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Und schon geht die Neiddebatte los...
Rainer:
--- Zitat von: Christina am 04. Januar 2021, 17:51:25 ---Bei uns hier fällt auch praktisch nie Schnee, deshalb bin ich noch lange nicht zu Hause eingesperrt. Weshalb sollte man für frische Luft und Bewegung Schnee brauchen oder warum sollte einem ohne Schnee die Decke auf den Kopf fallen?
--- Ende Zitat ---
Weil nicht alle Menschen erst mit 50 Jahren auf die Welt kommen. Wie oft hast Du eine Corona Pandemie in Deiner Kindheit erlebt und hast artig quasi ein Jahr lang alles getan, was von Dir verlangt wurde? Ich weiß, dass es schwer fällt, sich an seine eigene Kindheit zu erinnern, mit allen Facetten, aber Kindern fällt definitiv das Dach auf den Kopf. Diese Pandemie ist ein Desaster für Kinder.
Ich kann mich an Szenen aus meiner Kindheit erinnern, dass ich geweint habe aus tiefster Verzweiflung, wenn mir meine Eltern am Sonntag verboten haben, nachmittags auf den Bolzplatz zu gehen. Wie schwer muss das erst Recht sein, wenn man schon monatelang quasi eingesperrt ist zu Hause und der erste Schnee fällt (da bin ich morgens wie ein Irrer aus dem Bett gehoppst und habe mich gefreut wie ein Wahnsinniger, in den Schnee spielen zu gehen) - aber ich habe es eben zum Glück nicht mehr vergessen. Leider haben das aber viele Menschen, als hätten sie keine Kindheit gehabt. Es ist doch so leicht, einfach mal zu Hause zu bleiben - NEIN, das ist eine Katastrophe für Kinder und ich hätte einen Riesenterz veranstaltet und es hätte mich einen "SCHEISS" interessiert, wieso ich nicht spielen darf. Aber manche kommen anscheinend schon mit 50 auf die Welt und sind geläutert....
Rainer:
Immerhin gibt es auch noch besonnene Menschen in dieser Pandemie. Eine vernünftige Sicht des Bürgermeisters von St. Blasien:
--- Zitat ---Kritik äußerte hingegen der Bürgermeister von Sankt Blasien im Südschwarzwald. Er habe für jeden Verständnis, der bei diesen Schneebedingungen draußen sein wolle. "Ich denke, es sollte nicht zum Volkssport werden, mit erhobenem Zeigefinger auf andere zu zeigen und sie zu verurteilen", sagte er im SWR. Gemeinden und Wintersport-Anbieter sollten genügend präparierte Pisten, Loipen und Wanderwege zur Verfügung stellen. Außerdem müsse das Parkplatzangebot erweitert werden. Dort, wo es viele Angebote gegeben habe und sich die Leute verteilen konnten, habe es keine Probleme gegeben, so Probst.
--- Ende Zitat ---
Auf Tagesschau.de ist auch noch dieses Foto mit den "vollen Pisten" abgebildet - trotz der Verzerrung durch ein starkes Tele erkennt man, wie weit(!) die Menschen auseinanderstehen und wie wenige es im Vergleich zur Größe des Terrains sind:
Da wird dann so ein Geschrei drum gemacht, weil in paar Familien ihre kleinen Kinder in den Schnee entführen? Wie tief kann diese Gesellschaft noch sinken?
Zur gleichen Zeit sorgt die verfehlte Impfstrategie für neuen Ärger in NRW - wegen fehlender Impfpflicht (habe ich aber kein Problem mit, das muss jeder selbst wissen) bei gleichzeitiger starrer Impffolge (das ist ein Problem, denn die notwendige starre Organisation ist ein gefährlicher Hemmschuh) wird nicht schnell genug verimpft, der wertvolle Impfstoff bleibt liegen. Der Gesundheitsversager NRWs Laumann lässt glauben, "dass vor Ort pragmatische Lösungen gefunden würden, um den überschüssigen Impfstoff den Regeln entsprechend zu verabreichen, damit er nicht verworfen werden müsse". Drei mal kurz gelacht, natürlich wird das Zeug weggeworfen, weil der Idiot ja festgeschrieben hat, wer geimpft werden darf. Und wenn der nicht gebraucht wird, fliegt das Zeug in den Müll. Genau das ist das Problem der fehlerhaften Strategie. Dabei ist übrigens besonders die Impfwilligkeit bei den Pflegern ausgesprochen schlecht, unter 40% lassen sich angeblich nur impfen.
Mein Vorschlag (aber ich mache mir wenig Hoffnung, dass Entscheider hier mitlesen): die Hälfte der jeweiligen Lieferungen wird Heimen und Senioren vorbehalten (resp. im weiteren Verlauf auch anderen vulnerablen Menschen), die andere Hälfte ist für jederman. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und im Notfall kann man Imfpstoffe "verschieben", weil es grundsätzlich zwei logistische Wege gibt, die einander aushelfen können. Der "jederman" Zweig kann in jedem Fall immer Dosen verimpfen, die sonst übrig blieben.
Susan:
Natürlich braucht man für frische Luft und Bewegung keinen Schnee, aber es macht halt mehr Spaß als in Matschepatsche. Und grad für Kinder ist es immer noch was besonderes. Außerdem hieß es doch, man soll sich mit der Familie möglichst im Freien treffen ;) Verstanden habe ich diese Familien also sehr gut.
Weniger dagegen, dass das offenbar niemand vorausgesehen hat.
Das ganze Problem mit dem Verkehrschaos und dem angeblichen "zu voll für Abstand" liegt doch wieder nur an der mangelnden Weitsicht und Planung. Auch jetzt fällt den meisten wieder nur "Zumachen" und "Absperren" ein. Und das Ende vom Lied: die Leute werden erst sauer, dann trotzig; womit keinem gedient ist. In Utah und Colorado zum Beispiel haben sich die Skigebiete schon ab der plötzlichen Schließung letzten März Gedanken gemacht, wie es diesen Winter weiter geht. Sie haben ein Online-Reservierungssystem auf die Beine gestellt und sicher auch genügend Hilfkräfte für Einlasskontrollen gefunden. Warum ist hier sowas nicht möglich? Im Frühsommer wurde etwas ähnliches ja auch für den Freibadbesuch versucht.
Und wenn man schon bei diesen Ausflügen der Familien Panik schiebt, was ist dann mit Schulen und Kitas?
PS: Herr Probst hat meinen vollen Beifall.
Silke:
Na, Schulen und Kitas lässt man entgegen aller Meinungen von Experten in dem Sektor einfach mal noch 4 Wochen zu. Welche Schäden das bei den Kids bewirkt interessiert Niemanden. Merkel trifft sich nur mit Wiehler und Co.
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