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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Thomas:
Persönliches Vorwort Toni
Die Zeit vom Plan bis wir uns endlich in die Weite des Westens Amerikas aufmachten, verging
schnell..
Ich bin diesmal besonders aufgeregt, weil ein langer Wunsch in Erfüllung gehen wird,
Stichwort Yellowstone. Spätestens seit meine Eltern da waren und davon erzählten wollte ich auch dort hin.
Und dieses Jahr soll es soweit sein.Natürlich weiß ich, dass wir uns nicht zwei Wochen
am Stück in einem Park aufhalten können, auch wenn er noch so groß ist.
Ich habe keine Ahnung, was unsere anderen Ziele sind. Das will ich auch nicht.
Ich lasse mich dahingehend gern überraschen. Ich hoffe nur mein alter Herr fasst dies nicht als
Desinteresse auf.
Was ich allerdings mit Sicherheit weiß ist, dass wir wieder eine ganze Menge sehen werden.
Genug der Worte...Ich bin bereit. Los geht’s.
Toni
Persönliches Vorwort Thomas
Huhu ihr Lieben
So so, ihr wollt also wieder einen Reisebericht haben. Und wer soll das Ding schreiben? Ach ich?! Ok ich tu mal
anfangen.
Ihr wisst ja, dass ich ein wenig kränklich bin. Nun kam da noch so `ne komische Diagnose dazu, die mir weis
machen will, dass ich etwas tüttelig bin. Pfff und wegen so was geht man zum Arzt. Ist doch normal, wenn man
älter wird.
Dann äußerte Frauchen plötzlich, dass sie im Sommer 2013 nicht mit in die Staaten will und ich solle doch mit
Toni fliegen. Sie meinte, dass sie die langen Flüge nerven und sie mal ne Pause bräuchte. Ich fand das
komisch und war mir nicht sicher, ob es doch etwas mit der Diagnose der Ärztin zu tun hat. Toni kann Auto
fahren, Martina nicht. Wollen die beiden mich testen, was ich noch kann? Am Ende war es mir wurscht, denn ich
wollte schon lange mal im Herbst in die Staaten und mir dort mal die bunten Blätter an den Bäumen angucken...in
Deutschland gibt's ja keine bunten Blätter. Die letzte Tour mit Toni war schon toll, Also würde es auch jetzt
wieder lustig werden.
Vorteil, wir konnten jetzt fliegen, wenn es richtig preiswert ist, denn wir sind nicht an irgendwelche Tage
und Wochen gebunden. Beide Arbeitgeber stimmten zu, dass wir im September und Oktober unsere drei Wochen Urlaub
nehmen können. Wir grübelten, ob wir Halloween in den Staaten erleben wollen oder nicht, entschieden uns aber
dagegen, weil es mit Ende Oktober einfach zu spät für uns wäre. Dann war da noch Tonis Wunsch Yellowstone zu
besuchen und mein Wunsch endlich mal zum Balloon Fiesta nach Albuquerque zu fahren. Letzteres ist an spezielle
Termine gebunden.
Am 18.02.2013 haben wir dann endlich unsere Flüge bei American Airlines, für 670,-€ pro Person, Hamburg London
Los Angeles und zurück gebucht. Oh wir lieben es mit American zu fliegen.
So und jetzt haltet euch fest, ich habe geplant und Hotels vorgebucht, ich der so was sonst nie machen
würde. Ok wir hatten zwei Events, die wir besuchen wollten. Dann waren Yellowstone, Teton und Moab im
Programm, alles Orte wo es beschissen Zimmer gibt und wenn, dann sauteuer. Ich hab wirklich preiswert
Motels von Los Angeles bis Albuquerque gebucht.
Toni war zufrieden, mit dem was der Alte da ausgeheckt hat. Ich sagte ihm aber gleich, dass wir wie immer nach
dem Wetter fahren würden und ich zur Not den ganzen Plan in die Tonne schmeiße. Ja was willst bei Regen im
Yellowstone, oder Balloon Fiesta bei Sturm?
Bis zum Urlaub sah alles toll aus, selbst Petrus nahm Rücksicht in seiner Wetterküche auf unsere Reisepläne.
Zwei Tage vor Abflug bekam ich noch eine Einladung zu einem Powwow, der terminlich in unsere Route reinpasste.
Wir waren happy. Es konnte endlich losgehen.
Liebe Grüße Thomas
Index
27.09.2013 - 1.Tag Flug Hamburg via London nach Los Angeles
27.09.2013 - 1.Tag Los Angeles Kalifornien Tempel
28.09.2013 - 2.Tag Red Rock Canyon State Park
28.09.2013 - 2.Tag Bickel Camp
28.09.2013 - 2.Tag Burro Schmidt Tunnel & Camp
28.09.2013 - 2.Tag Last Chance Canyon
28.09.2013 - 2.Tag Fossil Falls Scenic Area
28.09.2013 - 2.Tag Cerro Gordo Ghost Town
28.09.2013 - 2.Tag Alabama Hills
29.09.2013 - 3.Tag Alabama Hills
29.09.2013 - 3.Tag Bishop Paiute Pabanamanina Gathering & PowWow
01.10.2013 - 5.Tag Ancient Bristlecone Pine Forest
01.10.2013 - 5.Tag Chalfant Petroglyphs
01.10.2013 - 5.Tag Nevada Salt and Borax Company Ghost Mine
01.10.2013 - 5.Tag Berlin Ichthyosaur State Park
01.10.2013 - 5.Tag Ione Nevada
01.10.2013 - 5.Tag Austin Nevada
Thomas:
Freitag, der 27.09.2013, ich hab wunderbar letzte Nacht gepennt. Martina war schon in der Schule am schindern und wir fuhren gegen 7.30Uhr ganz gemütlich los Richtung Hamburg. Tonis Freundin Laura machte unseren Chauffeur. Ich saß alleine hinten, in Lauras schicken nagelneuen Dacia Duster und döste noch ein wenig. Das war definitiv meine gemütlichste Anreise zum Flughafen. Ok gefahren wurden wir ja schon öfter, aber erst 11.15Uhr Abflug ab Hamburg hatten wir auch noch nie.
In Hamburg war Vati dann so aufgeregt, dass er glatt vergaß sich von Laura zu verabschieden. Au war mir das peinlich. Klar war ihr der Abschiedsschmatzer von Toni lieber, als ein feuchter Händedruck von mir, aber...auweia.
Sicherheitskontrolle, war wie immer. Der kleine Zubringer von British Airways brachte uns pünktlich nach London, wo wir wie immer bei American Airlines umsteigen müssen. Im Flieger saß Rosalie neben uns, die nach Las Vegas wollte und in die wir uns sofort verliebt hatten. Ja so sind die Kerle, kaum im Urlaub schon der erste Streit um die Weiber.
Über London drehten wir vor der Landung, zur Ehre der Queen, oder wen auch immer, drei Ehrenrunden. Wir mussten in London den Terminal wechseln, was man dort ganz unkompliziert und schnell mit dem Bus macht. Da standen drei Mädels vor uns und warten auch auf den Bus. Die eine hatte ein durchsichtiges leuchtend Orangefarbenes Top und eine Leggings mit den gleichen Eigenschaften an. Wir wollten wirklich nicht gucken, ich schwöre.
In London hatten wir nur etwas über eine Stunde Zeit. Wir mussten noch einmal durch die Sicherheitskontrolle, die aber auch hier schnell ging.
Toni hat ja den Whiskey lieb gewonnen und gönnt sich ab und an mal einen der edleren Tröpfchen. In der Vergangenheit haben wir ihm immer von den Alkoholmassen auf dem Londoner Flughafen vorgeschwärmt. Ja da stand nun der Bub und sagte kein Wort mehr. Der, der sonst so gerne über Whiskey philosophiert, kam beim Anblick all der Pullen Schnaps ins schwitzen. Ich zu ihm:" Jetzt weißt du wie sich dein Vater nach der Wende, bei seinem ersten Mal bei Karstadt in Hamburg gefühlt hat". Der Jung konnte sich heute, wie damals sein Vater zu nix entscheiden und wir haben nix gekauft.
Foto - hier mal ein Blick auf die Spaßabteilung in der Holzklasse bei American Airlines. Man beachte, dass jeder Sitz über einen 110 Volt Stromanschluss verfügt. Adapter sind nicht nötig. Es passen wirklich unsere Stecker von Deutschland, wie auch die der USA. Die Kopfhörer werden direkt unterhalb des Bildschirms angeschlossen und wer eigene Musik oder Filme hören/gucken will, kann seinen Player per USB an das System stöpseln.
Auch in London hob der Flieger pünktlich ab. Die Route war von Anfang an komisch. Normal sieht man von Island gar nix und man streift die Südspitze Grönlands. Heute ging es über Island, von dem wir wegen der Wolken aber nix sahen, dann mitten über Grönland. Ui und dann nicht eine Wolke über Grönland. Ich hab geknipst wie blöde.
Hier unsere erste Mahlzeit. Konnte man alles Essen. Toni hat nur gemeckert, weil Hühnchen alle war.
Die Aussicht war fantastisch. Ich konnte selbst kleinere Gletscherspalten gut erkennen.
Hier der übliche Teller mit Snacks, die es bei American Airlines bei einem Flug am Tage, auf Langstrecke immer gibt.
Ich hab ja nun schon öfter im Grönland gegafft, aber einen See und noch nicht mal mit Eis bedeckt, war auch für mich neu.
Während des ganzen Fluges gab es immer wieder Turbulenzen. Irgendwer aus dem Cockpit faselte was von Verschiebung des Jetstreams, weswegen wir wohl auch so extrem weit im Norden geflogen sind. Wir waren nicht mal in der Nähe der Hudson Bay, welche man normal komplett überfliegt. Trotz des großen Umweges, waren wir wegen dem starken Rückenwind immer noch in der Zeit. Hoch im Norden Kanadas bogen wir dann Richtung Süden ab und flogen ab der Grenze zur USA die übliche Route.
Foto - die Salt Flats, südwestlich Salt Lake Citys
Auch schon Tradition bei American, zur zweiten Mahlzeit eine Pizza, die wirklich gut war.
Am Ende landeten wir 10 Minuten früher als geplant in Los Angeles. Der Flug mit American Airlines war wieder 1.Sahne. Die Flugbegleiter, alle älteren Datums, waren wie gewohnt sehr nett und gelassen.
In LA wurden wir mit dem Bus vom Flieger abgeholt und zum neuen Terminal gefahren. Die Immigration dauerte nur 15 Minuten. Toni musste alle Finger und ich wie immer nur vier einscannen.
Per Shuttle ging es weiter zu Alamo. Wir hatten abgemacht, dass Toni sich um das Gepäck kümmert, während ich mich drinnen anstelle. Da war nix mit anstellen, komplett leer. Endlich macht sich der Kram mit dem Online Check-in bemerkbar, den wir leider nicht nutzen konnten.
Die Olle am Tresen nervte tierisch. Die dachte, sie hätte ein Opfer gefunden und faselte los, von wegen, sie hätten ausschließlich Kia Sportage für unsere Buchungsklasse. Häää woher wusste die Ziege, dass ich diese Karre hasse? Egal ich ließ die erzählen. Toni und ich unterhielten uns während dessen in Deutsch und schauten uns die Alamo Bude an. Im Ernst, wir drehten uns weg und ließen die Tussi sich ihre Bilder, von anderen Autoklassen angucken. Das hat sie dann geschnallt und gab auf. Warum nicht gleich so? Vor allem wusste sie, dass ich da schon öfter ´ne Karre geholt habe. Ja sie fragte uns doch vorher, ob wir das erste Mal hier wären und meinte dann, ach nee, sie sehe gerade, dass ich hier schon mehrmals ein Auto gemietet habe.
Natürlich gab es nicht nur Kia Sportage in der Choice Line. Es gab auch keine Trennung zwischen Midsize und Standard SUV. Wir schnappten uns einen KIA Sorento mit Allrad, der gut aussah, aber schon knapp 20000 Meilen runter hatte. Mir war das wurscht, Hauptsache Reifen waren gut und dieses Mal wollten wir unbedingt mit Allrad, denn wir hatten einiges an dummes Zeug vor.
Die Karre war wirklich toll. Glücklich und zufrieden verließen wir das Alamo Gehöft.
Thomas:
Von Alamo ging es zum Los Angeles Kalifornien Tempel, an dem wir eh vorbei mussten und den ich schon lange sehen wollte. Jo Toni sagte ich, dass er sich gleich dran gewöhnen kann, denn die nächsten drei Wochen gibt´s eine Kirche nach der anderen, wir wollen doch schließlich in den Himmel kommen. So und ihr wisst jetzt auch bescheid. Von wegen drei Wochen rote Steine oder was weiß ich...könnt ihr abschmatzen.
Dieser ist der zweitgrößte aller Tempel, nur der in Salt Lake City ist größer. Er wurde 1956 fertig gebaut und geweiht. Wenn ihr den Tempel mal selbst anschauen wollt, denkt daran, nicht so dicht ran gehen, der steht mit im Erdbeben gefährdeten Gebiet.
Beim Tempel haben wir uns max. eine Stunde aufgehalten. Ja einmal rum laufen, mehr darf man eh nicht. Ich fand ihn vom Aussehen her ok. Die weißen gefallen mir besser. Die hellbraune Farbe wurde mit Absicht gewählt, weil hier Dank Smog und Staub eh nach paar Jahren nix mehr vom weißen Tempel übrig wäre. Da haben sie ihm lieber gleich selbst die "Schmutzschicht" verpasst.
Vom Tempel ging es nach Palmdale, wo wir uns im Days Inn and Suites Palmdale für 39,17€ eine Bude reserviert hatten. Abendbrot gab es im Walmart bei McDonalds. Bleibt noch die Frage, wer mit wem heute ins Bett geht. Ich war bereit für gleich drei Mädels. Toni ist ja etwas anders. Ach fällt mir gerade ein. Ich bin fertig mit duschen und komme aus dem Bad, da steht doch der Bengel im Slip mit einem Superman Cape vor mir, dass seiner Zudecke kostenlos beilag. Mist ich wollt doch auch so was haben. Gute Nacht.
Andrea:
Da mache ich mal frech einen Hüpfer und springe hier ins Auto :) :) :)
Paula:
Yellowstone, wie herrlich :) da war ich dieses Jahr auch und will sowieso sofort wieder hin, ich bin dabei :thumb:
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