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Südnorwegen Mai/Juni 2016 Ein ungewöhnlich schöner Frühsommer in Norwegen – oder

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stefunny:

--- Zitat von: Rainer am 17. Juli 2016, 12:38:23 ---
--- Zitat von: stefunny am 17. Juli 2016, 12:21:56 ---bisher haben wir sie noch nicht benötigt.

--- Ende Zitat ---

Aber Du weißt jetzt, wie schnell es gehen kann. Ihr habt ein Riesenglück gehabt, dass da nicht mehr passiert ist. "DocHoliday" aus dem Forum hat sich in Oregon (sind auch paar Meter von hier...) genauso den Fuss "vertreten", der hatte nicht so ein Glück, der Fuss schwoll nachher dick an und im Krankenhaus zeigte sich ein mehrfacher Bruch des Mittelfusses (und Zehen?! weiß ich nicht mehr). Der ist noch in den USA operiert worden. Und das kostet richtig Geld, wenn man da nicht versichert ist, ist der nächste Urlaub gleich mit abgegolten...

--- Ende Zitat ---

Daher sind wir ja versichert.  ;D

stefunny:
Tag 12 – Geilo, NO – Lærdal, NO – 05.06.2016 – Sonntag

Ach, haben wir gut geschlafen, so leise war das. Nur die Sonne um 04:30 Uhr scheint ins Fenster, aber dann die Decke über den Kopf und noch mal die Augen feste zugemacht. Um 07:30 Uhr stehen wir auf.

Wir frühstücken, duschen, machen die Hütte sauber und packen zusammen.

Weiter geht es nach Norden, auf der 7 nach Hagafoss, dort steht eine der alten Kirchen, die steht aber ungünstig für Fotos. Aber schon bald kommt die nächste Stabkirche in Hol.







Diese steht besser im Licht. Mit uns ist nur ein Paar aus Österreich hier, sonst zum Glück keine Massen an Touristen.



Die Landschaft ist wieder typisch, Fjorde, kleine Orte und in der Ferne die schneebedeckten Berge . Die Landstraße 50 führt uns auch wieder hoch hinaus mitten rein in den Schnee, immer wieder durch viele lange Tunnel.

Wir machen des Öfteren Pause und setzen uns einfach nur hin, da, wo wir es gerade schön finden, und genießen die Ruhe. Viel los ist hier nicht. Nach einem Zick-Zack-Tunnel erreichen wir einen schönen Ort am Fjord, Aurlandsvangen, auf den wir von oben schon einen tollen Blick hatten. Dann geht es hinauf auf die nächste Landschaftsroute, das Aurlandsfjell.











Es wird auch merklich voller hier. Die Straße geht in Serpentinen den Berg hinauf. Viele Asiaten sind unterwegs, die können leider nicht Auto fahren. Sind immer zu 5 Leuten in einem PKW und steigen alle aus, machen Selfies und Fotos und fahren schnell weiter, immer wieder lustig anzusehen.



Auf dieser Straße gibt es eine tolle Attraktion, den Stegastein, ein Aussichtspunkt über dem Aurlandsfjorden.
Es ist voll, klar, es ist Sonntag, außer uns sind auch viele andere Touristen unterwegs, aber die meisten sind rücksichtsvoll und jeder kann sein Bild vorne an der Glaswand ohne Leute oder als Portrait machen.







Schon bald sind wir ganz oben und der Schnee liegt hier noch sehr hoch, autohoch. Die meisten Touristen sind nach dem Stegastein wieder runtergefahren, es ist mal wieder nicht viel los, wir können ungestört auf der Straße stehenbleiben.

Hier gefällt es uns sehr gut, die Landschaft schaut schön aus, wenn man jetzt wandern könnte, dann wären die Wege auch nicht steil, weil wir ja schon oben sind.

Aber erstens kann Mario heute noch nicht wandern und zweitens sind einige Wege noch mit Schnee bedeckt. Aber möglich ist es hier grundsätzlich, das merken wir uns mal vor für eine weitere Reise.









Wir verlassen die verschneite Landschaft wieder, es geht abwärts, wir sehen aus dem Augenwinkel einen Wasserfall, da halten wir natürlich mal an. Es geht über Stock und Stein auf einem kleinen Pfand runter zum Wasserfall. Mario beißt wieder die Zähne zusammen und wir gehen ein Stück. So gigantisch sind diese Wasserfälle, die Bilder zeigen leider nicht so richtig, mit welcher Wucht das Wasser runterkommt, auf jeden Fall extrem beeindruckend. Es hat sich in jedem Fall gelohnt, den kurzen Weg zu gehen.







Jetzt sind wir diese Straße wieder komplett runtergefahren und kommen am Sognefjord raus.

Es wird Zeit für eine Unterkunft, daher fahren wir nach links in Richtung Vindedalen, da stehen Schilder mit „Hytter“. Wir folgen diesen bis rauf auf einen Berg oberhalb des Fjordes. Es kommt auch gleich ein Typ raus, der sagt aber gleich, er hat nur primitive Campinghütten. Sehen wir so aus, als suchten wir was anderes? Wohl schon. Er gibt uns den Tipp, nach Lærdal zu fahren, dort gibt es einen großen Platz mit Luxushütten.


Wir finden den Platz sehr schnell, denn der ist wirklich groß. Zum ganzen Komplex gehört ein Campingplatz, Hüttencenter, Apartments, ein Motel und ein Feriencenter mit großem Spielplatz, kleiner Cartbahn und Restaurant etc.

Eigentlich auch nicht so recht das, was wir gesucht haben, aber wir fragen mal nach einer Hütte.
Erst dürfen wir gucken, die Hütten sind wirklich sehr schön und vor allem gepflegt. Sie kosten jetzt in der Vorsaison 949 NOK. Es gibt eine Küche, einen Wohnraum und ein Schlafzimmer mit zwei Einzelbetten, die man aber zusammenschieben kann. Natürlich gibt es auch ein Bad mit Dusche. Praktisch ist, dass die Duschen meist ebenerdig sind, aber der Boden ist mit einer Fußbodenheizung versehen und das fast in jeder auch noch so kleinen Hütte. Das Internet ist auch gut und schnell, so dass ich mal wieder etwas recherchieren kann.



Der Platz ist auch nicht so stark gefüllt, nur Deutsche und Holländer in ihren Wohn-wägen und Womos.
Wir richten uns in der Hütte ein und machen es uns gemütlich. Dann gehen wir noch mal in den Ort, da aber Sonntag ist, haben die Geschäfte hier zu. Wir haben jedoch noch Vorräte an Nudeln, also gibt es diese mal wieder zum Abendessen.





Nach dem wohlschmeckenden Mahl gehen wir noch an den Strand des Sognefjordes und machen einige Bilder. Da es ein wolkenloser Tag war, gibt es keinen spektakulären Himmel, aber es ist trotzdem sehr schön, es ist schön still hier.







Gegen halb 12 Uhr gehen wir zurück in die Hütte, lesen noch die Fotos ein und gehen dann schlafen.

Fakten des Tages:
Route:    Von Geilo nach Norden über Aurlandsfjell nach Lærdal
Wetter:    Sonne pur 25°
Sights:    Nationale Touristenstraße Aurlandsfjell.
Wanderungen:    kurze Wege zu Wasserfällen
Restaurant:    selbst gekocht - Nudel mit Tomatensauce.
Unterkunft:    Lærdal Ferien und Freizeitpark

Kosten:
Unterkunft:    NOK 949 / 100,27 €
Restaurant:    -
Selbstverpflegung:    -

Silv:
Sehr schön!

Ja, Tunnel gibt es genug in Norwegen. Wir fanden es immer wieder spannend, was man als nächstes sah, wenn man am anderen Ende eines Tunnels wieder herauskam... Und einmal hatten wir in einem Tunnel auch einen Kreisverkehr!  :)

stefunny:

--- Zitat von: Silv am 18. Juli 2016, 13:14:02 ---Sehr schön!

Ja, Tunnel gibt es genug in Norwegen. Wir fanden es immer wieder spannend, was man als nächstes sah, wenn man am anderen Ende eines Tunnels wieder herauskam... Und einmal hatten wir in einem Tunnel auch einen Kreisverkehr!  :)

--- Ende Zitat ---
Da sind wir auch durch gefahren. Sah spacig aus da gab es auch so blaues Licht.

stefunny:
Tag 13 – Lærdal, NO – Sandane, NO – 06.06.2016 – Montag

Camper mittleren und älteren Semesters gehen wohl früh ins Bett und schlafen sogar recht lange, auf dem Platz ist es bis halb 8 Uhr leise.

Am Morgen ist die übliche Routine schnell erledigt, die Hütte ist auch schnell sauber, da wir ja auch an einem Abend nicht viel Dreck machen. Schnell durchsaugen, im Bad die Dusche trocknen wischen und das Geschirr spülen. Fertig.

Heute Morgen erwartet uns gleich eine Fährfahrt, Manheller. Wir wollen nach Balestrand, denn von dort aus soll es einen Wasserfall-Hike geben.

Die Fahrt führt an diesem wunderbaren, sonnigen Morgen immer am Sognefjord entlang.
Schön, bald kommen wir auch wieder an wunderschönen Wasserfällen vorbei.

Dann fahren wir mit der nächsten Fähre heute von Hella nach Dragsvik und erreichen den Ort Balestrand.















Wir suchen den Wasserfallpfad, finden ihn aber nicht. Kein Wunder, denn er ist gar nicht hier, die Beschreibungen waren mal wieder irreführend. Aber egal, es ist trotzdem schön hier, entweder wir finden den Weg noch oder auch nicht.
Die nächste Landschaftsroute steht an, das Gaularfjell. An dieser Straße befindet sich dann auch der Wasserfallpfad, wie wir später merken.
Aber erst mal fahren wir wieder hoch hinauf. Ganz oben wird gerade eine spektakuläre Aussichtsplattform gebaut, leider noch nicht eröffnet. Sie sollte schon 2015 eröffnet werden, aber das wurde auf Spätsommer 2016 verschoben. Wird auf jeden Fall klasse werden.



Es liegt wieder überall Schnee mit dem extrem blauen Himmel, schaut das richtig stark aus! Wir fühlen uns pudelwohl.
Jetzt sehen wir auch die Schilder zum Wasserfallpfad (Fossestien), es geht über eine holprige Strecke zum Trailhead.
Dort machen wir erst mal eine Pause und essen was. Leider zieht sich der Himmel gerade etwas zu. Der Hike schaut sehr schneereich und matschig aus, so dass Mario ihn besser nicht wagen will. Aber das Gute ist, zu diesem Hike gibt es nicht nur den einen Zugang, sondern noch 4 oder 5 weitere, der ganze Hike ist 13 km lang, man kann aber auch nur Etappen davon laufen.









Also fahren wir nach der Mittagspause an diesem schönen Ort weiter.





Beim Schild für den Likholefossen halten wie dann wieder an, dieser ist nur ca. 700 Meter von der Straße weg, ideal für uns heute.





Über den Wasserfall führt eine tolle Brücke, die ein schönes Motiv abgibt.

Es wimmelt in dieser Ecke wirklich von Wasserfällen. Wenn man überlegt, für was für Rinnsale wir am Anfang der Reise angehalten haben! Einige sind gar nicht als sehenswerte Wasserfälle aufgeführt, denn sie sind wohl nur jetzt bei der Schneeschmelze vorhanden und im Sommer dann wieder Rinnsale.

Wir sind auf jeden Fall schwer begeistert von der Landschaft.



Der Tag geht so schnell rum, kaum zu glauben. Ehe man sich versieht, ist es 18:00 Uhr oder noch später. Wir haben mal wieder noch keine Hütte und alles, was wir uns ansehen, ist auch wieder mal nichts, oder es gibt teilweise auch weit und breit keine Hütten oder Hotels und die Hotels, die auf der Karte eingezeichnet sind, sind geschlossen. Bei einem Campingplatz sehen wir uns um, finden auch da keinen Menschen vor nur vergammelte Hütten.
Wir fahren durch eine sehr schöne Landschaft, immer wieder auf Serpentinenstraßen mit schönen Aussichten.







Wir werden schon noch was Gutes und Passendes zur Übernachtung finden, wir sind zuversichtlich.
Die Zeit vergeht und heute ist es noch später als vorgestern, erst um 21:30 Uhr kommen wir in Sandane an, dort gibt es wieder einen Campingplatz, der annehmbar ausschaut.
Es steht ein Schild dort, man solle anrufen. Bis wir erst mal die Vorwahl von Norwegen raushatten, vergingen noch ein paar Minuten, aber dann hatten wir sie gefunden und riefen an. Der Besitzer sagt, er kommt, er hat Hütten mit Bad frei.
Das tat er dann auch ca. 10 Minuten später. Wir sahen uns die Hütte vorher an und fanden sie sehr schön. Für 900 NOK konnten wir sie haben, direkt am Fjord, typisch eingerichtet mit zwei kleinen Schlafzimmern mit solchen Doppelstockbetten, wo unten zwei Leute schlafen können, einem Wohnbereich und einer gut ausgestatteten Küche. Alles war sauber und nicht muffig.







Wir packten unser Auto aus, machten erst mal was zu essen, es gab Bratwurst mit Salat.

Zum Sunset gingen wir noch vor die Türe an den schönen Fjord. Ach, wieder einfach herrlich hier.

Fakten des Tages:
Route:    Von Lærdal mit der Fähre bis Balestrand, von dort aus über das Gaularfjellet.
Wetter:    19-22° heiter bis wolkig
Sights:    Wasserfälle, Gaularfjellet
Wanderungen:    kurze Hikes zu Wasserfällen
Restaurant:    -
Unterkunft:    Gloppen Camping & Hytter
Kosten:
Unterkunft:    NOK 900 / 96,48 €
Restaurant:    -
Selbstverpflegung:    ca. 90 NOK

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