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Offroad - Abenteuer pur oder nur was für Spinner?
Andrea:
Liebe Eumerikaner!
Offroad, das ist ja immer wieder ein heikles Thema. Manche nehmen an Wettbewerben teil und schrauben nur noch an ihrem Auto rum, damit es immer besser wird. Jedes Wochenende geht es dann in den "Dreck". Für andere ist das Ganze ein unverantwortlicher Eingriff in die Natur, andere wiederum lieben es die Herausforderungen eines (mehr oder weniger offiziellen) Trails im Urlaub zu meistern.
Wie steht ihr dazu? Macht ihr so etwas auch manchmal (oder öfters) oder sind schon einfache unbefestigte Straßen der blanke Horror für euch? Würde ein Urlaub in einem bestimmten Land daran scheitern, dass die Straßenverhältnisse nicht so gut sind oder sucht ihr gerade im Urlaub auch mal das Abenteuer und mietet vielleicht deswegen auch mal ein geländegängiges Fahrzeug? Oder würdet ihr an geführten Offroad-Touren teilnehmen?
Ilona:
In erster Linie sind wir Wanderer, die natürlich auch unbefestigte Straßen zu den Trailheads fahren müssen. Diese Pisten müssen aber mit einem 08/15-Miet-SUV machbar sein.
Wären wir jetzt ausschließlich Offroader, dann würde man natürlich einen absolut geländetauglichen Jeep o. ä. vor Ort anmieten.
Nichtsdestotrotz finde ich - vor allem in Utah - die Landschaften toll, die sich weit abseits der Touristenpfade befinden. Rolf zeigt uns davon viel, Christian fehlt dafür momentan einfach die Zeit.
Wir haben uns Christian einmal ein Stück auf dem Weg zu White Pocket angeschlossen. So lange ich aber noch gut zu Fuß bin, werde ich keine reine Offroad-Tour buchen.
Rainer:
Offroad reizt mich nicht. Wir meiden es weitestgehend, nur wenn wirklich attraktive Ziele unvermeidbar mit Offroad verknüpft sind, dann fahren wir da auch. Aber wie bei Ilona, das muss ein 0815-SUV können, ggf. sogar ein PKW.
Wirklich grenzwertig: Monument Valley - die Rundtour wird nach meinem Empfinden immer schrottiger. Schlimmeres sind wir nicht gewöhnt.
Die ich Offroad auch nur sehr schlecht gehen kann, bleiben wir auch bei kurzen Wanderungen auf planierten Wegen. Ich weiß, dass es in der Wildnis schöne Dinge zu sehen gibt, aber es gibt auch planiert massenhaft zu sehen. So lange ich dort nicht alles abgeklappert habe (und das sehe ich im Moment nicht, dass man alleine schon das jemals schaffen kann), bleiben wir auf Asphalt oder ähnliches.
Vorteil: wir haben noch nie, ausnahmslos nie (Horst wird mich jetzt hassen dafür...) einen Plattfuss gehabt. Bei sicherlich insgesamt mehr als 50.000 Meilen, die sich in den ca. 15 USA Urlauben inzwischen angesammelt haben.
Hatchcanyon:
--- Zitat von: Andrea am 21. Januar 2014, 13:10:56 ---Offroad, das ist ja immer wieder ein heikles Thema.....
--- Ende Zitat ---
Andrea,
"offroad" ist in den USA weitgehend verboten. Das ist das Befahren wegelosen Geländes, das Anlegen neuer Spuren. Trotzdem wird die Bezeichnung oft verwendet, wo es sich eigentlich um 4wheeling handelt. (In den offiziellen Topomaps werden die Wege dann auch als "4WD Trail" bezeichnet.) Egal, ich denke wir beide wissen was gemeint ist: Das Befahren von Trails, die für Fahrzeuge geeignet sind. Gesperrte Trails befahren wir nicht, alleine schon aus dem Grund, dass nicht noch mehr davon gesperrt werden.
Schrauben? Gerne zur Wartung an unseren Autos in Deutschland. Das hatte anfangs mit knappen Finanzen zu tun, dann wurde eine Art Hobby draus und dann bin ich Ingenieur, da gehört sowas schon fast zur Berufsehre. Es hilft allerdings auch auf dem Trail. In Deutschland brauche ich kein SUV, in den USA schon. Fahrzeuge "off the shelf", also so wie sie vom Hersteller kommen. Nur Reifen haben wir mal gewechselt, da unbrauchbare Ware aufgezogen war. (Früher haben wir SUV gemietet, dann gebraucht ge-/verkauft, jetzt wieder gemietet.) Geführte Touren kommen nicht in Frage, wir lieben die Einsamkeit.
Abenteuerlust ist dabei und sicher auch ein Stück Selbstbestätigung, wenn man die Strecke von A nach B schafft. Hauptsächlich sind wir aber wegen der Geologie mit einem SUV unterwegs. An viele Plätze gelangt man nur so, wenn man nicht sprichwörtlich tagelang laufen will oder kann.
Umweltschutz? Hat einen hohen Stellenwert, daher kein Querfeldein und ähnliche Dinge. Closed ist closed! Nur ganz nebenbei: Man weiss heute, SUVs verursachen im Südwesten weniger Schäden als Mountainbikes. Es hängt mit der unterschiedlichen Erosionseinwirkung zusammen. Fahrradreifen schneiden ein, die breiten SUV-Reifen verdichten hingegen den Boden eher.
Gruss
Rolf
sh3t0r:
Zählt sowas wie die Racetrack Road im Death Valley auch schon als 4WD Trail? Die hab ich 2011 in jugendlichem Leichtsinn mit einem 2WD Dodge Caliber gemeistert ;)
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