Autor Thema: Ontario-Motown-Tour 2023  (Gelesen 14390 mal)

Rainer

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #45 am: 17. Dezember 2023, 21:20:47 »
Leider trieften der Fisch und die Shrimps vor Öl und die Pommes waren schon länger aus der Fritteuse.



Viel Mühe gab man sich dort jedenfalls nicht.

So gerne ich solche Sachen eigentlich esse - aber das wäre auch nicht meines gewesen. Dann hätte ich die ganze Nacht nicht geschlafen und mir wäre schlecht gewesen. Statt "Boonekamp" haben wir übrigens immer "Tums" dabei, gegen Sodbrennen. Das hilft auch halbwegs, aber wenn es zu fett ist, dann ist es zu fett.

Ist denn diese Gegend nicht auch "Lobster" Land? In New England gab es an jeder Straßenecke "Lobster Rolls", die waren echt der Knaller. Aber nicht ganz billig, also für so ein Brötchen legt man locker 20$ (oder mehr) hin.

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #46 am: 18. Dezember 2023, 14:00:56 »
Der Tag heute ist so ganz nach meinem Geschmack - außer dass man Monate vorher reservieren muss. Ähnliches erlebe ich gerade bei meiner Texasplanung. Wanderungen würde man ja normalerweise vom Wetter abhängig machen, aber das ist in USA nicht mehr möglich (hätte ich in Kanada nicht erwartet).

Das mit den Reservierungen ist wirklich schlimm geworden.

Keine Ahnung, wie das in Kanada in den anderen Nationalparks so üblich ist. Die älteren Herrschaften, die uns auf ein Glas Wein eingeladen hatten, waren einen Tag zuvor ohne Reservierung bei The Grotto. In der Nebensaison scheint das unter der Woche kein Problem zu sein. Die Gebühren für den Parkplatz und Permit kauft man direkt am Kassenhäuschen oder im Visitor Center. An dem Nachmittag waren auch noch einige Parkplätze frei.

Sehr tapfer dass Heiko trotz des Fußes so viel gewandert ist. Ich an seiner Stelle wäre auf dem Balkon im Motel geblieben und hätte dich allein los geschickt. Wobei er mit dem herrlichen See wirklich was verpaßt hätte...

An den 1,5 Tagen bei den Niagara Falls waren die Laufstrecken länger. Heiko beisst lieber die Zähne zusammen, als dass er sich den ganzen Tag auf den Balkon setzt.

Wow, Traum-Fotos, Traum-Reise, blue sky,  hotels :) :adieu: :adieu: :adieu:

Es war wirklich eine ganz tolle und vor allem erlebnisreiche Reise, Alida.

So gerne ich solche Sachen eigentlich esse - aber das wäre auch nicht meines gewesen. Dann hätte ich die ganze Nacht nicht geschlafen und mir wäre schlecht gewesen. Statt "Boonekamp" haben wir übrigens immer "Tums" dabei, gegen Sodbrennen. Das hilft auch halbwegs, aber wenn es zu fett ist, dann ist es zu fett.

Wir haben kein Sodbrennen und brauchen somit keinen Säureblocker, sondern nach einer fettigen Mahlzeit etwas, das die Verdauungssäfte anregt.

Ist denn diese Gegend nicht auch "Lobster" Land? In New England gab es an jeder Straßenecke "Lobster Rolls", die waren echt der Knaller. Aber nicht ganz billig, also für so ein Brötchen legt man locker 20$ (oder mehr) hin.

Die großen Seen sind sehr fischreich, aber Hummer ist doch ein Meeresbewohner. Vielleicht gibt's in Neufundland Lobster Rolls, in Ontario sind uns leider keine begegnet.

In Kanada sind Fish & Chips das inoffizielle Nationalgericht und auf den meisten Speisekarten vertreten. In erster Linie wird der lokal gefangene Fisch angeboten. Alternativ aus dem Meer Cod = Kabeljau oder Haddock = Schellfisch, das ist aber alles TK-Ware.

Hier ist die Speisekarte vom Imbiss. Wir hatten als Meal Whitefish (3 kleine Filetstücke) aus dem See mit 4 Shrimps, auf ein paar kalte Pommes gelegt, zu je 21,95 CAD (ca. 15 €).

Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #47 am: 18. Dezember 2023, 18:02:27 »
Der Bruce Peninsula NP sieht ja richtig schön aus und man kann auch einiges erwandern, übernachten in Tobermory und dann ein Tag in den NP, sollte ich mal in die Gegend kommen, mache ich das auch so.
Aber wie ist das mit dem Vorbuchen, man muss jeden Parkplatz extra reservieren? Nicht nur den Zugang zum NP allgemein?

Und ja klar, das mit dem Reservieren ist in Kanada ganz genauso wie in den USA, zumindest in der Nähe der dicht besiedelten Ostküste/große Seen und erst recht in den Rockies und auf Vancouver Island. Weiter im (Nord) Osten wird es wohl etwas besser, insbesondere Newfoundland ist wohl noch nicht so von Touristen überrannt, aber auch in Nova Scotia ist es inzwischen sehr voll, ob man da etwas reservieren muss, weiß ich aber nicht.

Lobster (Rolls) gibt es an der Küste natürlich auch, ich kenne es von Nova Scotia. Damals wurde da aber noch kein so ein Hype daraus gemacht und es war deshalb bezahlbar.

Schade, dass das Abendessen so ein Enttäuschung war, die Website und Speisekarte sieht eigentlich gut aus.

Den Aufwand, das Auto zu tauschen hätte ich auch nicht betrieben, früher gab es keine Mails, da wäre man auch bis zur Rückgabe weitergefahren. Bei meinem (eigenen) Suzuki gab es vor ein paar Jahren auch einen Rückruf, da musste am Automatikwahlhebel irgendetwas geändert werden - und das, nachdem ich das Auto schon 10 Jahre gefahren hatte, aber man muss es machen lassen, sonst wäre das Auto nicht mehr straßenverkehrstauglich (im Fall einer Kontrolle) gewesen.
LG Christina

Rainer

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #48 am: 18. Dezember 2023, 20:35:10 »
sondern nach einer fettigen Mahlzeit etwas, das die Verdauungssäfte anregt.

Das tut ein Kräuterlikör allerdings auch nicht, es ist schon lange erwiesen, dass man nur mit dem Alkohol das Gehirn betäubt. Für die "Verdauung" bringt das gar nichts.

Die großen Seen sind sehr fischreich, aber Hummer ist doch ein Meeresbewohner.

Ich meine auch nicht deswegen, aber Ontario liegt ja auf der Höhe des Staates New York und da gibt es genauso Lobster Rolls. Aber möglicherweise sind Kanadier nicht so versessen darauf wie Amerikaner. "Echte" Fish und Chips gehören zudem in Zeitungspapier gewickelt und die Druckerschwärze färbt auf die Pommes ab - so ist es richtig britisch.

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #49 am: 19. Dezember 2023, 14:43:04 »
Der Bruce Peninsula NP sieht ja richtig schön aus und man kann auch einiges erwandern, übernachten in Tobermory und dann ein Tag in den NP, sollte ich mal in die Gegend kommen, mache ich das auch so.
Aber wie ist das mit dem Vorbuchen, man muss jeden Parkplatz extra reservieren? Nicht nur den Zugang zum NP allgemein?

Nur für den Grotto-Parkplatz ist in der Hauptsaison oder an Wochenenden eine Reservierung nötig. Für diesen Parkplatz bekommt man nach der Kontrolle am Kassenhäuschen einen QR-Code für die Schranke.

An den anderen Parkplätzen steht ein Kassenautomat. Wenn man aber die Bestätigung der Online-Reservierung dabei hat, zahlt man für diese keine Extragebühren. Man muss das Permit nur lesbar hinter die Frontscheibe legen.

Den Aufwand, das Auto zu tauschen hätte ich auch nicht betrieben, früher gab es keine Mails, da wäre man auch bis zur Rückgabe weitergefahren.

Vor allem, da in der Mail kein Grund des Rückrufs angegeben war.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #50 am: 19. Dezember 2023, 15:16:45 »
Tag 7: Flowerpot Island

Wir hatten genügend Zeit an dem Morgen und frühstückten in aller Ruhe. Zwei Sandwiches zum Mitnehmen belegte ich uns noch, denn auf der Insel gibt es keine Verpflegung.

Die Bootstour zum Flowerpot Island startete erst um 10 Uhr und die Anlegestelle war quasi vor unserem Zimmer.

Die Blue Heron bog als erstes am Leuchtturm in den Big Tub Harbour ein.



Am Ende der Bucht drehte sich die Blue Heron fünf Minuten lang im Kreis.



Hier liegen zwei Schiffswracks auf Grund.

Die Sweepstakes war ein kanadischer Schoner. Das Schiff wurde vor Cove Island beschädigt und dann nach Big Tub Harbour geschleppt, wo es im September 1885 sank. Aufgrund der gut zugänglichen Lage ist es ist das meistbesuchte Wrack im Fathom Five National Marine Park und auch bei Schnorchler und Tauchern sehr beliebt.





Die Blue Heron ist ein Glasbodenboot und so waren es sportliche fünf Minuten, um zwischen dem Oberdeck und dem Schiffsbauch hin und her zu rennen  :toothy9:.



Bei der anschließenden Fahrt über den Lake Huron kam ich wieder zu Atem :girly:.



Dank Navi



und Vollgas



erreichten wir die Blumentopf-Insel nach 30 Minuten.

Im Osten der Insel befinden sich die Lightkeeper’s Cottages. Darin wohnen während der Sommermonate nur noch Ranger.



Der Leuchtturm ist als solcher bei Tag nicht zu erkennen.



Die Ostküste der Insel ist felsig.



Diesen Steingebilden verdankt die Insel ihren Namen. Das ist der große Flowerpot



und das der kleine.



Nicht weit davon entfernt befindet sich der kleine Hafen.



Das Boot legte gleich wieder ab und wir orientierten uns an der Tafel. Es gibt nur drei Wanderwege.



Ich liebe solche Weitblicke.



Der Nebel verzog sich langsam.



Beim kleinen Flowerpot warteten wir (un)geduldig, bis die Fotos der Selfie-Jünger für Instagram & Co im Phone waren.



Genauso verhielt es sich beim großen Flowerpot.







Die meisten Besucher der Insel waren übrigens, wie auch schon an den Niagara Falls, indischer Herkunft.

Der Wanderweg führt durch den Wald.



Hier schlängeln sich ab und zu harmlose Strumpfbandnattern übern Weg.

Eine Höhle ist über viele Treppen zu erklimmen.

 

Der zweite Touranbieter von Tobermory brachte weitere Besucher. In der Hauptsaison kann es auf der Insel voll werden.



Am Abzweig zum Leuchtturm machten wir kurz Rast und verzehrten die mitgebrachten Brote. Vom Picknickbereich sind es nur noch 250 m bis zum Leuchtturm.



Hier gibt es auch Pit Toilets, die wenig einladend waren, weil sie mit einer Schippe Sägespäne "gespült" werden müssen.

Der Flowerpot Trail mit 1,3 km Länge endet an den Cottages. Hier machen die meisten Rast und gehen anschließend denselben Weg wieder zurück.



Habe ich schon erwähnt :zwinker:, dass uns diese roten Stühle gefallen?



Wir entschieden uns für den anspruchsvolleren Weg, den Mountain Trail, der 1,4 km lang ist und nicht nur über Stock und Stein, sondern über die Insel führt.





Der Trail endet am Abzweig zum Marl Bed Side Trail, der 800 m lang ist und durch ein Sumpfgebiet führt.



Der kurze Trail endet an der Westküste der Insel.



Hier eine Karte zur Orientierung.



Zum Schluss gingen wir noch einmal zu den beiden Blumentöpfen.



Kurz vor 15 Uhr traf unser Schiff ein und nach 15 Minuten rasanter Fahrt dockten wir in Tobermory an.

Obwohl der Ausflug nicht ganz billig ist, würde ich ihn jedem ans Herz legen. Mit der Übernachtung im Harbourside Motel sind oft 2 zu 1 Aktionen möglich.

Auf der anderen Seite vom Hafen gibt es einen LCBO Shop. In Kanada darf Alkohol nur in diesen Läden verkauft werden. Interessehalber machten wir einen Spaziergang dorthin.


 
Die Preise waren wider Erwarten nicht mal so hoch. Wir plauderten aber nur mit der Verkäuferin und kauften nichts.

Am Abend hatten wir keine Lust auf überteuertes und fettiges Essen. Im Foodland Supermarkt holten wir uns Cole Slaw (im kanadischen Krautsalat ist kaum Mayo), ein Baguette, grünen Mix-Salat, Dressing und ein warmes Grillhähnchen. Das schmeckte so lecker und preiswert war es dazu.
 
Übernachtung: Harbourside Motel, Tobermory
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #51 am: 19. Dezember 2023, 18:16:15 »
Auch dieser Ausflug gefällt mir wieder sehr gut. Interesssante Felsformationen, blaues Wasser, Wanderwege, was will man mehr. Und sogar ein Schiffswrack, das man von oben sehen konnte. Ich wäre gar nicht runter zum Glasboden, da wird es mir nämlich schlecht beim Durchschauen und gleichzeitig schaukelnden Boot, das hatte ich mal in Florida, da sah man allerdings leider nur durch den Glasboden was.

Die roten Stühle finde ich auch toll, die wurden ja zur 150 Jahr Feier der Gründung Kanadas 2017 aufgestellt, vorher gab es die noch nicht, daher konnte ich (noch) keine "live" sehen, ich war 2007 zum letzten Mal in Kanada.

Das mit den Sägespänen in den Pit Toilets habe ich in Finnland diesen Sommer auch hin und wieder erlebt, das kannte ich bisher gar nicht. Ich finde, dass das den Geruch mindert, aber es liegen dann oft Sägespäne auf der Klobrille.
LG Christina

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #52 am: 20. Dezember 2023, 14:19:18 »
Auch dieser Ausflug gefällt mir wieder sehr gut. Interesssante Felsformationen, blaues Wasser, Wanderwege, was will man mehr. Und sogar ein Schiffswrack, das man von oben sehen konnte. Ich wäre gar nicht runter zum Glasboden, da wird es mir nämlich schlecht beim Durchschauen und gleichzeitig schaukelnden Boot, das hatte ich mal in Florida, da sah man allerdings leider nur durch den Glasboden was.

Geschaukelt hat es überhaupt nicht. Das Wasser war spiegelglatt und die Bewegung des Bootes merkte man kaum.

Die roten Stühle finde ich auch toll, die wurden ja zur 150 Jahr Feier der Gründung Kanadas 2017 aufgestellt, vorher gab es die noch nicht, daher konnte ich (noch) keine "live" sehen, ich war 2007 zum letzten Mal in Kanada.

Wir haben schon ein paar Jahre lasierte Adirondacks im Garten. Leider gab es die damals nur holzfarben. Wenn wir mal viel Zeit haben, streichen wir sie vielleicht doch noch knallrot.

Das mit den Sägespänen in den Pit Toilets habe ich in Finnland diesen Sommer auch hin und wieder erlebt, das kannte ich bisher gar nicht. Ich finde, dass das den Geruch mindert, aber es liegen dann oft Sägespäne auf der Klobrille.

Da auf der Insel sehr viel los ist ... jedenfalls roch es ziemlich streng. In der Nähe der Anlegestelle gibt es weitere Pit Toilets, aber die dufteten auch nicht nach Rosenwasser :floet:.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #53 am: 20. Dezember 2023, 17:57:51 »


Die roten Stühle finde ich auch toll, die wurden ja zur 150 Jahr Feier der Gründung Kanadas 2017 aufgestellt, vorher gab es die noch nicht, daher konnte ich (noch) keine "live" sehen, ich war 2007 zum letzten Mal in Kanada.

Wir haben schon ein paar Jahre lasierte Adirondacks im Garten. Leider gab es die damals nur holzfarben. Wenn wir mal viel Zeit haben, streichen wir sie vielleicht doch noch knallrot.

Das wäre dann eine tolle Erinnerung an den Kanada Urlaub.

Die Adirondack Chairs gibt es natürlich schon lange in Kanada, aber die roten in den NP, wurden erst 2017 aufgestellt, nur falls ich das missverständlich geschrieben habe.
LG Christina

Paula

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #54 am: 20. Dezember 2023, 18:23:34 »
Schöne Wanderung auf der Insel und Heiko ist echt tapfer dass er auch den schwierigen Weg mitgegangen ist! Die „Blumentöpfe“ sind unten teils gemauert um sie vor weiterer Erosion zu schützen oder?
Die Selbstverpflegung beim Abendessen finde ich eine gute Idee, das werde ich im nächsten USA Urlaub wahrscheinlich auch öfter machen, die Preise sind ja wohl überall astronomisch gestiegen, da macht Kanada keine Ausnahme. Es wundert mich dass da so viele Inder unterwegs sind, aber vielleicht sind das ja keine Touristen sondern Einwanderer?
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #55 am: 21. Dezember 2023, 14:10:09 »
Das wäre dann eine tolle Erinnerung an den Kanada Urlaub.

Oder wie ein Kanada-Urlaub auf der eigenen Terrasse :toothy9:.

Die Adirondack Chairs gibt es natürlich schon lange in Kanada, aber die roten in den NP, wurden erst 2017 aufgestellt, nur falls ich das missverständlich geschrieben habe.

Alles gut, das wusste ich schon vom Reiserberichte lesen :zwinker:.

Schöne Wanderung auf der Insel und Heiko ist echt tapfer dass er auch den schwierigen Weg mitgegangen ist!

Der Fuß schmerzt halt beim Auftreten und dabei ist es egal, ob Heiko auf gerader Strecke oder auf Pfaden geht.

Die „Blumentöpfe“ sind unten teils gemauert um sie vor weiterer Erosion zu schützen oder?

Ja, die wollen die Sehenswürdigkeit so lange wie möglich bewahren. Beim großen Flowerpot dürfte das Ausbessern schwierig werden. Da kommt man nicht so einfach dran.

Die Selbstverpflegung beim Abendessen finde ich eine gute Idee, das werde ich im nächsten USA Urlaub wahrscheinlich auch öfter machen, die Preise sind ja wohl überall astronomisch gestiegen, da macht Kanada keine Ausnahme.

Unsere Freunde klagten auch wegen der gestiegenen (Lebensmittel-)Preise.

Die Supermärkte in Kanada haben ein umfangsreiches Sortiment und an den Essenstheken gibt es eine gute Auswahl. Da macht man mit der Selbstverpflegung nichts verkehrt.

Es wundert mich dass da so viele Inder unterwegs sind, aber vielleicht sind das ja keine Touristen sondern Einwanderer?

Ich gehe davon aus, dass es sich um Einwanderer oder (deren) Besucher handelt. Der Großteil der indischen Bevölkerung wird sich keine Kanada-Reise leisten können.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #56 am: 21. Dezember 2023, 15:25:26 »
Tag 8: Manitoulin Island

An dem Morgen konnten wir nicht ausschlafen, denn wir mussten spätestens um 7:50 Uhr am Fährhafen sein. Zuvor noch frühstücken, Sandwiches richten, den Abwasch erledigen und die Koffer zum Auto rollen. Die Zimmerschlüssel wirft man in einen Kasten, da die Rezeption nur zeitweise besetzt ist.

Drei Wochen zuvor hatte ich sicherheitshalber einen Platz auf der Fähre reserviert, weil ich nicht wusste, wieviel Kapazität die Chi-Cheemaun hat.



Aufgrund der Reservierung durften wir nach der Kontrolle des Tickets sofort in die erste Reihe fahren.

Solche Trucks werden in den Bauch der Fähre verladen,



während wir nach oben geleitet wurden.

 



Als erstes landeten wir im übersichtlichen Shop,



gingen aber gleich zu den bunten Stühlen nach draußen.



Die Chi-Cheemaun, die seit 1974 im Dienst ist, legte bei offener Luke ab und wir vergewisserten uns, dass die Luke ordnungsgemäß geschlossen wird  :cool2:.





Nun hieß es auf dem spiegelglatten Lake Huron gemütliche Fahrt voraus :adieu:.



Die Route kann man über den Monitor verfolgen.



Wir schipperten am Cove Island Lighthouse vorbei.



Das ist die Passage, die zwei- bis dreimal täglich je nach Saison und Wochentag hin und zurück befahren wird.



Nach zwei Stunden erholsamer Überfahrt erreichten wir South Baymouth im Süden von Manitoulin Island.

 

Nun waren wir auf der weltgrößten Binnenseeinsel gelandet und hatten keinen Plan. Also Pläne hatte ich natürlich schon :cool2:, aber wir hatten keine Straßenkarte zwecks Übersicht.

Dank Navi erreichten wir um die Mittagszeit die Bridal Veil Falls.





Kurze Wanderungen konnte man hier zwar machen,



doch die waren nicht geplant. Bei den Reisevorbereitungen stieß ich nämlich auf den 12 km langen Cup and Saucer Trail.



Am Trail gibt es genügend Parkplätze und zu Beginn der Wanderung sahen wir am Wegesrand Poison Ivy. Der Giftsumach verursacht bei Berührung Ausschläge.

Deshalb: Leaves of three, let it be.



Der Trail führt moderat bergauf. Zwischendurch erleichtern Treppen den Aufstieg,



aber es gibt auch felsige Abschnitte.



Unterwegs zweigten wir in den anspruchsvolleren Adventure Trail ab.



Hier klettert man besser nicht runter



und hier nicht hoch.



Hier auch nicht.



Der Pfad führt unterhalb der Klippen entlang



und endet an dieser Leiter, die man hochsteigen muss. Umkehren ist keine Option :floet:.



Es gibt einige Aussichtspunkte, unter anderem auf den weltgrößten See auf einer Insel, den Lake Manitou.



Die Klippen fallen hier bis zu 100 m senkrecht ab.





So langsam begann sich das Laub zu verfärben.



Den ganzen Trail schafften wir mangels Zeit und Heikos Fußschmerz nicht.

Auf dem Rückweg begegnete uns wieder einmal eine Strumpfbandnatter.



Im Reservat machten wir an einem Supermarkt Halt und kauften eine Flasche Ahornsirup.

Danach fuhren wir zum Motel in Little Current weiter. Hier hatte ich über Expedia ein Deluxe Zimmer im Haupthaus reserviert. Es war Wochenende und der Preis dementsprechend noch höher. Jedenfalls war das die teuerste und schlechteste Herberge der ganzen Rundreise. Das Zimmer roch dermaßen modrig und das kam wahrscheinlich vom fleckigen, bestimmt auch feuchten Teppichboden.

An einem kleinen Fensterausschnitt war ein Fliegengitter. Trotz Dauerlüften verflog der Geruch nicht. Die Türe konnte man nicht offenlassen, da sofort Fliegen hereinflogen. Eine Lampe war ziemlich angerostet, was schon auf eine hohe Luftfeuchtigkeit im Zimmer schließen ließ. Es gibt nicht sehr viele Unterkünfte auf der Insel und die meisten waren ausgebucht. Wenigstens die Bettwäsche war sauber und deshalb blieben wir. 

Zum Abendessen gingen wir zu Fuß zu Elliott’s Restaurant, das sehr gut bewertet ist. Man empfahl uns gegrillten Pickerel Fish, eine Hechtart, die in den Seen der Umgebung vorkommt. Das Restaurant war gut besucht und der Fisch sehr lecker.



Nach dem Essen gingen wir zum 500 m entfernten LCBO Laden und kauften eine Flasche Wein. Diese Unterkunft mussten wir uns schöntrinken :zwinker:.

Gut, dass wir hier nur eine Nacht blieben.

Übernachtung: Hawberry Inn, Manitoulin Island

Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #57 am: 21. Dezember 2023, 18:21:53 »
Wie schön, nochmal Schiffchen fahren.

"Weltgrößte Binnenseeinsel" - wieder was gelernt :thumb:

Die Wanderung gefällt mir gut, war ja mit den Leitern und schmalen Wegen auf den Felsen nicht ganz ohne, finde ich auch gut, dass ihr das trotz Heikos Fußschmerzen gemacht habt, wäre echt schade um den Urlaub gewesen, wenn jegliche Wanderungen ausgefallen wären.
Sehr schön die beginnende Laubfärbung.

Die Unterkunft hört sich alles andere als angenehm an, vor allem, wenn sie auch noch die teuerste war, aber manchmal hat man halt keine oder kaum Wahl.
LG Christina

Silv

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #58 am: 22. Dezember 2023, 13:24:43 »
Bei Flowerpot habe ich jetzt Blumen erwartet  ;D

Es ist schon immer wieder erstaunlich, wieviele Autos und LKWs in so eine Fähre passen. Wenn wir nach Norwegen fahren, staune ich immer wieder.

Und so ein muffliges Motelzimmer hatten wir mal im Olympic NP. Da war es schon ziemlich spät am Tag und so viele Unterkünfte gab es nicht. Als wir in das Zimmer kamen, meinte Andy: Hier riechts nach Tote Oma  :o
Liebe Grüße
Silvia

Ilona

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Re: Ontario-Motown-Tour 2023
« Antwort #59 am: 22. Dezember 2023, 14:32:36 »
Wie schön, nochmal Schiffchen fahren.

Ja, die Überfahrt war herrlich. Wir hielten uns die meiste Zeit draußen auf und saßen natürlich zwischendurch auf den bunten Stühlen :zwinker:, während viele der Passagiere zum Frühstücken im Restaurant waren.

Die See war spiegelglatt und die :strahl: schien. Die Überfahrt kann bei Sturm ganz anders sein :kotz:, wie ich in einem Reisebericht las.

Die Wanderung gefällt mir gut, war ja mit den Leitern und schmalen Wegen auf den Felsen nicht ganz ohne, finde ich auch gut, dass ihr das trotz Heikos Fußschmerzen gemacht habt, wäre echt schade um den Urlaub gewesen, wenn jegliche Wanderungen ausgefallen wären.

Nur die letzte Leiter war vertrauenswürdig, obwohl sie der TÜV hierzulande bestimmt nicht abgenommen hätte :floet: . Alle anderen waren morsch. Auf den Klippen waren die Wege aber breit und schön zu gehen.

Auf Youtube gibt's das nette Video. Die Familie ist die schmale Leiter hochgestiegen :schreck: und den Adventure Trail nicht bis zum Schluss gewandert. Zudem stieg die Mutter am Anfang ziemlich verkrampft hinunter ;D, obwohl sie viel jünger als wir ist. Das ging bei uns flotter :toothy9:.

Wir fanden den Trail klasse.



Die Unterkunft hört sich alles andere als angenehm an, vor allem, wenn sie auch noch die teuerste war, aber manchmal hat man halt keine oder kaum Wahl.

Die Insel ist am Wochenende bei Anglern sehr beliebt. In den Sommermonaten gibt es einige Pow Wows der einzelnen First Nation Gemeinden und das zieht viele Besucher an.

Unterkünfte sind rar und das Hawberry Motel war von den verfügbaren noch am besten bewertet.

Bei Flowerpot habe ich jetzt Blumen erwartet  ;D

So ohne Gärtner wird das nix :cool2:.

Es ist schon immer wieder erstaunlich, wieviele Autos und LKWs in so eine Fähre passen. Wenn wir nach Norwegen fahren, staune ich immer wieder.

Das stimmt. Bisher kannte ich auch nur kleinere Fähren.

Und so ein muffliges Motelzimmer hatten wir mal im Olympic NP. Da war es schon ziemlich spät am Tag und so viele Unterkünfte gab es nicht. Als wir in das Zimmer kamen, meinte Andy: Hier riechts nach Tote Oma  :o

:totlach:
Liebe Grüße

Ilona

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