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Fotobuch

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Andrea:
Liebe Eumerikaner!

Wie ich manchmal herauslesen konnte, stellen einige von Euch Fotobücher über ihre Reisen zusammen. Bisher habe ich immer gedacht, es sei doch schöner gemeinsam am großen Bildschirm (also am Fernseher) die Bilder anzuschauen. Da kann man erklären und alle sehen dabei gleichzeitig, was da erklärt wird und alle können gleichzeitig lachen oder staunen. Das empfand ich immer als großen Vorteil gegenüber dem guten alten Fotoalbum.

Aber jetzt schwenke ich doch wieder leicht um. Wir fahren ja demnächst nach Dänemark und wir werden von Heikos Eltern begleitet. Zum Herumzeigen ist doch vielleicht für sie ein Fotoalbum schöner. Also ein Fotobuch. Daher habe ich schon mal ein wenig geschaut und die Zahl der Anbieter ist der Wahnsinn... Und noch schlimmer wird es mit der Auswahlmöglichkeit der Bücher. Angefangen beim Papier, der Bindung und natürlich der Seitenzahl und Format. Und dann gibt es scheinbar immer eine Software, die man sich herunterlädt und mit der man das Buch gestaltet.

Ich bin schier erschlagen von den Möglichkeiten und bevor ich mir eine Software herunterlade, frage ich lieber mal euch, welchen Anbieter ihr empfiehlt. Wir haben zwar schnelles Internet, aber ich muss ja nicht erst x Software-Pakete herunterlanden um dann festzustellen, dass der Anbieter doch Käse ist...

Zusammengefasst:

1) Welcher Anbieter hat in euren Augen das beste Prei-Leistungsverhältnis?
2) Wie kompliziert ist die Gestaltungssoftware?
3) Kann ich beliebig Texte einfügen?
4) Kann ich Collagen erstellen oder brauche ich zusätzlich ein Bildbearbeitungsprogramm?
5) Welches Format empfindet ihr als angenehm?
6) Wie viele Seiten sind die Mindest- und wieviele die Höchstzahl? (Dänemark wird eher ein kleines Buch, aber vielleicht mache ich noch welche von anderen Reisen)
7) Welche Bindung ist am besten?

Fragen über Fragen... Könnt ihr mir helfen?

Rainer:

--- Zitat von: Andrea am 04. Februar 2015, 18:51:24 ---Bisher habe ich immer gedacht, es sei doch schöner gemeinsam am großen Bildschirm (also am Fernseher) die Bilder anzuschauen. Da kann man erklären und alle sehen dabei gleichzeitig, was da erklärt wird und alle können gleichzeitig lachen oder staunen. Das empfand ich immer als großen Vorteil gegenüber dem guten alten Fotoalbum.
--- Ende Zitat ---

Ne, das ist sicherlich nicht vergleichbar, das eine schließt das andere nicht aus. Der klassische DIA Abend (den Du per Fernseher skizzierst) ist eine Sache, aber ein portables Fotoalbum, was man bei verschiedenen Gelegenheiten herumreichen kann, ist eine andere Sache. Ich bin zugegebenermaßen immer ebenso erfreut wie neidisch, wenn auf den traditionellen Brunch-Partys einer meiner besten Freunde (und seiner Frau) andere Gäste ihr Fotobuch vom letzten Urlaub herumreichen - das macht wirklich Stimmung und ist nicht vergleichbar mit DIA Abend.

Also hat beides eine Daseinsberechtigung, das Fotobuch ist natürlich eine Schweinearbeit und deswegen haben wir selbst ja auch inzwischen so irrsinnig viele davon (eines weniger als eines).

Entsprechend kann ich auch leider gar nicht alle Deine Fragen beantworten, ich glaube aber (mal mutig geraten), so schrecklich viel nehmen die sich alle nicht. Ich weiß konkret, dass Cewe Color (sowieso der größte Fotoentwickler in Deutschland) von vielen sehr gut bewertet wird. Aber wenn Du irgendwo ein Schnäppchenangebot siehst, dann lohnt es wahrscheinlich nicht, das vermeintlich bessere Fotobuch bei der Konkurrenz zu bestellen, wenn es den doppelten Preis kostet. Und die Unterschiede können preislich sehr groß sein.

Ich würde einfach (wenn überhaupt) ins kalte Wasser springen und nach dem besten Preis gehen.

Grüße
Rainer

Andrea:
Rainer, du beschreibst gerade sehr schön, wie es mir geht! "Angst" vor der vielen Arbeit, Neid auf fremde Fotobücher und ja, manchmal ist es auch nett, mal nur zu zweit oder dritt in ein Buch zu schauen während andere sich noch über ein anderes Thema unterhalten. Und: Vielleicht schaue ich mir mein Fotobuch eher noch mal an als die DVD mit den Fotos...

Bei Cewe habe ich übrigens auch schon mal die Beispiele angeschaut. Aber ob der größte Anbieter auch der "vernünftigste" ist, ist ja die Frage...

Flicka:
Hallo Andrea,

ich gestalte gerade mein Japan-Fotobuch mit CEWE. Ein paar Jahre war ich bei Fotobuch.de, gewechselt bin ich dann irgendwann, weil bei anderen Anbietern mehr Auswahl bezüglich der Formate und unterschiedlichen Papier- und Druckqualität war, aber da ändert sich ja ständig was bei der verschiedenen Anbietern. Man muss sich die Software wohl runterladen. Alles andere wäre auch meiner Sicht aber auch nicht sinnvoll, weil man so ein Fotobuch nicht eben in fünf Minuten zusammenbastelt und eine Online-Bearbeitung nicht so wirklich in Frage kommt.

Bisher habe ich drei Fotobücher mit CEWE gestaltet und war jeweils zufrieden. Das Australien-Fotobuch würde ich in dieser Form allerdings nicht wieder bestellen: Um die Fotos bestmöglich zur Geltung zu bringen, habe ich als Papier Fotoglanzpapier ausgesucht. Die Fotos sehen auch echt gut aus, aber ich habe mir schnell noch eine Packung Einmal-Handschuhe angeschafft, weil Finger genau wie auf Fotos Abdrücke auf dem Fotopapier hinterlassen. Die Notwendigkeit, Handschuhe anzuziehen, beeinträchtigt leider doch etwas das Interesse der Mitmenschen, sich die Fotos anzuschauen.  ;)

Letztes Jahr für Island habe ich dann umgeschenkt auf veredeltes Papier, das lässt die Fotos zwar nicht ganz so strahlen, ist aber in der Handhabung problemlos. Wie das "Normalpapier" bei CEWE aussieht, weiß ich nicht.

Als Format finde ich 30 x 30 cm ganz praktisch. Man kann z.B. ein großes Foto mit zwei kleinen kombinieren, mehrere kleinere Fotos auf eine Seite legen, auch mal ein Panorama quer über eine Doppelseite legen.

Flicka:
Ich habe gerade mal einen Ausdruck einer Doppelseite des aktuellen Projekts gemacht:




Grundsätzlich kann man einfach ein vorgegebenen Layout wählen. Das Programm legt dann leere Platzhalter auf die Seiten, und auf die Platzhalter kannst du aus der Auswahl auf der linken Seite Fotos ziehen. Die Layouts kannst du aus vorgegebenen Beispielen auswählen. Wenn du sonst nichts änderst, dann hast du so ein Buch an einem Abend gestaltet.

Du kannst aber auch das Layout frei wählen. Das habe ich auf dieser Seite gemacht. Das Bild in der Mitte geht über den Rand und über den "Knick" in der Buchmitte hinaus. Die anderen Bilder sind in Rahmen (deren Farbe und Breite man auch frei wählen kann) komplett auf den Seiten zu sehen. Wenn du beispielsweise noch ein Bild hinzufügen willst, kannst du die anderen so verkleinern, dass es passt, du kannst aber auch Bilder so einfügen, dass sie sich teilweise überschneiden.

Als Hintergrund habe ich schwarz gewählt, am linken Bildrand habe ich allerdings noch zur Auflockerung ein Foto eingefügt, das ich mit der mitgelieferten Bearbeitungssoftware unscharf und dunkler gemacht habe. Dann habe ich eine Maske drübergelegt, die dafür sorgt, dass das Bild nach rechts hin immer blasser wird und schließlich in den schwarzen Hintergrund übergeht.

Wie gesagt, man kann sich auch durchaus an den vorgegebenen Layouts orientieren, dann geht es relativ schnell.

Den Text werde ich am Ende einfügen. Hier im Beispiel wird der Text dann um 90 Grad gedreht von unten nach oben führen, dort wo jetzt der graue Balken auf dem linken Blatt ist. Eigentlich beschränke ich mich immer auf kurze Beschreibungen (z.B. Datum, Wanderung von x nach y, Besuch des Tempels z) oder die Nennung des Namens der Sehenswürdigkeit. Wie es mit längeren Texten funktioniert, kann ich dir leider nicht sagen.

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