nicht alles gibt, bisher kannte ich nur den Fersensporn, der nach deinem verlinkten Text ja damit "verwandt" ist. Meine Mutter hat seit ungefähr einem Jahr einen, mit den Einlagen vom Orthopäden ist es zum Glück sehr schnell besser geworden. Das ist bei der Plantarfasziitis ja scheinbar komplizierter. Und wie gemein, dass die eigentlich gesunde Bewegung die (Mit)Ursache ist.

Das freut mich, dass deine Mutter eine Besserung durch die Einlagen verspürt. Anscheinend unterscheidet sich auch dadurch der Sporn von der Entzündung.

das tamtam das da gemacht wird mit extra Show und dann auch noch Feuerwerk jeden Abend? Ist ja Wahnsinn. Die Beleuchtung der Fälle gefällt mir aber gut, so sieht man sie auch im Dunkeln.  Schon sehr beeindruckend!

Bei den Falls ist so einiges geboten, wie du gleich sehen wirst. Die Beleuchtung ist fest installiert, aber das Feuerwerk gibt es nur bei trockener Witterung.

Tut mir sehr leid dass Heiko solche Probleme hat  :( im Urlaub nicht laufen zu können ist echt die Höchststrafe...

Ja, vor allem weil wir gerne wandern. Respekt, dass Heiko trotz der Schmerzen nicht aufgegeben hat.

So langsam sollten wir doch "altersgerechte" :totlach: Urlaube machen.
Liebe Grüße

Ilona

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Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #29 am: 12. Dezember 2023, 15:44:58 »
Tag 4: Niagara Falls

Nach dem abendlichen Marsch schliefen wir wie die Murmeltiere und standen um 8 Uhr bei Vindhya auf der Matte ähm im Frühstücksraum. Wir bestellten wieder das leckere Omelette, denn French Toast oder Pancakes sind uns zu süß.

Um 8:45 Uhr standen wir an der WEGO-Haltestelle, doch es kam wieder kein Bus. Der Fahrplan war nicht eindeutig und zwei weitere Passagiere, die sich zu uns gesellten, schauten deshalb online nach. In der Nebensaison fährt der erste Bus der Greenline erst um 9:45 Uhr. Pech nur, dass wir am Vortag den ersten Timeslot für 9:30 Uhr vereinbart hatten.

Die beiden anderen entschlossen sich, zu Fuß zu gehen. Heiko entschied, trotz seiner Schmerzen die 40 Minuten wieder zu Fuß zu gehen. Ibuprofen hatte er zum Frühstück eingeworfen, doch so ganz betäubten sie die Schmerzen nicht.

Gesagt, getan. Eine knappe Stunde auf den Bus warten hätte nichts gebracht, denn dann hätten wir den Termin nicht einhalten können.

Wir marschierten an der Rainbow Bridge vorbei, die gleichzeitig Grenzstation in die USA ist.



Kurz danach sind links die American Falls und rechts die kanadischen Horseshoe Falls. Die ersten Passagiere der Hornblower oder Niagara City Cruises (beide kanadisch) standen schon mit ihren roten Regenponchos bereit.



Die Passagiere der Maid of the Mist (USA) im blauen Regenschutz waren schon unterwegs.



Um 9:35 erreichten wir das Table Rock Center,



von wo aus die Journey behind the Falls beginnt. Wir bekamen gelbe Ponchos und fuhren mit dem Aufzug nach unten.

Dort ist ein schmaler Tunnel, der zu zwei Öffnungen hinter den Fällen führt.



Je nach Wind, kann man etwas nass werden. Hier das zweite Portal.



Auf dem Schild sieht man, wo ungefähr sich die beiden Portale befinden.



Bevor man auf dem Rückweg in den Lift steigt, sollte man noch zur Aussichtsplattform gehen.

 

Diese befindet sich neben dem gewaltigen Wasserfall. Hier spürt man die Gischt und die Kraft des Wassers so richtig.





Die Schiffe pendeln den ganzen Tag hin und her. Wir verzichteten allerdings darauf, denn sie sind nicht nur überfüllt, sondern man sieht vor lauter Leuten und der Gischt nichts.



Noch nie zuvor sahen wir so viel Wasser den Bach runterlaufen. Die Wasserfälle sind der Abfluss vom Erie-See.



Auf dem Hügel gibt es jede Menge Hotels mit teuer bezahlter Aussicht.



Als nächstes stand die Niagara Parks Power Station auf unserem Programm. Wir stiegen gleich in den gläsernen Aufzug, der zur neusten Attraktion, dem Tunnel führt.



Die Röhre ist 670 m lang und nach ca. 20 Minuten Gehzeit steht man auf der Plattform, die erst 2022 errichtet wurde. Die Plattform liegt tiefer als die vorherige.







Im Power Station Museum selbst hielten wir uns nicht lange auf.



Nikola Tesla ist vor allem als Namensgeber einer Automarke bekannt. Dabei verdanken wir unsere heutige Elektrizität seinen Forschungen zum Wechselstrom.



Wir fuhren mit dem Redline WEGO-Bus bis zum Clifton Hill.



Das ist ein einziger Vergnügungspark.





So langsam hatten wir Hunger und kehrten bei Applebee’s ein. Die Essenspreise waren astronomisch hoch. Dabei ist es egal, in welchem Restaurant man einkehrt. Wir bezahlten für das günstigste Essen auf der Karte inkl. Softdrinks und Trinkgeld 92 CAD = 64 €.



Das ist absoluter Wucher für dieses Fastfood mit einer Miniportion Krautsalat, der noch am besten von allem schmeckte.

Weil die Busfahrt zu lange dauert und zwecks Verdauung gingen wir zu Fuß zum Skylon Tower.



Hier hatte ich den Day/Night Pass zum Preis von je 22 CAD online bestellt. Das Voucher musste am Schalter noch gegen die Tickets eingelöst werden.

Vom Tower hat man den besten Blick.



Der Blick rüber in die USA,



zur Clifton Hill Vergnügungsmeile



und den Horseshoe Falls.





Beim Skylon Tower ist zwar eine Haltestelle, doch das dauert ewig, bis in der Nebensaison ein Bus kommt. Deshalb gingen wir zu Fuß bis zur Queen Victoria Park Station nach unten. Von dort aus fuhren wir mit der Green Line zum Whirlpool Aero Car.



Die alte Seilbahn befördert seit 1916 Passagiere und wurde erst kürzlich generalüberholt. Somit stuften wir sie als sicher ein :thumb:.





Die Gondel schwebt über den Stromschnellen des Niagara River zwischen Kanada und den USA.



Darunter brettern Adrenalinjunkies mit solchen Speedbooten



in den sogenannten Whirlpool.



Die Fahrt mit der Seilbahn hat uns sehr gefallen.

Danach stand noch der letzte Programmpunkt vom Niagara Pass an. Dazu mussten wir eine Haltestelle weiter bis zum White Water Walk fahren. Dort steigt man im Souvenirshop in einen Aufzug, der 70 m nach unten führt. Danach geht man durch den 73 m langen schmalen Tunnel.



Der Weg führt entlang den Class 6 Stromschnellen, der schwierigsten Kategorie.





Diese ca. 500 m lange Holzkonstruktion macht es möglich, die Stromschnellen aus der Nähe zu erleben.





Raften ist hier verboten, denn so einige bezahlten den Versuch die Stromschnellen zu bezwingen mit ihrem Leben.





Mittlerweile war es 17 Uhr und wir fuhren mit dem Bus bis zur nächstgelegenen Haltestelle unserer Unterkunft. Nach knapp 17000 Schritten wurde es vor allem für Heiko Zeit, die Füße etwas hochzulegen. Jedoch nicht lange, denn um 18 Uhr fuhren wir mit dem Jeep zu einem gut bewerteten und preiswerten vietnamesischen Restaurant. Ich entschied mich für Nudeln und Heiko für ein Reisgericht.

Danach fuhren wir zum Skylon Tower, parkten aber auf einem nahegelegenen Restaurantparkplatz, da die Parkplätze beim Turm sehr teuer sind.



Da wir die günstigeren Kombikarten hatten, schauten wir uns die gigantischen Wasserfälle zum Abschluss noch einmal von oben bei Dunkelheit an.





Am Abend war es auf der Plattform viel voller und der Wind blies eiskalt. Deshalb verzichteten wir auf das Feuerwerk und machten es uns nach diesem ausgefüllten Tag lieber im Apartment gemütlich.

Übernachtung: Ellis House, Niagara Falls

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