Allgemeines > Meldungen & Tipps

Utahs Nationalparks ab morgen wieder geöffnet!

<< < (4/5) > >>

Horst:
Hallo Rolf,

aber man kann doch nicht Jahr für Millionen Dollar dafür ausgeben damit jemand einen Arch findet.
Ranger wissen zudem auch nicht alles und sind gerade bezüglich Pistenzuständen nicht immer up to date.
Auf meine Frage nach Hoodoos in Page wurde schon vor 20 Jahren geantwortet, daß sie keine Hoodoos kennen und nachdem ich ein Bild davon gezeigt hatte wie sie das nennen würden - die Antwort "just rocks" erhalten. 
Wer Infos will kann das im Internet doch alles millionenfach nachlesen - gerade zum Thema USA ist doch jeder Stein x-fach virtuell umgedreht.
Ein Volunteer macht eben das was organisatorisch gemacht werden muss in einem Park.
Das reicht auch schon - zumindest wenn ein Staat so klamm ist wie die USA.
Das Endergebnis sieht man ja - Parks die zu sind.
Auch schon vor dem Shut Down mussten ja einige State Parks im Westen wegen Geldproblemen schließen und das Problem wird sicher in der Zukunft nicht besser.
Da ist es mir lieber ein Park ist geöffnet und eben keiner da den ich Insiderwissen abfragen kann als der Park ist eben ganz dicht.

Hatchcanyon:

--- Zitat ---Zitat von: Horst am Heute um 13:29:45
Hallo Rolf,

aber man kann doch nicht Jahr für Millionen Dollar dafür ausgeben damit jemand einen Arch findet.
--- Ende Zitat ---

Doch, kann man, sollte man auch.

Der Sachverstand hat bei den NP-Betreuern in den letzten 30 Jahren erschreckend abgenommen. Warum? Es gibt kaum noch ausgebildetes Personal. Was da heute geboten wird ist nur noch ein Schatten seiner selbst wenn man die Lage von vor - sagen wir mal 20 Jahren - kennt. Ein dramatischer Niedergang an einem unwiederbringlichen Naturgut (Erbe der Menschheit). Wer nicht in solche Schätze investiert macht sein Land krank und kaputt. Heruntergewirtschaftet ist ja eh schon vieles - nicht nur die Nationalparks.

Dann soll man endlich mal dem Militär einen Riegel vorschieben, dort könnte man vermutlich leicht das Tausendfache einsparen. Oder noch mehr? Oder den Mielkes der USA den Strom abdrehen. Die verbrauchen das X-fache des Nationalparkbudgets.

Gruss

Rolf

Rainer:

--- Zitat von: Horst am 12. Oktober 2013, 13:29:45 ---Da ist es mir lieber ein Park ist geöffnet und eben keiner da den ich Insiderwissen abfragen kann als der Park ist eben ganz dicht.

--- Ende Zitat ---

Außerdem ist das meiste sog. "Insiderwissen" gar kein Wissen über Nationalparks, sondern eher über irgendwelche Attraktionen mehr oder minder jenseits des Mainstreams und unterliegt überhaupt gar nicht der Parkverwaltung.

Hier geht es doch um die großen Parks und die nun ausbleibenden Touristenströme, speziell für Utah eine absolute Katastrophe. Man hätte mal die Zimmerpreise in Moab oder Springdale der letzten 10 Tage abrufen sollen (habe ich leider nicht getan) - die sind sicherlich auf einem historischen Tiefstand gewesen. Deswegen hat Utah nun ja auch die Reißleine gezogen, damit nicht auch noch die Touristikbranche in Schieflage gerät.

Rainer:

--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 13:40:07 ---Doch, kann man, sollte man auch.

--- Ende Zitat ---

Nein, wirklich nicht. Vor 20 Jahren hätte ich vielleicht anders entschieden, aber in Zeiten von Google Maps und GPS findet jeder seinen Stein, er braucht sich nur technisch halbwegs auf dem Laufenden zu halten und rechtzeitig zu informieren.

Wie Horst richtig schreibt, es gibt keinen Stein, der nicht schon x-mal umgedreht wurde. Und entsprechend im Internet dokumentiert wird. Außerdem bekommt man seit eh und je beim Befahren eines Nationalparks eine Parkmap und meistens auch noch eine aktuelle Parkzeitschrift - das reicht für den normalen Touristen zu 99,99% aus. Und für den einen zehntausendsten, der mehr wissen will, rechtfertigt sich nicht ein entsprechender Personalaufwand. Das ist ist schlicht Overkill.

Dass man beim Militär viel Geld sparen kann, das sehe ich auch so, aber das rechtfertigt nicht den Parkbetrieb mit zu hohem Personalaufwand zu betreiben.

Hatchcanyon:

--- Zitat ---.....aber das rechtfertigt nicht den Parkbetrieb mit zu hohem Personalaufwand zu betreiben.

--- Ende Zitat ---

Sorry, ich hab das Quoten vermasselt!

Irgendwie klingt mir das schon sehr nahe an den Argumentationen der Mining- und Holzindustrie?

Der Personalstand ist inzwischen so absurd niedrig, dass die Nationalparks Hilfeanfragen bei Notfällen zurückweisen müssen, weil sie schlicht und ergreifend niemanden mehr haben, der rausgehen und Hilfe leisten könnte. Das haben wir im Mai in Moab mitbekommen. Früher ging es beispielsweise, dass man sich bei einer Ranger Station meldete und hinterliess, "Wenn ich mich bis XX nicht melde, dann sucht bitte nach mir:" Das geht schon längst nicht mehr.

Zahlen des National Park Services:
"According to the National Park Service, there are approximately 20,500 professionals working, including permanent, temporary, and seasonal. There are also 145,000 volunteers working in the parks."
Es ist erschreckend.

Wer im Übrigen glaubt Features wie den Arch, den viele Einheimische kennen nur eben die "Laien" vom NPS nicht, über Google Maps zu finden, der wird schwer enttäuscht werden. Das funktioniert gerantiert nicht.

An sich sind 400 NPs für umgerechnet 3,2 Milliarden $ doch verdammt preiswert. Damit werden auch NMs und NHPs sowie NRAs bezahlt.

Gruss

Rolf

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln