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Drei Wochen in Ex-Jugoslawien

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Christina:
Das ist wirklich eine herrliche Landschaft. Der See hätte mich auch begeistert, nur schade, dass dort so offensichtlich gegen die Gesetze verstoßen wird und damit die Natur geschädigt wird.

Paula:
16. Tag 3. Juni 2018

Diese Nacht hatte ich schlecht geschlafen, ich hatte Durchfall, mir war schon beim Einschlafen übel gewesen. Morgens war es zum Glück besser.
Das Frühstückslokal mußten wir in der großen Anlage erst mal suchen, es war am ganz anderen Ende. Die beiden anderen Restaurants die es in der Hotelanlage noch gibt öffneten erst mittags.
Wir setzten uns auf die Terrasse in den Schatten, es war schon wieder sommerlich warm. Das Frühstücksbüffet war so umfangreich wie man es bei einer Hotelanlage dieser Größe erwarten konnte, außer einem Kichererbsensalat gab es aber nichts außergwöhnliches und ich aß hauptsächlich Haferflocken. Der Kaffee war Nescafé, das war nun wirklich sehr bescheiden. Einige Katzen liefen zwischen den Tischen rum die ziemlich räudig aussahen.

Um viertel vor 10 gingen wir dann runter zum Strand, pünktlich um 10 Uhr war das Schiff da. Das Meer war ruhig und die Fahrt angenehm

   


Rechts unten sieht man eine Burg und wer genau hinschaut sieht am oberen Bildrand am Ende der Häuser noch eine, dazwischen liegt die Altstadt. Unser Hotel ist nicht mehr drauf, wäre aber nur wenig weiter am linken Bildrand
Die Hochhausanlagen auf dem nächsten Bild haben wir an Land gar nicht gesehen, in diesem Teil der Stadt waren wir nicht.

   

nach etwa einer Stunde kamen wir zu einer kleinen Insel mit einer Klosteranlage und gingen da an Land

   

   

auf dieser Miniinsel lebt ein Mönch und für 2 € Eintritt dürfen wir die Kirche besichtigen

      

hier haben wir die einzigen Möwen Montenegros gesehen, ob es ihnen dort zu heiß ist?

   

in der Kirche durfte man auch fotografieren

      

jeder Besucher bekam beim rausgehen aus der Kirche von dem Mönch einen Keks, ich kenne jetzt die orthodoxen Bräuche nicht, wir fanden das alle ganz witzig. Nach diesem kurzen Aufenthalt wurde die Gruppe zweigeteilt: wer zur baden fahren wollte kam auf ein anderes Schiff (es hatten mehrere an der Insel angelegt) und die fuhren zu dem Strand den man auf dem folgenden Bild in der Bildmitte erahnen kann

   

der Rest fuhr weiter zum eigentlichen Ausflugsziel: der blauen Grotte. Die war im Reiseführer stark beworben worden. Wir fuhren an der Küste lang wo man immer wieder kleine Höhlen erahnen konnte, das war ganz nett aber mit einer Fahrt durch die Calenques z.B. nicht zu vergleichen.

   

dann hatten wir die Höhle erreicht und mußten am Eingang erst mal warten bis ein anderes Boot raus fuhr, so groß ist sie nicht.

   

blaue Grotte ist jetzt stark übertrieben, am Eingang wo die Sonne hinreicht schimmert sie an einer Stelle blau, ansonsten war es ziemlich dunkel und außerdem stank es nach Diesel. Am interessantesten war die Decke, da hingen ein paar Fledermäuse. Ein paar Leute sprangen ins Wasser, nach 10 Minuten mußten wir aber wieder rausfahren, das nächste Boot wartete schon.

   

   

   

also ganz ehrlich: das war ziemlicher Tourinepp. Wenn jemand noch nie in einer Höhle war ist das vielleicht ganz spannend, aber eigentlich kann man sich das sparen. Allerdings war dieser Tripp richtig billig, ich glaube wir haben 7 € pro Person bezahlt.

   

danach ging die Fahrt weiter zu dem Strand wo der erste Teil der Truppe schon beim baden war. Von diesem Teil des Ausflugs wußte Josef gar nichts, entweder hatte man ihm das bei der Buchung nicht gesagt oder er hat es falsch verstanden. Jedenfalls hatten wir nun eineinhalb Stunden Aufenthalt am Strand. Wir hatten keine Badeklamotten dabei, aber mir auch auch immer noch etwas komisch und nach kaltem Wasser war mir gar nicht. Wir setzten uns in ein Strandcafe unter einen Sonnenschirm und orderten Eicafé

   

dankenswerterweise ging ein leichter Wind, ich packte mein Kindle aus und las das zweite Buch das ich für die Reise mitgenommen hatte: "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng, einer amerikanischen Schriftstellerin und eine echte Entdeckung. Eins der besten Bücher die ich in letzter Zeit gelesen hatte, kann ich wärmstens empfehlen. Später bestellen wir noch einen griechischen Salat, wir hatten eine angenehm faule Zeit hier (sehr ungewöhnlich für uns beide im Urlaub). Um 14 Uhr sollte das Boot zurück fahren, ich machte mich um viertel vor 2 auf den Weg zum Anleger, das Boot war schon da. 5 Minuten später wäre es 10 Minuten vor der Zeit abgefahren wenn ich dem Kapitän nicht (laut) deutlich gemacht hätte dass noch jemand fehlt und es außerdem erst 10 Minuten vor 14 Uhr war. Pünktlich um zwei kam Josef zum Boot. Zwei Kroatinnen die deutsch sprachen haben sich sehr über unsere Pünktlichkeit amüsiert (und dem Bootsführer auf serbokroatisch klar gemacht dass Deutsche Zeitangaben wörtlich nehmen, ist hier nicht so üblich...)
wir näherten uns wieder Herceg-Novi

   

und legten bald an unserem Hotelstrand an (aber nur weil wir dem Kapitän gesagt haben dass wir hier aussteigen wollen, den Zwischenstopp hatte er schon wieder vergessen)

   

ich habe ein paar Fotos von der Hotelanlage gemacht, hier ist das Haus mit unserem Appartement

   

   

ich war dann eine Runde im Pool (ganz alleine), Josef ging ins Meer baden

   

Am Nachmittag haben wir uns aufgemacht die Altstadt zu erkunden dazu ging es erst mal über die Strandpromenade

   

   

richtig schöne Palmen stehen hier, das habe ich bei den meisten Strandorten vorher vermißt

   

Dann ging es steil den Berg hoch, immer über Stufen

   

Kunst am Weg

   

und viele Katzen

   

   

dann waren wir am Eingang der Burg angelangt die man vom Boot aus am Strand stehen sah, leider war sie geschlossen (obwohl sie laut aushängendem Plan noch eine halbe Stunde hätte geöffnet sein müssen, aber Zeitangaben sind hierzulande nur ungefähr  >:( )

   

wir gingen immer weiter hoch und die Altstadt war wirklich sehr schön und es waren fast keine Touristen unterwegs, wir haben keinerlei andere Sprachen außer serbokroatisch gehört.

   

   

viele enge Gassen

   

am oberen Ende der Altstadt gab es einen kleinen Platz um diese Kirche herum

   

   

hier gab es auch Restaurants und die Kirche war offen und man durfte fotografieren

   

für eine orthodoxe Kirche war sie ungewöhnlich schlicht

   

auf dem Platz vor der Kirche spielte eine kleine Katze, da könnte ich ja stundenlang zuschauen...

   

wir gingen noch durch ein paar Seitengassen

      

und kamen dann am oberen Ende der Altstadt an wo noch mal eine Burg steht. Da hat man aber nirgends einen Zugang gesehen, die ist wohl nicht für Publikum geöffnet

   

durch eine Unterführung unter der Schnellstraße gingen wir in die Neustadt, dort sollte es ein Lokal mit einer tollen Aussichtsterasse geben mit Blick aufs Meer, leider war das Lokal aber geschlossen. Die Unterführung war mit tollen Graffiti ausgemalt

   

   

   

   

über Stufen ging es zurück zu dem zentralen Platz in der Altstadt, gehbehindert darf man hier wirklich nicht sein...

   

      

   

in einem Andenkenladen habe ich dann endlich einen passenden Magneten für meine Sammlung gefunden (ein aufgeschlagenes Ei und ein Spiegelei) und wir machten uns auf die Suche nach einem passenden Lokal fürs Abendessen. Das kleine Kätzchen war immer noch am Rumtoben

   

   

ich hätte die Pizzeria vorgezogen (wegen der Katze) aber Josef wollte lieber Fisch und so sind wir bei dieser großen Pinie gelandet im Restaurant Portofino

      

Hier haben wir den Kellner gefragt was es mit den Palmenstümpfen auf sich hat die in der Oberstadt mehrfach zu sehen waren: diese Palmen haben eine Krankheit, manche schlagen aber nach ein paar Jahren wieder aus, darum läßt man sie stehen.

Wir bestellten beide Schwertfisch (den bekommt man nicht so oft) und eine Flasche Weißwein

   

das war wirklich sehr lecker! Mit Wasser und Kaffee insgesamt 60€
An der Strandpromenade fanden wir schließlich noch einen Andenkenladen wo ich ein passendes Mitbringsel für einen Freund fand: eine Figur aus kleinen Muscheln zusammengeklebt für 50 Cent. Er will immer nur Mitbringsel die höchstens 1 € kosten (früher für eine Mark), das wird natürlich immer schwieriger. Er hat eine ziemlich skurile Sammlung  :)

In der Hotellobby lasen wir unsere Mails, selbst hier war das Wlan so schwach dass einige Apps nicht funktionierten, dann setzten wir uns wieder auf unseren Balkon und lasen, es war immer noch so warm dass man keine Jacke brauchte.

Übernachtung: wie gestern

Andrea:
Ich muss gestehen, so richtig springt am heutigen Reisetag der Funke nicht über... Auch der Gang durch die Stadt überzeugt mich nicht  :verlegen:

Ich hoffe mal, dass du neben dem lädierten Knie jetzt nicht auch noch einen ernsthaften Infekt bekommen hast. Das wäre wirklich saublöd, denn dann kann man ja nicht mal irgendwo faul herumliegen, wenn es ständig grummelt oder einem übel ist.

Paula:

--- Zitat von: Andrea am 28. November 2018, 09:12:44 ---Ich muss gestehen, so richtig springt am heutigen Reisetag der Funke nicht über... Auch der Gang durch die Stadt überzeugt mich nicht  :verlegen:

Ich hoffe mal, dass du neben dem lädierten Knie jetzt nicht auch noch einen ernsthaften Infekt bekommen hast. Das wäre wirklich saublöd, denn dann kann man ja nicht mal irgendwo faul herumliegen, wenn es ständig grummelt oder einem übel ist.

--- Ende Zitat ---

ja die Geschmäcker sind halt verschieden, mir hat der Ort besonders gut gefallen. Am nächsten Tag war ich wieder vollkommen fit. Ich schätze mal das das Essen vom Vorabend nicht in Ordnung war, einen Infekt hatte ich nicht.

Susan:
Das Klosterinselchen hab ich wieder erkannt, aber die blaue Grotte  :gruebel: Wahrscheinlich konnten wir damals da nicht reinfahren, weil das Boot zu groß war.
Der Ort gefällt mir

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