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Der Norden Englands – von der Ostküste zum Lake District
Ilona:
Vogelschiss bringt Glück :toothy9:. Auf der Insel könnte man Guano ernten :verpiss:.
Christina:
Auf Helgoland kommt man den Vögeln auch so nah, dass man sie berühren könnte, das fand ich auch erstaunlich und beeindruckend. Aber Puffins gibt's dort keine, die Menge auf den Farne Islands ist ja unglaublich.
Der Humor der Briten ist wirklich klasse.
Susan:
^-^ Das waren jetzt wieder Lokationen, die mir aus englischen Krimis bekannt sind. Toll, die mal in Bildern zu sehen; ist doch beeindruckender als Beschreibungen.
Wirklich Wahnsinn, wieviele Vögel es auf den Farnes zu sehen gibt und dann auch noch die Robben :herz:
Horst:
5.Tag, 8.6.2022 Mittwoch
Heute Morgen regnet es – so wie es die Sammlung meiner Wetterdienste gestern schon wusste.
Macht aber nichts – wir verlassen heute die Küstenregion und fahren nach Westen.
In der Mitte der heutigen Strecke so nach 90 Minuten ist ein Stopp eingeplant und der könnte kaum besser Geschichte und Natur vereinen.
Wir halten am Steel Rigg Parkplatz, der Regen hat aufgehört und wir wandern entlang ...
... dem alten Hadrians Wall, UNESCO Welkulturerbe, der sich über 117 km durch Nordengland erstreckt und dem man auf einem Pfad von der Nordsee bis zum Atlantik erwandern kann. So lange haben wir unseren Spaziergang heute allerdings nicht vor.
Eine Mauer im kalten Norden des Landes, die ein Einfallen der schottischen und irischen Stämme verhindern sollte. Der Wall wurde ab 122 n. Chr. auf Befehl des römischen Kaiser Hadrians angelegt und diente hauptsächlich dazu, den Grenzverkehr zu kontrollieren und Zölle zu erheben, aber auch zur Demonstration der römischen Machtposition im Land. Mit einer Länge von 117,5 km erstreckt sich die Anlage von der Solway Firth (Bowness-on-Solway) im Westen bis zum Mündungstrichter des Tyne (Wallsend) im Osten. Die Mauer variierte in Höhe, Breite und Baumaterialien, war aber meist 5 bis 6 m hoch, etwa 3 m breit und aus Stein sowie stellenweise zunächst aus Erde errichtet. Ganze Abschnitte sind heute noch erhalten, ebenso wie Überreste der zahlreichen Türme und Kastelle.
Nach kurzem Weg erreichen wir einen Basaltfelsen über den der Wall hinauf und wieder hinunter läuft (Peel Crags) ...
... und auf die Ruinen von Mile Castle 39 trifft.
Nach dem nächsten auf und ab erreichen wir die meistfotografierte Stelle des Hadrianswalls und dabei geht es hierbei gar nicht um den Wall sondern um einen einzelnen Baum. Sycamore Gap heißt die Lücke zwischen den beiden Hügeln in deren Mitte dieser malerischer Baum steht, der es schon in mehr Filme geschafft hat, als mancher vermeintlich erfolgreicher Schauspieler. U.a eine berühmte Szene von Kevin Costners Robin Hood wurde hier gedreht.
Wir gehen noch hinauf auf den Highshield Crags ...
... und blicken hinab auf den See Crag Lough. Das soll uns für heute genügen, wir haben noch Meilen zu fahren.
Schließlich erreichen wir am späten Nachmittag die Grafschaft Cumbria und den Lake District National Park, seines Zeichens ebenfalls UNESCO Welterbe. Wir fahren nach Süden bis Ambleside.
Etwas außerhalb der Stadt halten wir bei einer alten Steinbrücke (Clappersgate Bridge).
Von hier geht es auf den Loughrigg Fell, der neben dem Blick hinab auf Ambleside ...
... und den riesigen Lake Windermere (größter See des Lake Districts und auch der größte Englands) und die Berge der Umgebung blicken lässt.
Der Lake District seit Menschengedenken ein Land der Hirten, Holzfäller, Jäger und Fischer und der Dichter und Denker. Vier Eiszeiten schufen diese Bilderbuchlandschaft mit den höchsten Bergen Englands (der höchste 978m). Alle Berge Englands über 3000 Fuß (914 Meter) liegen in diesem Gebiet. Die steilste Straße findet sich hier, durch das Vulkangestein, auf dem sich die Gegend befindet, starke Regenfälle und die hier sehr tiefen Gletschertäler bildeten sich hier einst mehr als ein Dutzend große Seen, darunter auch der tiefste von Großbritannien (insgesamt sollen es über 1000 Seen sein).
Kein Wunder also, dass der 2300 km2 große Lake District Nationalpark zu den beliebtesten Feriengebieten der Briten (pro Jahr 18 Millionen Besucher) zählt.
So leben die Menschen heute hier vor allem vom Tourismus und der Zucht von Schafen.
Auf dem Loughrigg Fell findet sich auch ein kleiner See/Teich, die heißen hier „Tarn“ –der Lilly Tarn, ...
... der freundlicherweise von Sonnenstrahlen beschienen wird, die durch die Wolken brechen.
Zeit unser Quartier aufzusuchen.
Wir fahren noch etwas weiter nach Süden bis Bowness-on-Windermere, wo wir vier Nächte verbringen wollen.
Übernachtung:
Beantfield House, Brantfield Road, Bowness-on-Windermere, Cumbria (über FeWo direkt)
Wertung: 9,5/10 – super Apartment, 0,5 Abzug für eine Treppe (3 Stufen) im Gang
Ilona:
--- Zitat ---Wertung: 9,5/10 – super Apartment, 0,5 Abzug für eine Treppe (3 Stufen) im Gang
--- Ende Zitat ---
:totlach:
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