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Alltag in Corona-Zeiten
Rainer:
--- Zitat von: Horst am 11. Juni 2020, 19:16:22 ---von den gesundheitlichen und psychischen Schäden die daraus entstanden sind, gar nicht zu reden.
--- Ende Zitat ---
Und genau darüber wird das Mäntelchen des Schweigens gedeckt von Seiten der "Öffis". Man wird nicht erfahren, wieviel tausende Menschen ihre Existenz verlieren, wie sehr die Gewalt an Frauen und Kindern ansteigen wird, wieviele Selbstmorde es geben wird. Aber jeder einzelne an Corona Infizierte, der wird gebraucht, um die Angst in der Bevölkerung aktiv zu halten.
--- Zitat von: Horst am 11. Juni 2020, 19:16:22 ---Und was der Gag an der Geschichte ist, wenn das Virus doch wieder eine 2. oder 3. saisionale Hochkonjunktur haben sollte, wird man keinen 2.Lockdown mehr machen wollen/können - dafür ist schon alleine kein Geld mehr da
--- Ende Zitat ---
Haargenau! Genau so ist es, man hat mit dieser "ersten Welle" (die ja auch genau genommen gar keine war) das Pulver verschossen. Ich habe das an anderer Stelle schon einmal gesagt, das ist wie "All In" beim Poker. Man hat mit dem absoluten Vorschlaghammer und allem, was zur Verfügung steht, drauflos gedroschen. Im blinden Vertrauen, den Hafen einer Impfung zu erreichen. Was aber passiert, wenn es diese Impfung nie, oder zumindest nicht in den nächsten 2 Jahren gibt? Richten wir dann konsequent alles zu Grunde? Egal wer stirbt, egal wieviele sterben, Hauptsache nicht an Corona? Eine wilde Vorstellung. Aber so einseitig ist die aktuelle Strategie. Ich finde es furchtbar.
Was ich mich übrigens auch frage: ich werde ja auch oft angegriffen, weil ich die Spätfolgen von Corona ja gar nicht einschätzen könnte. Das mag so sein. Aber wie sieht das denn aus, mit so einer Impfung, die mit Hochdruck und verkürzten Zulassungszeiten meinetwegen schon vor Weihnachten zur Verfügung steht? Juchhu - die Heilung!? Wirklich? Wir wissen dann doch genauso wenig über die Langzeitfolgen der Impfung. Die greift genauso ein in komplexe Zusammenhänge, wie der Virus selbst. Muss sie ja, wenn sie wirksam sein soll. Wieso haben die gleichen Leute, die Angst vor dem "unbekannten" Virus haben, nicht auch Angst vor den unbekannten Folgen einer unbekannten Impfung? Das war genau eines der großen Problem der letzten Epidemie, die Schweinepest 2010. Da laufen heute noch die Regressklagen wegen der ungewollten Nebenwirkungen. Aber jetzt, bei Corona, interessiert das keinen. Verstehe ich ehrlich auch nicht.
Horst:
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:46:23 ---Was aber passiert, wenn es diese Impfung nie, oder zumindest nicht in den nächsten 2 Jahren gibt? Richten wir dann konsequent alles zu Grunde? Egal wer stirbt, egal wieviele sterben, Hauptsache nicht an Corona?
--- Ende Zitat ---
Wie oben geschrieben - geht nicht. Uns fehlt das Geld dazu - wenn man im Moment täglich die Nachrichten verfolgt und die sich langsam anbahnenden Folgen überreißt, wo die Milliarden-Hilfspakete wie Smarties verteilt werden, ist danach nicht mal mehr Geld für Kreide an der Schule übrig ... geschweige denn nochmal Kurzarbeit fürs ganze Volk ... und darauf hat auch niemand mehr Bock, Homeschooling, mit 60% vom Gehalt auskommen usw ... nicht vermittelbar.
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:46:23 ---Aber wie sieht das denn aus, mit so einer Impfung, die mit Hochdruck und verkürzten Zulassungszeiten meinetwegen schon vor Weihnachten zur Verfügung steht?
--- Ende Zitat ---
Wenn ich wetten sollte - in den nächsten 5 Jahren gibt es keinen Impfstoff.
Egal wie chaotisch dass betrieben wird.
Man darf sich nicht von Meldungen mancher Institute blenden lassen. Die verkünden immer wieder was von Erfolgen und dass sie kurz vor einem Impfstoff stehen und die Nationen pumpen dann artig Kohle in die Institute, so dass deren Job schön finanziert ist - auch wenn nix dabei rumkommt.
Wenn man nachliest wie lange sowas durchschnittlich dauert bist Du schnell bei 10 Jahren und wen interessiert in 10 Jahren noch ein Impstoff für Corona?
Ich glaube das ist viel Lärm um nichts.
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:46:23 ---Wieso haben die gleichen Leute, die Angst vor dem "unbekannten" Virus haben, nicht auch Angst vor den unbekannten Folgen einer unbekannten Impfung?
--- Ende Zitat ---
Wenn wirklich durch ein Wunder halbwegs "kursfristig" ein Impfstoff kommen sollte, ist er so mit der heißen Nadel gestrickt, dass sich den niemand (außer Höchstrisikopatienten) freiwillig spritzen lassen will, da die Folgen dann nicht absehbar sein können.
Ergo - bringt also auch nichts.
Susan:
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:20:29 ---
--- Zitat von: Christina am 11. Juni 2020, 18:17:28 ---Na ja Rainer, auch bei den wenigen stark betroffenen Fällen möchte ich nicht dabei sein.
--- Ende Zitat ---
Das ist ja auch Deine Entscheidung. Dann fährst Du sicherlich auch nicht Auto, denn die Wahrscheinlichkeit, einen tödlichen Verkehrsunfall zu haben, ist x-fach so hoch, Du fliegst auch nie mehr, in die Sonne gehst Du sowieso nie mehr (Hautkrebs) usw.etc.pp.. Nicht genannt sind die ohnehin um Potenzen wahrscheinlicheren Todesursachen im Zusammenhang mit Herz/Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen. Wie kommst Du mit dieser massiven Bedrohung zurecht?
Das Leben endet mit dem Tod, für alle, und Corona ist nur eine einzige Option mehr. Eine relativ unwahrscheinliche dazu.
--- Ende Zitat ---
Das Leben ist lebensgefährlich und wir alle versuchen doch uns vor Risiken zu schützen, die einen mehr die anderen weniger und wahrscheinlich jeder mit verschiedenen Schwerpunkten.
Zu fast all deinen aufgezählten Risiken gibt es durchaus auch gesetzliche Bestimmungen um mehr Todesfälle, Krankheiten und Unfälle zu verhindern: Gurtpflicht, Helmpflicht, Rauchverbote, Arbeitsunfallschutzgesetze, Kennzeichnungspflicht von gefährlichen Stoffen, Tempolimite, Promillegrenzen, etc pp Sollen wir die jetzt aufgeben, weil wir eh alle sterben müssen?
Corona ist ein neues Risiko und gemessen an Zahlen vielleicht kein allzu großes. Aber was wissen wir schon über alle Folgen? Und dem Risko ist schwieriger aus dem Weg zu gehen als manch anderen. Um mal beim Tabakkonsum zu bleiben: Rauchen oder nicht ist meine Entscheidung und Passivrauchen, ja ich kann sehen, wenn einer raucht und demjenigen währenddessen fernbleiben oder nicht. Ob jemand einen Virus verteilt, ist leider nicht so eindeutig.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdown sind oder scheinen immens, doch ist das nun die Schuld des Lockdowns oder steht unsere Wirtschaft auf so tönernen Füßen, dass sie nicht mal zwei, drei Monate ohne Umsatz überbrücken kann? Alle schreien nach staatlicher Hilfe, einige wenige sind innovativ. :(
Und um mal einen ganz bösartigen Advocatus diaboli zu spielen >:D :)
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:46:23 ---
--- Zitat von: Horst am 11. Juni 2020, 19:16:22 ---von den gesundheitlichen und psychischen Schäden die daraus entstanden sind, gar nicht zu reden.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Wären die ohne Corona wirklich so viel anders bzw. beachtet worden: Gewalt in Familien, Vereinsamung, Alkoholismus... Und wer will schon beurteilen, dass psychische Probleme durch Corona-Maßnahmen verursacht wurden oder nicht schon vorhanden waren. Genauso wie bei gesundheitlichen: klar hätte ich die Diät gemacht, mehr Sport getrieben, weniger Alkohol getrunken,zu Rauchen aufgehört .... wenn Corona nicht dazwischen gekommen wär. ::)
Um es mal klarzustellen: ich bin nicht unbedingt einverstanden mit all den Maßnahmen, die ergriffen wurden, aber zunehmend kotzt mich eher die Kritik daran an. Schließlich hatten die meisten Deutschen im Vergleich relativ wenig auszustehen.
Silke:
--- Zitat von: Susan am 11. Juni 2020, 23:40:09 ---
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:20:29 ---
--- Zitat von: Christina am 11. Juni 2020, 18:17:28 ---Na ja Rainer, auch bei den wenigen stark betroffenen Fällen möchte ich nicht dabei sein.
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Das ist ja auch Deine Entscheidung. Dann fährst Du sicherlich auch nicht Auto, denn die Wahrscheinlichkeit, einen tödlichen Verkehrsunfall zu haben, ist x-fach so hoch, Du fliegst auch nie mehr, in die Sonne gehst Du sowieso nie mehr (Hautkrebs) usw.etc.pp.. Nicht genannt sind die ohnehin um Potenzen wahrscheinlicheren Todesursachen im Zusammenhang mit Herz/Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen. Wie kommst Du mit dieser massiven Bedrohung zurecht?
Das Leben endet mit dem Tod, für alle, und Corona ist nur eine einzige Option mehr. Eine relativ unwahrscheinliche dazu.
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Das Leben ist lebensgefährlich und wir alle versuchen doch uns vor Risiken zu schützen, die einen mehr die anderen weniger und wahrscheinlich jeder mit verschiedenen Schwerpunkten.
Zu fast all deinen aufgezählten Risiken gibt es durchaus auch gesetzliche Bestimmungen um mehr Todesfälle, Krankheiten und Unfälle zu verhindern: Gurtpflicht, Helmpflicht, Rauchverbote, Arbeitsunfallschutzgesetze, Kennzeichnungspflicht von gefährlichen Stoffen, Tempolimite, Promillegrenzen, etc pp Sollen wir die jetzt aufgeben, weil wir eh alle sterben müssen?
Corona ist ein neues Risiko und gemessen an Zahlen vielleicht kein allzu großes. Aber was wissen wir schon über alle Folgen? Und dem Risko ist schwieriger aus dem Weg zu gehen als manch anderen. Um mal beim Tabakkonsum zu bleiben: Rauchen oder nicht ist meine Entscheidung und Passivrauchen, ja ich kann sehen, wenn einer raucht und demjenigen währenddessen fernbleiben oder nicht. Ob jemand einen Virus verteilt, ist leider nicht so eindeutig.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdown sind oder scheinen immens, doch ist das nun die Schuld des Lockdowns oder steht unsere Wirtschaft auf so tönernen Füßen, dass sie nicht mal zwei, drei Monate ohne Umsatz überbrücken kann? Alle schreien nach staatlicher Hilfe, einige wenige sind innovativ. :(
Und um mal einen ganz bösartigen Advocatus diaboli zu spielen >:D :)
--- Zitat von: Rainer am 11. Juni 2020, 19:46:23 ---
--- Zitat von: Horst am 11. Juni 2020, 19:16:22 ---von den gesundheitlichen und psychischen Schäden die daraus entstanden sind, gar nicht zu reden.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Wären die ohne Corona wirklich so viel anders bzw. beachtet worden: Gewalt in Familien, Vereinsamung, Alkoholismus... Und wer will schon beurteilen, dass psychische Probleme durch Corona-Maßnahmen verursacht wurden oder nicht schon vorhanden waren. Genauso wie bei gesundheitlichen: klar hätte ich die Diät gemacht, mehr Sport getrieben, weniger Alkohol getrunken,zu Rauchen aufgehört .... wenn Corona nicht dazwischen gekommen wär. ::)
Um es mal klarzustellen: ich bin nicht unbedingt einverstanden mit all den Maßnahmen, die ergriffen wurden, aber zunehmend kotzt mich eher die Kritik daran an. Schließlich hatten die meisten Deutschen im Vergleich relativ wenig auszustehen.
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Also manche Folgen sind schon ganz klar dem Lockdown zuzuschreiben.
Meine Nichte, 5.Klasse, leidet immens unter der Schulschließung. Sie sitzt zu hause und weint nur, will die Aufgaben nicht machen, es ist jeden Tag ein Kampf. Und sie war vorher ein ausgeglichenes Mädchen mit super Leistungen, die auch viel allein gemacht hat, vorzeitig aufs Gymnasium gewechselt ist usw. Sie ist nicht weit entfernt davon, eine Behandlung zu benötigen. Und mein Bruder meint, es geht Einigen in der Klasse so.
Und wenn Jemand seine Existenz verliert, ist es wohl klar, dass seine psychologischen Probleme daher kommen.
Ilona:
Die Lufthansa könnte infolge des Sparpakets der Corona-Krise bis zu 22.000 Stellen streichen müssen. Nach einem Tarifgipfel mit den Gewerkschaften Ufo, ver.di und der Vereinigung Cockpit (VC) erklärte die Lufthansa, dass nach der Krise 22.000 Vollzeitstellen weniger gebraucht würden, was 26.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeute. Bisher war nur von deutlich mehr als 10.000 Arbeitsplätzen die Rede. Um dennoch möglichst wenige der zurzeit 137.000 Beschäftigten zu entlassen, müssten die Personalkosten für den Zeitraum der Krise deutlich sinken, erklärte Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann.
Bis zum 22. Juni will das Unternehmen mit den Gewerkschaften noch vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni Vereinbarungen über Personalkostensenkungen finden. (Quelle: Die Zeit)
Wenn ich daran denke, wie oft während unserer Reisezeit gestreikt wurde und die Lohnforderungen durch die einzelnen Gewerkschaften immer weiter stiegen. Nun kommen sogar die Piloten von ihrem hohen Ross herunter und würden auf bis zu 45 % Gehalt verzichten.
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