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Allgemeines => Reiseberichte => Thema gestartet von: Christina am 29. April 2026, 21:33:05

Titel: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 29. April 2026, 21:33:05
Hallo Ihr Lieben,

der letzte aktuelle Reisebericht geht ja gerade zu Ende, da passt es, dass ich für Nachschub sorgen kann.

Und keine Sorge, trotz des Titels bekommt ihr nicht nur graues Regenwetter zu sehen ;D

Vorwort

Inzwischen ist es fast schon Tradition, dass ich zwischen Weihnachten und Fasching oder zwischen Fasching und Ostern einen Urlaub mache an einem Ziel, wo es in der übrigen Zeit des Jahres zu voll und oft auch zu heiß ist. Nachdem es letztes Jahr mit Sevilla, Granada und Córdoba ein reiner Städtetrip war, durfte es dieses Jahr gerne wieder mehr Natur sein. Die Algarve steht schon länger auf meiner Reiseliste, wenn auch nicht sehr weit oben. In den vergangenen Jahren hatte ich immer mal wieder nach Flügen geschaut, sie waren mir aber immer zu teuer, für dieses Jahr hat der Preis gepasst. Bereits im Juni 2025 habe ich Flug, Mietwagen und Hotel gebucht, der Mietwagen wurde, wie erhofft, im Laufe der Monate immer günstiger, mit dem Hotel war ich sehr zufrieden, da gab es keinen Grund ein anderes zu wählen.

Im Oktober entschied sich Peter mitzukommen. Es gab noch genügend freie Plätze im Flugzeug, der Preis war allerdings leicht gestiegen. Das Hotel habe ich dann umgebucht, für mich alleine hatte ich ein Studio  gebucht, für uns beide möchte ich bei zwei Wochen Aufenthalt ein Apartment mit einem vom Wohnzimmer getrennten Schlafzimmer, da wir nicht immer gleichzeitig ins Bett gehen bzw. aufstehen. Erfreulicherweise war dieses Apartment sogar günstiger als mein ursprünglich gebuchtes Studio und hatte eine noch bessere Lage.

Mit der Detailplanung war ich Anfang Januar fertig, dann es hieß es noch zwei Wochen warten und hoffen auf eine Wetterbesserung, denn diesen Winter hing ein ausgeprägtes Schlechtwettergebiet über der Algarve, schon im Dezember gab es fast täglich Regen und daran änderte sich auch im Januar nichts. Die Unterkunft war bis drei Tage vor Reisebeginn noch kostenlos stornierbar und die Tage davor haben wir uns intensiv den Kopf zerbrochen, ob wir den Urlaub absagen sollen (die Kosten für den nicht stornierbaren Flug hätten wir halt in Kauf genommen), wir haben Wettervorhersagen studiert, Webcams angeschaut, nach Alternativzielen gesucht – und uns am Ende doch für die Durchführung der Reise entschieden. Peter tendierte eher zum Absagen, auch, weil er wegen einer leichten Erkältung und immer bestehenden Problemen beim Druckausgleich mit den Ohren am liebsten nicht geflogen wäre. Ich habe mich dann durchgesetzt, ich wollte meine Planung der letzten Monate nicht umsonst gemacht haben und bin sowieso der Meinung, dass man das Wetter so akzeptieren muss, wie es ist und sich nicht deshalb den Urlaub vermiesen lassen sollte, dazu kam das Fehlen von Alternativzielen, alles was mit dem Auto oder Zug erreichbar gewesen wäre, hatte keine besseren Wetteraussichten.

Bei meinem Arthrose Knie hatte sich seit der Rückkehr vom Finnland Urlaub im September keine Besserung ergeben, lange Wanderungen habe ich deshalb gar nicht erst geplant, kürzere allerdings schon, ich hoffte jedenfalls, dass sich die Einschränkungen in Grenzen halten würden.


Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 30. April 2026, 13:18:51
Schön, dass ihr die Reise dennoch durchgezogen habt :thumb:.

Ich bin schon auf eure stürmischen :zwinker: Erlebnisse gespannt.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 30. April 2026, 15:14:33
Die Algarve ist ganz weit oben auf meiner Wunschliste - da werde ich auf jeden Fall gerne dabei sein. :)
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 30. April 2026, 18:18:11
Hallo Ilona, hallo Horst :adieu:

Es geht auch schon gleich weiter mit dem wie meist recht langweiligen Anreisetag.

1. Tag – Donnerstag, 29. 01.

Bereits um 4 Uhr klingelt der Wecker, um 5 Uhr sind wir abfahrtbereit. Ein so früher Aufbruch wäre an sich nicht nötig, der Flug geht erst um 9.50 Uhr und wir haben nur ca. 30 – 60 Minuten Fahrzeit zum Flughafen, aber es sind Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen angesagt, da wollen wir genug Zeitpuffer haben.

Den brauchen wir dann doch nicht, der Verkehr fließt recht zügig und bereits um 5.40 Uhr stehen wir auf einem freien Platz im Parkhaus P1. Ursprünglich hatte ich das um 80 EUR günstigere Parkhaus Holiday Parking Nord reserviert, von dort sind es ein paar Minuten mit der S-Bahn zum Flughafen oder 20 Minuten zu Fuß zum Terminal 2 (und dann mit dem Skytrain zum Terminal 1). Kurz vor Reisebeginn habe ich dann festgestellt, dass die S-Bahn wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt fährt und bei Schneeregen wollten wir auch nicht zu Fuß gehen, daher habe ich dieses Parkhaus storniert und das P1 mit direktem Zugang zum Flughafengebäude gebucht.

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Um 6 Uhr geben wir die Koffer am Automaten auf, dann geht es ohne Wartezeit durch die Sicherheitskontrolle (Flüssigkeiten und Elektronik müssen nicht separat gescannt werden). Nun haben wir noch viel Zeit bis zum Abflug, die wir nutzen, um zu frühstücken, Sandwiches fürs Mittagessen im Flugzeug zu kaufen, Wasserflaschen aufzufüllen, Beine zu vertreten. Auch Zeitung lesen können wir, da werden erstaunlicherweise immer noch eine ganze Reihe von aktuellen Tageszeitungen kostenlos im Terminal angeboten.

Um 9.30 Uhr beginnt das Boarding, der Start verzögert sich dann etwas, das Flugzeug muss noch enteist werden und die Triebwerke sollen sich durch einige Minuten Betrieb im Leerlauf aufwärmen.

Das Flugzeug ist komplett voll, wir haben uns einen Fenster- und Mittelplatz reserviert (im Economy Tarif inklusive, inzwischen hat LH ja angekündigt, dass das zukünftig kostenpflichtig wird). Der Flug verläuft unspektakulär, fast durchgängig gibt es eine geschlossene Wolkendecke unter uns zu sehen. Eine kleine Wasserflasche wird verteilt und ein Täfelchen Schokolade. Zur Mittagszeit essen wir unsere Sandwiches und um 12.15 Uhr (Zeitumstellung 1 h) landen wir in Faro.

Die Koffer sind schnell da, bei Sixt müssen wir kurz warten, dann haben wir die Auswahl (das hatte ich, soweit ich mich erinnere in Europa noch nie, da wurde immer ein Auto zugeteilt) zwischen einem VW Polo, einem Hyundai i20 und einem Opel Corsa (alle in der gebuchten Kategorie EDAR). Ich überlasse Peter die Wahl und er entscheidet sich für den Hyundai. Mit diesem rollen wir um 13.15 Uhr vom Gelände der Autovermietung.

Eine knappe Stunde dauert die Fahrt über die Autobahn (seit diesem oder letztem Jahr mautfrei) zu unserem Übernachtungsort Alvor. Während der Fahrt regnet es in Strömen, zum Glück hört es auf, als wir an der Unterkunft, dem Pestana Alvor Beach Villas Seaside Resort ankommen, denn wie in vielen der Hotelbewertungen geschrieben, laufen auch wir kreuz und quer über das weitläufige Hotelgelände, um die Rezeption zu finden – vergeblich. Wir gehen schließlich an die Rezeption des benachbarten Pestana Hotels, dessen Einrichtungen auch von den Gästen der Pestana Beach Villas genutzt werden können, dort zeigt man uns auf einem Lageplan, wo sich die Rezeption der Beach Villas befindet. Dort können wir gegen 14.20 Uhr schon einchecken, auch wenn die offizielle Eincheckzeit erst um 15 Uhr beginnt.

Wir bringen das Gepäck ins Apartment im ersten Stock (ohne Aufzug, zum Glück kann Peter mir meinen Koffer hinauftragen) mit dem wir sehr zufrieden sind, wir können sogar über die Dächer hinweg das Meer sehen, obwohl wir kein Meerblick Apartment gebucht haben.

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Dann fahren wir zum Supermarkt für den großen Ersteinkauf und machen im Anschluss Kaffeepause in der Unterkunft. Währenddessen klingelt es an der Tür, „Housekeeping“, wir bekommen von zwei Hotelmitarbeitern eine Flasche Wein und einen Obstteller übereicht, was für eine nette Geste.

Gegen 17 Uhr zieht es uns aber noch zum Strand, dieser grenzt direkt an das Hotelgelände, ebenso ein Holzbohlenweg, der am Strand entlang ins Zentrum von Alvor führt.

Leider fängt es aber schon nach wenigen Minuten an zu regnen, so dass ich nur noch ein paar Handyfotos mache, bevor wir zurück in die Unterkunft gehen. Mit einem schönen Sonnenuntergang wird es heute jedenfalls nichts.

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Wetter: FRA Schneeregen, 1°C; Algarve bewölkt, immer wieder starker Regen, sehr windig, ca. 15°C

Kosten: 14 Nächte Ferienwohnung Pestana Alvor Beach Villas, EUR 770,86, ohne Frühstück, inkl. Bettwäsche, Handtücher, tgl. Reinigung, Parken gebucht über booking.com; Mietauto EDAR 14 Tage, EUR 282,71 von Sixt, gebucht über den ADAC; Flug FRA - FAO mit Lufthansa, Economy mit Aufgabegepäck, 2 Personen EUR 485,56 (EUR 225,78 und EUR 259,78), gebucht über die Lufthansa Website; Parken am Flughafen FRA im Parkhaus P1 EUR 189,13


Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 01. Mai 2026, 09:17:23
Mit dem Regen sehen die Felsen fast aus wie in Britannien. Hat auch was. ;) :)
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 01. Mai 2026, 11:15:00
Zitat
Algarve bewölkt, immer wieder starker Regen, sehr windig, ca. 15°C

Im Januar und an der Atlantikküste muss man mit Schietwetter rechnen.

Das Apartment gefällt mir :thumb:. Ich gehe davon aus, dass die Anlage um die Zeit nicht ausgebucht war. Der Wein und ein Obstkorb sind eine nette Geste.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 01. Mai 2026, 14:01:09
Ich bin natürlich auch gern dabei  :adieu: Freue mich schon auf Bilder von der Algarve, auch wenn das Wetter nicht so mitgespielt hat. Leider habe ich momentan wenig Zeit fürs Forum, also mal sehen wie ich so mitkomme
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 01. Mai 2026, 19:54:41
Zitat
Algarve bewölkt, immer wieder starker Regen, sehr windig, ca. 15°C

Im Januar und an der Atlantikküste muss man mit Schietwetter rechnen.

Das Apartment gefällt mir :thumb:. Ich gehe davon aus, dass die Anlage um die Zeit nicht ausgebucht war.

Dass es nicht so zuverlässig sonnig ist wie im Sommer ist klar, aber eigentlich ist es dort auch im Winter überwiegend schönes Wetter, Weihnachten ist neben den Sommermonaten dort Hauptsaison. Ich habe mir natürlich vor der Buchung alte Wetterdaten angeschaut und Reiseberichte im Internet zu dieser Jahreszeit gesucht. Dass es über Monate so extrem schlechtes Wetter dort ist, ist nicht üblich, vor allem nicht diese Regenmengen, da haben wir sehr viel Pech gehabt. Wir haben dann dort im portugiesischen TV gesehen, dass es auf ganz Portugal bezogen im Dezember und Januar nur 6 Tage komplett ohne Regen gab.

Aber wir wussten ja durch die Webcams, dass Regenvorhersage nicht bedeutet, dass es den ganzen Tag regnet, sonst hätten wir die Reise tatsächlich abgesagt.

Die Anlage war nicht ausgebucht, ich würde schätzen in unserer ersten Woche zu 30%, in der zweiten, als es dann auf Fasching zuging, wohl zu 50%.

Hallo Susan, für dich gibt es vermutlich abgesehen von der Jahreszeit nichts neues zu sehen, ihr wart ja schon so oft dort. Deine Berichte hier habe ich mir bei der Planung auch angeschaut, vieles wirkt doch anders im Winter, gerade an den Stränden ohne Sonnenschirme und Liegen und mit nur wenigen Leuten.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 04. Mai 2026, 20:06:43
2. Tag – Freitag, 30.01.

Gleich nach dem Aufstehen gegen Viertel vor sieben mache ich den Wasserhahn in der Dusche an, denn wie wir gestern Abend festgestellt haben, muss man das Wasser ewig laufen lassen, bis es mal warm wird, so viel zum Wassersparen, auf das man mit einem Pappaufsteller im Bad hingewiesen wird.

Als ich dann bereit bin zum Duschen, ist auch das Wasser warm.

Wir wollen uns heute Alvor und Umgebung anschauen, können also nach dem Frühstück gegen 9 Uhr ohne Auto direkt auf dem Boardwalk hinter dem Hotel losspazieren. Alvor liegt an einer Flussmündung und hat ein ausgedehntes Netz an Holzbohlenwegen sowohl am Strand entlang, als auch durch das Marschland am Rande des Flusses. Wir gehen zunächst auf dem Boardwalk in Richtung Westen. Auf Höhe des Ortszentrums wechseln wir an den Strand und laufen entlang der Wasserkante bis zum Damm, der den Beginn der Flussmündung markiert, am Anfang des Damms steht ein Leuchtturm, auf der westlichen Seite der Flussmündung befindet sich ebenfalls ein Damm mit Leuchtturm, im Hintergrund ist die nächste Stadt, Lagos zu sehen bzw. aufgrund des nebligen Wetters eher zu erahnen.

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Als wir auf dem Damm sind, lockert es etwas auf und Lagos ist besser zu erkennen.

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Wir laufen vor bis zum Leuchtturm und wieder zurück

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und folgen dann dem Weg parallel zur Flussmündung in Richtung Hafen.

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Bald rückt Alvor ins Bild, sieht recht hübsch aus mit der Kirche auf dem höchsten Punkt und den Booten und Jachten im Hafen davor.

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An den Hütten, in denen die Fischer ihre Ausrüstung aufbewahren, vorbei gehen wir zur kleinen Hafenpromenade

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und von dort den Berg hinauf zur in schönem blau-weiß gehaltenen Kirche.

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Wir schauen uns das Innere an

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und bummeln im Anschluss durch einige Straßen des Orts.

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Zum Mittagessen gehen wir in unser Apartment (eingekauft dafür haben wir schon gestern Nachmittag), in den nächsten Tagen werden wir noch genug Gelegenheit haben, in Restaurants zu essen.

Nach Essen, Pause und einem Kaffee gehen wir gegen 15 Uhr wieder los, jetzt auf dem Boardwalk in östliche Richtung. Hier endet der Sandstrand nach wenigen hundert Metern an einer Steilküste mit dekorativen Felsgebilden im Wasser davor. Zwischen den Felsen kann man zu einem weiteren Strand gehen und von dort an sich nochmal zu einer weiteren Bucht (und von dort noch viel weiter), für uns endet der Spaziergang zwischen den Felsen wegen des hohen Wasserstands aber schon in der ersten Bucht nach dem Hauptstrand.

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Zum Glück gibt es aber auch noch einen Pfad, der auf die Klippen hinaufführt und von oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Felsformationen mit ihren von der Erosion geschaffenen Formen. Man könnte dem Pfad wohl noch bis zum nächsten Ort, Portimão folgen, aber es wird immer unwegsamer, irgendwann geht es steil bergab, links und rechts dichte Vegetation, das ist unser Umkehrpunkt.

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Wir kommen an einer Treppe vorbei, die zu einer Bucht hinunterführt.

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Die Treppe ist stellenweise ziemlich ausgewaschen und Stufen fehlen, am Ende muss man auch noch einen sehr hohen Absatz überwinden, der unterste Teil der Treppe ist irgendwann mal weggebrochen, aber es lohnt sich, das Wasser lässt uns ein wenig Platz, um zwischen den Felsen herum zu gehen, das ist wieder eine ganz andere, genau so schöne Perspektive, wie vorhin beim Blick von den Klippen nach unten. Ich bin begeistert.

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Nach ausgiebigem Erkunden und Fotografieren geht es wieder nach oben, Peter baut mir aus ein paar Steinen eine Zwischenstufe zum ersten Absatz, sehr lieb.

Wir gehen wieder zurück an den Hauptstrand und trinken dort im Strandrestaurant „O Luís“ einen Kaffee.

Dann fahren wir noch zum Supermarkt, wir haben nicht mehr genügend Mineralwasser und das stark nach chlor schmeckende Leitungswasser wollen wir nicht in größeren Mengen trinken.

Gegen 18 Uhr sind wir dann „zu Hause“.

Wetter: bewölkt, immer mal wieder kurz sonnig, sehr windig, ca. 18°C
Wanderungen: vormittags vom Hotel zum Leuchtturm, durch das Marschgebiet zum Ort, durch den Ort und zurück zum Hotel 12,18 km, 59 hm; nachmittags zum östlichen Strandende und entlang der Klippen und zurück bis zum Strandrestaurant „O Luís“ 3,75 km, 118 hm.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 04. Mai 2026, 20:41:12
Sehr schöne Aufnahmen.
Macht jetzt schon Lust auf die Algarve.  :)
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 05. Mai 2026, 16:32:40
Eins hatte das Wetter für sich: Die Farben sind krasser als im Sommer :beifall:.

Hattet ihr unter den Felsbögen keine Angst, dass die Flut kommt oder war der Spaziergang bei Flut?
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 05. Mai 2026, 18:10:37
Eins hatte das Wetter für sich: Die Farben sind krasser als im Sommer :beifall:.

Hattet ihr unter den Felsbögen keine Angst, dass die Flut kommt oder war der Spaziergang bei Flut?

Wir hatten das Wasser immer im Blick und man sieht ja wie weit es bei höheren Wellen herankommt und hinter uns waren immer die "rettenden" Felsen.

Irgendwelche "Spaziergänge" bei denen man über längere Strecken keine Möglichkeit hat, wieder hinauf an die Küste zu kommen, haben wir nie gemacht, da war der Wasserstand immer, auch bei Ebbe, zu hoch. Im Sommer oder bei anderen Wetterverhältnissen (wir hatten jeden Tag eine Wetterwarnung wegen hoher Wellen im online Wetterbericht) kann man so etwas sicherlich machen, habe ich bei Susan's Berichten auch gesehen.

Ich muss zugeben, dass ich mir das einfacher vorgestellt habe bzw. dachte, dass wir viel häufiger und ausführlicher durch die Felslabyrinthe am Strand gehen können. Da kommen schon noch ein paar Sachen, aber nicht so viele, wie ich gedacht hatte. Man kann z.B. eigentlich komplett am Strand entlang von Alvor bis Portimao gehen, das war uns aber nie möglich, da war immer viel zu viel Wasser.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 06. Mai 2026, 18:27:16
3. Tag – Samstag, 31.01.

Heute ist zumindest für den Vormittag sehr viel Sonne vorhergesagt, das wollen wir nutzen, um gleich eine der bekanntesten Wanderungen an der Algarve (Rother Algarve Nr. 30) den „Weg der sieben hängenden Täler“ zu absolvieren.

Gegen 9 Uhr fahren wir zum Ausgangspunkt bzw. einem der Ausgangspunkte, dem Parkplatz an der Praia de Marinha. „Einem der“, weil es eine Streckenwanderung entlang der Küste ist und man somit die Wahl hat, ob man am westlichen oder östlichen Ende / Anfang des Weges parkt. Wir haben uns für den östlichen Punkt entschieden, weil mir der Parkplatz (kostenlos) auf Google Street View größer und angenehmer zu erreichen schien. Wie weit ich mit meinem Arthrose Knie kommen werden, müssen wir sehen, idealerweise wollen wir die gesamte Strecke in beide Richtungen gehen.

Um 9.45 Uhr geht es los, wir sind erwartungsgemäß nicht die einzigen, die hier heute wandern wollen, die Menschenmenge hält sich aber in akzeptablen Grenzen. Die Felsformationen sind gleich zu Beginn beeindruckend und wir kommen nur langsam voran, jeder Abstecher zu einem Aussichtspunkt muss natürlich mitgenommen werden.

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Die Wanderung ist recht anstrengend, es geht häufig, teils auch sehr steil bergab- und bergauf, nur selten gibt es ein längeres einigermaßen ebenes Stück. Aber es macht Spaß, vor allem auch, weil mein Knie erstaunlicherweise fast problemlos mitmacht, Wanderstöcke nutze ich natürlich.

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Nach ungefähr einer dreiviertel Stunde erreichen wir den Ort Benagil, der sich in einem der namensgebenden hängenden Täler befindet, d.h. zunächst geht es steil bergab bis zum Strand, dem tiefsten Punkt, dann auf der anderen Talseite wieder steil bergauf.

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Wir kommen an einer weiteren wunderschönen Sandbucht vorbei

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und sehen dann bald

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den Farol de Alfanzina, an dem wir gegen 12 Uhr vorbeiwandern. Wie alle Leuchttürme in Portugal ist auch er weiträumig abgesperrt und somit nur aus der Ferne zu bewundern.

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Nach insgesamt zweieinhalb Stunden erreichen wir mit der Praia Vale de Centianes den Endpunkt der Wanderung. Hier gibt es ein Strandrestaurant, das laut Google geöffnet sein müsste und wo wir gerne Mittagessen würden. Leider stimmt die Google Angabe nicht und wir stehen etwas ratlos da, Proviant haben wir keinen dabei und in unmittelbarer Umgebung gibt es hier keine Einkehrmöglichkeit.

Auf Google Maps sehen wir, dass es oberhalb des Taleinschnitts in dem der Strand liegt, einen Supermarkt und zwei Restaurants gibt. Na hoffentlich hat davon etwas geöffnet. Wir schleppen uns ziemlich hungrig den natürlich wieder steilen Weg hinauf und haben Glück, sowohl der Supermarkt als auch eines der beiden Restaurants sind geöffnet. Zuerst gehen wir in den Supermarkt um noch Wasser und ein paar Kekse für den Rückweg zu kaufen, dann setzen wir uns auf die Restaurantterrasse des „Restaurante ALGARVE 2000“. Es ist unser erster Restaurant Besuch an der Algarve, daher haben wir keine Vergleichsmöglichkeiten (und sowieso keine Alternative), aber das scheint doch ein bisschen eine Touristenfalle zu sein. Es schmeckt nicht schlecht, aber EUR 49,00 für Tintenfischringe mit Pommes, Schweineschnitzel mit Pommes, zwei Kaffee und eine Flasche Mineralwasser erscheinen uns doch ziemlich überzogen.

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Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg, auf dem ich nachdem wir den Leuchtturm hinter uns gelassen haben, keine weiteren Fotos mehr mache, da die Landschaft ja vom Hinweg bekannt ist und vor allem, da es leider zuzieht und bald gar keine Sonne mehr zu sehen ist.

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Daher gehen wir am Ausgangspunkt, der Praia da Marinha, den wir gegen 15.50 erreichen, auch nicht noch hinunter zum Strand, sondern fahren direkt zurück nach Alvor in die Unterkunft.

Das war eine tolle Wanderung und ich freue mich sehr, dass wir sie (in Anbetracht der aktuellen Wetterlage) überwiegend bei Sonnenschein machen konnten und noch mehr, dass mein Knie so gut wie keine Probleme gemacht hat, damit habe ich nicht gerechnet.

Wetter: vormittags sonnig, ab 14 Uhr bewölkt, ca. 18°C
Wanderung: Weg der sieben hängenden Täler, Rother Algarve Nr. 30, 13,45 km, 413 Höhenmeter

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 07. Mai 2026, 11:57:20
Von den roten Felsen der Algarve kann ich nie genug bekommen  :herz: Wirklich schade, dass ihr so viel Hochwasser hattet und nicht mal unten herum durch die Bögen laufen konntet. Doch die Klippenwanderungen haben ja auch was für sich. Freut mich, dass das Knie durchgehalten hat, die sieben Täler Wanderung ist ja wirklich nicht ohne. In Alvor sind wir tatsächlich bisher noch nie gewesen, da haben wir ja mal was Neues zu entdecken dort unten.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 07. Mai 2026, 18:10:22
In Alvor sind wir tatsächlich bisher noch nie gewesen, da haben wir ja mal was Neues zu entdecken dort unten.

Das hätte ich nicht vermutet, dass ihr noch nicht in Alvor wart. Zum Ort kommt dann später noch ein bisschen mehr.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 08. Mai 2026, 14:00:05
Eine tolle Wanderung, ein stabiles Knie und dazu noch  :strahl:  :beifall: .

Das Essen war vom Preis her wirklich erste Strandlage. Sorry, aber ich kann den Hype um die Einmachgummis ähm Tintenfischringe nicht verstehen. Die Meere sind zwar überfischt, aber Tintenfische scheint es zu viele zu geben. Bisher hatten wir noch nie genießbare dabei und aus dem Beißringalter sind wir schon lange raus   :cool2:.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 08. Mai 2026, 18:00:57
Eine tolle Wanderung, ein stabiles Knie und dazu noch  :strahl:  :beifall: .

Das Essen war vom Preis her wirklich erste Strandlage. Sorry, aber ich kann den Hype um die Einmachgummis ähm Tintenfischringe nicht verstehen. Die Meere sind zwar überfischt, aber Tintenfische scheint es zu viele zu geben. Bisher hatten wir noch nie genießbare dabei und aus dem Beißringalter sind wir schon lange raus   :cool2:.

Die Tintenfischringe waren schon lecker und die Panade richtig knusprig (Tintenfisch hat ja diese eher gummiartige Konsistenz, egal ob man den als Ringe oder sonst wie verarbeitet isst, ich mag das). Aber der Preis war halt völlig überzogen. Und erste Strandlage war es ja gerade nicht, im Gegenteil, sonst hätte ich ja gesagt, da bezahlen wir die Lage (gerne) mit.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 08. Mai 2026, 18:14:40
4. Tag – Sonntag, 01.02. - 1. Teil

Nach dem schönen Wetter gestern ist für den gesamten heutigen Tag trübe Suppe angesagt, auch soll es hin und wieder regnen. Da passt es ganz gut, dass Peter gestern entdeckt hat, dass er keine Wanderhose dabei hat (und deshalb gestern eine Jeans anziehen musste, was zum einen nicht sehr bequem war und zum anderen diese Jeans gleich schon dreckig an den Hosenbeinen wurde) und die blaue Jeans sich als kurze Hose beim Entfalten heute Morgen entpuppt – damit kann er in diesem Urlaub nichts anfangen, also müssen wir jetzt shoppen. (Zum Glück sind in Portugal die meisten Geschäfte am Sonntag geöffnet.)

Von Alvor ist es nicht weit in den deutlich größeren Ort Portimão, an dessen Rändern es einige Gewerbegebiete mit Geschäften und Einkaufszentren gibt. Wir steuern den Decathlon an, da gibt es Sportkleidung und diese hoffentlich auch in größeren Größen, denn die kleinen und oft eher zierlichen Portugiesen überragen wir beide doch deutlich. Und tatsächlich, es gibt hier alles genauso wie in Deutschland, Peter findet zwei Wanderhosen und dann auch noch ungeplant zwei Paar Sneaker und für mich fällt auch noch eine Wanderhose ab.

Nach dem erfolgreichen Einkauf sind wir gegen 11 Uhr in der Innenstadt von Portimão. Diese soll nicht unbedingt lohnenswert sein, aber bei diesem Wetter und weil wir in der Nähe wohnen, bietet sich eine Besichtigung trotzdem an. Wir parken (kostenlos zu dieser Jahreszeit) an der Flusspromenade und bummeln erstmal durch einen kleinen Flohmarkt, der sich auf der Promenade ausbreitet.

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Etwas wirklich Interessantes ist für uns nicht dabei und wir folgen der Promenade weiter in Richtung Meer.

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Portimão liegt am Mündungsgebiet des Flusses Arade und hat deshalb auch einen Stadtteil direkt am Meer. Gegenüber von Portimão liegt Ferragudo recht malerisch auf einem Hügel. Wir erhoffen vom Weg in Richtung Meer einen schönen Blick auf Ferragudo und wollen dann irgendwo am Strand Mittagessen. Diese Idee verwerfen wir aber recht schnell wieder, denn Ausblicke gibt es nicht, der Uferbereich ist weiträumig abgesperrt, wir kommen an einem verfallenen ehemaligen Kloster vorbei,

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dann ist ein großes Areal eingezäunt, wo früher mal die Zollabfertigung von welchen Schiffen auch immer durchgeführt wurde, dann folgt ein weiteres eingezäuntes Areal diesmal wohl militärisch genutzt. Dort entlang zu gehen macht keinen Spaß, wir drehen daher um und erkunden den Stadtkern (wie ich es auch ursprünglich geplant hatte, das war eine nicht sehr erfolgreiche spontane Idee).

In Portimão gibt es, wie auch an vielen anderen Stellen an der Algarve, eine Vielzahl von Storchennestern, z.B. am verfallenen Kloster oder auf einem Kran am Hafen.

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Am Stadtmuseum mit Restaurant

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gehen wir vorbei wieder durch den Flohmarkt und dann ins Zentrum.

Dieses ist eher trist, praktisch alle Läden und Restaurants an denen wir vorbeikommen, haben (weil heute Sonntag ist?) geschlossen, nur wenige Leute sind unterwegs.

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An sich sehr schön wäre die Kirche auf dem höchsten Hügel der Stadt, leider ist diese aber von Bauzäunen umgeben und es lungern einige Männer herum, weshalb wir auf eine Besichtigung der Kirche verzichten.

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Ganz nett ist der benachbarte Platz der Republik,

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von hier gehen wir ins alte Viertel der Fischer, aber wirklich hübsche Ecken finden wir nicht.

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Es gibt einige Restaurants hier, da wir aber nicht sicher sind, ob diese geöffnet haben, gehen wir gar nicht soweit, sondern drehen bald wieder um und kehren zum Mittagessen ins Restaurant („Faina“) des Stadtmuseums am Hafen ein.

Und das ist eine wirklich gute Wahl, modern im Industriestil eingerichtet, mit Fotos, die die Fischerei zeigen, wie sie bis zur Mitte des vorherigen Jahrhunderts üblich war und vor allem mit leckerem Essen. Ich esse einen Fisch-Gemüse-Auflauf mit Salat und trinke dazu ein Ginger Ale, Peter bestellt ein Steak mit Spiegelei und Pommes, dazu ein alkoholfreies Bier und als Nachtisch je einen Kaffee und für Peter eine Panna Cotta, diese ist laut Peter nicht ganz so gelungen bzw. entspricht nicht seinen Erwartungen, alles andere ist sehr gut (EUR 43,80). Das Restaurant ist gut besucht mit einigen einheimischen Familien und ein paar Touristen.

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Während des Essens hat es angefangen zu regnen, da bietet es sich an, nun dem Museum einen Besuch abzustatten (EUR 3,00 p.P.). Dieses befindet sich in der ehemaligen Fischkonservenfabrik „La Rose Hermanos“, wurde 2007 eröffnet und ist schön gemacht, in einem Bereich wird die Geschichte der Stadt und der Gegend von der Steinzeit an bis Mitte des vorherigen Jahrhunderts gezeigt, die Erklärungstafeln sind fast immer auch auf Englisch. Am besten gefällt uns der Bereich der sich dem Fischfang (Schwerpunkt waren Sardinen) und der Verarbeitung des Fischs hier in der Konservenfabrik widmet.

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Die Sardinen wurden auf einem Transportband direkt von den Schiffen in die Fabrik gebracht und dort an verschiedenen Stationen weiterverarbeitet. Eines dieser Transportbänder führt heute noch (oder vermutlich wieder) vom Kai am Hafen über einen Steg bis durch die Mauer ins Museum.

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Toll finde besonders ich die Fotografie - Ausstellung im ersten Stock des Museums, sie zeigt die Siegerfotos mehrerer Jahre eines jährlich in Portimão stattfindenden Fotografie - Marathons, bei dem von der Jury vorgegebene Themen innerhalb von 12 bzw. 24 h fotografisch umgesetzt werden müssen.

Nach dem Museumsbesuch hat es aufgehört zu regnen, wir erhalten aber per SMS eine Unwetterwarnung von der portugiesischen Regierung: „Persistent rain in coming days. Risk of flooding. Avoid traveling near rivers. Remove belongings from flood-prone areas.” Na toll.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 08. Mai 2026, 18:24:06
4. Tag – Sonntag, 01.02. - 2. Teil

Wir gehen zurück zum Auto und fahren auf die andere Flussseite nach Ferragudo. Dies ist ein noch recht ursprüngliches Fischerdorf mit weißen Häusern auf einem Hügel und engen Gassen. Zunächst stoppen wir an einem Aussichtspunkt auf den Ort, mit einem Blick von der anderen Flussseite hat es heute Vormittag ja nicht geklappt. Sehr hübsch, dazu steht noch ein dekoratives Orangenbäumchen an der richtigen Stelle.

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Dann fahren wir erstmal um den Ort herum zum Forte de São João do Arade direkt am Strand. Das sieht bei blauem Himmel sicher deutlich netter aus.

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Schließlich parken wir am Hafen (kostenlos) und schlendern an diesem entlang

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und anschließend durch die schmalen Sträßchen. Viele malerische Ecken gibt es hier und vom höchsten Punkt hat man einen guten Blick hinüber zu den vielen Wohnblocks von Portimão.

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An einem netten Platz in Hafennähe finden wir ein Café, auf dessen Terrasse wir jeweils einen Milchkaffee und ein Pastel de Nata genießen (EUR 6,50).

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Gegen 16 Uhr fahren wir zurück nach Alvor, kaufen noch im Supermarkt ein und sind ab 17 Uhr in der Unterkunft. Das Wetter lädt leider nicht mehr zu einem Strandspaziergang ein.

Wetter: bewölkt, nachmittags leichte Regenschauer, ca. 18°C

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 09. Mai 2026, 14:07:19
Und noch zwei Orte, die wir so noch nicht besucht haben  ;) Bei Portimão ist das wahrscheinlich kein Verlust, obwohl das Museum dort schon interessant ausschaut, ebenso die Idee des Fotografier-Marathons. Ferragudo wirkt da schon netter. Dass zwischen ganz schick gemachten Häusern ruinenmäßige stehen, kommt in Portugal leider öfter vor.  :(
Selbst gegenüber Spätherbst ist es wirklich sehr leer in den Gassen.

So eine Unwetterwarnung kann einem schon die Ferienlaune vermiesen  :(  Immerhin gut, dass so etwas auch auf deutschen Handys ankommt.

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 10. Mai 2026, 08:36:43
So eine erfolgreiche Shoppingtour im Urlaub hat doch auch mal was :thumb:. Zu Hause haben wir dafür nie Zeit und shoppen deshalb gerne im Urlaub.

Die bunt umrahmten Häuserfassaden peppen alles auf.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 11. Mai 2026, 20:03:46
5. Tag – Montag, 02.02.

Gegen 7 Uhr stehen wir nach einer sehr unruhigen Nacht mit Sturm, der an den Fenstern rüttelte und Balkonmöbel umwarf und Regen, der an die Scheiben klatschte, auf. Heute Morgen sieht das Wetter aber wieder recht freundlich aus.

Um 9.15 Uhr fahren wir nach Armação de Pêra, etwa 30 km östlich von Alvor gelegen. Etwas außerhalb des Orts liegt der Strandparkplatz, der Ausgangspunkt für die Rother Wanderung Nr. 31 ist. Die letzten hundert Meter der Anfahrt zum Parkplatz führen über eine unbefestigte Straße, die hauptsächlich aus Schlaglöchern besteht. Als wir einparken kommt ein heftiger Regenschauer herunter, Aussteigen nicht möglich. Wir warten ein Weilchen und entscheiden uns dann, nicht hier zu bleiben, sondern uns im Ort einen befestigten Parkplatz zu suchen und von dort loszuwandern. Wer weiß, wie matschig die unbefestigte Straße nach dem erneuten Regen noch werden wird, womöglich stecken wir dann fest.

In Armação de Pêra gibt es einen großen fast leeren Parkplatz am Ortsrand, der allerdings gebührenpflichtig ist, auch jetzt in der Nebensaison.

Inzwischen scheint wieder die Sonne und wir gehen erstmal ein Stück in den Ort hinein auf der Suche nach einer Toilette. Wir werden schnell fündig und wenden uns dann dem Strand zu. Hier am Ortsrand haben sich die lokalen Fischer niedergelassen, in kleinen Holzhütten und auf dem Strand davor bewahren sie ihre Ausrüstung auf. Auch die Boote liegen hier auf dem Sand, zur Zeit ist hinaus aufs Meer fahren vermutlich wegen des schlechten Wetters nicht möglich.

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Wir gehen wieder zurück zum Parkplatz, hier beginnt nämlich ein Boardwalk, der durch das Marschland und die Dünen führt (und eben mit anderem Ausgangspunkt auch Teil der eigentlich geplanten Rother-Wanderung ist).

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Wir folgen dem Holzbohlenweg ein Stück und wechseln dann an den Strand – ist das herrlich hier, der weite Strand, das blaue Meer mit den weißen Schaumkronen, der Wind, die Sonne, nur die dichte Bebauung beim Blick in Richtung Armacão de Pêra stört etwas.

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Nach einiger Zeit wechseln wir durch die Dünen zurück zum Boardwalk.

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Auch hier ist es sehr schön mit den verschiedenen Gräsern und Tümpeln, es gibt ein paar Vögel zu beobachten und Enten, die sich vom Wind auf dem Wasser treiben lassen, sehr lustig anzuschauen.

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Die Sicht auf die Tiere wäre von der eigens dafür gebauten Beobachtungsplattform sicher besser, diese ist aber völlig verfallen, der Pfad dorthin zugewachsen.

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Wir wenden uns dann wieder in Richtung Ortszentrum. Bei der Suche nach einem Restaurant fürs Mittagessen kommen wir am schön gestalteten Bereich der Ermida de Santo Antonio vorbei.

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Zum Essen gehen wir dann in ein einfaches, typisch portugiesisches Restaurant („Real Cozinha“), das optisch wenig einladend ist, aber gut besucht von Einheimischen und ein paar englischen Touristen. Es gibt ein Mittagsmenu für EUR 13,00 pro Person, das Brot und Oliven sowie eine (etwas geschmacklose) Suppe als Vorspeise, ein Hauptgericht und einen Nachtisch samt Kaffee sowie Mineralwasser beinhaltet. Als Hauptspeise nehme ich eine Art Gulasch aus Schweinfleisch mit Muscheln, Peter ein paniertes Fischfilet dazu bekommen wir Reis und Pommes als Beilage sowie einen Salat. Zum Nachtisch wähle ich eine sehr leckere Mousse au Chocolat, Peter nimmt irgendeinen Kuchen.

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Pappsatt verlassen wir nach dem Essen das Restaurant und bummeln noch etwas durch den Ort bzw. haben das vor, der Himmel hat sich jedoch leider wieder zugezogen, neuer Regen droht. Wir beschränken uns daher auf die Besichtigung der Igreja Matriz de Armacão de Pêra auch wieder mit Skulptur davor,

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gehen nochmal zur Ermida wo wir vor dem Essen schon waren, da waren einige Leute im Weg, nun möchte ich das Foto von der kleinen Kirche nachholen (jetzt ist es leider bewölkt und es sitzen trotzdem Leute davor),

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dann geht es schnellstens zurück zum Auto, beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h) fallen bereits die ersten Tropfen, als wir im Auto sitzen, schüttet es wieder.

Wir fahren ein Stück zu einem anderen Küstenabschnitt. Bei der Kirche Nossa Senhora da Rocha gibt es einen großen Parkplatz (kostenlos) und ein Restaurant, dessen Toiletten man nutzen kann.

Hier gibt es mal die Gelegenheit für ein Foto vom Mietauto ohne andere Autos daneben

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und wir schauen uns die Kirche von Nahem an, das lohnt aber nicht weiter, die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen. Vor dem noch dunklen Himmel hebt sich das Weiß der Kirchenmauer gut ab. Von Westen wird der Himmel schon wieder blau, daher folgen wir dem Küstenpfad ein ganzes Stück, bis es uns zu matschig und steil wird.

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Dann fahren wir weiter bis zum Parkplatz der Praia da Marinha. Dieser Strand war ja Ausgangspunkt unserer schönen Klippenwanderung vorgestern. Den Strand haben wir uns da aber nur von oben angeschaut, nun wollen wir die Felsformationen auch noch von unten sehen. Leider hat der Himmel aber schon wieder teilweise zugezogen und der Wasserstand ist so hoch, dass uns nur ein recht kleiner Sandabschnitt bleibt, der trocken liegt, die Felsbögen und sonstigen Felsen würde man höchstens schwimmend erreichen – sehr schade.

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Von der Praia da Marinha fahren wir zum Supermarkt und dann in die Unterkunft, die wir gegen 17 Uhr erreichen. Wir machen uns nochmal zu Fuß auf den Weg zum Strand mit seinen Felsen, ich möchte mich noch an Fotos mit „weichem Wasser“ mit der ND Filterfunktion meiner Kamera versuchen, leider fängt es schon nach ein paar Bildern wieder an zu regnen.

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Wetter: Sonne und Regen im Wechsel, ca. 18°C
Wanderung: bei Armacão de Pêra, 5,8 km, 124 Höhenmeter

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 11. Mai 2026, 20:13:54
Und noch zwei Orte, die wir so noch nicht besucht haben  ;) Bei Portimão ist das wahrscheinlich kein Verlust, obwohl das Museum dort schon interessant ausschaut, ebenso die Idee des Fotografier-Marathons. Ferragudo wirkt da schon netter. Dass zwischen ganz schick gemachten Häusern ruinenmäßige stehen, kommt in Portugal leider öfter vor.  :(
Selbst gegenüber Spätherbst ist es wirklich sehr leer in den Gassen.


Es gibt dann doch so viele Orte an der Algarve, dass man auch in mehreren Urlauben nicht alle anschauen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass Portimao bei Sonnenschein und wenn es im Zentrum etwas belebter ist, doch ganz nett ist, da tun wir dem Ort vielleicht unrecht mit unserem eher negativen Eindruck, ein Muss ist es aber sicher nicht. Ferragudo gehört von den Orten, die wir gesehen haben, auf jeden Fall zu den schönsten.

Ja, über die verfallenen Häuser war ich doch ziemlich erschrocken, das hatte ich nicht erwartet, auf den Azoren hat es mich nicht gewundert, die gehörten ja zu den ärmsten Gegenden Portugals und leben erst seit ein paar Jahren dank Tourismus wieder auf, aber an der Algarve als Touristenzentrum seit Jahrzehnten hätte ich mehr Geld vermutet.

Von der Besucheranzahl war es überall sehr angenehm, man war nicht alleine (außer in Portimao), aber es war nie überfüllt, gab immer Parkplätze.

So eine erfolgreiche Shoppingtour im Urlaub hat doch auch mal was :thumb:. Zu Hause haben wir dafür nie Zeit und shoppen deshalb gerne im Urlaub.

Zum Shoppen im Urlaub kommen wir eigentlich nur bei schlechtem Wetter, dann passt es aber wirklich, weil man sich viel mehr Zeit nehmen kann als zu Hause, bei Sonnenschein aber bin ich lieber draußen unterwegs.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 12. Mai 2026, 14:50:51
Der Bordwalk ist eigentlich toll. Während der Moskitosaison möchte ich den allerdings nicht gehen.

Ein leckeres, preiswertes Mittagsmenü habt ihr ergattert  :thumb:.

Zitat
beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h)

Das ist sehr preiswert. Wenn ich da an die Parkgebühren in Andalusien denke ::) .

Zitat
die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen

Hoffen wir mal, dass die Kirche dort noch lange stehen bleibt. Wellen und Wind nagen stetig an den Felsen.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 12. Mai 2026, 18:16:29
Der Bordwalk ist eigentlich toll. Während der Moskitosaison möchte ich den allerdings nicht gehen.

Ein leckeres, preiswertes Mittagsmenü habt ihr ergattert  :thumb:.

Zitat
beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h)

Das ist sehr preiswert. Wenn ich da an die Parkgebühren in Andalusien denke ::) .

Zitat
die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen

Hoffen wir mal, dass die Kirche dort noch lange stehen bleibt. Wellen und Wind nagen stetig an den Felsen.

Während der Moskitosaison würde ich insgesamt nicht gerne an der Algarve sein, wobei ich nicht weiß, wann und ob es damit dort ein Problem gibt. Wir hatten aber tatsächlich in der Wohnung immer wieder mal Schnaken und haben dagegen eine Mückenklatsche und ein Spray gekauft, wenn wir draußen unterwegs waren, gab es aber keine Mücken.

Mit den andalusischen Parkgebühren musste ich ja zum Glück ohne Mietauto keine Erfahrung machen. An der Algarve war das der einzige Parkplatz an dem wir Gebühren bezahlt haben, alle anderen waren kostenlos, das könnte aber im Sommer anders sein.

An die Erosion mussten wir dort oft denken, da waren immer wieder Gebäude sehr nah an der Kante.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 13. Mai 2026, 18:20:21
6. Tag – Dienstag, 03.02. - 1. Teil

Ungefähr eine Stunde dauert die Fahrt über die Autobahn nach Tavira, das östlich von Faro liegt. Auf der Fahrt sind wir mal wieder erstaunt über die vielen Autos mit ausländischen Kennzeichen, mehrheitlich Deutsche, aber auch sehr viele Briten und Niederländer und sogar Norweger können wir entdecken, der Rest verteilt sich auf (fast) alle anderen europäischen Länder.

Gegen 10 Uhr erreichen wir den ausgesuchten großen Parkplatz (kostenlos) am Rande des Zentrums neben der neuen Markthalle. Dieser (und den dazugehörigen Toiletten) statten wir auch gleich einen Besuch ab, es gibt viel Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Obst, Gemüse und Gewürze.

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Von der Markthalle schlendern wir in Richtung Ufer und können schon mal ein Wohnhaus mit den typischen Gittern an Fenster und Türen aus der Zeit der Mauren entdecken, die einen Blick hinaus erlaubten, aber nicht hinein.

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Tavira liegt beidseits des Flusses Gilão, die Flusspromenade macht gleich einen sehr netten Eindruck.

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Wir gehen durch die alte Markthalle

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und überqueren dann den Fluss auf einer modernen Brücke, die errichtet wurde, weil die alte Römerbrücke, die sich ein Stückchen entfernt davon befindet, bei einer Überschwemmung beschädigt wurde und nicht mehr mit Autos überquert werden darf.

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Von dieser dem Stadtzentrum gegenüberliegenden Flussseite kann man wunderschöne Blicke auf das sich um einen Hügel gruppierende weiße Zentrum genießen.

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Aber auch auf dieser Flussseite gibt es sehenswerte hübsche und weniger hübsche, weil noch nicht renovierte, Häuser.

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Auf der Römerbrücke überqueren wir dann den Gilão wieder und entdecken dabei einige alte Bürgerhäuser mit direktem Flusszugang, allerdings hat der Fluss auch schon Teile der Uferterrassen mit sich fortgespült.

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Wir kommen zum Hauptplatz Praça da República, der einen sehr sympathischen und belebten Eindruck macht und mit seinen Straßencafés zu einer Pause einlädt. Dieser Einladung folgen wir gerne und setzen uns auf eine der Caféterrassen („Belém Brunch Bar“). Bei einem Caramel Macchiato (ich), einem Milchkaffee und einem Schokocroissant (Peter) genießen wir die Sonne (EUR 8,00).

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Danach spazieren wir den Hügel hinauf

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bis zu den Überresten der von den Arabern ursprünglich errichteten Burg (Eintritt frei). Sehr schön der Burggarten mit einigen blühenden Pflanzen.

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Die Befestigungsmauern können bestiegen werden, von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt bis zur daran angrenzenden Lagunenlandschaft mit ihren Salzgärten. Gut kann man einige Villen aus dem späten 19. Jh. erkennen mit ihrer typischen Dachkonstruktion: jedes Zimmer hat sein eigenes Walmdach.

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Noch etwas höher als die Burg liegt die Igreja Santa Maria, auch sie (wie viele Kirchen im spanischen Andalusien, wie ich letztes Jahr um diese Zeit erleben durfte) errichtet auf den Fundamenten einer Moschee. Für EUR 4,00 p.P. können wir uns das (im Vergleich zu den meisten andalusischen Kirchen) bescheidene Innere anschauen und auf den Kirchturm steigen.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 13. Mai 2026, 18:37:32
6. Tag – Dienstag, 03.02. - 2. Teil

Wir bummeln noch durch das an der flussabgewandten Seite des Hügels liegende maurische Viertel. Hier sehen wir mehrfach die typischen Türgriffe in Handform (Hand der Fatima, in der Hand ist eine Kugel = Auge, dieses ist durch die Hand verdeckt und soll damit das Haus vor dem Bösen schützen) und auch wieder die maurischen Fenster- und Türgitter.

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Über den Praça da República, an dem wir vorhin noch die Sonne genossen haben, nun schon wieder unter bedecktem Himmel,

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gehen wir zurück ans Flussufer. Nach dem üppigen Mittagessen gestern steht uns heute eher der Sinn nach etwas Leichterem wie Sandwiches und Salate. Da sind wir vorhin an einem netten Café, das genau das anbietet vorbeigekommen. Leider sind dort aber alle Plätze schon belegt. Auf der Suche nach einer Alternative entdecken wir zufällig dann doch wieder ein typisch portugiesisches Restaurant, das Restaurant des Sportvereins von Tavira („Ginásio Clube Tavira“) im ersten Stock eines alten Stadtpalastes, das laut dem Aufsteller vor dem Haus nicht nur für Vereinsmitglieder zugänglich ist.

Zwischen Fotos von Sportmannschaften an den Wänden und Regalen mit Siegerpokalen sitzen wir im sonst typisch portugiesisch eher karg und ungemütlich eingerichteten Speisesaal neben vielen Einheimischen, aber auch Touristen. Ein komplettes Menü wird hier (zum Glück) nicht angeboten, ich nehme einen gegrillten Kabeljau mit Kartoffeln und Salat, Peter das Tagesgericht Hähnchenfleisch in Soße mit Pommes und Reis, dazu ein Orangensaft (der sich als Fanta aus der Dose entpuppt) und ein alkoholfreies Bier, auf den Nachtisch verzichten wir schweren Herzens, aber das wäre wieder viel zu viel (EUR 26,00). Alles hat wieder sehr gut geschmeckt.

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Vorbei an ein paar Fischerbooten, die ein bisschen Farbe ins inzwischen graue Tageslicht bringen, gehen wir nach dem Essen zurück zum Auto.

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Unser nächstes Ziel, die Ilha de Tavira, ist nicht weit entfernt von der Stadt. Wie wir vorhin von der Burg aus gesehen haben, liegt Tavira ja nicht direkt am Meer, sondern an einer Lagune. Die Ilha de Tavira grenzt die Lagune vom Meer ab, auf ihrer dem Meer zugewandten Seite befindet sich der Strand von Tavira. Erreichbar ist die Insel entweder mit regelmäßig vom Stadtzentrum aus verkehrenden Ausflugsbooten oder mit dem Auto bzw. Fahrrad. Die Insel ist nämlich mit einem schmalen Damm mit dem Festland verbunden. Auf der Festlandseite des Damms im Örtchen Pedras d’El Rei befindet sich ein großer Parkplatz (jetzt zur Nebensaison kostenlos) von dem aus wir den Damm in wenigen Minuten erreichen. Der Damm kann zu Fuß (Fahrräder müssen auf dem Festland bleiben) oder mit einem kleinen Bähnchen überquert werden.

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Wir gehen zu Fuß und haben in ca. 25 Minuten die Praia do Barril erreicht. Hier stehen einige nett restaurierte niedrige Gebäude in denen früher die Küstenwache stationiert war, heute sind verschieden Cafés, Restaurants und Souvenirshops darin untergebracht, die meisten jetzt in der Nebensaison geschlossen. Sehr interessant ist der sogenannte „Anker-Friedhof“ in den Dünen. Es handelt sich nicht um die Anker von Booten oder Schiffen, sondern von Fischernetzen zum Thunfischfang. Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jh. war der Thunfischfang und die anschließende Weiterverarbeitung des Fischs eine wichtige Einnahmequelle der Einwohner von Tavira.

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Zweimal im Jahr kamen die Thunfischschwärme im Meer vor Tavira vorbeigeschwommen, um sie zu fangen, wurden riesige Netze (bis zu drei Kilometer lang) am Meeresboden mit eben diesen Ankern vom Ankerfriedhof befestigt. Wenn sie voll waren, wurden die Netze an Land gezogen. Alles war extrem harte Handarbeit, um z.B. so einen Anker an seinen Platz zu bringen, wurde er von 16 Männern in ein Boot gehievt, mit dem Boot aufs Meer gebracht und an der richtigen Stelle ins Wasser gelassen. Im Laufe der Jahre sank die Zahl der Thunfische immer weiter bis sich der Fang nicht mehr lohnte und eine Thunfischfanggesellschaft nach der anderen insolvent wurde. 1966 wurde der Thunfischfang dann endgültig aufgegeben. Die Anker blieben im Sand zurück, in der Hoffnung, dass sie doch irgendwann mal wieder genutzt werden würden (oder wie ich vermute, auch weil man sie so nicht anderweitig entsorgen musste ;)). Irgendwann wird von den Ankern nichts mehr übrigbleiben bzw. zu sehen sein, teilweise werden sie im Sand versinken, teilweise sich zersetzen.

Abgesehen von den Ankern selbst, wird die Erinnerung an den Thunfischfang auch durch eine ganze Reihe von Tafeln mit Erklärungen und Fotos aufrechterhalten.

Wir gehen dann noch ein Stück am Strand entlang (man könnte 4,5 km bis zum anderen Ende der Insel und der dortigen Strandsiedlung wandern und wieder zurück, Rother Nr. 32, dafür fehlt uns bei diesem trüben Wetter aber die Motivation) und laufen dann zurück zum Auto.

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Zwischen dem Zentrum von Tavira und Pedras d’El Rei liegt das Fischerörtchen Santa Luzia. Hier stoppen wir nochmal und schauen uns auf einem kurzen Spaziergang die zahlreichen Boote, die hier vor Anker liegen, an. Eigentlich wollten wir hier noch Kaffee trinken, aber es ist fast alles geschlossen und die ein, zwei Cafés, die geöffnet haben, gefallen uns nicht.

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Daher fahren wir nun wieder zurück nach Alvor, auf der Fahrt fängt es zu regnen an. Wir gehen noch in den Supermarkt und tanken dort (wie auch in Frankreich gibt es in Portugal an den großen Supermärkten dazugehörige Tankstellen, die wesentlich günstiger sind, als eigentliche Tankstellen) und sind gegen 17.30 Uhr wieder in der Ferienwohnung.

Wetter: vormittags sonnig, dann bewölkt, ab 16 Uhr Regen, ca. 18°C
Wanderung: Pedras d’El Rei – Praia do Barril und zurück 4,5 km, 20 Höhenmeter



Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 14. Mai 2026, 12:09:46
 :strahl: am Morgen und tagsüber 18°C - da kann man im Januar nicht meckern.

Solche Märkte gehen immer  :thumb:. Wir schlendern da auch gerne durch, wobei die Preise fürs Obst und Gemüse meistens hoch sind.

Die Türgriffe hätte ich jetzt nicht mit der Fatima in Verbindung gebracht. Wieder was gelernt.

Seit unserer Oman-Reise habe ich übrigens ein Fatima-Auge außen an unserer Haustüre angebracht. Ich hoffe, es hilft auch bei Nicht-Muslimen gegen den bösen Blick.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 14. Mai 2026, 18:20:51
:strahl: am Morgen und tagsüber 18°C - da kann man im Januar nicht meckern.

Seit unserer Oman-Reise habe ich übrigens ein Fatima-Auge außen an unserer Haustüre angebracht. Ich hoffe, es hilft auch bei Nicht-Muslimen gegen den bösen Blick.

An den Temperaturen immerhin gab es nichts auszusetzen. Weil es jede Nacht bewölkt war, wurde es nicht kalt nachts, wenn es klar ist, kann es durchaus auf Null Grad runtergehen, wie ich ein paarmal gelesen habe, da muss auch mal die Autoscheibe freigekratzt werden. Aber das hätte ich natürlich gerne in Kauf genommen, für mehr Sonne oder mal einen schönen Sonnenuntergang abends. Bei uns waren es nachts um die 12, 13° C und tagsüber dann je nach Sonnenscheindauer oder Regen 15°-18°C.

Schönes Mitbringsel. So ein Auge hatten auch die bunten Fischerboote auf Malta.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 15. Mai 2026, 07:15:05
Mal ein organisatorische Frage zwischendurch - wart ihr mit Eurem Standort in Alvor zufrieden oder hättet ihr Euch im nachhinein besser östlicher oder westlicher platziert?
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 15. Mai 2026, 18:15:16
Mal ein organisatorische Frage zwischendurch - wart ihr mit Eurem Standort in Alvor zufrieden oder hättet ihr Euch im nachhinein besser östlicher oder westlicher platziert?

Wir waren sehr zufrieden und würden Alvor jederzeit wieder als Standort wählen. Weiter westlich würde ich, wenn man wie wir ohne einen bestimmten Schwerpunkt "alles" von West bis Ost und Nord anschauen möchte, nicht gehen, da dort bald die Autobahn endet und ohne Autobahn ziehen sich die Wege. Weiter östlich kann man natürlich übernachten, um da einen zeitlichen Vorteil zum Erreichen der östlich liegenden Ziele im Vergleich zu Alvor zu haben, muss man darauf achten, dass man die Autobahn gut erreicht, also ohne, dass man durch eine Stadt hindurch muss.

Also entscheidender als die Frage weiter westlich oder östlich ist die Autobahnanbindung. Wir sind ein paar Mal durch die Außenbezirke von Portimao zur dortigen Autobahnauf-/abfahrt gefahren, statt die von Alvor zu nutzen und das kostet richtig viel Zeit, weil die Strassen morgens und abends voll sind, da fahren die Einheimischen zur Arbeit, Schule, Einkaufen, sehr nervig. Und das wird rund um Albufeira, was ja mittiger liegt, auch der Fall sein.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 15. Mai 2026, 18:34:23
7. Tag – Mittwoch, 04.02.

Auf Sonnenschein folgt Regen und von dem soll es heute reichlich geben. Gegen 9.15 Uhr fahren wir aber trotzdem los, das Cabo de São Vicente und Umgebung und damit die südwestlichste Festlandsecke Europas steht heute auf dem Plan.

Eine knappe Stunde später sind wir dort – ui, das weht aber ordentlich, es hat kurz vor dem Ziel immerhin aufgehört zu regnen, aber mit dem Sturm ist nicht zu spaßen. Er kommt in Böen und ich werde fast weggeweht, da muss man sich genau überlegen wie nahe man an die Kante geht.

Peter hätte ja zu gerne eine „letzte Bratwurst vor Amerika“ gegessen, aber wir wussten schon vorher, dass der entsprechende Verkaufsstand im Winter nicht da ist. Wir schauen uns ein bisschen um (näher an den Leuchtturm oder gar innen hinein kommt man nicht) und gehen dann bald zurück zum Auto, an die Wanderung, die der Rother Wanderführer hier vorschlägt und die ich in Betracht gezogen hatte, braucht man bei diesem Wetter gar nicht zu denken. Wobei, es gibt tatsächlich ein paar Wanderer, das sind aber nach der Größe der Rucksäcke zu urteilen, wohl Fernwanderer, denen nicht viel anderes übrigbleibt, als jeden Tag ihre geplante Route zu absolvieren, die tun mir bei dem Wetter dieses Jahr wirklich leid.

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Ein Stückchen landeinwärts steht das Forte Beliche, eine kleine Festungsanlage, in der wohl Heinrich der Seefahrer wohnte, wenn er in Sagres war. Viel zu sehen gibt es nicht, das Gelände des Forte ist verschlossen, die Gebäude sind einsturzgefährdet und nur zu einzelnen Anlässen wird vorübergehend geöffnet. Mir gefällt aber der Blick hinunter auf den steinigen Meeresboden.

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Ein weiteres Stück landeinwärts befindet sich ein Souvenirshop mit Café, der geöffnet ist. Wir stöbern zunächst im Shop, die T-shirts mit Aufschrift „I was at the end of the world“, würden uns gefallen, es gibt aber eigentlich für uns beide nicht die passende Größe, Peter nimmt dann trotzdem eines in XL, entweder ihm passt es oder wenn nicht, dann mir, zumindest für Haus- und Gartenarbeit, da kann es gerne weiter und länger sein.

Am Regal steht ein Preis von EUR 18,00, an der Kasse soll es dann plötzlich EUR 39,00 kosten, dann möchten wir es nicht. Die Verkäuferin will sehen, wo etwas von EUR 18,00 steht und meint als wir ihr es zeigen dann, das wäre für die Kindershirts, ja klar, glauben wir sofort, auf dem entsprechenden Regal mit den Kindershirts an anderer Stelle steht ja auch nicht EUR 15,00.

Wir lehnen dann nochmal ab und gehen aus dem Laden, da ruft uns die Verkäuferin nochmal herein, Peter reagiert gar nicht mehr, ich kann dann doch nicht so unhöflich sein und gehe zurück, die Verkäuferin meint nun, sie habe sich geirrt und bietet das Shirt für EUR 18,00 an. Da wir es ja tatsächlich gerne haben möchten, kaufe ich es dann doch noch.

Wir trinken im angrenzenden Gebäude noch einen Kaffee und nutzen die Toiletten. Danach fahren wir in Richtung Sagres, am Ort vorbei und parken auf dem riesigen Parkplatz der Fortaleza de Sagres. Die Festungsanlage nimmt die gesamte Spitze der Landzunge vor Sagres ein, dorthin kommt man nur, wenn man den für hiesige Verhältnisse (und für das Gebotene) doch recht üppigen Eintritt von EUR 10,00 p.P. zahlt, der Parkplatz ist dafür kostenfrei.

Ein Fußweg führt einmal rund um die Landzunge herum, eigentlich ein harmloser Spaziergang, aufgrund des Sturms doch eine größere Herausforderung. Wir versuchen trotzdem die Aus- und Anblicke zu genießen, man sieht hinüber zum Leuchtturm vom Cabo de São Vicente und zum Ort Sagres (kaum zu erkennen aufgrund der Wolken/Regen/Nebel), auf dem Gelände steht eine Kirche und ein weiterer Leuchtturm.

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Nach dem Rundgang gehen wir ins Museum, das in einem recht neuen und ganz modernen Gebäude untergebracht ist.

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Thema des Museums ist die Seefahrtgeschichte Portugals, vor ein paar Jahrhunderten hatte Portugal ja eine ganze andere Bedeutung in der Welt als heute.

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Allzu viel Zeit nehmen wir uns aber nicht für das Museum, es ist schon Mittagszeit und ich habe Hunger, leider gibt es auf dem gesamten Fortaleza Gelände überhaupt keine Möglichkeit etwas zu essen, schade, sonst hätten wir uns nach einer Stärkung dem Museum intensiver widmen können. So schauen wir uns noch im Souvenirshop um, der richtig schöne, geschmackvolle Sachen hat. Am Ende kann ich mich dann aber doch für gar nichts entscheiden, Peter begeistert sich für ein Brillenetui, Brillenputztuch und Notizbuch mit identischem „Seefahrer“ Motiv, das kommt dann natürlich alles mit.

Wir fahren nach Sagres und finden dort gleich neben dem vorab ausgesuchten Parkplatz ein nettes Café („Caffe Espresso Sagres“). Heute klappt es wie gewünscht mit einem weniger üppigen Mittagessen, wir essen beide eine Käse-Schinken Focaccia mit Chips und weil es so gemütlich im Café ist, danach gleich jeweils einen Milchkaffee und einen Schokokeks, der genauso lecker ist, wie er aussieht (zusammen mit einem weiteren Kaffee und einem Mineralwasser EUR 32,60).

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Als wir das Café verlassen ist es noch trocken und wir spazieren durch Sagres bis zum Hafen am anderen Ortsende. Vom Ort selbst habe ich gar keine Fotos gemacht, es gibt ein paar Straßen mit Wohnhäusern und ein paar kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants und an der Küste ein großes, vor sich hin verfallendes Hotel.

Der Hafen ist für das kleine Sagres recht groß mit Hafenmauer und Leuchtturm, auch hier wird noch mit kleineren Booten Fischerei betrieben, sehr schön.

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Kurz bevor wir das Auto erreichen, fängt es wieder zu regnen an.

Wir fahren dennoch zu einem der als sehr hübsch beschriebenen Orte am Meer östlich von Sagres in Richtung Lagos mit dem sehr deutsch klingenden Namen Burgau. Auf der steilen und engen Straße durch den Ort fahren wir bis hinunter zum Parkplatz beim Hafen und Strand und parken kostenlos neben zahlreichen Campervans aus ganz Europa, die man an der gesamten Algarve sehr häufig sieht, Wohnmobile oder Wohnwagen dagegen kaum, wohl weil für sie ein Großteil der Parkplätze gesperrt ist.

Wir spazieren durch die engen Gassen, kehren aber sehr schnell wieder zum Auto zurück, es regnet in Strömen, von den fast nie mit Dachrinnen ausgerüsteten Hausdächern tropft es bei jedem Schritt, das macht überhaupt keinen Spaß, bei Sonnenschein aber sicher ein nettes Örtchen.

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Auf weitere Aktivitäten im Freien haben wir heute keine Lust mehr, wir fahren zu einer Mall bei Portimão, ich möchte mich in einem Buchladen umschauen (aufgrund des Regenwetters habe ich doch mehr gelesen als gedacht und mein mitgebrachtes Buch geht zu Ende) und wir wollen im Trockenen ein bisschen bummeln. Tatsächlich finde ich ein englischsprachiges Buch, so richtig toll ist es in der Mall aber nicht, die Rolltreppen funktionieren alle nicht, die Aufzüge sind dementsprechend voll, insgesamt es ist es recht voll, viele Schüler verbringen hier wohl Zeit nach der Schule, Familien sind beim Einkaufen und außerdem ist das Einkaufszentrum nicht komplett überdacht, es gibt immer wieder Dachöffnungen, um das Licht hereinzulassen und damit leider auch den Regen, daran, dass es hier auch regnen könnte, haben die Erbauer wohl gar nicht gedacht.

Im hiesigen Supermarkt entdecken wir aber noch ein paar Sachen, die wir in „unserem“ Supermarkt in Alvor vermisst haben, also doch noch ein erfolgreicher Mall-Besuch.

Gegen 17.45 Uhr sind wir dann wieder zurück in der Unterkunft.

Wetter: Regen, trocken zwischen 10 und 14 Uhr, starker Wind, ca. 18°C

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 16. Mai 2026, 13:33:27
Zitat
Wobei, es gibt tatsächlich ein paar Wanderer, das sind aber nach der Größe der Rucksäcke zu urteilen, wohl Fernwanderer, denen nicht viel anderes übrigbleibt, als jeden Tag ihre geplante Route zu absolvieren, die tun mir bei dem Wetter dieses Jahr wirklich leid.

Wer um diese Jahreszeit eine Fernwanderung unternimmt, muss das Wetter einkalkulieren.

Schön, dass sich die Verkäuferin doch noch "besonnen" hat und euch das Shirt zum Regulärpreis :cool2: verkaufte. Wahrscheinlich wollte sie ihren Lohn aufbessern. Ein Shirt für 36 € sollte schon ein Markenprodukt und kein Ich-war-da-Souvenir sein.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 17. Mai 2026, 09:31:59
Also entscheidender als die Frage weiter westlich oder östlich ist die Autobahnanbindung. Wir sind ein paar Mal durch die Außenbezirke von Portimao zur dortigen Autobahnauf-/abfahrt gefahren, statt die von Alvor zu nutzen und das kostet richtig viel Zeit, weil die Strassen morgens und abends voll sind, da fahren die Einheimischen zur Arbeit, Schule, Einkaufen, sehr nervig. Und das wird rund um Albufeira, was ja mittiger liegt, auch der Fall sein.

Gut zu wissen danke.

Das mit dem Wetter auf Reisen gleicht sich über die Jahre ja oft aus. Mir gefällt die Gegend die Du zeigst aber auch bei schlechtem Wetter.
Hattet ihr vor den Wanderungen die Küstenabschnitte am Strand beinhalteten vorher die Geizeiten (Ebbe) im Web gecheckt oder es eben so genommen wie es kommt?
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 17. Mai 2026, 12:14:39
So, bin jetzt auch wieder auf dem Laufenden  8) Der Boardwalk in Armacao muss relativ neu sein oder er ist mir bisher nie aufgefallen, weil ich meist lieber am Strand lang laufe. Eine Mückensaison gibt es tatsächlich im Sommer; auf den Campingplätzen wir da öfter gesprayt, sonst merkt man wenig davon. Ganz im Osten der Algarve waren wir lange, lange nicht. Würde mal wieder Zeit den Eindrücken aus deinen Bildern nach. Auf der Ilha ist natürlich im Sommer die Hölle los, ich meine gelesen zu haben, dass dann auch eine Art "timed entry" nötig ist.

Die "Händeklopfer" sind mir auch schon aufgefallen, dass die mit Fatima zusammenhängen wusste ich bisher nicht - danke für die Erklärung. Überhaupt  sehr interessant bekannte Orte mal zu einer anderen Jahreszeit zu sehen. 
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 17. Mai 2026, 15:42:43
Zitat
Wobei, es gibt tatsächlich ein paar Wanderer, das sind aber nach der Größe der Rucksäcke zu urteilen, wohl Fernwanderer, denen nicht viel anderes übrigbleibt, als jeden Tag ihre geplante Route zu absolvieren, die tun mir bei dem Wetter dieses Jahr wirklich leid.

Wer um diese Jahreszeit eine Fernwanderung unternimmt, muss das Wetter einkalkulieren.

Na ja, wie schon geschrieben, das Wetter diesen Winter war bisher (würde mich aber nicht wundern, wenn das jetzt häufiger so kommt) eine absolute Ausnahme. Einzelne Schlechtwettertage klar, aber diese Regenmengen und die Dauer der Schlechtwetterperiode war sehr außergewöhnlich. Wäre das üblich, würde niemand über Weihnachten dorthin fahren oder gar als Mittel- und Nordeuropäer die Wintermonate dort verbringen. Bei den vielen Campervans dort habe ich immer gedacht, wie schrecklich das dieses Jahr sein muss, in so einem engen Camper zu sitzen, kaum Möglichkeit seine nassen Sachen aufzuhängen und das ohne Aussicht, dass es nur vorübergehend so ist und bald wieder sonnig wird.


Hattet ihr vor den Wanderungen die Küstenabschnitte am Strand beinhalteten vorher die Geizeiten (Ebbe) im Web gecheckt oder es eben so genommen wie es kommt?

Ich hatte mir die Zeiten von Ebbe und Flut zwar schon vorab ausgedruckt und auch meist morgens zusammen mit der Wettervorhersage nochmal angeschaut, aber danach gerichtet haben wir uns dann nicht. Es war ja keine Wanderung dabei, die von den Gezeiten abhängig war und es war für mich auch nicht klar, bei welchem Wasserstand dann tatsächlich an welchem Strand welche Felsen zu Fuß erreichbar sind und welche nicht. Ich habe den Eindruck, wenn ich mir die Fotos von Susan anschaue, dass zu unserer Zeit auch bei Ebbe das Wasser nicht so weit zurückgegangen war wie bei ihr.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 17. Mai 2026, 15:51:09
Der Boardwalk in Armacao muss relativ neu sein oder er ist mir bisher nie aufgefallen, weil ich meist lieber am Strand lang laufe.  Auf der Ilha ist natürlich im Sommer die Hölle los, ich meine gelesen zu haben, dass dann auch eine Art "timed entry" nötig ist.


Der vordere Teil des Boardwalk vom Parkplatz aus schien mir ziemlich neu zu sein, der hintere Bereich durch die Sumpflandschaft war wohl schon älter. Bei Temperaturen über 25 °C stelle ich mir das aber nicht mehr sehr angenehm vor, das ist ja alles in der Sonne ohne jeglichen Schatten. Am Strand hat man dann wenigstens ein bisschen Kühlung durch den Luftzug und kann mal mit den Füßen ins Wasser.

Timed Entry - oh je, kaum vorstellbar nach einem Besuch im Winter.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 17. Mai 2026, 16:15:09
8. Tag, Donnerstag, 05.02. - 1. Teil

Ich wache mit Halsschmerzen auf, och nee, wird das jetzt zum neuen Urlaubsstandard, schon im letzten Urlaub (Finnland) bekam ich Halsschmerzen.

Aber schon jetzt am Morgen scheint die Sonne, da vergesse ich die Halsschmerzen fast wieder.

Das gute Wetter wollen wir für eine weitere Küstenwanderung nutzen und zwar bei einer der Hauptsehenswürdigkeiten der Algarve, der Felsformation Ponta da Piedade bei Lagos.

Eine halbe Stunde dauert die Fahrt bis zum Parkplatz (kostenlos) an der Praia do Camilo, wo wir gegen viertel vor neuen ankommen. Die Zugangstreppe zu diesem Strand ist leider gesperrt (wie ärgerlich), wir beginnen also gleich die Wanderung, die auf Holzbohlenwegen in Richtung der Felsformation Ponta da Piedade und dem dortigen Leuchtturm führt.

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Vom Holzbohlenweg führen immer wieder Abstecher zu Aussichtspunkten, die wir natürlich alle mitnehmen. Ganz zufrieden bin ich aber nicht, denn diese Aussichtsplattformen bieten nicht wirklich eine gute Aussicht, dafür stehen sie nicht nahe genug an der Abbruchkante. Es gibt keine Schilder, die es verbieten würden, die Holzbohlen zu verlassen, aber ich mache es trotzdem nicht, irgendwie ist die Situation ein bisschen unklar.

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Insgesamt ist es aber eine wunderschöne Landschaft, nicht nur die Felsformationen am bzw. im Wasser, auch die Fläche dahinter mit Kakteen, viel grün, gelben Blümchen und auch mal roten Felsen ist sehenswert.

An der Ponta da Piedade gibt es einen weiteren großen Parkplatz, mehrere Restaurants bzw. Cafés und zum Glück geöffnete Toiletten, die wir nutzen. Der sich ebenfalls dort befindliche Leuchtturm ist wie immer in Portugal weiträumig abgesperrt. Der Strand ist über eine steile und lange Treppe erreichbar, jetzt wäre eine gute Zeit hinunter zu gehen, da gerade Ebbe ist und somit zumindest ein kleiner Teil des Strands trockenen Fußes betreten werden kann.

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Leider macht sich ausgerechnet gerade jetzt der Inhalt eines chinesischen Reisebusses auf den Weg nach unten (den ersten und einzigen Reisebus, den wir auf der gesamten Reise sehen), nee, das wollen wir uns nicht antun, wir kommen auf dem Rückweg nochmal hier vorbei und werden dann zum Strand gehen, auch wenn dann der Wasserstand nicht mehr so niedrig sein wird wie jetzt.

Wir setzen die Wanderung mit vielen schönen Ausblicken fort, der Wind ist heute nicht weniger stark wie gestern, immer wieder werde ich fast umgeworfen, das Gehen gegen den Wind ist sehr mühsam.

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Kurz vor unserem Ziel, dem Strand von Porto de Mós, verlässt der Weg die Küste und führt durch den Ort hinunter zum Strand. Die öffentliche Toilette dort ist wie so oft geschlossen, wir möchten aber sowieso etwas trinken und eine Kleinigkeit essen. Ein einziges Café / Restaurant hat geöffnet („Campimar“), wir setzen uns trotz des Sturms auf die Terrasse direkt über dem Strand und bestellen zwei Kaffee, ein Mineralwasser und eine Pizza zum Teilen, weil es fürs Mittagessen eigentlich noch ein bisschen früh ist (EUR 16,00). Die Pizza wird netterweise gleich auf zwei Tellern serviert und wir genießen ein Weilchen die Sonne auf der Terrasse.

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Nach dem Essen spazieren wir über den Strand von Porto de Mós, sehr hübsch hier mit den farbigen Felswänden und den Steinen und Felsen auf dem Sand. Zur nächsten Sandbucht, die wir von oben gesehen haben, kommen wir aber nicht mehr, da steht das Wasser schon wieder zu hoch dafür.

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Zurück zur Ponta da Piedade geht es auf dem bekannten Weg.

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Die asiatische Busreisegruppe ist erwartungsgemäß weitergereist und wir machen uns an den Abstieg zum Strand. Das ist im unteren Drittel der Treppe recht abenteuerlich, da die Stufen teilweise dick mit rotem Schlamm bedeckt sind, da hat der viele Regen der letzten Wochen einiges von den Felswänden ausgewaschen. Leider ist die Flut schon wieder recht weit vorgeschritten und es gibt keinen Strand mehr, den man betreten könnte. Aber auch von den Steinen am Ende der Treppe und dem letzten Abschnitt der Treppe hat man einen schönen Blick auf die Felsformationen, nochmal anders als von oben, da lohnen sich auch verschlammte Schuhe und Hosenbeine.

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Gegen 13.30 Uhr sind wir zurück am Auto und fahren die kurze Strecke in die Innenstadt von Lagos.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 17. Mai 2026, 16:26:08
8. Tag, Donnerstag, 05.02. - 2. Teil

Wir finden noch eine Parklücke auf dem kostenlosen Parkplatz an der Stadtmauer und schlendern ins Zentrum.

Dort lacht uns gleich ein Café („Patisserie A Passagem“) an, es gibt himmlischen Schokokuchen für mich und eine Erdbeertorte für Peter, dazu jeweils einen Milchkaffee (EUR 10,40).

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Von der Stadt selbst sind wir nicht so richtig begeistert, das scheint eine ziemliche Partystadt zu sein, in der Fußgängerzone reiht sich eine Kneipe an die andere, an den Wänden immer wieder Schilder mit dem Hinweis, dass sich die Besucher nachts doch bitte leise verhalten sollen, damit die hier wohnenden Leute ihre Nachtruhe kriegen, na hier muss ja im Sommer abends die Hölle los sein.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Souvenirgeschäfte, die aber überwiegend eher (aus unserer Sicht) geschmacklose Sachen anbieten, in einem davon gibt es aber doch viel Schönes und ich kaufe mir ein Notizbuch (für eine der nächsten Reisen) und einen bunten Glasuntersetzer mit Fischmotiven, der als Wand- bzw. Regalschmuck in der Küche oder im Schlafzimmer dienen wird.

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Wir schauen uns den großen Praça Infante Dom Henrique an,

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die schon löchrige Hafenbefestigung

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und einen renovierten Teil der Stadtmauer mit Stadttor durch das wir wieder in die Innenstadt kommen.

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Es gäbe in Lagos durchaus einiges Geschichtliches zu erkunden, es ist eine alte Seefahrerstadt, Entdecker sind von hier aufgebrochen, im Meer vor der Stadt fanden zahlreiche Seeschlachten statt, Lagos war eine Zeitlang Sklavenumschlagplatz, aber auf Museen und Kirchen haben wir heute keine Lust, wir machen uns stattdessen noch auf die Suche nach Graffiti, für die die Stadt auch bekannt ist.

Nach und nach entdecken wir einige, auch an sonstigen schönen Häusern und Straßenzügen kommen wir noch vorbei.

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Gegen 15 Uhr verlassen wir die Stadt, stoppen noch am Supermarkt (irgendwie brauchen wir jeden Tag irgendetwas) und sind um 16 Uhr in der Ferienwohnung.

Nachher möchten wir noch einen Strandspaziergang machen, zunächst trinke ich aber einen heißen Tee gegen meine Halsschmerzen. Dabei wird mir plötzlich schlecht, das vergeht nach einiger Zeit zum Glück wieder, aber auf einen Spaziergang habe ich nun keine Lust mehr. Peter ist das eh nicht so wichtig, daher bleiben wir den Rest des Nachmittags / Abends zu Hause.

Wetter: sonnig, teils wolkig, sehr windig, ca. 18°C
Wanderung: 10,25 km, 360 hm

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 17. Mai 2026, 19:38:07
Den Holzbohlenweg waren sie ja als wir das letzte Mal in der Gegend waren noch am bauen. In Richtung Lagos zu den Stränden wie Praia Dona Ana scheint er wohl noch nicht fertig zu sein? Der Strand ist nämlich auch sehenswert. Dass die Aussichtspunkte nicht so nahe an der Kante waren, ist ziemlich sicher der Sicherheit geschuldet. Es wir immer wieder gewarnt, dass die Klippen instabil sein können. Schade, dass ihr nicht hinunter zur Praia do Camilo konntet.

Den Bildern nach ist Wellengang und Wasserstand tatsächlich viel höher als wir es kennen. Ebenso ist in Lagos tatsächlich abends einiges los, bis zur späten Partyzeit sind wir allerdings nie geblieben.  ;)  Und noch was Neues gelernt, die Graffiti sind uns so nie aufgefallen.  8)
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 18. Mai 2026, 15:09:36
Halsweh ist nie schön und schon gar nicht im Urlaub. Ich hoffe, es blieb bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.

Die orangenen Felsen und die See-Arches sind eine Augenweide. Murales können Sie auch, die Portugiesen :thumb:.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 18. Mai 2026, 18:07:50
Den Holzbohlenweg waren sie ja als wir das letzte Mal in der Gegend waren noch am bauen. In Richtung Lagos zu den Stränden wie Praia Dona Ana scheint er wohl noch nicht fertig zu sein? Der Strand ist nämlich auch sehenswert. Dass die Aussichtspunkte nicht so nahe an der Kante waren, ist ziemlich sicher der Sicherheit geschuldet. Es wir immer wieder gewarnt, dass die Klippen instabil sein können. Schade, dass ihr nicht hinunter zur Praia do Camilo konntet.

Doch, wir hätten auch am Praia Dona Ana starten können, bis dahin reichen die Holzbohlenwege wohl auch, wenn ich das richtig gesehen habe. Ich hatte mich eigentlich eher zufällig bzw. weil ich dachte, es wäre sonst vielleicht etwas zu weit bis Porto Mos für den Don Camilo entschieden. Und dann nicht mehr an den Dona Ana gedacht, da hätten wir nach der Wanderung noch stoppen können mit dem Auto oder hinlaufen, denn ich meine dort wären Leute am Strand gewesen, der Zugang war also wohl nicht gesperrt, wobei sich ja nicht alle Leute an so eine Absperrung halten. Einen Versuch wäre es wert gewesen. Andererseits war es aber auch so extrem windig, dass wir froh waren, als wir wieder am Auto waren. In der Stadt war der Wind dann kein Thema mehr.

Ja, ich denke auch, dass die Wege bzw. Aussichtspunkte wegen der (möglichen) Erosion so weit hinten gebaut wurden. Das führt aber halt dann wieder dazu, dass viele Leute die Holzbohlen verlassen und die Trampelpfade nutzen, ein asiatisches Paar hat das gemacht und ich war wie geschrieben auch in der Versuchung.

Ich hoffe, es blieb bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.


Mal sehen......
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 19. Mai 2026, 18:06:55
09. Tag, Freitag, 06.02. - 1. Teil

Heute wacht Peter mit Halsschmerzen auf, meine sind schon wieder besser geworden.

Gegen 8.45 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Osten, nach Faro. Die Stadt gilt als Hauptstadt der Algarve, ist mit 60.000 Einwohnern aber keine wirkliche Großstadt. Hinter der Altstadt gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz, von dort spazieren wir durch ein Tor in der Stadtmauer ins historische Zentrum der Stadt.

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/TPBwmWtf/260206-001-Eumerika.jpg)

Schnell ist große Platz Largo da Sé erreicht, umgeben von renovierten weißen Gebäuden und vielen Orangenbäumen, das erinnert mich an Andalusien, hier an der Algarve sind die Orangenbäume nicht so zahlreich vertreten wie in Andalusien. Die vielen Autos stören den an sich positiven Eindruck, den der Platz macht, etwas.

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/R02FfngM/260206-002-Eumerika.jpg)

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/XvtJFysn/260206-003-Eumerika.jpg)

Das Rathaus der Stadt befindet sich hier und der Bischofspalast, unser Interesse gilt aber der Kathedrale. Sie wurde 1251 erbaut, davor standen schon ein römisches Forum und eine Moschee an dieser Stelle.

Die Kathedrale öffnet um 10 Uhr, wir müssen zusammen mit ein paar anderen Touristen noch ein paar Minuten warten. Kurz nach 10 Uhr kommt dann ein Mitarbeiter und teilt mit, dass sich die Öffnung verzögert, weil sich seine Kollegin heute krank gemeldet hat und er alles alleine machen muss. Eigentlich kein Problem, inzwischen hat es aber mal wieder angefangen zu regnen, dazu weht am Eingangstor ein kalter Wind, nicht gut für zwei Erkältete wie wir es gerade sind.

Gegen Zahlung von EUR 5,00 p.P. dürfen wir einige Minuten später den Kathedralenbereich betreten. Peter und ich gehen gleich in den Kirchenraum, da ist es trocken und windstill und wir sind erstmal noch alleine. Die Kirche ist für algarvische Verhältnisse (nicht für andalusische) recht üppig mit goldenen Altären ausgestattet, mehrere Nebenkapellen gibt es, mal mit Gold verziert, mal mit den typischen Fliesen ausgestattet.

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/d0g1dT5v/260206-004-Eumerika.jpg)

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/Gp62YsXm/260206-005-Eumerika.jpg)

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/5tD0vFst/260206-006-Eumerika.jpg)

Nach der Innenraumbesichtigung hat es aufgehört zu regnen und wir steigen auf den Turm der Kathedrale. Eine tolle Sicht hat man von hier über die Stadt und die Lagune. Nur doof, dass gerade keine Sonne scheint.

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/1zbt6Nv5/260206-010-Eumerika.jpg)

Im Obergeschoss der Kathedrale schauen wir uns noch das kleine Museum mit sakraler Kunst an, wieder unten gehen wir durch den hübschen Innenhof der Kathedrale mit Orangenbäumen

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/FKwRcJT1/260206-011-Eumerika.jpg)

zu einer kleinen Kapelle in deren Wände menschliche Knochen und Schädel eingemauert sind, aus heutiger Sicht ziemlich makaber (Fotos habe ich keine gemacht, weiß mal wieder nicht, warum nicht).

Nun scheint wieder die Sonne und ich besteige nochmal den Turm der Kathedrale, bei Sonnenschein sind die Ausblicke doch gleich nochmal so schön, Peter wartet unten.

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(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/DZszcyNv/260206-016-Eumerika.jpg)

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/mDMrS2n2/260206-017-Eumerika.jpg)

Dann verlassen wir die Kathedrale und bummeln durch die engen Gassen der kleinen historischen Altstadt. Viele hübsche Ecken gibt es, einiges wartet aber auch noch auf eine Renovierung.

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/Y9gSxqPC/260206-018-Eumerika.jpg)

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Wir queren nochmals den Largo da Sé

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/63RQh5P7/260206-024-Eumerika.jpg)

und verlassen dann den Altstadtbereich durch den Arco da Vila.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 19. Mai 2026, 18:08:20
09. Tag, Freitag, 06.02. - 1. Teil

Heute wacht Peter mit Halsschmerzen auf, meine sind schon wieder besser geworden.

Gegen 8.45 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Osten, nach Faro. Die Stadt gilt als Hauptstadt der Algarve, ist mit 60.000 Einwohnern aber keine wirkliche Großstadt. Hinter der Altstadt gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz, von dort spazieren wir durch ein Tor in der Stadtmauer ins historische Zentrum der Stadt.

(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/TPBwmWtf/260206-001-Eumerika.jpg)

Schnell ist große Platz Largo da Sé erreicht, umgeben von renovierten weißen Gebäuden und vielen Orangenbäumen, das erinnert mich an Andalusien, hier an der Algarve sind die Orangenbäume nicht so zahlreich vertreten wie in Andalusien. Die vielen Autos stören den an sich positiven Eindruck, den der Platz macht, etwas.

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Das Rathaus der Stadt befindet sich hier und der Bischofspalast, unser Interesse gilt aber der Kathedrale. Sie wurde 1251 erbaut, davor standen schon ein römisches Forum und eine Moschee an dieser Stelle.

Die Kathedrale öffnet um 10 Uhr, wir müssen zusammen mit ein paar anderen Touristen noch ein paar Minuten warten. Kurz nach 10 Uhr kommt dann ein Mitarbeiter und teilt mit, dass sich die Öffnung verzögert, weil sich seine Kollegin heute krank gemeldet hat und er alles alleine machen muss. Eigentlich kein Problem, inzwischen hat es aber mal wieder angefangen zu regnen, dazu weht am Eingangstor ein kalter Wind, nicht gut für zwei Erkältete wie wir es gerade sind.

Gegen Zahlung von EUR 5,00 p.P. dürfen wir einige Minuten später den Kathedralenbereich betreten. Peter und ich gehen gleich in den Kirchenraum, da ist es trocken und windstill und wir sind erstmal noch alleine. Die Kirche ist für algarvische Verhältnisse (nicht für andalusische) recht üppig mit goldenen Altären ausgestattet, mehrere Nebenkapellen gibt es, mal mit Gold verziert, mal mit den typischen Fliesen ausgestattet.

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Nach der Innenraumbesichtigung hat es aufgehört zu regnen und wir steigen auf den Turm der Kathedrale. Eine tolle Sicht hat man von hier über die Stadt und die Lagune. Nur doof, dass gerade keine Sonne scheint.

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Im Obergeschoss der Kathedrale schauen wir uns noch das kleine Museum mit sakraler Kunst an, wieder unten gehen wir durch den hübschen Innenhof der Kathedrale mit Orangenbäumen

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zu einer kleinen Kapelle in deren Wände menschliche Knochen und Schädel eingemauert sind, aus heutiger Sicht ziemlich makaber (Fotos habe ich keine gemacht, weiß mal wieder nicht, warum nicht).

Nun scheint wieder die Sonne und ich besteige nochmal den Turm der Kathedrale, bei Sonnenschein sind die Ausblicke doch gleich nochmal so schön, Peter wartet unten.

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Dann verlassen wir die Kathedrale und bummeln durch die engen Gassen der kleinen historischen Altstadt. Viele hübsche Ecken gibt es, einiges wartet aber auch noch auf eine Renovierung.

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Wir queren nochmals den Largo da Sé

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und verlassen dann den Altstadtbereich durch den Arco da Vila.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 19. Mai 2026, 18:30:01
09. Tag, Freitag, 06.02. - 2. Teil

Von hier ist es nicht weit bis zur Fußgängerzone von Faro. Die macht einen sehr sympathischen Eindruck, belebt, aber nicht überfüllt, Einheimische und Touristen gemischt.

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Vor dem Mittagessen ist noch Zeit für einen Abstecher

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zur großen Igreja do Carmo auf dem gleichnamigen Platz. EUR 4,00 p.P. kostet der Eintritt, wir überlegen noch, ob wir hineingehen sollen, der einsetzende kräftige Regenschauer nimmt uns dann die Entscheidung ab. Die 1807 erbaute (bzw. vollendete, die Bauzeit betrug fast 100 Jahre) Kirche ist noch prunkvoller als die Kathedrale in der Altstadt, wir setzen uns eine Weile auf eine der Bänke und lassen den Anblick auf uns wirken.

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Über einen etwas ungepflegten Innenhof erreichen wir auch hier eine Knochenkapelle, diese ist größer als die bei der Kathedrale und komplett mit menschlichen Knochen und Schädeln ausgeschmückt.

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Wir gehen zurück in Richtung Fußgängerzone und werfen noch einen Blick in die Kirche São Pedro (Eintritt kostenfrei).

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Dann geht es zum Essen. Wir finden eine Gaststätte mit portugiesischer Küche „2 Irmãos“, allerdings nicht ganz so authentisch wie in Tavira und Armação de Pêra. Das Essen ist ausgezeichnet, Peter nimmt eine Meeresfrüchtesuppe als Vorspeise und ein Meeresfrüchterisotto als Hauptgericht, ich bestelle einen Reiseintopf mit Tintenfisch, dazu ein alkoholfreies Bier und ein Mineralwasser (EUR 44,00).

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Auf dem Rückweg zum Auto gehen wir noch am Jachthafen wo sich auch der Faro Schriftzug befindet, vorbei.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 19. Mai 2026, 18:41:57
09. Tag, Freitag, 06.02. - 3. Teil

Für den Nachmittag habe ich eine Wanderung durch die Lagune und entlang des Strandes von Faro ausgesucht. Zum riesigen Parkplatz (kostenlos) direkt neben der Landebahn des Flughafens sind es nur ein paar Fahrminuten vom Zentrum.

Von hier würde nun zunächst ein Holzbohlenweg durch die Lagune führen und dann ginge es am Strand einer der vorgelagerten Inseln wieder zurück. Leider droht schon der nächste Regenschauer am Horizont, außerdem geht es Peter nicht so gut, so dass wir beschließen direkt zur Insel zu laufen und dort dann über den weiteren Weg zu entscheiden.

Zur Ilha de Faro führt eine Brücke für Autos mit einem abgetrennten Bereich für Fußgänger, unterwegs hat man einen schönen Blick auf die Wattlandschaft mit einigen Vögeln und dann zum Lagunenstrand der Insel.

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Wir haben die Brücke ungefähr zu zwei Dritteln überquert, da setzt auch schon der Regen ein und zwar richtig heftig, die Regentropfen prasseln fast wie Hagelkörner auf uns ein, dazu natürlich ein kräftiger Wind. Peter muss erst noch seine Regenjacke anziehen und wird dabei schon ziemlich nass, ich habe sie immerhin schon an, aber die Hose wird davon auch nicht geschützt. Im Eiltempo legen wir die letzten Meter zurück, zum Glück können wir ein geöffnetes Restaurant / Café schon von weitem sehen, nichts wie hinein.

Wir bestellen je einen Galão und zum Teilen ein Stück Cheesecake (EUR 10,00). Nach ungefähr einer halben Stunde kommt die Sonne wieder heraus und mit einigermaßen getrockneter Kleidung verlassen wir das Café.

Auf dem Parkplatz vor dem Café sehen wir was Sturm und Regen der letzten Tage oder besser Wochen angerichtet hat, der Sand hat sich überall hin verteilt (so etwas habe ich nach einem Sturm auch schon an der Nordsee erlebt, hier hätte ich nicht damit gerechnet), dazu noch die vielen Pfützen, das ist alles ziemlich matschig hier und lädt nicht zum Spazieren ein. Immerhin gibt es einen schönen Regenbogen zu bewundern.

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Wir gehen kurz an den Strand,

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dann ein Stück die Straße entlang, die durch den bebauten Teil der Insel führt. Wir drehen aber bald wieder um, die ganze Wanderung schaffen wir vor dem nächsten Regenschauer sowieso nicht mehr und Peter fühlt sich noch weniger gut wie vorhin. Daher geht es über die Brücke zurück zum Auto, dabei können wir weiterhin einen Teil des Regenbogens bewundern und gegen 15.15 Uhr verlassen wir Faro.

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In Alvor geht es (ja schon wieder) in den Supermarkt, bei nun zwei Erkälteten müssen wir unsere Tee- und Taschentuchvorräte aufstocken.

In der Wohnung legt Peter sich gleich hin, ich gehe nochmal an den Strand und spiele ein bisschen mit der Kamera bis mich ein weiterer Regenschauer gegen Viertel vor sechs zurück in die Wohnung treibt.

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Wetter: Wechsel von Sonne und Regenschauern, ca. 15°C

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 20. Mai 2026, 11:32:41
Faro haben wir als zu große Stadt bisher immer ausgespart  8) Doch anscheinend gibt es dort auch einige nette Ecken. Zu schade, dass es immer wieder diese Schauer gab. Grad wenn man erkältet ist, setzt einem das besonders zu. Ich hoffe, es ging euch bald besser.

Ich hab die exakten Entfernungen jetzt nicht so ganz parat, es stimmt aber schon, dass es noch ein Eckchen ist zwischen Dona Ana und Camilo.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 20. Mai 2026, 14:26:26
Krank und dann noch durchnässt ist gar nicht gut.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 21. Mai 2026, 12:34:42
Beide im Urlaub erkältet ist natürlich sehr schade.
Der Strand bei Alvor gefällt mir sehr gut, da würde es mich auch mehrfach hintreiben.
Wie war es während der Reise mit dem Wind (öfter stürmisch oder ok)?
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 21. Mai 2026, 17:53:35

Wie war es während der Reise mit dem Wind (öfter stürmisch oder ok)?

Leider oft sehr stürmisch. Innerhalb der Städte ging es, aber direkt an der Küste war es teilweise sehr heftig. Bei der Wanderung an der Ponta da Piedade und rund um das Cabo Sao Vicente war es am schlimmsten. Zum Glück war es nicht kalt, ich habe aber trotzdem fast immer meine Kapuze übergezogen, Peter hat das nicht gemacht, vielleicht ein Grund warum er dann kränker wurde als ich.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 21. Mai 2026, 18:20:50
10. Tag, Samstag, 07.02. - 1. Teil

Peter fühlt sich ziemlich krank und möchte den Tag in der Ferienwohnung verbringen. Vormittags soll es sowieso regnen, nachmittags trockener und sonniger werden. Ich fahre daher nach dem Frühstück erstmal einkaufen fürs Mittagessen und tanke auch gleich noch.

Auf dem Rückweg fängt es zu regnen an und das wieder mal richtig kräftig, da bleibt nur mit Buch und Kuscheldecke aufs Sofa zu gehen.

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Wie angekündigt sieht das Wetter nach dem Mittagessen viel freundlicher aus und ich mache mich auf den Weg, Alvor näher zu erkunden, da sind wir am ersten vollen Urlaubstag recht schnell durchgegangen.

Auf dem Holzbohlenweg gehe ich in Richtung Zentrum. Wie auch auf Mallorca sind hier an der Algarve viele Restaurants und Hotels den Winter über geschlossen, die Fenster sind in dieser Zeit mit Papier oder Stoffen beklebt, ich weiß nicht, warum das gemacht wird, das vermittelt einen so trostlosen Anblick.

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Ich gehe die Uferpromenade entlang, das Wasser der Flussmündung ist schlammbraun, das kommt von den Überschwemmungen im Hinterland, dabei wird sehr viel Erde in die Flüsse gespült, das war bei unserem ersten Besuch vor etwas über einer Woche noch nicht so extrem, da hatte das Wasser nur eine leicht bräunliche Farbe. Aber seither hat es erneut sehr viel geregnet und in vielen Teilen Portugals sind ganze Dörfer und Stadtteile überschwemmt, leider sind auch Todesopfer zu beklagen, die Berichte darüber laufen auf verschiedenen portugiesischen TV-Sendern in Dauerschleife. Da haben wir hier an der Algarve viel Glück.

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Ich bummle ein bisschen durch den Ort, hübsche Häuser wechseln sich mit weniger hübschen, teils verfallenen ab, auf jeden Fall positiv, dass das Ortszentrum noch aus den typischen zweistöckigen Häusern besteht, und nicht, wie in vielen anderen Orten entlang der Küste, Hotel- und Apartmentblocks hingestellt wurden.

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Es fängt schon wieder zu tröpfeln an, daher besuche ich sowohl das Innere der kleinen Igreja da Misericordia

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als auch das der großen Igreja do Divino Salvador de Alvor, wo wir beim ersten Besuch schon waren.

Dann gehe ich wieder zum Hafen und ins dortige recht neue und kostenfreie Museum (Alvor Lifeguards Interpretive Center) im ehemaligen Schuppen des örtlichen Rettungsboots (Nutzung von 1933-1983). Dieses wurde restauriert und bildet das Zentrum des Museums, es wird auf die Geschichte und die große Bedeutung der Seenotrettung an der Küste eingegangen (heute befindet sich die nächste Seenotrettungsstation in Portimão, dank schneller Schiffe sind große Entfernungen kein Problem mehr) und auf das frühere und aktuelle Leben der Fischer. Ein sehr interessantes kleines Museum, in dem ich die einzige Besucherin bin und in dem ich einen heftigen Regenschauer samt Gewitter gut überbrücken kann.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 21. Mai 2026, 18:24:51
10. Tag, Samstag, 07.02. - 2. Teil


Vom Museum, das sich am Ende (oder Anfang) der Hafenpromenade befindet, folge ich einem Weg weiter am Wasser entlang bis zu einem weiteren kleinen Hafenbereich. Ganz viele Katzen gibt es hier und schöne Ausblicke auf die gegenüberliegende Küste und das bergige Hinterland. Am Ende des befestigten Wegs kann man einem Pfad die Klippen hinauf folgen, das getraue ich mich aber wegen der leider häufig vorhandenen Wachhunde alleine nicht, der Weg wäre aber vermutlich eh sehr matschig gewesen.

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Daher drehe ich wieder um, verlasse über die Hafenpromenade den Ort

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und drehe bei herrlichem Sonnenschein auf dem Holzbohlenweg eine Runde durch die Lagune

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bevor ich zurück zur Ferienwohnung gehe. Dabei hat man die Hotel- und Apartmenttürme, die man seit Ende der 80iger Jahre hier gebaut hat, gut im Blick, natürlich überhaupt nicht schön, aber immerhin längst nicht so dicht bebaut, wie z.B. rund um Portimão.

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Sehr schön dagegen ist nun der Blick auf das blaue, vom Wind aufgepeitschte Meer. Ich mache einen kurzen Toilettenstopp in der Ferienwohnung und gehe dann nochmal in Richtung Felsen am Ostrand des Strands, aber schon auf dem Weg dorthin fängt es wieder zu regnen an, daher drehe ich schnell wieder um.

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Wetter: vormittags 2 h starker Regen, nachmittags 2 h Sonne, sonst bewölkt, ca. 18°C
Wanderung: Spaziergang durch Alvor 7,37 km, 120 hm
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 22. Mai 2026, 07:20:37
Auf mich macht Alvor einen verhältnismäßig beschaulichen, entspannten Eindruck. Zumindest in der Nebensaison.
Werde mir den Ort merken. Die Algrave und ein Stück die Westküste hoch möchte ich auf jeden Fall mal gerne machen.
Gibt es in Portugal eigentlich auch so eine lange Mittagspause wie in Spanien (Siesta)?
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 22. Mai 2026, 15:41:32
Zitat
Wie auch auf Mallorca sind hier an der Algarve viele Restaurants und Hotels den Winter über geschlossen, die Fenster sind in dieser Zeit mit Papier oder Stoffen beklebt, ich weiß nicht, warum das gemacht wird, das vermittelt einen so trostlosen Anblick.

Das kenne ich hierzulande von den Eiscafés, die über den Winter auch ihre Schaufenster mit Papier zukleben.

An den braunen Brühe erkennt man, wie das Wetter zu der Zeit in Portugal gewütet hat. Ich dachte bei jeder Meldung an dich und bin froh, dass ihr von den Flashfloods verschont geblieben seid.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 22. Mai 2026, 17:57:59
Auf mich macht Alvor einen verhältnismäßig beschaulichen, entspannten Eindruck. Zumindest in der Nebensaison.
Werde mir den Ort merken. Die Algrave und ein Stück die Westküste hoch möchte ich auf jeden Fall mal gerne machen.
Gibt es in Portugal eigentlich auch so eine lange Mittagspause wie in Spanien (Siesta)?

Den Eindruck hatte ich von Alvor auch, wir haben den touristischen Hotspot Albufeira komplett ausgelassen, daher kann ich damit keine Vergleiche ziehen, aber auch schon im Vergleich mit dem was ich von Praia da Rocha (dem Strandort von Portimao) oder Cavoeiro gesehen habe, war Alvor wesentlich ruhiger, weniger Hotels, weniger typische Tourigeschäfte, weniger Restaurants.

Was die Essenszeiten angeht hat Portugal keinerlei Ähnlichkeit mit Spanien, Mittags gibt es ab 12 Uhr ein normales Mittagessen und Abends ab 18 Uhr (in diesem Urlaub waren wir abends nicht im Restaurant, aber auf den Azoren und in Lissabon). Siesta z.B. bei den Öffnungszeiten von Geschäften, Museen, Kirchen bin ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ich würde aber sagen, nein. Zumindest standen wir kein einziges Mal vor verschlossenen Türen. Vielleicht kann Susan da noch etwas dazu sagen, sie hat ja viel Portugal Erfahrung.

Zitat
Wie auch auf Mallorca sind hier an der Algarve viele Restaurants und Hotels den Winter über geschlossen, die Fenster sind in dieser Zeit mit Papier oder Stoffen beklebt, ich weiß nicht, warum das gemacht wird, das vermittelt einen so trostlosen Anblick.

Das kenne ich hierzulande von den Eiscafés, die über den Winter auch ihre Schaufenster mit Papier zukleben.

An den braunen Brühe erkennt man, wie das Wetter zu der Zeit in Portugal gewütet hat. Ich dachte bei jeder Meldung an dich und bin froh, dass ihr von den Flashfloods verschont geblieben seid.


Ah ok, vielleicht habe ich das immer übersehen bei uns, aber zumindest das Eiscafé in Alzey, das auch im Winter zu hat, hat die Scheiben nicht beklebt, da kann man reinschauen. Aber da werde ich mal darauf achten nächsten Winter.

Das ist ja lieb, von meiner Schwester haben wir auch eine besorgte Mail bekommen, ob bei uns alles in Ordnung ist. Wir waren sehr froh, dass es nur viel geregnet hat, aber wir nicht in Gefahr waren.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 22. Mai 2026, 18:59:43
Soweit ich es hier auf den Bildern gesehen habe, schaut Alvor wirklich sehr nett und ruhig aus. Der Nachmittagsspaziergang war ja dann doch sehr schön.

Albufeira würde ich nur für einen quirligen Abend empfehlen, Lagos ebenso. Carvoeiro ist sehr gewachsen seit wir das erste Mal da waren. Selbst im Herbst (Ferien) war da noch einiges los.

Zur Frage mit der Siesta kann ich leider wenig beitragen. Zu den fraglichen Zeiten sind wir entweder am Strand oder sonstwie unterwegs.  8) Wir standen allerdings nie - so weit ich mich erinnere- bei Museen, Festungen oder Kirchen vor verschlossenen Türen. Restaurants sonst schienen fast immer offen. Ihr bekommt auch schon früh Abendessen, aber auch noch ziemlich spät. Wir haben es schon erlebt, dass wir dachten wir wären spät dran, doch der Pulk kam erst nach uns (22 Uhr).  ;)
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 25. Mai 2026, 14:45:49
11. Tag, Sonntag, 08.02. - 1. Teil

Peter geht es nicht wesentlich besser als gestern und er möchte daher noch einen weiteren Tag in der Ferienwohnung bleiben. Das Wetter dagegen ist heute besser als gestern und so mache ich mich gleich nach dem Frühstück auf den Weg nach Silves, einer 14.000 Einwohner Kleinstadt im Hinterland der Algarve, nur 20 Fahrminuten von Alvor entfernt.

Ich parke auf einem großen Parkplatz am Rande der Innenstadt (kostenlos), hier sind auch Toiletten, die Touristinfo und zwei Cafés bzw. Fastfoodrestaurants.

Am Fluss Arade, der in Portimão ins Meer mündet, entlang führt mich mein Weg in die Innenstadt vorbei an der Markthalle (mit hässlichen Plastikzelten der Essensstände davor) und der alten Brücke, letztere ist leider komplett eingerüstet und nicht betretbar. Auch dieser Fluss ist braun von eingeschwemmter Erde nach den vielen Regenfällen.

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Ich überquere den Praça Al-Muthamid, der vor nicht langer Zeit neu angelegt wurde und nach dem arabischen Dichter und Gouverneur von Silves (der später Herrscher von Sevilla wurde) benannt ist. Der Platz ist sehr weitläufig, es gibt einen modernen Brunnen und ein paar eher seltsam aussehenden Häuschen (?), wohl im arabischen Stil, deren Nutzung sich mir nicht erschließt.

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Recht steil geht es dann den Berg hinauf

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bis zum Praça do Município.

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Der hübsche Platz liegt direkt am Stadttor aus der Römerzeit, ausgestattet mit zwei Ausgängen.

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Ich gehe durch das Tor und weiter den Berg hinauf, vorbei an der Kathedrale von Silves, die teilweise eingerüstet und verschlossen ist,

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erreiche ich den Eingang zur Burg, der von einer Statue des Königs Dom Sancho I. von Portugal bewacht wird.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 25. Mai 2026, 14:54:38
11. Tag, Sonntag, 08.02. - 2. Teil

Die Burg wurde wie das Stadttor von den Römern erbaut und in den 1930igern Jahren restauriert. Abgesehen von der Burgmauer sind nur noch die Überreste ehemaliger maurischer Paläste zu sehen.

Die Burgmauer und die Festungstürme können fast vollständig begangen werden (Eintritt EUR 2,80), ungewöhnlicherweise meist ohne Geländer zum Burghof hin, na ja, die Mauern sind breit genug, da besteht keine Gefahr hinunterzufallen, mit Kindern wäre ich aber etwas besorgt.

Die Blicke über Teile der Stadt und vor allem über das Umland sind toll, sehr schön anzuschauen die grüne Hügellandschaft.

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Nach einer Umrundung der Burgmauer schaue ich mich noch im Souvenirshop um und erstehe ein T-Shirt mit Silves Schriftzug, bei einem Preis EUR 10,00 kann ich nicht nein sagen.

Dann verlasse ich die Burg und schlendere noch durch die Stadt. Sehr viele große, ehemals prächtige palastartige Häuser gibt es hier, die meisten im Zustand leichten Verfalls. Sie stammen vermutlich aus der letzten Blütezeit der Stadt, vom 19. Jh. bis in die 1970iger Jahre war Silves ein Zentrum der Korkindustrie, gleich zehn große Fabriken gab es. Davon ist heute nur noch eine einzige übrig, der größte Teil des portugiesischen Korks wird in einer einzigen Fabrik bei Lissabon verarbeitet.

Das Rathaus der Stadt ist in einem solchen Gebäude untergebracht, daneben ein üppiger Orangenbaum und dort daneben ein völlig verfallenes Haus, ob hier der Untergrund unter dem Anbau erst kürzlich oder schon vor längerer Zeit abgerutscht ist, ist nicht klar (bei Google Street View kann man sich das Gelände im Juni 2014 im intakten Zustand anschauen).

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Nun erreiche ich das eigentliche Zentrum des Städtchens mit Geschäften und Restaurants, das macht einen sehr sympathischen Eindruck mit vielen Grünpflanzen, bemalten Stromkästen und teils renovierten Gebäuden.

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Es ist erst 11 Uhr, Silves ist wirklich klein, da hat man recht schnell alles gesehen (es gäbe noch ein Archäologisches Museum, auf das ich keine Lust habe; das sicherlich interessante Korkmuseum ging bereits 2009, nur zehn Jahre nach Eröffnung pleite und ist bis heute nicht wiedereröffnet). Das passt mir heute recht gut, im Lidl neben dem Parkplatz kaufe ich noch etwas fürs Mittagessen ein und fahre dann zurück zur Unterkunft, wo ich mit Peter zusammen zu Mittag esse.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 25. Mai 2026, 15:07:06
11. Tag, Sonntag, 08.02. - 3. Teil

Gegen 13 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg, mit dem Auto fahre ich ein Stück in Richtung Portimão, vorbei an einer riesigen Menge von zigstöckigen Hotel- und Apartmentkomplexen, und suche mir einen Parkplatz an der Praia do Vau (kostenlos). Die Strände bzw. Buchten sind alle über eine Promenade auf den Klippen miteinander verbunden und über Treppen erreichbar, je nach Wasserstand kann man am Wasser entlang gehen.

Wegen des vielen Regens und der damit verbundenen Hangrutschgefahr (nehme ich zumindest an) sind gerade die meisten dieser Treppen gesperrt, auch Pfade, die an den Klippenrand führen, sind weitgehend unzugänglich. Hin und wieder gibt es aber doch die Möglichkeit an den Strand hinunterzukommen und immerhin ist gerade Ebbe, da kann ich ein gutes Stück am Wasser entlang spazieren, bis mich die vorstehenden Felsformationen doch irgendwann ausbremsen, nass oder gar ins Meer gespült oder in einer Bucht vom Wasser eingeschlossen werden möchte ich natürlich nicht.

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Es gefällt mir richtig gut hier, die rötlichen und gelben Felswände leuchten in der wenigstens ein bisschen scheinenden Sonne und es macht Spaß große und kleine Felsformationen zu entdecken.

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Auf der Klippenpromenade würde ich gerne noch das letzte Stück bis Praia da Rocha, dem am Meer liegenden Stadtteil von Portimão spazieren, aber über eine hohe Mauer eines verlassenen Grundstücks schaut ein riesiger schwarzer Hund und bellt die ganze Zeit. Obwohl ich hier bei weitem nicht alleine bin, habe ich doch Angst, dass der Hund herunterspringen könnte (er hängt schon mit den Vorderpfoten über der Mauer), wenn nicht jetzt, dann auf meinem Rückweg, wer weiß, ob dann noch so viele Leute unterwegs sein werden. Daher drehe ich um und ärgere mich dann über mich selbst. Aber als ich am Auto ankomme, fallen erste Tropfen. Also doch die richtige Entscheidung getroffen. Auf der Rückfahrt setzt Regen ein.

Ab 16 Uhr leiste ich Peter wieder Gesellschaft, der Regen hört an diesem Tag nicht mehr auf.

Wetter: bewölkt, kurze sonnige Abschnitte, ab 16 Uhr Regen, ca. 18°C
Wanderung: Küste zwischen Alvor und Portimão 4,72 km, 87 Höhenmeter
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 25. Mai 2026, 15:08:00
Hier noch die Karte, die wollte es gerade nicht speichern:

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 25. Mai 2026, 15:16:47
(https://www.eumerika.de/i.postimg.cc/NM7cMyVm/260208-054-Eumerika.jpg)

Du hast den Schuh des Manitou an der Algarve gefunden ;D . Der wurde bestimmt angeschwemmt :zwinker:.

Das Städtchen ist ganz nett und der üppige Orangenbaum eine Pracht. Vermutlich handelt es sich um Bitterorangen, weil die keiner pflückt.

Einfach nicht gut, diese Männergrippe.

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 26. Mai 2026, 10:44:19
Mit der Besichtigung von Silves ist man wirklich schnell durch. Scheinbar haben die Stadtoberen gehört, dass ich meinte die Kathedrale könnte einen neuen Anstrich vertragen  ;)

Die Felsformationen am Strand sind wieder toll, die Praia do Vau muss also auch noch auf unsere Liste  8)
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 26. Mai 2026, 17:54:31
Mit der Besichtigung von Silves ist man wirklich schnell durch. Scheinbar haben die Stadtoberen gehört, dass ich meinte die Kathedrale könnte einen neuen Anstrich vertragen  ;)


 ;D
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 27. Mai 2026, 18:04:57
12. Tag, Montag, 09.02.

Jetzt hat es mich auch erwischt, über Nacht hat sich mein bislang leichter Schnupfen verschlimmert und ich habe starke Kopfschmerzen, die sich weder durch Migränetabletten noch durch Ibuprofen oder Paracetamol bekämpfen lassen. Peter geht es etwas besser.

Das Wetter soll auch überwiegend regnerisch sein, immerhin verpassen wir diesbezüglich nichts.

Ich bleibe länger im Bett, dann fahren wir zur Apotheke, da wir für uns beide Nachschub an Erkältungsmedikamenten brauchen und zum Supermarkt, um was fürs Mittagessen einzukaufen.

Nach dem Mittagessen möchten wir doch noch ein bisschen was unternehmen, ich habe die Felsformation Algar Seco bei Carvoeiro als schnell zu erreichendes und schnell anzuschauendes Ziel herausgesucht.

Leider verschlechtert sich das Wetter je näher wir Carvoeiro kommen, dichter Nieselregen und viel schlimmer, Nebel lassen die Sicht immer weniger werden. Wir parken bei der Kirche Nossa Senhora da Encarnação am Ortsrand. Hier startet ein relativ kurzer Holzbohlenweg vorbei an den Felsformationen und vom Platz vor der Kirche blickt man auf den Ortsstrand von Carvoeiro – besser gesagt würde man blicken, man kann nämlich außer Nebel gar nichts sehen.

Besser ist der Blick vom Holzbohlenweg aus auf die Felsen, das Ganze ist (vielleicht auch dem Wetter geschuldet) aber eher etwas enttäuschend, so wirklich außergewöhnliche Felsformationen sind das nicht. Und die (wohl) interessanteste Stelle ist doch tatsächlich mit zwei Bars zugebaut (der Weg dorthin ist gesperrt), ich verstehe einfach nicht, warum man so etwas macht, ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendjemand toll findet.

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Der Zugang zum Strand ist leider (mal wieder) gesperrt, vielleicht wäre der Anblick von unten lohnenswerter gewesen. Am Ende des Holzbohlenwegs drehen wir um und gehen den gleichen Weg zurück. Man könnte noch auf einem unbefestigten Pfad weiterwandern, aber auf den matschigen und rutschigen Weg haben wir keine Lust.

Wir machen uns auf die Rückfahrt und fahren durch den Ortskern von Carvoeiro, oh je, das ist ziemlich entsetzlich, der Ort liegt in einem Taleinschnitt vom Strand in Richtung Landesinnere und entlang der gesamten Hauptstraße, die sich durch den Taleinschnitt windet, befinden sich mehrstöckige Hotel- und Apartmentkomplexe unterschiedlichster Baustile, in den Erdgeschossen Geschäfte und Restaurants. Der Anblick ist deprimierend.

Da es mir nicht wirklich gut geht, stoppen wir nirgends mehr auf einen Kaffee, wie eigentlich geplant, sondern fahren direkt in unsere Wohnung zurück. Bei Kopfschmerzen sind die Straßen hier kaum auszuhalten, die vielen Speedbumps an den Fußgängerüberwegen, dazu die vielen Löcher in den Straßen, ich bin froh, als ich aussteigen und mich ins Bett legen kann.

Wetter: überwiegend Regen, um die Mittagszeit mal kurz trocken, ca. 18°C

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 28. Mai 2026, 11:50:48
Ohje, Schnupfen mit solch Kopfschmerzen und schlechtes Wetter sprechen nicht gerade für einen netten Urlaubstag  :knuddel: Hoffentlich ging es dir bald wieder besser.

Schade, dass die Zugänge alle gesperrt waren. Befürchten die Steinschläge von den Klippen im Winterwetter oder ist es wegen der vermehrten Brandung  :gruebel: Die interessanten Felsformationen sind tatsächlich eher unten an der Stelle mit der "Beach"Bar. Die sind jedenfalls zur Saison durchaus gut besucht, ich war allerdings nicht da runter (nur in Flipfops wollte ich das lieber nicht). Denke jedoch auch, dass es an der Küste interessantere Stellen gibt.

Ich schrieb, glaube ich, schon, dass Carvoeiro seit unserem ersten Besuch dort enorm gewachsen ist - und das nicht gerade schön. Bilder von damals leider nur als Dias irgendwo.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 28. Mai 2026, 15:37:22
Zitat
Und die (wohl) interessanteste Stelle ist doch tatsächlich mit zwei Bars zugebaut (der Weg dorthin ist gesperrt), ich verstehe einfach nicht, warum man so etwas macht, ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendjemand toll findet.

Die in der Bar sitzen finden den Ausblick bestimmt toll :cool2:.

Zitat
... und ich habe starke Kopfschmerzen, die sich weder durch Migränetabletten noch durch Ibuprofen oder Paracetamol bekämpfen lassen.

Oha, da hat's dich aber ganz schön erwischt. So ein grippaler Infekt macht schon zu Hause keinen Spaß und im Urlaub erst recht nicht.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 28. Mai 2026, 18:06:08

Schade, dass die Zugänge alle gesperrt waren. Befürchten die Steinschläge von den Klippen im Winterwetter oder ist es wegen der vermehrten Brandung  :gruebel: Die interessanten Felsformationen sind tatsächlich eher unten an der Stelle mit der "Beach"Bar. Die sind jedenfalls zur Saison durchaus gut besucht, ich war allerdings nicht da runter (nur in Flipfops wollte ich das lieber nicht). Denke jedoch auch, dass es an der Küste interessantere Stellen gibt.

Ich schrieb, glaube ich, schon, dass Carvoeiro seit unserem ersten Besuch dort enorm gewachsen ist - und das nicht gerade schön. Bilder von damals leider nur als Dias irgendwo.

Die Sperrung der Zugänge war vermutlich eine Kombination aus beidem, Erklärschilder gab es nicht, nur rot-weisses Flatterband.

Schade mit Carvoeiro, eigentlich sollte man heute schlauer sein und nicht mehr alles zubauen, aber ich habe den Eindruck es wird an vielen Stellen immer noch mehr gebaut.

Zitat
Und die (wohl) interessanteste Stelle ist doch tatsächlich mit zwei Bars zugebaut (der Weg dorthin ist gesperrt), ich verstehe einfach nicht, warum man so etwas macht, ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendjemand toll findet.

Die in der Bar sitzen finden den Ausblick bestimmt toll :cool2:.


Ja, wenn die Bar mal da ist, wird sie auch genutzt, das ist mir schon klar. Aber die Leute würden sicher genauso in die Bar gehen, wenn sie ein Stück oberhalb stehen würde und nicht mitten zwischen den Felsen.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 29. Mai 2026, 18:01:48
13. Tag, Dienstag, 10.02.

Heute sind wir beide wieder soweit fit, dass ein normales Tagesprogramm möglich ist. Und das ist auch gut so, denn heute und morgen sind unsere zwei letzten vollen Urlaubstage.

Das Wetter sorgt allerdings dafür, dass wir uns körperlich schonen können, die noch auf meiner Liste stehenden Wanderungen sind bei überwiegend Regen und tiefhängenden Wolken nicht möglich.

Gegen 9.20 Uhr fahren wir an die Nordwestküste der Algarve, die ist bisher dem Wetter zum Opfer gefallen.

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir einen Aussichtspunkt über der Praia de Odeceixe, hier fließt der Fluss Seixe, der die Algarve vom Alentejo trennt, in den Atlantik. Dieser Aussichtspunkt soll zu den schönsten der Algarve zählen, aber leider können wir wegen tiefhängender Wolken oder Nebel kaum etwas erkennen und das was man sieht ist schlammfarbenes Wasser, ob nun Meer oder Fluss….

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Ein längerer Aufenthalt, gar ein Abstieg hinunter zum Strand ist sinnlos und so fahren wir wieder ein Stück nach Süden in den Ort Aljezur, wo wir am Fluss bei der Markthalle parken (kostenlos).

Der Ort liegt am gleichnamigen Fluss und besteht aus zwei Ortsteilen beidseits des Flusses. Bis zum großen Erdbeben 1755 war die heutige Altstadt eine Hafenstadt, das Meer reichte bis fast an den Ort heran. Das Erdbeben veränderte komplett die Landschaft, aus der Meeresbucht wurde ein ausgetrocknetes Flusstal und Aljezur wandelte sich von der Hafenstadt zur Binnenstadt. Auch viele Häuser wurden zerstört und der Wiederaufbau erfolgte auf der anderen Seite des Tals. Der alte Ortsteil blieb jedoch bewohnt und daher erhalten. Dieser Teil von Aljezur ist heute dessen touristisches Zentrum. Aljezur blieb wie die gesamte Westküste bis heute weitgehend von Bettenburgen verschont, Touristen gibt es hier aber schon seit den 1980igern Jahren, aber keine üblichen Badetouristen, sondern Aussteiger und Surfer.

Dieser, wie ich es nenne, „Öko-Charakter“ ist bis heute erhalten und es gibt eine ganze Reihe von Cafés und Restaurants mit vegetarischer oder veganer Küche, verschiedene kreative Einrichtungen oder Museen. Mir gefällt so etwas (im Urlaub) immer sehr und so freue ich mich auch über unseren Besuch im Café Moagem, das sich in einer ehemaligen Mühle befindet und wo uns gleich (zum ersten Mal in diesem Urlaub) die Frage nach der Art der Milch für den Kaffee gestellt wird (2 Milchkaffee, ein Pastel de Nata EUR 6,20).

Nach der Kaffeepause hat der Regen etwas nachgelassen und wir machen einen Rundgang durch den Ort.

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Die Häuser sind um einen Hügel gruppiert, auf dem höchsten Punkt finden sich die Überreste eines Castelo. Während des Aufstiegs und von oben hat man einen (vernebelten) schönen Blick auf das Dorf, auf den neuen Ortsteil auf der gegenüberliegenden Flussseite und auf den Fluss selbst und die angrenzenden Flächen, denen man die Überflutungen der letzten Tage deutlich ansieht. Trotz des vielen Regens blüht aber auch einiges.

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Beim Abstieg vom Castelo müssen wir den zuerst gewählten Weg abbrechen, die nassen Pflastersteine sind an einer sehr steilen Stelle so rutschig, dass man trotz des vorhandenen Geländers fast hinfällt. Insgesamt macht der Ort einen recht netten Eindruck mit vielen Häusern in gutem Zustand, aber auch hier gibt es wieder einige fast völlig verfallene Gebäude.

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Zum Mittagessen wählen wir das italienische Restaurant „Arte Bianca“, eigentlich in der Hoffnung auf eine kleinere, leichtere Mahlzeit, als sie in portugiesischen Restaurants, die es hier auch gibt, angeboten werden. Tja, da hätten wir uns nicht für eine Pizza entscheiden dürfen bzw. hätte wir wieder eine zum Teilen für uns beide bestellen müssen. So sind wir nach einer Pizza Hawaii (Peter) und einer Pizza Primavera (ich) wieder mal pappsatt (zusammen mit einem alkoholfreien Bier, einer Bio-Limo und zwei Kaffee EUR 42,00), aber die Pizzen sind wirklich lecker, das Restaurant wird von zwei nach Portugal ausgewanderten Italienern betrieben, die nicht den üblichen Pizzateig backen, sondern einen aus Sauerteig.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 29. Mai 2026, 18:11:55
13. Tag, Dienstag, 10.02. - 2. Teil

Um 13.30 Uhr verlassen wir Aljezur, nächster Stopp ist Monte Clérigo, ein kleiner Ort direkt am Meer, in den ich mich sofort verliebe, ach ist das hübsch hier, solch netten Orte habe ich bisher an der Algarve vermisst. Auch der Strand beidseits des Flusses, der hier ins Meer fließt (und die Dorfstraße an ihrem tiefsten Punkt überflutet hat), ist wirklich schön mit den Felsen und Felsbrocken. Wie toll muss das erst bei Sonnenschein aussehen. Sollte ich nochmal an die Algarve kommen, würde ich gerne hier übernachten (und Wanderungen und Besichtigungen auf den Westen konzentrieren).

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Ein letzter Stopp ist der Strand von Carrapateira bzw. die Klippen oberhalb davon. Hier gibt es wieder ein Netz von Holzbohlenwegen, das zu verschiedenen Aussichtspunkten führt. Auch hier gefällt es uns richtig gut, die Klippen sind frei von jeglichen Gebäuden. Wirklich schade, dass wir die Gegend nur bei Regenwetter erleben können.

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Zurück in die Zivilisation führt uns dann eine Straße durch eine herrlich grüne hügelige Landschaft mit fast dschungelartiger Vegetation, Alleebäume überdachen mit ihren dichten Ästen und Blättern die Straße, auf der man besser langsam unterwegs ist, Wanderer müssen sich die Straße mit den Autos teilen.

Von Vila do Bispo führt dann die Nationalstraße 125 nach Lagos, von dort geht es über die Autobahn zurück nach Alvor.

Trotz des nicht optimalen Wetters war das ein wunderbarer Tag, ich bin sehr froh, dass wir diesen Teil der Algarve nun gegen Ende des Urlaubs noch sehen konnten.

Am Abend wird in den deutschen Nachrichten für unseren Rückflugtag übermorgen ein Streik der Lufthansa Piloten bekanntgegeben – in diesem Urlaub ist wohl tatsächlich der Wurm drin, schlechtes Wetter, beide krank und nun noch der Streik :(.

Ich rufe gleich bei der LH Hotline an, um nach einer Umbuchung zu fragen, auch wenn wir damit auf eine mögliche Entschädigung verzichten und auch die zusätzlichen Übernachtungskosten selbst tragen müssten, könnten wir noch heute Abend alles klären, Hotel und Mietauto (um)buchen und dann den Rest des Urlaubs genießen (und ein oder zwei Tage Urlaubsverlängerung wären kein Problem, zwingend letzter Rückflugtag für uns wäre erst der Sonntag). Aber weder bei der englischsprachigen noch der deutschsprachigen Hotline ist man dazu bereit, der Flug wäre noch nicht gecancelled und eine Umbuchung daher nur gebührenpflichtig möglich. Na dann halt nicht, müssen wir eben warten, wie sich das Ganze entwickelt.

Wetter: tiefhängende Wolken, immer wieder Nieselregen, ca. 18°C
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 29. Mai 2026, 18:14:05
Hier noch die Karte für 13. Tag, Dienstag, 10.02.

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 30. Mai 2026, 13:52:47
Wenn man es mal positiv sehen will, besser schlechtes Wetter und Krankheiten in einer Reise als bei zwei Reisen einmal schlechtes Wetter und man kann wenig machen und in einer anderen die Krankheiten aber top Wetter. ;)
Also wenn sich das ausgleicht jetzt dann zweimal alles top. :D ;)

Die Westküste sehe ich aufgrund der Naturbelassenheit auch als sehr lohnend an und Deine Eindrücke habe diese Meinung noch verstärkt.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 30. Mai 2026, 14:17:02
Schön, dass es noch idyllische Orte mit wenig Tourismus an der Algarve gibt :thumb:.

Wenigstens ging es euch an dem Tag wieder besser. Zumindest wirkten die portugiesischen Medikamente schnell und gut.

Tja, die lieben Lufthansa-Piloten :hammer:. Der ausgedehnte Streik im April kostete mich dieses Jahr viel Nerven.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 30. Mai 2026, 16:25:47
Tja, die lieben Lufthansa-Piloten :hammer:. Der ausgedehnte Streik im April kostete mich dieses Jahr viel Nerven.
Wenn es eine Alternative gibt, meide ich die Lufthansa. Jeder Kaugummiautomat hat einen besseren Service und zudem zeigt sich hier ein Ausmaß an Impertinenz und Inkompetenz das Seinesgleichen sucht.
Dazu 4(!) Gewerkschaften alleine in der deutschen Luftfahrtbranche. Absolutes NoGo...
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 30. Mai 2026, 17:10:28
Wenn es eine Alternative gibt, meide ich die Lufthansa. Jeder Kaugummiautomat hat einen besseren Service und zudem zeigt sich hier ein Ausmaß an Impertinenz und Inkompetenz das Seinesgleichen sucht.
Dazu 4(!) Gewerkschaften alleine in der deutschen Luftfahrtbranche. Absolutes NoGo...

Die Frusthansa hat sich die letzten Jahre wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Vor allem ärgert es mich, dass die Piloten einen sehr guten Verdienst haben und dennoch auf eine bezahlte Altersvorsorge bestehen. Der Großteil der Bevölkerung muss sich nicht nur selbst um die zusätzliche Altersversorgung kümmern, sondern auch aus eigener Tasche bezahlen. Gut, Lieschen Müller bleibt am Boden und hat weniger Verantwortung zu tragen, doch auch ein Lokführer in einem vollen ICE mit 500 Sitzplätzen macht einen verantwortungsvollen Job. Ich war während des Pilotenstreiks auf 180! Dass die Piloten am eigenen Stuhl sägen, machte hoffentlich die plötzliche und unerwartete Stilllegung der Lufthansa City Airlines deutlich.

Bei anderen Airlines fliegt das Personal im hohen Bogen vor die Tür, wenn es aufmuckt oder Forderungen stellt. Der fünftägige Streik kostete die LH verdammt, doch letztendlich trägt jeder einzelne Passagier die Kosten. Die Tickets werden immer teurer und das abgesehen von den hohen Kerosinpreisen.

Ich würde wirklich nicht mehr mit dem Kranich fliegen, doch derzeit überwiegen noch gewisse Vorteile. Das Streckennetz ist zudem gut.

An Condor stört mich, dass die seit einiger Zeit Wet-Leasing-Verträge mit osteurop. Airlines haben. Wenn ich Condor buche, möchte ich nicht mit irgendwelchen Billigairlines aus Bulgarien oder Rumänien fliegen.

Wenn man mit nicht-europäischen Gesellschaften fliegt, dann erhält man keine Entschädigungszahlung. Wir machten diese Erfahrung mit der Delta-Airlines, als die Maschine defekt war und mit einem Tag Verzögerung nach Hause gekommen sind. Dafür streiken solche Airlines für gewöhnlich nicht.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 31. Mai 2026, 11:42:22
Schade, dass bei eurem Ausflug an die Westküste kein besseres Wetter war. Denn die Buchten dort sind durchaus auch sehenswert und in der Regel auch zur Saison weniger besucht.

Diese LH-Streiks alle Jahre wieder sind wirklich lästig  :P Wir sind auch lange nicht mehr mit denen geflogen (bis Januar).

Zitat
Wenn man mit nicht-europäischen Gesellschaften fliegt, dann erhält man keine Entschädigungszahlung. ...Dafür streiken solche Airlines für gewöhnlich nicht.
Man hat keinen Anspruch darauf, doch die können sich durchaus kulant zeigen. Gibt nicht immer Geld, doch zumindest einen Gutschein/ Meilengutschrift.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 31. Mai 2026, 14:10:44
Sorry, Christina für OT.

Diese LH-Streiks alle Jahre wieder sind wirklich lästig  :P Wir sind auch lange nicht mehr mit denen geflogen (bis Januar).

Es betrifft nicht nur die LH oder den Fraport, sondern alle Flughafenangestellten der versch. Gewerkschaften (Bodenpersonal, Siko ...) und Flughäfen, die abwechselnd streiken.

Man hat keinen Anspruch darauf, doch die können sich durchaus kulant zeigen. Gibt nicht immer Geld, doch zumindest einen Gutschein/ Meilengutschrift.

Wenn sie sich denn kulant zeigen ::). Wir bekamen damals von Delta aufgrund der 24stündigen Verspätung ein paar Meilen gutgeschrieben. Gutscheine gab's für die Übernachtung und Verpflegung. Am nächsten Tag erhielten wir nur noch Sitzplätze in der Eco, hatten aber Premium Eco bezahlt. Hierfür bekam ich nach langem Hin und Her eine lächerliche Differenz von 180 € erstattet. Was ist aber, wenn man kein Meilenkonto bei der jeweiligen Airline hat? Dann gibt es nicht mal Meilen. Bei manchen Airlines (dazu gehört auch die LH) verfallen die Meilen nach einer gewissen Zeit, wenn man nicht über einen Status oder die entsprechende Miles & More-Kreditkarte verfügt.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 01. Juni 2026, 17:54:13
Kein Problem mit OT.

Ich finde es auch extrem nervig mit den regelmässigen Streiks, aber danach suche ich nicht die Fluggesellschaft aus bzw. wenn man innereuropäisch ab Frankfurt fliegt, hat man nicht viel Auswahl. Für Finnland war die letzten Jahre Finnair deutlich günstiger als LH, aber und das kriegt man hier halt nicht so mit, auch bei denen wird regelmässig gestreikt. Letztes Jahr ging das über mehrere Monate, immer am Monatsanfang wurden von der Gewerkschaft die Streiktage bekanntgegeben, zum Glück war der Streik dann irgendwann im Sommer beendet und ich im September nicht mehr betroffen.

Für die Algarve hatte ich natürlich auch andere Fluggesellschaften angeschaut, aber die waren viel teurer und/oder es gab keine Direktflüge.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 02. Juni 2026, 18:04:12
14. Tag, Mittwoch, 11.02. - 1. Teil

Auch heute wollen wir in eine Region, die wir bisher wegen des schlechten Wetters ausgelassen haben. Auch heute hat es dort nicht die idealen Wetterbedingungen, aber es ist unsere letzte Chance, morgen fliegen wir (vermutlich) nach Hause, daher versuchen wir es. Ursprünglich geplante längere Wanderungen werden aber von vorneherein gestrichen, das ist heute sinnlos, da läuft man nur durch Matsch und Wolken.

Die Fahrtstrecke ist nicht lang, daher können wir es gemütlich angehen und starten erst um 9.30 Uhr. Bereits eine halbe Stunde später erreichen wir unser erstes Ziel, Caldas de Monchique. Der kleine Ort liegt im Landesinneren, in der Serra de Monchique und ist ein Thermalkurort. Bereits seit dem 15. Jh. mit einem Schwerpunkt im 19. Jh. erholten sich hier die damaligen Schönen und Reichen, erste Nutzer der heilsamen Quellen waren aber schon die Römer. Heutzutage geben die Touristen den Badeorten am Meer den Vorzug, es gibt aber noch einige Hotels, ein Casino und ein öffentliches (vielleicht auch nur für Hotelgäste?) Thermalbad.

Üppig grün ist es hier und es plätschert und gluckert überall, was vermutlich auch an den vielen Regenfällen der vergangenen Tage und Wochen liegt, ganz so feucht ist es im Sommer wohl nicht. Wir bummeln durch den Ort mit seinen schön renovierten Häusern und durch einen Park, der sehr an verschiedene Parks auf den Azoren erinnert.

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Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 02. Juni 2026, 18:17:56
14. Tag, Mittwoch, 11.02. - 2. Teil

Nächster Stopp soll der Gipfel des höchsten Bergs der Algarve sein, der 902 m hohe Foia, bequem mit dem Auto erreichbar (es gibt aber auch eine Vielzahl von Wanderwegen). Einen Blick bis an die Küste, den man an klaren Tagen hat, erhoffen wir uns heute nicht, aber dass wir nicht mal die Hand vor Augen sehen, hätten wir dann doch nicht erwartet. Aber leider ist es so, tiefhängende Wolken und Nebel wabern umher, wir sind froh, dass wir vom Parkplatz den Weg zu einem (indoor) Markt mit handwerklichen Produkten aus der Region finden und zum sich daneben befindlichen Café. Wir stöbern im Markt und trinken einen Kaffee in der Hoffnung, dass sich in der Zeit der Nebel etwas lichtet, aber da tut sich gar nichts und so fahren wir bald wieder bergab.

500 m tiefer liegt das Städtchen Monchique auf einem Hügel. Wir spazieren als erstes zu einem Aussichtspunkt mit schönem Blick über die Stadt,

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dann ins Ortszentrum mit einem großen gefliesten Bild und einem interessanten Brunnen.

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Zum Mittagessen kehren wir ins Café Velochique ein, man kann hier Fahrräder mieten, reparieren lassen und vielleicht auch kaufen, und im anderen Teil des Gebäudes sehr nett innen (und draußen auf der Terrasse) sitzen bei Kaffee- und Teespezialitäten, süßem Gebäck und einigen kleineren Gerichten. Ich bestelle einen Tee und einen Avocado Toast, Peter ein alkoholfreies Bier und einen Burger mit Kartoffel Wedges, von denen ich einige abbekomme (EUR 30,00), alles sehr lecker.

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Nach dem Essen setzen wir den Stadtbummel bei inzwischen leichtem Sonnenschein fort, recht nett schlängeln sich die Gassen den Hügel hinauf.

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Wir überlegen, ob wir nochmal einen Versuch mit dem Foia Gipfel angesichts des deutlich besseren Wetters wagen sollen, aber in den höheren Lagen hängen immer noch die Wolken fest, das ist von hier gut zu erkennen.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 02. Juni 2026, 18:24:10
14. Tag, Mittwoch, 11.02. - 3. Teil

Daher fahren wir gegen 14 Uhr zurück nach Alvor zu „unserem“ Supermarkt, bei dem sich nicht nur eine Tankstelle, sondern auch eine Waschanlage und Autostaubsauger befinden. Ein paar letzte Dinge wollen eingekauft werden, dann nutzen wir den Staubsauger, den hat das Auto dringend nötig, eine ganze Menge Sand und noch mehr Steinchen haben wir in den zwei Wochen im Fußraum verteilt. Auch eine Autowäsche ist nötig, wegen des vielen Regens sind hier unzählige, teils sehr tiefe Pfützen auf den Straßen, die für Dreckspritzer bis in Scheibenhöhe gesorgt haben. Schließlich wird noch getankt, so dass wir morgen an der teuren Tankstelle am Flughafen nur noch wenig nachfüllen müssen.

Dann geht es in die Unterkunft und schöne Überraschung, hier direkt an der Küste scheint die Sonne, da halte ich mich gar nicht lange drinnen auf, sondern mache noch einen letzten Spaziergang zum Strand, Peter verzichtet darauf wegen seiner starken Erkältung. Ach ist das herrlich, doch noch mal Sonnenschein und blaues Meer. Die Freude währt aber nur kurz, sehr schnell ziehen wieder Wolken heran und ich mache mich auf den Rückweg zur Ferienwohnung, dort steht ja leider noch das Kofferpacken an.

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Bis wir ins Bett gehen, wird uns unser Flug immer noch als planmäßig angezeigt, während fast alle anderen LH Flüge ab Frankfurt (damit wir von Faro nach Frankfurt fliegen können, muss das Flugzeug erstmal von Frankfurt nach Faro kommen) inzwischen gecancelled sind. Wir machen vor dem zu Bett gehen unseren Online Check-in, mal sehen, ob wir morgen tatsächlich fliegen.

Wetter: bewölkt, vormittags leichter Regen, nachmittags kurz sonnig, ca. 18°C

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 03. Juni 2026, 14:40:00
Bei  :strahl: wirkt einfach alles freundlicher und wegen dem Rückflug bleibt's spannend.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 03. Juni 2026, 18:01:54
Nach Monchique haben wir uns bisher nicht mit dem WoMo getraut. Da schaut es ja auch sehr nett aus, vielleicht ergibt sich ja mal eine Rollertour.

Zum Abschied zeigt sich ja der Strand von Alvor nochmals von seiner besten Seite  ;D
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 04. Juni 2026, 18:05:27
Nach Monchique haben wir uns bisher nicht mit dem WoMo getraut. Da schaut es ja auch sehr nett aus, vielleicht ergibt sich ja mal eine Rollertour.


Wegen der kurvigen Strasse nicht getraut, nehme ich an? Ich fand sie eigentlich nicht sehr eng, meiner Meinung nach dürfte das für ein Womo kein Problem sein. Probleme könnte aber das Parken in Monchique machen, wir haben auf dem großen kostenlosen Parkplatz am Ortsrand beim Kreisverkehr geparkt, da ist es sehr uneben und es war sehr voll. Auf dem Foia stand ein Womo, da sind riesige Parkplätze, die Straße ist dort hinauf allerdings enger als die bis Monchique.

Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 04. Juni 2026, 18:17:28
15. Tag, Donnerstag, 12.02.

Peter kann gegen 4.30 Uhr nicht mehr schlafen, steht auf und macht sich einen Tee. Als er gegen 5 Uhr wieder ins Bett kommt, sagt er mir, er hätte von LH eine Mail bekommen, weil sich sein Sitzplatz geändert hätte. Na, da muss ich gleich nachschauen, da kann ja eigentlich nur ein anderer Flugzeugtyp der Grund sein. Und weil wir getrennte Tickets haben, sitzen wir nun sicherlich nicht mehr nebeneinander.

Tatsächlich wird ein anderes Flugzeug eingesetzt, weil nun wegen des Streiks nicht die LH fliegt, sondern Air Baltic. Das andere Flugzeug ist kleiner und hat keine 3-3 Bestuhlung, sondern 2-3. Wir sitzen natürlich nicht nebeneinander, aber es sind noch zwei 2er Reihe komplett frei, da setzen wir uns beide gleich um. Perfekt, nun haben wir eine 2er Reihe für uns.

Wir machen nochmal das Licht aus und schlafen bis 7 Uhr.

Nach Frühstück und Abwasch packen wir alles zusammen, checken gegen 8.45 Uhr aus und fahren in Richtung Flughafen. Ach ja, an unserem Abreisetag scheint die Sonne :(, aber bei einer Abflugzeit um 13.10 Uhr und einer knappen Stunde Fahrt zum Flughafen, ist leider keinerlei Outdoor Aktivität an diesem Tag mehr möglich. Von der Autobahn aus sehen wir die Berge in der Ferne, wo wir gestern waren - heute völlig wolkenfrei :(.

An der Tankstelle beim Flughafen machen wir den Tank nochmal voll und nutzen gleich nochmal die auch hier vorhandenen Wasch- und Saugmöglichkeiten fürs Auto (ich finde es übertrieben, aber wenn Peter das möchte, bitte sehr, genug Zeit haben wir).

Die Autorückgabe erfolgt wie meist für meinen Geschmack viel zu schnell, da muss man sich wirklich konzentrieren, damit nicht irgendetwas im Auto liegen bleibt und natürlich vergesse ich, ein Foto vom Display zu machen (mit Kilometerstand und Tankanzeige). Ich verstehe nicht, weshalb einen die jeweiligen Mitarbeiter nicht in Ruhe ausräumen lassen und erst, wenn man fertig ist, sich den Schlüssel holen.

Um 10 Uhr sind wir dann im Flughafen und stellen fest, dass der „drittgrößte Flughafen Portugals“ zu den kleinsten gehört, an denen wir je waren. Aber er ist sehr hell und freundlich und es gibt sogar außerhalb des Flughafengebäudes ein Café mit Außenterrasse.

Während wir auf die Öffnung des Schalters für die Kofferaufgabe warten (Automaten gibt es hier für LH nicht), kommt schon die Mail von Sixt mit dem Rückgabebeleg, 1261 km sind wir gefahren, angeblich ist in der Windschutzscheibe ein Steinschlag (auf dem angehängten Foto kann man aber nichts erkennen und uns ist auch nichts aufgefallen) und das Auto wäre außen schmutzig, dass letzteres nicht stimmt, sieht man auf dem Foto vom angeblichen Steinschlag, da ist auch ein Teil des restlichen Autos mit drauf). Na ja, zum Glück ist in unserer Versicherung auch Glas inkludiert und wir haben keinen Selbstbehalt, der wäre sonst jetzt weg. Mal abwarten, was die Endrechnung enthalten wird.

Bei der Kofferaufgabe bekommen wir jeweils einen EUR 5,00 Gutschein, weil im Flugzeug wegen des Streiks keinerlei Service stattfinden wird. Nicht schlecht im Hinblick darauf, dass man an Bord außer einem Becher oder einer kleinen Flasche Wasser und vielleicht einem kleinen Täfelchen Schokolade sowieso nichts kostenlos bekommen hätte, da können wir mit den EUR 5,00 mehr anfangen.

An der Sicherheitskontrolle müssen Flüssigkeiten separat herausgelegt werden, Elektronik nicht, mal eine neue Variante.

Der gute Eindruck, den der Flughafen bis jetzt auf uns gemacht hat, ändert sich nach der Sicherheitskontrolle. In diesem Bereich gibt es noch genau zwei Möglichkeiten etwas zu essen, eine Art Foodcourt, in dem es aber an allen drei oder vier Ständen nur Snacks wie eine Portion Pommes mit einem Sandwich oder einem Hühnchenschlegel gibt und eine „Paul“ Filiale, bei der es ebenfalls kein warmes Essen oder auch nur einen Salatteller gibt, nur diverse Sandwiches und süßes Gebäck. Dazu Preise, wie sie z.B. am Flughafen Frankfurt üblich sind oder noch teurer, was ist denn da los?

Aber irgendetwas müssen wir essen, wir entscheiden uns für „Paul“, ich bestelle einen Croque Monsieur, der immerhin recht lecker und außerdem riesig ist, Peter ein Sandwich, dazu jeweils einen großen Cappuccino und für später zum Abendessen nehmen wir jeweils noch ein Sandwich mit (EUR 50, davon können wir 2 x EUR 5,00 abziehen).

Vom Gate können wir die Lagune und die dahinter liegende Ilha de Faro mit dem Strand von Faro sehen, wo wir vor ein paar Tagen spazieren waren und vor dem Regen in ein Café flüchten mussten, heute hätten wir dieses Problem nicht, sondern könnten die Sonne genießen.

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Unseren damaligen Spazierweg über die Brücke können wir nach dem Start aus der Luft noch besser sehen.

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Der Flug ist sehr angenehm, zum Vorteil der 2er Reihe gibt es auch noch wesentlich mehr Sitzabstand nach vorne als im größeren LH Airbus vom Hinflug und über jeder Sitzreihe hängt ein kleiner Monitor auf dem man die Flugroute, Flugdauer usw. sehen kann, das hatte ich auf einem Kurz – und Mittelstreckenflug noch nie – da hat uns der Streik nur Vorteile gebracht.

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Wir landen recht pünktlich gegen 17.30 Uhr in Frankfurt und werden mit dem Bus zum Terminal 1 gebracht, was den Vorteil hat, dass es zu Fuß nicht mehr weit zur Kofferabholung ist. Der Flughafen ist wegen des Streiks wie ausgestorben (obwohl ja nur Lufthansaflüge davon betroffen sind), unser Kofferband ist weit und breit das einzige, an dem Passagiere auf ihr Gepäck warten.

Nach ca. 10-minütiger Wartezeit sind unsere beiden Koffer da und wir gehen zum Parkhaus. Kurz sind wir etwas verwirrt, wie wir zu unserem Parkplatz finden sollen (Ebene und Parkplatznummer haben wir fotografiert, die Beschilderung ist aber ziemlich unklar), dann werden wir doch noch fündig und fahren gegen 18.30 Uhr los. Da auf der Autobahn ziemlich viel Verkehr ist, wechseln wir nach der Hälfte der Strecke auf die ruhigere Landstraße und sind um 19.45 Uhr zu Hause.

Wetter: FAO sonnig, leichte Bewölkung, ca. 18°C; FRA bewölkt, ca. 7°C

In den nächsten Tagen folgt dann noch das Fazit.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 05. Juni 2026, 13:46:59
Da konnte die LH noch schnell die Air Baltic aus Lettland anheuern :beifall:. Da hattet ihr wirklich Glück und seid mit einem Airbus A220 geflogen.

Es ist eine Frechheit, dass die meisten Airports die Passagiere so beim Kauf von Snacks und Getränken abzocken.

Schade, dass sich die  :strahl: erst am Rückreisetag so richtig blicken ließ.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 05. Juni 2026, 21:37:14
Wenn man sich ohne Fake-Bewertungen informieren will ist tripadvisor ja eine ganz gute Anlaufstelle.
Ich habe spaßeshalber mal nach Sixt-Faro gesucht:
https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g1066093-d28319238-Reviews-Sixt-Maia_Porto_District_Northern_Portugal.html

So unterirdische Bewertungen habe ich wirklich noch nie gesehen.
1,1 von 5   Wow!  :o
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 06. Juni 2026, 18:56:56
Monchique - tatsächlich hatten wir eher Bedenken wegen der Parksituation als wegen der Straße dorthin.  8) Ich glaube, Campingplätze gibt es auch nicht in der Nähe. Müsste ich mal vor der nächsten Portugalreise recherchieren.

Bei Mietfahrzeugabgabe gehetzt zu werden, hat uns auch immer genervt. Kommt ja jetzt nicht mehr so oft vor. Ebenso wenig das Fliegen. Dass die Getränke nach der Sicherheitskontrolle so teuer sind, ärgert mich auch. Meist versuchen wir vorher was zu essen / trinken. Auf irgendeinen Flughafen haben wir jedoch Wasser-Auffüllstationen gesehen - vermutlich Vancouver  :gruebel:

Zumindest hat das mit dem Flug noch geklappt.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 08. Juni 2026, 18:47:22
Wenn man sich ohne Fake-Bewertungen informieren will ist tripadvisor ja eine ganz gute Anlaufstelle.
Ich habe spaßeshalber mal nach Sixt-Faro gesucht:
https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g1066093-d28319238-Reviews-Sixt-Maia_Porto_District_Northern_Portugal.html

So unterirdische Bewertungen habe ich wirklich noch nie gesehen.
1,1 von 5   Wow!  :o

Bei Autovermietungen schaue ich mir gar keine Bewertungen mehr an, weil ich da (auch bei Google) den Eindruck habe, dass die meist von Leuten geschrieben sind, die sich vorher überhaupt nicht vorbereiten, oft sogar erst vor Ort mieten und sich dann alles mögliche andrehen lassen. Was Sixt hier angeht, an sich waren wir zufrieden; was den Steinschlag angeht, habe ich zwar meine Zweifel, ob der tatsächlich da war, aber wir hatten ja die Versicherung ohne Selbstbehalt.

Um die Geschichte mit dem Mietauto aufzulösen, wir haben keinerlei Nachforderung bekommen, sondern nach ein paar Tagen die Endabrechnung bei der nichts mehr zu zahlen war. Was man bei Automieten in Portugal beachten sollte, ist die Maut (die "Algarveautobahn" parallel zur Küste ist mautfrei, wenn man aber Richtung Lissabon abbiegt, wird Maut fällig). Bei Sixt (ich weiß nicht, wie das bei anderen Autovermietern ist) ist eine Mautbox fest verbaut, die man nicht deaktivieren kann. Wenn man eine mautpflichtige Strecke fährt, zahlt man später die Maut und eine Nutzungsgebühr. Bei Sixt zahlt man diese Nutzungsgebühr (ca. EUR 25) immer nach dem Ende der Mietzeit, die wird von der Kreditkarte abgebucht, nicht nur blockiert und wenn keine Maut angefallen ist, bekommt man den Betrag  vier Wochen nach Mietende zurück. Wir haben keine mautpflichtige Straße genutzt und korrekterweise das Geld zurück bekommen.


Bei Mietfahrzeugabgabe gehetzt zu werden, hat uns auch immer genervt. Kommt ja jetzt nicht mehr so oft vor. Ebenso wenig das Fliegen. Dass die Getränke nach der Sicherheitskontrolle so teuer sind, ärgert mich auch. Meist versuchen wir vorher was zu essen / trinken. Auf irgendeinen Flughafen haben wir jedoch Wasser-Auffüllstationen gesehen - vermutlich Vancouver  :gruebel:



Dass sofort, wenn man das Auto abgestellt hat, jemand vom Vermieter kommt, erlebe ich eigentlich häufig. Bei Sixt in Helsinki war das bei beiden Mieten so, jetzt eben in Faro, bei Europcar in Mallorca war auch gleich jemand da, hat aber iimerhin nur den Schlüssel mitgenommen und sich dann nochmal vom Auto entfernt. Nur bei Hertz in Helsinki ist überhaupt niemand aufgetaucht, da musste ich sogar länger suchen, bis ich den Schlüssel abgeben konnte. An die Mieten davor erinnere ich mich nicht mehr genau.

Wasserauffüllstationen gibt es wohl an sehr vielen Flughäfen inzwischen, Frankfurt, Sevilla, Mallorca, Helsinki, Faro. Daher habe ich hinsichtlich der Wasserpreise keine Probleme mehr, wir füllen dann immer kostenlos auf. Das scheinen aber viele Leute gar nicht zu wissen. Wir haben in Faro als wir bei "Paul" gegessen haben, viele Leute von unserem Flug gesehen, die dort ihre Gutscheine für Wasserflaschen eingelöst haben (und weil eine kleine Flasche EUR 4 gekostet hat, wollten sie EUR 1 als Rückgeld bekommen, was aber abgelehnt wurde, stattdessen wurde ein Gebäck angeboten, dass die Leute abgelehnt haben, völlig unverständlich).
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 08. Juni 2026, 19:45:30
Fazit:

Nachdem wir über zwanzig Jahre lang Wetterglück bei unseren Urlauben hatten, scheint es nun damit vorbei zu sein: nach dem nicht so ganz perfekten Wetter beim Normandie-Bretagne Urlaub im Mai 2025 und im Finnland Urlaub im September 2025 war das nun der dritte Urlaub in Folge mit suboptimalem Wetter, dazu kamen noch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hauptsächlich von Peter. Einzig beim Lufthansa Streik hatten wir Glück und konnten völlig unbeeinträchtigt vom Streik fliegen.

Trotz der genannten Einschränkungen hatten wir unter dem Strich einen schönen Urlaub (Peter sieht das etwas anders, aber der schreibt ja nicht den Bericht hier), der uns einen recht umfassenden Eindruck der Algarve vermittelte. Anders als bei Mallorca, das ich jahrzehntelang wegen des Massentourismus gemieden hatte und das mich dann 2023 völlig unerwartet so sehr begeistert hatte, dass ich im Jahr darauf gleich noch mal dort war, haben sich meine Vorbehalte bei der Algarve bestätigt. Die Landschaft dort an sich ist toll, sowohl die Strände mit den Felsformationen, als auch das grüne, hügelige Hinterland. Aber die fast völlig zugebaute Küste trübt das Erlebnis doch sehr, unendlich viele und dazu noch extrem hässliche Bettenburgen und an fast jedem Strand noch Strandbars, die ebenfalls extrem hässlich sind, das gefällt mir nicht.

Die zum Glück kaum bebaute Westküste war eine schöne Ausnahme dazu.

Sehr gut gefallen hat uns wieder wie auch schon in Lissabon und auf den Azoren die Freundlichkeit der Menschen, das völlig unkomplizierte Verständigen in Englisch und die für uns Mitteleuropäer normalen Essenszeiten. Auch sehr schön, dass es in den meisten Hafenorten noch eine recht große Anzahl von aktiven Fischern gibt, die sich zwischen all den touristischen Einrichtungen noch einen Platz für sich und ihre Ausrüstung bewahrt haben.

Etwas erschreckend war der teils katastrophale Zustand der Straßen und noch mehr der vieler Häuser, unglaublich, wieviel Hausruinen dort stehen, ganze Häuserreihen sind in den Innenstädten mehr oder weniger verfallen, auch große Hotelkomplexe stehen teilweise leer und bleiben einfach sich selbst überlassen und direkt daneben wird etwas Neues gebaut.

Einen weiteren Algarve Urlaub in einigen Jahren könnte ich mir trotzdem vorstellen, dann mit Unterkunft und auch Schwerpunkt der Wanderungen und Besichtigungen an der Westküste.

Die große positive Überraschung der Reise war mein Arthrose-Knie – nachdem ich in Finnland so große Probleme damit hatte und auch den gesamten Winter zu Hause kaum einen längeren Spaziergang machen konnte, hatte ich hier nur wenige Schmerzen oder Beeinträchtigungen. Das macht mir nun doch Hoffnung auch zukünftig noch diesbezüglich unbeschwerte Urlaube verbringen zu können.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Horst am 09. Juni 2026, 07:26:06
Erstmal danke für Deinen Bericht!  :D

Was man bei Automieten in Portugal beachten sollte, ist die Maut (die "Algarveautobahn" parallel zur Küste ist mautfrei, wenn man aber Richtung Lissabon abbiegt, wird Maut fällig). Bei Sixt (ich weiß nicht, wie das bei anderen Autovermietern ist) ist eine Mautbox fest verbaut, die man nicht deaktivieren kann. Wenn man eine mautpflichtige Strecke fährt, zahlt man später die Maut und eine Nutzungsgebühr. Bei Sixt zahlt man diese Nutzungsgebühr (ca. EUR 25) immer nach dem Ende der Mietzeit, die wird von der Kreditkarte abgebucht, nicht nur blockiert und wenn keine Maut angefallen ist, bekommt man den Betrag  vier Wochen nach Mietende zurück. Wir haben keine mautpflichtige Straße genutzt und korrekterweise das Geld zurück bekommen.
Gut zu wissen!



Einen weiteren Algarve Urlaub in einigen Jahren könnte ich mir trotzdem vorstellen, dann mit Unterkunft und auch Schwerpunkt der Wanderungen und Besichtigungen an der Westküste.

Die große positive Überraschung der Reise war mein Arthrose-Knie – nachdem ich in Finnland so große Probleme damit hatte und auch den gesamten Winter zu Hause kaum einen längeren Spaziergang machen konnte, hatte ich hier nur wenige Schmerzen oder Beeinträchtigungen. Das macht mir nun doch Hoffnung auch zukünftig noch diesbezüglich unbeschwerte Urlaube verbringen zu können.
Das mit dem Knie ist wohl die schönste Erfahrung die Du aus der Reise mitnimmst.

Sollte ich in die Gegend reisen würde ich wohl die Algarve in wenigen Tagen "mitnehmen" und dann auch einen Schwerpunkt auf die Westküste legen.
Falls Du noch nicht an der Küste bei Lissabon und nördlich davon warst - die hat auch schöne Ecken.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Paula am 09. Juni 2026, 15:08:10
Hallo Christina,

etwas verspätet habe ich nun den ganzen Reisebericht auf einen Rutsch gelesen (habe mich ein paar Wochen bewußt nicht mit dem Thema Urlaub beschäftigt da es so aussah als ob unser Urlaub krankheitsbedingt ins Wasser fällt). Mit dem Wetter habt ihr wirklich Pech gehabt, aber das ist wohl auch dem Klimawandel zu verdanken, man kann sich leider nicht mehr an bisherigen Wettermustern orientieren. Und im Urlaub krank zu werden ist natürlich besonders ärgerlich, wie schön dass du wenigstens gut laufen konntest!
Wir waren ja erst vor 4 Jahren an der Algarve (kommt mir viel länger vor), trotzdem ist mir außer Faro und Tavira erst mal nichts bekannt vorgekommen, ich kann also problemlos noch mal hinfahren und alles neu entdecken  ;D
mir hat in deinem Bericht die Nordküste besonders gut gefallen, ganz im Westen und im Norden waren wir ja noch gar nicht. Was mir sehr aufgefallen ist bei deinen Bildern waren die hohen Wasserstände und die starken Wellen, da merkt man den Unterschied zwischen Winter und Frühling, ansonsten wäre es mir gar nicht so ins Auge gesprungen, es war doch überall schön grün, gar nicht wie ich mir den Winter vorstellen würde.
Und entweder habe ich es schon wieder vergessen oder wir waren in weniger heruntergekommenen Ecken, an viele verfallende Häuser kann ich mich gar nicht erinnern, auch nicht an katastrophale Strassen. Vielleicht hat sich die wirtschaftliche Situation in Portugal in den letzten Jahren verschlechtert? Und mit dem Mietwagen haben wir dann auch mehr Glück gehabt (das war ein no-name Anbieter), ich habe noch nie im Urlaub ein Auto gewaschen, die gebe ich einfach immer nur leergeräumt ab, mit allem Dreck und Speck, da hat sich noch nie jemand beschwert und Kratzer oder Beulen sind mir auch egal, ich buche immer das rundum-sorglos Paket ohne Selbstbeteiligung.

Danke für den schönen Bericht und ich hoffe du kannst den nächsten Urlaub bei schönem Wetter und guter Gesundheit verbringen!
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 09. Juni 2026, 15:36:28
Liebe Christina,

Nachdem wir über zwanzig Jahre lang Wetterglück bei unseren Urlauben hatten, scheint es nun damit vorbei zu sein: nach dem nicht so ganz perfekten Wetter beim Normandie-Bretagne Urlaub im Mai 2025 und im Finnland Urlaub im September 2025 war das nun der dritte Urlaub in Folge mit suboptimalem Wetter, dazu kamen noch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hauptsächlich von Peter. Einzig beim Lufthansa Streik hatten wir Glück und konnten völlig unbeeinträchtigt vom Streik fliegen.

gegen das Wetter ist man machtlos. Diesen Winter gab es im Süden reichlich Regen. Dieses Jahr scheint El-Niño aktiv zu sein.

Bei so einem Schmuddelwetter erkältet man sich leicht, vor allem bei Zugluft und Wind. Wenn man im Urlaub krank ist, bringt das keinen Spaß.

Immerhin war auf die Lufthansa Verlass  :thumb:.

Aber die fast völlig zugebaute Küste trübt das Erlebnis doch sehr, unendlich viele und dazu noch extrem hässliche Bettenburgen und an fast jedem Strand noch Strandbars, die ebenfalls extrem hässlich sind, das gefällt mir nicht.

Dann darfst du nicht an die Costa del Sol in Andalusien. Bettenburg an Bettenburg - so extrem hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Die große positive Überraschung der Reise war mein Arthrose-Knie – nachdem ich in Finnland so große Probleme damit hatte und auch den gesamten Winter zu Hause kaum einen längeren Spaziergang machen konnte, hatte ich hier nur wenige Schmerzen oder Beeinträchtigungen. Das macht mir nun doch Hoffnung auch zukünftig noch diesbezüglich unbeschwerte Urlaube verbringen zu können.

Immerhin hattet ihr überwiegend um die 18°C, wenn auch schmuddelige. Meine Gelenke mögen den kalten, deutschen Winter auch nicht.

 :danke: für den ausführlichen Reisebericht. Trotz der fotogenen orangenen Steine zieht es mich noch nicht an die Algarve. Das ist eher ein Ziel für die Rentnerzeit, wenn wir mehr Zeit haben und die Bucket List soweit abgearbeitet ist :cool2:.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 09. Juni 2026, 18:37:45
Liebe Christina,

herzlichen Dank für diesen interessanten Winter Reisebericht von der Algarve mit allerlei Bekanntem und manch Unbekanntem. Ich bin sehr gern mitgefahren, trotz des suboptimalen Wetters. War natürlich schade, dass einige Strandzugänge gesperrt waren und auch die Brandung Strandspaziergänge nicht so erlaubt hat. Vermutlich wegen des Campings haben wir von den Bauruinen in den Orten wenig mitbekommen und auch die Straßen schienen uns soweit okay.

Für einen weiteren Besuch würde ich euch tatsächlich die Westküste empfehlen (nicht alles davon gehört zur Algarve). Zum Wandern an Stränden und Klippen gibt es dort den Fischertrail (Trilho Pescadores) und Rota Vicentina, die man auch in Etappenrunden unter die Füße nehmen kann.

Prima, dass es keine Knieprobleme gegeben hat. Drücke die Daumen, dass es im nächsten Urlaub so bleibt und für besseres Wetter.

 :danke:
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 09. Juni 2026, 22:00:00
Erstmal danke für Deinen Bericht!  :D

Sollte ich in die Gegend reisen würde ich wohl die Algarve in wenigen Tagen "mitnehmen" und dann auch einen Schwerpunkt auf die Westküste legen.
Falls Du noch nicht an der Küste bei Lissabon und nördlich davon warst - die hat auch schöne Ecken.

Danke fürs Mitreisen. Ich bin gespannt, ob es dich in näherer Zukunft in die Ecke ziehen wird.

In Lissabon war ich schon und ein bisschen an der Küste dort an einem Tagesausflug von Lissabon aus. Hat mir auch sehr gut gefallen, Portugal hat auf jeden Fall noch genug Stoff für weitere Urlaube.

Susan, vielen Danke auch dir fürs Begleiten, ich vermute, dass uns die Bauruinen auch besonders wegen des schlechten Wetters ins Auge gefallen sind, bei Sonnenschein sieht vieles schöner aus.


Dann darfst du nicht an die Costa del Sol in Andalusien. Bettenburg an Bettenburg - so extrem hatte ich mir das nicht vorgestellt.

 :danke: für den ausführlichen Reisebericht. Trotz der fotogenen orangenen Steine zieht es mich noch nicht an die Algarve. Das ist eher ein Ziel für die Rentnerzeit, wenn wir mehr Zeit haben und die Bucket List soweit abgearbeitet ist :cool2:.

Danke fürs Begleiten Ilona. Ich nehme an, ihr wart an der Costa del Sol? Vielleicht gibt es da auch noch einen Bericht? Was das nächste "Winter" Ziel angeht, bin ich noch sehr unentschlossen und werde mich diesmal wohl eher erst im Herbst entscheiden.

Hallo Paula, schön mal wieder von dir zu lesen. Kann ich verstehen, dass du in so einer Situation erstmal gar nichts mehr von Reisen hören und lesen wolltest, gut, dass ihr nun doch nach Bilbao starten könnt.

Grün war es auf jeden Fall, wohl sogar grüner als im Spätsommer, Herbst, wenn vieles vertrocknet ist.

Wir hatten ja auch beim Auto die Versicherung ohne Selbstbeteiligung (würde ich auch nie anders buchen) und mussten auch nichts zusätzliches zahlen. Wie sauber das Auto bei Rückgabe sein muss, ist aber leider nicht geregelt, da ist es unproblematischer, man fährt eine Beule rein, die ist ganz sicher von der Versicherung abgedeckt, daher reinigen wir / ich vorsichtshalber meistens das Auto vor Rückgabe innen und außen, wobei es auf den tatsächlichen Zustand ankommt, es gibt auch Reisen, wo wir / ich das nicht gemacht haben.

Danke fürs Nachlesen und die guten Wünsche, auch euch drücke ich die Daumen, dass ihr den Spanien Urlaub genießen könnt.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Ilona am 10. Juni 2026, 12:58:18
Ich nehme an, ihr wart an der Costa del Sol?

Wir waren zwei Tage an der Costa del Sol. Davon abgesehen war es eine abwechslungsreiche Rundreise.

Vielleicht gibt es da auch noch einen Bericht? 

Selbstverständlich ;D und er ist fast fertig. Mit der Veröffentlichung warte ich allerdings, bis Susan von ihrer Mittsommertour zurück ist.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Christina am 10. Juni 2026, 18:07:03
Ich nehme an, ihr wart an der Costa del Sol?

Wir waren zwei Tage an der Costa del Sol. Davon abgesehen war es eine abwechslungsreiche Rundreise.

Vielleicht gibt es da auch noch einen Bericht? 

Selbstverständlich ;D und er ist fast fertig. Mit der Veröffentlichung warte ich allerdings, bis Susan von ihrer Mittsommertour zurück ist.

Sehr schön, da freue ich mich schon.
Titel: Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
Beitrag von: Susan am 11. Juni 2026, 19:41:50
Vielleicht gibt es da auch noch einen Bericht? 

Selbstverständlich ;D und er ist fast fertig. Mit der Veröffentlichung warte ich allerdings, bis Susan von ihrer Mittsommertour zurück ist.

Sehr nett von dir, Ilona, danke. Das kann aber ein paar Wochen dauern  ;)