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Vom Pindos über Pelion zur Perle im Ionischen Meer - Hellas 2025
Susan:
Danke für den Filmclip, Ilona. Bei mir klingelts da immer noch nicht; wahrscheinlich habe ich den nur einmal damals gesehen als er ins Kino kam :gruebel: Herrlich dramatisch die Kletterszene.
Der Korbaufzug sieht ja etwas stabiler aus als das Netzt, ich würde trotzdem die Treppen bevorzugen 8)
Der viele Ginster bei der Bergfahrt war auch für uns eine Überraschung, Christina.
--- Zitat von: Christina am 14. Juli 2025, 18:05:24 ---Gut, dass die Zugänge weiterhin nur mit etwas Anstrengung zu Fuß zu bewältigen sind, keine Golfwägelchen oder Esel, die die Besucher hoch bringen, das reduziert (hoffentlich?) etwas den Andrang. Wie voll war es denn? Ihr wart ja mit dem Roller da, hast du zufällig gesehen, wie die Parkplatzsituation für Pkw war? Die Tickets kann man "einfach" vor Ort kaufen oder muss das auch schon vorab im Internet gemacht werden?
--- Ende Zitat ---
Außer für die Lastenaufzüge ist da kaum Platz für andere Aufstiegs-Hilfsmittel. Der Andrang ist unterschiedlich; eher wenig bei St. Nikolas und Roussanou, moderat im Agia Triada trotz James Bond Geschichte. Richtig voll war es dann alllerdings in Varlaam und Great Meteoro; verständlich, da gibt es am meisten zu sehen. Nun waren wir in der Woche vor Pfingsten da, vielleicht macht das auch was aus. Entsprechend sieht es mit den Parkplätzen aus. Zur Not wird auch viel an der Straße geparkt, die ist breit genug. Kann aber nicht schade, bei den beiden großen Klöstern möglichst früh da zu sein.
Die Tickets gibt es einfach so am Klostereingang, Bezahlung nur bar.
Susan:
Am Mittwoch fahren wir als erstes zu dem dem Campingplatz nächst gelegenem Kloster. Unterwegs wundern uns über geparkte Autos, bis zu unserem Ziel ist es doch noch ein Stück :gruebel:
Laut Karte müsste dies
Doupiani Rock
sein. Okay, da gab es das erste Kloster hier, doch davon ist nur noch eine Kapelle übrig. Offenbar ist der Felsen ein beliebtes Kletterrevier, daher die Besucher. Eine schauerliche (so der Platznachbar) Piste führt von hier aus zu weiteren Kletterfelsen und zu einem Pfad zum Kloster Ypapantis. Beeindruckende Lage, aber geschlossen.
Agios Nikólaos Anapavsás - Sankt Nikolaus Kloster
Blick von der Straße
Entlang eines Fahrwegs wandern wir in einigen Kehren bergan zum Fuß des Felsens. Unterwegs sehen wir mal wieder zwei Schildkröten.
Am Fuß des Felsens dann das übliche: Überreste einer alten Leiter hoch oben, statt Seilwinde eine modernere Version von Aufzug.
Der muss relativ neu sein, in den von mir studierten Reiseberichten gab es den noch nicht. Allerding kein Transport für uns, wie üblich geht’s per Treppe hinauf, wieder ca. 150 Stufen.
Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert gegründet, der Name stammt mutmaßlich von einem Spender. Der Felsen ist hier oben relativ schmal, daher wurde in die Höhe gebaut. Unten nach dem Eingang kommen wir zur Krypta und einer kleinen Kapelle mit kaum erhaltenen Fresken, die aus dem 14. Jhd. stammen sollen. Dann geht es hinauf zum Katholikon des Klosters. Die Malereien dort sollen vom (damals) berühmten Ikonenmaler Theophanes, dem Kreter, stammen.
Das Fresko auf der von mir gekauften Postkarte ist allerding von einem anderen Maler. Weiß auch nicht mehr, in welchem Raum sich das befand.
Leiter der Tugenden
Ein Treppchen höher stoßen wir auf eine Art Gemeinschaftsraum, in dem wir tatsächlich mal drei Mönche sehen. Das Beinhaus mit den Knochen hier verstorbener haben wir irgendwie nicht gefunden. Stattdesssen kommen wir hinaus zu einer Art Terrasse mit Glockenturmpavillion.
Von dort aus haben wir tolle Aussicht auf die Felsenwelt der Umgebung.
Für Kletterer bestimmt ein Traum
Wir steigen all die Stufen wieder hinunter. In einer Felsnische hing da noch ein Bild
Konnte nicht herausfinden, was es darstellt. Vielleicht die ersten Mönche hier?
Am Ende der Treppe sehen wir eine nette Sitzgelegenheit. Zeit für eine Trinkpause.
Für die, die nicht all die Treppen steigen mögen ;)
Wir rollern die Straße weiter hinauf. Von dort nochmal ein Blick zurück zum Kloster
Wenn nicht gegenüber in der kleinen Straßenbucht ein Auto gestanden hätte, hätten wir den Beginn des Mönchspfad hinauf zu den Klöstern Varlaam und Great Meteoro nicht gesehen. Wirklich sehr unscheinbar. Nicht, dass wir diese etwa 3 km lange Rundwanderung jetzt machen wollten, doch interessiert hat die mich schon. Könnte doch eine Alternative sein, wenn es dort oben mit Parken zu trubelig wird. Das Auto müsste man dann aber besser bei St. Nikolaus abstellen.
Beschreibung aus einem Reisebericht
--- Zitat ---dies ist eine ziemlich einfache Wanderung. Man braucht keine Wanderschuhe. Es ist ein Steinweg. Wenn man an der Kreuzung ankommt, geht es links zum Großen Meteoreon und rechts nach Varlaam. Wir sind links gegangen, und ich glaube, es waren weniger als 30 Minuten bis zum Großen Meteoron. Nachdem wir die Straße nach Varlaam hinuntergelaufen waren und diesen besichtigt hatten, fanden wir den Ausgangspunkt für den Abstieg in der Nähe des Gebäudes mit den Toiletten am Ausgang. Wenn man die Toiletten verlässt und sich nach rechts wendet, um die Straße zum Ausgang hinaufzugehen, sieht man links eine Rampe, die zum Ausgangspunkt des Pfades hinunterführt.
--- Ende Zitat ---
Wobei "ziemlich einfach" natürlich subjektiv ist.
Fortsetzung folgt ...
Susan:
Agion Panton - Kloster Varlaam
Vom Parkplatz bei Roussanou haben wir schon mal einen schönen Blick auf das Kloster.
Im 14. Jahrhundert soll auf dem Felsen ein streng frommer Einsiedler namens Varlaam gehaust haben. Nach dessen Tod blieb nichts bis auf den Namen; der immerhin bis heute. 1518 begannen dann zwei Brüder aus einer reichen byzantinischen Familie mit dem Bau des Klosters Agion Panton (Allerheiligen). Schon von hier aus ist zu sehen, dass es größer ist als die bisher besuchten.
Wir rollern weiter bergauf. Hier ist einiges mehr los als bei den bisherigen Klöstern. Schon an der Straße parken etliche Autos und auf dem Seitenstreifen der Zufahrt zählen wir fünf Reisebusse. Wir kommen durch bis zum Kreisel am Ende der Zufahrt; Wendeplatte und Drop-Off für die Busse. Den Roller können wir neben einem Imbisswagen abstellen.
Das Kloster schein nahe, doch wir haben noch eine Schlucht zu überqueren: zum Glück nicht am Fuß der Felsen. Vom Platz gehen wir links durch ein Tor und einen breiten Weg am Felsblock vorbei zu einer Brücke.
Vielleicht könnt ihr sie auch im 1. Bild rechts am Rand entdecken (wie auch die Mauern der hinauf führenden Treppe). Wir blicken auf den Platz, der von einer Rampe rechts des Kreisels erreicht wird und den üblichen mehr oder weniger alten Korbaufzug.
Dann heißt es wieder Treppen steigen 8) Bilder davon gibt es keine, es ist einfach zu voll. Dies ist auch der hauptsächliche Knackpunkt bei Andrang. Im Kloster selbst verteilt es sich mehr. Varlaam ist nicht nur größer als die anderen bisher, sondern auch eher auf Touristen eingestellt. Es gibt Hinweisschilder zu den Sehenswürdigkeiten. ^-^ Richtung Katholikon drängelt sich gerade eine Schar Asiaten also weichen wir aus. Wir kommen durch eine Art Versammlungsraum. Das erste Bild, das wir da sehen, würde eigentlich besser ins vorherige Kloster passen ;)
Sankt Nikolaus
Kunstvoll außerdem die Holzschnitzereien
Schon hier auffällig: es gibt mehr Gold.
Wir kommen zu einem Zeugnis der Handwerkskunst der damaligen Zeit: einem großen Holzfass aus dem 16. Jahrhundert.
Es heißt, darin wurde Wasser gelagert.
Wie schon erwähnt, erscheint uns auch das Katholikon prachtvoller als die bisherigen. Die Wandmalereien sind aus dem 16. Jhd; die Motive die üblichen
Wiederkunft Christi und Jüngstes Gericht
Ich weiß nicht mehr in welcher Ecke, doch es gibt dort auch moderne Gemälde, wie dies von 2017
Wir kommen weiter auf eine große, schön bepflanzte Terrasse. Dort ist auch das Bild von mir im Klosterlook entstanden.
Besonderer Anziehungspunkt ist der Pavillion mit dem Geläut
Neben Aussichten auf die umliegende Felsenwelt und andere Klöster können wir zumindest von außen die Räumlichkeiten der hier lebenden Mönche sehen
sowie den Kirchenbau
Das Kloster beherbergt außerdem ein Museum, in dem alte Bischofsgewänder, religiöse Artefakte und vor allem kunstvolle Bibeln, Gebets- und Gesangsbücher aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt sind.
Technisch interessant fand ich die Projektion des Umblätterns in einigen der Schaukästen. Außerdem lernen wir etwas über die Geschichte des Klosters.
Bei Streetview habe ich ein schwenk- und zoombares Panorama des Kloster gefunden, das einen sehr guten Überblick über die Anlage - auch auf die Parksituation - liefert: Seht ihr hier
Zum Abschluss noch Blicke auf Kloster Vaarlem von Great Meteoro aus.
Fortsetzung folgt ...
Ilona:
Ist das beeindruckend :beifall:. Bei dem Kloster merkt man schon, dass es mit Liebe vom Investor renoviert wurde.
Jedenfalls hat man vor den heiligen Hallen gleich ein Cardio-Training :girly:. Aber wie sage ich immer: Treppensteigen macht einen Knackarsch Jeder Gang macht schlank :toothy9:.
Dank deinem Streetview-Link sieht man, wo man parken kann. Da sollte kein großer Andrang herrschen.
Leute lasst die Kamera zu Hause und kauft Postkarten :totlach:. Komisch, dass da überall Fotografierverbot ist.
Christina:
Wirklich toll, deutlich zu erkennen, dass ins letzte Kloster mehr investiert wurde, aber die anderen haben auch ihren Charme. Finde ich auch merkwürdig mit dem Fotografierverbot, in Finnland war ich ja schon in einigen orthodoxen Kirchen und auch einem Kloster, da durfte man überall fotografieren, aber die sind russisch-orthodox und die hier griechisch-orthodox, vielleicht liegt es daran.
Danke für den Google Link, da sieht man auch gut, dass vom vorderen Parkplatz Wege auf die Felsen führen.
Alle haben sich wohl nicht an die Kleiderordnung gehalten, auf deinem Foto sieht man einen Mann mit kurzen Hosen und eine Frau ärmellos. ;)
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