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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024
Heike Heimo:
06.05.2024 Ollantaytambo
Diesen Tag konnten wir es etwas entspannter angehen. Wir wollten nicht mit dem Auto fahren, sondern die Sehenswürdigkeiten auf den Bergen um den Ort besichtigen. Die Lamas waren auch schon vor unserem Zimmer unterwegs.
Das Wetter war wieder hervorragend. Die Gletscher der 5.000er leuchten in der Morgensonne.
Unser erstes Ziel war Pinkuylluna. Dort befinden sich Lebensmittelspeicher hoch über dem Tal in spektakulärer Lage. Am Vormittag liegt dieser Hang noch im Schatten, das wollten wir nutzen. Der Eintritt ist kostenlos und nur ein Eintrag ins Besucherbuch erforderlich. Hinauf geht es ähnlich einem Bergsteig in den Alpen. Kaktusartige Pflanzen stehen am Wegesrand.
Die Aussicht wurde immer besser. Bald lag das Tal wunderschön mit dem Ort Ollantaytambo vor uns. Die 150 Höhenmeter auf 2.950m waren rasch überwunden.
Diese Bauten sind optimal für die Lagerung von Mais usw. gebaut. In der richtigen Höhen- und Sonnenlage damit die Räume die bestmögliche Temperatur und Luftdurchströmung haben.
Die Dachkonstruktion der Gebäude.
Gegenüber liegt die Festung von Ollantaytambo mit ihren landwirtschaftlichen Terrassen.
Leider ist der weitere Weg zu einem Wachturm über dem Tal gesperrt. Wir drehten daher um und gingen einen anderen Weg. Er führt zu Gebäuderuinen und einem Wachturm mit Blick ins heilige Tal Richtung Cusco.
Beim Gästebuch mussten wir uns wieder austragen.
Zurück in der Stadt genehmigten wir uns am Hauptplatz ein Vormittagsgetränk, mit einem kleinen Impiss und beobachteten das hektische Treiben. Heike trank, wie es sich gehört, einen Coca-Tee. Auch auf den Sonnenschutz kann auf dieser Höhe nicht verzichtet werden.
Nach dieser Stärkung gingen wir zur Hauptattraktion von Ollantaytambo, der Inkafestung. Dabei ist sich die Wissenschaft mittlerweile sicher, dass es sich um eine Nachnutzung einer älteren Kultur durch die Inka handelt. Die Inka konnten den Bau nicht vor dem Eintreffen der Spanier fertigstellen. Vor dem Betreten der Anlage kauften wir uns das Boleto Turistico. Dieses Ticket gibt es in 3 Varianten, je nachdem wieviel Zeit zur Verfügung steht und wie viele Orte besucht werden sollen. Wir kauften das Kompletticket, dass für 16 Sehenswürdigkeiten in der Region Cusco und für 10 Tage gültig ist. Damit sind fast alle präkolumbianischen Orte abgedeckt. Es kosten 130 Soles, das sind etwas mehr als 40€. Nicht enthalten sind Machu Picchu und der Sonnentempel in Cusco.
Nachdem Eintritt gingen wir nach rechts. Da es um die Mittagszeit war, war in der Anlage wenig los. Die Bustouristen sind auf dem Weg zum oder sitzen beim Mittagessen.
Außerhalb der Anlage war zu sehen, dass in diesem Land sie Uhren noch anders ticken. Ein Bauer und eine Bäurin begannen mit Holzpflug und einem Ochsen ihr Feld zu pflügen. Es wird noch viel personalintensiv mit der Hand gemacht. Wir haben auf der ganzen Reise nur 3 Traktoren gesehen. Dafür ist Qualität der Lebensmittel hoch und das schmeckt man auch.
Auf der rechten Seite ist der Tempelbereich mit den Wasserspielen. Wasser hat bei allen präkolumbianischen Kulturen einen besonderen Stellenwert.
Als wir uns die Ruinen ansahen, sprach uns ein Mann auf Englisch an und zeigte uns einige Besonderheiten. Wie die Wasserleitung, die vom Berg kommend in die Felswandgeschlagen wurde.
Dem Condorkopf im Felsen oberhalb des Tempelbereiches.
Im gesamten Bereich lagen exakt geschnittene oder geformte Steine in loser Anordnung. In die Felswand waren Stufen eingearbeitet, ohne dass sie ein Ziel hätten. Die Wand scheint auch bearbeitet zu sein.
Wir kamen mit der kleinen Gruppe ins Gespräch und erfuhren, dass er schon länger in Peru ist und sich intensiv mit Ollantaytambo beschäftigt. Für ihn ist dieser Ort der schönste in Peru. Er ist ein Freund der Familie, die aus Florida stammt.
Paula:
ich glaube das hier würde mir besser gefallen als Machu Picchu wo sich wahrscheinlich zehntausende drängeln. Hier wart ihr ja fast alleine, kaum zu glauben.
Die Getreidespeicher finde ich sehr beeindruckend. Überhaupt ist die ganze Gegend sehr grün, ich hätte das trockener erwartet. Wahrscheinlich bleiben doch öfter Wolken in den Bergen hängen und es regnet. Habt ihr öfter Gelegenheit gehabt mit den Leuten vor Ort zu sprechen und zu fragen wie es ihnen geht? Es würde mich sehr interessieren wie sich der Klimawandel in dieser Region der Erde zeigt, von Südamerika hört man in unseren Nachrichten ja sehr wenig.
Susan:
Beeindruckende Bauten in einer tollen Umgebung!
Die Wasserspiele in der Festung sehen ja ähnlich (nicht so kunstvoll) aus wie der Stein von Saywite.
Christina:
Schön, dass man dort außer dem Besuch von Machu Picchu noch so viele andere Dinge machen kann, da lohnen sich dann auch mehrere Übernachtungen.
Heike Heimo:
--- Zitat von: Paula am 13. November 2024, 09:22:48 ---ich glaube das hier würde mir besser gefallen als Machu Picchu wo sich wahrscheinlich zehntausende drängeln. Hier wart ihr ja fast alleine, kaum zu glauben.
Die Getreidespeicher finde ich sehr beeindruckend. Überhaupt ist die ganze Gegend sehr grün, ich hätte das trockener erwartet. Wahrscheinlich bleiben doch öfter Wolken in den Bergen hängen und es regnet. Habt ihr öfter Gelegenheit gehabt mit den Leuten vor Ort zu sprechen und zu fragen wie es ihnen geht? Es würde mich sehr interessieren wie sich der Klimawandel in dieser Region der Erde zeigt, von Südamerika hört man in unseren Nachrichten ja sehr wenig.
--- Ende Zitat ---
Wir waren am Übergang von der Regen, in die Trockenzeit in Peru. Daher ist es noch sehr grün. Die meisten Touristen kommen im Winter (bei uns Sommer), dann ist alles braun. Dafür ist das Wetter in den Bergen sehr stabil.
Da wir kein Spanisch oder Quechua können und die Peruaner selten Englisch ist die Kommunikation schwierig. Wir übernachten aber noch in einer private Unterkunft auf dem Land. Die Eigentümerin konnte sehr gut Englisch.
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