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Das Wandern ist des Müllers Lust

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Andrea:
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ja, Batterien sollten natürlich dabei sein.

Wie sieht das dennmit papiernen Wanderführern/Karten aus? Die als Backup zu haben wäre mir auch sehr recht, aber wie findet man die richtigen? Kann man sagen, dass ein Verlag besonders hervorsticht wegen seiner Aufteilung, Beschreibungen oder der Auflösung der Karten? Oder muss man auf jeden Fall für jedes Gebiet neu schauen? Auf was sollte ich dabei achten?

Interessant wären für mich aktuell meine Wohngegend Ostwestfalen/Wiehengebirge/Weserbergland/Teutoburger Wald oder die Gegend um Koblenz/Rheinsteig/Rheinburgenweg.

Paula:
Wir haben viele Wanderkarten von Kompass mit einem Maßstab von 1:50000
Ich glaube soviel Auswahl hat man gar nicht. Wenn man vor Ort nach Wanderkarten sucht findet man meist nur eine Sorte. Habt ihr ein großes Buchgschäft vor Ort? Bei uns gibt es den Hugendubel, da bekommt man auch Wanderkarten.

Birgit:
Ich weiß ja nicht, wie fit du bist. Ich bin es leider im Moment gar nicht und hätte wohl spätestens so nach 10 Kilometern bzw. 2 Stunden genug, und das bitte nicht zu steil.

Aber für eine solche Strecke reichen doch außer dem eigenen Hüftgold erstmal bequeme Schuhe, ein halber Liter Wasser und vielleicht ein Schokoriegel, oder? Und das Wetter sollte doch auch überschaubar sein bei solchen Strecken.

Und wenn du dann länger unterwegs bist, dann merkst du doch, was dir fehlt und was du noch mitnehmen musst?

Andrea:
Ach Birgit, da bist du mir vermutlich noch voraus... Ich habe gestern nach 3km aufgegeben (es sollten 11 werden). Okay, es waren, als ich gegen 18 Uhr los ging, auch noch 33 Grad. Und schon nach dem ersten Berglein ging die Pumpe wie verrückt.

Und wenn das Gold nur an den Hüften sitzen würde...  ;D Genau deswegen muss ich mich bewegen, mein komplettes Gerüst leidet mittlerweile sehr unter meinem Übergewicht. Ich habe es mit Diäten versucht, aber dann mache ich schlapp im wahrsten Sinne des Wortes. Ich brauche allein wegen meines Jobs (körperliche Arbeit) schon fast 2000kcal am Tag. Drunter geht nicht, hab´s probiert. Lange und ausdauernd. Ich pack das einfach nicht mit weniger. Also muss Ausdauersport her. Und eigentlich jemand, der mir in den Allerwertesten tritt. Am Wandern hätte ich sicher Freude und das bedeutet, um wirklich gute Strecken zu schaffen, Training am Hausberg  ;)

Ich habe mir nun eine Fernwanderstrecke von Osnabrück nach Porta Westfalica heraus gesucht (ich glaube, der heißt Wittekindsweg) und den könnte ich in mehreren Etappen laufen. Ebenso einen Jakobsweg (wo ist der Knilch denn bloß überall gepilgert? :o ) von Minden nach Soest, wobei die erste Etappe von Minden nach Bad Oeynhausen führen würde.

Und da wären wir nun wieder bei den Wanderführern. Beide Strecken sind halbwegs gut bei Outdooractive beschrieben und teilweise kenne ich die Gegend ja sowieso und würde sicher nicht verloren gehen. Aber genau so etwas wäre dann auch perfekt, um den Umgang mit GPS, Karten und Wegbeschreibungen zu üben.

Wir haben, glaube ich, eine Thalia Filiale, in der ich ewig nicht war, da sie in einem Einkaufscenter liegt, den ich nicht mag und deswegen nicht oft hinkomme. In der Innenstadt haben wir eine kleine Buchhandlung, aber die sind dort einfach nur dusselig und versuchen alles um Kunden zu vergraulen, die Fragen haben oder etwas Ungewöhnliches haben wollen. Da wollte ich eigentlich nicht mehr hin. Aber - und jetzt kommts: Ich habe an einer unserer Tankstellen Wanderkarten oder -führer gesehen... Nur hätte ich eben gerne, bevor ich 15€ oder so ausgebe, einen Anhaltspunkt, was wichtig wäre oder ob ich einfach nur mal blättern sollte und nach Gefühl entscheiden kann.

Gipsy:
Ich geh zur Zeit einfach drauflos mit aus dem Internet kopierten/gedruckten Kartenausschnitten und Wegbeschreibungen; sehe mir das Ganze aber vorher sehr genau an. Und es sind Gegenden, die ich eigentlich gut kenne.

Früher hatte ich immer die amtlichen topografischen Karten der verschiedenen Landesvermessungsämter, aber die gibt es schon lange nicht mehr. Die Karten von Kompass im Maßstab 1:50000 sehen auch sehr gut aus.
Wichtig für mich war immer, dass die Höhenlinien eingezeichnet sind (zum Abschätzen von Steigungen), die verschieden breite Wege gut unterscheidbar sind, und man sehen kann, ob die Gegend Wiese/Feld oder Wald ist. Manchmal hab ich auch die 1:25000er Karte verwendet.

Schau dir die verschiedenen Karten einfach an und überlege anhand eines Weges, den Du kennst, ob Du seinen Verlauf und die Gegen anhand der Karte erkennen würdest. Du musst Deine aktuelle Position anhand der sichtbaren Merkmale der Gegend in der Karte auffinden können, das heißt: Du musst die Karte lesen können und vorhersagen, wie die Gegend aussieht; sonst kannst Du auch gleich ohne Karte gehen.

Ich kenne das Problem mit dem Bewegen. Und mit dem Schlappmachen weit vor dem selbst gesteckten Ziel.
Am Anfang reicht auch eine ebene Strecke von etwa 4-6 km. Dann eine mit leichten Steigungen. Übrigens sind Treppenhäuser ideal zum Trainieren von Steigungen. Erst mal nur 1 Stockwerk rauf und runter. Wenn Du ein Stockwerk rauf packst, gehst Du das eine Stockwerk zweimal rauf und runter bevor Du zwei Stockwerke rauf gehst. Und so steigerst Du Dich langsam. Hast Du zu Hause oder bei der Arbeit ein Treppenhaus mit etwa 5 Stockwerken zum Üben?
Wenn Du mit Stadtbussen oder Straßenbahnen zur Arbeit fährst und da eine Steigung dabei ist, kannst Du - wenn Du genug Treppen gestiegen bist - auch vor der Steigung aussteigen, die Steigung zu Fuß überwältigen und dann wieder weiterfahren.

Wenn ich mal wieder einige Zeit ganz faul war und mich so wenig wie irgend möglich bewegt habe, muss ich vor einem Ausflug auch immer erst trainieren, damit ich da nicht nach 2 km aufgebe. Ich hab das Glück, dass mein Arbeitsplatz im 2. Stock ist und der Aufenthaltsraum mit kostenlosem Kaffee im Erdgeschoss. Es gibt einen Lift, der mich immer ganz gemein lockt - und auch sehr oft (oder meist) gewinnt. In der Woche vor dem geplanten Ausflug ist der Lift für mich tabu. Dann merk ich aber genau, wie ich mich vom totalen Luftmangel nach dem ersten Mal zu fast problemlosem Überwältigen der 2 Stockwerke steigere.

Ganz wichtig ist: Geh die Steigungen nur so schnell an, dass Du noch leicht durch die Nase atmen kannst. Das kann am Anfang ruhig im Schneckentempo sein. Sonst hast Du nach dem Berglein keine Kraft mehr und brauchst sehr viel Zeit, um Deinen Organismus wieder herunterzufahren. Du solltest nur so schnell gehen, dass Du nicht völlig aus der Puste kommst und Dich beim normalen Gehen nicht wieder erholen kannst.

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