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Provence - Mai 2017
Paula:
Das Bild von dem Teich mit den Platanen finde ich ganz herrlich ^-^
Und den strahlend blauen Himmel genauso! Dieses Ambiente ist der Grund warum ich so gern nach Frankreich fahre. Uns ist es im letzten Frankreichurlaub auch so ergangen dass die Franzosen auf englisch gewechselt haben wenn sie gemerkt haben dass wir Ausländer sind. Die Zeiten wo Franzosen kein Englisch sprachen ist definitiv vorbei.
Und eure Wanderung war ja echt heftig. Stand im Wanderführer drin dass das über 20 km sind? Dann hätte ich sie wahrscheinlich gleich gecancelt. Und 1300 Höhenmeter ist auch extrem viel. Wir sind am Sonntag 890 Höhenmeter gegangen und ich habe jetzt noch Muskelkater ::)
Wir hatten auf Kreta unter anderem auch den Müller Wanderführer und hatten Probleme anhand der Beschreibung den Weg zu finden, ohne GPS hätten wir den Weg nicht gefunden. Da wird wohl insgesamt zu wenig recherchiert im Müller Verlag. Vielleicht ist der Rother doch die bessere Wahl.
soenke:
Auch wenns anstrengend war, die Wanderrung zum Mourre Nègre fand ich auch schön bei solch herrlich blauem Himmel ! ;)
Susan:
Gemein,wenn bei solch langen Strecken auch noch unerwähnte Schwierigkeiten auftauchen :respekt: 20km und den Höhenunterschied hätte ich nicht geschafft. Wär gleich beim Teich mit den Platanen hängengeblieben ;D oder spätestens bei der Kirche.
Ansonsten eine schöne Wanderung bei herrlichstem Wetter, der Turm ist zwar nicht hübsch, dafür die Aussichten. Außerdem duftet es in der Provence doch meist so schön nach irgendwas Kräutigem
Christina:
--- Zitat von: Paula am 17. Oktober 2017, 08:24:45 ---
Und eure Wanderung war ja echt heftig. Stand im Wanderführer drin dass das über 20 km sind? Dann hätte ich sie wahrscheinlich gleich gecancelt. Und 1300 Höhenmeter ist auch extrem viel. Wir sind am Sonntag 890 Höhenmeter gegangen und ich habe jetzt noch Muskelkater ::)
Wir hatten auf Kreta unter anderem auch den Müller Wanderführer und hatten Probleme anhand der Beschreibung den Weg zu finden, ohne GPS hätten wir den Weg nicht gefunden. Da wird wohl insgesamt zu wenig recherchiert im Müller Verlag. Vielleicht ist der Rother doch die bessere Wahl.
--- Ende Zitat ---
Die Kilometer und Höhenmeter waren korrekt angegeben. Dass es anstrengend wird, war uns klar, was uns (bei fast allen Wanderungen, die wir in der Provence aus dem Müller Wanderführer gemacht haben) gestört hat, war die Wegführung und die Beschreibung. D.h. dass nach einem Bergaufstieg man nicht das anstrengendste hinter sich hatte, sondern dass dann nochmal ein heftiges auf- und ab kam, das kenne ich von sonstigen Bergwanderungen überhaupt nicht. Und der Beschreibung war das überhaupt nicht zu entnehmen, da hatten wir manchmal das Gefühl, dass das von jemanden geschrieben wurde, der den Weg überhaupt nicht gegangen ist. Beim Rückweg vom Mourre Nègre ging es wie schon geschrieben, nochmal über viele Kilometer stark bergauf- und bergab, z.T. ging es fast senkrecht nach oben. Dazu steht im Text nur: "....und durchquert schon kurz darauf eine kleine Schlucht. Ein letzter Anstieg muss bewältigt werden, dann geht es auf dem Fernwanderweg weiter in Richtung Westen..." Das ist einfach ein Witz!
Wir hatten ja zum ersten Mal ein Wander GPS dabei, daher gab es überhaupt keine Probleme den korrekten Weg zu finden. Aber wir hatten das Gefühl, dass es auch ohne GPS gut geklappt hätte. Das finde ich einen Pluspunkt dieses Wanderführers. Wir haben sonst immer den Rother, aber für die Provence waren die Bewertungen extrem negativ.
--- Zitat von: Susan am 17. Oktober 2017, 12:35:04 ---. Außerdem duftet es in der Provence doch meist so schön nach irgendwas Kräutigem
--- Ende Zitat ---
Das hatte ich auch im Vorfeld immer wieder gelesen, aber es war wohl zu früh im Jahr, jedenfalls hat leider nichts geduftet, auch die "berühmten" Zikaden haben wir nicht zirpen gehört.
Christina:
9. Tag – Sonntag, 21.05. (Gordes, Venasque, Pernes-les-Fontaines)
Gegen 7.30 Uhr sitzen wir heute am Frühstückstisch und um viertel vor neun Uhr fahren wir nach Coustellet. Dort kaufen wir zunächst im Supermarkt ein, lassen das Auto auf dem dortigen Parkplatz stehen und gehen dann zum Erzeugermarkt, den wir uns ja schon vergangenen Sonntag angeschaut haben. Heute wollen wir nicht nur schauen, sondern auch kaufen. Wir schlendern gemütlich durch die zahlreichen Stände und kaufen Lavendelhonig, Wein, Ziegenkäse, einen Bund mit vielen Knoblauchzehen und ein Salatbesteck aus Olivenholz. Dazwischen setzen wir uns in ein Café, wo wir die Sonne geniessen und Leute beobachten können.
Schwer beladen mit unseren Einkäufen gehen wir danach zum Auto, fahren zurück in unsere Ferienanlage und bringen alles in die Wohnung.
Kurz vor elf Uhr brechen wir dann zu unserem nächsten Ziel auf: wir wollen uns das 9 km entfernt gelegene Örtchen Gordes anschauen, eines der bekanntesten Dörfer des Luberon (wobei es streng genommen gar nicht mehr zum Luberon gehört, sondern nördlich davon auf dem Plateau de Vaucluse liegt).
Kurz vor Erreichen von Gordes, das an einem Steilhang liegt, kommt man an einem Aussichtspunkt vorbei, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Ort hat. Ich bin begeistert und geniesse diesen besonderen Blick einige Zeit,
bevor wir dann in Richtung Ortskern fahren und auf einem großen Parkplatz das Auto abstellen. Die Dame am Eingang kassiert EUR 4,00, dafür kann man den ganzen Tag parken.
Wir bummeln durch den malerischen Ort und erfreuen uns auch an den Ausblicken in Richtung Süden, den man von verschiedenen Stellen aus hat.
Bei den Reisevorbereitungen hatte ich immer mal wieder gelesen, dass kritisiert wurde, Gordes sei „zu vornehmen“, zu „schick-micki“ geworden. Das können wir überhaupt nicht bestätigen, wir sehen diesbezüglich keinen Unterschied zu den anderen Dörfern, die wir hier in der Region schon angeschaut haben (also z.B. Roussillon, Menerbes, Bonnieux). Es hat ein paar Asiaten mehr als wir bisher gesehen haben, aber das hält sich absolut im Rahmen.
Inzwischen ist es Mittag und wir möchten etwas essen, allerdings ist unser Hunger für ein komplettes französisches Mittagsmenü zu klein, wir entscheiden uns daher für die Crêperie du Fanny. Entlang der Aussenmauer sind Tischchen aufgereiht, von denen wir uns eines aussuchen (zum Glück im Schatten, denn zwischenzeitlich ist es ziemlich heiß geworden). Wir nehmen das Menu mit gemischtem Salat, Crêpe mit drei Käsesorten und gezuckertem Crêpe als Nachtisch. Dazu eine große Flasche Mineralwasser und zwei Kaffee. Das Essen ist kein Highlight, aber durchaus genießbar und von der Menge gerade richtig. Wir bezahlen EUR 43,00, schauen uns noch etwas im Ort um
und gehen dann zurück zum Auto.
Der nächste Programmpunkt heute ist die Abbaye de Sénanque, die wir nach wenigen Autominuten erreichen, allerdings führt nur eine enge, kurvige Straße dorthin, zum Glück eine Einbahnstraße (wohl noch nicht seit langem, wurde vermutlich wegen der vielen Touristen im Sommer so eingerichtet). Die Zisterzienserabtei aus dem 12. Jh. ist vor allem wegen ihrer idyllischen Lage in einem engen Tal und dem großen Lavendelfeld direkt davor bekannt. Jetzt blüht der Lavendel natürlich noch nicht, dafür sind wir fast alleine und können die Ruhe genießen. Da hier noch Mönche leben ist eine Innenbesichtigung nur auf Voranmeldung möglich, nur die Kirche kann jederzeit betreten werden. Diese ist den asketischen Regeln der Zisterzienser entsprechend streng und schlicht gehalten, ohne jegliche Verzierungen.
Gegen viertel nach eins fahren wir weiter, die kurvige Straße führt uns, nun aber mit Gegenverkehr, weiter in nördliche Richtung nach Venasque. Wir parken (kostenlos) entlang der Straße unterhalb des sich auch wieder auf einem Hügel befindlichen Örtchens. Gleich am Ortseingang hat man einen schönen Blick nach Norden, nun sind wir dem heute wolkenfreien Mont Ventoux sehr nah gekommen und im Nordwesten sind sogar die zerklüfteten Felsen der sog. Dentelles de Montmirail (Klöppelspitzen) zu sehen.
Venasque macht einen wunderbar verschlafenen Eindruck, hier ist es deutlich weniger touristisch als vorhin in Gordes. Wir schlendern durch die wenigen Sträßchen und schauen uns noch die Kirche Notre-Dame an.
Auf die kostenpflichtige Besichtigung des Baptisterium, eines der ältesten kirchlichen Baudenkmäler Frankreichs (zwischenzeitlich wird angezweifelt, dass es sich wirklich um eine Taufkapelle handelt, es könnte eine wesentlich jüngere Grabkapelle sein), das mit der Kirche durch einen Gang verbunden ist, verzichten wir.
Etwas unterhalb des Orts ist der Friedhof, von hier können wir einen schönen Blick zurück auf die am Hang hängenden Häuser und die Reste der Stadtmauer werfen.
In etwa zwanzig Minuten fahren wir zu unserem letzten Ziel für heute, das westlich von Venasque gelegene Städtchen Pernes-les-Fontaines. Hier ist der Begriff Städtchen tatsächlich angebracht, immerhin sind es über 10.000 Einwohner. Auch hier ist es am Sonntag sehr ruhig, wir finden problemlos einen (kostenlosen) Parkplatz am Rand der Altstadt und betreten diese durch ein imposantes Stadttor.
Wir folgen einem ausgeschilderten Rundweg, der uns auch an einigen der unzähligen Brunnen (zu erwarten bei „Fontaines“ im Ortsnamen :)) vorbeiführt.
Abschließend genießen wir den Blick von der Tour de l’Horloge nach Nordwesten bis zu den Dentelles de Montmirail.
Gegen halb vier Uhr sind wir wieder beim Auto und fahren zurück in die Ferienanlage. Dort verbringen wir die nächsten ein, zwei Stunden am Pool, dann gibt es zum Abendessen Baguette und den Ziegenkäste vom Markt heute Vormittag, sehr lecker.
Nach dem relaxten Tag heute sitzen wir dann noch etwas länger mit einem Glas Wein auf dem Balkon.
Wetter: sonnig, ca. 26 °C
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