Autor Thema: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER  (Gelesen 7543 mal)

Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #105 am: 29. Juni 2024, 18:39:07 »

Auch heute zahlen wir keine 200$ pro Nacht, obwohl es in Hotspots teilweise empfindlich teurer geworden ist. Selbst in Moab haben wir "nur" 150$ pro Nacht bezahlt (obwohl ich auch das schon teuer finde), ansonsten weichen wir auch gerne ein paar Meilen vom Hauptgeschehen ab, das kann sehr viel Geld sparen.

ja das ist genau das Problem dass bei mir die Lage ausschlaggebend ist und die lassen sich die Hotels natürlich bezahlen. Ich schaue schon auch wenn immer möglich nach günstigen Alternativen wie z.B. in Granbury wo das Days Inn extrem günstig war. In Moab z.B. haben wir immer im Inca Inn übernachtet, von da aus kann man gerade noch zu Fuß ins Zentrum gehen.
Viele Grüße Paula

Rainer

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #106 am: 30. Juni 2024, 13:03:24 »
In Moab haben wir im Inca Inn übernachtet. Das kostet inzwischen 150$, aber draußen hängt immer noch das Schild "Budget done better", ist nur leider kein Budget mehr. Vor 10 Jahren haben wir 89$ plus Tax bezahlt, da stimmte der Spruch. Aber es ist gepflegt und mittlerweile haben sie auch neue TVs, vor 5 Jahren hatten sie immer noch alte Röhren TVs.

Für mich ist es allerdings zu weit, um von dort ins Zentrum zu gehen. Übrigens im Zentrum ist eine "Legende" von Moab verschwunden, den Eddie McStiff gibt es nicht mehr. Den Platz gibt es noch und der heißt sogar Eddie McStiff Plaza, aber das Lokal hat den Besitzer gewechselt, wobei ich den Namen vergessen habe, wir waren auch nicht drin. Aber ist irgendwie komisch, von unserem ersten Besuch an (2005) kennen wir Eddie McStiff, das gehörte einfach zu Moah dazu. Und auf der gleichen Höhe, aber auf der anderen Straßenseite, direkt neben dem Best Western Canyonlands Inn, ist auf der Ecke der Pasta Jay. Der ist auch seit eh und je da und der ist auch jetzt noch da. Und in dem Best Western haben wir anfangs immer übernachtet, aber die verlangen mittlerweile über 300$ pro Nacht, das ist echt Irrsinn.

Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #107 am: 01. Juli 2024, 15:45:27 »
10. Tag Montag 15. April 2024

Um 6 Uhr Morgens hat uns der Wecker aus dem Bett geworfen. Wir machen Kaffee und verzehren unsere Sandwiches, für mich gab es zusätzlich noch Haferflocken mit Milch. Um viertel vor 6 sind wir im Stockdunkeln aus dem Haus gegangen, die Fahrt Lost Mine Trailparkplatz dauert nur wenige Minuten (er liegt an der Einfahrtsstrasse 2 km vor der Lodge, wir sind gestern dran vorbei gefahren) um 5 Minuten vor 7 sind wir angekommen und es waren nur noch wenige Plätze frei, der Tipp des Ranger war Gold wert  :thumb:. Wenige Minuten später waren alle Plätze besetzt.
Wir haben noch ein bisschen im Auto gewartet, um 10 nach 7 war es halbwegs hell und wir sind losgegenagen. Andere sind mit Stirnlampen schon im Dunkeln losgelaufen, das ist aber wirklich nicht notwendig, dies ist nur eine Halbtageswanderung von 8 km (hin und zurück), aber gut wenn man der erste oben sein will...den Ehrgeiz haben wir nicht



Die Blicke sind von Anfang an sehr schön, es geht durch einen lichten Wald stetig bergauf, der Weg ist gut angelegt und einfach, Navi und Karte (wir hatten beides dabei) sind völlig unnötig



der frühe Fotograf fängt den Vogel  ;D  das ist ein Mexican Jay (auf diesem Weg waren keinerlei Schilder, aber an den Wegen um die Lodge gibt es etliche zu Flora und Fauna, da habe ich diesen Vogel gefunden)



als das Waldstück vorbei war kamen die Berge noch besser in Sicht



und dann ging die Sonne auf



und tauchte die Felsen in herrliches Licht



die Wanderung ist bestimmt zu jeder Tageszeit schön, aber zu Sonnenaufgang ist sie schlicht ein Traum, wir waren begeistert! Wie gut dass der Trailheadparkplatz so klein ist, freiwillig wären wir nicht so früh losgegangen und hätten das Beste verpaßt







Blick zurück auf die Parkstrasse (wenn man genau hinschaut sieht man sie im Schatten in der Mitte des Bildes)



hier waren wir fast oben, es waren schon etliche Leute unterwegs (soviele wie in 15 Autos passen) und wir sind unterwegs öfter überholt worden, aber erst am Ende des Weges war dann eine Gruppe von Leuten



unterwegs sah man immer wieder blühende Kakteen und andere Pflanzen, heute aber keine Ocotillo



Josef blickt auf das Ende des Weges (in Natura sah man da auch schon andere Wanderer), er endet an der Felsklippe. Eine Mine oder ähnliches sieht man übrigens unterwegs nicht.



das war das schönste Panorama im ganzen Park, diese Wanderung sollte an erster Stelle sein wenn man im Big Bend wandern will



wer im Dunkeln rauf gesprintet ist hat die Felsen vielleicht noch in der Sonne gesehen. Das ist bestimmt noch besser. Sollten wir noch mal hierher kommen gehen wir noch eine Stunde früher los. Der Weg ist einfach, den kann man gefahrlos mit Stirnlampen gehen.





Die Felsen haben eine interessante Struktur und sind mit Flechten bewachsen



und der hier ist wieder mal ein Stück für meine "Köpfe" Sammlung, seht ihr da auch einen Pferdekopf?



nach einer Pause am Gipfel mit Selfie (es gibt aber weder ein Gipfelkreuz noch sonst eine Markierung) ging es den gleichen Weg zurück, jetzt waren die Schatten verschwunden und man kann die Parkstrasse gut sehen



und hier haben wir einen angebissenen Engelmannkaktus  ;D



einzelne Bäume standen auch noch weit oben am Weg, die Natur schaut hier deutlich anders aus als in dem Parkteil durch den die Ross Maxwell Road geht, es war hier auch kühler, es war die ganze Zeit angenehm warm aber nicht heiß.



Gegen Mittag waren wir wieder zurück an der Lodge. Weil der Rat der Ranger gestern so gut war sind wir noch mal ins Visitorcenter gegangen und haben uns zu den beiden restlichen geplanten Wanderungen beraten lassen. Der eine Trailhead erfordert eine Anfahrt über eine schwierige Dirtroad. Die Rangerin hat uns mit einem Maßband gezeigt wie groß die Bodenfreiheit am Wagen sein muss (das haben wir nachgemessen, das paßte). Vor allem sollte man sehr gute Reifen haben, da hatte ich keine Sorgen die Reifen des Jeeps waren ja noch fast fabrikneu. Die andere Wanderung führt in einen Canyon runter wo es noch heißer ist als sonst, diese Wanderung sollten wir unbedingt am Vormittag machen. Darum haben wir im Store wieder Frühstückszutaten gekauft so dass wir früh genug los kommen.

Wir haben erst mal ein Mittagsschläfchen gemacht  :)
danach war es auf unserem Balkon wieder tierisch heiß, man konnte nicht barfuß auf den Holzbalken stehen  :(. Darum haben wir beschlossen nur noch eine kleine Wanderung zu machen die direkt an unserer Lodge beginnt. Sie führt zunächst den Hügel hoch den man von unserem Balkon aus sieht



die Häuser die dort etwas verborgen zwischen den Bäumen liegen gehören auch zur Lodge, diese Häuser kann man aber nur komplett mieten, für eine größere Familie oder Gruppen. Dort gingen wir vorbei

unterwegs haben wir dieses einhörnige Reh getroffen





unsere Lodge ist das Gebäude rechts





Der Weg war ohne Schatten und es wurde immer heißer. So spektakulär wie heute Morgen waren die Blicke nicht



Mir war leicht übel und an einer Wegzweigung haben wir beschlossen abzukürzen und sind über eine anedren Trail zur Lodge zurück gegangen.





dies ist das sogenannte Window, dorthin führt die für morgen früh geplante Wanderung



heute habe ich mir die Schilder mit den Bergnamen angeschaut: dies ist der Casa Grande



danach blieben wir im klimatisierten Zimmer, ich glaube ich hatte einen leichten Sonnenstich, es war wieder genauso heiß wie gestern und Hitze vertrage ich wirklich nicht gut, Josef hat damit weniger Probleme.

Gegen Abend sind wir dann zum Restaurant gegangen und haben dabei Fotos von der Anlage im Abendlicht gemacht, im Gebäude hinten links ist das Restaurant



ein Roadrunner kreuzt unseren Weg  :)





es war am Abend immer noch 28 Grad warm, da war ein kühles Bier zum Essen sehr angenehm. Das Restaurant war wieder nur zur Hälfte besetzt.



anschließend haben wir die Runde wie gestern zum Window View gemacht und dort den Sonnenuntergang betrachtet, heute war er echt der Knaller!









und nun konnte man auch gemütlich am Balkon sitzen  ^-^


Übernachtung:
wie gestern

Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #108 am: 01. Juli 2024, 20:15:56 »
Die Wanderung am Morgen/Vormittag war toll, würde ich auf jeden Fall auch machen. Die Unterkunft im Park hat sich ja schon dadurch gelohnt, sonst hättet ihr noch viel früher aufstehen müssen. Aber auch die Abendstimmung und der Sonnenuntergang sind wunderbar.

Die Hitze würde mir auch zu schaffen machen, aber ihr habt das mit den beiden Wanderungen ja ganz gut gelöst und hattet trotz Hitze ein schönes Programm.

Den Mexican Jay hast du ja richtig gut getroffen, war das mit viel Zoom oder sass der so nah am Weg?

Den "Pferdekopf" kann ich nicht so richtig erkennen, weil der "Kopf" links so abgeflacht oder gar abgeschnitten wirkt.
LG Christina

Horst

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #109 am: 01. Juli 2024, 21:06:17 »
Der Lost Mine Trail sieht wirklich sehr lohnendswert aus, kannte ich noch nicht. :D
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.

Ilona

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #110 am: 02. Juli 2024, 13:02:18 »
So eine Hitze wäre wirklich nichts für mich :schwitz:, da macht mein Kreislauf schlapp. Die Parkplatzsituation ist an dem Trailhead auch nicht besser. Schade.

Selbst mit viel Phantasie kann ich auch keinen Pferdekopf, sondern nur einen Balanced Rock erkennen. Dafür wurde der Ohrenkaktus so kunstvoll angebissen, dass ein  :herz: zu erkennen ist.

Zitat
unterwegs haben wir dieses einhörnige Reh getroffen

Also meiner Meinung nach ist das ein junger Hirsch, der im ersten Revierkampf einen Teil vom Geweih verlor. Ein Reh hat doch kein Geweih :gruebel: ?
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #111 am: 03. Juli 2024, 14:53:14 »
Den Mexican Jay hast du ja richtig gut getroffen, war das mit viel Zoom oder sass der so nah am Weg?

Den "Pferdekopf" kann ich nicht so richtig erkennen, weil der "Kopf" links so abgeflacht oder gar abgeschnitten wirkt.

bei dem Vogel hatten wir Glück, der saß nah am Weg und gezoomed habe ich auch noch. Damit man den Kopf besser erkennt hätte ich veilleicht noch ein paar Fotos aus einer anderen Perspektive hochladen müssen. Ist auch nicht so wichtig, ich finde es nur immer witzig wenn ich Köpfe in Felsen sehe  :)

Der Lost Mine Trail sieht wirklich sehr lohnendswert aus, kannte ich noch nicht. :D

kaum zu glauben dass ich was gefunden habe das du noch nicht kennst  ;D

Dafür wurde der Ohrenkaktus so kunstvoll angebissen, dass ein  :herz: zu erkennen ist.

ohne diese Beschreibung hätte ich gedacht der Kaktus wächst so. Ich hätte nie gedacht dass es Tiere gibt die da abbeissen. Aber die Form ist echt toll getroffen  :)

Zitat
Zitat
unterwegs haben wir dieses einhörnige Reh getroffen

Also meiner Meinung nach ist das ein junger Hirsch, der im ersten Revierkampf einen Teil vom Geweih verlor. Ein Reh hat doch kein Geweih :gruebel: ?

das kann sein, ich dachte an ein Reh (also männliches Reh - heißt das anders?) weil das Tier ziemlich klein war. Mit diesen Vierbeinern kenne ich mich nicht gut aus.
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #112 am: 04. Juli 2024, 21:17:56 »
Sorry dass es hier so langsam weitergeht, ich war diese Woche sehr eingespannt im Büro und dann kann ich abends nicht mehr am Schreibtisch sitzen. Die nächsten drei Tage bin ich zu Besuch bei meiner Familie, nächste Woche geht es dann weiter im Big Bend  :)
Viele Grüße Paula

Rainer

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #113 am: 04. Juli 2024, 22:02:24 »
das kann sein, ich dachte an ein Reh (also männliches Reh - heißt das anders?) weil das Tier ziemlich klein war. Mit diesen Vierbeinern kenne ich mich nicht gut aus.

Ist aber relativ einfach - es gibt nämlich keine Rehe in den USA (außer vielleicht auf einer Zuchtfarm). Aber die freilaufenden Tiere, die für uns so aussehen wie Rehe, sind grundsätzliich "deers" (Hirsch).

Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #114 am: 09. Juli 2024, 15:28:25 »
11. Tag Dienstag 16. April 2024

Wir hatten uns wieder den Wecker gestellt um früh zum Wanderparkplatz zu gelangen, ich war aber schon 10 Minuten vor dem Wecker wach und bin auf den Balkon gegangen wo es noch stockdunkel war und die Sterne sehr schön zu sehen (insgesamt war die Sicht in Terlingua aber besser).
Wir frühstückten wieder im Zimmer und machten uns 10 vor 7 auf den Weg Richtung Campground, der liegt etwas höher als die Lodge, es waren aber wieder nur 3 Minuten Fahrt. Die Rangerin hatte uns gesagt dass wir vor der Campsite 50 parken können, da war ein Klohäuschen und ein Parkverbotsschild  >:(
also noch mal zurück zum Eingang des Campingplatzes wo es einen Besucherparkplatz gibt. Und dann zu Fuß wieder zu der Campsite 50, denn da startet der Wanderweg zum "Fenster"



das ist das Window durch das man am Abend den Sonnenuntergang gesehen hat



Es wurde gerade langsam hell als wir kurz nach 7 Uhr starteten und wir waren völlig alleine!

Der Weg geht stetig bergab in einen Canyon, hinter uns war es noch ziemlich dunkel



 und die Felsen vor uns wurden in ein rosa Licht getaucht, eine wunderbare Stimmung!



das ganze ging nur wenige Minuten so, dann wurde es hell, wir haben genau die richtige Zeit erwischt um mit dieser Wanderung zu starten  ^-^





und jetzt war es hell  :) der Weg war wieder ganz einfach zu gehen, Navi oder Karte unnötig.  Es geht aber beständig bergab, d.h. am Rückweg geht es immer bergauf, darum ist es definitiv eine gute Idee die Wanderung am Vormittag zu beginnen, es war angenehm kühl.



es geht die ganze Zeit an rotbraunen Felsen vorbei, viel grün auch richtige Bäume und viele Kakteen





und überall besonders schöne Agaven



gegen Ende wird der Weg enger und man geht in den Canyon rein





im Canyon wurde es dann richtig interessant, es ging weiter bergab, in die Wände waren Stufen gemauert





Josef geht schon mal voran



wenn hier mal Wasser durchfließt wird es gefährlich, stellenweise sah es aus wie in der Partnachklamm nur ohne Wasser





der Weg war wirklich perfekt angelegt



wenige Meter vor dem Ende der Schlucht kam uns eine Frau entgegen die auf dem Rückweg war, das war der einzige Mensch den wir bis dahin getroffen haben!



wir sind immer wieder stehen geblieben und haben Fotos gemacht, die Szenerie war so faszinierend  ^-^



hier blickt Josef auf das Ende der Schlucht



am Ende der Schlucht wird der Boden spiegelglatt, da muss man aufpassen wohin man tritt



bis hierhin kann man gehen und keinen Schritt weiter, dann geht es steil nach unten



wenn man da vorne steht ist das der Blick geradeaus



und umgekehrt nach hinten



wir haben uns bestimmt eine Viertelstunde aufgehalten und zig Fotos gemacht, wir hatten den Canyon für uns alleine!



Dann haben wir uns auf den Rückweg gemacht.



und wieder zig Detailfotos gemacht  ;D



die schieferartig gefalteten Felsen waren sehr interessant, leider gab es hier keine Schilder zur Geologie (Schiefer war es nicht)







und wieder ein Felsen für meine "Köpfesammlung" (eine liegende Gestalt, Oberkörper mit Kopf, seht ihr das auch?)



erst nach dem Canyon sind uns dann vereinzelt Wanderer entgegen gekommen, je weiter wir zurück gingen umso mehr Leute wurden es. Die waren dann im Canyon nicht mehr allein, ich stellte mir vor wie die Leute am Window Schlange stehen für ein Bild alleine  ;)

Am Hinweg war uns diese Wegverzweigung aufgefallen und auf Josefs Garmin war ein Viewpoint auf dieser anderen Route eingezeichnet der nicht weit weg aussah, diesen Weg haben wir dann genommen





er ging ziemlich steil nach oben



heute war wieder überall frisches Grün am Weg, Frühling ist doch die schönste Zeit im Jahr!



hier oben wachsen auch wieder Ocotillos



und je höher man kam umso besser wurde die Aussicht!





auch hier waren die Felsen wieder total interessant



laut Garmin war dies der Viewpoint (Schilder gab es hier nicht) und wir stehen nun genau über dem Window und schauen auf die Landschaft die man unten durch das "Fenster" sah


 
Blick nach unten: man sieht wo der Wanderweg weitergeht, er trifft dann auf eine unbefestigte Strasse, das ist wohl eine lange Wanderung.



Blick in die andere Richtung



auch hier haben wir wieder zig Fotos gemacht



unten im Canyon waren die Felsen grau, hier oben rotbraun aber genauso geschichtet und bröselig. Ich habe (verbotenerweise) ein paar besonders schöne Steine mitgenommen



am Rückweg hatten wir Glück mit Tiersichtungen. Diesen Piepmatz sieht man ja öfter



aber dieses Kerlchen ist was besonderes. Wir waren nicht sicher ob es ein Fuchs ist. Josef hat ihn noch besser erwischt und als wir wieder zurück waren haben wir im Visitorcenter die Fotos den Rangern gezeigt. Die drei waren ganz aufgeregt: das ist ein junger Kojote und sie wußten nicht dass es in diesem Gebiet Kojoten gibt (am nächsten Tag lief uns auf der Fahrt aus dem Park raus ein erwachsener Kojote vor dem Auto über die Strasse, so selten sind sie wohl doch nicht)



auf den nächsten Metern kamen uns einige Wanderer entgegen, wir haben sie alle auf das Tier und auch den zweiten Weg hingewiesen, wir fanden dass dieser Abstecher absolut lohnend ist.

Am Rückweg hatten wir dann volle Sonne (zum Glück war es warm aber noch nicht richtig heiß). Der Hinweg lag überwiegend im Schatten. Jetzt mit voller Sonne sah die Landschaft noch viel schöner aus, vor allem die Kakteen glitzerten in der Sonne



zum Glück ist der Hauptweg nicht steil



so schöne Agaven wie hier haben wir im Rest des Urlaubs nicht mehr gesehen



Der Rückweg zog sich, aber wir haben immer wieder Fotopausen gemacht (ich habe hunderte Kakteenbilder  :) ), und wir haben uns auch mal auf eine Bank unter einen Baum gesetzt







wir nähern uns dem Ende



ach dieses herrliche grün  :herz:



das war morgens der erste Blick noch im dunkeln



zurück am Campingplatz haben wir noch Fotos gemacht, er liegt fast noch schöner als die Lodge







viele Stellplätze hatten so eine Überdachung



wir profitieren heute noch von der Zeit der Depression als viele der Nationalparks angelegt oder verschönert wurden



am Campingplatz gab es viele Vögel, diese Herde ist vor uns in die Büsche gehuscht, wir konnten leider keine Bilder von vorne machen



und Roadrunner gab es auch wieder  ^-^



gegen 12 Uhr waren wir zurück am Parkplatz, wir sind 10,5 km gelaufen. Die Wanderung hat unsere Erwartungen massiv übertroffen! Absolute Empfehlung für jeden Besucher des Big Bend Nationalparks  8)



Unser Auto stand vor einem riesigen Kaktus in den ein Vogel ein Nest gebaut hatte





Zurück in der Lodge haben wir am Balkon Pause gemacht, es war war warm aber nicht so brütend heiß wie an den vorhergehenden Tagen.

Den Rest des Tages gibt es in einem zweiten Teil, heute sind es einfach so viele Fotos...
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #115 am: 09. Juli 2024, 16:02:17 »
Zitat
Die Wanderung hat unsere Erwartungen massiv übertroffen! Absolute Empfehlung für jeden Besucher des Big Bend Nationalparks

Die Wanderung gefällt mir vorm Monitor bisher am besten :thumb:. Was die sich für eine Arbeit mit den Stufen gemacht haben. Mir sind zwar naturbelassene Trails lieber, doch mit dem Alter ist man bequemen Wegen nicht abgeneigt :zwinker:.

An Wildlife gibt es im NP so einiges. Der junge Kojote ist richtig süß :herz: und herzförmige Kakteen hast du auch wieder entdeckt.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #116 am: 09. Juli 2024, 18:15:52 »
Auch diese Wanderung hat mir wieder richtig gut gefallen, gut, dass ihr noch den Abstecher zum zweiten Aussichtspunkt gemacht habt, das hat sich gelohnt finde ich.

Waren die Stufen im Fels nicht genauso rutschig wie der Fels? Bei Nässe empfiehlt sich die Wanderung wohl eher nicht, ist dort aber vermutlich sehr selten.

Die liegende "Person" im Felsen erkenne ich diesmal auch.

LG Christina

Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #117 am: 10. Juli 2024, 09:50:03 »
Zitat
Die Wanderung hat unsere Erwartungen massiv übertroffen! Absolute Empfehlung für jeden Besucher des Big Bend Nationalparks

Die Wanderung gefällt mir vorm Monitor bisher am besten :thumb:. Was die sich für eine Arbeit mit den Stufen gemacht haben. Mir sind zwar naturbelassene Trails lieber, doch mit dem Alter ist man bequemen Wegen nicht abgeneigt :zwinker:.

ja vor dem Monitor wandert es sich ganz einfach  ;D, ich brauche generell keine Herausforderung beim wandern über schwierige Wege, ich möchte einfach eine schöne Umgebung sehen

Zitat
An Wildlife gibt es im NP so einiges. Der junge Kojote ist richtig süß :herz: und herzförmige Kakteen hast du auch wieder entdeckt.

für Kakteenliebhaber ist der Big Bend ein Traum! Und über den Kojoten haben wir uns natürlich sehr gefreut. Und über die zahlreichen roadrunner  ^-^
auf Schildern wird vor Schwarzbären und Pumas gewarnt, wir waren ganz froh dass wir die nicht getroffen haben...

Auch diese Wanderung hat mir wieder richtig gut gefallen, gut, dass ihr noch den Abstecher zum zweiten Aussichtspunkt gemacht habt, das hat sich gelohnt finde ich.

Waren die Stufen im Fels nicht genauso rutschig wie der Fels? Bei Nässe empfiehlt sich die Wanderung wohl eher nicht, ist dort aber vermutlich sehr selten.

schön dass dir die Wanderung gefällt! Ich habe im Park oft gedacht dass es dir hier gefallen würde auch weil man so wenig Menschen um sich rum hat.
Die Stufen waren nicht rutschig, aber bei Nässe sollte man da am besten gar nicht gehen, vor allem nicht ganz nach vorne, es war staubtrocken als wir dort waren und trotzdem extrem glatt, die Felsen waren regelrecht poliert.
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #118 am: 10. Juli 2024, 18:46:22 »
Hi,

ab jetzt bin ich auch wieder dabei bzw. starte langsam mit dem Nachlesen  8)
Liebe Grüße
Susan


Paula

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Re: Unbekanntes Texas: BRIDGE MAY ICE IN COLD WEATHER
« Antwort #119 am: 14. Juli 2024, 12:24:54 »
11. Tag Dienstag 16. April 2024 2. Teil

zurück an unserer Lodge habe ich Fotos von den schönen Agaven gemacht die hier wachsen.



es war jetzt angenehm warm mit 26 Grad. Nach einer Pause am Balkon sind wir um viertel nach 2 Uhr wieder losgefahren zur nächsten Wanderung zum balanced rock. Darüber hatte ich in einem Blog gelesen und tat mich schwer weitere Infos zu finden bis ich gepeilt habe dass der offizielle Name "Grapevine Hills Trail " heißt. Zunächst haben wir noch einen Abstecher zum Panther Junction Visitor Center gemacht um Briefmarken zu kaufen, dort gibt es auch ein Post Office und wir konnten die Postkarten einwerfen. Ich war mal wieder schockiert über die schlechten Zähne der Angestellten die uns bediente. Die Zeiten wo Amerika das gelobte Land waren sind lange vorbei...
getankt haben wir auch noch und dann ging es zu der gravel road für die man einen bestimmte Bodenfreiheit braucht und sehr gute Reifen. Am Anfang war das eine normale Schotterstrasse wie man sie aus dem Südwesten kennt



Man fährt etwa 6 Meilen, die ersten Meilen sind so wie im Film und dann wird es heftig: tiefe Löcher, Stufen und am Schluss geht es ein paar mal steil rauf und runter und man sieht nicht wo man reinfährt. Alleine wäre ich umgekehrt. Ich bin dann ausgestiegen und habe Josef dirigiert, der quasi blind fahren mußte. Die Strasse war schlimmer als die Fahrt zur Wave (und damals haben wir uns fahren lassen), zur Wave konte man damals mit dem PKW fahren, das war zwar sportlich aber möglich (wir haben PKW's gesehen am Parkplatz), auf dieser Strasse würden PKWs liegen bleiben, wir haben dann verstanden warum die Rangerin uns so eindringlich gewarnt hat.
Es waren auch sehr viele große spitze Steine die man gar nicht alle umfahren konnte, gute Reifen sind mindestens so wichtig wie Bodenfreiheit. Eigentlich ist so eine Strasse ein Frechheit, es würde mich echt mal interessieren wie oft da jemand liegen bleibt und abgeschleppt werden muss.
Wir waren heilfroh als wir am Parkplatz ankamen an dem nur ein weiteres Auto stand.



der Blick vom Parkplatz aus



hier startet dann gleich der Trail



es war jetzt doch ziemlich heiß geworden geschätzte 30 Grad und wir waren froh dass der Weg ganz flach war und einfach zu gehen



Die Szenerie hat uns eher an den Südwesten erinnert, es sah eher aus wie im Canyonlands NP, ganz anders als wir den Big Bend bisher erlebt haben



weil ich im Internet fast keine Fotos vom Trail gesehen haben sondern nur vom Balanced Rock am Ende spare ich jetzt mal nicht mit Fotos







interessante Pflanzen gab es auch wieder zu sehen, dieser Strauch war neu



und wieder Kakteen aller Art









kurz bevor es dann bergauf geht trafen wir ein amerikanisches Paar auf dem Rückweg, man sieht hier den Felsen noch nicht, die beiden meinten dass es aber nicht mehr weit sei. Die Frau sprach ein bisschen deutsch, sie lernt im Internet deutsch, just for fun, deutsche Vorfahren hat sie nicht.



interessant gefärbte Felsen auf dem Weg bergauf



Blick zurück auf den Weg



Blick in die andere Richtung



dann war kein Weg mehr zu sehen, es ging (unschwierig) über Fels, zum Glück standen alle paar Meter diese Markierungen, am Schluss mußte man schon mal die Hände zu Hilfe nehmen.



und dann waren wir am balanced rock angekommen, der sieht schon beeindruckend aus, ein riesen Brocken





Die Perspektive täuscht etwas, das sind schon 3-4 Meter, da geht man locker durch





der liegt hier sehr stabil, da wackelt nix, aber es wirkt wie gebaut, kann ich mir gar nicht vorstellen wie der Fels da rauf gerollt ist. Wir stehen da auch fast am höchsten Punkt des Hügels.



oben kann man dann noch ein bisschen rumlaufen und hat einen sehr schönen Blick in die Landschaft









hier sehe ich wieder ein Gesicht  :)





der Rückweg wäre ohne die Markierungen nicht zu finden gewesen, man geht zwischen diesen großen Brocken und verliert die Orientierung, aber die Beschilderung ist vorbildlich und darum war der Abstieg auch kein Problem. Auf dem Weg nach unten sind uns dann ein paar ältere Leute entgegen gekommen, einer ging am Stock, also wie der es da rauf schaffen will war uns schon ein Rätsel. Es war erstaunlich wie oft man ältere unfitte Amerikaner auf den Wanderwegen im Big Bend NP getroffen hat. Früher haben wir eigentlich immer nur Europärer auf den Trails getroffen.



Am Rückweg haben wir wieder viel fotogarfiert, die Sonne stand schon ziemlich tief, das Licht war herrlich, diese Wanderung ist absolut klasse, es ist so schade dass die Strasse nicht besser präpariert wird.



hier ist sogar der Mond zu sehen



wahrscheinlich habe ich alle Felsen schon am Hinweg fotografiert aber aus der anderen Richtung sehen sie dann doch wieder etwas anders aus  ;D























wir waren sehr froh dass wir diese Wanderung heute machen konnten, gestern wäre es definitiv zu heiß gewesen und da hätten wir wirklich was verpaßt!



Wölkchen und  Mond  ^-^







Die Rückfahrt war fast noch heftiger als die Hinfahrt, und obwohl es schon halb 6 Uhr war kamen uns noch Autos entgegen auf dem Weg zum Trailhead, das ist ja viel zu spät, im Dunkeln kann man diese Trasse absolut nicht fahren.
Die Anfahrt ins Chisos Basin von der Hauptstrasse aus habe ich diesmal mitgefilmt (nachdem ich nun raus hatte wie ich die Kamera am besten in die Windschutzscheibe klebe, eigentlich hat sie über Kopf gefilmt und ich hatte befürchtet das man mit dem Film nix anfangen kann, aber die Gopro Software ist wohl schlau genug)



nachdem wir geduscht und uns ausgeruht haben sind wir zum Abenddessen gegangen, wir waren später dran als bisher, es wurde schon dunkel




und diesmal war das Restaurant voll und wir mußten auf der Terasse warten bis ein Tisch frei war. Die Zeit haben wir genutzt um die Route für morgen zu checken, im Zimmer haben wir ja kein Internet, nur hier im Restaurant und im Visitor Center hat man Internetzugang



nach einer Viertelstunde bekamen wir einen Tisch - wieder am Fenster. Zur Feier des Tages gab es heute eine Nachspeise für uns: apple crumble mit Vanilleeis, sehr fein!



Und den Sonnenuntergang konnten wir von hier aus bewundern




die heutige Route:



Übernachtung: wie gestern

Viele Grüße Paula