Allgemeines > Reiseberichte
Hamburg und ein bisschen Ostsee im Sommer 2018
Andrea:
Bei so einer Städtetour läuft man so einige Kilometer, das sollte man nicht unterschätzen. Aber da man so viele sehr unterschiedliche Dinge zu sehen bekommt, merkt man das erstmal gar nicht. Und dieser Tag war wirklich sehr abwechslungsreich.
Bei meinem letzten Hamburg-Besuch vor über 25 Jahren habe ich im Schauspielhaus die Westside-Story gesehen. Ich hatte damals eine Freundin, die in Hamburg Schauspiel studierte und im Schauspielhaus gejobbt hat. So konnte ich "für lau" beim Beleuchter hinten sitzen, das war mal eine ganz andere Musicalerfahrung :) :) :) Und viele der Darsteller habe ich auch kennengelernt. Ein wirklich tolles Erlebnis.
Ilona:
So stelle ich mir den perfekten Tag in Hamburg vor.
Der Elbtunnel ist wirklich faszinierend und man darf beim Durchgehen gar nicht an die Wassermassen oberhalb denken :cool2:.
Wegen den Musicals würde ich nicht nach HH reisen. Die meisten interessieren mich nicht :verlegen: und in deutscher Sprache schon gar nicht.
Nun legen wir aber kurz die Beine hoch :zwinker:, bevor es weiter geht :sabber:.
Paula:
Dass man kostenlos auf die Plaza der Elbphilharmonie kommt finde ich klasse, hoffentlich bleibt das so!
Am besten gefällt mir aber das abendliche Bild mit dem Stand-up Paddler, das würde ich sehr gern lernen. Dieses Jahr hat es zeiltlich nicht geklappt, ich hoffe ich schaffe es nächsten Sommer am Starnberger See.
Der Hinweis mit der Sommerpause in der Philharmonie ist gut. Wahrscheinlich bucht man am besten erst ein Konzertticket und bastelt dann eine Reise drumherum.
Christina:
--- Zitat von: Andrea am 19. November 2018, 22:11:10 ---Bei meinem letzten Hamburg-Besuch vor über 25 Jahren habe ich im Schauspielhaus die Westside-Story gesehen. Ich hatte damals eine Freundin, die in Hamburg Schauspiel studierte und im Schauspielhaus gejobbt hat. So konnte ich "für lau" beim Beleuchter hinten sitzen, das war mal eine ganz andere Musicalerfahrung :) :) :) Und viele der Darsteller habe ich auch kennengelernt. Ein wirklich tolles Erlebnis.
--- Ende Zitat ---
Die Westside-Story mag ich auch sehr, das habe ich auch schon mal live gesehen, aber so eine persönliche Erfahrung wie du sie hattest, ist nochmal was ganz anderes.
--- Zitat von: Ilona am 20. November 2018, 07:37:04 ---
Der Elbtunnel ist wirklich faszinierend und man darf beim Durchgehen gar nicht an die Wassermassen oberhalb denken :cool2:.
Wegen den Musicals würde ich nicht nach HH reisen. Die meisten interessieren mich nicht :verlegen: und in deutscher Sprache schon gar nicht.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist schon ein komischen Gefühl im Elbtunnel, wenn man an die Wassermassen oben denkt.
Die alten Musicals wie z.B. Westside Story finde ich toll, aber diese neuen, bei denen hat man das Gefühl, sie wurden nur geschaffen, damit man ein Gebäude dafür bauen und Leuten Pauschalreisen in Großstädte verkaufen kann, da ist irgendwie furchtbar.
--- Zitat von: Paula am 20. November 2018, 13:16:41 ---Dass man kostenlos auf die Plaza der Elbphilharmonie kommt finde ich klasse, hoffentlich bleibt das so!
Am besten gefällt mir aber das abendliche Bild mit dem Stand-up Paddler, das würde ich sehr gern lernen. Dieses Jahr hat es zeiltlich nicht geklappt, ich hoffe ich schaffe es nächsten Sommer am Starnberger See.
Der Hinweis mit der Sommerpause in der Philharmonie ist gut. Wahrscheinlich bucht man am besten erst ein Konzertticket und bastelt dann eine Reise drumherum.
--- Ende Zitat ---
Es ist wohl im Gespräch, eine Eintrittsgebühr für die Plaza einzuführen.
Das Stand-up Paddeln würde ich auch so gerne lernen, aber ich könnte es dann immer nur im Urlaub machen, da hier weit und breit kein geeignetes Gewässer ist, daher lasse ich es wohl.
Auf jeden Fall erst ein Konzert buchen und dann alles andere. Wobei es mit der Zeit sicher einfacher wird, noch Plätze zu bekommen, das war ja auf der Plaza jetzt auch so. Unmittelbar nach der Neueröffnung musst man auch schon vorher ein Zeitfenster dafür buchen, spontan war das gar nicht möglich.
Christina:
3. Tag – Donnerstag, 19.07.
Von der U-Bahn Station Baumwall gehe ich am Gruner + Jahr Gebäude vorbei
zu meinem ersten Besichtigungspunkt, der St. Michaelis-Kirche.
Es ist viertel nach neuen und da die Kirche erst um neun Uhr öffnet, habe ich sie fast für mich alleine. Und das genieße ich ausgiebig. Erst schaue im mich im Inneren um und bin beeindruckt. Dieser Kirchenraum gefällt mir ausgesprochen gut, das viele Weiß im Kontrast mit Dunkelbraun und vor allem auch die abgerundeten bzw. geschwungenen Formen.
Dann geht es ganz bequem mit dem Aufzug auf den Turm des Michel – eine herrliche Aussicht. Der Michel ist ein weiteres Highlight meines Hamburg Besuchs.
Nebenan sind die Krameramtsstuben (eine der wenigen in Hamburg erhaltenen Fachwerkhäuser, die arbeitsunfähigen Krämern und deren Witwen als kostenlose Unterkunft dienten) leider schon von Touristen überschwemmt und überhaupt sehr touristisch aufgemacht - schade, da gehe ich schnell weiter.
In der Peterstraße (Komponistenquartier) ist es dafür umso ruhiger, diese Fachwerkhäuser sind (bis auf eines) nachgebaut (schöner, als die Wirklichkeit war) und beherbergen heute mehrere Komponisten-Museen (die ich aufgrund des schönen Wetters nicht von innen besichtige).
Weiter geht es mit einem Abstecher zum Hamburgmuseum (nur von außen), dann zum Hummel-Brunnen (in Erinnerung an einen Wasserträger aus dem 19. Jh., der wegen einer Behinderung von den Nachbarskindern verspottet wurde), vorbei an einem portugiesischen Laden (der leider nicht geöffnet hat) bis zum Johannes-Brahms-Platz mit der Laeiszhalle (Konzerthaus), davor der Brahms-Würfel (Brahms auf jeder Seite des Würfels in unterschiedlichen Lebensaltern).
Dann wird es wieder historisch, im Bäckerbreitergang stehen noch Überreste des alten Gängeviertels.
Nicht weit entfernt dann eine Art „neues Gängeviertel“, durch den Einsatz Hamburger Bürger und Künstler wurden eine Reihe von (nun denkmalgeschützten) Häusern vor dem Abriss bewahrt.
Von hier ist nicht mehr weit bis zum Jungfernstieg und den umgebenden Einkaufsstrassen.
Leider existiert das im Reiseführer genannte Restaurant Wirtschaftskantine im Gebäude der „Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften“ nicht mehr, was aber erst und nur direkt an der Türe der Kantine auf einem kleinen Schild steht und mir einiges an Sucherei eingebracht hat.
Nun bin ich ziemlich hungrig und außerdem brauchen meine Füße unbedingt eine Pause. In unmittelbarer Nähe hier am Jungfernstieg werden im Reiseführer keine Restaurants mehr empfohlen und ich habe auch keine Lust auf eines der vielen Kettenrestaurants à la Vapiano, die mir hier aufgefallen sind. Also geht es mit der U2 und U3 vom Jungfernstieg zurück zum Baumwall und von dort mit letzter Kraft zum Café Johanna am Venusberg. Die Plätze draußen sind alles schon von den Angestellten der umliegenden Büros besetzt, aber drinnen finde ich noch einen freien Tisch. Das Café ist mit alten Schultischen und –stühlen möbliert, als Tischtüchern dienen Geschirrtücher und mein überbackenes Brot mit Apfelscheiben und Ziegenkäse, sowie einem Salat besteht (überwiegend) aus Bioprodukten und ist extrem lecker. Zusammen mit einer großen Maracujasaftschorle bezahle ich EUR 15,00.
Dann steht mir der Sinn nach ein bisschen Erholung vom Stadttrubel und ich nehme die Fähre von den Landungsbrücken nach Teufelsbrück. Die Fähre ist leider sehr voll, da wohl nicht nur in meinem Reiseführer die Hafenfähren als Alternative zu einer teuren (und wohl z.T. recht albern kommentierten) Hafenrundfahrt genannt werden (einer der wenigen Punkte während meines Hamburg-Besuchs, wo es für meinen Geschmack zu viele Touristen hatte).
Die Fahrt geht auch an einem AIDA Kreuzfahrtschiff vorbei, an dem zu meinem großen Erstaunen trotz des herrlichen Wetters etliche Passagiere scheinbar an Bord geblieben sind.
Von der Fähranlegestelle Teufelsbrück spaziere ich durch den großen Jenischpark zu dessen anderem Ende, wo sich das Ernst-Barlach-Haus befindet. Dort werden einige Barlach Skulpturen gezeigt und in einer Sonderausstellung Bilder des Malers Josef Scharl (1896-1954, bedeutender Maler der Weimarer Republik, zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit), die mir gut gefallen.
Nach dem sehr angenehmen Museumsbesuch kommt das kleine Café nebenan mit Tischen und Stühlen auf der Parkwiese für eine Pause mit Cappuccino und Kuchen gerade richtig.
Dann geht es mit der Fähre zurück nach Finkenwerder, wo ich umsteigen muss. Da die nächste Fähre zum Hamburger Hafen wieder richtig voll ist, mache ich noch einen Spaziergang durch das beschauliche Finkenwerder.
Leider ist dann auch die übernächste Fähre immer noch voll, aber ich ergattere noch einen Stehplatz an der Reling, so dass ich Fotos machen kann, ohne dass mir Köpfe im Weg sind.
Gegen 18 Uhr bin ich wieder am Hafen, wo ich mir ein Fischbrötchen zum Abendessen kaufe und auf der Treppe der neuen Promenade mit Blick auf die Elbphilharmonie esse.
Das abendliche Licht ist mal wieder wunderschön und da ich gerade da bin, gehe ich einfach nochmal auf die Plaza der Elbphilharmonie. Wieder kein Problem eines der kostenlosen Tickets am Schalter zu holen.
Gegen 19.15 Uhr beende ich dann das Besichtigungsprogramm für diesen Tag endgültig und fahre mit der U3 ins Hotel zurück.
Wetter: sonnig, ca. 27°C
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln