7. Tag: Kakteen und KüstenGut, dass die
kunstvollen Attraktionen erst um 10 Uhr öffnen. So wurden wir auf dieser Reise total entschleunigt und konnten uns immer Zeit für ein ausgiebiges Frühstück lassen.
Am 7. Tag könnte man eigentlich ruhen, doch es zog uns in den Jardin de Cactus, einem weiteren Meisterwerk des Künstlers.
Wir standen noch ein paar Minuten vor dem Eingangstor, gegenüber eines giftgrünen Riesenexemplars aus Metall, das an einer beliebten Radstrecke steht. Den Kaktusgarten kann man nicht verfehlen.

Tourbusse trudelten ein und die Gruppen durften noch vor uns den Botanischen Park betreten. Anscheinend haben Reisegruppen auf der Insel immer Vortritt.
César Manrique ließ in die Flanken eines alten, runden Steinbruchs Terrassen schlagen, diese durch Mauern aus geschichtetem Basalt stützen und mit Lavasplit auslegen. Dadurch wirkt der einstige Steinbruch wie ein Amphitheater und wurde zur Kulisse für ein gigantisches Stilleben.




Sogar einen kleinen Saguaro gibt es inmitten einer nachgestellten Wildwest-Landschaft.



Unterhalb der Windmühle befindet sich ein Café und die stillen Örtchen für die Machos und Hembras.

Die Kaktusblüte stand in den Startlöchern.

Was war das schön in dem Kaktusgarten

. Kein Wunder, das der ein Besuchermagnet ist.
Um die Mittagszeit wollten wir noch einmal nach Arrieta. Am Ortsanfang steht ein knallrotes Windspiel vom César, das durch den stetigen Wind immer in Bewegung ist.

Wir parkten am Ortsrand, denn da gibt es noch einige Gratisparkplätze. Von hier aus ist es nicht weit zum Blauen Haus (Casa Juanita).
Das um 1920 erbaute dreistöckige Gebäude liegt direkt am Fischereihafen von Arrieta. Ein reicher Argentinier, dessen Tochter an Tuberkulose litt, soll das blau-rote Haus zwecks ihrer Genesung erbaut haben. Nun steht das schmucke Häuschen, nachdem es kurze Zeit als Museum und Restaurant diente, unbenutzt an der Atlantikküste.

Wir wollten ins preiswerte Fischrestaurant, doch das öffnete an dem Tag später. Weil wir nicht so lange warten wollten, gingen wir zwei Häuser weiter in ein Restaurant. Dort bekam man zwar eine Schrumpelkartoffel mehr zum Fischfilet, doch dafür kostet es das Doppelte. Als wir zum Parkplatz gingen, hatte das andere Restaurant die Tür offen. Pech gehabt.
Als nächstes fuhren wir in den Norden nach Caleta de Famara. Dort gibt es einen 4 km langen hellen Naturstrand, an dem dauerhaft die rote Flagge weht.
Wir machten einen langen Strandspaziergang und schauten den Surfern zu.

Ansonsten konnte man sich dort nicht lange aufhalten, denn der Wind blies zu stark.
Auf dem Rückweg stoppten wir noch in Teguise, der ehemaligen Inselhauptstadt (1418 – 1865). Sie ist die älteste Stadt des kanarischen Archipels. Mit den Gassen und Plätzen gilt Teguise als der schönste Ort der Insel. Sonntags herrscht hier der Ausnahmezustand, da der Markt zahlreiche Besucher anzieht. Unter der Woche geht es ruhig zu und es gibt kostenfreie Parkplätze. Komischerweise waren alle öffentlichen WCs gesperrt.
Das ist die Iglesia de Nuestra Senora de Guadalupe

mit der Plaza de la Constitución davor.

Der Ort ist sehr sauber und aufgeräumt.

In einem Bistro bestellten wir uns etwas zu trinken, damit wir das WC nutzen dürfen. Lange hielten wir uns nicht auf, denn Läden mit Souvenirs oder Kunsthandwerk interessierten uns nicht.
Vom Parkplatz aus hatten wir einen guten Blick auf das Castillo de Santa Barbara,

in dem ein Piratenmuseum untergebracht ist. Auch darauf verzichteten wir.
Genug Programm für den Tag. Wir verbrachten lieber noch einige Zeit am/im Hotelpool.
Abends selbstverständlich
the same procedure as every evening, also ein Verdauungsspaziergang und warten auf den Betthupferlmann

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