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Vom Pindos über Pelion zur Perle im Ionischen Meer - Hellas 2025

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Susan:
Wir haben auch andernorts schon erlebt, dass Fotografieren in Kirchen unerwünscht war. Das kam uns jetzt nicht so merkwürdig vor.

Hier passt es irgendwie zur Geschichte der Klöster, die sich auf einen streng orthodoxen Glauben gründeten. Die Chalkidiki Halbinsel Athos mit den Mönchsklostern, wo ja etliche der Gründer herkamen, darf bis heute nicht von Frauen besucht werden  ::) Und wenn man sich so anschaut, wo und wie so etliche ihre Selfies machen, kann ich verstehen, dass wenigstens die Kirchen außen vor bleiben sollen. Die entsprechenden Piktogramme halten eh nicht jeden vom Fotografieren ab. Drei, vier mal haben wir erlebt, dass dann gebeten wurde "No photos, please".

Scharfes Auge, Christina  ^-^ Die ärmellosen Damen, die wir so gesehen haben, hatten immer ein Tuch parat, das sie zumindest drinnen umgelegt haben. Wie sich die Herren in kurzen Hosen eingeschmuggelt haben, weiß ich allerdings nicht  ;) Im Andrang untergegangen? Normalerweise wird einem sonst immer eine Art Schürze ausgehändigt. 


--- Zitat ---Dank deinem Streetview-Link sieht man, wo man parken kann. Da sollte kein großer Andrang herrschen
--- Ende Zitat ---

Ja, der Parkplatz scheint ausreichend groß. Bei uns dann aber doch voll, so dass einige auch noch an den Straßenrändern geparkt haben.

Susan:
Am Donnerstag fahren wir hinauf zum höchst -  und zwar auf 613 m - gelegenen

Metamórphosis Kloster  - Megálo (Great) Metéoro

Wie der Beiname schon andeutet, ist es auch das größte der Meteora-Klöster. Liegt vielleicht daran, dass der Gründer sich eben auch das breiteste Felsplateau gesichert hat. Außer der Einsiedlergemeinschaft am Doupiani Felsen war er ja der erste hier in der Gegend.  ;)



Von Varlaam aus gesehen wirkt es gar nicht größer, vom Parkplatz aus dann schon




Ihr könnt da auch schon einen Teil der zu bewältigen Treppen sehen. Heute gibt es doppeltes Pensum: zuerst etliche Stufen – man munkelt 120 – hinunter, dann 143 wieder hinauf.  8)
Diese wurden erst 1923 angelegt, vorher gab es auch hier den üblichen Netz/Korb Aufzug

 

Heuer müssen wir auch noch durch einen Tunnel. Er war grad lang genug frei für Fotos. Stoßweise herrscht hier ähnlicher Betrieb wie in Varlaam.

 

Wir schauen tief in die Schlucht, versuchen den Wanderweg zu erspähen. Doch dazu stehen wohl zu viele Bäume da unten.



Beim Klostereingang bekommen wir die renovierte und eingerichtete Einsiedlerhöhle des Gründers St. Athanassios zu sehen. Es heißt, dass er dort anfangs gehaust hat, ehe er oben auf dem Felsen eine Kirche und Unterkünfte für Mönche, die aus Athos hierher flüchteten, erbaute.
Umlagert, daher Postkarte statt Foto



Eine Reihe von Räumen kann besichtigt werden; ich glaube, wir haben nicht alle erwischt.  8) Zuerst kommen wir in die Holzwerkstatt und den Weinkeller. Auch hier ein uraltes Riesenfass







Wenn ich richtig gelesen habe, betreibt das Kloster im Tal ein Weingut.

Dann ist da noch die alte Küche mit Steinofen, Feuerstelle und alten Utensilien.







Und der Speisesaal: Prospektbild, da ebenfalls kein Foto ohne viele Leute möglich



Skurril finde ich die Öffnung des  Beinhauses mit den Schädeln und Knochen verstorbener Mönche. Bei all den anderen Besuchsregeln hätte ich da mehr Respekt vor den Verstorbenen erwartet. 

Von den drei oder vier Museen im Kloster haben wir uns nur die Ikonensammlung angeschaut. 



Das Katholikon schließlich ist nicht mehr die Kirche des Gründers, sondern wurde um 1540 herum neu erbaut sowie mehrmals restauriert. Wie erwartet ist es prachtvoll ausgestattet.



An einer der Außenwände ein modernes Fresko aus 2008
 

"Der ruhmreiche Herrscher Jesus Christus"
von Vlassios Tsotsonis: oben Christus, Propheten und Gerechten aus dem Alten Testament; unten mehrere altgriechische Weise, die durch ihre Werke  die Menschheit auf die Erscheinung Christus und seines Werks vorbereiteten.
 
Eine nett gestaltete Terrasse darf nicht fehlen.





Wir blicken auf Klostergebäude

 



und hinunter auf den Ort Kastraki.



Zeit für eine kleine Trinkpause, außerdem schaue ich noch in den Souvenirshop. Neben den Postkarten erstehe ich noch eine kleine Broschüre über das Kloster, sowie einen Lippenbalsam aus Bienenwachs und Orange. Der hilft bei meinen häufig spröden Lippen besser als Labello & Co.  ^-^

Treppentraining zweiter Teil  ;) Es müssen gleich mehrere Reisebusse voller Chinesen (?) vorgefahren sein, denn Horden kommen uns entgegen. Und die nehmen kaum Rücksicht auf der schmalen Treppe.  Zurück am Parkplatz nochmal kleine Trinkpause und Blicke schweifen lassen auf


die Klöster Varlaam und Roussanou


Great Meteoro

Fortsetzung folgt ...



Ilona:
Die Klöster sind der Wahnsinn :beifall:.

Da man mit dem Auto nach oben zu den Parkplätzen fahren kann, hatten die Erbauer vielleicht auch solche Schleichwege :gruebel: und mussten nicht jeden Stein mit der Seilwinde hinaufziehen.

Edit: Aus Zeitgründen überflog ich deine Texte teilweise  :verlegen: . Die Straßen wurden ja erst später gebaut.

Christina:

--- Zitat von: Susan am 18. Juli 2025, 12:04:56 --- Und wenn man sich so anschaut, wo und wie so etliche ihre Selfies machen, kann ich verstehen, dass wenigstens die Kirchen außen vor bleiben sollen. Die entsprechenden Piktogramme halten eh nicht jeden vom Fotografieren ab. Drei, vier mal haben wir erlebt, dass dann gebeten wurde "No photos, please".


--- Ende Zitat ---

Oh ja, bei meiner Andalusien Reise habe ich auch mehrfach den Kopf geschüttelt, dass doch tatsächlich Leute in Kirchen posieren, für mich völlig unverständlich, keine Ahnung was die sich so denken.

Christina:
Das Megalo Kloster ist von den Innenbereichen her wohl das Interessanteste, mit einigen Innenräumen und Museen.

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