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Das Wandern ist des Müllers Lust

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Andrea:
Danke Gipsy!

Mein Training sieht tatsächlich so aus, dass ich meine Walking Strecke mit wenig und mit mehr Bergen machen kann. Ohne geht hier gar nicht. Wobei wir hier von vielleicht 100 - 200 Höhenmetern sprechen. Wenn ich lange nicht gewalkt bin, fange ich erst einmal mit einer Strecke an, die etwa eine halbe Stunde dauert und steigere mich dann. Wenn ich dann aber mal zwischendurch einen schlechten Tag habe, dann kürze ich halt. Die kompletten 11 km bin ich schon lange nicht mehr gelaufen und es war gestern einfach der falsche Tag dafür. Prinzipiell traue ich mir das aber zu.

Dass mit dem Karte anschauen und die Gegend wiedererkennen ist ein eigentlich logischer und doch wertvoller Hinweis. Was nützt mir eine Karte, wenn ich sie nicht lesen kann (und mich verlaufe). So habe ich es beispielsweise erlebt, dass ich eine Strecke auf einer Karte zwischen 2 Höhenlinien gesehen habe und dachte, das sei relativ eben. War´s aber nicht. Es war nicht schlimm, da es sich nur um eine recht kurze Strecke handelte, aber wenn das auf einer längeren Strecke von 10-15 km passiert, dann ist´s echt doof. Letztlich muss ich auch lernen, was welches Höhenprofil bedeutet und welches für mich realistisch ist. Ich will mich ja nicht übernehmen.

Gipsy:
Bei den Höhenlinien gibt es eine einfache Regel: je dichter sie sind, das heißt: je geringer der Abstand zwischen 2 Linien ist, desto steiler ist die Gegend. Es gibt häufig auch dickere Linien, die bestimmte Höhenmeter kennzeichnen und als einfache Orientierung dienen können.

Mehrere Walking Strecken bzw. eine an die aktuelle Kondition anpassbare Strecke ist ideal. In schlechter Verfassung, können 100 - 200 Höhenmeter schon der Killer sein, wenn es plötzlich zu steil wird.
Ich war vor einigen Jahren durch eine längere Krankheit so geschwächt, dass schon ein Randstein ein ziemliches Hindernis war. Für die Wiederherstellung habe ich dann mit einem Physiotherapeuten das Treppensteigen geübt. Dieser Therapeut hat mir beigebracht, rechtzeitig zu erkennen, wenn ich zu schnell bin und dann sofort langsamer zu gehen.
Das hat sich auch bewährt, wenn ich dann beim Walken einen schlechten Tag erwischt hatte und bei einer Steigung Probleme bekam. Ich habe da gelernt, sofort stehenzubleiben bis ich wieder normal atme und dann langsamer weiter zu gehen. Mit der Methode schaffe ich fast jede Steigung - auch wenn ich dabei doppelt so lange brauche wie ich eigentlich gerne hätte. Nur bei einem Ausflug in Gesellschaft haben meine Begleiter damit so ihre Probleme; Die müssen immer wieder nicht eingeplante Pausen machen und auf mich warten  >:D. Aber da bin ich so egoistisch und gehe nicht schneller als ich kann, ohne dass die Pumpe wie verrückt hämmert. Wenn das Blut schon in den Ohren rauscht, ist es längst zu spät und Du kannst nur noch aufgeben oder eine lange Pause (mindestens 15 Minuten) machen. Und so weit lass ich es einfach nicht mehr kommen.

Andrea:
Ja, genau das ist ja auch ein Grund, warum ich gerne allein laufe. Ich würde mich nie einer Walkinggruppe anschließen. Früher mag ja Ansporn durch Schnellere noch gut gewesen sein, aber mittlerweile muss ich einfach auf mich achtgeben und egoistisch sein. Außerdem finde ich es allein fast spirituell, wenn die Vögel zwitschern und der Wind durchs Laub streicht oder ein Eichhörnchen über meinen Weg huscht. Ist irgendwie wie Meditation, ein Runterkommen trotz körperlicher Anstrengung. Und das verspreche ich mir durch Wandern eben auch, nur dass es mal neue Strecken sind mit neuen Aussichten und mit Brotzeit am Wegesrand.

Flicka:
Andrea, das ist ja sehr tapfer von dir, ausgerechnet bei diesen Temperaturen mit dem Wandern anzufangen. Mir machts bei 33 Grad keinen Spaß, von daher halte ich es jetzt auch nicht für sonderlich bemerkenswert, dass du nach 3 km auch keinen Spaß mehr hattest.

Hast du mal geschaut, ob es bei euch in der Nähe Premiumwanderwege gibt? Die sind meistens gut ausgeschildert.
http://www.wanderinstitut.de/

Mein Tipp: Am Wochenende (oder wenn du sonst morgens Zeit hast) früh raus und dann wandern, bevor die Mittagssonne rauskommt. Für mich es mit das schönste am Wandern, wenn man morgens durch die frische Luft wandert, die Vögel zwitschern und kaum jemand unterwegs ist. Oft sieht man dann sogar noch das ein oder andere Reh, das plötzlich vor einem auf dem Weg steht.

Zum Wandern ziehe ich normalerweise Wanderschuhe, Wanderhose und Funktionsshirt oder normales T-Shirt an. Funktionsunterwäsche braucht man bei zweistündigen oder halbtägigen Wandertouren wirklich nicht.

In den Rucksack kommen eine Fleeceweste (bzw. erst mal an den Körper, wenn es morgens noch kälter ist), ein Regenschirm oder eine Regenjacke, je nach Vorhersage, Wasser, ein kleines Handtuch, wenn ich zwischendurch ins Schwitzen komme, Proviant (belegte Brötchen und Studentenfutter), Unterlagen zur Wandertour, Sonnencreme und Anti-Brumm gegen Zecken und Stechmücken.

Was die genannten Strecken und Zeiten angeht: Für 10 km würde ich bei hügeligem Gelände und schmalen Pfaden deutlich mehr als 2 Stunden einrechnen. Ich persönlich rechne grundsätzlich mit 4 km pro Stunde. Wenn die Strecke flach und vor allem auf breiten Wegen oder Asphalt ist, geht es natürlich schneller, aber solche Strecken wandere ich eigentlich nicht gerne. Wenn ich länger wandere, lege ich bewusst mindestens alle 1,5 Stunden eine Pause inkl. Hinsetzen ein, auch wenn ich eigentlich in dieser Situation problemlos weiterwandern könnte. Ich werde sonst fahrig und unkonzentriert, stolpere über Wurzeln usw. Ansonsten halte ich es immer so, dass ich mein Tempo an die Strecke anpasse. Bei Anstiegen gehe ich deutlich (!) langsamer. Oben angekommen bin ich dann idealerweise nicht ins Schnaufen gekommen und nehme dann einfach wieder flotteres Tempo auf. Bei Abstiegen gehe ich meist auch deutlich langsamer, sonst bedanken sich meine Knie nach der Wanderung mit Schmerzen.

Ich hoffe, ich kann dir mit meinen Erfahrungen ein wenig helfen. Letztes Jahr bin ich kaum gewandert, aber dieses Jahr habe ich mal wieder ein langes Wochenende mit verschiedenen Tagestouren gemacht und innerhalb von 4 Tagen ca. 80 km abgewandert. Wie du selbst schon geschrieben hast: Manchmal ist es wirklich fast meditativ.

Und ja, auch ich fand Wandern früher doof.  ;)

Paula:
ich würde eigentlich auch gern mehr wandern aber bei 33 Grad mach ich einfach gar nix  :girly:

Ich glaube das ist auch nicht gesund, die Hitze schlaucht den Körper total und die Ozonbelastung ist auch nicht zu verachten.
Ich habe mir vorgenommen mehr Sport zu machen wenn die Hitzewelle vorbei ist, ich kämpfe nämlich auch total mit meinem Gewicht...

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