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Heiß und kalt – Island Juni 2021

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Heike Heimo:
08.06.2021   Borðeyri - Myvaten

Wettertechnisch sollte es ein schöner Tag werden. Begonnen hat er mit tiefen Wolken und es war diesig.

Erstes Ziel des Tages ist die Grettislaug. Sie liegt abseits der Ringstaße sehr schön zwischen den Bergen und dem Meer. Sie besteht aus zwei Becken. Leider wurden zum Meer hin Steinwälle aufgebaut, wahrscheinlich gegen den Wind. Sie verhindern eine direkte Sicht.



Bevor wir ins Wasser konnten, mussten wir noch Vögelattacken überstehen. Sie nisten in der Wiese neben den Badestellen. Sobald man der Wiese zu nahekommt, stürzen sich die Wächtervögel auf den Kopf und versuchen einen mit dem Schnabel zu zwicken. Die andern beginnen zu kreischen und im Kreis zu fliegen.







Als wir es ins Bad geschafft hatten, begannen die Vögel wieder zu kreischen uns wie verrückt umherzufliegen. Bald erkannten wir die Ursache. Ein Polarfuchs trottete entlang der Wiese.



Wieder zurück auf der Ringstraße ging es weiter Richtung Akuryri der Hautstadt des Nordens. Wir erreichten die Stadt zu Mittag. Bei einer Imbissbude holten wir uns Burger. Gegessen haben wir sie gegenüberliegend der Stadt auf der anderen Seite des Fjordes. Hier hatten wir eine großartige Sicht auf die Stadt und die noch verschneite Umgebung.



Wir fuhren nicht durch den mautpflichtigen Tunnel, sondern die alte Ringstraße außen herum. Das hat sich ausgezahlt. Tolle Aussichten und wir sahen kein anderes Auto.



Bald erreichten wir den Godafoss, eine der Top Attraktionen Islands. Wie überall war wenig los. Wenn man aber den leeren Busparkplatz sieht, kann man sich vorstellen war hier normalerweise los ist.





Breit kommt der Fluss auf den Wasserfall zu.



Wir spazierten die Wanderwege rund um den Wasserfall ab.





Das Wasser rauscht den Flusslauf entlang.





Vom Aussichtpunkt, der dem Wasserfall am nächsten liegt, ist die Aussicht am besten. Das Wasser war grau wegen der Schneeschmelze. Hier heroben war es in den letzten Tagen sehr warm. Bei unserem ersten Besuch 2009 war das Wasser grün.





Ein Wasserfall mit diesen Wassernassen wirkt auf mich, wie eine Meditation.



Von der Straße Richtung Myvaten gibt es noch einen schönen Ausblick auf den Godafoss.


Silvia:
Danke für die Links ... werden gleich mal in meinem Ordner für Urlaubsplanungen Island abgespeichert  ;D

Jetzt sind wir wieder in bekannten Gegenden beim Godafoss ... an den Parkplatz kann ich mich aber gar nicht erinnern  :gruebel:

Heike Heimo:

--- Zitat von: Silvia am 04. Dezember 2021, 08:40:49 ---Jetzt sind wir wieder in bekannten Gegenden beim Godafoss ... an den Parkplatz kann ich mich aber gar nicht erinnern  :gruebel:

--- Ende Zitat ---

In den letzten Jahren ist hier und beim Myvaten alles für den Massentourismus ausgebaut worden. Der Dettifoss ist jetzt quasi über eine Autobahn mit noch größeren Parkplatz erreichbar.

Heike Heimo:
08.06.2021   Borðeyri – Myvaten     Teil 2

Am mittleren Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft das Skútustaðir Guesthouse am südlichen Teil des Sees. Der Name Myvaten (Mückensee) machte ihm alle Ehre. Sofort waren welche da und schwirrten um den Kopf. Mit dem Myvaten hatten wir noch eine Rechnung offen. 2009 hatten wir hier nur Regen, tiefe Wolken und maximal 4°C im Spätsommer.

Das Wetter war sehr schön, so wollten wir noch zum Krafla Vulkangebiet, um die Farbenpracht bei Sonne zu sehen. Für Morgen war regnerisches Wetter vorhergesagt. Durch das Rohrtor des Thermalkraftwerkes geht es zum Parkplatz des Leirhnjukur Thermalgebietes. Dieses Gebiet ist beim letzten Ausbruch des Spaltensystems der Krafla in den 1980iger Jahren entstanden. Ein Fußweg, teilweise noch über Schneefelder, führt zum Leirhnjukur.





Im Gebiet selbst führt ein Rundweg durch dampfendes Lavagestein. Schwefelgeruch allgegenwärtig. Der Weg führt hinauf zu einem Aussichtspunkt. Von hier gibt es einen großartigen Ausblich in die farbenfrohe Umgebung.









Es geht vorbei an bunten Blumen und erloschenen Kratern der Spalteneruption.









Es dampft um jede Ecke, Dieses Schicksal wird auch den aktiven Vulkan bei Reykjavik ereilen.







Etwas weiter oben ist der Parkplatz zum Viti. Ein Kratersee mit hellblauem Wasser. Wegen dem langen Winter, schwamm noch Eis auf dem Wasser.



Vom Kraterrand ist das Geothermiekraftwerk gut zu sehen.



Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft machten wir noch einen Abstecher zu dem neben der Ringstraße liegenden Thermalgebiet Heverir.











Das Gebiet ist vor allem für seine lauten Fumarolen bekannt. 2009 hatten wir uns im Dampf die Finger gewärmt. Heuer hatten wir schönes Wetter und wir waren fast allein hier.









Gegen Mitternacht, durch das ständige Tageslicht verliert man das Zeitgefühl, vielen wir müde ins Bett.

Christina:
Da lag ja zum Teil noch richtig viel Schnee Anfang Juni.

Das Thermalgebiet sieht aus wie eine Mischung aus Painted Hills/John Day im Nordwesten der USA und dem Yellowstone.

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