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Pleiten, Pech und Pannen - ein Traumurlaub in der Schweiz!?
Silv:
Hallo Horst,
mir gefällt der Blick auf den Hinterstocksee :)
Den Oeschinensee habe ich letzte Woche nicht mehr geschafft, bzw. wollte mich nicht ins Auto setzen und wohin fahren. Ich konnte die 5 Tage in Adelboden so vieles unternehmen, ohne das Auto zu bewegen, dass ich das natürlich auch getan habe.
Mir hat es super gut gefallen - die Schweiz sieht mich sicher auch noch ein weiteres Mal.
Horst:
--- Zitat von: Silv am 04. Juli 2023, 07:57:34 ---Hallo Horst,
mir gefällt der Blick auf den Hinterstocksee :)
Den Oeschinensee habe ich letzte Woche nicht mehr geschafft, bzw. wollte mich nicht ins Auto setzen und wohin fahren. Ich konnte die 5 Tage in Adelboden so vieles unternehmen, ohne das Auto zu bewegen, dass ich das natürlich auch getan habe.
Mir hat es super gut gefallen - die Schweiz sieht mich sicher auch noch ein weiteres Mal.
--- Ende Zitat ---
Davon gehe ich bei mir aus aus. :D
Horst:
7.Tag, Freitag 2.6.2023
Heute verlassen wir Kandergrund und fahren nach Norden, vorbei am Vierwaldstättersee und an Luzern zunächst zum Walensee (in den Kantonen, St.Gallen und Glarus), mit einer Länge von 16km durchaus beachtlich.
Am Nordufer des Sees gibt es eine Einbahnstraße nach Betlis, dem Ausgangspunkt einer kurzen Wanderung zu den Serenbachfällen (3 Kaskaden mit insgesamt 600 Höhenmetern der höchste Wasserfall der Schweiz und einer der höchsten Europas).
Ohne diese Stichstraße, die man nur zur vollen Stunden und zur halben Stunde nach Betlis fahren darf (dazwischen retour) verlängert sich der Weg um insgesamt 6km auf Asphalt.
Wir bewältigen die 3km lange Straße bis ans Ende der Straße (Dead End) und bekommen auch noch einen Parkplatz (wie immer kostenpflichtig).
Der Weg zu den Fällen führt am Walensee entlang ...
... und spendiert Eindrücke vom See und den Bergen der Region.
In 40 Minuten sind wir an den Fällen angekommen, ...
... wobei nur die Unterste Kaskade so richtig Wasser führt.
Da hätte man sich jetzt im Frühsommer mehr versprochen. Nett ist die Wanderung vor allem wegen der Aussicht auf den See allemal.
Auf dem Rückweg kehren wir noch in einem Biergarten mit Seeblick ein und trinken Kaffee.
Als wir zur rechten Zeit die Rückfahrt auf der Einbahnstraße am See entlang antreten wollen gibt es ein Problem, nein eigentlich zwei.
Zunächst stelle ich fest, dass meine Ersatzkamera plötzlich den elektronischen Sucher nicht mehr einschalten kann. Darf doch wohl nicht wahr sein ... :o :o :o >:( >:( >:(
Da es seit Tagen ja erfreulicherweise sonnig ohne Ende ist, sieht man nur auf dem Display kaum etwas und braucht definitiv den Sucher. ::)
Dieses Problem geht im Moment aber völlig unter, denn wir haben gleich ein viel größeres Problem. :o
Denn die Rückfahrt auf der Einbahnstraße gerät zum Wunsch ohne Erfüllung, die Straße ist aufgrund Steinschlag inzwischen gesperrt. ???
Ein Helfer der freiwilligen Feuerwehr erklärt mir, dass man an dem Problem bereits arbeiten würde, aber es ungewiss ist ob wir die Straße heute noch fahren können.
Man würde versuchen ein Boot zu organisieren, dass uns am Abend auf die andere Seeseite bringt, wo es Übernachtungsmöglichkeiten gibt, falls die Straße vorher nicht befahrbar sein sollte. Dann müssten wir aber unser Auto und einen Großteil unseres Gepäcks auf der „unzivilisierten Seeseite“ belassen und am nächsten Tag per Boot hierher zurückkehren, wenn die Straße wieder befahrbar ist.
Wir machen uns schon mal mit dem Gedanken vertraut, die Nacht im Auto zu verbringen (ein Hotel auf der anderen Seite würde uns ca. 300 € kosten).
Eigentlich haben wir ja eine bereits bezahlte Unterkunft im Appenzeller Land gebucht, ob wir die heute noch erreichen steht in den Sternen.
Nach 2 Stunden Warten geselle ich mich zum Einsatzhelfer und vertreibe mir die Zeit mit einem Plausch. Ganz interessant, denn der Helfer arbeitet sonst in einem der vier noch bestehenden Atomkraftwerke der Schweiz. So unterhalten wir uns natürlich über die Energie-Thematik der letzten Monate in Europa und anders als bei uns in Deutschland, will man in der Schweiz erst Alternativen schaffen und dann die Atomkraftwerke abschalten.
Irgendwann klingelt sein Handy und ich höre mit dass die Straße in einer Stunde wieder befahrbar sein soll.
Puuh Glück gehabt. So fahren wir eine Stunde später im Konvoi zurück und weiter nach Norden ins Appenzeller Land.
Das Appenzeller Land gefällt uns auf den ersten Blick sehr gut. Unzählige grüne Hügel mit vielen alten Bauernhäusern hinter denen sich teils schneebedeckte Berge auftürmen prägen die Region.
Echte Heidi-Bilderbuch-Landschaft.
Wir fahren zum Schwendisee bei dem sich eine Umrundung lohnt.
Inzwischen fotografiere ich wieder mit der Mark 7 mit der chaotischen Elektronik. 8)
Das dabei sogar ein paar halbwegs vorzeigbare Bilder entstanden sind war ganz schön tricky, hat mich gehörig in Schwitzen gebracht und ich denek ich habe die Kamera gefühlt pro Minute 20 x ein und aus geschaltet.
Unweit unseres Zieles Urnäsch führt ein kurzer Weg (5 Minuten) ...
... zu den Thurwasserfällen, ...
... die über zwei Stufen in einen höhlenartigen Kessel fallen. Gar nicht mal so schlecht…
In Urnäsch werden wir doch nochmal ausgebremst – diesmal von einer Rinderherde und zum Glück nicht so lange.
In der Nacht werden wir noch einmal an die Semana Santa in Spanien erinnert, weil die Kühe des nachts mit Glockengeläute und Musik anlässlich des Almauftriebs durch die Straßen des Orts getrieben werden. Irgendwann in der Nacht ist das Gebimmel, Leuten der Glocken, Rufen und Singen der Treiber und Muhen der Rinder auch vorbei.
Was ein Tag ...
Ü: Ferienwohnung Urnäsch, Kanton Appenzell Ausserrhoden, 145 € pro Nacht für das Zimmer
Christina:
Nun kommt ihr auch mal in mir bekannte Gegenden - da werden Erinnerungen wach. Den Walensee kenne ich eher von "oben", da kann man ja auch tolle Wanderungen mit Blick auf den See machen. An diesem Wasserfall waren wir nie.
Und Appenzell lag ja vor unserer Haustüre, da waren wir zu jeder Jahreszeit regelmässig beim Wandern. Aber auch hier, den von euch angeschauten Wasserfall und See kenne ich nicht. Auf dem ersten Appenzell Foto ganz hinten links ist der Säntis zu sehen.
Das mit den Defekten bei deinen beiden Kameras ist ja extrem nervig und irgendwie kaum zu glauben, dass nun beide Kameras Probleme haben. Das Steinschlagproblem ging immerhin gut aus.
Silvia:
Das mit den Kameras ist ja mehr als ärgerlich
... die Landschaft entschädigt aber für den Ärger... der Oeschinensee steht noch auf meiner ToDo-Liste
Bei dem Steinschlag hattet ihr ja dann wenigstens noch Glück, ebenso bei der Gletscherbrille :thumb:
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