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Ostfriesland 2015
Christina:
Hallo Ihr Lieben,
wie schon angekündigt, will ich nun mit einem kurzen Bericht meines Ostfrieslandurlaubs im Mai 2015 starten:
Vorwort
Bei diesem Reisebericht wird es mehr Bilder als Text geben, weil ich denke, dass ein Urlaub in Deutschland nicht allzu viele Erklärungen braucht. Dennoch möchte ich mit etwas Text beginnen und zwar zur Frage, weshalb Urlaub in Ostfriesland?
In der achten Klasse war ich zwei Wochen im Schullandheim auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog – zum ersten Mal war ich am Meer und war begeistert. Am liebsten hätte ich jeden darauffolgenden Urlaub hier verbracht. Leider konnte ich meine Eltern dazu aber nicht überreden (insbesondere mein Vater ist ausgeprägter Fan der Berge und kann mit dem Meer nichts anfangen), immerhin waren wir einmal an der Ostsee.
Im Laufe der Jahre war ich dann ganz oft am Meer, am Atlantik, am Pazifik, im Ärmelkanal – aber nicht in Ostfriesland.
2012, wir wohnten seit einem halben Jahr im Odenwald, wollten wir recht spontan über Weihnachten und Silvester wegfahren, maximal eine Woche. Als erstes hatte ich natürlich Sonnenziele, wie die Kanaren im Blick. Das hatte sich nach kurzer Recherche recht schnell zerschlagen, es gab einfach keine Flüge mehr. Klar, das sind beliebte Ziele für die Weihnachtsferien und scheinbar lange im Voraus ausgebucht.
Dann die Idee Städtetrip, London vielleicht oder Paris. Problem dabei war, dass an den Weihnachtsfeiertagen viele Museen o.ä. geschlossen hatten. Außerdem waren wir zu dieser Zeit mal in Wien gewesen und hatten eigentlich beschlossen, keine Städtetrips im Winter mehr, dafür ist es einfach zu kalt, man verbringt zu viel Zeit in Cafés und Museen.
Als ich mich dann so durch Google Maps zoomte, sah ich plötzlich, vom Odenwald ist scheinbar gar nicht so weit nach Ostfriesland, eine Nachprüfung ergab ca. 550 km von Wald-Michelbach nach z.B. Varel, im Südosten von Ostfriesland – das ist doch machbar! Alle meine/unsere bisherigen Wohnorte lagen wesentlich weiter süd(westlich).
Peter war einverstanden unter der Bedingung, dass ein Hotel mit Wellnessbereich gebucht wird. Ein solches Hotel habe ich dann etwas außerhalb von Varel gefunden und für vier Nächte gebucht. Wir verbrachten eine tollen Kurzurlaub, das Wetter war super und wir konnten viel anschauen, ab ungefähr 16 Uhr waren die Tage aber wegen den Wintertemperaturen und Dämmerung beendet, da genossen wir dann den Wellnessbereich.
Nun stand der Entschluss fest, bei wärmeren Temperaturen nochmal wieder zu kommen und dann auch endlich einen Besuch auf der Insel Spiekeroog zu machen. Und genau das wurde dann für Mai 2016 geplant, diesmal von Rheinhessen aus, das sind nochmal ein paar Kilometer weniger Anreise.
Im Januar/Februar wurde die Ferienwohnung, zufälligerweise wieder in der Nähe von Varel, (in einem Wohngebiet in Bockhorn) gebucht. Gerne hätte ich eine Unterkunft direkt am Wasser oder zumindest in geh weite eines Hafens oder kleinen Örtchens gehabt, die waren aber alle vom Preis- Leistungsverhältnis wesentlich schlechter.
Zum 01. Mai hat dann Peter den Arbeitgeber gewechselt und ein sofortiger Urlaub war nicht mehr möglich. Na toll! Nach längerer Überlegung, entschied ich mich, alleine zu fahren. Ich war schon öfters alleine unterwegs und habe kein Problem damit und Ostfriesland ist ja ein einfaches, unproblematisches Reiseziel. So ging es dann am 17.05.2015 gegen 7.00 Uhr los:
1. Tag – Sonntag, 17.05. (Anreise, Oldenburg, Varel Hafen)
Erstes Ziel für heute ist die Stadt Oldenburg, was ich nach fünf Stunden Fahrt zur Mittagszeit erreiche. Zunächst gibt es Mittagessen bei Vapiano (zum ersten und letzten Mal, ich empfinde das als total nerviges Konzept, mit Jacke, Tasche und dem Tablett in der Hand von einer Station zu nächsten zu gehen, jeweils schwer beladen zu warten und dann auch noch eine Vielzahl von Fragen zu jedem Zubereitungsschritt des ausgewählten Gerichts zu beantworten), dann begebe ich mich auf Besichtigungsrundgang.
Es ist Sonntagnachmittag und daher nicht viel los, so dass Fotos ohne (viele) Menschen kein Problem sind.
Gegen 15 Uhr fahre ich dann weiter, das letzte Stück bis zur Ferienwohnung in Bockhorn dauert nur eine halbe Stunde.
Der Schlüssel für die Wohnung liegt wie vom Vermieter noch gestern abend telefonisch mitgeteilt unter einem Stein an der Haustüre. Der Vermieter selbst wohnt woanders und hatte heute nachmittag keine Zeit für eine persönliche Übergabe.
Ich trage meine Sachen in die gemütliche Wohnung, richte mich ein und ruhe ein bisschen aus, dann fahre ich die paar Kilometer nach Varel Hafen, das ich noch von unserem Winterurlaub kenne, esse ein Fischbrötchen und spaziere vom Hafen bis zur Schleuse und wieder zurück.
Dann geht es gegen 18.45 Uhr zurück in die Ferienwohnung.
Wetter: teils sonnig, teils bewölkt, kurze Regenschauer, windig, ca. 15°C
Übernachtung: Ferienwohnung in Bockhorn, privater Vermieter, gebucht über booking.com, EUR 293,00 für 7 Nächte inklusive Handtücher, Bettwäsche, Parkplatz
Silvia:
Da bin ich dabei. Vor ein paar Jahren hab ich Rügen besucht, die "andere" Seite fehlt mir hingegen noch. Sowohl die nord- als auch die ostfriesischen Inseln. Wobei ich es wenigstens mal beruflich nach Sylt und zu nem Wattspaziergang geschafft habe.
Andrea:
Mensch, in Oldenburg war ich ewig nicht mehr... Ich komm mit nach Ostfriesland, da meine letzten Besuche an der See immer an der Ostsee waren. Würd gerne mal wieder ins Watt.
Birgit:
Haaaaaaach, meine Heimat! :herz::herz::herz:
Dort bin ich aufgewachsen, und zwar genau zwischen Oldenburg und Varel, in Rastede. Als es in Rastede noch kein Hallenbad gab, ist meine Mutter mit uns Kindern immer nach Varel ins Hallenbad gefahren, und Oldenburg war dann als Jugendliche mein Ziel, wenn es darum ging, sich bei Nanu Nana stundenlang nicht zwischen zwei Teetassen entscheiden zu können...
Sehr interessant, das gute, alte Oldenburg mal durch die Linse einer Touristin betrachten zu dürfen. :herz:
Christina:
Super, dass einige schon dabei sind.
Eine Wattwanderung kann ich allerdings nicht präsentieren, dafür war es (mir) zu kalt. Aber schöne Blicke übers Watt gibt es.
Birgit, in Rastede war ich nicht, aber Oldenburg hat mir sehr gut gefallen. Ich würde ja am liebsten in Ostfriesland wohnen, aber wir haben uns mit Rheinhessen für die "vernünftige" Variante entschieden, da viele Städte /Wirtschaftsräume erreichbar und gute Verkehrsanbindung in alle Richtungen. Aber meist kann man die Schönheiten einer Region als Jugendliche gar nicht schätzen, sondern findet alles was anders ist, viel besser (ging mir zumindest so), du bist vermutlich auch nicht gerade ungern weggezogen.
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