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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024

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Heike Heimo:
18.05.2024      Colca Canyon – Im Reich des Andencondors

Etwas unterhalb vom Ort sind heiße Quellen bei einer Brücke über den Colca. Es sah hier aber nicht sehr einladend aus und die Becken schienen auch noch nicht geöffnet zu sein.







Ein Blick auf die Ausgrabungsstätte von gestern auf der anderen Seite des Tals.



Wir entschlossen uns daher zur eigentlichen Attraktion des Canyons zu fahren dem Anden-Condor. Die Straße schlängelt sich durch die Bergwelt des Canyons. Mit dem Wetter hatten wir wieder großes Glück. Blitzblau war der Himmel an diesem Tag.







Überall wuchs der Kaktus.



Achtung Gegenverkehr.



Ein Aussichtspunkt war unmittelbar vor einer Tunneleinfahrt. Ein Tunnelsicherheitsgesetz wie in Europa scheint es hier nicht zu geben. Die Tunnel in diesem Land sind einfache finstere Löcher ohne Beleuchtung.



Hinein geht es in das finstere Loch.



Auch nach dem Tunnel gab es wieder Aussichtspunkte. Wo sind sie den?





Wenigstens war die Umgebung sehrt ansehnlich.





Plötzlich entdeckte Heike hoch über den Gipfeln eine Gruppe Condore. Leider waren sie sehr weit weg.





Einige Zeit blieben sie in dieser Entfernung. Dann kamen sie immer weiter herunter und waren besser zu sehen.











Wenn die Sonne auf den Rücken der Vögel schien, glänzten sie silbrig.



Bei der Abzweigung zum Geysir de Pinchollo überlegten wir, ob wir den holprigen Weg auf uns nehmen sollten. Bei der Einfahrtsstraße war ein offener Schranken und ein alter Mann saß in einem kleinen Häuschen. Er kam zu uns und erklärte mit Händen und Füßen, dass wir nicht fahren sollten. Die Straße sei in einem sehr schlechten Zustand. Wir beherzigten seinen Rat und fuhren weiter.



Beim Aussichtspunkt Cruz del Cura gingen wir nach vorn zu einer Art Kanzel. Hier ist der tiefste Punkt des Canyons. Je nach Definition ist der Colca Canyon der Tiefste der Welt oder nicht. Vom höchsten Berggipfel gemessen ist er 3.270m tief. Vom Rand der Schlucht sind es aber „nur“ 1.200m. Nach dieser Einteilung ist sie die dritt tiefste Schlucht der Erde über dem Meer.

Hier war ein Filmteam, dass ebenfalls auf die Vögel wartete. Sie wollten anscheinend festhalten, wie er durch die Schlucht gleitet. Lange Zeit tat sich nichts. Bis eine Frau des Teams zu rufen begann: „Condor, Condor, Condor“ Es stellt sich aber heraus, dass es sich um einen großen Adler handelte, der nun über unsere Köpfe kreiste.





Nach kurzer Zeit geleitete er in die Schlucht hinab und verschwand.



Die weiter Wartezeit vertrieben wir uns mit Ausschauhalten und Genießen der fulminanten Landschaft.






Christina:
Der Colca Canyon und die Landschaft drumherum sieht toll aus, besonders natürlich bei Sonnenschein.

Heike Heimo:
18.05.2024      Colca Canyon – Im Reich des Andencondors  Teil 2

Nach knapp einer Stunde tauchte ein einzelner Condor auf, der um die Kanzel flog.



Mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ein tolles Bild.







Wir waren schon über eine Stunde hier und machten uns daher auf den Rückweg zu unserem Auto. Auf halben Weg tauchten ein Condorpaar auf. Es kreiste in die Richtung des Aussichtspunktes. Wir machten uns gleich wieder auf den Rückweg. Als ich die Kanzel erreichte, schwebte gerade ein Condor vor den Köpfen des Filmteams vorbei.





Beim Aussichtpunkt angekommen, gleiten die beiden in der Schlucht vor uns dahin.





Sie kamen wieder höher herauf und folgen über uns.



Nach diesen Eindrücken, wir waren insgesamt fast 3 Stunden hier, gingen wir zum Auto und fuhren weiter, zu den weiteren Aussichtspunkten.









Nicht weit vom Hauptaussichtspunkt Cruz del Cóndor waren wieder welche direkt neben der Straße zu sehen. Wir hielten und beobachteten das Schauspiel. Sie segelten in unmittelbarer Nähe neben und über uns. Was sind das für majestätische Vögel.



Der Condor gehört zu der Familie der Geier und lebt vom Ass.

Am Aussichtspunkt Cruz del Cóndor war nichts mehr los. Der Bustouristenstrom hat das Tal bereits verlassen. Das Mittagessen ruft und die Fahrt muss nach Puno oder Arequipa fortgesetzt werden. Die Stände der einheimischen Verkäuferinnen wurden bereits abgebaut. Außer ein paar Kühen waren sonst keine Besucher mehr anwesend.



Die Condore hatten anscheinend auch keine Lust mehr. Die Hauptflugzeit ist vormittags. Am Nachmittag sind nur mehr wenige zu sehen.

Wir hatten noch Zeit und fuhren daher nach Cabanaconde zum Juanita Museum. Der Ort war dem Fundplatz in 5.000m Höhe am nächsten.



Das Original soll in Arequipa ausgestellt sein, obwohl im Museum steht, dass es sich um die richtige Mumie handelt. Die Mumie soll ein 14-jähriges Mädchen sein. Sie war 1,40 Meter groß und 35kg schwer. Vermutlich wurde sie für ein Opferritual erschlagen.



Fotos von der Bergung der Mumie. Ähnlich „professionell“ wie beim Ötzi.



Das Museum scheint recht neu zu sein. Wie die meist in Peru hat es aber schon erste Zerfallserscheinungen. Es werden auch viele andere Artefakte ausgestellt.









Interessant ist der „Taschenrechner“ der Inka. Wie dieses Rechensystem funktioniert hat, ist heute unbekannt. Er soll sogar eine Logarithmusfunktion gehabt haben.



Unweit des Museums kann zu Fuß ein schöner Aussichtspunkt ins Tal erreicht werden.



Schön zu sehen ist der Weg vom Ort zu den Anbauflächen in dem tellerartigen Felsvorsprung oberhalb des Ortes.



Wir machten uns nun auf den Weg zu unserem Hotel dem La Granja del Colca. Die Anfahrt war ohne Allrad gerade noch schaffbar. Dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Das Hotel liegt wie ein Adlerhorst auf einer Höhe von 3.750m mit großen Panoramafenstern über dem Tal. Da schmeckt das Bier bei diesem Traumwetter gleich noch besser.





Das Abendessen wurde noch durch einen sehr schönen Sonnenuntergang versüßt. Bei uns würde man Alpenglühen sagen.







Nachdem Abendessen wurde der Kamin angeheizt. Das funktionierte aber nicht richtig. Der ganze Raum wurde verraucht. Das schien die Eigentümer nicht zu stören. Wir suchten aber das Weite und zogen uns in unser Zimmer zurück. Der Sternenhimmel war hier natürlich auch vom Feinsten.

Silvia:
Ihr habt euch tolle Unterkünfte gesucht  :thumb:

Freut mich das ihr die Condore gesehen habt, aber auch die Landschaft selbst war sehenswert.

Weißt du noch wie kalt es eigentlich in etwa tagsüber war? Ich schätze mal wg der Höhe und dem Wind nicht besonders warm.

Silv:
Das ist aber ein Fußweg zu der Anbaufläche, oder? Und dieser Streifen oberhalb, ist das eine Straße?  :o Das wär ja gar nix für mich...

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