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Wild West Winter Wonderland
DocHoliday:
12.1.13
Endlich mal ausschlafen. Kein Sonnenaufgang stand auf dem Programm, stattdessen gemütiches Frühstück im Hotel und ein bisschen Auto aufräumen. Dann zu Dollar am Flughafen. Autotausch ging flott und problemlos. Aus dem dunkelblauen Traverse mit 2WD wurde ein grauer mit 4WD bzw. AWD. Witzigerweise hatten beide fast die gleiche Laufleistung, immerhin 53.000 Meilen. Aber die Reifen waren offensichtlich schon mal gewechselt worden und völlig in Ordnung.
Über die I25 und die US 550 bin ich nach Norden gefahren. Ein bisschen hat mir schon das Herz geblutet, weil ich an einigen interessanten Zielen vorbei gefahren bin. Aber selbst bei 4 Wochen Zeit muss man halt Präferenzen setzen. Unterwegs wurde die Landschaft immer weißer.
Kurz vor Farmington habe ich dann doch mal einen Stop eingelegt und bin vom Highway auf die Dirtroad gewechselt – nämlich die in die Angel Peak Wilderness. Dank reichlich LKW-Verkehr war der Schnee schön platt gefahren.
Ich bin ohne größere Probleme bis zum letzten Aussichtspunkt am Angel Peak gekommen.
Auf dem Rückweg habe ich dann noch ein paar andere Viewpoints mitgenommen. Um die Mittagszeit war das Licht natürlich alles andere als optimal aber trotzdem haben mit die schneebedeckten Badlands gut gefallen. Irgendwann muss ich da auch mal von unten die Gegend erkunden.
Kurz hinter Farmrington bin ich auf die US 451 abgebogen und habe das erste mal auf dieser Tour einen Schlenker durch Colorado gemacht, vorbei an den Ute Mountains und den gegenüber liegenden Badlands
Danach ging es langsam in die Höhe und es wurde spürbar kälter.
Kurz hinter Monticello konnte ich dann den ersten Blick auf die La Sal Mountains werfen.
Im Licht der tief stehenden Sonne gab es immer wieder spektakuläre Aussichten.
Dabei stand mir die Sonne eigentlich schon ein bisschen zu tief. Denn ich wollte doch endlich mal den Wilson Arch bei Sonnenuntergang sehen, nachdem ich bisher immer nur vormittags daran vorbei gekommen bin, wenn er voll im Gegenlicht liegt. Als habe ich ein bisschen Gas gegeben und die Geschwindigkeitsbegrenzung ein kleines bisschen großzügiger ausgelegt. Und es hat gereicht. Im schönsten Licht lag der Arch vor mir – endlich!
Deshalb gibt es jetzt auch gleich zwei Bilder davon und eines von der Umgebung.
Das letzte Stück nach Moab bin ich wieder ganz entspannt und verkehrsregelgerecht gefahren. Am Vorabend hatte ich mich für 4 Nächte im Best Western Canyonlands Inn eingemietet. Für 95$ habe ich dort eine 1 King Bed Suite bekommen. Winterpreise sind doch was schönes ;)
Zum Abendessen hatte ich mir im Supermarkt einen großen Topf Chili an der Suppentheke geholt und meine Brot und Aufschnitt-Vorräte aufgefüllt (die Bier- und Weinvorräte natürlich auch ;)).
Gar kein schlechter Tag für einen reinen Fahrtag.
Hatchcanyon:
:thumb:
Diese Winterphotos sind schon sehr reizvoll, andererseits lieben wir die trockene Hitze des Sommers in Utah - was macht man da? :raetsel:
Gruss
Rolf
DocHoliday:
--- Zitat von: Hatchcanyon am 21. Juni 2013, 17:38:23 ---Diese Winterphotos sind schon sehr reizvoll, andererseits lieben wir die trockene Hitze des Sommers in Utah - was macht man da? :raetsel:
--- Ende Zitat ---
Die nächsten Reiseberichtstage genießen ohne frieren zu müssen ;). Laut Fernsehen waren es die kältesten Tage in Utah seit 19 Jahren oder so.
Hatchcanyon:
--- Zitat von: DocHoliday am 21. Juni 2013, 17:41:15 ---
Die nächsten Reiseberichtstage genießen ohne frieren zu müssen ;). Laut Fernsehen waren es die kältesten Tage in Utah seit 19 Jahren oder so.
--- Ende Zitat ---
So etwas Ähnliches haben uns unsere Bekannten dieses Jahr im Mai auch berichtet - ein langer, kalter Winter!
Als wir am 2. Mai von Salt Lake City wegfuhren, sahen wir Bewässerungsanlagen, an denen das Wasser fror.
Gruss
Rolf
DocHoliday:
13.1.13
Gestern hatte ich überlegt, vielleicht zum Sonnenaufgang zum Mesa Arch zu fahren. Petrus war aber der Meinung, ich solle noch etwas weiter schlafen. Sch***kalt, komplett bewölkt und dichtes Schneetrieben. Ein Blick aus dem Fenster hat gereicht, um sich ganz schnell wieder im Bett zu verkriechen. Später war ich dann ganz in Ruhe frühstücken. Es schneite jetzt zwar nicht mehr so stark aber es war weiter grau, diesig und usselig. Hatte schon sch***kalt erwähnt?
Als das Zimmermädchen zum zweiten mal vor der Tür stand und sauber machen wollte, habe ich mich halt mal ins Auto gesetzt und bis die 128 herunter gefahren. Der zugefrorene Colorado war ganz hübsch oder wäre hübsch gewesen, wenn man mehr von ihm gesehen hätte.
Auch im Castle Valley wurde die Sicht nicht besser, auch wenn es hier so aussieht, als ob die Sonne durchkommen wollte.
Und ein Stückchen weiter war es noch schlimmer. Darf ich vorstellen?
Die Fisher Towers (müssen da irgendwo im Nebel liegen ;)).
Dort haben ich beschlossen, dass das Zimmermädchen jetzt genug Zeit zum putzen hatte und bin zurück gefahren. Der Wetterbericht hatte behauptet, ab Mittag würde es besser. Schauen wir mal.
Gegen 12:00h bin ich wieder los gefahren. Was soll ich sagen? Die Meteorolüger hatten ausnahmsweise mal die Wahrheit gesagt Der Himmel riss innerhalb einer halben Stunde komplett auf und die Sonne kam durch. Auf in den Arches!
Blick zurück auf die Moab Fault von der ersten Steigung im Arches.
Mein erstes Ziel war die Wall Street. Ich bin ein Stückchen in den Canyon hinein gelaufen aber in erster Linie habe ich die herrlichen schneebedeckten roten Felsen im schönsten Sonnenlicht genossen.
Danach bin ich die bekannten Felsformationen abgefahren.
Die Three Gossips ...
Natürlich den Balanced Rock
Der 'Garden of Eden' bzw. der Blick von der Straße daran vorbei
In der Windows Section bin ich ein bisschen herum gelaufen. Erst habe ich den klassischen Blick auf die beiden Windows genossen.
Dann habe ich versucht, den Turret Arch im Gegenlicht zu knipsen.
Aber so richtig gefallen hat mir dieser Blick nicht. Also bin ich illegalerweise (das Schild habe ich erst gesehen als ich zurück Richtung Parkplatz gelaufen bin – ehrlich ;)) querfeldein um den Arch herum gelaufen, um ihn mit der Sonne im Rücken zu sehen.
Sonst gibt es ja immer die bekannten Bilder vom Turret Arch durch das North Window Ich habe den Spieß mal umgedreht.
Anschließend bin ich wieder zurück auf die Hauptstraße und habe mich von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zum Devils Garden vor gearbeitet.
Salt Valley Overlook
Fiery Furnace Overlook
Blick vom Parkplatz am Devils Garden, der Pinorrek ganz links müsste eigentlich der Dark Angel sein.
Skyline Arch
Bei den vielen Aussichtspunkten und Fotomotiven habe ich leider etwas die Zeit aus den Augen verloren. Ich wollte ja eigentlich zum Sonnenuntergang beim Delicate Arch sein. Als ich beim Parkplatz ankam, waren es aber nur noch weniger ls eine Stunde bis zum Sunset und der Weg über den Slickrock war nach Aussage eines Pärchens, das gerade zurück kam, ziemlich vereist. Da ich keine Lust hatte, genau 10 Minuten nach Sonnenuntergang da oben anzukommen, habe ich meine Planung geändert und bin stattdessen zum Delicate Arch Viewpoint gefahren, um die Arch erst einmal aus der Ferne zu bewundern. Ich bin ja noch 2 Abende in Moab. Da bleibt noch genug Zeit für den Aufstieg.
Die knappe Meile zum Viewpoint war relativ einfach zu laufen und der Delicate Arch ist einfach aus jeder Perspektive schön. Mit dem Tele konnte ich von dort aus schön die „Kollegen“ oben beim Arch bei der Arbeit beobachten.
Aber auch sonst hat mit der Blick von dort ganz gut gefallen. Vor allem war ich ganz alleine da und konnte in aller Ruhe den Sonnenuntergang genießen.
Auf dem Rückweg zum Auto gab es noch ein wenig Farbe am Himmel zu bewundern.
Zurück im Hotel habe ich mir erst mal ein Bierchen gegönnt, bevor mich der Hunger wieder vor die Tür trieb. Bei -15°C oder weniger hatte ich keine Lust, weit zu laufen und bin deshalb nur über die Straße zu Eddie McStiff gelaufen. Dort saß außer mir noch ein Paar an der Theke, die auch relativ bald gegangen sind Also habe ich halt zusammen mit der Barkeeperin die Verleihung der Golden Globes geschaut und über diverse Promis gelästert und dabei meinen Burger und ein oder zweit leckere Bierchen genossen.
So wie heute Nachmittag kann das Wetter von mir aus bleiben. Die altbekannten Motive sehen durch den Schnee und die schönen Kontraste zwischen weiß, rot und dem Blau des Himmels wieder ganz frisch und neu aus.
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