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And the winner is...Trump

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Christina:
Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr in die USA zu reisen, solange Trump Präsident ist. Das habe ich auch schon bei den acht Jahren Bush Junior gemacht. Zugegebenermaßen steht sowieso kein USA Urlaub in konkreter Planung (wir haben ganz vorsichtige Pläne 2019 nach Ostkanada zu fahren, dann sind es zwanzig Jahre, dass ich dort studiert habe und das wäre doch ein guter Anlaß), aber vier oder womöglich acht Jahre sind lang. Grund ist nicht irgendeine Angst, sondern es ist einfach für mich eine persönliche Entscheidung.

Wenn ich aber bereits einen Urlaub gebucht hätte, würde ich nicht stornieren. Ich denke auch nicht, dass es schon im nächsten Jahr zu größeren Unruhen kommen wird, die einen als Urlauber betreffen, die großen Städte kann man ja immer meiden.

Rainer:

--- Zitat von: Horst am 09. November 2016, 17:32:34 ---Sofern das nach der Wahl noch Gültigkeit hat.
--- Ende Zitat ---

Genau darauf baue ich. Wie Du selbst sagst, er hat soviel Mist erzählt, das kann man gar nicht schaffen, selbst wenn man es ernst gemeint haben sollte. Im übrigen bin ich der Meinung, dass von Deutschlands Politikern keiner mit dem nackten Finger auf Trump zeigen kann, bei uns wird auch seid eh und je gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen. Das ist keine Eigenschaft, die Herr Trump erfunden hat.


--- Zitat von: Christina am 09. November 2016, 17:43:36 ---Grund ist nicht irgendeine Angst, sondern es ist einfach für mich eine persönliche Entscheidung.

--- Ende Zitat ---

Meine Oma sagte dann immer "es ist das größte Leid, was der Mensch sich selbst andeit". Selbstverständlich kann und soll das jeder für sich entscheiden, aber wenn so eine Entscheidung keinen nachvollziehbaren Hintergrund hat, bleibt am Ende nichts übrig, außer dass man sich selbst ohne Not einschränkt. In Anbetracht dessen, dass man nur einmal lebt, würde ich niemals so handeln. Weggeworfene Lebensqualität ohne Gegenwert. Die Welt verbessern kann ich sowieso nicht. Ich an Deiner Stelle würde das nochmal überdenken - selbstverständlich nur unter der Voraussetzung, dass es ein Interesse an einem USA Urlaub gibt. Wie wir in diesem Forum ja erleben, gibt es durchaus auch andere schöne Ziele auf dieser Erde.

nordlicht:

--- Zitat von: Rainer am 09. November 2016, 11:53:46 ---Die spannende Frage wird sein: wo steht die USA in 4 Jahren, wenn die nächsten Wahlen anstehen? Spätestens dann sollte es wirklich jeder begriffen haben, dass diese Probleme so nicht lösbar sind, dass sie wahrscheinlich gar nicht lösbar sind und viele Probleme in den USA insofern hausgemacht sind, weil jeglicher soziale Ansatz gleich als Kommunismus mißverstanden wird. Das rein marktwirtschaftliche Prinzip ist grundsätzlich zum Scheitern verurteilt und erst wenn das in den Köpfen der Bevölkerung realisiert wird (wovon ich nicht sicher bin, ob das jemals passiert), dann wird vielleicht auch endlich ein Gegentrend einsetzen zum aktuellen Trend, dass Reich und Arm immer weiter auseinander driften.

--- Ende Zitat ---
Ich stimme Dir in Deiner Analyse uneingeschränkt zu.
Allerdings glaube ich nicht, das auch ein komplettes Scheitern von Trump (wovon ich ausgehe, der ist nicht nur komplett unqualifiziert, sondern auch dazu noch völlig beratungsresistent) irgendetwas ändern wird. Gestern, haben "kleine Leute" die von "denen da oben, die in Saus und Braus leben" die Nase voll haben einen Multimillionär gewählt. Jemand der in jedem Faktcheck attestiert bekommt, dass kaum etwas was aus seinem Mund kommt wahr ist, steht als derjenige da "der sagt wie es ist". Wähler denen angeblich "christliche Familienwerte" wichtig sind haben einen mehrfach Geschiedenen zum Präsidenten gemacht, der zugibt seine Prominenz dazu auszunutzen um alle möglichen Frauen zu belästigen und ins Bett zu kriegen und das am liebsten auch mit der eigenen Tochter machen würde. Leute die sich über die Selbstbedienungsmentalität und Korruption der Politiker beklagen, haben jemand der mit allen möglichen halblegalen Tricks Steuern umgeht, Arbeiter illegal beschäftigt und für seine Projekte geschmiert hat, was das Zeug hält, zum Präsidenten gewählt.
Und wer darauf hinweist ist "liberal biased massmedia" bzw. "Lügenpresse wie das in Deutschland genannt wird.
Das alles macht so wenig Sinn und ist bar jeglicher Logik, dass ich nicht glaube, dass in den "Köpfen der Bevölkerung" irgendetwas realisiert oder begriffen wird, selbst wenn Trump die Karre ganz gepflegt vor die Wand setzt.
Diese Abkoppelung von Realität und Fakten bei großen Teilen der Bevölkerung, die es ja auch in Europa immer mehr gibt (siehe Brexit) ist das was mir eigentlich als jemand, der wie Du Probleme mit einem gewissen Maß an Rationalität angeht, am meisten Angst macht.
Das einzige was mir ein bisschen Hoffnung macht ist, dass die Mehrheit der Wähler zumindest nicht für Trump gestimmt hat. So langsam denke ich wirklich es wäre keine so schlechte Idee die USA in zwei Teile aufzuspalten, die United States of Canada und Jesusland. Ich weiß, dass das keine Chance hat, aber das wäre glaube ich für beide Seiten eine sehr gute Löung.

Rainer:

--- Zitat von: nordlicht am 09. November 2016, 20:39:01 ---So langsam denke ich wirklich es wäre keine so schlechte Idee die USA in zwei Teile aufzuspalten, die United States of Canada und Jesusland. Ich weiß, dass das keine Chance hat, aber das wäre glaube ich für beide Seiten eine sehr gute Löung.

--- Ende Zitat ---

Das kann natürlich nicht funktionieren, denn es basiert auf der von Dir schon erläuterten (ziemlich verqueren) Situation, wie in den USA Wahlmänner beauftragt werden, einen Kandidaten zum Präsidenten zu küren. Es wird in keiner Weise der Tatsache gerecht, dass viele Staaten nahe an der 50:50 Grenze liegen, was die politische Ausrichtung ihrer Bürger betrifft. D.h. mit so einer radikalen Aufteilung würden in vielen Bundesstaaten fast die Hälfte der vorhandenen Bevölkerung überhaupt gar nicht der vorgegebenen Überzeugung anhängen.

Sollen die "falschgläubigen" dann jeweils in andere Staaten umziehen?? Eine skurrile Vorstellung.

Die Spaltung der USA ist sehr schwierig zu korrigieren und das kann nur gelingen, wenn es eine deutlich verbesserte soziale Komponente gibt. Aber genau das ist die Frage, ob das jemals in den USA gelingen wird. Ich selbst werde das ganz sicher nicht erleben, über fernere Zukunft kann ich natürlich nicht urteilen.

Michael:
Folgenden Tweet habe ich gelesen, der beschreibt das ganz gut, was da gerade vor sich geht in der Welt:

BRITAIN: Brexit is the stupidest, most self-destructive act a country could undertake.
USA: Hold my beer.

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