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Hertz USA meldet Insolvenz an
Rainer:
--- Zitat von: serendipity am 24. Mai 2020, 18:04:30 ---Hertz hat in den USA Chapter 11 angemeldet, nicht Insolvenz.
--- Ende Zitat ---
Genau das hatte ich mir gedacht (s.o.), der Artikel klingt auch nicht nach Insolvenz. Kann aber immer noch folgen, die Branche hat noch eine lange Durststrecke vor sich. Und bei bald 40 Millionen Erstanträgen auf Arbeitslosengeld werden auch so Mietwagen nur wenig Anklang finden. Wo soll das alles noch hinführen?
Susan:
Es ist schon richtig, dass Hertz USA Insolvenz angemeldet hat. Chapter 11 ist nur eines der beiden in den USA möglichen Verfahren zur Abwicklung der Zahlungsunfähigkeit. Statt alles zu versilbern wird versucht das Unternehmen umzustrukturieren, damit es irgendwann seine Schulden bezahlen kann.
Bin mal gespannt, ob das gelingt. Wir haben die Massen an Fahrzeugen gesehen, die allein in Las Vegas stillstanden. Eine der WoMo-Verleihfirmen versucht gar nicht erst über die Runden zu kommen, die haben ihren Betrieb (vorerst) bis Ende März ganz eingestellt.
Rainer:
--- Zitat von: Susan am 25. Mai 2020, 01:12:45 --- Statt alles zu versilbern wird versucht das Unternehmen umzustrukturieren, damit es irgendwann seine Schulden bezahlen kann.
--- Ende Zitat ---
Eigentlich ist das in Deutschland auch so, es wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt und der ist als interimer Geschäftsführer beauftragt, den Laden zu retten. Erst wenn dieser der Meinung ist, dass das nicht mehr geht, wird alles aufgelöst und die Gläubiger bedient.
In Amerika gibt es aber auch diesen Schutzschirm, was in Deutschland erst seit ein paarJahren implementiert wurde und was Condor jetzt angeblich zum ersten Mal in D beantragt hatte. Ich weiss nicht genau, wo der Unterschied ist, aber es nennt sich auch Gläubigerschutz und auch da wird ein "Sachverwalter" eingesetzt, nur können die Gläubiger keine Zwangsmassnahmen gegen das Unternehmen durchsetzen. Eigentlich ist das für die Gläubiger ein ziemlich mieses Verfahren. Aber da Insolvenzen sowieso eine Katastrophe sind, ist das vielleicht noch die weniger schlimme Massnahme. Kann ich schwer beurteilen.
Bei Condor wäre es eigentlich auch so gewesen, dass mit dem Schutzschirm alle gekauften Tickets wertlos geworden wären. Das hätte aber ganz sicher dazu geführt, dass Condor auch gleich Insolvenz anmelden kann, denn da hätte niemand mehr ein Ticket gekauft. Deswegen hat der Sachverwalter mit Condor entschieden, dass alle Tickets die Gültigkeit behalten. Dann aber kam Corona, Condor cancelt die Flüge und dann auf einmal berufen sie sich doch auf den Schutzschirm, wollen nichts erstatten, und verweisen auf die Gläubigerliste des Schutzschirms und man solle sich dort eintragen. Ganz mieser Stil, keine Ahnung, ob überhaupt rechtens. Zu dem Zeitpunkt war auch die entsprechende Gläubigerversammlung schon gewesen, da müssen die Gläubiger fie Zustimmung geben, dass es weitergehen darf. Völlig krank von Condor. Deswegen bin ich ja schon zufrieden, jetzt wenigstens einen Gutschein bekommen zu haben.
Ilona:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Chapter_11
Chapter 11 ist ein Kapitel des amerik. Insolvenzrechts. Mit dem Sanierungsrecht können vorerst alle leben. Chapter 7 bedeutet die Liquidation.
Silke:
--- Zitat von: Susan am 25. Mai 2020, 01:12:45 --- Es ist schon richtig, dass Hertz USA Insolvenz angemeldet hat. Chapter 11 ist nur eines der beiden in den USA möglichen Verfahren zur Abwicklung der Zahlungsunfähigkeit. Statt alles zu versilbern wird versucht das Unternehmen umzustrukturieren, damit es irgendwann seine Schulden bezahlen kann.
Bin mal gespannt, ob das gelingt. Wir haben die Massen an Fahrzeugen gesehen, die allein in Las Vegas stillstanden. Eine der WoMo-Verleihfirmen versucht gar nicht erst über die Runden zu kommen, die haben ihren Betrieb (vorerst) bis Ende März ganz eingestellt.
--- Ende Zitat ---
Bis Ende März den Betrieb eingestellt? Welcher Anbieter ist das denn?
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